Studienabbruch: Tipps für Studenten

Studieren liegt seit Jahren im Trend. Steigende Studentenzahlen bedeuten aber gleichzeitig, dass es vermehrt zum Studienabbruch kommt. Ist die Motivation anfangs noch groß, stellen viele fest, dass Anforderungen, Erwartungen und Stress zu viel werden oder dass ein theoretisch ausgelegtes Studium einfach nicht passt. Mit Frust und schlechten Leistungen ist der Studienabbruch dann kaum noch zu vermeiden. Aber was dann? In einem anderen Studiengang von vorne beginnen oder ohne Abschluss neu orientieren? Der Studienabbruch ist ein großer Schritt, der mit viel Angst verbunden ist. Wie Sie diesen richtig angehen, wie Sie einen Studienabbruch erklären und wie es für Sie weitergehen kann…

Studienabbruch: Tipps für Studenten

Studienabbruch: Ein Stigma, mit dem viele zu kämpfen haben

Studienabbrecher. Dieser Begriff kommt für manch ehemaligen Studenten – und leider auch Personaler – einem Stigma gleich. Eine Frage drängt sich unweigerlich auf und wird im Vorstellungsgespräch garantiert gestellt: Warum haben Sie Ihr Studium abgebrochen? Wer jetzt keine schlagfertige Antwort parat hat, sieht alt aus – und lässt (zu) viel Spielraum für Spekulationen.

Leider wird oftmals voreilig der Schluss gezogen, die einzigen Gründe für einen Studienabbruch wären entweder mangelndes Talent oder schlichtweg Lernfaulheit. Ein solch eindimensionales Denken ist ein großes Irrtum und lässt viele andere Möglichkeiten außer Acht. So ist beispielsweise nicht jeder für die Universität geschaffen. Das hat weder etwas mit Faulheit noch mit fehlendem Wissen zu tun, sondern liegt oft an der sehr theoretischen Ausrichtung der Studiengänge.

Dennoch sorgt die Angst vor den möglichen Folgen eines Studienabbruchs für großen Druck bei Studenten. Nicht nur in beruflicher Hinsicht, sondern auch im privaten Umfeld will niemand als Studienabbrecher dastehen, während alle anderen einen erfolgreichen Abschluss in der Tasche haben.

Selbst wenn das Umfeld gar nicht darauf eingeht und sogar unterstützend und positiv mit dem Studienabbruch umgeht, fühlen sich viele Abbrecher gerade zu Beginn unwohl, unsicher und manchmal sogar ausgegrenzt, weil sie sich aus Angst vor den Reaktionen anderer selbst abschotten.

Fragen, die Sie sich vor dem Studienabbruch stellen sollten

Studienabbruch Gründe mit 30 Ausbildung Studium abbrechen und dannBevor Sie Ihrer Enttäuschung und Ihrem Frust nachgeben, nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Situation nüchtern zu betrachten. Es wird immer mal wieder Semester geben, in denen Sie mit Klausuren oder Prüfungen kämpfen. Die Frage ist jedoch, ob es sich um punktuellen Frust handelt, der vorübergeht, oder um einen dauerhaften Zustand der Unzufriedenheit. Die Entscheidung, das Studium abzubrechen, sollte nicht leichtfertig erfolgen. Vor allem, wenn man frustriert und gestresst ist, neigt man dazu, vorschnell zu handeln.

Deswegen haben wir einen Fragekatalog zusammengestellt, der Ihnen helfen soll herauszufinden, ob die Begeisterung für Ihr Studium gänzlich verloren gegangen ist:

