Jobwechsel Fragen: Bleiben oder gehen?

Jobwechsel gehören heutzutage zu jeder Karriere. Verschiedene Arbeitgeber sind keine Einschnitte im Lebenslauf, sondern natürliche Veränderungen. Trotz dieser Normalität stellt ein Jobwechsel für den einzelnen Arbeitnehmer einen großen Schritt dar und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Natürlich kann ein Jobwechsel Ihnen Chancen und Perspektiven bieten – wenn er aus den richtigen Gründen erfolgt und Sie ihn wohl überlegt angehen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich beruflich zu verändern, steht vor der Frage: Bleiben oder gehen? Wie Sie erkennen, ob es Zeit für einen Jobwechsel ist…

Jobwechsel Fragen: Bleiben oder gehen?

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Vor dem Jobwechsel: Habe ich den richtigen Job?

Sobald die ersten Zweifel an Ihrem aktuellen Job aufkommen, sollten Sie sich die Zeit für eine Selbstreflexion nehmen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass sich Frust und Enttäuschung aufstauen.

Folgende Fragen können Ihnen dabei als Anregung dienen:

Warum haben Sie sich für diesen Job entschieden?

Sind Sie beispielsweise zufällig in ein Arbeitsfeld geraten und wollten ursprünglich etwas ganz anderes machen, kann Sie das irgendwann einholen. Ebenso ist es, wenn wirtschaftliche Zwänge Sie dazu bewogen haben, eine Stelle anzunehmen. Dann kam die Motivation für den Job von Anfang an nicht von innen heraus. Irgendwann holt Sie die Frage „Was wäre wenn?“ ein und Sie grübeln darüber, ob Sie in einem anderen Job glücklicher wären.

Wie viel Spaß macht Ihnen Ihre Arbeit?

Menschen, die Spaß bei der Arbeit haben, merken oft gar nicht wie die Zeit vergeht. Sie sind so vertieft in ihre Arbeit, dass alles andere in den Hintergrund tritt.

Wie geht es Ihnen nach Feierabend?

Kommen Sie zufrieden nach Hause und haben das Gefühl, etwas geleistet zu haben? Gehen Sie mit einem guten Gefühl ins Bett und freuen sich bereits auf den nächsten Arbeitstag?

Tun Sie das, was Sie am besten können?

Häufig ist das, was man am besten kann, auch das, was einem am meisten Spaß bereitet. Erzielen Sie gute Ergebnisse und sind Sie selbst mit Ihrer Arbeit zufrieden? Teilt Ihr Chef diese Meinung?

Haben Sie das Gefühl, einen echten Mehrwert zu schaffen?

Die meisten Arbeitnehmer suchen auch nach einer sinnstiftenden Tätigkeit. Sie wollen das Unternehmen voranbringen und etwas zum Erfolg beitragen. Einigen geht es auch darum, in der Gesellschaft etwas zu verändern: Probleme zu lösen, Mitmenschen zu helfen, die Umwelt zu schützen… Wer sich nutzlos und überflüssig im Job fühlt, wird auf Dauer unglücklich.

Wie geht es Ihnen Morgens nach dem Aufstehen?

Wer unzufrieden mit dem Job ist, dem fällt es bereits schwer aufzustehen. Alles fällt einem unglaublich schwer und man hat das Gefühl, sich regelrecht ins Büro schleppen zu müssen. Unzufriedenen Menschen graut es am Sonntag bereits vor Montag, denn ihnen fehlt die Motivation.

Identifizieren Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber?

Es spielt nicht nur eine Rolle, was wir tun, sondern auch für wen wir es tun. Nur ein Arbeitnehmer, der sich mit dem Unternehmen, für das er arbeitet, identifiziert, ist auch bereit, sich zu engagieren und Top-Leistungen zu erzielen. Denn dann werden die Unternehmensziele zu den eigenen Zielen.

Wie gut ist das Arbeitsklima?

Kommen Sie gerne ins Büro? Verstehen Sie sich gut mit den Kollegen und dem Chef? Unter den drei Faktoren, die die Jobzufriedenheit maßgeblich beeinflussen, nämlich Arbeitszeit, Gehalt und Arbeitsklima, steht für viele das Arbeitsklima an erster Stelle. Wer ein gutes Verhältnis zu seinen Kollegen hat, sich wertgeschätzt und respektiert fühlt, ist auch eher bereit Überstunden zu machen.

