Studienfachwechsel: Auf diese Dinge müssen Sie achten

Für Studienanfänger ist zunächst alles spannend und neu. Kehrt allerdings der Studienalltag ein, realisieren einige, dass das Studium sich anders als erhofft gestaltet. Was nun? Ein Studienfachwechsel kann eine Möglichkeit sein. Ganz so leicht ist das jedoch nicht. Auch sollten Sie bei ersten Zweifeln nicht unbedacht reagieren. Wir zeigen, worauf Sie bei einem Studienfachwechsel achten müssen, damit Sie nicht vom Regen in die Traufe kommen…

Studienfachwechsel: Auf diese Dinge müssen Sie achten

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Studienfachwechsel Begründung: Welche Gründe gibt es?

Egal, wie ausgiebig man sich im Vorfeld informiert: Ob der Studiengang, den man sich ausgesucht hat, einem tatsächlich langfristig gefällt, ist meist erst nach einigen Wochen/Monaten des Studierens ersichtlich. Dann haben Sie Vorlesungen besucht und einige Professoren und Dozenten kennengelernt. Sie können in etwa das Lernpensum beurteilen und erhalten einen genaueren Einblick in die Inhalte.

Alle anderen Informationen sind zwar wichtig, kommen aber aus zweiter Hand. Einmal im Alltag des Studienfachs angekommen, stellt manch einer fest, dass das eigene Studium keinen Spaß macht. Schlimmer noch: Mit jeder Veranstaltung machen sich mehr Unzufriedenheit, Stress und Frustration breit. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein:

Sie hatten falsche Vorstellungen

Das ist einer der häufigsten Gründe. Sie sind frisch von der Schule an die Uni gekommen. Die Beschreibung Ihres Studiengangs auf der Website hat sich interessant angehört, doch nun stellen Sie fest, dass sich Ihre Erwartungen nicht erfüllen. Inhalte, die Sie interessieren, kommen zu kurz, während Inhalte, zu denen Sie keinen Bezug herstellen können, lang und ausschweifend behandelt werden.

Häufig entscheiden sich Abiturienten auch dazu, Fächer zu studieren, die sie bereits aus der Schule kennen. Nicht selten folgt jedoch ein böses Erwachen: Wenn man feststellt, dass der Studiengang nur wenig mit dem zu tun hat, was man aus der Schule kannte. Oder es sind nicht die Inhalte des Studiums, die Sie frustrieren, sondern die Funktionsweise der Universität. Sie finden sich beispielsweise an einer Massenuniversität nicht zurecht und die Anonymität macht Ihnen zu schaffen.

Ihre Interessen haben sich verschoben

Die Zeit nach dem Abitur ist für viele angehende Studenten auch eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Dabei kommt es immer wieder vor, dass auch die Interessen sich verschieben und man plötzlich feststellt, dass ein Germanistikstudium doch nicht die richtige Wahl war, obwohl man es bisher immer geliebt hat zu lesen und den Deutsch-Leistungskurs mit Freude besucht hat.

Der Studiengang ist Ihnen zu theoretisch

Ein Studium ist immer auch eine Frage der Persönlichkeit. Nicht jedem liegt es, neues Wissen fast ausschließlich theoretisch zu behandeln und nicht selbst in der Praxis anwenden und umsetzen zu können. Zieht sich diese Unzufriedenheit über eine längere Zeit hin, kommen häufig Zweifel, ob ein anderer Studiengang vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre, um das Gelernte auch in die Tat umsetzen zu können.

Sie fühlen sich den Anforderungen nicht gewachsen

Das Tempo und die Anforderungen an der Uni sind nicht mit denen in der Schule zu vergleichen. Dozenten handeln Inhalte meist zügig ab. Sie setzen voraus, dass ihre Studenten diese eigenständig vor- und nachbereiten, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Besonders am Anfang kann das überfordern. Auch kommt es vor, dass Studierende feststellen, dass sie bestimmte Leistungen einfach nicht erbringen können. Selbst wenn das Interesse an der Materie gegeben ist, kann beispielsweise der mathematische Anteil an einem Wirtschaftsstudium eine enorme Herausforderung sein.

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Studienfachwechsel im Lebenslauf: Wann ist er sinnvoll?

Fast jeder Student kommt irgendwann an einen Punkt, an dem er die Wahl seines Studienfachs hinterfragt. Wer bereits innerhalb der ersten Wochen einen Studienfachwechsel erwägt, trifft deshalb nicht unbedingt die richtige Entscheidung. Eine Unzufriedenheit zu Beginn des Studiums muss kein untrüglich Zeichen dafür sein, dass man die falsche Wahl getroffen hat. Bei dem ersten Unifrust kann es sich auch einfach um eine Art Schock handeln, schließlich ist erst einmal alles neu. Geben Sie sich einige Zeit, um diesen zu überwinden. Die meisten Studierenden müssen sich erst an die neue Situation gewöhnen. Sie müssen mit der ungewohnten Art des Lernen und Arbeitens warm werden.

