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Leistungsdruck: Gründe, Symptome + richtiger Umgang

„Unter Stress arbeite ich am besten.“ – Das behaupten viele Arbeitnehmer. Doch Studien zeigen: Werden Leistungsdruck und Stress zum Dauerzustand, leiden nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Gesundheit und Zufriedenheit. Trotzdem gehört Leistungsdruck in vielen Berufen und Branchen dazu. Stellt sich die Frage: Wie können Sie damit richtig umgehen? Diese Tipps helfen, damit Sie auch bei Stress cool bleiben…



Leistungsdruck: Gründe, Symptome + richtiger Umgang

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Wie entsteht Leistungsdruck?

Leistungsdruck ist der empfundene Zwang, besonders gute Ergebnisse zu liefern, weil sonst negative Konsequenzen drohen. Im Job geht dieser typischerweise von Führungskräften oder Kunden aus. Mitarbeiter haben das Gefühl, immer noch mehr leisten zu müssen, um erfolgreich zu sein, nicht kritisiert zu werden oder möglicherweise sogar den Job zu verlieren.

Hinter dem Leistungsdruck stehen verschiedene Ursachen. Versagensängste, Angst vor Ablehnung und nicht zuletzt Stress sind die häufigsten Auslöser.

Echter und subjektiv empfundener Leistungsdruck

Wichtig ist eine grundlegende Unterscheidung: Es gibt die real vorhandenen Erwartungen und den daraus resultierenden Leistungsdruck – und es gibt subjektiv empfundenen Stress. Klingt vielleicht nach einer sprachlichen Spitzfindigkeit, ist jedoch ein entscheidender Faktor.

Natürlich haben Vorgesetzte und Kunden bestimmte Erwartungen. Doch darüber hinaus hängt der individuell empfundene Stresslevel von der subjektiven Wahrnehmung ab. Mancher empfindet jede Vorgabe vom Chef als großen Druck, andere werden durch das Ziel motiviert. Auch durch Perfektionismus schaffen Sie sich selbst Leistungsdruck. Mit den externen Erwartungen hat das nichts zu tun.

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Erste Hilfe: Leistungsdruck mit 3 Fragen relativieren

Wenn Sie das nächste Mal gestresst sind und sich den Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlen, können Ihnen drei Fragen bei der Relativierung des Leistungsdrucks helfen:

  1. Welche Erwartungen stellt mein Chef/mein Kunde an das Ergebnis?
    Wie lauten die konkreten Vorgaben? Was genau soll das Ergebnis Ihrer Arbeit bewirken? Welche Rolle spielt es für Ihren Chef oder Kunden? Vielleicht sind die Vorgaben gar nicht so groß, wie Sie glauben.
  2. Welche Erwartungen habe ich an mich?
    Betrachten Sie die anstehenden Aufgaben ganz ruhig und so objektiv wie möglich. Welche Ergebnisse erwarten Sie von sich selbst? Decken sich diese Erwartungen mit denen Ihres Chefs oder Ihrer Kunden? und vor allem: Sind Ihre Erwartungen realistisch – oder erzeugen diese den hohen Leistungsdruck?
  3. Müssen meine Erwartungen wirklich so hoch sein?
    Anders formuliert: Sind Ihre Erwartungen wirklich nötig? Geht es nicht auch ein oder zwei Nummern kleiner? Bei ernsthafter Betrachtung werden Sie oft merken, dass Sie gute Ergebnisse auch mit weniger Aufwand (und weniger selbst auferlegtem Leistungsdruck) erreichen können.

Haben Sie für sich geklärt, wie viel Stress und Leistungsdruck realistisch und nötig ist, gibt es einige Strategien, um damit umzugehen. Das Ziel: Cool und leistungsfähig bleiben – unabhängig vom Stress.

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Warum wird der Leistungsdruck immer größer?

