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Autorität: Definition, Bedeutung, 5 Formen und Beispiele

Autorität bedeutet Macht. Manche Menschen bekommen sie durch Amt und Würden: Lehrer, Richter oder Minister zum Beispiel. Andere Menschen besitzen eine natürliche Autorität. Wir respektieren sie automatisch als Autoritätsperson. Aber warum? Wir klären die Bedeutung und zeigen fünf Formen der Autorität – mit Beispielen, wie sie auf Menschen Einfluss nehmen…



Autorität: Definition, Bedeutung, 5 Formen und Beispiele

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Definition: Was bedeutet Autorität?

Autorität bedeutet eine übergeordnete soziale Stellung mit der Fähigkeit, Einfluss auf andere Menschen zu nehmen und deren Verhalten nach eigenen Vorstellungen zu steuern. Es ist die Macht, den eigenen Willen durchzusetzen und andere zu beeinflussen – auch gegen deren Willen.

Wer Autorität besitzt, ist einer anderen Person überlegen oder übergeordnet. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort „auctoritas“ = Einfluss, Macht oder auch Ansehen.

Autorität Synonyme

Häufige Synonyme für Autorität sind: Befehlsgewalt, Durchsetzungskraft, Einflussgröße, Experte, Führerschaft, Geltungsperson, Machtposition, Machtstellung, Meister, Obrigkeit oder Regent.

Das Gegenteil von Autorität ist: Amateur, Laie oder Dilettant.


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Autorität ausstrahlen oder haben?

Wesentliches Merkmal der Autorität ist, dass es sich um eine zugesprochene oder zugewiesene Eigenschaft handelt. Sie entsteht nur, wenn andere diese Stellung anerkennen. Die übergeordnete Stellung haben wir entweder durch Ausstrahlung (natürliche Autorität) oder durch eine herausgehobene soziale Stellung oder Funktion, die andere als Autorität respektieren.

Beispiel Eltern: Kleine Kinder hören auf das, was Mama oder Papa sagen. Deren Autorität ist natürlich und groß. Mit der Pubertät wird das zunehmend hinterfragt. Wird die Stellung als Autoritätsperson untergraben oder nicht mehr akzeptiert, sinken zugleich Macht und Einfluss. Autorität kann also – trotz bestehender Funktion (Eltern) – auch verloren werden.

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5 Formen der Autorität

Eine autoritäre Stellung kann man auf unterschiedliche Arten ausüben oder erlangen: durch ein Amt oder eine Funktion in einer Organisation (Beispiel Führungskraft), durch überlegenes Wissen (Beispiel: Expertise) oder durch besondere Kompetenzen.

In der Psychologie werden klassisch drei Formen der Autorität unterschieden (personale, epistemische und positionale). Es gibt aber noch weitere Arten. Wir stellen fünf Formen genauer vor:

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1. Personale Autorität

Diese Form basiert auf personengebundenen Merkmalen, die einen Menschen auszeichnen und seinen Einfluss auf andere begründen. Das können seine Körpergröße, die körperliche Kraft, aber auch das Alter oder die gesammelten Erfahrungen sein.

Beispiel: Im Freundeskreis oder in der Clique gibt es einen Jungen, der größer und stärker ist, als alle anderen. Allein durch diese personengebundenen Merkmale gewinnt er an Einfluss. Er wird von den anderen respektiert, niemand will ihm widersprechen.

2. Epistemische Autorität

Diese Form wird auch „professionelle“ oder „funktionale Autorität“ genannt. Macht und Einfluss entstehen hierbei aus größerem Wissen, einer besseren Bildung oder umfangreicheren Fähigkeiten. Aufgrund der fachlichen Qualifikationen werden Personen in ihrer Rolle anerkannt. Ihr Wissen kann beeindrucken oder gibt Menschen Sicherheit, weil sie sich darauf verlassen können.

Beispiel: Die Kollegin ist eine absolute Expertin auf ihrem Fachgebiet. Sie weiß alles und ist über jede Entwicklung informiert. Was sie zu ihrem Thema sagt, hat Gewicht. Ihre Position ist aufgrund ihrer Expertise unangefochten.

3. Positionale Autorität

Die positionale Form von Autoritätspersonen beruht auf einem Amt, Rang oder einer Position, die sie inne haben. Die Persönlichkeit oder Kompetenz spielen hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Wer das Amt bekleidet, hat automatisch Einfluss. Die Macht geht nicht vom Amtsinhaber, sondern vom Amt aus.

Beispiel: Polizisten oder Richter. Durch ihre Funktion und soziale Stellung sind sie automatisch Autoritätspersonen. Ähnliches gilt für Ärzte, Lehrer oder Eltern. Allein die Tatsache, dass es die eigenen Eltern sind, beeinflusst Kinder.

