Respekt bitte! 7 Tipps für mehr Ansehen (im Job)

Respekt ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wir wünschen uns den Respekt von unserem Partner ebenso wie im Job von den Kollegen und Vorgesetzten oder von Fremden. Respektiert zu werden, bedeutet als grundsätzlich wertvolles Individuum anerkannt und mit entsprechender Würde behandelt zu werden. Ein mindestens „anständiger“, besser noch liebevoller Umgang im Miteinander sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist er aber nicht. Vor allem im Job wünschen sich die Menschen heute gleich an zweiter Stelle „mehr Respekt“ – nach „sinnvollen Aufgaben“. Was aber bedeutet Respekt überhaupt? Wie lässt sich Respekt verdienen? Und wie können wir mit zunehmender Respektlosigkeit umgehen? Wir haben uns der Fragen angenommen und sie hier beantwortet – samt 7 Tipps, wie Sie sich mehr Respekt verschaffen können…

Respekt bitte! 7 Tipps für mehr Ansehen (im Job)

Anzeige

Was ist Respekt?

Der Begriff „Respekt“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen („respectus“) und bedeutet soviel wie „Rücksicht“, „Rückschau“ oder „Berücksichtigung“. Daraus werden gleich zwei wesentliche Eigenschaften des Respekts deutlich:

  • Respekt ist eine Form der Beurteilung. So wie Anerkennung und Wertschätzung besitzt man Respekt nicht automatisch. Vielmehr wird er einem zugewiesen – oder umgangssprachlich „verdient“.
  • Respekt basiert auf vergangenen Leistungen, Taten, Erfolgen. Er „berücksichtigt“ (in der „Rückschau“) erworbene Ehre, Akzeptanz oder Achtung.

Respekt haben Menschen in der Regel gegenüber anderen Menschen (Respektspersonen). Er kann sich aber auch auf Institutionen (Unternehmen, Ämter, Organisationen), Instanzen (rechtlich oder hierarchisch höher gestellte Ebenen), Tiere und Pflanzen oder sogar auf Herausforderungen und (unbekannte) Aufgaben beziehen.

3 Arten von Respekt

Respekt hat zugleich unterschiedliche Ausprägungen und Stärken (was sich ebenso in den zahlreichen Synonymen spiegelt):

➠ Schwach: Akzeptanz, Toleranz, Würdigung
➠ Normal: Achtung, Anerkennung, Wertschätzung
➠ Stark: Bewunderung, Hochachtung, Ehrfurcht, Unterwerfung, Angst

Tatsächlich wird großer Respekt nicht selten von Angstgefühlen begleitet. Wer etwa „Respekt vor einer Aufgabe“ hat, bekundet damit zugleich die Sorge vor dem Scheitern. Ähnlich ist es bei dem „Respekt vor Hunden“: Nicht wenige äußern damit eigentlich die Angst davor, angefallen oder gebissen zu werden. Und der „Respekt vor Eltern oder Vorgesetzten“ beinhaltet meist die Angst, bei einem Fehlverhalten bestraft zu werden.

Respekt Synonyme

Achtung, Anerkennung, Ansehen, Autorität, Beachtung, Bewunderung, Ehre, Ehrung, Ehrerbietung, Ehrfurcht, Format, Geltung, Gewicht, Glorie, Heidenrespekt, Hochachtung, Nimbus, Prestige, Rang, Referenz, Renommee, Reputation, Ruhm, Stand, Stellung, Verehrung, Wertschätzung, Würdigung

Antonyme sind: Demütigung, Geringschätzung, Herablassung, Kränkung, Missachtung, Respektlosigkeit, Verachtung.


Ist Respekt ein Gefühl?

Respekt ist zuerst eine Entscheidung. Da Respekt erworben werden muss, entscheiden wir zunächst darüber, wen oder was wir respektieren beziehungsweise welche Charaktereigenschaften, Leistungen, Erfahrungen oder Erfolge wir anerkennen und würdigen. Unser Respekt basiert damit auf einem persönlichen, individuellen Ehrenkodex. Erst im zweiten Schritt entstehen daraus tiefe Gefühle wie Bewunderung, Ehrfurcht oder Verehrung. Das Gefühl von Respekt basiert aber weiterhin wesentlich auf konkreten Moralvorstellungen oder einer allgemeinen Ethik.

