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Headhunterkontakt: Wie reagieren? Wie kontaktieren?

Ruft Sie ein Headhunter an, ist das zunächst ein gutes Zeichen: Sie sind als Experte sichtbar und eine gesuchte Fachkraft. Das stärkt Ihre Verhandlungsposition beim Jobwechsel und Gehalt. Dennoch gibt es beim ersten Headhunterkontakt eine Art Verhaltenskodex, den Sie unbedingt einhalten und damit richtig reagieren müssen. Wer sich unprofessionell verhält, landet gleich wieder im Aus. Tipps, was Sie beachten sollten – und wie Sie selbst Headhunter kontaktieren…



Headhunterkontakt: Wie reagieren? Wie kontaktieren?

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Headhunterkontakt: Darf mich der Headhunter kontaktieren?

Genau genommen handelt es sich bei einem Headhunter Anruf um einen Graubereich: Streng betrachtet, fällt der Headhunterkontakt unter verbotene Kaltakquise. Gleichzeitig verkauft Ihnen der Headhunter nichts, sondern will ihnen nur eine die Chance auf eine berufliche Veränderung anbieten – und damit oft einen Aufstieg und mehr Gehalt.

Der Headhunter Anruf ist ein unverbindlicher Erstkontakt. Und damit legal sowie ein Kompliment und die Chance zu einem Karriereschritt. Viel wichtiger ist: Wenn Sie gerade nicht frei sprechen können, bitten Sie den Headhunter um einen Rückruf unter Ihrer Privatnummer nach Feierabend.

Bedeutung: Headhunter – was ist das?

Headhunter (Übersetzt: Kopfjäger; auf Deutsch: Personalberater) suchen im Auftrag von Unternehmen nach geeigneten Fach- und Führungskräften. Diese werden von den Headhuntern gezielt angesprochen und ausgewählt. Im Erfolgsfall erhalten die Personalberater für die Vermittlung eine Provision – häufig ein Drittel des Jahresgehalts des vermittelten Kandidaten.
Headhunter Bedeutung Ablauf Gespräch Tipps


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Wie sollte ich beim Headhunter Kontakt reagieren?

Der erste Kontakt signalisiert Interesse und sondiert das Ihre für einen Wechsel. In dieser ersten Phase sind Sie in der Regel eine(r) von mehreren Kandidaten. Ist Ihre Wechselmotivation grundsätzlich hoch, sollten Sie jetzt professionell reagieren, um den Headhunter zu überzeugen und Ihre Chancen zu erhöhen:

1. Ruhig bleiben

Gerade beim allerersten Headhunterkontakt sind viele aufgeregt. Bleiben Sie unbedingt ruhig, freundlich und gelassen. Das unterstreicht Ihre Souveränität und signalisiert zugleich Selbstbewusstsein.

2. Kontaktdaten prüfen

Bevor Sie irgendwelche Daten von sich preisgeben oder Ihren Lebenslauf verschicken, haken Sie erstmal nach: Lassen Sie sich die vollständigen Kontaktdaten des Anrufers geben und machen Sie eine Recherche im Internet: Was steht über den Personalberater online? Wirkt die Website seriös? Gibt es nachprüfbare Referenzen? Leider gibt es im Markt auch schwarze Schafe (siehe: Job Scamming)!

3. Termin vereinbaren

Wer nicht frei sprechen kann, weil die Kollegen mithören, sollte einen Termin für ein späteres Telefonat vereinbaren. Ein Gespräch am Arbeitsplatz zum Zweck der Abwerbung verstößt überdies gegen Ihre Loyalität und Treuepflichten gegenüber dem jetzigen Arbeitgeber. Wenn Sie sich abwerben lassen, dann bitte stets in der Freizeit!

4. Fragen stellen

Seriöse Headhunter sind meist auf Branchen oder Hierarchieebenen (z.B. C-Level, Executive Search) spezialisiert. Fragen Sie also beim zweiten Headhunterkontakt nach dem Hintergrund des Kopfjägers sowie den neuen Aufgaben und Herausforderungen des Jobs und dem suchenden Unternehmen. Ebenso nach den Arbeitsbedingungen und Konditionen. Das Gehalt sollte aber nie im Vordergrund stehen – wirkt gierig.

