Vorstellungsgespräch Kleidung: Tipps für das perfekte Outfit

Arbeitgeber erwarten ein gepflegtes Erscheinungsbild und ordentliche Kleidung im Vorstellungsgespräch. Das Outfit ist nicht nur Ihre Visitenkarte und prägt den ersten Eindruck. Mit der Wahl der Kleidung drücken Sie zugleich Wertschätzung für den Job und Selbstwert aus. Es stimmt schon: Kleider machen Leute

Mit Krawatte, Hosenanzug oder Jeans? – Nicht wenige Bewerber fragen sich vor dem Bewerbungsgespräch: „Was soll ich bloß anziehen?“ Wer im Kleiderschrank daneben greift, vergibt sich womöglich eine Chance, gleich am Anfang des Vorstellungsgesprächs Pluspunkte zu sammeln.

Wir geben Ihnen klare Empfehlungen für das perfekte Outfit im Jobinterview. Dazu gibt’s Tipps für Farben, Styles und Accessoires sowie Checklisten für die schlimmsten No-Gos, die Sie besser meiden…

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Vorstellungsgespräch Kleidung: Tipps für das perfekte Outfit

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Vorstellungsgespräch: Die Kleidung ist Ihre Visitenkarte

Wie wir uns kleiden, sagt etwas darüber aus, wie wir uns selbst wahrnehmen. Aber auch, wie wir wahrgenommen werden wollen (Fachjargon: Dress for success).

Ob wir wollen oder nicht: Wir alle lassen uns von Aussehen und Kleidung beeinflussen. Davon können sich auch Personalentscheider nicht freimachen.

Als zum Beispiel ein Team um den Psychologen Abraham Rutchick von der California State Universität untersuchte (PDF), wie die Garderobe unser Denken beeinflusst, stellten sie fest: Formell gekleidete Bewerber wirkten sofort smarter und erfolgreicher.

Die Psychologen sprechen hierbei auch von Social Priming: Kleidung ist nicht einfach nur neutral. Kleidung spricht zu uns – und verrät dem Gegenüber etwas über das Geschlecht, die Macht und den Status des Trägers. Was aber – und das ist das Besondere daran – überhaupt nicht stimmen muss. Kurz: Wir lassen uns von Kleidung blenden.

Bitte verstehen Sie uns nicht falsch: Das ist kein Plädoyer für Aufschneiderei. Aber Sie sollten sich über die Psychologie der Kleidung im Vorstellungsgespräch bewusst sein – und diese für sich nutzen.

Fakt ist:

  • In formeller Kleidung werden Sie ernster genommen, strahlen mehr Seriosität und Kompetenz aus. Das Ergebnis sind Vorschusslorbeeren – noch bevor Sie Gelegenheit hatten, sich inhaltlich zu präsentieren.
  • An der Kleidung im Vorstellungsgespräch erkennt der Personaler, ob Sie zum Unternehmen passen. Ihre Kleidung repräsentiert nicht nur Sie, sondern – indirekt – auch Ihre spätere Tätigkeit und wie Sie das Unternehmen repräsentieren. Wer beispielsweise viel Kundenkontakt haben wird, ist zugleich Aushängeschild der Firma.

Als Grundregeln und erste Tipps fürs Vorstellungsgespräch können Sie sich daher merken:

  • Die richtige Kleidung sollte stets gepflegt und sauber sein.
  • Ihre Kleidung sollte zu Ihrem Typ passen. Verkleiden Sie sich nicht.
  • Die Garderobe sollte zudem zur ausgeschriebenen Stelle passen.
  • Achten Sie auf harmonisch abgestimmte Farben. Sie wirken so sympathischer und kommunikativer.

Ein Wohlfühl-Outfit hilft zwar, Stress und Nervosität abzubauen. Wählen Sie aber eine zu legere oder zu sportliche Garderobe, wirken Sie schnell unseriös und unprofessionell.


Übersicht: Was beim Vorstellungsgespräch anziehen?
FRAUENMÄNNER
JackeBlazerJackett
OberteilBluse/KleidHemd
SchuheBallerinas/PumpsLederschuhe
HaareOffen, besser ZopfGepflegt, auch der Bart
AccessoiresMax. 3 TeileKrawatte/Einstecktuch, Uhr, Ring



Fauxpas: Was im Vorstellungsgespräch nicht geht

FRAUENMÄNNER
JackeJeansLeder
OberteilBodyT-Shirt
UnterteilMinirockkurze Hosen
SchuheHighheelsSneaker
AccessoiresDuftwolkePiercings


Vorbereitung-Tipp: Bringen Sie den Dresscode in Erfahrung

Die perfekte Kleidung im Vorstellungsgespräch hängt von einigen Faktoren ab. Ganz wichtig: Welche Position werden Sie später einnehmen?

