Promotionjobs: Tipps für Studenten

In Fußgängerzonen, Einkaufszentren oder auch bei Events und Veranstaltungen: Promotionjobs gibt es fast überall und wahrscheinlich jeder ist schon einmal mit einem solchen in Kontakt gekommen – wenn nicht selbst in einem Promotionjob, dann doch zumindest auf der anderen Seite als Kunde. Vor Weihnachten etwa gibt es zahlreiche Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen, verkleidete Engel und Elfen, die mit dem Fest der Liebe zwar wenig bis gar nichts zu tun haben, aber einem Job in der Promotion nachgehen. In der Regel werben sie für ein neues Produkt, verteilen Proben oder Flyer für eine Veranstaltung oder machen mit den Passanten kleine Gewinnspiele. Beliebt sind solche Promotionjobs vor allem bei jungen Menschen und Studenten, denn sie sind teils gut bezahlt, zeitlich befristet und können richtig Spaß machen…

Promotionjobs: Tipps für Studenten

Definition: Was ist ein Promotionjob?

Promotionjobs Definition Nebenjob Wochenend Erklärung Studenten TippsPromotion kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Werbung oder auch Aktion und genau darum geht es bei Promotionjobs auch. Es handelt sich dabei um begrenzte, meist kurzfristig ausgerichtete Tätigkeiten mit einem werblichen Hintergrund. Unternehmen nutzen Promotionsjobs, um auf neue Produkte und Angebote hinzuweisen und möglichst viele Interessenten und Kunden anzusprechen. Auch um eine Marke oder ein Unternehmen bekannter zu machen, werden Promotionjobs eingesetzt.

Die Aufgabenfelder bei Promotionjobs können dabei durchaus unterschiedlich ausfallen, konzentrieren sich aber alle rund um das zentrale Thema der Werbung und Vermarktung:

  • Informations- und Angebotsflyer verteilen
  • Proben und Muster weitergeben
  • Kunden in Geschäften oder bei Events betreuen und begleiten
  • Gewinnspiele und Verlosungen durchführen
  • Veranstaltungen moderieren
  • Werbegespräche führen
  • Aufmerksamkeit auf ein Produkt oder Angebot lenken

Lukrative Nebenjobs für Studenten

Besondere Kenntnisse sind für Promotionjobs eigentlich nicht erforderlich. Die wichtigsten Voraussetzungen sind:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität

Je nach Outfit (bei manchen Jobs fällt es gerade für die Frauen etwas figurbetonter aus) kommt vielleicht noch ein gesundes Maß an Extraversion und Selbstbewusstsein dazu. Rein fachlich oder inhaltlich wird aber selten mehr verlangt. Die Promoter werden – falls erforderlich – vor dem Einsatz stets durch den Auftraggeber geschult.

Die allerdings suchen selten direkt nach den Nebenjobbern, sondern schalten hierfür häufiger eine Promotion-Agentur ein, die entweder in den eigenen Datenbanken oder in speziellen Online-Portalen nach geeigneten Kandidaten sucht. Was direkt zum zweiten Punkt führt…

Wie kommt man an einen der begehrten Promotionjob?

Angebote für derlei Jobs gibt es zuhauf. Das Spektrum reicht dabei von einer abendlichen Tour durch die Restaurants und Bars der Innenstadt bis zu einem mehrwöchigen Projekt mit Reise durch die Republik.

Um diese Jobs zu finden, gibt es den Klassiker – das schwarze Brett an der Uni – oder drei weitere Wege:

  1. Promotionagentur

    Sie bewerben sich bei den lokalen Promotionagenturen, wie es sie in jeder größeren Stadt gibt. Teilweise verlangen diese für Foto, Aufnahme in die Datenbank und Vermittlung eine Gebühr. Da sollte man dann genauer hinschauen, wie seriös die Agentur ist oder ob es sich dabei am Ende nur um Abzocke handelt. Das Beste ist, Bekannte oder Kommilitonen zu fragen, über welche Agentur die schon mal Jobs vermittelt bekommen haben.

