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Geduld: So profitieren Sie von der Tugend

Geduld ist eine Tugend mit vielen Namen: Ob Selbstkontrolle, Ausdauer, Frustrationstoleranz oder altertümlich auch Langmut. Sie alle beschreiben die Fähigkeit, geduldig auf etwas warten zu können. Geduld haben bedeutet aber noch mehr: Es ist ein wesentlicher Schlüssel für beruflichen und Lebenserfolg. Wir zeigen, was Geduld ausmacht, warum diese so wichtig ist und wie Sie lernen, geduldig zu sein…


Geduld: So profitieren Sie von der Tugend

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Definition: Was ist Geduld?

Geduld ist die Fähigkeit des Wartens, die Kontrolle von spontanen Impulsen und das Aushalten und Ertragen von unangenehmen, schwierigen oder auch sehr langen Situationen. Gerade bei Stress und Druck können geduldige Menschen eigene Bedürfnisse zurückstellen, bewahren die Ruhe und fokussieren weiterhin auf das langfristige Ziel.

Auch Konsumverzicht zeichnet diese Art der Ausdauer aus. Geduldige verzichten heute, um in Zukunft mehr zu haben. Sparen ist eine ökonomische Form der Geduld. Das gilt für jeden Verzicht in der Gegenwart zugunsten künftiger Optionen.

Das Gegenteil ist Ungeduld. Betroffene fühlen Hilflosigkeit und Überforderung gegenüber den Umständen. Alles geht zu langsam, sie können daran nichts ändern und werden immer unruhiger. Wenn der sprichwörtliche Geduldsfaden reißt, entstehen Frust und Wut, die teilweise lautstark geäußert werden.

Geduld Synonym

Das Spektrum der Geduld ist groß. Das zeigen die Synonyme. Alternativ wird von Gelassenheit, Gleichmut, Nachsicht, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit, Langmut oder auch Toleranz gesprochen. Die genauen Bedeutungen weichen zum Teil ab, beinhalten aber alle Teilbereiche der typischen Geduld. Geduldig sein ist eben mehr als nur warten zu können.

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3 Pfeiler der Geduld

Die Basis für Geduld wird im Kindesalter gelegt, die Eltern und deren vorgelebte Geduld sind dabei essenziell. Wer schon früh ungeduldige Bezugspersonen hat, dem kann es selbst später nicht schnell genug gehen. Langfristig entscheiden vor allem drei Pfeiler der Geduld:

  1. Willensstärke
    Aushalten können erfordert Willenskraft und Volition. Wenn Sie Ihre Gedanken, Emotionen und Handlungen im Griff haben, können Sie auch geduldig sein.
  2. Dankbarkeit
    Dankbare Menschen sind geduldiger, können Versuchungen widerstehen und sich auf langfristige Vorteile konzentrieren. Das fand der Psychologe David DeSteno heraus. Dankbarkeit macht nicht nur glücklich, sondern geduldig.
  3. Gelassenheit
    Gelassenheit ist die hohe Kunst, Dinge hinzunehmen, die Sie nicht ändern können. Und entsprechend darauf zu reagieren. Wenn Sie gelassen auf Situationen und deren Verlauf reagieren, kommt Geduld ganz automatisch.

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Geduld haben: 9 Tipps, mit denen Sie es lernen

Um Ungeduldige nicht warten zu lassen: Geduld lässt sich erlernen und trainieren. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Was Sie konkret tun können, um mehr Geduld zu haben? Diese neun Tipps helfen:

1. Konzentrieren Sie sich auf etwas anderes

Ihnen dauert etwas zu lange und es soll schneller gehen? Wenn Sie keinen Einfluss darauf haben, sollten Sie sich gezielt ablenken. Richten Sie Ihre Konzentration auf etwas anderes und versuchen Sie, nicht an den Auslöser Ihrer Ungeduld zu denken. So reduzieren Sie den selbst auferlegten Druck und warten ab.

2. Passen Sie Ihre Einstellung an

Um es mit Salomo zu sagen: „Alles hat seine Zeit.“ Manche Dinge dauern nun mal länger oder werden erst später Realität – ob es Ihnen gefällt oder nicht. Wenn Sie diese Mentalität verinnerlichen, wird Ihre Geduld wachsen. Dabei helfen kann ein einfaches Mantra, das Sie sich immer wieder vorsagen, wenn der Geduldsfaden fast reißt: Gut Ding will Weile haben…

3. Legen Sie einen realistischen Maßstab an

Wer alles sofort, jetzt und augenblicklich will, hat unrealistische Erwartungen. Das kann nicht funktionieren. Setzen Sie von Anfang an einen realistischen zeitlichen Rahmen. Dann entwickeln Sie ganz automatisch mehr Geduld. Nehmen Sie sich lieber mehr Zeit, als zu wenig.