Warum Respekt wichtig ist?

Gegenseitiger Respekt ist für zwischenmenschliche Beziehungen und eine funktionierende Gesellschaft unerlässlich. Er bestimmt das Miteinander zwischen Generationen und Geschlechtern, in der Familie, im Freundeskreis, im beruflichen Umfeld, in der Schule und in der Freizeit. Respekt ist der Sauerstoff unter den sozialen Elementen. Es ist ein zutiefst soziales Grundbedürfnis als eigenständige Person wahrgenommen und geschätzt zu werden. Dieser Wunsch entsteht mit der Geburt und begleitet uns ein Leben lang. Wir wollen ernst genommen und akzeptiert werden, dafür wer und so wie wir sind. Nicht jeder muss uns deswegen mögen – respektieren aber bitte schon.

Ein Mangel an Respekt wiederum nagt an unserem Selbstwertgefühl. Zweifel entstehen: Bin ich es wert? Bin ich gut genug? Habe ich es verdient? Haben andere mit ihrem respektlosen Verhalten vielleicht recht? Anerkennung und Wertschätzung von außen beeinflusst daher immer, was wir über uns selbst denken.

In dem Buch „Respekt“ schreibt der Autor René Borbonus zum Beispiel: „Respekt ist das Schmiermittel der Gesellschaft. Er definiert unsere Beziehungen und unser gesamtes Sozialverhalten wie kein anderer Faktor menschlichen Miteinanders.“ Auch der Psychologe Niels Van Quaquebeke von der Kühne Logistics University in Hamburg forscht seit Jahren über das Thema Respekt (am Arbeitsplatz). Dabei hat er zwei wesentliche Arten von Respekt identifiziert:

Vertikaler Respekt

Dieser Respekt erzeugt eine Art Hierarchiegefälle: Wir zollen anderen Respekt, weil wir ihre Erfahrungen, ihr herausragendes Wissen, besondere Fähigkeiten und Leistungen oder Eigenschaften und Talente würdigen und hoch schätzen, vielleicht sogar bewundern. Aufgrund von vertikalem Respekt folgen Menschen freiwillig den Respektspersonen – mindestens in den Bereichen, für die man sie achtet. Diese Form des Respekts zeigt sich gegenüber Gott, Eltern, Musikern, Autoren, Leistungssportlern, Prominenten sowie Experten und Würdenträgern.

Horizontaler Respekt

Hierbei nehmen wir unser Gegenüber weiterhin als gleichwertig wahr. Wir begegnen der Respektsperson auf Augenhöhe, schätzen und akzeptieren sie aber gleichzeitig. Horizontaler Respekt findet sich meist zwischen Freunden, Bekannten, Kollegen, Nachbarn, Fremden. Er kennt keine Abstufungen, dafür aber unterschiedliche Intensitäten. In seiner schwächsten Form drückt er sich durch pure Höflichkeit aus. Intensiver sind Achtung und Wertschätzung.

Verwechseln Sie Respekt bitte trotzdem nie mit Sympathie. Wir können Menschen für ihren Willen und ihr Durchhaltevermögen bewundern, ihre Meinung akzeptieren, ihre Erfahrungen und Errungenschaften anerkennen – und dennoch nie Freunde werden wollen.

Fehlender Respekt im Job kostet Milliarden

Diverse Studien haben gezeigt, dass Anerkennung und Wertschätzung im Job entscheidende Faktoren für die Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeitern sind. Wer sich von seinem Chef und seinen Kollegen respektiert fühlt, ist bereit, Entscheidungen mitzutragen, Informationen weiterzugeben, den Dialog zu suchen und sein Bestes zu geben.

Umgekehrt: Fühlen sich Mitarbeiter von Ihren Chefs respektlos behandelt – beispielsweise weil diese ihre Ideen nicht ernst nehmen, Leistungen ignorieren und über den Kopf hinweg Entscheidungen treffen -, wirkt das enorm demotivierend bis destruktiv. Bald schon schiebt die Belegschaft nur noch Dienst nach Vorschrift oder kündigt den Job.