  2. Online-Jobbörsen

    Auch einige Jobbörsen haben sich inzwischen auf Studentenjobs, insbesondere auf Promotionjobs spezialisiert. Auch auf Facebook findet sich bereits eine offene Gruppe zum Thema, die allerdings noch relativ klein ist.

  3. Unternehmen

    Die lukrativste Alternative ist indes auch die arbeitsintensivste – sich direkt bei den werbetreibenden Unternehmen zu bewerben. Vorteil: Hier wird am besten bezahlt, und wer einmal drin ist, findet so vielleicht noch weitere Kontakte in das Unternehmen, die ihm oder ihr auch später beim Berufseinstieg helfen. Nachteil: Diese Jobsuche ist harte Arbeit: Unternehmensseiten nach entsprechenden Angeboten durchforsten, anrufen, nachfragen, Klinken putzen… Spaß geht anders.

Wie werden Promotionjobs bezahlt?

Der Weg zu Promotionsjobs ist hart umkämpft, wer es aber erst einmal in eine Promoter-Datenbank oder -Kartei geschafft hat, bekommt immer wieder mal Aufträge. Die Bezahlung variiert allerdings erheblich: Manche bekommen pauschal und projektbezogen zwischen 25 und 50 Euro am Tag, andere Unternehmen bezahlen auch schon mal 25 Euro pro Stunde. Und wieder andere Agenturen, machen das Honorar abhängig von einer Erfolgsquote – also beispielsweise wie viele Flyer oder Proben verteilt wurden oder wie viele Formulare beim Gewinnspiel ausgefüllt wurden.

Letzteres grenzt allerdings latent an Ausbeutung und nicht wenige schwarze Schafe der Branche verdienen damit viel Geld – auf Kosten der malochenden Studenten und Promoter. Eine Erfolgsprämie sollten Sie daher allenfalls on top akzeptieren, ansonsten einen festen und garantierten Tages- oder Stundensatz verlangen.

Allerdings ist Ihre Verhandlungsposition bei Promotionsjobs nicht sonderlich gut. Das Motto lautet: Wenn Sie es nicht machen, findet sich vermutlich ein anderer, der es zu den gebotenen Bedingungen übernimmt. Das muss Sie aber nicht davon abhalten, es zumindest zu versuchen. Schließlich wollen Sie fair für Ihre Arbeit bezahlt werden und nicht stundenlang schuften, nur um am Ende festzustellen, dass der Verdienst kaum nennenswert ist.

Promotionsjobs: Was gilt für die Steuern?

Promotionsjobs Steuern Tipps StudentenWie für jede andere Tätigkeit müssen auch für Promotionsjobs Steuern gezahlt werden. Das ist jedoch manchmal ein wenig knifflig. Grundsätzlich gilt: Bei den meisten Promotionsjobs handelt es sich um abhängige Tätigkeiten, für die Lohnsteuer abgeführt werden muss. Das ergibt sich aus den Umständen der Arbeit, da die Beschäftigten den Weisungen des Unternehmens folgen und festen Arbeitszeiten an einem festen Arbeitsort folgen.

Soweit noch kein Problem, doch viele Unternehmen behandeln Promotionsjobs wie eine selbstständige Tätigkeit – so können die ansonsten fälligen Beiträge zu Lohnsteuer und Sozialversicherung gespart werden. Allerdings können Inhaber von Promotionsjobs in die Gefahr einer Scheinselbstständigkeit rutschen.

Statt auf Lohnsteuerkarte arbeiten Sie dann mit Gewerbeschein und müssen im Vorfeld ein Gewerbe als selbstständiger Promoter anmelden. Dies ist nicht sonderlich teuer und erfolgt über das Finanzamt. So können Sie im Anschluss offizielle Rechnungen an Ihren Auftraggeber schreiben, müssen die Einnahmen aber auch entsprechend als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit versteuern.

Informieren Sie sich deshalb im Einzelfall sehr genau darüber, um welche Form der Beschäftigung es sich handelt und wie diese versteuert wird.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
25. Oktober 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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