Ausbildung Bewerbungsfrist: Frühzeitig erkundigen!

Viele Schüler stehen gegen Ende der Schulzeit vor der alles entscheidenden Frage: Wie geht es weiter? Wer bis zum Schluss diese drängende Frage aufschiebt, verpasst unter Umständen für seine favorisierte Ausbildung die Bewerbungsfrist: Abhängig von der Branche, aber auch von der Betriebsgröße unterscheiden sich die Bewerbungsfristen. Wenn es schlecht läuft, kann Sie das bis zu einem Jahr Zeit kosten, nämlich genau bis zum nächsten Start der Bewerbungsphase. Woran Sie bei Bewerbungsfristen für eine Ausbildung denken müssen und was Sie tun können, wenn Sie sie verpasst haben…

Ausbildung Bewerbungsfrist: Frühzeitig erkundigen!

Bewerbungsfrist Ausbildung 2018: Schnell sein lohnt sich

Als Bewerbungsfrist wird die Zeitspanne bezeichnet, innerhalb derer Sie eine Bewerbung verfassen sollten, um bestmögliche Chancen auf Erfolg zu haben. Bei Ausbildungen können Bewerbungsfristen deutlich variieren. Abhängig ist dies von vielen Faktoren:

  • Welche Ausbildungsform machen Sie: schulische oder duale Ausbildung?
  • Wenn Sie eine duale Ausbildung machen: In welcher Branche?
  • Wie groß ist das Unternehmen?
  • Wie beliebt ist dieser Beruf?

Auch wenn es abgedroschen klingt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das heißt ganz allgemein, dass Sie auf der sicheren Seite sind, wenn Sie sich sehr früh bemühen. Sehr früh heißt in diesem Fall, dass Sie anderthalb Jahre vor dem Schulabschluss bereits damit beginnen sollten, sich Stellenangebote anzuschauen und die Bewerbungsfristen für die Ausbildung im Blick zu haben.

Ein Beispiel: Im Januar 2018 ist die Bewerbungsfrist bei der Stadt Dortmund für das Einstellungsjahr 2018 bereits abgelaufen. Grob lässt sich anhand des Beispiels der Stadt Dortmund für den öffentlichen Dienst sagen, dass das Bewerbungsende etwa ein Jahr vor Ausbildungsbeginn liegt:

Ausbildungsbeginn ist Anfang September 2018, die Bewerbungsfrist für Ausbildungen war von Anfang Juli bis Ende September des Vorjahres.

Bewerbungsfrist für Ausbildung abgelaufen: Was tun?

Bewerbungsfrist abgelaufen trotzdem bewerbenJetzt ist der Fall eingetreten: Sie haben sich voll und ganz auf Ihren Schulabschluss konzentriert und darüber vergessen, die Bewerbungsfrist für Ihre Ausbildung im Blick zu behalten.

Oder aber Sie wussten noch gar nicht so genau, wohin die Reise geht und haben die Bewerbungsfrist verpasst. Was nun? Da die Bewerbungsfristen für Ausbildungen je nach Branche, Betriebsgröße und Beliebtheitsgrad stark variieren, lässt sich sagen: Kommt darauf an.

Wer sich für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst interessiert, wird Pech haben. Diese Ausbildungen gehören mit zu denjenigen, bei denen eine lange Vorlaufzeit mit eingeplant werden muss. Das Bewerbungsverfahren wird oftmals zentral koordiniert, so dass selten Ausnahmen gemacht werden.

Je nachdem, ob allerdings genügend Bewerbungen eingingen und wie lang nach der Bewerbungsfrist Sie den verpassten Termin bemerkt haben, kann sich ein Anruf lohnen. Klären Sie sicherheitshalber ab, ob Sie die Unterlagen nachreichen können, denn anderenfalls verlieren Sie zumindest in dieser Branche ein ganzes Jahr.

Anders sieht es in Ausbildungsberufen aus, in denen händeringend nach Arbeitskräften geguckt wird. Aktuell hat beispielsweise das Klinikum Dortmund, das sich in städtischer Trägerschaft befindet, Ausbildungsplätze zu vergeben. Dort beginnen zu jeweils zum 1. April, zum 1.September und zum 1. Oktober neue Ausbildungskurse.