  • Interessiert Sie Ihr Studienthema außerhalb der Vorlesungen noch?
  • Gibt es Vorlesungen, die Sie nach wie vor gerne besuchen?
  • Wie viele Studienarbeiten und Klausuren stehen in der nächsten Zeit an?
  • Fallen Ihnen – spontan oder nach reiflicher Überlegung – mögliche Veränderungen ein, die das Studium für Sie wieder attraktiv machen würden?
  • Können Sie sich irgendeine berufliche Perspektive auf der Grundlage Ihres aktuellen Studiengangs vorstellen?
  • Welche Ihrer Stärken können Sie momentan in Ihren Studiengang einbringen?
  • Welche Fähigkeiten und Stärken werden Ihrer Meinung nach vernachlässigt?
  • Wie ließe sich das ohne einen Studienabbruch ändern?
  • Langweilt Sie das Studium aktuell lediglich oder empfinden Sie es als spürbare Belastung?
  • Öden Sie der Hochschulbetrieb und die dort geltenden Regeln an oder ist es wirklich das Thema Ihres Studiengangs?
  • Fehlt Ihnen möglicherweise der praktische Nutzen oder die Anwendung des vermittelten Wissens?
  • Können Sie diesen Mangel durch Praxisphasen, Kooperationsprojekte oder Praktika ausgleichen und so Ihr Interesse am Studiengang neu beleben?
  • Fühlt sich der Studienabbruch auch einige Tage und Wochen nach den ersten Gedanken dazu noch intuitiv richtig an?
  • Können Sie den Studienabbruch und Ihre Gründe dafür auch gegenüber potenziellen Ausbildungsträgern und Arbeitgebern vertreten?
  • Haben Sie klare Ziele, die Sie nach dem Studienabbruch erreichen wollen?

Hier finden Sie das PDF unseres Fragekataloges mit 66 Fragen zum Studienabbruch.

Ehrliche Selbstreflexion hilft, einen Studienabbruch zu erklären

Bevor sich Studenten Gedanken über eine schlagfertige Antwort fürs Vorstellungsgespräch machen können, gilt es in vielen Fällen jedoch, den ersten Schock des Studienabbruchs zu überwinden.

Natürlich treffen die meisten Studenten die Entscheidung selbst – finanzielle Gründe und familiären Druck mal außen vor gelassen – dennoch fühlen sich viele direkt nach dem Studienabbruch als Versager. Das ist jedoch völlig unnötig, denn als Studienabbrecher sind Sie ganz sicher nicht allein. In manchen Bachelorstudiengängen liegt die Abbrecherquote bei 30 Prozent oder sogar noch darüber.

Selbst wenn man die anderen außen vor lässt, bleibt festzuhalten: Ein Studienabbruch ist kein Weltuntergang. Dennoch fällt es vielen Studenten schwer, ihr Studium aufzugeben, selbst bei großer Unzufriedenheit oder Problemen. Dahinter steht die Angst, als Studienabbrecher abgestempelt zu werden, sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verspielt zu haben und keine Alternative zu finden.

Auch wenn ein Studienabbruch keine Katastrophe ist, muss der Schritt erklärt mit Blick auf die weitere berufliche Laufbahn erklärt werden: Deshalb bleibt die wichtige Frage:

Wie lässt sich ein Studienabbruch im Lebenslauf und/oder Vorstellungsgespräch optimal verkaufen?

Ein Grundsatz steht dabei vor allen sachlichen Gründen: Übernehmen Sie die Verantwortung für die Entscheidung und reden Sie sich nicht heraus. Ausreden klingen in den wenigsten Fällen überzeugend, übermitteln jedoch eine klare Botschaft: Sie selbst sehen den Studienabbruch als Fehler und bereuen ihn. Die Entscheidung war nicht durchdacht oder überlegt.

Mit dieser Botschaft werden Brüche im Lebenslauf – die sonst kein Problem darstellen – zum Bewerbungsnachteil. Welcher Arbeitgeber will schon Mitarbeiter, die impulsiv und unüberlegt entscheiden und ihre Entscheidung erst dann bereuen, wenn der Schaden bereits entstanden ist?

Anders sieht es jedoch aus, wenn Sie gute Gründe anführen können und diese selbstbewusst präsentieren. Dann zeigen Sie, dass der Studienabbruch überlegt war – und für Sie die beste Option darstellte.

