Promotionjobs: Tipps zur Arbeit für Studenten, Schüler & Freelancer

Promotionjobs sind eine ideale Möglichkeit, das Einkommen aufzustocken. Meist als eine Form der Selbständigkeit, vor allem aber flexibel. Beliebt sind solche Promotionjobs vor allem bei jungen Menschen und Studenten, aber auch Rentner und Arbeitnehmer wissen die Vorzüge zu schätzen: Denn sie sind teils gut bezahlt, oft zeitlich befristet und können richtig Spaß machen. Was Sie zu den Voraussetzungen, Vergütung und steuerlicher Behandlung wissen müssen…

Promotionjobs: Tipps zur Arbeit für Studenten, Schüler & Freelancer

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Definition: Was sind Promotionjobs?

Promotion kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Werbung oder auch Aktion und genau darum geht es bei Promotionjobs. Es handelt sich dabei um begrenzte, meist kurzfristig ausgerichtete Tätigkeiten mit einem werblichen Hintergrund. Man kennt Promoter aus Fußgängerzonen, Einkaufszentren oder bei Events und Veranstaltungen: Adrett gekleidete Berater, hartnäckige Fundraiser oder lustige Weihnachtsmänner – Promotionjobs kommen in allen Farben und Formen. In der Regel werben Promoter für ein neues Produkt, verteilen Proben oder Flyer für eine Veranstaltung oder machen mit den Passanten kleine Gewinnspiele.

Unternehmen nutzen Promotionjobs, um auf neue Produkte und Angebote hinzuweisen und möglichst viele Interessenten und Kunden anzusprechen. Auch um eine Marke oder ein Unternehmen bekannter zu machen, werden Promotionjobs eingesetzt. Die Aufgabenfelder bei Promotionjobs können durchaus unterschiedlich ausfallen, konzentrieren sich aber alle rund um das zentrale Thema der Werbung und Vermarktung:

  • Informations- und Angebotsflyer verteilen
  • Proben und Muster weitergeben
  • Kunden in Geschäften oder bei Events betreuen und begleiten
  • Gewinnspiele und Verlosungen durchführen
  • Veranstaltungen moderieren
  • Testeinkäufe als Mystery Shopper durchführen
  • Werbegespräche führen
  • Aufmerksamkeit auf ein Produkt oder Angebot lenken

Exakte Bezeichnung jobspezifisch

In manchen Kreisen hat es sich eingebürgert, als Promoter die männlichen Kollegen zu bezeichnen, während bei weiblichen Kollegen von (Messe-)Hostessen die Rede ist. Solche Bezeichnungen können je nach Promotionjob variieren oder durch andere Tätigkeitsbezeichnungen wie Fundraiser oder Verkoster ersetzt werden, die jobspezifisch sind. Geht es im Promotionjob nicht nur um Beratung, sondern auch Verkauf, werden die Promoter als Fachberater oder Sales-Promoter bezeichnet. In jedem Fall arbeiten Sie als Markenbotschafter für ein Unternehmen.


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Wo findet Promotion Arbeit statt?

So verschieden wie die beworbenen Produkte sind, sind auch die Einsatzorte von Promotern. Das Spektrum reicht von einer abendlichen Tour durch die Restaurants und Bars der Innenstadt bis zu einem mehrwöchigen Projekt mit Reise durch die Republik. Hauptkriterium für Einsatzort und Arbeitszeit ist die anvisierte Zielgruppe. Unterschieden wird zwischen diesen Formen:

  • Outdoor
    Die potenziellen Kunden werden auf öffentlichen Plätzen wie Einkaufsstraßen, Fußgängerzonen, Shopping Malls, Outlet Centern oder Stadien angesprochen.
  • Indoor
    Hier findet der Kundenkontakt im Innenbereich statt. Auf Messen, in Supermärkten, Baumärkten, Kauf- oder Möbelhäusern kommen die Promoter zum Einsatz.
  • Door-to-Door
    Beim Door-to-Door-Geschäft (auch D2D) handelt es sich eher um eine Form der Kaltakquise, wie sie Handelsvertreter betreiben. Mit etwaigen Produkten ausgestattet, suchen die Promoter den Kunden direkt zuhause auf.
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Promotionjobs finden: Stellenangebote

