Empathie lernen: Test, Bedeutung, Tipps, Vorteile

Empathie ist die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen und Motive anderer Menschen zu erkennen, nachzuempfinden und sich darauf einzulassen beziehungsweise darauf angemessen („empathisch“) zu reagieren. Es ist eine Art vorausschauende Emotionsreaktion. Ohne dieses Einfühlungsvermögen (oder: Einfühlsamkeit) ist ein funktionierendes Miteinander unmöglich. Mehr noch: Empathie ist ein Karrierefaktor. Eine Bonner Studie um Gerhard Blickle kommt zum Ergebnis: Wer sich gut in die Gefühle anderer hineinversetzen kann, steigt im Beruf schneller auf…

Empathie lernen: Test, Bedeutung, Tipps, Vorteile

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Empathie Definition: Was bedeutet, empathisch sein?

Empathische Menschen können sich gut in andere hineinversetzen, auf ihr Gegenüber einstellen, treffsicher auf sie eingehen und mit ihnen – feinfühlig – umgehen. Empathen sind zum Beispiel in der Lage Mimik lesen, unterschwellige emotionale Signale zu erkennen und Verhaltensweisen nachzuvollziehen. Die Fähigkeit lässt sie – besser als andere – echte und tiefe Verbindungen zu ihren Mitmenschen aufbauen. Umgangssprachliche Synonyme für Empathie sind Anteilnahme, Einfühlungsvermögen, Feingefühl, Sensibilität und Verständnis.

Laut Definition setzt sich die Fähigkeit aus vier Säulen zusammen:

  1. Wahrnehmung
    Kernfrage: Wie geht es dem/der anderen? Facetten: Gestik, Mimik, Körpersprache, Stimme, Aussagen, spürbare Emotionen
  2. Verständnis
    Kernfrage: Warum geht es ihm/ihr so? Facetten: Ursachen, Motive, Umstände
  3. Resonanz
    Kernfrage: Wie reagiere ich darauf? Facetten: Rücksicht, Worte, Handlung, Mitgefühl, Akzeptanz
  4. Antizipation
    Kernfrage: Wie wird mein Gegenüber auf mich reagieren? Facetten: Emotional, rational

Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass Empathie ein Schlüsselfaktor für Beruf und Erfolg ist. Was Kollegen, Vorgesetzte, Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner fühlen und denken oder welche Absichten sie verfolgen, ist nur selten transparent. Wer dies schneller ergründen kann, ist nicht nur im Vorteil. Es macht Empathen auf Anhieb sympathischer. Sie verstehen Hinter- und Beweggründe, kennen uns scheinbar gut und sorgen für Harmonie. Oder wie es umgangssprachlich heißt: „Die Chemie stimmt.“

Was ist der Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl?

Unter Wissenschaftlern wird oft zwischen Empathie und Mitgefühl unterschieden: Während Empathie zu einer angemessene Reaktion im Sinne von „Resonanzfähigkeit“ befähige, sei das Mitgefühl eine Art „mitleiden“ angesichts der Probleme anderer. Das laugt aus und birgt die Gefahr der emotionalen Erschöpfung oder gar eines Burnout. In der Psychologie spricht man auch von „pathologischem Altruismus“ oder „krankhafter Nächstenliebe“.

Empathisch zu sein, bedeutet eben nicht, das Gefühlsleben und die Positionen anderer Menschen zu übernehmen. Wir können sie durch diese Fähigkeit aber besser verstehen und ihr Denken oder Fühlen nachvollziehen. Möglich machen das unter anderem sogenannte Spiegelneuronen.

Kann man empathisch sein?

Voraussetzungen für Empathie sind eine gesunde Menschenkenntnis sowie eine gesunde Selbstwahrnehmung: Je offener man für seine eigenen Emotionen ist und je besser man sich selbst versteht, desto besser kann man die Gefühle anderer deuten und damit umgehen.

Empathie Bedeutung Definition Spruch

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Empathie Gegenteil: Zu viel des Guten?