Studienabbruch: Gründe für die Entscheidung

Dem Personaler auf die Nase zu binden, dass Sie von Anfang an schlechte Noten geschrieben haben, weil Sie nie gelernt haben und so die Exmatrikulation ohnehin nur noch eine Frage der Zeit war, ist sicherlich nicht die beste Strategie, um einen Studienabbruch zu verkaufen. Damit bestätigen Sie vermutlich nur die Zweifel, die in vielen Köpfen ohnehin schon bestehen. Es gibt aber auch einige sehr nachvollziehbare Gründe, mit denen Sie der Skepsis entgegenwirken und einen Studienabbruch souverän erklären können:

  1. Neue Neigungen.

    Ein Studium, so verschult Bachelor und Master auch sind, bietet immer auch die Chance über den Tellerrand der eigenen Studienrichtung hinaus und in die eine oder andere Vorlesung hinein zu schauen. Womöglich haben Sie dabei entdeckt, dass andere Studieninhalte und Studiengänge viel eher Ihren Talenten und Neigungen entsprechen. Oder Sie haben dabei ganz neue Interessen entwickelt. Menschen verändern sich, ebenso Lebensziele und Schwerpunkte. Entsprechend haben Sie Ihre Ausbildung dieser – leider etwas verzögerten – Einsicht konsequent angepasst.

  2. Falsche Vorstellungen.

    So eine Massenuni kann einem ganz schön Angst einflößen. Gestern war man noch Teil eines Stufenverbands, heute nur noch anonyme Prüfungsnummer. Und die Anforderungen sind gänzlich anders als erwartet: Da wollte man doch eigentlich (Volks-)Wirtschaft studieren und findet sich in einem verknappten Mathematikstudium mit zahlreichen Formeln, Variablen und Integralrechnung wieder. Oder aber Sie haben gemerkt, dass ein Studium nicht zu Ihnen passt. Solange Sie glaubhaft zeigen können, dass Sie dies für den angestrebten Job ausschließen können (weil der andere Anforderungen hat), sollten Personaler damit kein Problem haben.

  3. Private Gründe.

    Auch die sind legitim, wenn sie nicht den Anschein einer Laune erwecken. Eine längere Krankheit, ein Unfall, ein Pflegefall in der Familie – all das können Gründe sein, die zum Abbruch des Studiums führen. Und sie sind völlig okay, denn darauf hatten Sie keinerlei Einfluss. Wichtig ist dann nur, dass Sie zumindest noch mal aufzeigen, dass Sie sich die Entscheidung gegen das Studium trotzdem nicht leicht gemacht haben. Und es sollte deutlich werden, dass die privaten Probleme gelöst sind und sich nicht negativ auf Ihren künftigen Job auswirken werden.

Die ersten beiden Begründungen sind allerdings überzeugender, wenn Sie Ihr Studium innerhalb der ersten drei Semester abbrechen. Erst kurz vor dem Examen festzustellen, dass Ihre Interessen eigentlich ganz woanders liegen oder Ihnen Mathe nicht wirklich zusagt, wirft die Frage auf, ob Sie bis dahin überhaupt etwas studiert haben und tatsächlich tagsüber in der Uni waren…


Die häufigsten Gründe für einen Studienabbruch

Studienabbruch Gründe mit 30 was nun Ausbildung StatistikAm Ende sind die Gründe für einen Studienabbruch immer individuell, Statistiken zeigen jedoch, dass es einige Aspekte gibt, die besonders häufig dazu führen, dass Studenten einen Studiengang ohne Abschluss und vorzeitig beenden:

  • Überforderung

    Wie viel Zeit und Energie in ein Studium gesteckt werden müssen, wird oftmals unterschätzt. Mit dem wachsenden Lern- und Prüfungspensum steigt dann die Überforderung. Angehende Studenten sollten sich deshalb bereits vorher klar machen, wie viel Aufwand ein Studium wirklich bedeutet und welcher Leistungsdruck herrscht.