Es macht einen Unterschied, ob Sie sich auf eine Führungsposition bewerben oder als Auszubildender in einem Unternehmen anfangen. In beiden Fällen wird zwar Wert auf saubere, tadellose Kleidung gelegt werden. Dennoch dürfte ein künftiger Lehrling im maßgeschneiderten Anzug mit Rolex-Armbanduhr für Irritationen sorgen.

Umgekehrt sollte jemand, der sich auf eine Führungsposition bewirbt, nicht unbedingt im Anzug von H&M vorstellig werden. Bestimmte Konventionen müssen Sie schon einhalten.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich stets etwas konservativer kleiden. So machen Sie weniger falsch.

Noch besser ist, Sie recherchieren vorab, welche Dresscodes im Wunschunternehmen herrschen.

  • Teils können Sie einen solchen Eindruck von der Kleiderordnung bekommen, indem Sie die Fotos auf der offizielle Firmen- und Karriereseite ausspähen.
  • Ebenso können Sie sich Image-Videos auf Youtube ansehen oder die Linkedin-Profile der Mitarbeiter auf Hinweise und Gemeinsamkeiten untersuchen. Daran sollten Sie sich dann später bei der Kleiderwahl im Vorstellungsgespräch orientieren.

Wer dennoch unsicher bleibt, kann vor dem Vorstellungsgespräch die optimale Kleidung im Unternehmen erfragen – zum Beispiel im Sekretariat oder in der Personalabteilung.

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Frauen: Die perfekte Kleidung im Vorstellungsgespräch

Einerseits wird von Frauen (im Vorstellungsgespräch) ein ansprechendes Äußeres erwartet. Gleichzeitig dürfen sie nicht „zu sexy für die Arbeit“ wirken. Entgegen Vermutungen reagieren männliche wie weibliche Personaler gleich empfindlich darauf.

So gibt es Studien, die zeigen, dass schon die Frisur den Verlauf des Vorstellungsgesprächs beeinflusst. Wer ernst genommen werden will, sollte offene, wallende Haare vermeiden. Zu feminin. Der Pferdeschwanz oder Zopf kam deutlich besser an.

Ganz allgemein gilt: Weniger ist mehr.

Setzen Sie Schmuck und Accessoires sparsam ein (Piercings reduzieren). Eine Kette, dezente Ohrringe, eine Uhr – mehr muss nicht sein.

Extravaganten Accessoires und Statement-Ketten gehören in die Freizeit, nicht ins Bewerbungsgespräch. Davon abgesehen, lenkt das Bling-Bling auch nur von Ihnen und Ihren Kompetenzen ab.

Auch bitte keine ultralangen Fingernägel mit aufwendigem Design und Strasssteinchen (es sei denn, Sie bewerben sich in einem Nagelstudio).

Ebenso sollten Sie mit dem Make-up verfahren: Dezente Farben, kein knalliger Lippenstift oder dramatisch geschminkte Augen. Sie bewerben sich mit Ihren Qualifikationen, nicht mit dem Sexappeal.

Tipps für Outfit und Styling

Frauen sollten bei ihrer Vorstellungsgespräch Kleidung beides kombinieren: Moderne und Klassik.

Gut sind immer Kostüme und Hosenanzüge. Mit ihnen macht man wenig falsch. Erst recht in der Banken-, Berater und Finanzwelt. In Kreativbranchen müssen es nicht mal Blazer und Bleistiftrock sein. Ein schlichter Rock mit Bluse ist ebenso möglich.

Tief ausgeschnittene oder durchsichtige Oberteile sind dagegen tabu. Ebenso allzu figurbetonte Kleidung. Zeichnen sich die Konturen zu deutlich ab oder zeigen Sie zu viel nackte Haut, werden Sie als unseriös und inkompetent wahrgenommen.

Farblich sollten Sie etwas wählen, das Ihren Teint unterstreicht. Wer eher blass ist, sollte Pastellfarben vermeiden. Dunkelgrau, Braun oder Fliederfarben wirken in Kombination mit hellblau und weiß frisch und kompetent.