In solchen Fällen kann ein verpasster erster Termin immer noch die Aufnahme in einen späteren Kurs im selben Ausbildungsjahr bedeuten. Ebenfalls bessere Chancen haben angehende Auszubildende, wenn sie sich für eine schulische Ausbildung entscheiden.

Hier gibt es zwar ebenfalls feste Termine (die Sie jeweils an der Schule erfragen müssen), jedoch ist es in einigen Fällen möglich, zu einem späteren Nachmeldetermin sich anzumelden.

Bewerbungsfrist Ausbildung: Im Betrieb oder in der Schule?

Ein Großteil der Schulabgänger plant – sofern kein Studium angestrebt wird – die duale Ausbildung. Dabei wird eine praxisnahe Berufsausbildung im Betrieb vermittelt und gleichzeitig eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Das erste eigene Geld ist für viele eine hohe Motivation, direkt nach der Schule ins Berufsleben zu starten.

Daneben findet in der dualen Ausbildung die Vermittlung der theoretischen Grundlagen eines Berufs in Berufsschulen statt. Üblicherweise dauert die Ausbildung zwischen zweieinhalb und drei Jahren. Abhängig ist die Dauer häufig vom Schulabschluss und dem persönlichen Vorankommen.

Einige Berufe werden meist über die schulische Ausbildung vermittelt. Da in diesem Fall rein schulisch ausgebildet wird, spricht man auch von vollzeitschulischen oder vollschulischen Ausbildungen. Dies gilt vor allem für Berufe aus dem Gesundheits- und Sozialwesen wie Erzieher, Logopäde oder Altenpfleger.

Ebenfalls Vollzeitunterricht an Berufsfachschulen erhalten Ausbildungen im technischen Bereich wie der medizinisch-technische Assistent und der Informatikassistent oder auch Medien- und Fremdsprachenberufe. Die Zugangsvoraussetzungen schwanken von Schule zu Schule; der Großteil der Auszubildenden hat einen Realschulabschluss.

In einigen Fällen werden ebenfalls Auszubildende mit Hauptschulabschluss aufgenommen. Der große Vorteil der Berufsfachschule: Je nachdem bieten einige die Möglichkeit, neben der Berufsausbildung den Realschulabschluss oder die fachgebundene Fachhochschulreife zu erwerben.

Beendet wird diese Ausbildung meist nach zwei bis dreieinhalb Jahren, der praktische Teil wird durch Praktika abgedeckt. Im Unterschied zur dualen Ausbildung wird diese jedoch oftmals nicht vergütet; im Gegenteil: Wer eine private berufsbildende Schule besucht, muss unter Umständen für die Ausbildung zahlen.

Zu den Bewerbungsfristen von schulischen Ausbildungen lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, da diese von Schule zu Schule ganz individuell gehandhabt werden. Daher gilt hier, dass Sie sich am besten frühzeitig um die Anmeldung kümmern, idealerweise ein Jahr vor Ausbildungsbeginn.

Wann bewerben für eine Ausbildung 2018?

Bewerbungsfrist Ausbildung schulische duale verpasst Anmeldung

[*Ausbildungsbeginn Gesundheitsbranche: 1. September/ Oktober; **1. März/ April; Ausbildungsbeginn Hotellerie/Gastronomie: 1. September/ Oktober; **1. Februar]


Die obige Grafik illustriert es ganz gut: Abhängig von Ihrem gibt es zeitliche Schwerpunkte für eine Bewerbungsfrist für Ausbildungen. Je nach Dunkelheitsgrad der Farbe wird hier die Hauptphase signalisiert – je heller, desto eher nähert sich die Bewerbungsfrist für die Ausbildung dem Ende.

Es sei ergänzt: Dies sind grobe Richtwerte. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen haben nicht unbedingt ein zentrales Bewerbungsverfahren (das womöglich noch über externe Dienstleister abgewickelt wird), sondern entscheiden recht spontan, ob Bedarf besteht.

Der Bewerbungsprozess kann in solchen Fällen zumindest im Hinblick auf die Bewerbungsfrist deutlich relaxter gehandhabt werden. Was natürlich nichts mit der generellen Qualität Ihrer Bewerbung zu tun haben sollte:

Eine vollständige und fehlerfreie Bewerbungsmappe brauchen Sie immer, egal ob Sie sich auf dem Postwege bewerben oder eine E-Mailbewerbung schreiben.

[Bildnachweis: Gutesa by Shutterstock.com]

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1. Februar 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.

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