4. Machen Sie sich Fortschritte bewusst

Ein Problem der Geduld ist Schwarz-Weiß-Denken. Im Wartezimmer sitzen Sie rum, bis Sie dran sind. Schnell sind Sie ungeduldig und genervt. Was Sie übersehen: Mit jedem aufgerufenen Patienten rückt Ihr Termin näher. Erkennen Sie solche Fortschritte und sehen Sie, dass Sie Ihrem Ziel Schritt für Schritt näher kommen.

5. Nutzen Sie die Zeit

Gelangweiltes Rumsitzen und unproduktives Nichtstun steigert die Ungeduld. Nutzen Sie die Zeit stattdessen produktiv. Beantworten Sie E-Mails, lesen Sie Fachzeitschriften, hören Sie einen Podcast… So ist die Zeit nicht verschwendet und Sie sind geduldiger.

6. Bauen Sie Stress ab

Wenn Sie dauerhaft gestresst sind, haben Sie keine Geduld. Sie stehen ständig unter Strom, nichts kann schnell genug gehen und alles läuft hektisch. Ob durch Sport oder Entspannungsübungen: Indem Sie Stress abbauen, werden Sie in allen Situationen geduldiger.

7. Erkennen Sie die Folgen von Ungeduld

Mal ehrlich: Wie oft hat Sie Ungeduld schon weitergebracht? Sie kommen beim Arzt nicht schneller dran, der Stau löst sich nicht plötzlich auf, eine Antwort kommt nicht früher… Einzige Konsequenz ist Ihr persönlicher Frust.

8. Rechnen Sie mit Rückschlägen

Ungeduld entsteht durch Unvorhergesehenes. Die Bahn hat Verspätung, auf der Autobahn gab es einen Unfall, beim Arzt wird ein dringender Termin vorgezogen. Planen Sie solche Rückschläge und unvorhergesehene Ereignisse mit ein. Wenn Sie bereits davon ausgehen, dass so etwas passieren kann, stellt es Ihre Geduld weniger auf die Probe.

9. Erinnern Sie sich an die Belohnung

Am Ende der Geduld steht eine Belohnung. Ein Erfolg, ein Ziel, eine Errungenschaft. Halten Sie sich diese immer Augen. Stellen Sie sich die Freude vor und denken Sie daran, warum es sich lohnt. Das macht es leichter, geduldig zu sein.

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Übungen für mehr Geduld

Für Ihre Geduld können Sie noch mehr tun – beispielsweise durch regelmäßige Übungen. Diese drei Möglichkeiten sind besonders empfehlenswert:

  • Entspannungsübungen
    Durch Entspannungsübungen wirken Sie Hauptursachen von Ungeduld entgegen: Stress und innerer Unruhe. Beliebt ist autogenes Training.
  • Atemübungen
    Eine ruhige und tiefe Atmung baut Stress ab, sorgt für bessere Laune und lässt Sie auch schwierige Situationen leichter ertragen. Atemübungen können regelmäßige Routine sein oder in Momenten akuter Ungeduld genutzt werden.
  • Meditation
    Meditation ist eine bewährte Übung zur inneren Einkehr. Sie sind ganz bei sich und konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt. Keine Gedanken an die Zukunft oder das, was noch kommt. Das stärkt die Geduld.

Test: Sind Sie gedulig?

Haben Sie Geduld? Gar nicht so leicht zu beantworten. Sie zeigt sich schließlich erst, wenn sie ernsthaft auf die Probe gestellt wird. Mit Selbstreflexion und Ehrlichkeit können Sie dennoch einen guten Eindruck bekommen. Unsere Checkliste hilft dabei! Je häufiger Sie zustimmen, desto dringender müssen Sie an Ihrer Geduld arbeiten.

  • Wenn ich etwas haben will, muss das immer sofort sein.
  • Ich kaufe oft Dinge ein, die ich eigentlich gar nicht brauche.
  • Ich entscheide manchmal vorschnell.
  • An der Kasse im Supermarkt ärgert es mich, wenn die andere Schlange schneller vorankommt.
  • Im Stau fange ich an herumzuschreien und andere Fahrer zu beschimpfen.
  • Ich hasse es, wenn andere unpünktlich sind.
  • Wenn etwas nicht sofort klappen will, lasse ich es ganz bleiben.
  • Mich nervt es, lange auf etwas hinarbeiten zu müssen.
  • Mich regt es auf, wenn andere sich zu viel Zeit lassen.
  • Hat die Bahn mal wieder Verspätung, werde ich wütend.