Durch mangelnde Anerkennung und fehlenden Respekt entsteht Schätzungen zufolge jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von rund 100 Milliarden Euro. Das ist zum Beispiel das Ergebnis einer Gallup-Studie. Gegenseitiger Respekt sollte daher ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur sein und sich im Führungsstil spiegeln.


Anzeige

Lässt sich Respekt einfordern?

Respekt ist kein Privileg. Respekt bekommt man, er lässt sich weder erzwingen noch einfordern. Auch gibt es hierbei keinen Automatismus, Motto: „Respektierst du mich, respektiere ich dich.“ Dennoch ist dies der erste Schritt zu mehr Respekt. Respekt beruht auf Gegenseitigkeit: Wer von anderen „mehr Respekt“ verlangt oder generell respektiert werden will, muss diesen zunächst anderen entgegenbringen. Erst dann können wir darauf hoffen, ebenso behandelt zu werden. Eine Garantie darauf gibt es aber trotzdem nicht.


Respekt zu bezeugen ist heutzutage fast ebenso schwer, wie Respekt zu verdienen. (Joseph Joubert)



Nicht selten liegt der Grund hierfür in uns selbst. Respekt ist eine innere Haltung, nicht nur ein Lippenbekenntnis. Menschen spüren durchaus, ob unser Lob oder die gezeigte Wertschätzung echt und authentisch sind oder nur aufgesetzt.

Wer nur respektvoll auftritt, um selbst mehr Respekt zu erhalten, wird schnell auf Ablehnung stoßen und durchschaut werden. Aufrichtiger Respekt seinen Mitmenschen gegenüber ist nur möglich, wenn man aus einer Grundüberzeugung heraus handelt, den anderen als „wertvoll“ anzunehmen – ohne (opportune) Hintergedanken. Sogar wenn sich daraus eigene Nachteile ergeben.

Wertschätzung und Respekt

Respekt und Wertschätzung sind enge Verwandte. Vielen fällt es jedoch schwer, beides auszudrücken. Das Ergebnis sind oft hohle Phrasen und Floskeln vom Typ „gut gemacht!“. Es gibt aber Alternativen. Drei Tipps, wie Sie Wertschätzung und Respekt zum Ausdruck bringen können:

  • Seien Sie ehrlich
    Wertschätzung muss zuerst ehrlich sein. Alles andere bewirkt das genaue Gegenteil. Körpersprache, Mimik und Gestik zeigen unserem Gegenüber, was wir wirklich denken. Nur wenn wir echte Wertschätzung empfinden, werden wir diese auch glaubhaft formulieren.
  • Werden Sie konkret
    Auch wenn es das bei Wertschätzung nicht zwingend braucht – es hilft: Sagen Sie explizit, warum und wofür Sie jemanden schätzen. Das sollten allerdings keine oberflächlichen Komplimente sein. Je tiefer und konkreter Sie Gelungenes, Geleistetes und Bewundernswertes ansprechen, desto mehr fühlt sich Ihr Gegenüber respektiert.
  • Verneigen Sie sich
    Natürlich nicht wörtlich – es sei denn Sie begrüßen hochrangige Adlige oder einen Japaner. Aber die japanische Geste kommt nicht von ungefähr: Glaubwürdiger Respekt wird zugleich von kurzfristiger Demut begleitet. Indem Sie sich mental oder verbal vor dem anderen „verneigen“, drücken Sie die sprichwörtliche „Hochachtung“ aus und beweisen echte Wertschätzung.
Anzeige

Was ist respektloses Verhalten?

Respekt ist – leider – keine Selbstverständlichkeit. Respektlosigkeit offenbart sich beispielsweise daran, dass sich eine Person über die andere stellt, diese unsachlich kritisiert oder niedermacht oder daran, dass Menschen ungleich behandelt werden. Das geht schon bei Kleinigkeiten los – wie einer fehlenden Anrede, Missachtung von guten Manieren, Anzüglichkeiten oder verbalen Übergriffen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist letztlich daraus entstanden. Der Staat räumt damit – indirekt – ein, dass Menschen immer wieder ungleich und respektlos behandelt werden – wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Identität oder wegen ihres Alters.