  • Enttäuschte Erwartungen

    Gerade zu Beginn sind die Erwartungen an ein Studium meist enorm. Können diese dann nicht erfüllt werden, bleibt großer Frust zurück, der einen Studienabbruch mitbringen kann. Viele Studenten bringen auch falsche Erwartungen an einen Studiengang mit und stellen sich unter einem Thema etwas gänzlich anderes vor.

  • Finanzielle Schwierigkeiten

    Studenten sind chronisch knapp bei Kasse, die Einkünfte sind sehr gering oder gar nicht vorhanden, gleichzeitig sind Mieten und Ausgaben für das Studium sehr hoch. Das kann im schlimmsten Fall bis zum Studienabbruch führen, wenn die finanzielle Situation es einfach nicht erlaubt, weiter zu studieren.

  • Zu viel Theorie

    Auch wenn zahlreiche Studiengänge als praxisnah bezeichnet werden, ist ein Studium doch vor allem theoretisch ausgerichtet. Das gefällt nicht jedem und so vermissen viele Studenten praktische Elemente oder klaren Bezug zu späteren Tätigkeiten.

  • Nachlassende Motivation

    Geht es im ersten Semester noch mit voller Motivation los, lässt diese schnell nach. Das Interesse am Themengebiet geht verloren, der Leistungsdruck macht zu schaffen oder Studenten merken, dass nach dem Studium kaum eine Chance auf gute Jobs besteht, weil die Situation in der Branche denkbar schlecht aussieht – ist die Motivation einmal verloren, folgt irgendwann der Studienabbruch.

Kann ein Studienabbruch vermieden werden?

Der Studienabbruch ist für viele der letzte Ausweg, wenn keine andere Möglichkeit gefunden wird, um die Situation zu lösen. Aber ist es möglich, einen Studienabbruch zu verhindern oder einem solchen vorzubeugen? Zunächst sollte sich aber jeder die Frage stellen, ob es für ihn überhaupt sinnvoll ist, den drohenden Studienabbruch um jeden Preis verhindern zu wollen.

Denn genau das ist es längst nicht immer. Es mag hart klingen, aber für einige ist ein Studienabbruch die beste Wahl und auch die richtige Entscheidung. Nicht jeder wird im Studium glücklich und wer realisiert, dass er sich in eine vollkommen andere berufliche Richtung entwickeln möchte, in der ein Studium überhaupt nicht hilft, sollte einen Studiumabbruch vermutlich nicht verhindern, sondern bewusst diesen Weg gehen.

In anderen Fällen gibt es aber durchaus Möglichkeiten, damit es nicht zu einem Abbruch des Studiums kommt – und die Vorbeugung kann bereits beginnen, bevor das Studium überhaupt angefangen hat.

Das beginnt bereits mit klaren Erwartungen und ausreichenden Informationen. Je mehr Sie über das Studium wissen und je genauer Sie sich informieren, um sich ein Bild von dem zu machen, was auf Sie zukommt, desto seltener sind böse Überraschungen.

Ein Studienabbruch kann auch vermieden werden, wenn Sie die finanzielle Situation klären. Brauchen Sie einen Job, um Ihre Kosten zu decken? Können Sie BAföG beantragen oder ist vielleicht ein Studienkredit notwendig? Sind die finanziellen Fragen geklärt, fällt ein häufiger Grund für einen Studienabbruch weg.

Darüberhinaus gibt es einige Fehler, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie das Risiko für einen Studienabbruch verringern wollen:

  • Sie haben keine Alternativen in Betracht gezogen

    Nach dem Abitur gehe ich studieren… Dies ist für viele eine feststehende Tatsache, die nicht weiter hinterfragt wird. Ein großer Fehler, der die Quote von Studienabbrüchen erhöht. Sie sollten ein Studium aus guten und durchdachten Gründen beginnen und nicht, weil Studieren im Trend liegt oder all ihre Freunde es tun.

  • Sie lassen sich beeinflussen

    Familie und Freunde können von außen großen Einfluss auf die Entscheidung für ein Studium nehmen. Wenn du erfolgreich sein willst, solltest du studieren gehen und schon fühlen sich Abiturienten dazu gedrängt, an die Uni zu gehen. Wer nicht aus eigener Initiative handelt, bricht das begonnene Studium jedoch häufiger wieder ab.