4. Natürliche Autorität

Manche Menschen besitzen natürliche Autorität: Ihr Auftreten, ihre Ausstrahlung und ihr Charisma signalisieren anderen Macht und Einfluss. Diese Form hat viel mit emotionaler Intelligenz, mit sozialer Kompetenz und Bewunderung zu tun: Wir bewundern jemanden für seine Selbstsicherheit und schreiben ihm oder ihr automatisch Autorität zu. Die Form ähnelt der personalen Autorität, weil das Auftreten mit personenbezogenen Merkmalen verbunden ist.

Beispiel: Ein Kollege vertritt seine Standpunkt stets professionell, plausibel und mit großer Überzeugung. Durch seine positive und sympathische Ausstrahlung glauben ihm alle sofort. Er besitzt die Autorität auch ohne Amt. Synonym wird von solchen Menschen aus als „Schattenminister“ oder „heimliche Spielführer“ gesprochen.

5. Aggressive Autorität

Große Autorität kann ebenso erzwungen werden – durch Druck, Drohungen oder körperliche und psychische Gewalt. Bei dieser Form entsteht der Einfluss aus Angst vor den möglichen Folgen, wenn Anweisungen oder Regeln nicht befolgt werden. Allerdings schwindet diese Macht auch sofort, wenn das Druckmittel nicht mehr wirkt.

Beispiel: Tyrannen, Despoten oder Diktatoren herrschen über ihren Staat mit dieser Form der Macht und werden dabei meist von Militär und Polizei unterstützt. Wer Widerstand leistet, wird mit Gefängnis, Folter oder gar Todesstrafe bedroht. Eine mildere Form gibt es im Job: Führungskräfte mit autoritärem Führungsstil regieren durch Anweisungen, Kontrolle und falls nötig mit harscher Kritik, Abmahnung und Kündigungsdrohung.

Mischformen bei vielen Autoritätsinhabern

Die genannten Autoritätsformen können einzeln auftreten, in vielen Fällen sind es aber Mischformen. So kann eine Führungskraft zum Beispiel natürliche Autorität besitzen und zugleich durch die Position, Hierarchie, durch Wissen und Erfahrungen wirken. Ebenso Lehrer: Durch ihre Rolle werden sie bereits respektiert. Gleichzeitig können sie die Machtstellung durch Notenvergabe oder Strafen verstärken. Oder ergänzen ihre Autoritätsform durch zusätzliches Fachwissen.
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Welchen Einfluss hat Autorität?

Autorität kann von Menschen, Gruppen, Organisationen oder Institutionen ausgehen. In allen Fällen üben sie Macht und Einfluss auf jene aus, die ihnen unterstellt oder untergeben sind – zum Beispiel durch Gesetze und bestimmte Machtbefugnisse, denen sich alle freiwillig beugen oder beugen müssen.

Beispiel Vereinte Nationen: Der internationalen Organisation (kurz: UN) gehören 193 Staaten an. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Obwohl alle Mitgliedstaaten souverän sind, wird die Autorität der UN von ihnen anerkannt. Die Versammlung besitzt großen Einfluss.

Autorität: Vorsicht vor Machtmissbrauch!

Autorität ist ein normaler Faktor in zwischenmenschlichen Beziehungen. In sozialen Gemeinschaften gibt es immer Hierarchien sowie unterschiedliche Rollen. Dadurch kommt es automatisch zu Über- und Unterordnung. Das ist nichts Schlechtes, oft sogar notwendig.

Die meisten Menschen suchen nach Führung oder Vorbildern, denen sie folgen können. Der Einfluss dient in der Regel dazu, andere im positiven Sinn zu leiten oder zu schützen. Eltern zum Beispiel wollen keine Macht über ihre Kinder ausüben, sondern ihnen Werte vermitteln oder sie durch Regeln vor Gefahren bewahren.

Macht korrumpiert

Allzu große Macht oder eine Autoritätsposition können aber auch ausgenutzt werden. Dann wird die natürliche Macht oder Machtstellung zum eigenen Interesse eingesetzt. Vorgesetzte können zum Beispiel unliebsame Mitarbeiter drangsalieren (siehe: Bossing) und bis zur Kündigung treiben.

In großem Stil kann der Macht- und Autoritätsmissbrauch sogar ganze Länder betreffen. Ein autoritäres Regime begrenzt zum Beispiel die Meinungsfreiheit. Meist wird die Presse von der Regierung kontrolliert und es gibt eine starke Zensur. Durch Gesetze, Regeln und Bestrafung wird den Bürgern das gewünschte Verhalten aufgezwungen.

Was passiert, wenn Menschen Macht bekommen?

