Career Services: Ratgeber zwischen Uni und Arbeitsmarkt

Spätestens kurz vor Studienende stehen angehende Absolventen vor der Frage, wie sie sich am Arbeitsmarkt positionieren sollen. Sogenannte Career Services können dabei helfen: Dabei handelt es sich um meist universitäre Institutionen, die den Übergang zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt erleichtern sollen. Welche Aufgaben die Career Services wahrnehmen und wie Studenten davon profitieren…

Career Services: Ratgeber zwischen Uni und Arbeitsmarkt

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Definition: Was sind Career Services?

Career Services sind die Schnittstelle zwischen Studierenden, Hochschulabsolventen und dem Arbeitsmarkt. Seit den 90er Jahren haben sie sich nach amerikanischen Vorbild an deutschen Universitäten und Fachhochschulen etabliert. Je nach Hochschule oder Land firmieren sie unter den Begriffen „Career Center“ oder „Career Service Center“.

Aufgabe von Career Services ist es, die angehenden Absolventen mit berufsrelevanten Informationen zu versorgen und Einblicke in spätere Berufsfelder zu ermöglichen. Teilweise arbeiten sie mit externen Beratungsinstitutionen zusammen, etwa den Arbeitsagenturen und Industrie- und Handelskammern. Die Angebote sind von Universität zu Universität unterschiedlich. Sie können nahezu alles umfassen; von der Berufsorientierung über Bewerbungstraining bis zum Kontakte knüpfen auf eigens gegründeten Veranstaltungen wie „Career Day“ oder „Career Talk“.

Jobs für Hochschulabsolventen finden Sie übrigens auch in unserer eigenen Jobbörse Karrieresprung.de:

Jobs für Akademiker

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Career Services an deutschen Universitäten

Nachfolgend haben wir Career Services deutscher Hochschulen für Sie aufgelistet. Da die Angebote von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich sind und immer wieder neue hinzukommen, erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

PS: Falls wir einen Career Service vergessen haben, mailen Sie uns bitte an und liefern Sie uns in der Mail die hierfür nötigen Informationen (aufbereitet wie in der obigen Liste) gleich mit.

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Beratungsangebot der Career Services

Unabhängig davon, ob Sie gerade zu studieren begonnen haben oder sich mittendrin befinden: Es wird dringend empfohlen, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten des Career Services an Ihrer Hochschule vertraut zu machen. Die Angebote der Career Services umfassen beispielsweise folgende Themen:

Bei alledem orientiert sich die Beratung immer an dem Studierenden, das heißt: Welche Voraussetzungen bringt er oder sie mit? Damit die Arbeit des Career Service möglichst erfolgreich ist, sind die aktive Mitarbeit und Selbstreflexion eines jeden Studierenden Grundvoraussetzung.

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Zielgruppen der Career Services

Als Einrichtung der Hochschule haben die Career Services im Wesentlichen drei Zielgruppen:

Studierende beziehungsweise Absolventen

Studierende haben die Möglichkeit, sich umfassend informieren und beraten zu lassen, so dass sie ein eigenes berufliches Profil entwickeln können. Ebenfalls wird Hilfe bei Praktika geboten, die einen ersten Einblick in mögliche spätere Berufsfelder vermitteln und die Möglichkeit zum Netzwerken bieten.

Fachbereiche der Hochschule

Durch die Zusammenarbeit mit dem Career Service werden die Fachbereiche einerseits mit neusten Entwicklungen am Arbeitsmarkt versorgt, die entsprechend zeitnah in Informationen zu Studiengängen eingearbeitet werden. Sie sind somit wichtig für die Studienorientierung zukünftiger Studierende. Des Weiteren vermitteln die Fachbereiche ihre Studentenschaft an die Career Services. Auch inhaltlich stellen einige Angebote des Career Service eine Ergänzung der Studieninhalte dar.

Arbeitgeber

Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber Career Service ist von gegenseitigem Vorteil. Durch die Kooperation mit verschiedenen Arbeitgebern werden Studierenden direkte Einblicke in die berufliche Praxis ermöglicht. Das passiert durch Praktika, bei Firmenexkursionen oder Vorträgen durch Referenten des Arbeitgebers. Für Arbeitgeber besteht der Vorteil darin, dass sie eine Vorstellung von aktuell wissenschaftlich relevanten Themen ihres Bereichs erhalten. Nebendem lernen sie direkt vor Ort in vergleichsweise ungezwungener Atmosphäre mögliche Kandidaten für ihr eigenes Unternehmen kennen.

Unterschiedliche Schwerpunkte bei den Zielgruppen

Welche Studierenden konkret angesprochen sind, ergibt sich aus dem Beratungsangebot der jeweiligen Hochschule. Die Universitäten Münster und Heidelberg beispielsweise bieten bereits Hilfe bei der Ausrichtung des Studiums nach jeweiligen Berufsfeldern an. Andere Universitäten richten sich gezielt an Studierende, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Zumeist gelten die Angebote der Career Services bis zu ein oder zwei Jahre nach Abschluss des Studiums.

Manche Career Services konzentrieren sich speziell auf Studierende eines bestimmten Fachbereichs, so beispielsweise die Universität Bamberg: Deren Career & International Center der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) kümmert sich vorzugsweise um die eigenen Absolventen. Das ist aus mehrerlei Hinsicht bedauerlich – zum einen, weil gerade Studierende der Geisteswissenschaften oft kein klares Berufsbild haben und so über einen hohen Beratungsbedarf verfügen.

Zum anderen, weil sie als klassische Generalisten ein breites Spektrum an Denk- und Lösungsansätzen mitbringen und Dinge kritisch hinterfragen. Insgesamt also Eigenschaften, die für jedes Unternehmen vorteilhaft sind und in der heutigen Zeit wettbewerbsentscheidend sein können. So gesehen wäre das Netzwerken über einen Career Service für beide Seiten von Vorteil.

Dual Career Services: Ansprechpartner für Doppelkarrierepaare

Neben den typischen Studenten und Absolventen haben Career Services zunehmend auch deren Partner im Visier: Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt gibt es das Beratungsangebot der Dual Career Services. Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk zahlreicher Universitäten und Hochschulen, die sich gezielt an sogenannte „Doppelkarrierepaare“ (auf Englisch auch: „Dual Career Couples“) richten.

Akademikern – besonders Wissenschaftlern – wird große Mobilität abverlangt. Zieht so jemand für den Job in eine neue Gegend, zieht sein Partner oder Partnerin meist mit. Aber nicht immer hat der mitziehende Teil automatisch ein Jobangebot vorliegen. Gleichzeitig herrscht Fachkräftemangel. Der Grundgedanke der Dual Career Services: Wenn schon qualifizierte Arbeitnehmer in die Gegend ziehen – warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Statt einem Experten womöglich zwei Fachleute gewinnen? Zumal akademisch gebildete Frauen oft ihre eigene berufliche Karriere verfolgen wollen. Somit spezialisieren sich Dual Career Services auf die Beratung von:

  • neu berufenen Professoren
  • anderen Spitzenwissenschaftlern
  • Nachwuchswissenschaftlern
  • Führungskräften
[Bildnachweis: wan wei by Shutterstock.com]

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