  • Sie denken nicht an die Zeit nach dem Studium

    Was wollen Sie nach dem Studium machen? Welchen Beruf streben Sie an? Welche Branche? Wie gut sind die Jobchancen in diesem Bereich? Nur wer frühzeitig an die Zukunft denkt, geht einen Studiengang mit den richtigen Voraussetzungen an.

Studienabbruch: Und dann?

Mit dem Studienabbruch bricht für viele erst einmal eine Welt zusammen. Es wurden große Hoffnungen in die universitäre Ausbildung gesteckt und plötzlich steht man wieder genau da, wo man bereits vor ein oder zwei Jahren gestanden hat. Die Gefühlslage wechselt zwischen Zweifeln und Sorgen und es bleibt die Frage, wie es weitergehen soll.

Die Zeit des Studienabbruchs ist sicherlich nicht leicht, doch geht es nun darum, nach vorne zu schauen und den weiteren Weg zu planen und anzugehen.

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Das gelingt am besten, wenn Sie sich nicht einzig und allein über den Abbruch des Studiums identifizieren. Sie sind eben nicht nur ein Studienabbrecher und sollten sich auch nicht als solcher verkaufen und verhalten, wenn Sie sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben.

Halten Sie sich vor Augen, dass Sie nicht alleine sind und sogar ein vergleichsweise großer Teil von zwischen 20 und 30 Prozent der Studenten ohne Abschluss das Studium beendet. Es ist vielleicht nicht optimal und anders gelaufen, als geplant, doch Ihnen stehen noch viele Türen offen, um sich nach einem Studienabbruch zu entwickeln und Ihren beruflichen Weg zu gehen.

Zwar werden Sie sich die Frage, warum Sie Ihr Studium nicht abgeschlossen haben, gefallen lassen und auch in Bewerbungsprozessen beantworten müssen, das bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie keine Chance auf Erfolg mehr haben. Was fehlt, ist oftmals das Selbstbewusstsein nach dem Rückschlag im Studium. Wenn Sie dieses wieder aufbauen, muss sich der Abbruch nicht weiter negativ auswirken.

Stattdessen können Sie sogar das beste aus der Situation machen und sich beispielsweise einige Leistungen aus dem Studium anrechnen lassen, um eine folgende Ausbildung zu verkürzen und schneller in die Berufswelt einsteigen zu können.

Programme für Ausbildungen nach einem Studienabbruch

Jedes Jahr beendet fast ein Drittel der Studierenden ihr Studium ohne Abschluss. Besonders hoch sind die Abbrecherquoten in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Die Bundesregierung hat erkannt, dass damit großes Potenzial verloren geht.

Während die Zahl der Studenten steigt, blieben immer wieder tausende Ausbildungsplätze unbesetzt. In Deutschland werden Lehrlinge händeringend gesucht. Allein im Handwerk werden in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich 200.000 Meister einen Nachfolger suchen.

Nach einem Studienabbruch kann eine Ausbildung viele Chancen bieten – und es gibt einige Programme, die beim Übergang helfen können.

Viele dieser Programme werben gezielt um Studienabbrecher und bieten ihnen die Perspektive, einen Berufsabschluss zu erwerben. Dabei wird eine verkürzte Ausbildungszeit, sowie im Handwerk ein Meisterbrief in Aussicht gestellt.

Your turn.

Dabei handelt es sich um ein spezielles Programm der IHK Berlin. Studienabbrechern wird die Chance geboten, eine Ausbildung in den Bereichen IT, Großhandel und Immobilienwirtschaft zu machen. Die Ausbildungen finden sowohl in Unternehmen, als auch an der Berufsschule in einer speziellen Klasse, statt. Die Ausbildungsdauer wird von 36 auf 18 Monate verkürzt.