Respektloses Verhalten muss sich aber nicht zwangsläufig verbal manifestieren – in wüsten Beschimpfungen oder Beleidigungen. Es kann sich ebenso nonverbal äußern: durch Unfairness, Ignoranz, Mobbing oder körperliche Gewalt sowie körperliche Demütigungen. In all diesen Fällen werden die Grundrechte (Artikel 1 Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“) des anderen missachtet und er oder sie wird physisch und psychisch gedemütigt.

Wie sollte ich auf Respektlosigkeit reagieren?

Wie so oft lautet die Antwort: „Es kommt darauf an.“ Geschah die Respektlosigkeit unabsichtlich oder von einer flüchtigen Bekanntschaft, kann und sollte man darüber hinweg sehen. Wahre Größe zeigt sich schließlich auch daran, dass man Kleinigkeiten und Nachlässigkeiten souverän ignoriert. Vielen Menschen ist auch gar nicht bewusst, dass ihr Verhalten respektlos war oder ist.

Etwas anderes gilt, wenn Sie beispielsweise mit der Person häufiger zu tun haben oder zusammen arbeiten müssen (Kollegen, Vorgesetzte, Freunde, Partner). In dem Fall sollten Sie das Fehlverhalten unbedingt ansprechen und deutlich machen, dass Sie sich dadurch herabgewürdigt fühlen. Aber bitte selbst höflich, respektvoll und möglichst als Ich-Botschaft verpackt („Ich fühle mich dadurch respektlos behandelt.“). Erst wenn Ihr Gegenüber seine Respektlosigkeiten partout nicht einsehen will und sein Verhalten nicht ändert, sollten Sie daraus Konsequenzen ziehen. Zum Beispiel indem Sie auf Abstand gehen, den Kontakt auf das Nötigste reduzieren oder sich offiziell beschweren – bis hin zur Anzeige.

Wie gesagt: Ihre Würde ist unantastbar. Dies dürfen und sollten Sie selbstbewusst verteidigen.


Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung. (Jean-Jacques Rousseau)


Anzeige

Respekt verschaffen: Ja bitte!

Sie wünschen sich mehr Respekt von Ihrem Umfeld? Von Arbeitskollegen, Vorgesetzten, Kunden, aber auch von Freunden und Bekannten? Dann sollten Sie – neben der inneren Haltung – vor allem an Ihrer Außenwirkung, Ihrem Auftreten, Ihren Entscheidungen und Ihrem Verhalten arbeiten. Mit unserem Verhalten nehmen wir unmittelbaren Einfluss darauf, wie andere uns wahrnehmen – ohne dass sich diese gedrängt oder genötigt fühlen.

Die Kehrseite: Sich mehr Respekt zu verschaffen, braucht Zeit. Das gelingt nicht über Nacht. Wie gesagt: Respekt muss verdient werden. Und er ist keine Einbahnstraße. Solange Sie andere immer wieder erkennbar respektlos behandeln (zum Beispiel im Meeting oder in Kommentaren auf Facebook & Co.), wird das registriert und Ihre Anstrengungen unterwandern.

Diese Eigenschaften werden besonders respektiert

Aufrichtigkeit
Zuverlässigkeit
➠ Klare Standpunkte
➠ Wertetreue
Empathie
➠ Diskussionsbereitschaft
Kritikfähigkeit
➠ Hohe Qualität der Arbeit
Eigeninitiative.
➠ (Dosierte) Hilfsbereitschaft
Offenheit
Leidenschaft
Charisma
Erfolg


Anzeige

7 Tipps für mehr Respekt (im Job)

Ansonsten finden Sie hier einige Tipps und Anregungen, wie Sie mehr Respekt und Anerkennung (nicht nur im Job) verschaffen können:

Respektieren Sie sich selbst

Niemand kann von anderen respektiert werden, wenn er oder sie sich nicht einmal selbst respektiert. Wer sich also beispielsweise regelmäßig schlecht redet oder klein macht, lädt andere dazu ein, dem Beispiel zu folgen. Machen Sie sich vielmehr Ihre Stärken und Erfolge bewusst und begegnen Sie sich mit mehr Selbstachtung. Dann werden Ihnen auch andere Menschen respektvoller begegnen. Respekt ist eine Tugend, die man zunächst bei sich selbst kultivieren muss.