Wo können Sie Promotionjobs finden? Klassischerweise finden Sie solche Stellenanzeigen im Kleinanzeigenteil der Tageszeitung, in Supermärkten am Schwarzen Brett oder ähnlichen Aushängen. Deutlich bequemer stellt sich die Suche über Jobbörsen dar. Falls Sie aktuell etwas suchen, finden Sie beispielsweise auf unserer Schwesterseite Karrieresprung.de Angebote oder Sie klicken direkt auf einen der unten stehenden Links:

Neben allgemeinen Jobbörsen gibt es weitere Möglichkeiten:

Promotionagentur

Firmen, die Promotionjobs zu vergeben haben, suchen selten direkt nach den Nebenjobbern. Vielmehr schalten sie hierfür häufiger eine Promotion-Agentur wie Promotionbasis ein, die entweder in den eigenen Datenbanken oder in speziellen Online-Portalen nach geeigneten Kandidaten sucht. Sie bewerben sich bei den lokalen Promotionagenturen, wie es sie in jeder größeren Stadt gibt. Teilweise verlangen diese für Foto, Aufnahme in die Datenbank und Vermittlung eine Gebühr. Schauen Sie deshalb genauer hin, wie seriös die Agentur ist oder ob es sich dabei am Ende nur um Abzocke handelt. Das Beste ist, Bekannte oder Kommilitonen zu fragen, die Erfahrungen mit Jobs über diese Agentur gemacht haben. Zu den Webseiten bekannter Agenturen gelangen Sie hier:

Unternehmen

Die lukrativste Alternative ist gleichzeitig die arbeitsintensivste – sich direkt bei den werbetreibenden Unternehmen zu bewerben. Vorteil: Hier wird am besten bezahlt, und wer einmal drin ist, findet so vielleicht noch weitere Kontakte in das Unternehmen, die ihm oder ihr auch später beim Berufseinstieg helfen. Nachteil: Diese Jobsuche ist harte Arbeit: Unternehmensseiten nach entsprechenden Angeboten zu durchforsten, anzurufen, nachzufragen, Klinken zu putzen… Spaß geht anders.

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Welche Voraussetzungen gibt es für Promotionjobs?

In einigen Fällen richten sich die Promotionjobs gezielt an junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. Sofern die gesetzlichen Auflagen des Jugendsarbeitsschutzgesetzes beachtet werden, sind auch Promotionjobs ab 16 Jahren möglich. Heißt: Am Tag darf der minderjährige Promoter nicht mehr als 8, in der Woche nicht mehr als 40 Stunden arbeiten. Ausnahmen sind an einzelnen Tagen möglich, wenn an anderen beispielsweise die Arbeitszeit unter acht Stunden geblieben ist.

In der Regel ist keine bestimmte Ausbildung für Promotionjobs erforderlich. Sie eignen sich daher gut für den Quereinstieg und jeden, der seine Zeit flexibel einteilen kann – wie zum Beispiel ein Großteil der Studierenden. Die wichtigsten Voraussetzungen sind:

Hinzu kommt noch ein gesundes Maß an Extraversion und Selbstbewusstsein, schließlich gehen Sie aktiv auf potenzielle Kunden zu. Ein gepflegtes und seriöses Outfit (bei manchen Jobs – etwa als Messehostess – fällt es für Frauen etwas figurbetonter aus) sollte selbstverständlich sein.

Findet der Promotionjob in internationalem Umfeld statt, sind neben tadellosen Umgangsformen und einwandfreien Deutschkenntnissen meist Englischkenntnisse erwünscht. Wer viel reisen muss, braucht gegebenenfalls einen Führerschein – das Fahrzeug wird dann gestellt. Rein fachlich oder inhaltlich wird selten mehr verlangt. Falls das Produkt doch spezielle Fachkenntnisse erfordert, erhalten die Promoter vor dem Einsatz stets eine Schulung vom Auftraggeber.