Mögliche Ausbildungsberufe

  • Fachinformatiker/-in für Systemintegration und Anwendungsentwicklung
  • Immobilienkaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Voraussetzungen

Um an dem Programm teilzunehmen, müssen folgende Punkte erfüllt sein:

  • Sie sollten mindestens zwei Semester studiert haben.
  • Sie sollten aus einem branchenbezogenen Fach kommen.
  • Sie brauchen Studienleistungen von mindestens 20 Credit Points.

Beratungsangebot

Die IHK Berlin unterstützt Sie dabei, einen passenden Ausbildungsbetrieb zu finden und den Kontakt herzustellen. Auch eine Studienaussteigermesse bietet die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zu informieren und Ausbildungsbetriebe kennenzulernen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der IHK.

Switch

Dieses Programm richtet sich an Studienabbrecher aus den MINT-Fächern sowie aus den Wirtschaftswissenschaften in der Region Aachen. Sie erhalten die Möglichkeit, eine Ausbildung in einem technischen oder kaufmännischen Bereich zu machen. Auch hier ist die Ausbildungsdauer auf 18 oder 24 Monate verkürzt. Bewerbungen werden das ganze Jahr über angenommen.

Mögliche Ausbildungsberufe

  • Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung
  • Fachinformatiker/-in für Systemintegration
  • Industriekaufman/- frau
  • Mechatroniker

Voraussetzungen

  • Sie sollten einige Semester studiert haben.
  • Vorkenntnisse sind von Vorteil.

Beratungsangebot

Nach Ihrer Bewerbung wird geprüft, ob Sie die Voraussetzungen für eine Ausbildung erfüllen. Ist das der Fall, werden Sie zu einem Expertengespräch eingeladen und lernen mögliche Ausbildungsbetriebe kennen.

Weitere Informationen sowie die Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.

Meister statt Master

Die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe bietet Studienabbrechern die Möglichkeit, einen Handwerksberuf zu erlernen. Die Ausbildung ist von vornherein auf den Erwerb des Meisterbriefs ausgelegt.

Mögliche Ausbildungsberufe

Die Kreishandwerkerschaft bietet Ausbildungen vom Anlagenmechaniker bis zum Zahntechniker an.

Voraussetzungen

Auf der Website werden keine genauen Voraussetzungen genannt, jedoch steht die Bewerbung allen Studienrichtungen offen.

Beratungsangebot

Den Bewerbern wird dabei geholfen, sich für einen Handwerksberuf zu entscheiden und einen passenden Betrieb zu finden. In der Anfangsphase ist auch ein Wechsel des Ausbildungsberufes möglich. So kann erst einmal ausgetestet werden, wie einem der neue Beruf gefällt und ob man zurecht kommt.

Weitere Informationen sowie einen Ansprechpartner finden Sie auf der Website der Kreishandwerkerschaft.

Karriereprogramm Handwerk: Vom Campus in den Chefsessel

Auch die Handwerkskammer für Unterfranken bietet ein spezielles Programm für Studienabbrecher an und bietet ihnen eine Perspektive im Handwerk. Auf die Ausbildung folgt im Anschluss eine Weiterbildung zum Meister. Die Handwerkskammer kooperiert mit der Universität in Würzburg und der Hochschule Aschaffenburg.

Mögliche Ausbildungsberufe

Auch hier steht Bewerbern eine breite Auswahl an Handwerksberufen zur Verfügung.

Voraussetzungen

Sind auf der Website nicht ersichtlich.

Beratungsangebot

Die Handwerkskammer bietet ein Rundumpaket. Zu Beginn steht das Erstgespräch, in dem die Beweggründe für eine Umorientierung abgefragt werden. Im Anschluss steht die Planung und Beratung zur passenden Ausbildung. Es wird Ihnen auch dabei geholfen, den passenden Betrieb zu finden und den Meister zu finanzieren.

Ansprechpartner für ein Erstgespräch finden Sie auf der Website der Handwerkskammer.

[Bildnachweis: baranq by Shutterstock.com]
30. Oktober 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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