Möchten Sie sich im Job weiterentwickeln?

Haben Sie das Bedürfnis besser zu werden, in dem was Sie tun? Suchen Sie nach Weiterbildungsmöglichkeiten und Gelegenheiten dazuzulernen? – dann ist das ein Zeichen dafür, dass Sie sich intensiver mit Ihrer Tätigkeit auseinandersetzen möchten und bereit sind Zeit und Mühe in den Ausbau Ihrer Fähigkeiten zu stecken.

Fragen Sie sich, ob da noch mehr ist?

Unzufriedenheit kann sich auch darin äußern, dass Sie von einem anderen Job träumen. Erfüllt es Sie beispielsweise mit Neid, wenn Sie Freunde oder Bekannte von ihrem Job sprechen hören, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihnen etwas im Job fehlt.

Selbsttest zum Jobwechsel

Sie sind unsicher ob Sie kündigen und den Job wechseln sollten? Dann machen Sie unseren kurzen Selbsttest. Die Fragen im Jobwechel-Test können Ihnen dabei helfen, klarer zu sehen und regen dazu an, sich intensiver mit der eigenen Situation auseinander zu setzen.

Hier zum Test


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Gute und schlechte Gründe für den Jobwechsel

Neun von zehn Young Professionals sind offen für einen Jobwechsel. Jeder Fünfte sucht sogar aktiv nach einem neuen Arbeitgeber, so das Ergebnis einer Umfrage unter rund 10.000 jungen Berufstätigen. Der größte Treiber für die Suche nach einer neuen Stelle: Unzufriedenheit im Job. Sie erhöht die Wechselwilligkeit um das Siebenfache. Was die Berufseinsteiger dabei am meisten vertreibt:

Die häufigsten Gründe für Jobunzufriedenheit

  • Schlechter Führungsstil (40%)
  • Geringes Gehalt (27%)
  • Fehlende Wertschätzung (24%)
  • Keine Karriereperspektiven (20%)
  • Langweilige Arbeitsinhalte (14%)

Laut Umfrage trifft das derzeit besonders auf die Branchen Transport, Logistik und Tourismus; Medien und Werbung; Consulting und Wirtschaftsprüfung sowie Banken und Versicherungen zu. Allerdings: In jedem Job gibt es gute Tage und schlechte Tage. Das gehört zum Arbeitsleben dazu. Das heißt nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss – erst recht, wenn man ein Leistungsträger ist. Irgendwann reicht es einfach – und der Wunsch nach einem Jobwechsel wächst, wächst, wächst.

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Job wechseln? Gute und schlechte Gründe

Den Arbeitsvertrag kündigen – das geht ganz einfach. So ein Kündigungsschreiben ist schnell formuliert, unterschrieben und abgegeben. Die Konsequenzen können aber weitreichender sein als manche Laune. Daher haben wir eine kompakte Übersicht mit Pro- und Contra-Argumenten zum Jobwechsel gegenübergestellt, die Ihnen als Entscheidungshilfe dienen kann:

Gute Gründe für einen Jobwechsel

  • Gesundheit
    Es gibt Jobs, die machen krank: Permastress, der Chef vergiftet die Atmosphäre, die Kollegen mobben. So etwas kann und sollte kein Mensch auf Dauer ertragen. Geld mag wichtig sein – die Gesundheit ist wichtiger.
  • Langeweile
    Gemeint ist nicht das angebliche Phänomen Boreout. Dagegen lässt sich was machen. Wenn aber der Job keinerlei Herausforderungen bietet und Sie dort nichts mehr lernen oder erreichen können, wird es Zeit, den Job zu wechseln – intern oder extern.
  • Ansprüche
    Manche Arbeitgeber stellen Erwartungen, die trotz Engagement, Überstunden und Motivation nicht zu erfüllen sind. Lässt sich der Chef nie zufrieden stellen, weil er unrealistische Anforderungen stellt, kann ein Wechsel sinnvoll sein.
  • Stillstand
    Und zwar in jeder Hinsicht: Es fehlen sowohl Karriereperspektiven als auch finanzielle. Entwickelt sich dann nicht mal mehr der Laden weiter, ist der Job langfristig in Gefahr. Besser gehen, bevor das Schiff sinkt.
  • Unsicherheit
    Kein Job ist heute sicher. Dafür verändern sich Märkte und Branchen zu schnell. Aber wenn Sie in Dauerangst um Ihre berufliche Existenz leben, ist das nur noch kräftezehrend – und macht irgendwann krank (siehe oben.)
  • Vetternwirtschaft
    Sie rackern sich jeden Tag ab und hören nicht mal ein „Danke“? Geringschätzung wäre schon ein Grund zu gehen. Kommt Günstlingswirtschaft dazu, ist das Maß voll.