Das Gegenteil von Empathie heißt Ekpathie. Die Eigenschaft muss nicht zwangsläufig negativ sein. Zwar gibt es empathielose Menschen, denen die Gefühle anderer egal sind. Ekpathie kann aber eine Art Selbstschutz sein, um der Manipulation und Ausnutzung anderer zu entgehen oder um Schicksalsschläge leichter zu überwinden (siehe: Resilienz). Empathielosigkeit kann sogar zu mehr Besonnenheit und Sachlichkeit führen.

Beispiel TV-Nachrichten: Manche Bilder von blutigen Auseinandersetzungen, von Kindesmissbrauch, Rassismus oder Hass sind nur schwer zu ertragen. Wir fühlen mit den Opfern mit, spüren ihr Leid. Die Empathie in uns, muss dann nicht zwingend zur Klärung des Konflikts beitragen. Die starken Gefühle können ebenso zum Brandbeschleungiger, zur Rachsucht oder Lynchjustiz mutieren.

Thiemo Breyer, Professor an der Uni Köln ist überzeugt, dass „Empathie forte“ polarisieren kann. Durch sie wird mancher Konflikt eher noch angeheizt, die Fronten verhärten sich. Empathie hat also nicht nur positive Seiten. Es sei auch diese Eigenschaft, die Sadismus ermöglicht: Ohne das Einfühlungsvermögen wüsste der Sadist nicht, wie er sein Opfer am meisten quälen kann.

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Empathie Arten: Wie zeigt sich Empathie?

Innerhalb der Empathie werden drei Arten und Ausprägungen unterschieden:

  1. Die affektive Empathie

    Hierbei handelt es sich um die Fähigkeit, sich instinktiv und automatisch (affektiv) in seine Mitmenschen einzufühlen und mit Ihnen mitzufühlen beziehungsweise auf deren Gefühle angemessen zu reagieren. Es ist eine Art natürliches Talent.

  2. Die kognitive Empathie

    Die kognitive Empathie befähigt dazu, die Emotionen zu erkennen und die Gefühlswelt eines anderen zu verstehen. Allerdings nur rational – mit dem Verstand. Erst durch die sogenannte „emotionale Empathie“ wird es möglich, die Stimmungen selbst nachzuempfinden.

  3. Die soziale Empathie

    Diese Form beschreibt das Vermögen, sich auf Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Altersgruppen sowie verschiedene Temperamente und Charaktere einzustellen. Wissenschaftler wie der Psychologe Paul Bloom glauben, dass wir vor allem dann Empathie empfinden, je ähnlicher uns eine Person ist.

Tatsächlich hat Empathie viele Bestandteile und Facetten. Sie ist eine der stärksten Soft Skills, den „weichen“ Kompetenzen. Und im Berufsleben enorm hilfreich – erst recht, wenn dort ein Mangel an Empathie und Ellbogenmentalität herrschen. In dem Fall kann sie dazu beitragen, Konflikte frühzeitig zu deeskalieren und andere sprichwörtlich „mit ins Boot“ zu holen sowie ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem echte Teamarbeit, Konsens und gegenseitiges Vertrauen möglich sind.

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Empathie Test: Wie empathisch bin ich?

Wissen Sie, wie empathisch Sie wirklich sind? Um Ihnen bei der Selbsteinschätzung zu helfen, haben wir einen kompakten Empathie Test entwickelt. Dabei geht es nicht um einen wissenschaftlichen Nachweis, sondern darum, das Selbstbild zu schärfen oder zu korrigieren.

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um die folgenden Aussagen aufmerksam zu lesen und ehrlich zu entscheiden, welchen Sie zustimmen. Haken Sie diese gleich online im Browser ab und zählen Sie die Anzahl der Zustimmungen zusammen.

Welchen Aussagen stimmen Sie zu?