Unabhängig von Branche oder Beruf sind sich die meisten einig, dass der Leistungsdruck in den vergangenen Jahren ständig weiter zugenommen hat. Aber woran liegt das? Seit geraumer Zeit lässt sich eine Arbeitsverdichtung beobachten, die zu größerem Leistungsdruck führt. Deren Ursache liegt in diesen Aspekten:

  • Schnellere Kommunikation
    Ohne moderne Technik wäre die heutige Arbeitswelt nicht möglich, aber sie ist auch einer der größten Faktoren für den gestiegenen Leistungsdruck. Alles wird immer schneller und Arbeitnehmer müssen mit diesem Tempo mithalten.
  • Ständige Erreichbarkeit
    Arbeit und Freizeit sind längst nicht mehr strikt getrennt. Viele Mitarbeiter sind für Kunden, Kollegen oder Chefs auch im Feierabend noch erreichbar, beantworten berufliche Mails oder gehen ans Telefon. Allerdings gelingt nicht jedem die Work-Life-Integration.
  • Schwieriger Arbeitsmarkt
    Der Leistungsdruck ist besonders groß, wenn man befürchtet, dass der eigene Job davon abhängt. Der Mitarbeiter versucht um jeden Preis, Fehler zu verhindern, da im schlimmsten Fall Jobverlust und möglicherweise eine längere Arbeitslosigkeit drohen.
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Leistungsdruck: Symptome und Warnzeichen

Leistungsdruck hat spürbare Konsequenzen. Auch wenn viele glauben, dass der Druck sie zu Höchstleistungen antreibt, sind es vor allem negative Folgen. Das sind die häufigsten Symptome von Leistungsdruck – und klare Warnzeichen, dass die Situation eine Belastung ist:

In stark ausgeprägten Fällen ist die psychische Belastung so groß, dass es zu ernsthaften Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen kommen kann.

Richtige Einstellung zu Leistungsdruck

Leistungsdruck und Stress wirken sich auch deshalb negativ aus, weil viele Menschen sie als negativ wahrnehmen. Bis zu einem gewissen Grad ist diese Wahrnehmung Einstellungssache. Heißt: Mit einer besseren Einstellung können Sie das empfundene Stresslevel reduzieren und besser mit dem Leistungsdruck umgehen:

  • Sichtweise auf Druck
    Sehen Sie den Druck als Herausforderung, an der Sie wachsen können. Sie verlassen Ihre Komfortzone und werden besser. Oder Sie sehen es ganz sportlich und verstehen die Aufgaben als Wettbewerb und kollegialen Wettkampf.
  • Umgang mit Fehlern
    Alles muss immer perfekt sein? Angst vor Fehlern erzeugt riesigen Druck und lähmt Sie. Machen Sie sich klar, dass Fehler passieren können und menschlich sind. Und nur in absoluten Ausnahmen haben Patzer schwerwiegende Folgen. Meist lassen sich diese leicht ausbessern. So können Sie vieles gelassener angehen.

6 Methoden für den Umgang mit Leistungsdruck

Eine veränderte Wahrnehmung und Herangehensweise helfen, doch gibt es weitere Tipps und Strategien, um bei Leistungsdruck einen kühlen Kopf zu bewahren. Hier sind fünf bewährte Methoden:

1. Gewinnen Sie Kontrolle

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung geben 51 Prozent der Arbeitnehmer an, keinen Einfluss auf ihre Arbeitsmenge zu haben. Dieses Gefühl der Fremdsteuerung führt zu Hilflosigkeit, die den Leistungsdruck in die Höhe katapultieren kann.

Das Gegenmittel: Prüfen Sie all Ihre Aufgaben, finden Sie heraus, was Sie beeinflussen können, und werden Sie aktiv. Selbst wenn es nur kleine Terminverschiebungen oder andere kleine Schritte sind: Sobald Sie etwas tun und gestalten können, lassen Hilflosigkeit und Stress nach. Je mehr Kontrolle Sie selbst haben, desto geringer der empfundene Leistungsdruck.

2. Konzentrieren Sie sich auf die Aufgabe

Sie stecken mitten in der Arbeit und bereits der Gedanke an die Deadline oder das Ergebnis stresst Sie? Lösen Sie sich von diesem Gedanken und konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Aufgabe und Arbeit. Lassen Sie die Deadline erstmal Deadline sein, statt sich schon jetzt zu sorgen, ob Sie diese einhalten können.