Schlechte Gründe für einen Jobwechsel

  • Frust
    Wir haben alle mal einen schlechten Tag im Job. Manchmal hält der Unmut auch länger. Aber das ist kein Grund, sofort die Flinte ins Korn zu werfen. Frusttage gibt es auch anderswo. Das Gesamtbild im Jahresverlauf ist entscheidend.
  • Kritik
    Der Chef war mit der Leistung unzufrieden und hat Sie gefaltet? Nicht die beste Art. Aber eher ein Grund zur Selbstreflexion, was Sie verbessern können. Erst wenn die Kritik haltlos und chronisch wird, spricht das für einen Wechsel.
  • Fehler
    Sie haben es so richtig vermasselt, das kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Die Scham ist groß. Vielleicht feuert man Sie sogar. Trotzdem können Sie daran nur wachsen: Übernehmen Sie Verantwortung und lernen Sie daraus.
  • Chef
    Mitarbeiter kommen für Jobs und gehen wegen Chefs. Das stimmt – zum Teil. Die wenigsten Chefs sind perfekt, wie wir auch. Wer weiß, wie der nächste ist. Dann lieber Manager managen lernen.

Wann es Zeit wird zu gehen: Das denken unsere Leser

Vor einiger Zeit haben wir unsere Leser gefragt, wann es Zeit wird, zu gehen. Hier einige Meinungenaus der Umfrage:

  • „Wenn die Aufgaben oder die Kollegen oder der Chef nicht mehr auszuhalten sind. Sind zwei von drei in Ordnung, steigt die Verweildauer.“
  • „Wenn der Chef einfach nicht mehr zu ertragen ist!“
  • „Wenn einem die Arbeit keinen Spaß macht. Chefs kann man zur Not auch aussitzen, manchmal erledigt sich das Problem von allein.“
  • „Wenn die Arbeit zum Job wird. Zumindest ist das der Zeitpunkt wo man über Veränderungen nachdenken sollte. Dies können auch Veränderungen beim aktuellen Arbeitgeber sein.“
  • „Wenn man Morgens keine Lust mehr zum aufstehen hat und hofft, dass der Tag schnell rumgeht.“
  • „1. Wenn man sich gerne in eine andere Richtung entwickeln möchte. 2. Wenn man feststellt, dass der eigene Tag nur noch aus Routinen besteht (in diesem Fall, kann man aber vielleicht auch selber etwas tun und muss nicht gleich die Stelle wechseln). 3. Wenn sich die Firma in eine Richtung entwickelt, die man nicht mit sich selbst vereinbaren kann.“
  • „1. Wenn man hofft, dass der Tag schnell umgeht, es aber nach drei gefühlten Ewigkeiten doch erst zwanzig Minuten (wenn überhaupt) später ist. 2. Wenn keine Feeback-Kultur existiert.Wenn Leistung nicht anerkannt wird. 3. Und wenn sich all dies in/mit der Firma nicht ändern lässt. Dann sollte es heißen: Abschiedszeit! (Oder man findet’s doch nicht schlimm genug).“
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Entscheidungshilfe für den Jobwechsel: Bleiben oder gehen?