Achten Sie auf Ihr Äußeres

Klingt oberflächlich, hat aber enorme Wirkung: Ihre Kleidung signalisiert, was Sie von sich selbst denken. Kleiden Sie sich schlampig, nachlässig oder ungepflegt, sendet das die Botschaft: „Ich habe keine Achtung vor mir selbst.“ Auch das lädt zum Spiegeln ein. Nicht ohne Grund gibt es die Redewendung „dress to impress“: Kleiden Sie sich dem Umfeld angemessen und erkennbar gepflegt, werden Sie automatisch mehr Respekt erhalten.

Verbessern Sie Ihre Körperhaltung

Selbst wenn wir schweigen, spricht der Körper weiter. Körperhaltung, Gestik und Mimik sind für unsere Wirkung noch wichtiger als das gesprochene Wort. Wer zum Beispiel eine aufrechte Körperhaltung einnimmt, den Blickkontakt sucht und mit einem festen Händedruck aufwartet, strahlt Selbstbewusstsein aus und nötigt seinem Gegenüber mehr Respekt ab.

Glänzen Sie mit Fachwissen und Leistung

Bitte keine falsche Bescheidenheit! Zeigen Sie, was in Ihnen steckt, was Sie können und wissen. Sie haben ein klares Profil und ein Gebiet auf dem Sie brillieren können? Dann stehen Sie dazu. Mit dosiertem Eigenmarketing dürfen und sollen Sie damit auffallen und auf sich aufmerksam machen. Schließlich werden herausragende Leistungen und besondere Fähigkeiten immer respektiert.

Scheuen Sie keine Diskussion

Stehen Sie zu Ihren Werten und Überzeugungen. Die müssen andere nicht teilen, aber respektieren. Das tun sie aber nur, wenn Sie sich selbst treu bleiben. Ja-Sager oder Menschen ohne Rückgrat und Haltung ernten dagegen keinen Respekt. Versuchen Sie daher gar nicht erst, es allen recht zu machen und scheuen Sie auch keine Konflikte. Hier beweisen Sie sich und Ihre Haltung. Das kann zwar unangenehm und unbequem sein. Respekt verschaffen Sie sich aber nur, wenn Sie auch mal widersprechen und Ihre Position mit guten Argumenten verteidigen.

Bleiben Sie sachlich

Zugegeben, manche Diskussion artet aus. Teilnehmer werden persönlich oder polemisch, die Emotionen kochen hoch. Das ist Ihre Chance: Bleiben Sie sachlich und souverän dabei und halten Sie sich an die Fakten. Wer nicht nur Behauptungen aufstellt, sondern das Gesagte belegen kann, erntet vielleicht nicht sofort Zustimmung (Dummheit und Ignoranz sind leider weit verbreitet), wird dafür aber irgendwann respektiert. Wenigstens von den Zuschauern.

Verstellen Sie sich nicht

Nichts ringt uns mehr Respekt ab, als eine authentische Persönlichkeit. Manche Menschen polarisieren vielleicht, aber sie sind zumindest ein „Typ“, „echt“, eine „Marke“. Vor allem aber geben sie nicht vor, jemand anderes zu sein. Folgen Sie diesem Vorbild. Wer stets glaubwürdig und wahrhaftig bleibt, dem wird manche Macke verziehen – und trotzdem Respekt gezollt.


Habe stets Respekt vor dir selbst, Respekt vor anderen und übernimm Verantwortung für deine Taten. (Dalai Lama)

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: deviyanthi79 by Shutterstock.com]
Anzeige
17. September 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


Ebenfalls interessant:
Weiter zur Startseite