Xing-Profil optimieren: Tipps fürs perfekte Portfolio

Mit einem professionellen Xing-Profil gewinnen Sie nicht nur mehr Kontakte. Das Online-Portfolio hilft auch bei der Jobsuche und Bewerbung. Indem Sie Ihr Xing-Profil optimieren, machen Sie Personalberater, Headhunter und Recruiter auf sich aufmerksam und finden so vielleicht schon bald den perfekten Traumjob. Wir zeigen hier, wie Sie mit einfachen Tipps und Schritten Ihr Xing Profil optimieren können und wie es Ihnen bei der „passiven“ Jobsuche hilft…

Xing-Profil optimieren: Tipps fürs perfekte Portfolio

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Xing-Profil: Visitenkarte für Bewerber

Neben Linkedin zählt Xing zu den beruflichen Karrierenetzwerken in Social Media. Viele nutzen das Business-Netzwerk für die Kontaktpflege und als virtuelles Telefonbuch. Doch Xing kann mehr. Es hilft Bewerbern sowohl bei der klassischen Bewerbung wie auch bei der sogenannten passiven Jobsuche.

Die meisten Jobs werden heute unter der Hand und über Beziehungen vergeben. Profis sprechen in dem Zusammenhang auch von dem verdeckten Stellenmarkt. Er ist rund zweimal so groß wie der offizielle über Jobbörsen. Dazu zählt aber auch die aktive Suche der Personalberater und Headhunter nach geeigneten Kandidaten und Talenten – das sogenannte Active Sourcing.

Xing-Profil optimieren: Vom Traumjob finden lassen

Bewerber oder Jobwechselwillige, die dann ihr Xing-Profil optimieren, stechen nicht nur positiv aus der Masse heraus – Sie verbessern zugleich ihre Bewerbungschancen und die Aussicht von suchenden Personalern und Recruitern gefunden zu werden. Bedeutet: Nicht Sie müssen sich auf einen Traumjob bewerben – der Job findet Sie.

Das professionelle Xing-Profil wird so zu einer virtuellen Visitenkarte und passiven Online-Bewerbung. Es lohnt sich also vor allem langfristig, wenn Sie Ihr Xing-Profil optimieren, regelmäßig aktualisieren und pflegen.

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Xing-Profil optimieren: 9 Schritte

Ein Xing-Profil anzulegen, ist keine große Sache. Der Basic-Account ist in wenigen Klicks angelegt und reicht für die Kontaktpflege, Bewerbung oder Jobsuche völlig. Den kostenpflichtigen Premium-Account brauchen allenfalls Profis und Recruiter. Sparen Sie sich das Geld!

Um das Xing-Profil optimieren zu können, brauchen Sie ebenfalls nur wenige Schritte. Zwar gibt es inzwischen zahlreiche Dienstleister, die Ihnen die Arbeit abnehmen und Ihre Online-Präsenz verbessern. Am Anfang reichen aber die folgenden Tipps und Schritte allemal.

1. Profilbild

Ihr Profilbild ist immer der erste Hingucker. Es prägt den ersten, professionellen Eindruck. In einem Business Netzwerk gelten daher dieselben Regeln wie für Bewerbungsfotos: Achten Sie auf ein professionelles Porträt-Foto in hoher Qualität. Es sollte Sie so zeigen, wie Sie auch später im Job (den Sie anstreben) gekleidet sind. Keine Selfies, keine Urlaubsbilder! Ob Farbe oder Schwarzweiß ist Geschmacksache. Das Bild zeigt Sie im Halbprofil mit etwas Schulterpartie. Weil bei Xing (und Linkedin) das Foto immer links im Profil steht, sollten Sie nach rechts schauen – also in die Seite hinein. Achten Sie zudem auf den Hintergrund: Der sollte neutral sein und farblich zum Rest passen. Vor allem: Lächeln Sie! Dadurch werden Sie sofort sympathischer.

2. Visitenkarte

Gleich neben dem Foto und unter Ihrem Namen stehen ein paar Stichpunkte zu Ihnen – genannt „Visitenkarte“: Was sie aktuell machen, woher Sie kommen und wieviele Kontakte Sie haben. Diese Kurzbeschreibung ist ausschlaggebend dafür, womit Sie gefunden werden. Achten Sie hierbei auf aussagekräftige Schlüsselqualifikationen und -begriffe. Angliszimen und fancy jobtitle schrecken eher ab. Wählen Sie besser eine Beschreibung mit der Außenstehende etwas verbinden und ergänzen Sie das durch etwas Überraschendes, Originelles. So werden Ihre Profil-Besucher neugierig und lesen sich auch den Rest der Seite durch – das ist der Sinn und Zweck der Kurzbeschreibung.

