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Ablehnung: 7 Tipps für einen professionellen Umgang

Ablehnung kann ein harter Schlag sein. Für den Traumjob gibt es eine Absage, der Traumpartner sagt Nein… Solche Zurückweisungen tun erstmal weh und führen nicht selten zu Selbstzweifeln. Doch Ablehnungen sind völlig normal – entscheidend ist, wie wir darauf reagieren. Wie Sie mit Ablehnung besser umgehen lernen und Ihnen der Korb sogar nützen kann…


Ablehnung: 7 Tipps für einen professionellen Umgang

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Ablehnung wirkt wie physischer Schmerz

Ablehnung bedeutet eine negative Reaktion auf eine Person, einen Wunsch oder eine Aussage. Wir haben etwas angestrebt oder erhofft – und werden zurückgewiesen. Mit einem klaren „Nein“ oder einer höflichen Absage. Das Ergebnis ist dasselbe: Aus der Traum. Wir müssen wohl oder übel umdenken, uns neu bewerben oder neu verlieben…

Häufige Synonyms für Ablehnung sind: Abfuhr, Absage, Abweisung, Korb, Verweigerung oder Zurückweisung. Das Gefühl ist aber jedes Mal dasselbe: wie ein Schlag in den Magen. Studien zeigen: Die Empfindung ist echt! Durch Ablehnung werden im Gehirn dieselben Areale aktiviert wie durch echten physischen Schmerz. Andere negative Emotionen haben übrigens keine ähnlichen Reaktionen.

Veraltet Ablehnung: Kreuzworträtsel

Für die Kreuzworträtsel-Freunde: Eine häufiger Hinweis in den Worträtseln lautet: „veraltet: Ablehnung“ mit fünf oder sechs Buchstaben. Gesucht sind hier die Begriffe „Refus“ oder „Refues“, die ebenfalls ein Synonym sind, aber so veraltet, dass sie im Sprachgebrauch nicht mehr vorkommen.


Das Wichtigste in Kürze: Ablehnung einfach erklärt

Was macht Ablehnung mit Menschen?

Ablehnung fühlt sich wie ein Schlag an und aktiviert dieselben Gehirnbereiche wie tatsächlicher Schmerz. Sie verunsichert und kann zu Selbstzweifeln führen.

Wie erkennt man Ablehnung?

Zum Teil wird Ablehnung direkt kommuniziert. Ein klares Nein ist eindeutig. Doch auch der Ausschluss oder das Ignorieren einer Person zeigt ablehndendes Verhalten. Ebenso wichtig: Körpersprache zeigt Zurückweisung. Verschlossene Körperhaltung oder ein genervter Blick signalisieren die Abweisung.

Warum erfahre ich so viel Ablehnung?

Viele Menschen haben das Gefühl, mehr Ablehnung als andere zu erfahren. Das ist jedoch nur selten wirklich wahr. Oft ist es nur die eigene Empfindung, beispielsweise aufgrund von einem geringen Selbstwertgefühl. Sollten Sie wirklich besonders häufig abgelehnt werden, hilft Selbstreflexion. Haben Sie Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die stark polarisieren?

Was ist das Gegenteil von Ablehnung?

Das Gegenteil von Ablehnung ist Zuneigung, Bestätigung, Anerkennung, Sympathie oder auch Akzeptanz.

Wie geht man mit Ablehnung um?

Der erste Schritt: Erkennen Sie, dass Ablehnung ein normaler Teil des Lebens ist – auch wenn es unangenehm ist. Dann sollten Sie daraus lernen und nicht den Mut verlieren. Es wird noch viele weitere Chancen geben. Machen Sie es beim nächsten Mal einfach besser!

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Psychologie: Warum tut Ablehnung so weh?

