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Großes Ego? So nehmen Sie die Luft aus der Pumpe

Manche Menschen haben ein so großes Ego, dass es für alle anderen zur Qual wird. Einige Kollegen spielen sich immer in den Vordergrund, sehen sich in jeder Konkurrenz als überlegen und treten ständig als Alphamännchen oder Alphaweibchen auf. Ein solch aufgeblasenes Ego hat nichts mehr mit starkem Selbstbewusstsein zu tun. Wie können Sie ein solch großes Ego entkräften? Wir erklären die Anzeichen und Gründe für das große Ego und geben Tipps für den richtigen Umgang…


Großes Ego? So nehmen Sie die Luft aus der Pumpe

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Bedeutung: Was ist ein großes Ego?

Das Ego ist das Selbstbild eines Menschen, also die Einschätzung des eigenen Wertes und der Fähigkeiten. Positiv ist es das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Ein großes Ego hat dieses gesunde Maß aber längst überschritten.

Wer ein großes Ego hat, ist voll des Eigenlobs, fühlt sich in jeder Situation besser als alle anderen und spielt sich auf. Es ist Selbstüberschätzung gepaart mit einem riesigen Drang nach Aufmerksamkeit. Solche Menschen wollen von allen für ihr selbst attestiertes Genie angehimmelt werden.

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Wie äußert sich ein großes Ego?

Ein großes Ego zeigt sich immer. Es muss raus, will auffallen und von anderen bewundert werden. Gerade im Job werden die eigenen Leistungen und Kompetenzen vor dem Chef präsentiert – oft auch mit schamlosen Übertreibungen, bei denen die Ergebnisse als riesige Erfolge dargestellt werden. Vom Vorgesetzten verspricht sich der Egomane dabei nicht nur Aufmerksamkeit und Bestätigung, sondern weitere Vorteile wie Gehaltserhöhungen oder Beförderungen.

Für ein großes Ego gibt es einige typische Verhaltensweisen, an denen sie es schnell erkennen können:

1. Ständige Angeberei

Ein großes Ego kommt zusammen mit einer Menge heißer Luft. Angeberei und Prahlerei sind klassische Anzeichen für ein übersteigertes Ego. Der Kollege betont ständig, wie toll er arbeitet, lobt sich selbst und achtet darauf, dass auch jeder mitbekommt, wie wichtig er ist.

2. Übersteigerter Egoismus

Je größer das Ego, desto größer der Egoismus. So jemand denkt nur an sich selbst, ist auf den eigenen Vorteil bedacht und kümmert sich nur bedingt um die Belange anderer Menschen. Hauptsache, das eigene Ego wird gepflegt.

3. Endlose Aufmerksamkeitssucht

Große Egos wollen gestreichelt werden und so suchen Egomanen immer und überall nach Bestätigung. Sie wollen im Mittelpunkt und Rampenlicht stehen. Alle Augen sollen auf sie gerichtet sein. Macht Ihnen jemand die Aufmerksamkeit streitig, ist der Neid oft groß.

4. Aggressive Verteidigung

Bewunderung kann es nicht genug geben, aber wehe es mischt sich Kritik dazwischen. Ein Egomane kann mit negativen Kommentaren gar nicht umgehen und beginnt sofort, sich selbst – und die aufgebaute Scheinwelt der Selbstüberschätzung – zu verteidigen. Dabei wird sehr deutlich und aggressiv der eigene Standpunkt verteidigt.

5. Kein Eingeständnis

Eigene Fehler oder Schwächen sieht ein großes Ego nicht – und kann diese deshalb auch nicht eingestehen. Es passt nicht in das völlig übersteigerte Selbstbild, dass man in einer Sache nicht gut ist oder etwas falsch gemacht hat. Fehler werden verschwiegen oder schöngeredet. Kein Kratzer darf den Perfektionismus der eigenen Person ruinieren.

6. Gesteigertes Konkurrenzdenken

Neben einem Riesenego bleibt für andere einfach kein Platz. Egomanen machen aus allem einen Wettkampf, müssen immer besser sein, sich selbst präsentieren und andere gleichzeitig kleinmachen. Ein „zusammen“ oder „gemeinsam“ ist nicht drin, es geht immer gegeneinander.

7. Große Meinungsabhängigkeit

Die Meinung anderer ist bei einem großen Ego unglaublich wichtig. Man möchte nicht nur bemerkt, sondern bewundert werden. Andere sollen erkennen, wie schlau, kompetent und erfolgreich man ist – schließlich ist man sich der eigenen Genialität absolut sicher. Egomanen denken dauernd darüber nach, wie die Meinung anderer Menschen über sie ist.

8. Kurzfristige Beziehungen

Auf lange Sicht kann sich das Ego nicht von den immer gleichen Personen ernähren. Es braucht neue Bewunderer und Fans, während die Aufmerksamkeit der bisherigen Wegbegleiter einfach nicht mehr gut genug ist. Je größer das Ego, desto kurzfristiger die Beziehungen zu anderen Menschen.

Ein zu großes Ego kann zum Problem werden

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist wichtig, doch ein großes Ego bringt zahlreiche Probleme. Allen voran: Andere finden es nervig und anstrengend. Sie halten sich selbst für den Besten in allen Bereichen – sind damit aber ganz schön allein. Das Umfeld aus Freunden und Kollegen hat sich abgewandt und zurückgezogen. Wer mit seinem Ego anderen die Luft zum atmen raubt, treibt diese weiter von sich weg.