3. Jobwünsche

Sie können im Xing-Profil auch Ihre Jobwünsche angeben. Also beispielsweise Wunscharbeitgeber, den aktuellen Karrierestatus („Auf Job-Suche“) oder Ihre Gehaltsvorstellung. Es ist allerdings sinnvoll, diesen Abschnitt und dessen Angaben nur für Recruiter sichtbar zu machen. Sollte das der eigene Chef sehen, könnte das zu peinlichen Rückfragen führen.

4. Über mich

Der sogenannte „Über mich“-Abschnitt ist der Platz für eine gut formulierte Selbstbeschreibung. Da hiervon zunächst nur 5 Zeilen sichtbar sind, sollten Sie in wenigen Worten auf den Punkt kommen. Auch hier gilt wieder: Nutzen Sie den Text, um wichtige Schlüsselbegriffe („Keywords“) unterzubringen, unter denen Sie künftig gefunden werden wollen. Wenn Sie Ihr Profil für Suchmaschinen wie Google öffentlich zugänglich machen, stürzen sich die Crawler meist auf den generischen Text.

5. Werdegang

Es folgt der berufliche Werdegang. Dieser ähnelt einem Lebenslauf und sollte auch so gepflegt werden. Klassisch sind das die Passagen, die Headhunter und Personalvermittler besonders interessieren. Deshalb sollte man ihnen hier auch entsprechendes Futter bieten: Also nicht nur eine reine Aufzählung von Berufsstationen und Tätigkeiten, sondern auch ein paar Prestigeprojekte, Erfolge, Einzelheiten, die spezifische Kompetenzen erkennen lassen.

6. Fähigkeiten

Dieser Abschnitt ist im Grunde eine reine Aneinanderreihung von Fähigkeiten, Eigenschaften und Qualifikationen, die Sie sich selbst zuschreiben. Auch hier können und sollten Sie wieder wichtige Keywords einbauen, um die Jobsuche und das Gefundenwerden zu optimieren. Unser Tipp: Bauen Sie aber auch 1-2 ungewöhnliche Begriffe ein. Zum Beispiel „Schuhgröße 46“. Das ist zwar keinerlei relevante Qualifikation, fällt aber jedes Mal auf – und bleibt im Kopf. Mit Ihnen zusammen. Bingo!

7. Ich suche…

Auch die Rubrik „Ich suche“ ist eine reine Aufzählung von Schlüsselworten – und bei den meisten Profilen ein Dokument der Langeweile. Verzichten Sie bitte auf Floskeln wie „nette Menschen“. Erstens findet sich dies in gefühlt jedem zweiten Profil; zweitens ist das redundant. Wenn Sie niemanden kennenlernen wollen, was machen Sie dann bei Xing? Eben. Nicht gerade kreativ! Auch hier gilt: Gehen Sie ins Detail, füllen Sie die Felder originell und ungewöhnlich aus und überraschen Sie – zum Beispiel mit einem indirekten Bekenntnis: „Ich suche… Weinliebhaber.“

8. Sprachen und Qualifikationen

Im unteren Teil ähnelt das Xing-Profil wieder einem typischen Lebenslauf. Es werden Sprachkenntnisse sowie besondere Qualifikationen und Auszeichnungen aufgelistet. Die Felder runden Ihr Profil ab und sollten deshalb ebenfalls ausgefüllt werden. Sparen Sie wieder mit Phrasen, aber nicht mit Eigenlob. Das ist an der Stelle durchaus erlaubt und gewollt.

9. Kontakte

Den Punkt haben viele nicht auf dem Radar: Natürlich zahlen auch Ihre Kontakte auf Ihre Reputation ein. Und hierbei zählt nicht Masse, sondern Klasse: Wen kennen Sie? Mit wem sind Sie vernetzt? Wer kennt also auch Sie? Überlegen Sie sich genau, wen Sie in Ihr sichtbares (!) Netzwerk aufnehmen. Deren Image färbt zwangsläufig auch auf Ihres ab. Die subtile Botschaft: „Ich bin bestens in der Branche verdrahtet.“ Modern nennt man solche Netzwerk-Knotenpunkte auch „Influencer„.