Rot als Farbe eignet sich übrigens für das Vorstellungsgespräch gar nicht. Als Signalfarbe wirkt es aufreizend oder gar aggressiv. Beides Eindrücke, die Sie vermeiden wollen.

Zudem müssen Sie nicht zwangsläufig weiße Seidenblusen tragen. Auch ein Shirt mit Dreiviertelarm (siehe Bildergalerie) ist für die Vorstellungsgespräch Kleidung immer passend.

(Zum Durchblättern der Outfits auf die orangen Pfeile klicken.)


Kleidung Vorstellungsgespraech Frau Damen Leger Grafik

Kleidung Vorstellungsgespraech Frau Damen richtig Grafik

Kleidung Vorstellungsgespraech Frau Damen falsch Grafik



Welche Farben im Vorstellungsgespräch?

In der Farbpsychologie werden den Farben unterschiedliche Attribute nachgesagt, die die Betrachter damit – oft unbewusst – verbinden. Hier eine Übersicht:

  • Blau: Die weltweite Lieblingsfarbe steht für Vertrauen, Seriosität, Gelassenheit. Dunkle Blautöne strahlen zudem Autorität aus. Ideal für den ersten Eindruck.
  • Braun: Solide, neutral, strahlt Ruhe und Bodenhaftung aus.
  • Grau: Schlicht, elegant, kultiviert, steht für viel Erfahrung.
  • Rot: Leidenschaftlich, energiegeladen, extrovertiert. Weil sie starke Emotionen weckt, ist sie allenfalls für Akzente geeignet.
  • Schwarz: Autoritär und enorm kraftvoll, weckt ähnlich starke Gefühle wie Rot und kann fürs Bewerbungsgespräch einen Hauch zu erdrückend sein. Dann lieber Anthrazit.
  • Weiß: Einfach, strahlend, rein, wahrhaftig. Die ideale Farbe für Hemden und Shirts. Mehr aber nicht.


Was für Schuhe zum Vorstellungsgespräch?

High-Heels und nackte Beine gehören nicht an den Arbeitsplatz. Aus dem Grund raten Experten auch von Peeptoes ab.

Was die Tennissocke beim Mann, ist die falsche Strumpfhose bei der Frau: Achten Sie auf einen dezenten Farbton: Helle, hautfarbene Nylons oder passend zur Kostüm- beziehungsweise Hosenfarbe liegen Sie richtig.

Wer im Job repräsentativ gekleidet sein muss, kommt an Pumps oder bestenfalls Ballerinas nicht vorbei. Pumps sollten allerdings nie höher als sechs Zentimeter sein. Bequemschuhe oder gar irgendwelche angesagten Stiefel kommen daher nicht in Frage (siehe Grafik).

Kleidung Vorstellungsgespraech Frau Damen Schuhe Grafik

❌ Stilsünden bei Frauen

  • Minirock
    Mag sein, dass Sie sexy Beine haben, im Job aber sollten diese weitgehend dezent bleiben. Faustregel: Der Rock endet nie vorher als eine Handbreit über dem Knie.
  • Dekolletee
    Was für die Rocklänge gilt, trifft auch auf das Dekolletee zu: Die Ware sollte hinter dem Vorhang bleiben – und schon gar nicht drohen, heraus zu purzeln.
  • High-Heels
    Pumps, hohe Absätze – alles völlig okay. Nur eine Länge von maximal sechs Zentimetern (besser fünf) sollten die Schuhabsätze nicht übersteigen. Zu sexy für das Bewerbungsgespräch.
  • Nackte Beine
    Egal, wie heiß es draußen ist – im Büro gilt die Regel: immer mit Strümpfen! Es muss ja nicht gleich eine dicke Strumpfhose sein.
  • Laufmasche
    Wer Nylons trägt, sollte immer ein Ersatzpaar dabei haben. Laufmaschen sehen latent ungepflegt aus. Ebenso Löcher oder Knötchen.
  • Zu enge Kleidung
    Auch wenn Sie eine perfekte Figur haben, sollten Sie nie so enge Kleider tragen, dass sich darunter Unterwäsche oder gar Strapse abzeichnen. Auch zu sexy.
  • Parfümwolke
    Ein dezenter Duft darf ruhig sein. Nur sollte der ab 50 Zentimeter Entfernung nicht mehr wahrgenommen werden – und schon gar nicht mehr, sobald Sie den Raum verlassen.