Ist der Frust hingegen von Dauer und Sie fühlen sich im Studium falsch aufgehoben, kann ein Studienfachwechsel eine sinnvolle Option sein. Bevor Sie weitere Schritte einleiten, sollten Sie jedoch kurz innehalten, die Auslöser Ihrer Unzufriedenheit mit dem Studienfach analysieren und gleichzeitig reflektieren, in welche Richtung Sie sich entwickeln möchten. Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen:

  • Warum haben Sie sich in erster Linie für den Studiengang entschieden?
  • Was hat sich nicht so entwickelt, wie Sie es sich erhofft haben?
  • Können Sie benennen, was genau Sie an dem von Ihnen gewählten Studiengang stört?
  • Bereiten Ihnen die Studienorganisation und die Prozesse an der Uni Probleme?
  • Welche Rolle spielen die Lehrenden bei Ihrer Unzufriedenheit?
  • Können Sie sich für die Inhalte Ihres Studiums begeistern?
  • Kommen Sie mit dem Arbeitsvolumen zurecht?
  • Fehlt Ihnen möglicherweise die praktische Anwendung Ihres Wissens?
  • Welche Änderungsmöglichkeiten sehen Sie?
  • Haben Sie konkrete berufliche Pläne?
  • Welche Änderung wünschen Sie sich von einem neuen Studienfach?

Unterstützung suchen

Je nachdem, wie die Antworten auf diese Fragen ausfallen, geht es womöglich nicht mehr um einen Studienfachwechsel, sondern einen kompletten Studienabbruch. Dann nämlich, wenn grundsätzliche Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit bestehen. Allerdings sollten Sie auch diese Entscheidung nicht übereilt treffen: Viele Unsicherheiten lassen sich beseitigen, Lernmethoden mit den richtigen Tipps aneignen. Erste Hilfe leisten Studentenwerke und die Zentrale Studienberatung (ZSB). Sind Sie hingegen nach einer ausführlichen Analyse zu dem Schluss gekommen, dass Sie in Ihrem aktuellen Studienfach keine Zukunft mehr sehen, sollten Sie den Studienwechsel nicht auf die lange Bank schieben. Denn wer zu lange wartet, riskiert Probleme mit dem BAföG-Amt.


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Studienfachwechsel und BAföG?

Über die genauen Regelungen, wie häufig Sie das Studienfach wechseln können, sollten Sie sich an Ihrer Universität informieren, doch in der Regel sind dort mehrere Wechsel möglich. Allerdings gibt es auch Auflagen seitens des BAföG-Amtes, die BAföG-Empfänger beachten müssen. Wer mehr als zweimal das Studienfach wechselt, dem werden die bereits geleisteten Semester angerechnet. Wer eine BAföG-Förderung erhält, sollte seinen Studienfachwechsel außerdem bis zum Ende des dritten Semesters durchführen. Bei späteren Studienfachwechseln muss ein unabweisbarer Grund vorliegen – anderenfalls akzeptiert das Amt diese womöglich nicht.

Machen Sie sich jedoch bewusst, dass ein Studienfachwechsel immer auch mit finanziellen Nachteilen verbunden sein kann. Denn selbst wenn Sie die Vorgaben des BAföG-Amts einhalten, kann sich Ihre Studiendauer verlängern. Oftmals führt das dazu, dass eine Studienförderung gegen Ende des Studiums nicht mehr möglich ist. Für solche Fälle müssen sich die Betroffenen eine alternative Studienfinanzierung überlegen.

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Studienfachwechsel: Was gilt es zu beachten?

Um von einem Studiengang in einen anderen zu wechseln, müssen Sie an der Universität einiges klären. Damit bei Ihrem Vorhaben alles glatt läuft und Sie problemlos den neuen Studiengang beginnen können, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Diese Dinge sollten Sie für einen erfolgreichen Studienfachwechsel regeln:

1. Informieren Sie sich über die Fristen

Damit Sie das Studienfach wechseln können, müssen Sie rechtzeitig innerhalb der Fristen einen entsprechenden Antrag einreichen. Kümmern Sie sich deshalb frühzeitig um die Termine, um keine Fristen zu verpassen. Informieren Sie sich auch, wie die Exmatrikulation aus den aktuellen Studiengang abläuft.

2. Informieren Sie sich über Bewerbungsmodalitäten

Bei einem Studienfachwechsel gibt es noch einige Hürden zu nehmen, nicht immer ist ein Wechsel in jeden anderen Studiengang möglich. Je nach Studienfach kann ein Studium beispielsweise nur zum Wintersemester aufgenommen werden oder Sie müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um sich einzuschreiben. In einigen Studiengängen wird der Nachweis von Praktika oder Sprachkenntnissen gefordert, so dass Sie sich möglichst frühzeitig informieren sollten, um sich auch tatsächlich einschreiben zu können. Meist ist der Wechsel von zulassungsfreien Fächern unproblematisch. Die Universität Oldenburg weist darauf hin, dass bei zulassungsbeschränkten Fächern die Bewerber erneut an einem Vergabeverfahren teilnehmen. Sollte das für Sie erfolglos verlaufen, bleiben Sie in Ihrem bisherigen Studiengang eingeschrieben.

