Wechselmotivation: Darum sollten Sie den Job wechseln

Hinter jedem Jobwechsel sollte eine gute Wechselmotivation stehen. Aus einer spontanen Laune heraus die Kündigung einzureichen und sich nach einem neuen Job umzusehen, wird Sie langfristig nicht glücklich und schon gar nicht erfolgreich machen. Doch nicht jede Wechselmotivation ist automatisch gut und Sie müssen auch darüber nachdenken, welche Erklärungen Sie einem Personaler im Vorstellungsgespräch zu Ihrem Wunsch nach einem beruflichen Wechsel nennen. Viele Arbeitnehmer sind jedoch unsicher, welche Wechselmotivation eine Veränderung im Job wirklich rechtfertigt oder sogar erforderlich macht. Wir erklären, warum die Wechselmotivation so wichtig ist und mit welchem Antrieb Sie einen Jobwechsel anstreben sollten…

Wechselmotivation: Darum sollten Sie den Job wechseln

Wechselmotivation: Ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft

Ihre Wechselmotivation ist für die Karriere ein entscheidender Faktor – das gilt sowohl für Sie selbst als auch für Personaler und das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben. Aus Ihrer persönlichen Sicht geht es zunächst einmal darum, sich aus den richtigen Gründen für einen neuen Job zu entscheiden. Ein einfaches Beispiel macht dabei den Stellenwert der Wechselmotivation deutlich:

Wenn Sie sich überhaupt keine Gedanken darüber machen, warum Sie Ihren Job genau wechseln wollen, sondern einfach nur genervt sind, weil es momentan stressig und auch anstrengend ist, wissen Sie gar nicht, wonach Sie eigentlich suchen. Sie nehmen also irgendeinen anderen Job an, der vielleicht kein Stück besser ist oder vielleicht nicht zu Ihnen passt. Statt eine Verbesserung bringen Sie sich in eine Situation, in der nur ein erneuter Jobwechsel aus der Unzufriedenheit helfen kann.

Ihre individuelle Wechselmotivation ist deshalb eine grundlegende Orientierungshilfe auf dem Arbeitsmarkt. Zu erkennen, was Ihnen wichtig ist – und auf der anderen Seite auch, was Sie nicht wollen und was sich auf jeden Fall ändern muss – kann das Fundament Ihrer Jobsuche sein und hilft, den richtigen Arbeitgeber auszuwählen.

Gleichzeitig interessieren sich Personaler dafür, warum Sie den neuen Job antreten wollen. Diese bietet zum einen Einblick und Informationen in Ihre bisherige Anstellung und das Verhältnis zu Ihrem letzten Arbeitgeber, oftmals noch wichtiger ist jedoch die daraus abgeleitete Zukunftsperspektive. Die richtige Wechselmotivation sagt eine Menge über die Leistungsbereitschaft und auch die spätere Loyalität eines Mitarbeiters aus.

Was Sie niemals als Wechselmotivation nennen sollten

An der Frage nach Ihrer Wechselmotivation werden Sie im Bewerbungsprozess nicht vorbei kommen. Wenn Sie eine Antwort darauf vorbereiten, sollten Sie jedoch einen Punkt unbedingt vermeiden, der leider immer noch viel zu häufig von Bewerbern genannt wird, die sich damit selbst ein Bein stellen und Ihre Chancen auf einen neuen Arbeitsvertrag reduzieren.

Die goldene Regel für die Wechselmotivation, die Sie einem neuen Unternehmen nennen, lautet: Reden Sie niemals schlecht über den letzten Arbeitgeber! Selbst wenn Sie den letzten Chef für einen Idioten halten, der keine Ahnung von seinem Job hatte und auch wenn die Arbeit eine Qual war, die Sie nicht mehr länger ertragen konnten – in der Wechselmotivation hat all das nichts zu suchen.

Konzentrieren Sie sich lieber darauf, was Sie beim neuen Arbeitgeber suchen und zu schätzen wissen. Es sollte immer darum gehen, was Sie nun anstreben und verfolgen, nicht was Sie hinter sich lassen.