Laut Psychologie und dem Erikson Stufenmodell ist das erste Lebensjahr für unsere Reaktion entscheidend: Neugeborene müssen Liebe, Fürsorge und Sicherheit erfahren. Erfahren sie dagegen Ablehnung, drohen später starkes Misstrauen oder Selbstzweifel sowie psychische Probleme bis hin zu Depressionen.

Dabei ist die Angst vor Ablehnung ein Schutzmechanismus. Instinktiv spüren wir, dass die Zurückweisung durch Eltern oder der Ausstoß aus einer sozialen Gemeinschaft gefährlich für uns ist. Der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen und braucht Zuneigung, Liebe, Bestätigung und Aufmerksamkeit.

Abgelehnt werden: Warum nehmen wir es persönlich?

Hinzu kommt: Ablehnung ist oft so schmerzhaft, weil viele sie persönlich nehmen. Betroffene fühlen sich dadurch direkt angegriffen und beleidigt. Der Grund: Sie gehen davon aus, dass ihr Gegenüber recht haben könnte. Die Abfuhr oder der Korb entzünden so starke Selbstzweifel: „Vielleicht werde ich aus guten Gründen abgelehnt?!“ Solche Gedanken nicht persönlich zu nehmen, ist schwierig.

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Ablehnung und Verlustangst

Zurückweisung und Verlustangst sind enge Verwandte. Wer abgelehnt wird, fürchtet etwas zu verlieren, das ihm oder ihr wichtig ist: Menschen, Jobs, Träume… Es sind persönliche Ziele, die uns Orientierung geben, bis die Absage einen Strich durch die Rechnung macht.

Dadurch entsteht leicht eine Art Teufelskreis: Die Ablehnung steigert die Verlustängste in der Zukunft, und es entstehen Minderwertigkeitsgefühle. Das wiederum führt zu noch größerer Angst vor Ablehnung.

Ablehnung Psychologie lernen Wie damit umgehen? Verlustangst Selbstwertgefühl

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Angst vor Ablehnung: Falsche Reaktionen

Ablehnung kratzt am Ego, keine Frage. Sie führt zu „kognitiver Dissonanz„. Bedeutet: Positives Selbstbild und ablehnendes Fremdbild passen nicht zusammen. Entsprechend versuchen wir das Störgefühl sofort loszuwerden.

Um die Angst vor Ablehnung in den Griff zu bekommen, gibt es unterschiedliche Strategien. Diese zwei sind aber komplett falsch:

  • Versteckspiel

    Einige denken: „Wenn ich nicht negativ auffalle, kann mich auch niemand ablehnen.“ Die Strategie führt aber in einen Beliebtheitswettbewerb und zu Duckmäusertum. Die eigenen Bedürfnisse und die Entwicklung einer emotional stabilen Persönlichkeit bleiben so auf der Strecke. Eigene Ziele werden Betroffene dadurch nicht mehr erreichen.

  • Perfektionismus

    Wer keine Fehler macht, kann nicht abgewiesen werden. Noch so ein falscher Gedanke. Vergessen wird dabei: Trotz Perfektionismus bleibt noch genug Angriffsfläche. Es kann nicht alles perfekt gelingen. Zudem führt der Erfolgsdruck in neue Probleme.

Mit einer Bewerbungsabsage umgehen

Eine besondere Form der Ablehnung ist die Bewerbungsabsage: Sie haben bei der Bewerbung Ihr Bestes gegeben, alle Vorzüge präsentiert – trotzdem bekommt ein anderer den Job. Ärgerlich. Doch auch damit können Sie professionell umgehen. In unserem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie zum Beispiel, warum Sie für 7 von 10 Absagegründen überhaupt nichts können…

10 Absagegründe + Reaktion


Aus Ablehnung lernen: 3 wichtige Lektionen

Wie kann ich die Angst vor Ablehnung stoppen? Zuerst: Lassen Sie sich durch Ihre Angst nicht lähmen oder einschränken. Es gehört im Leben dazu, einen Korb zu bekommen. Es wird immer jemanden geben, der Ihre Idee nicht mag, Ihre Ansichten nicht teilt oder Sie einfach persönlich ablehnt. Na und?!