Das schreibt sich natürlich einfacher, als es getan ist. Bei der Umsetzung kann Ihnen die Pomodoro-Technik helfen. Um wirklich abzuschalten, stellen Sie sich einen Timer, der Ihre Arbeitsphase definiert. In dieser Zeit können Sie sich ganz auf die Aufgabe konzentrieren. So brauchen Sie eben nicht alle zwei Minuten panisch auf die Uhr schauen, sondern arbeiten konzentriert und schaffen es ganz entspannt, rechtzeitig fertig zu werden.

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3. Planen Sie den Worst Case

Was kann schon passieren? Dieser oft flapsig dahingesagte Spruch kann beim Stressmanagement ein wichtiges Tool sein. Der Ansatz: Visualisieren Sie den Worst Case und planen Sie für diesen. Was kann schlimmstenfalls passieren? Wie reagieren Sie, wenn wirklich alles schief geht, die Technik in der Präsentation versagt und Ihre Kollegen die zugesagten Daten nicht liefern? Zunächst kann diese Vorstellung noch mehr Stress und sogar Angst auslösen. Doch wenn Sie sich darauf vorbereiten, können Sie sicher sein, dass Ihnen die Aufgabe gelingen wird und Sie alle Hürden überwinden. Das beruhigt und hilft dabei, cool zu bleiben.

4. Nehmen Sie Hilfe an

Wenn der Leistungsdruck Ihnen über den Kopf wächst und Sie befürchten, den Erwartungen nicht gerecht zu werden, dann bitten Sie um Hilfe. Fragen Sie einen Kollegen, ob er Ihnen bei einem Projekt unter die Arme greifen kann oder suchen Sie sich Unterstützung für einzelne Aufgaben. Es ist kein Grund zur Scham und aus überzogener Eitelkeit auf Hilfe zu verzichten, löst Ihr Problem nicht.

5. Machen Sie sich Erfolge bewusst

Vielleicht resultiert Ihr Stress auch aus Selbstzweifeln. In diesem Fall sollten Sie sich darauf konzentrieren, sich Ihre Fähigkeit und Stärken bewusst zu machen. Das gelingt unter anderem, wenn Sie sich Ihre bisherigen Erfolge ins Gedächtnis rufen und aktiv als Rückversicherung nutzen.

Denken Sie daran zurück, was Sie bereits erreicht haben und wie Sie sich bei diesen Erfolgen gefühlt haben. Je intensiver und eindrücklicher Sie sich an diese Momente erinnern, desto größer ist die Wirkung. Am effektivsten ist es, wenn Sie dafür Erfolge nutzen, die Ihrer aktuellen Aufgabe und Situation ähneln.

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6. Verlangsamen Sie die Arbeit

Bei Leistungsdruck verfallen die meisten Menschen in blinden Aktionismus, es wird einfach drauf los gearbeitet, um möglichst viel zu schaffen – doch dabei macht man meist alles nur noch schlimmer. Hektik verstärkt den empfundenen Leistungsdruck. Es ist daher sinnvoll, in stressigen Zeiten bewusst langsamer zu arbeiten. Das mag widersprüchlich klingen, kann den Leistungsdruck aber spürbar reduzieren. Das ist zunächst ungewohnt und vielleicht kommt ein wenig Panik auf. Denn in der subjektiven Wahrnehmung haben Sie ja genau dafür keine Zeit. Nehmen Sie sich die Zeit jedoch, werden Sie feststellen, dass Sie langsamer deutlich effektiver arbeiten, weniger Fehler machen und der Druck nachlässt.

Unternehmenskultur beeinflusst Stressempfinden

Arbeitgeber und Vorgesetzte sollten Mitarbeiter beim richtigen Umgang mit Leistungsdruck nicht allein lassen. Die richtige Atmosphäre im Job nimmt großen Einfluss darauf, unter welchem Leistungsdruck die Angestellten stehen und wie diese darauf reagieren. Einen Mitarbeiter, der bereits unter Druck steht, immer weiter anzutreiben oder obendrein zu kritisieren, verschlimmert die Lage nur noch weiter. Es braucht Personalverantwortliche, die das Problem erkennen und gemeinsam mit den Betroffenen nach geeigneten Lösungen und Wegen suchen, um die Situation zu verbessern.



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[Bildnachweis: Jiw Ingka by Shutterstock.com]

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