Schon vor einiger Zeit untersuchte Deborah Gruenfeld von der Stanford Universität, was passiert, wenn Menschen mächtiger werden. Laut ihren Studien sind es vor allem drei Änderungen im Verhalten, die die Macht hervorruft:

  1. Egozentrik
    Menschen mit Macht und Autorität fokussieren sich mehr auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse.
  2. Egoismus
    Mächtige kümmern sich zunehmend weniger um die Bedürfnisse ihrer Untergebenen.
  3. Eigenmächtigkeit
    Sie halten sich selbst weniger an die Regeln, deren Einhaltung sie von allen anderen aber weiterhin erwarten.

Macht macht Menschen mies. In der Fachsprache wird dies auch das „Paradoxon der Macht“ genannt (siehe auch: Kekstest). Natürlich kann man fragen, ob Macht und Autorität nur offenlegen, was vorher schon im Charakter angelegt war. Gleichzeitig hat Macht die Macht, Menschen zu verändern: Viele werden davon regelrecht besoffen. Mit steigender Autorität und mehr Einfluss sinken Empathie und Moral. Sind Menschen in einer unangreifbaren Machtposition angekommen, können sie dem Machtmissbrauch nur selten widerstehen. Im Extrem werden manche gar zu Soziopathen.

Milgram-Experiment: Konformität und Gehorsam

Wie gefährlich Machtmissbrauch und blinder Gehorsam gegenüber Autoritäten sein können, zeigt das Experiment von Stanley Milgram an der Yale Universität: Die Teilnehmer sollten auf Anweisung des Studienleiters (vermeintliche) Stromschläge als Bestrafung erteilen, wenn andere Probanden im Nebenraum einen Fehler machten. 62 Prozent folgten diesen Vorschriften – selbst dann noch, wenn die Schauspieler im Nebenraum vor (simulierten) Schmerzen schrieen. Die Erkenntnis: Aus übertriebenem Pflichtbewusstsein und blinder Autoritätsgläubigkeit handeln Menschen gegen eigene moralische Werte und Normen.


Kann ich meine Autorität untergraben?

Autorität ist kein Dauerzustand. So wie sie erworben wird, können wir sie auch wieder verlieren oder gar selbst untergraben. Das geschieht zum Beispiel bei dem schon angesprochenen Machtmissbrauch und Ausnutzen der Autorität zum eigenen Vorteil. Deshalb führen etwa Korruption und Bestechung im Amt sowie Amtsmissbrauch in einem Rechtsstaat unmittelbar zur Entfernung aus dem Amt. Andernfalls könnte das sogar die Autorität des Staates untergraben.

Dasselbe passiert bei einer einzelnen Person, die ihre Glaubwürdigkeit und Authentizität verspielt. Ist die Expertise beispielsweise nur vorgespielt (Hochstapler) oder wird sie nur zum eigenen Vorteil eingesetzt, stürzen die Betroffenen ebenso tief, wie sie vorher aufgestiegen sind.

Häufige Fragen zum Thema Autorität

Was ist mit Autorität gemeint?

Autorität meint eine Person, Gruppe oder Institution mit übergeordneter sozialer Stellung. Diese kann aufgrund ihrer Macht oder Befugnisse Einfluss auf andere ausüben – allerdings nur, weil diese Machstellung von anderen anerkannt oder gesetzlich akzeptiert ist.

Was ist der Unterschied zwischen Autorität und Macht?

Der Unterschied zwischen Macht und Autorität besteht in der Ausübung von Zwang: Wer Macht besitzt, kann seinen Einfluss auch ohne Zustimmung der anderen ausüben. Der Gehorsam gegenüber Menschen mit Autorität basiert dagegen auf Zustimmung.

Was macht Autorität aus?

Autorität kann über verschiedene Wege erworben werden: Entweder durch ein Amt oder eine Funktion in einer Organisation – oder durch natürliche Autorität aufgrund von Wissen, Expertise, sozialer Intelligenz oder Charisma. Wer sie besitzt, kann andere Menschen führen, Veränderungsprozesse steuern oder Vorbild sein.

Was bedeutet persönliche Autorität?

Persönliche Autorität bezieht sich meist auf personenbezogenen Merkmale – zum Beispiel körperliche Größe, Kraft oder Alter. Damit können aber auch die persönliche Ausstrahlung und ein selbstsicheres Auftreten gemeint sein, was ebenfalls Autorität ausstrahlt.

Warum ist Autorität wichtig?

Autoritäten vermitteln Sicherheit und geben einer Gesellschaft kollektiven Schutz. Ohne allgemein anerkannte Regeln und Autoritätspersonen, die für deren Einhaltung sorgen, drohen Anarchie und Willkür. Im Privaten profitieren wir von den Erfahrungen und dem Wissen anderer Menschen, die wir als Autorität respektieren.


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[Bildnachweis: Nicoleta Ionescu Shutterstock.com]

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