  • Ich bemerke sofort, welche Stimmung in einem Raum herrscht.
  • Wenn jemand weint, nimmt mich das sehr mit und ich werde ebenfalls traurig.
  • Ich verstehe auch das, was nur zwischen den Zeilen gesagt wird.
  • Wenn die Chance besteht, versuche ich anderen immer zu helfen.
  • Ich versuche es anderen so gut es geht recht zu machen, um Konfliktsituationen zu vermeiden.
  • Die Freude eines anderen Menschen tut mir gut und bringt mich selbst zum lächeln.
  • Sollte es Streit geben, versuche ich neutral zu bleiben und eine gemeinsame Lösung zu finden.
  • Ich kann ein Geheimnis sehr gut für mich behalten, weil ich weiß, wie wichtig es für andere ist.
  • Es belastet mich, wenn es Menschen in meinem Umfeld schlecht geht oder diese ungerecht behandelt werden.
  • Ich kann gut nachvollziehen, was anderen Menschen besonders zu schaffen macht.
  • Mir fallen Veränderungen in der Körpersprache auf und ich kann diese interpretieren.
  • Ich kenne meine Wünsche und Ziele, nehme aber auch die Bedürfnisse anderer sehr deutlich wahr.
  • Viele Menschen in meinem Umfeld vertrauen mir.
  • Ich bemerke sofort, wenn jemand versucht mich anzulügen.
  • Freunde und Kollegen schätzen an mir, dass ich ein guter Zuhörer bin.

Empathie Test Auswertung

Die Anzahl der Zustimmungen und Haken zeigt, welches Ergebnis persönlich zu Ihnen passt.

E-Test: Wie empathisch ist mein Gegenüber?

Um herauszufinden, wie empathisch Ihr Gegenüber ist, können Sie wiederum den sogenannten E-Test machen. Den hat der Sozialpsychologe Adam Galinsky an der Kellogg of Management entwickelt. Bitten Sie dazu Ihr Gegenüber, ein „E“ auf die eigene Stirn zu malen. Danach betrachten Sie, wie herum der- oder diejenige das E gemalt hat.

Malt Ihr Gegenüber das „E“ so, dass er den Buchstaben vor seinem geistigen Auge lesen kann? Oder malt Ihr Gegenüber das „E“ spiegelverkehrt, sodass Sie es richtig herum lesen können? Psychologen verrät das viel darüber, ob jemand die Fähigkeit besitzt, die Welt auch von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Beziehungsweise ob sich die Person, nur für sich interessiert oder selbst bei einem so harmlosen Empathie Test im Blick behält, dass andere zuschauen, mitlesen, mitspielen (siehe Video).

Empathischer werden: Ist Empathie erlernbar?

Der Umgang mit Menschen, speziell Empathie ist erlernbar – wie Sozialkompetenz auch. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist Selbstreflexion. Der zweite: die Bereitschaft, an sich zu arbeiten.

Oft verbessert sich die Empathie schon mit zunehmendem Alter, weil man auf einen wachsenden Erfahrungsschatz und Menschenkenntnis zurückgreifen kann. Das hat weniger mit „Altersmilde“ zu tun als vielmehr mit kristalliner Interlligenz. Empathie lernen lässt sich aber auch so:

  • Hören Sie zu

    Aktives Zuhören ist eine Grundvoraussetzung für Empathie. Dabei geht es nicht um Schweigen oder Lauschen. Gute Zuhörer sind immer gute Fragensteller: Sie erkundigen sich, wenn sie etwas nicht verstanden haben und wiederholen mit eigenen Worten, was sie verstanden haben. Das vermittelt beides: Verständnis und Wertschätzung.

  • Seien Sie offen

    Nur wenn Sie unvoreingenommen auf andere zugehen, werden Sie eine Beziehung aufbauen können. Selbst an Kollegen, die Sie als schwierig empfinden, können Sie auf den zweiten Blick positive Eigenschaften erkennen. Diese werden Sie nur sehen, wenn Sie nicht an einem vorgefertigten Bild und Vorurteilen festhalten.