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Männer: Die perfekte Kleidung im Vorstellungsgespräch

Eigentlich geht bei Männern nichts ohne Anzug, mindestens aber eine sogenannte Kombi (Jackett und Stoffhose – keine Jeans, keine Chino). In nicht allzu traditionellen Unternehmen dürfen Sie die Krawatte auch mal weglassen. Hier liegt die inzwischen modernere Alternative – Einstecktuch – deutlich mehr im Trend (Fachbegriff: Pochette).

Falls Sie beides kombinieren wollen, beachten Sie bitte: Einstecktuch und Krawatte haben NIE das gleiche Muster. Lassen Sie sich von den Angeboten in Kaufhäusern nicht in die Irre führen, die Krawatten und Einstecktücher als Set im gleichen Design anbieten. Das zeugt nur von modischem Unwissen.

Idealerweise spiegelt sich im Einstecktuch lediglich die Grundfarbe der Krawatte oder des Hemdes, nie das Dessin. Als Material kommen nur Seide oder Leinen infrage. Reine Baumwolle wirkt billig (wie bei der Krawatte).

Die Frisur oder Haare sind bei Männern im Vorstellungsgespräch weniger ein Thema. Solange Sie einen ordentlichen Schnitt tragen und die Haare im Nacken nicht aus dem Anzug wuchern.

Ähnliches gilt für den Bart: Er darf beliebig lang, muss aber stets gepflegt sein.

Tipps für Anzug und Business-Outfit

Was die Kleidung anbelangt, hängt die Stilfrage wesentlich von der Zielbranche ab:

  • Die Finanz- und Versicherungsbranche gilt eher als konservativ. Hier punkten Männer immer mit einem Anzug in dunklen Farben und passendem Schlips.
  • Unkonventioneller und ungezwungener ist es häufig in der Kreativ- und IT-Branche. In Werbeagenturen sind teils sogar Jeans in Kombination mit einem Jackett angemessen. Gleiches gilt in jungen Start-ups. Hier gehen auch Pullover, Jeanshemd und Chino.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Mit Anzügen in Grau, Dunkelblau oder Schwarz liegt Mann immer richtig.

Dazu ein passendes Hemd und eine passende Krawatte – fertig.

Im Zweifel wählen Sie bitte immer das elegantere Business-Outfit. Sie wollen nicht, dass man falsche Rückschlüsse über Ihre Manieren und Soft Skills zieht (siehe Bildergalerie).



Kleidung Vorstellungsgespraech Mann Herren richtig Grafik

Kleidung Vorstellungsgespraech Mann Herren falsch Grafik



Achten Sie dafür umso mehr auf die Beinlänge Ihrer Hosen. Ein gern gemachter Fehler: Der Saum sollte ein Zentimeter oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes enden.

Achso, auch wenn Sie es obenrum gerne salopp mögen: Das Hemd sollte im Vorstellungsgespräch nicht zu weit aufgeknöpft werden (maximal der oberste Knopf).

Die Manschetten wiederum dürfen nicht offen getragen werden. Greifen Sie hier lieber zu eleganten Manschettenknöpfen (und einer hochwertigen Armbanduhr).

❌ Stilsünden der Männer

  • Weiße Socken
    Egal, ob Sie einen Anzug tragen, eine Kombi oder Jeans – weiße Socken gehen nie. Nur beim Sport. Merke: Die Sockenfarbe passt entweder zu den Schuhen oder zur Krawatte. Achten Sie auch auf die Länge: Im Sitzen dürfen keine haarigen Beine zum Vorschein kommen. Im Zweifel tragen Sie bitte Kniestrümpfe.
  • Krawattenlänge
    Die Krawatte endet genau über dem Gürtel. Nicht darüber oder Zentimeter davor. Letzteres sieht obendrein aus, als hätten Sie diese schon zur Konfirmation getragen.
  • Farbmix
    Man(n) sollte niemals die Farben von Schuhen und Gürtel mixen. Entweder beide sind braun oder schwarz. Alles andere ist ein Fauxpas.
  • Logos
    Unter weißen Hemden trägt man kein Unterhemd. Wer das dennoch will – etwa weil es ihm zu kalt ist – sollte aber nur reinweiße Shirts tragen. Logos oder Text, die durchscheinen, sind peinlich.
  • Hemdausschnitt
    Wer den Hemdkragen offen trägt, sollte darauf achten, ein Shirt mit V-Ausschnitt drunter zu tragen, der im Gegensatz zum Rundkragen unsichtbar bleibt.