Wie werden Promotionjobs bezahlt?

Häufig bewegen sich Promotionjobs im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung, ein Normalarbeitsverhältnis ist eher selten. Wer es aber erst einmal in die Datenbank einer Promoter-Agentur geschafft hat, bekommt immer wieder mal Aufträge. Die Bezahlung variiert erheblich und kann völlig unterschiedlich gehandhabt werden: Manche bekommen pauschal und projektbezogen zwischen 25 und 50 Euro am Tag, andere Unternehmen bezahlen auch schon mal 25 Euro pro Stunde.

Andere wiederum machen das Honorar abhängig von einer Erfolgsquote – also beispielsweise wie viele Flyer oder Proben verteilt wurden oder wie viele Formulare beim Gewinnspiel ausgefüllt wurden. Letzteres grenzt allerdings latent an Ausbeutung und nicht wenige schwarze Schafe der Branche verdienen damit viel Geld – auf Kosten der malochenden Studenten und Promoter. Achten Sie darauf, dass das Unternehmen wenigstens den gesetzlichen Mindestlohn zahlt. Der liegt derzeit bei 9,50 Euro pro Stunde. Eine Erfolgsprämie sollten Sie daher allenfalls on top akzeptieren, ansonsten einen festen und garantierten Tages- oder Stundensatz verlangen. Auch Kosten für die Fahrt, Übernachtung und Verpflegung sollte der Auftraggeber in jedem Fall übernehmen.

Welche Arbeitszeiten sind üblich?

Ein Arbeitstag kann gut und gerne zwischen acht und zehn Stunden lang sein. Es sind wenig generelle Aussagen möglich, denn die Arbeitszeit hängt einerseits von Öffnungszeiten ab. Wer als Verkoster in einem Supermarkt arbeitet, der bis 24 Uhr geöffnet hat, kann mit entsprechenden Einsatzzeiten rechnen. Ein typischer Nine-to-five-Job sind Promotionjobs jedenfalls nicht. Auch auf Arbeit am Wochenende werden Sie sich einstellen müssen. Promotionjobs, bei denen es eher ums Verteilen von Flyern geht, sind meistens auf drei bis vier Stunden angelegt. Was Sie nicht vergessen sollten: Als Promoter müssen Sie mit entsprechenden Papierkram rechnen – etwa für die Fahrtkostenabrechnung. Auch nimmt das Rekrutieren neuer Promotionjobs beziehungsweise potenzieller Auftraggeber einiges an Zeit ein.

Was ist steuerlich zu beachten?

Wie für jede andere Tätigkeit müssen auch für Promotionjobs Steuern gezahlt werden. Das ist jedoch manchmal ein wenig knifflig. Grundsätzlich gilt: Bei den meisten Promotionjobs handelt es sich um abhängige Tätigkeiten, für die Lohnsteuer abgeführt werden muss. So beispielsweise bei der Tätigkeit als Messehostess. Das ergibt sich aus den Umständen der Arbeit, da die Beschäftigten den Weisungen des Unternehmens unterstellt sind und festen Arbeitszeiten an einem festen Arbeitsort folgen. Soweit noch kein Problem, doch viele Unternehmen behandeln Promotionjobs wie eine selbstständige Tätigkeit – um die ansonsten fälligen Beiträge zu Lohnsteuer und Sozialversicherung zu sparen. Damit laufen Promoter Gefahr, in eine Scheinselbstständigkeit rutschen.

Statt auf Lohnsteuerkarte arbeiten Sie dann mit Gewerbeschein und müssen im Vorfeld ein Gewerbe als selbstständiger Promoter anmelden. Dies ist nicht sonderlich teuer und erfolgt über das Finanzamt. So können Sie im Anschluss offizielle Rechnungen an Ihren Auftraggeber schreiben, müssen die Einnahmen aber auch entsprechend als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit versteuern. Das sollte sich auf jeden Fall in einer höheren Vergütung niederschlagen. Informieren Sie sich deshalb im Einzelfall sehr genau darüber, um welche Form der Beschäftigung es sich handelt und wie diese zu versteuern ist.

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