Grundsätzlich sind Sie unzufrieden in Ihrer aktuellen Position, doch Sie sind sich unsicher, ob ein Jobwechsel der richtige Weg ist. Die folgenden Fragen, bieten Ihnen Anregungen, die die Entscheidung erleichtern könnten:

  • Ist das Problem möglicherweise nur temporär vorhanden?
  • Können Sie mit einem Kollegen oder einem Ihnen nahestehenden Menschen über die Situation sprechen und sich so Feedback einholen?
  • Sind Kollegen ebenfalls von dem Problem betroffen? Wenn ja, wie gehen diese damit um?
  • Kann ein Gespräch mit einem bestimmten Kollegen oder Ihrem Chef möglicherweise Besserung bringen?
  • Welche Risiken und Nachteile könnte eine Versetzung mit sich bringen?
  • Wie sehen Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus?
  • Ist Ihr Netzwerk für eine Jobsuche gut genug ausgebaut?
  • Steht Ihr Partner, Ihre Familie und Ihr Umfeld hinter Ihrer Entscheidung?
  • Haben Sie wirklich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft?
  • Können Sie sich einen Wechsel finanziell leisten?

Tipps: So gelingt der Jobwechsel

Sie haben sich Gedanken gemacht und festgestellt, dass Sie beruflich eine Veränderung brauchen. Dringend sogar. Nun gilt es, die nächsten Schritte vorzubereiten und alles dafür Notwendige in die Wege zu leiten. Eine kostenlose Checkliste für den Jobwechsel finden Sie hier als PDF zum Herunterladen.

Um die anstehende berufliche Neuorientierung zu meistern, sollten Sie den großen Berg an zunächst in kleinere Etappen aufteilen. Fragen Sie sich: Wo fange ich bloß an? Was sollte ich in welcher Reihenfolge erledigen? Diese Liste hilft Ihnen dabei, Ihren Jobwechsel systematisch anzugehen:

  • Ziele setzen
    Unabhängig von der Reihenfolge der folgenden Schritte sollten Sie doch mit diesem hier starten. Nutzen Sie Ihre Motivation, Energie und möglicherweise vorhanden Frustration um sich klare Ziele für Ihre weitere berufliche Entwicklung zu setzen. Was wollen Sie mit Ihrem Jobwechsel erreichen? Wo sehen Sie sich in einigen Jahren? Welche Perspektiven und Chancen spielen für Sie in Ihrer weiteren Entwicklung die größte und wichtigste Rolle? Beantworten Sie diese Fragen für sich und finden Sie positive Ziele, auf diese Sie gerne und motiviert hinarbeiten können. Nur so werden Sie auch dauerhaft dran bleiben.
  • Kriterien definieren
    Nach Ihren Zielen sollten Sie auch Kriterien für potenzielle Arbeitgeber definieren. Der Einfachheit halber können Sie damit beginnen, Ausschlusskriterien aufzustellen, die Sie – sollten Sie aus Frustration kündigen – vermutlich an Ihrem aktuellen Arbeitgeber ausrichten können. Es ist jedoch entscheidend, dass Sie auch positive Erwartungen und Kriterien für Ihre künftige Stelle definieren und diese für sich der Priorität nach ordnen. Nur so können Sie sinnvolle Kompromisse eingehen und Stellen wirklich beurteilen und einschätzen.
  • Rückhalt sichern
    Diesen Schritt vergessen leider viele Arbeitnehmer und bekommen die negativen Konsequenzen dieser Entscheidung dann im Verlauf ihrer Jobsuche zu spüren. Klären Sie vor Ihrer Kündigung und vor dem Bekanntwerden Ihres Jobwechsels mit den Ihnen nahestehenden Menschen, ob diese den Schritt und die damit verbundenen Konsequenzen mittragen und hinter Ihnen stehen. Im Idealfall werden Sie den moralischen und organisatorischen Rückhalt nie brauchen, in der Praxis vermutlich schon. Ohne die Unterstützung Ihres Umfelds wird ein Jobwechsel unnötig schwer.
  • Konsequenzen klären
    Machen Sie sich bewusst, welche Konsequenzen mit Ihrem geplanten Jobwechsel verbunden sein werden. Konzentrieren Sie sich dabei bitte nicht nur auf die positiven Aspekte, sondern befassen Sie sich auch mit den Nachteilen, möglichen Problemen und Hindernissen. Es geht dabei nicht darum, Ihre Motivation zu bremsen oder sich den Jobwechsel selbst auszureden. Doch Sie sollten Sie sich bewusst für den Schritt entscheiden und die möglichen Probleme von vornherein mit berücksichtigen. So vermeiden Sie ein späteres böses Erwachen.
  • Netzwerk aktivieren
    Haben Sie Ihre eigene mentale Vorbereitung und die Gespräche mit Ihrem engsten Umfeld abgeschlossen, sollten Sie Ihr Netzwerk aktivieren. Da Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekündigt haben – und Ihr Arbeitgeber vermutlich noch nichts von Ihren Jobwechselplänen weiß – sollten Sie hier zunächst selektiv vorgehen und im ersten Schritt nur Ihre engsten und verlässlichsten Netzwerkpartner ansprechen und über Ihren bevorstehenden Jobwechsel informieren. Die umfassende Kontaktaufnahme sollte dann erst nach erfolgter Kündigung und dem offiziellen Beginn Ihrer Jobsuche stattfinden.
  • Bewerbungsunterlagen aktualisieren
    Parallel oder anschließend dazu sollten Sie sich die Zeit nehmen und Ihre Bewerbungsunterlagen auf den aktuellen Stand bringen. Der dafür nötige Zeitaufwand ist völlig unterschiedlich und hängt nicht nur vom Zustand Ihrer Unterlagen, sondern auch vom Umfang Ihres geplanten Jobwechsels ab. Prüfen Sie bitte, ob Ihr bestehender Bewerbungsstil überhaupt noch zu Ihnen passt oder ob Sie sich seit der letzten Jobsuche deutlich verändert haben. Ist das der Fall, sollte sich diese Entwicklung natürlich auch in Ihren Bewerbungsunterlagen – und Bewerbungsfotos (!) – widerspiegeln.
  • Arbeitgeber recherchieren
    Die Recherche potenzieller Arbeitgeber haben wir ganz bewusst nach die Aktualisierung Ihrer Bewerbungsunterlagen und die erste Netzwerkarbeit gestellt. Viele Arbeitnehmer und Bewerber sabotieren ihre Suche nach passenden Arbeitgebern unbewusst selbst oder lassen sich zumindest nicht ganz darauf ein, solange die Voraussetzungen in Form passender Bewerbungsunterlagen nicht vorhanden sind. Aus Ihrem Netzwerk können zudem Vorschläge für Unternehmen kommen, die zu Ihren Kriterien passen und Ihnen damit viel Zeit sparen können. Eine eigene Recherche werden diese zwar nur selten ersetzen, dennoch bilden sie eine gute Grundlage für Ihre Suche.
  • Kommunikationskanäle klären
    Haben Sie potenzielle Arbeitgeber identifiziert, sollten Sie sich natürlich daran machen, diesen in den jeweils sinnvollen und aktiv genutzten Netzwerken zu folgen. Nehmen Sie sich für die Analyse des Kommunikationsverhaltens bitte ausreichend viel Zeit und gehen Sie diese gründlich an. Die Wahl der für jedes Unternehmen richtige Kommunikationskanäle ist nicht nur für den Erfolg Ihres Jobwechsels entscheiden, sondern kann Ihnen auch dabei helfen, viel Arbeit und Energie zu sparen und Ihre Kräfte und Zeit gezielt einzusetzen.
  • Kündigung planen
    Bei der Vorbereitung Ihrer Jobsuche sollten Sie die anstehende Kündigung nicht ganz aus den Augen verlieren. Auch diese sollten Sie aktiv vorbereiten und sich Gedanken über die optimale Gestaltung machen. Das beginnt bei der Formulierung des Kündigungsschreibens und reicht bis hin zum Inhalt des unvermeidlichen Kündigungsgesprächs mit dem Chef. Auch den Abschluss Ihrer Projekte und die Übergabe Ihrer Aufgaben an Kollegen und Nachfolger sollten Sie bei diesem Schritt mit bedenken und zumindest grob vorbereiten und planen. Nur mit einem sauberen Abschluss können Sie sich ganz auf Ihren Jobwechsel konzentrieren.
  • Timing optimieren
    Bleibt noch die Frage nach dem richtigen Timing für Ihre Kündigung. Dieses können Sie naturgemäß nicht nur an der Laune des Chefs und dem für ihn optimalen Zeitpunkt ausrichten, denn hier spielen natürlich auch Ihre Kündigungsfristen und eine möglicherweise bereits in Aussicht stehende Stelle eine Rolle. Aufhebungsverträge sind zwar möglich, doch um sicher planen zu können, sollten Sie von Ihren offiziellen Kündigungsfristen ausgehen und sich nicht auf das Entgegenkommen Ihres Chefs oder Arbeitgebers verlassen. So gut Ihr Verhältnis zu ihm auch sein mag, Sie können im Vorfeld nicht realistisch einschätzen, wie er auf Ihre Kündigung reagieren wird. Gehen Sie daher lieber auf Nummer sicher.