5. Respektvoll bleiben

Auch wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt, bleiben Sie bitte höflich, wenn Sie ablehnen und bedanken Sie sich dennoch für das Angebot. Das nächste Mal könnte es passen! Ebenso sollten Sie stets diskret bleiben. Bedeutet: Geben Sie keine Interna preis, sprechen Sie nie schlecht über den aktuellen Arbeitgeber und kennen Sie Ihren Arbeitsvertrag! Eventuell ist dort ein sog. nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart. Dann dürfen Sie nicht einfach so zur Konkurrenz wechseln.

Headhunter Antworten: Welche Fehler vermeiden?

Leider gibt es auch ein paar Fehler, die Sie beim Headhunterkontakt machen können und die Kandidaten sofort wieder ins Aus katapultieren:

  • Lebenslauf nicht kennen
    Der Kontakt mit dem Headhunter ist vergleichbar mit einem Vorstellungsgespräch. Bedeutet: Fragt Sie der Berater nach Erfolgen, bisherigen Jobs oder Herausforderungen, sollten Sie die Details kennen und benennen können. Wer stammelt, zeigt, dass er oder sie sich keine Gedanken über die berufliche Entwicklung macht.
  • Arrogant werden
    Beim Headhunter dürfen Sie ruhig etwas Selbstmarketing machen und Ihre Kompetenzen oder Erfahrungen betonen. Aber bitte nicht arrogant werden oder bei den Gehaltsvorstellungen übers Ziel hinausschießen. Das outet den Laien mit Starallüren.
  • Überrascht sein
    Auch wenn der Anruf vom Headhunter unerwartet kommt: Zeigen Sie nie Überraschung! Wenn Sie DER oder DIE Expertin in Ihrem Fachgebiet sind, musste man auf Sie kommen. Wer sich dagegen sich überrascht zeigt, outet sich als Jedermann.
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Headhunter kontaktieren: Ist das sinnvoll?

Falls Sie einen Jobwechsel planen und dazu Headhunter auf sich aufmerksam machen wollen, können Sie das tun. Allerdings ist das eher unüblich und hat nur gute Erfolgsaussichten mit der richtigen Strategie.

Das Wichtigste: Bloß nicht wie wild Headhunter kontaktieren und nach passenden Jobs fragen! Headhunter werden erst aktiv, wenn ein konkreter Suchauftrag vorliegt. Die Headhunter Bewerbung auf gut Glück bringt daher meistens nichts.

Wie kann ich Headhunter richtig kontaktieren?

Statt zu Headhuntern Kontakt aufzunehmen, empfehlen wir in der Regel andere Strategien zur Jobsuche, die schneller zum Traumjob führen. Sollten Sie dennoch Headhunter kontaktieren, dann bitte so:

  • Recherchieren

    Verschaffen Sie sich zunächst einen Marktüberblick. Passende Headhunter sollten in Ihrer Branche aktiv sein und auch Ihre Hierarchiestufe betreuen. Andernfalls kassieren Sie zu 98 Prozent Absagen.

  • Kontaktieren

    Sprechen Sie Personalberater möglichst persönlich an – am Telefon, nicht per E-Mail. So können Sie sich gleich selbst vorstellen und Details zu möglichen Suchaufträgen oder dem weiteren Ablauf erfragen.

  • Profilieren

    Bevor Sie Headhunter kontaktieren sollten Sie allerdings sämtliche öffentlichen Online-Profile von sich – vor allem auf Xing und Linkedin – aktualisieren und optimieren. Die schaut sich der Headhunter 100-prozentig an. Unstimmigkeiten, Widersprüche oder veraltete Bilder sind ein K.O.-Kriterium.

  • Orientieren

    Viele Headhunter verstehen sich zugleich als Karriereentwickler. Sie arbeiten zwar für Unternehmen, sind aber auch daran interessiert, dass sich die Kandidaten positiv entwickeln – dann kann man sie nach 3-5 Jahren vielleicht weiter vermitteln. Entsprechend sollten Sie beim Headhunterkontakt Ihre beruflichen Ziele genau kennen. Je präziser und langfristiger, desto größer das Interesse der Personalberater.

All die genannten Punkte unterstreichen Ihre Professionalität und vergrößern den Erfolg beim Headhunterkontakt. Daneben bleibt natürlich weiterhin der klassische Weg über Online-Jobbörsen, den offenen Stellenmarkt oder eine Initiativbewerbung.


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