Promotionjobs: Tipps für Studenten

Gerade jetzt vor Weihnachten sieht man sie überall: Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen, verkleidete Engel und Elfen, die mit dem Fest der Liebe allerdings so viel zu tun haben, wie Pommes Schranke mit Gesundheitsvorsorge. Meist sind es junge Menschen, die dort einen sogenannten Promotionjob ausüben. In der Regel werben sie für ein neues Produkt, verteilen Proben oder Flyer für eine Veranstaltung oder machen mit den Passanten kleine Gewinnspiele. Die Werbeaktionen setzen vor allem auf den Faktor der menschlichen Beziehungen. Sie sind bei Studenten aber auch begehrt, denn sie sind teils gut bezahlt, zeitlich befristet und können richtig Spaß machen…

Promotionjobs: Tipps für Studenten

Lukrative Nebenjobs für Studenten

Besondere Kenntnisse sind für Promotionjobs eigentlich nicht erforderlich. Die wichtigsten Voraussetzungen sind:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität

Je nach Outfit (bei manchen Jobs fällt es gerade für die Frauen etwas figurbetonter aus) kommt vielleicht noch ein gesundes Maß an Extraversion und Selbstbewusstsein dazu. Rein fachlich oder inhaltlich wird aber selten mehr verlangt. Die Promoter werden – falls erforderlich – vor dem Einsatz stets durch den Auftraggeber geschult.

Die allerdings suchen selten direkt nach den Nebenjobbern, sondern schalten hierfür häufiger eine Promotion-Agentur ein, die entweder in den eigenen Datenbanken oder in speziellen Online-Portalen nach geeigneten Kandidaten sucht. Was direkt zum zweiten Punkt führt…

Wie kommt man an einen der begehrten Promotionjob?

Angebote für derlei Jobs gibt es zuhauf. Das Spektrum reicht dabei von einer abendlichen Tour durch die Restaurants und Bars der Innenstadt bis zu einem mehrwöchigen Projekt mit Reise durch die Republik.

Um diese Jobs zu finden, gibt es den Klassiker – das schwarze Brett an der Uni – oder drei weitere Wege:

  1. Promotionagentur

    Sie bewerben sich bei den lokalen Promotionagenturen, wie es sie in jeder größeren Stadt gibt. Teilweise verlangen diese für Foto, Aufnahme in die Datenbank und Vermittlung eine Gebühr. Da sollte man dann genauer hinschauen, wie seriös die Agentur ist oder ob es sich dabei am Ende nur um Abzocke handelt. Das Beste ist, Bekannte oder Kommilitonen zu fragen, über welche Agentur die schon mal Jobs vermittelt bekommen haben.

  2. Online-Jobbörsen:

    Auch einige Jobbörsen wie zum Beispiel Jobmensa haben sich inzwischen auf Studentenjobs, insbesondere auf Promotionjobs spezialisiert. Auch auf Facebook findet sich bereits eine offene Gruppe zum Thema, die allerdings noch relativ klein ist.

  3. Unternehmen:

    Die lukrativste Alternative ist indes auch die arbeitsintensivste – sich direkt bei den werbetreibenden Unternehmen zu bewerben. Vorteil: Hier wird am besten bezahlt, und wer einmal drin ist, findet so vielleicht noch weitere Kontakte in das Unternehmen, die ihm oder ihr auch später beim Berufseinstieg helfen. Nachteil: Diese Jobsuche ist harte Arbeit: Unternehmensseiten nach entsprechenden Angeboten durchforsten, anrufen, nachfragen, Klinken putzen… Spaß geht anders.

Wie werden Promotionjobs bezahlt?

Wer es aber erst einmal in einer Promoter-Datenbank oder -Kartei geschafft hat, bekommt immer wieder mal Aufträge. Die Bezahlung variiert allerdings erheblich: Manche bekommen pauschal und projektbezogen zwischen 25 und 50 Euro am Tag, andere Unternehmen bezahlen auch schon mal 25 Euro pro Stunde. Und wieder andere Agenturen, machen das Honorar abhängig von einer Erfolgsquote – also beispielsweise wie viele Flyer oder Proben verteilt wurden oder wie viele Formulare beim Gewinnspiel ausgefüllt wurden.

Letzteres grenzt allerdings latent an Ausbeutung und nicht wenige schwarze Schafe der Branche verdienen damit viel Geld – auf Kosten der malochenden Studenten. Eine Erfolgsprämie sollten Sie daher allenfalls on top akzeptieren, ansonsten einen festen und garantierten Tages- oder Stundensatz verlangen.

Eine Besonderheit kommt bei dem begehrten Studentenjob aber oft noch hinzu: Die meisten Promoter werden nicht auf Lohnsteuerkarte bezahlt, sondern nur mit Gewerbeschein engagiert. Heißt: Sie müssen vorher ein Gewerbe als selbstständiger Promoter anmelden (Den Antrag stellt man für eine geringe Bearbeitungsgebühr beim Finanzamt) und stellen anschließend beim Auftraggeber eine Rechnung. Die müssen die Promoter dann auch selber versteuern.

Apropos: Welche Erfahrungen haben Sie mit Promotionjobs gemacht? Welche Tipps können Sie für die Nebenjobsuche geben? Teilen Sie Ihr Wissen bitte per Kommentar…

[Bildnachweis: sirtravelalot by Shutterstock.com]
10. Dezember 2013 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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