Vorteile: Darum ist Geduld so wichtig

Geduld ist nicht leicht, doch sie lohnt sich! Es mag der einfachere Weg, sein, sich auf die sofortigen Möglichkeiten zu stürzen und langfristige Überlegungen zu ignorieren. Dabei verpassen Sie jedoch einige Vorteile von Geduld und der zugehörigen Selbstdisziplin:

  • Sie verfolgen und erreichen langfristige Ziele.
  • Sie setzen sich selbst weniger unter Druck.
  • Sie entscheiden objektiver.
  • Sie haben weniger Konflikte und bessere Beziehungen.
  • Sie finden bessere Lösungen.
  • Sie haben ein stabileres Nervenkostüm.
  • Sie regen sich seltener auf.

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Erkenntnisse über Impulskontrolle

Neben den klassischen Vorteilen haben Studien zahlreiche Effekte im Zusammenhang mit der Geduld eines Menschen identifiziert. Einige spannende, interessante und wissenswerte Erkenntnisse haben wir für Sie aufgelistet:

  • Schlafmangel macht ungeduldiger.
    Spät abends oder nach einer zur kurzen Nacht können wir Impulse schlechter kontrollieren. Ausgeschlafen ist die Geduld größer, so Forscher am Walter-Reed-Institut.
  • Frühe Ungeduld hält bis ins Erwachsenenalter.
    Sind schon Kinder besonders ungeduldig, zeigt sich das oft auch im Erwachsenenalter. Zudem brauchen diese Menschen länger, um zu priorisieren und Irrelevantes auszublenden. Das fand BJ Casey heraus.
  • Ungeduldige leben ungesünder.
    Untersuchungen von David Laibson und Christopher Chabris zeigten einen nachweislichen Zusammenhang zwischen Ungeduld und einem ungesunden Lebensstil. Eine andere Studie von Matthias Sutter zeigte sogar, dass Ungeduldige häufiger Geld für Zigaretten und Alkohol ausgeben als Geduldige.
  • Ungeduld beschleunigt das Altern.
    Reißt der Geduldsfaden besonders häufig, kommt es zu einer beschleunigten Zellalterung. Betroffene altern schneller als geduldige Menschen. Frauen sind davon stärker betroffen als Männer.
  • Geduld verbessert die Bildung.
    Geduld wirkt positiv auf den Bildungsabschluss. Ungeduldige Jugendliche brechen wahrscheinlicher die Highschool- oder College-Ausbildung ab. Das zeigte eine Langzeitstudie von Brian Cadena und Bejamin Keys.

Geduld Psychologie: Der Marshmallow-Test

In der Psychologie ist das Phänomen der Geduld als Fähigkeit zum Gratifikationsverzicht bekannt. Legendär ist dazu der sogenannte Marshmallow-Test oder Marshmallow-Effekt. Kinder hatten im Test die Wahl: Einen Marshmallow sofort essen oder warten, bis der Versuchsleiter zurückkommt und als Belohnung einen zweiten Marshmallow erhalten.

Einige griffen sofort zu, andere waren geduldig, verzichteten auf die sofortige Nascherei und bekamen am Ende den doppelten Lohn. 14 Jahre später zeigte sich bei einem Vergleich derselben Kinder: Die Geduldigen waren selbstbewusste und empathische Persönlichkeiten, die weiterhin eine Belohnung aufschieben konnten, um ihrem Ziel näher zu kommen.

Die ungeduldigen Sofortesser waren emotional instabiler, unentschlossen und hatten schlechtere Noten. Das Ganze völlig unabhängig von ihrer Intelligenz. Allein Geduld und die Fähigkeit zum Gratifikationsverzicht ist eine veritable Erfolgseigenschaft.

Geduld: Sprüche, Zitate und Aphorismen

Die Geduld beschäftigt die Menschen seit jeher – und zwar überall auf der Welt. Auf Englisch und Französisch „patience“ oder auf Arabisch „sabr“, gemeint ist immer das Gleiche. So haben sich bereits viele bekannte Persönlichkeiten ihre Gedanken zur Geduld gemacht. Herausgekommen sind Sprüche und Zitate:

  • „Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“ (Konfuzius)
  • „Glaube nur, du hast viel getan, Wenn dir Geduld gewöhnest an.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Was lange währt, wird endlich gut.“ (Ovid)
  • „Bist du geduldig im Augenblick des Zorns, so wirst du dir hundert Tage Kummer ersparen.“ (Chinesisches Sprichwort)
  • „Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.“ (Deutsches Sprichwort)
  • „Was nicht zu ändern ist, trägt man am besten mit Geduld.“ (Titus Maccius Plautus)
  • „Geduld ist ein Baum mit bitteren Wurzeln, der süße Früchte trägt.“ (Persisches Sprichwort)
  • „An der Grenze der Geduld beginnen die Konflikte.“ (Oscar Wilde)

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[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]

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