Wechselmotivation: Die Richtung muss stimmen

Wichtig ist zudem, dass Sie sich Gedanken darüber machen, wie sie Ihren Jobwechsel begründen und erklären. Hierbei unterscheiden Profis zwischen einer Hin-zu- beziehungsweise Weg-von-Motivation:

  • Weg-von-Motivation
    Bei der Weg-von-Motivation wollen wir „weg von etwas“, weg von einem unerwünschten Zustand, einem miesen Job oder miesen Chef. Dahinter steckt jedoch meist ein Fluchtreflex. Das Reißaus nehmen kann auch ein bequemes Ausweichen und unstrategisches Vorgehen sein. Hauptsache: weg!
  • Hin-zu-Motivation
    Wer sich dagegen irgendwo „hin“ orientiert, verfolgt meist einen Plan oder eine Strategie – und sieht prompt auch noch zielstrebig aus. Bei der Hin-zu Motivation wollen wir etwas erreichen, uns zu einem gesteckten Ziel hin entwickeln und haben klar vor Augen, wohin der Weg Sie führen soll.

Im folgenden Video erfahren Sie, worauf es dabei ankommt:

Alternativen: Was tun, wenn Sie im Job bleiben?

Nach reiflicher Überlegung sind Sie zu dem Schluss gekommen, dass es keine kluge Entscheidung wäre, in Ihrer aktuellen Situation den Job zu wechseln. Sich das einzugestehen, ist nicht unbedingt angenehm, denn der Frust im Job bleibt. Sie würden trotzdem gerne etwas verändern, wissen aber nicht genau was oder wie.

Diese Alternativen haben Sie:

  • Machen Sie eine Weiterbildung
    Investieren Sie in Ihre Zukunft. Zu Beginn können Sie mit Online- oder Volkshochschulkursen einsteigen, wenn Sie dann mehr Interesse entwickeln, können Sie sich immer noch nach Fern- und Abendstudiengängen oder Wochenendkursen umschauen. Sie erweitern Ihren Wissenshintergrund und eignen sich zusätzliche Qualifikationen an. Letztlich wird sich das auch auf Ihren Job auswirken. Es kann Ihnen neue Türen öffnen.
  • Suchen Sie sich einen Zweitjob
    Wer sich beispielsweise in einer anderen Branche umschauen will oder mit der Selbstständigkeit liebäugelt, kann mit der Nebenbeschäftigung einen ersten Test wagen. Damit nehmen Sie sich den Druck sofort von Ihrer neuen Tätigkeit leben zu müssen. Sie können in Ruhe ausprobieren, ob Ihre Pläne auch der Realität stand halten. Vergessen Sie jedoch nicht, nachzuschauen, ob in Ihrem Arbeitsvertrag Regelungen bezüglich Zweitjobs enthalten sind.
  • Üben Sie ein Ehrenamt aus
    Fehlt Ihnen im Job der Sinn? Würden Sie gerne etwas Gutes tun? Dann sollten Sie aktiv werden uns sich sozial engagieren. Sprechen Sie mit Ihren Arbeitskollegen und Ihrem Chef. Vielleicht haben diese auch das Bedürfnis und Sie können gemeinsam aktiv werden. Oder Sie suchen sich privat eine Möglichkeit sich zu engagieren, beispielsweise bei der Jugendarbeit im Sport, der Organisation einer Veranstaltung, der grafische Gestaltung der Gemeindezeitung oder ähnlichen Aufgaben.
  • Widmen Sie sich einem Hobby
    Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine lange vernachlässigte Aktivität wieder aufnehmen oder etwas völlig Neues lernen. Wichtig ist nur, dass Ihr Hobby die Lücke schließt, die Sie in Ihrem Job wahrnehmen. Das kann eine neue Sportart, ein neues Instrument, ein bestimmtes Wissensgebiet, die Arbeit im Garten oder ähnliches sein. Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

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[Bildnachweis: Dmitry Guzhanin by Shutterstock.com]

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25. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.

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