  • Nehmen Sie sich Zeit

    Empathie kommt nicht von heute auf morgen. Es kostet Zeit, sich selbst und andere Persönlichkeiten besser kennenzulernen. Wer lange Zeit nur oberflächliche Kontakte gepflegt hat, sollte sich die Zeit nehmen, um empathisches Denken und Handeln Schritt für Schritt zu erlernen. Bei beruflichen Beziehungen hilft es, anfangs den informellen Austausch zu suchen. Das kann ein Gespräch beim Kaffee, eine gemeinsame Mittagspause oder ein Feierabendbier sein. In diesen Situationen öffnen sich viele und zeigen mehr Emotionen.

  • Beobachten Sie

    Auch wer seine Mitmenschen beobachtet, entwickelt ein besseres Verständnis. Welche Gewohnheiten haben sie? Wie arbeiten sie? Wie reagieren sie in bestimmten Situationen oder auf verschiedene Auslöser? Wer erkennt, dass der Büronachbar morgens erst mal einen Kaffee braucht und in Ruhe seine E-Mails lesen möchte, kann darauf Rücksicht nehmen, statt diesen direkt zu belagern.

  • Zeigen Sie Interesse

    Was ist Ihren Kollegen wichtig? Was begeistert sie? Wer sich für seine Mitmenschen interessiert, kann leichter deren Emotionen erkennen und nachvollziehen. Viele sprechen gerne über Hobbys und Leidenschaften. Haken Sie aufmerksam nach und achten Sie darauf, welche Gefühle mit den Themen verbunden sind.

  • Hinterfragen Sie

    Konflikte entstehen häufig durch Missverständnisse. Versuchen Sie zwischen den Zeilen zu lesen, Motive zu hinterfragen und nachzuempfinden. Oft bleiben die waren Bedürfnisse unausgesprochen. Eine hilfreiche Methode hierfür ist das sogenannte 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun. Dabei wird jede Aussage von vier Seiten betrachtet – und so besser verstanden.

  • Spiegeln Sie Ihr Gegenüber

    Wenden Sie den Trick von Robert de Niro an: Der US-Schauspieler erzählte einmal, dass er die Körpersprache seines Gegenübers nachahmt, um diesen besser zu verstehen. Wer subtil die Gestik und Mimik seines Gegenübers synchronisiert, kann sich besser in diesen hineinversetzen. So wird eine emotionale Übereinstimmung zwischen zwei Menschen geschaffen.

  • Drücken Sie Verständnis aus

    Wer sich verstanden fühlt, öffnet sich. Erzählt Ihnen zum Beispiel ein Kollege von einem Erlebnis und Sie sagen: „Ich kann das sehr gut nachvollziehen“, entsteht Verbundenheit (natürlich nur, wenn das keine Floskel ist). Der oder die andere fühlt sich in Ihrer Gegenwart sofort wohler – und Sie gewinnen dadurch mehr Empathie.

Vorteile und Nachteile von Empathie

Emotionale Schwingungsfähigkeit hat Vorteile, die nicht nur den privaten, sondern auch den beruflichen Erfolg begünstigen. Wer sich in sein Gegenüber hineinversetzen kann, nimmt Sorgen und Nöte, aber natürlich auch Gefühle wie Freude und Aufregung besser wahr.

Vorteile der Empathie

Für Mitarbeiter

  • Netzwerken: Empathie ist Grundlage für stabile Beziehungen. Das hilft enorm beim Netzwerken: Das Einfühlungsvermögen erleichtert den Umgang mit Fremden und neuen Kollegen.
  • Teamfähigkeit: Im Team führt die Empathie zu mehr Verständnis und größerer Hilfsbereitschaft untereinander. Konflikte werden ebenfalls schneller gelöst.

Für Führungskräfte

  • Kernkompetenz: Empathie gilt als Voraussetzung für Führungskompetenz bei Vorgesetzten.
  • Konfliktlösung: Dank des Einfühlungsvermögens werden Konflikte frühzeitig erkannt und die wahren Ursachen konstruktiv gelöst. Nicht nur die Symptome.
  • Motivation: Empathischen Führungskräfte gelingt es einfacher, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Aufgrund dieser Fähigkeit werden sie sympathischer wahrgenommen.