Nicht jede Wechselmotivation ist ein guter Grund für einen Jobwechsel

Wechselmotivation Jobwechsel begründen Formulierung Stellenwechsel Bewerbung Vorstellungsgespräch Erklärung GründeEin Stellenwechsel geschieht nicht vollkommen aus dem Blauen heraus. Sie wachen nicht eines Tages auf und entscheiden: So, ich werde kündigen und mich beruflich neu aufstellen. Dahinter stehen immer Wechselgründe und Auslöser. Allerdings ist längst nicht jede Wechselmotivation auch ein guter Grund, sich wirklich nach einem neuen Job umzusehen.

Kurzfristiger Stress oder Frust ist beispielsweise ein solch falscher Grund. Anstrengende und auch ärgerliche Tage oder manchmal sogar Wochen gibt es in jedem Job – das wird durch einen Wechsel auch nicht anders.

Auch wenn Ihr Chef Sie kritisiert und mit Ihrer Arbeitsweise oder den Leistungen der letzten Zeit nicht zufrieden ist, sollten Sie dies nicht gleich als Anlass nehmen, um alles hinzuschmeißen und sich woanders zu bewerben. Nutzen Sie die Chance lieber, um sich zu verbessern und an sich zu arbeiten.

Mit dieser Wechselmotivation sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken

Bevor Sie nun glauben, dass es gar keine gute Wechselmotivation gibt: Doch, die gibt es durchaus und sogar in verschiedenen Varianten. Sie sollten jedoch intensiv darüber nachdenken und reflektieren, ob Ihre Motivation für einen Jobwechsel stimmt.

Um Ihnen ein besseres Bild davon zu geben, welche Wechselmotivation hinter einem Jobwechsel stehen sollte, haben wir verschiedene Gründe aufgelistet:

  • Ihre Gesundheit leidet im Job

    Ihre Gesundheit sollte immer im Vordergrund stehen und wenn diese in Ihrem aktuellen Job leidet, ist das eine sehr große und auch sehr wichtige Wechselmotivation. Dies gilt sogar dann, wenn Sie den Job eigentlich mögen – langfristig lohnt es sich jedoch nicht, dafür Ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Bei der Kommunikation Ihrer Wechselmotivation sollten Sie jedoch nicht nur Ihre Gesundheit vorschieben, sondern die Gründe nennen, warum Sie sich für die Bewerbung bei diesem speziellen Arbeitgeber entschieden haben.

  • Sie wollen eine berufliche Entwicklung

    Nicht jeder Job bietet die Möglichkeit, auf der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Haben Sie das Gefühl, in Ihrem Job auf der Stelle zu treten und festzustecken, kann dies eine gute Wechselmotivation sein. Auch den Personaler gegenüber können Sie so glaubhaft erklären, weshalb Sie einen Jobwechsel anstreben, wobei Sie gleichzeitig Ihre Motivation und berufliche Ziele deutlich machen.

  • Sie haben private Gründe

    Das Privatleben kann verschiedene gute Gründe liefern, die eine Wechselmotivation für einen neuen Job mitbringen. Bekommt Ihr Partner beispielsweise ein Jobangebot in einer anderen Stadt, kann dies für Sie ein Grund sein, sich dort ebenfalls zu bewerben. Auch die Familienplanung und Nachwuchs sind natürlich gute Gründe, die eigene berufliche Situation neu zu überdenken.

  • Ihr aktueller Arbeitgeber bietet nicht, was Sie wollen

    Vielleicht gibt es nur kleine Projekte, es fehlen große und internationale Kunden oder vielleicht wollen Sie ein moderneres Arbeitsumfeld. Denkbar ist auch, dass Sie mit Ihren Kollegen unglücklich sind und deshalb nach etwas anderem suchen. Die aktuelle berufliche Situation kann viele Gründe für einen Jobwechsel liefern, doch sollten Sie diese immer so genau wie möglich analysieren und bei der Jobsuche berücksichtigen.

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

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16. April 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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