3. Erfragen Sie, ob sich Leistungen anrechnen lassen

Haben Sie sich für einen verwandten Studiengang entschieden, kann es möglich sein, sich bisher erbrachte Leistungen anrechnen zu lassen. So müssen Sie möglicherweise nicht komplett von vorne beginnen, sondern können direkt in einem höheren Semester einsteigen. Es kann beim Wechsel auch notwendig sein, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung einzureichen. Diese zeigt, dass Sie Ihren Prüfungsanspruch nicht verloren haben, beispielsweise weil Sie zu oft durch eine Klausur gefallen sind.

4. Teilen Sie die Entscheidung mit

Ist der Antrag ausgefüllt und der Studienfachwechsel möglich, sollten Sie daran denken, sowohl das BAföG-Amt als auch die Krankenkasse darüber zu informieren. Anderenfalls kann es passieren, dass Ihr Versicherungsverhältnis bei der Krankenkasse und Ihr BAföG-Anspruch verloren geht.

Checkliste: Welches Studienfach passt zu mir?

Die Entscheidung für einen Studienfachwechsel fällt nicht immer leicht. Schließlich ist es ein großer Schritt und man kann sich nie hundertprozentig sicher sein, dieses Mal das Richtige gefunden zu haben. Damit der Studienfachwechsel auch wirklich die erhoffte Veränderung bringt, haben wir sieben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie den perfekten Studiengang finden:

1. Einstellung ändern

Die Entscheidung, den Studiengang zu wechseln, kann zu einer psychischen Belastungsprobe werden. Oft sind die Vorwürfe, die man sich selbst macht groß. Doch ein solcher Schritt ist kein Karrierekiller. Wichtig ist, dass Sie sich bewusst dafür entscheiden und auch zukünftig dazu stehen. Wer seine Entscheidung gut begründen kann und das Positive daraus ziehen kann, wird auch Personaler überzeugen können.

2. Wiederholungsfehler vermeiden

Sie haben sich dazu entschieden, es noch einmal mit dem Studium zu versuchen. Achten Sie jedoch darauf die Fehler, die Sie beim ersten Mal gemacht haben, nicht zu wiederholen. Lassen Sie sich nicht zu einer Entscheidung drängen, sondern bedenken Sie die langfristigen Konsequenzen.

3. Wünsche und Ziele kennen

Der Studienfachwechsel ist auch eine Chance, sich noch einmal neu zu orientieren und sich wieder auf die eigenen Ziele zu konzentrieren. Fragen Sie sich, was Sie erreichen wollen, wofür Ihr Herz schlägt und wie Ihr Studium Sie auf diesem Weg unterstützen kann.

4. Informationen recherchieren

Kennen Sie Ihre Ziele und Wünsche, können Sie diese auch in die Suche nach einem passenden Studiengang einfließen lassen. In der Studienberatung haben Sie erste Anhaltspunkte erhalten. Nun sollten Sie sich nach zusätzlichem Material umsehen, im Internet recherchieren und Informationen sammeln, um ein möglichst genaues Bild von den Studiengängen, die in Frage kommen, zu erhalten.

5. Kommilitonen befragen

Auf jeden Fall sollten Sie mit Kommilitonen aus Ihrem neuen Wunschstudiengang sprechen. Fragen Sie diese gezielt nach Hürden und den negativen Seiten des Studienfachs. Es hilft Ihnen, zu wissen, worauf Sie sich einlassen und was auf Sie zukommt. Keiner kennt die Schwierigkeiten besser als die Studenten, die sich bereits damit herumschlagen müssen.

6. Praxistest machen

Bevor Sie sich einschreiben, besuchen Sie Vorlesungen und Seminare, um sich auch mit den Inhalten vertraut zu machen. Damit erhalten Sie die Informationen aus erster Hand, die Ihnen bisher noch gefehlt haben. So erhalten Sie nicht nur konkretere Vorstellungen von den Inhalten, sondern machen sich auch ein Bild von den Professoren und deren Präsentation des Lehrstoffes.

7. Überbrückungszeit nutzen

Nicht selten ist es der Fall, dass ein neues Studium erst zum kommenden Wintersemester aufgenommen werden kann. Dadurch entsteht für Fachwechsler ein Leerlauf. Überlegen Sie sich, wie Sie diesen nutzen können. Beispielsweise durch Kurse, die Sie besuchen können, ohne eingeschrieben zu sein oder ein Praktikum im entsprechenden Bereich. So können Sie die Zeit nutzen, um optimal vorbereitet zu sein.

Checkliste zum Studienfach-/Studiengangwechsel

Gerne stellen wir Ihnen für einen gelungenen Studienfachwechsel eine Checkliste zum kostenlosen Download hier zur Verfügung:

Checkliste für den Studienfachwechsel (PDF)

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