Hinzu kommt: Ein großes Ego entwickelt sich nicht mehr weiter. Sie loben sich selbst, empfinden übertriebenen Stolz auf Errungenschaften und sind damit beschäftigt, allen zu zeigen, wie gut Sie sind. Besser werden Sie damit aber nicht – ganz zu Schweigen davon, dass Sie nie so gut waren, wie Sie es durch das enorme Ego glauben. Der Irrglaube, dass Sie besser als die anderen sind, führt zu einem gefährlichen Stillstand. Den Fehler bemerken Egomanen meist erst dann, wenn sie plötzlich ins Hintertreffen geraten und von der unterschätzten Konkurrenz abgehängt werden.

Außerdem besteht eine Art von Suchtgefahr. Wer sich immer in den Vordergrund drängt und die erhaschte Aufmerksamkeit genießt, wird abhängig vom Zuspruch und der Anerkennung anderer. Bleibt diese irgendwann aus, schrumpft das Ego und wird von Selbstzweifeln zerfressen.


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Großes Ego: Warum das aufdringliche Gehabe?

Ein großes Ego wirkt nach außen überheblich, arrogant und unsympathisch. Denkbar schlechte Voraussetzungen für ein harmonisches Team im Job. Hier muss es nicht nur professionell, sondern auch persönlich stimmen. Mit einem Egomanen ist das gute Betriebsklima schnell vorbei.

Der Grund: Ein großes Ego polarisiert. Kollegen mit einem ebenfalls größeren Ego fühlen sich herausgefordert – die anderen werden eingeschüchtert und versuchen Abstand zu gewinnen. Aber warum sind manche Egos so aufgebläht? Drei häufige Ursachen sind:

  1. Gesteigertes Geltungsbedürfnis
    Manche Menschen wollen gar nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Andere haben ein gesteigertes Geltungsbedürfnis und wollen unbedingt von allen gesehen werden. Das große Ego ist Mittel zum Zweck, um sich selbst die Beachtung zu holen, die sonst vielleicht verwehrt geblieben wäre.
  2. Geringes Selbstbewusstsein
    Ein großes Ego strahlt zwar ein enormes Selbstbewusstsein aus, doch manchmal steht dahinter genau das Gegenteil. Durch das forsche Auftreten wird die eigene Unsicherheit überspielt. Dies hat meist zum Ziel, die Anerkennung der anderen Kollegen zu verdienen, obwohl das in vielen Fällen nach hinten los geht.
  3. Narzisstische Störung
    Bekommen Sie es mit einem Narzissten zu tun, müssen Sie mit einem besonders großen Ego umgehen. Diese Menschen sind selbstverliebt, nur von ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt und lassen keine andere Meinung zu. Hier gibt es aber viele weitere Probleme. Narzissten sind sehr manipulativ und rücksichtslos anderen Menschen gegenüber.

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So entkräften Sie ein großes Ego richtig

Wenn der Kollege mit dem großen Ego mal wieder zu einer Lobeshymne auf sich selbst ansetzt, das Rampenlicht sucht und andere abfällig behandelt, wird Ihr Nervenkostüm ganz schön strapaziert. Solchen Typen möchte man die Meinung geigen und das überdimensioniere Ego zurück auf Normalgröße schrumpfen. Ein nachvollziehbarer Wunsch, aber ist die offene Konfrontation wirklich der einzige Weg? Wir glauben: Nein! Diese vier Tipps können helfen:

  • Suchen Sie das Gespräch
    Der direkte und auch freundlichste Weg, um einen Kollegen mit großem Ego in den Griff zu bekommen, ist das persönliche Gespräch. Damit ist nicht das offene Anschreien gemeint, sondern eine nette und ruhige Unterhaltung. Schildern Sie, wie das Verhalten Sie und die Arbeit im Team negativ beeinflusst. Bieten Sie auch Ihre Hilfe an, falls der Kollege beispielsweise aus Unsicherheit handelt und sich deswegen öfter aufspielt. Bauen Sie das Gespräch nicht nur auf Vorwürfen auf, sondern schildern Sie kurz das Problem und konzentrieren sich anschließend auf die Lösung.
  • Kommen Sie ihm zuvor
    Es ist ein einfacher, aber sehr effektiver Weg: Bieten Sie erst gar keine Möglichkeit, um das große Ego in Szene zu setzen. Der Egomane möchte dem Chef von den neuesten Ergebnissen berichten? Erklären Sie, dass Sie dies bereits getan haben. Er möchte die Präsentation vor dem Kunden halten? Sagen Sie, dass eine Kollegin bereits daran arbeitet. Nach kurzer Zeit nehmen Sie ihm nicht nur die Chance, sein aufgeblähtes Ego zu zeigen, sondern gleichzeitig auch die Lust daran, es überhaupt zu versuchen.
  • Ziehen Sie den Chef hinzu
    Wenn andere Versuche gescheitert sind, kann es eine Lösung sein, Ihren Chef mit ins Boot zu holen. Beschreiben Sie, wie der Egomane die Arbeitsatmosphäre ruiniert, fremde Lorbeeren für sich beansprucht und für Unmut unter den Kollegen sorgt. Auf diesen Gegenwind reagiert ein großes Ego meist sehr kleinlaut.
  • Ignorieren Sie das Getue
    Ja, das ist schwer, erfordert Geduld und die Fähigkeit, Dinge zu überhören. Doch wenn es Ihnen gelingt, können Sie auch ein noch so großes Ego in die Schranken weisen. Egomanen geht es um die Aufmerksamkeit, um sich dadurch besser zu fühlen. Schaffen Sie es – am besten zusammen mit den anderen Kollegen – alle Versuche der Selbstpräsentation zu ignorieren, nehmen Sie dem großen Ego die Plattform für seine Show.

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[Bildnachweis: FGC by Shutterstock.com]

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