Auch hier ist es wie bei allem: Die Dosis macht das Gift. Zu viel Empathie und Mitgefühl können zum Problem werden. Im Privaten wie im Job. Bei Letzterem drohen veritable Nachteile.

Nachteile der Empathie

Für Mitarbeiter

  • Abgrenzung: Übermäßiges Einfühlungsvermögen kann zur Belastung werden. Betroffene richten sich zu sehr auf die Gefühle anderer aus und können nur schwer nein sagen. Folge: Sie erreichen schneller ihre Belastungsgrenze.
  • Gutgläubigkeit: Wer besonders empathisch ist, fällt leichter auf Schauspieler und Ausbeuter herein. Solche Menschen sind anfällig für Manipulation. Die Folge: Überarbeitung.

Für Führungskräfte

  • Führungsschwäche: Allzu empathische Vorgesetzte geraten schnell in die Defensive: Sie müssen unpopuläre Entscheidungen von oben umsetzen, tun es aber nur zögerlich. Im schlimmsten Fall glänzen sie mit Absentismus.

Empathie Beispiele: Nützliche Studien

Bis hierhin haben Sie schon viel über das Einfühlungsvermögen gelernt. Die folgenden wissenswerten Erkenntnisse und Fakten aus der Psychologie zum Thema wollen wir Ihnen trotzdem nicht vorenthalten:

Romane verbessern Empathie

Wer regelmäßig Romane liest, verbessert nicht nur seinen Sprachschatz, sondern steigert auch seine Empathiefähigkeit. Das geht aus Studien um Raymond Mar hervor. Bemerkenswert daran: Bei den Lesern von Sachbüchern stellten die Wissenschaftler einen gegenteiligen Effekt fest.

Armut fördert Empathie

Traurig, aber wahr: Der sozioökonomische Status wirkt sich auf das Empathievermögen aus. Das fand der britische Psychologe Antony S. R. Manstead von der Universität Cardiff heraus. Seine Studien ergaben, dass ärmere Menschen schneller Blickkontakt aufnehmen und eher auf andere zugehen. Reichere Menschen waren eher verschlossen. Die Erklärung: Wer wenig zum Leben hat, sei eher auf die Hilfe anderer angewiesen. Reiche hingegen würden Empathie in Form von Wohltätigkeit nur dann zeigen, wenn es eine entsprechende Öffentlichkeit gäbe, wie beispielsweise auf einer Spendengala.

Sprachmelodie verrät Empathie

Laut einer Studie von Lisa Aziz-Zadeh von der Universität von Südkalifornien verrät schon die Art, wie ein Redner seine Sätze betont, dessen Empathie. Wer zum Beispiel seine Aussprache besonders deutlich modulierte, war auch besonders empathisch.

Empathie senkt Stress

Laut Untersuchungen um Sarina Rodrigues von der Oregon State Universität können empathische Menschen besser mit Stress umgehen. Verantwortlich dafür ist ein spezielles Gen, dass die Betroffenen nicht nur empathischer macht, sondern ihnen ebenso dabei hilft, störende Eindrücke auszublenden.

Synästhetiker sind empathischer

Synästhesie – also die Fähigkeit einen Sinnesreiz mehrfach wahrzunehmen und zum Beispiel einem Geschmack eine Farbe zuzuordnen – ist zugleich ein veritables Indiz für hohe Empathiewerte. Das fanden Michael Banissy und Jamie Ward vom University College in London in ihren Studien heraus. Das deckt sich mit Studien von Wen Zhou und Denise Chen von der Rice Universität in Houston, wonach empathische Menschen ein besonders ausgeprägtes Geruchsgedächtnis besitzen. Rund vier Prozent der Menschen in Deutschland sind übrigens Synästhetiker.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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