Ablehnung ist normal. Anders herum geht es Ihnen ja genauso. Auch Sie finden nicht alles und alle gut. Statt Angst vor der Ablehnung zu haben, lernen Sie wichtige Lektionen:

  1. Selbstreflexion
    Welches Verhalten hat die Ablehnung bei Ihnen ausgelöst? Empfinden Sie Ihr Verhalten trotzdem richtig oder würden Sie es beim nächsten Mal anders machen? Es ist ein Chance zum Lernen.
  2. Kritikfähigkeit
    Hat die Ablehnung Ihnen wirklich geschadet? Auch hieraus können Sie trainieren, besser mit Feedback umzugehen.
  3. Durchhaltevermögen
    Haben Sie langfristig etwas verloren? Oft stehen dem Risiko, abgelehnt zu werden, viel größere Chancen gegenüber. Also gehen sie es ruhig erneut ein!

Mit Ablehnung umgehen: 7 Tipps

Es ist nur menschlich, sich von Ablehnung oder Zurückweisung angegriffen oder bedroht zu fühlen. Trotzdem sollten wir einen professionellen Umgang mit Ablehnung lernen. Der erste Schritt: Sehen Sie in der Abfuhr eine wertvolle Erfahrung und die Chance zum persönlichen Wachstum. Die weiteren Schritte sind:

  • Realistisch bleiben
    Sie haben nichts gewonnen – aber auch nicht wirklich etwas verloren. Nach der Absage geht es Ihnen genauso wie vorher. Dafür haben Sie Mut bewiesen, etwas gewagt und an Erfahrung gewonnen. Das alles kann dabei helfen, Ihren Standpunkt zu festigen oder Fehler zu finden, die Sie beim nächsten Versuch vermeiden.
  • Positiv bleiben
    Es hat nicht so funktioniert, wie Sie es sich vorgestellt haben?! Das bedeutet noch lange nicht, dass Sie beim nächsten Mal wieder schweitern. Lassen Sie sich von der Ablehnung nicht entmutigen. Versuch macht klug! Es gibt mehr Menschen die aufgeben, als solche, die scheitern.
  • Ruhig bleiben
    Durch Wut oder Rachegelüste wurde noch nie ein „Nein“ zu einem „Ja“. Bleiben Sie also ruhig und zeigen Sie Größe. Ein Ausraster ist weder professionell noch souverän.
  • Höflich bleiben
    Wer heute „Nein“ sagt, sagt morgen vielleicht „Ja“. Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit und das Feedback. Wer jetzt patzt, verbrennt Brücken, über die er morgen gehen könnte. Auch wenn Sie enttäuscht und frustriert sind, sollten Sie sich jeden negativen Kommentar sparen.
  • Selbstkritisch bleiben
    Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie nur andere einen Fehler machen. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist zwar von Vorteil. Seien Sie aber bereit, auch mal falsch zu liegen. Wer nur auf seiner Meinung beharrt, kann sich nicht verbessern.
  • Sachlich bleiben
    Nicht alles, was Sie als Ablehnung verstehen, ist eine. Ein „Nein“ kann ebenso bedeuten: „nicht jetzt“. Bleiben daher sachlich und unterscheiden Sie zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik. So können Sie später vielleicht doch noch eine Zusage bekommen.
  • Souverän bleiben
    Das Wichtigste ist: Nehmen Sie ein „Nein“ nie persönlich! In den wenigsten Fällen ist es das. Der oder die andere hat vielleicht nur keine Zeit, es passt nicht zu den Interessen oder zu den Zukunftsplänen. Ablehnung sagt nur etwas über den Ablehnenden aus, nicht über den Abgelehnten.

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[Bildnachweis: Nicoleta Ionescu by Shutterstock.com]

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