Welche Schuhe im Vorstellungsgespräch?

Wer am liebsten in Sneakern herumläuft, muss sich für das Vorstellungsgespräch in Lederschuhe quälen. Die sind hier leider Pflicht.

Die Farbe wählen Sie passend zum Anzug: Wer einen schwarzen Anzug trägt, sollte auch schwarze Schuhe wählen.

Ebenso sollten Sie Schuhe und Gürtel aufeinander abstimmen: Ist dieser schwarz, sollten es die Schuhe ebenfalls sein.

Ein absolutes No-Go bei dunklen Anzügen sind die oben schon angesprochenen weißen Socken – womöglich noch Tennissocken.

Was auch nicht geht, sind fleckige Schuhe. Die Schuhe sind der krönende Abschluss Ihrer gesamten Erscheinung. Abgewetzte Absätze, Flecken oder gar Löcher degradieren die ansonsten perfekte Kleidung zur bloßen Maskerade.

Kleidung Vorstellungsgespraech Mann Herren Schuhe Grafik

Checkliste: Was Sie bei Ihrer Kleidung beachten sollten

Das Beste ist natürlich, Sie müssen sich nicht völlig überstürzt ein Kostüm oder einen Anzug besorgen, sondern haben genügend Zeit, die Kleidung fürs Vorstellungsgespräch in Ruhe auszusuchen.

Sollten Sie dabei feststellen, dass das Outfit Ihnen nicht passt oder unbequem ist, wechseln Sie die Kleidung lieber aus. Denn das spürt man im Vorstellungsgespräch. Wer sich darin unwohl oder gar verkleidet fühlt, wirkt automatisch unsicher.

Sorgen Sie also unbedingt für genügend Bewegungsfreiheit. Probieren Sie die Kleidung dazu bitte nicht nur im Stehen, sondern vor allem im Sitzen an – nicht zuletzt, um zu sehen, wie Hosen oder Röcke fallen. Sie werden auch im Bewerbungsgespräch später meist sitzen.

Für Ihren Auftritt im Vorstellungsgespräch sollten Sie außerdem auf folgende Punkte achten:

  • Seien Sie sparsam mit Parfums oder Aftershaves. Nicht jeder teilt Ihren (Duft-)Geschmack. Und wer den ganzen Tag in geschlossenen Räumen umnebelt von verschiedenen Bewerber-Düften sitzt, kann sich womöglich schlechter auf Sie und Ihre Inhalte konzentrieren.
  • Verdecken Sie Piercings und Tattoos. Egal, wie tolerant sich manches Unternehmen gibt: Die Details können Sie später immer noch ausloten. In manchen Branchen ist Körperschmuck einfach weniger akzeptiert, in anderen (beispielsweise in medizinischen Berufen und im Handwerk) ist er aufgrund von Hygiene- oder Sicherheitsvorschriften verboten.
  • Überprüfen Sie Ihre Kleidung. Bügeln Sie die Kleidung, überprüfen Sie den Sitz im Spiegel. Achten Sie auf Sauberkeit, besonders bei den Schuhen. Diese sollten sauber und ohne Schrammen sein.
  • Vermeiden Sie Comicmotive. Comic-Socken oder Motiv-Krawatten sind genau das nicht: lustig. Derlei Fehlgriffe zählen zu den schlimmsten Styling-Pannen. Auch wenn es auf Sie spießig wirken mag: unifarben oder mit einem dezenten Muster wirken Sie seriöser. Letztlich sollten Sie alles vermeiden, was irgendwie nach Freizeit oder Strand aussieht. Das gilt auch für Flip-Flops oder kurze Hosen im Vorstellungsgespräch (was manche an heißen Tagen tatsächlich schon getragen haben).
  • Vermeiden Sie am Tag zuvor Knoblauch und Alkohol. Beides dünstet der Körper auch am nächsten Tag noch aus. Schlimmstenfalls weht dem Personaler eine Fahne entgegen. Die umweht dann auch die Absage.
  • Packen Sie zur Sicherheit Ersatzkleidung ein. Gerade für längere Fahrten zum Vorstellungsgespräch bietet sich ein Ersatzoberteil an. Schließlich wollen Sie nicht verschwitzt und verknittert erscheinen. Auch ein Deo, Erfrischungstücher und Kaugummi sollten nicht fehlen.
[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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12. Mai 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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