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Xing-Profil optimieren: Lohnt sich das?

Die Kernfrage ist natürlich, wie groß Ihre Wechselmotivation und ob für Sie aktuell ein Jobwechsel infrage kommt. Falls ja, sollten Sie Ihr Xing und (falls vorhanden) auch das Linkedin-Profil optimieren. Beide prägen massiv, wie Sie in der Außenwirkung wahrgenommen werden. Nicht nur von Headhuntern, sondern auch von Kollegen oder Branchenexperten.

Gut und professionell gepflegte Business-Netzwerk-Profile eignen sich nicht nur zum Netzwerken, sondern natürlich auch zur Akquise von Neukunden oder Klienten. Bei jeder Optimierung sollten Sie sich daher folgende Fragen stellen:

Gibt Ihr optimiertes Xing-Profil darüber Auskunft und verbinden Sie dessen Inhalt mit professionellen und ansprechenden grafischen Elementen in Ihrem Portfolio, steht dem perfekten Xing-Profil nichts mehr im Weg.

Xing-Profil optimieren: Checkliste für Bewerber

Hier noch eine kompakte Checkliste, wie Bewerber Ihr Xing-Profil optimieren und nutzen können. Die Liste können Sie direkt hier online im Browser abhaken, falls die Punkte auf Sie zutreffen.

  • Mein Jobtitel und die Jobbeschreibung sind aktuell.
  • Das Profilbild ist professionell und ansprechend.
  • Ich habe meine Karrierewünsche angegeben, weil ich auf Jobsuche bin.
  • Diese Information ist aber auf Recruiter beschränkt.
  • Meine „Visitenkarte“ ist aussagekräftig und enthält die relevante Keywords.
  • In meinem Werdegang stehen wichtige Erfahrungen und Erfolge.
  • Der Bereich „Ich suche“ hat individuell passende Schlagworte, die für meine Jobsuche relevant sind.
  • Weil ich zusätzlich eine Bewerbungshomepage (oder Blog) pflege, steht der Link dazu ebenfalls im Profil.
  • Meine Kontakte sind ausgewählt und hochwertig. Sie spiegeln ein professionelles Netzwerk.
  • Ich erweitere und pflege mein Netzwerk aktiv.
  • Ich bin auf Xing aktiv und erhöhe meine Sichtbarkeit durch regelmäßige Posts und kompetente Kommentare.


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Xing-Profil nutzen: Überzeugen mit Community

Nach den vielen Tipps ist uns noch ein Punkt wichtig, wenn Sie Ihr Xing-Profil optimieren: die Kontaktaufnahme und das Auftreten. Leider finden sich in Social Media zahllose Beispiele von reinen Kontaktsammlern mit standardisierten und unpersönlichen Kontaktanfragen. Machen Sie das bitte anders! Ein berufliches Netzwerk zeichnet sich nicht nur durch die Größe aus, sondern durch die Qualität der Beziehungen und Community. Sie finden schneller einen Job, wenn Sie Ihr Netzwerk unterstützt. Und das tun nur echte (!) Kontakte. Deshalb, daher und darum:

  1. Bauen Sie kontinuierlich Kontakte auf

    Nicht möglichst schnell, möglichst viele Kontakte sammeln. Sondern Menschen persönlich ansprechen, Vertrauen aufbauen, die Beziehungen pflegen und „warm“ halten. Die Reihenfolge lautet immer: Erst geben, dann nehmen. Erst wenn die Bande belastbar sind, können Sie nach Jobs fragen – oder besser: nach einem Rat für die Jobsuche. Vergessen Sie dabei aber nie die Macht zusätzlicher realer Treffen – physisch, auf Messen oder Events.

  2. Werden Sie persönlich

    Kaum etwas zeugt von mehr Interesse, als wenn Sie sich vorab mit dem Profil Ihres neuen Kontakts beschäftigen und darauf eingehen. Finden Sie Gemeinsamkeiten und verbindende Interessen – und beginnen Sie darüber ein Gespräch per Mail. Ihre Kontaktaufnahme sollte immer mit einer persönlichen Nachricht beginnen. Massenmails und Kaltakquise hasst jeder in solchen Netzen.

  3. Beteiligen Sie sich am Austausch

    Xing ist nicht nur ein Business-Netzwerk, sondern ebenso eine Plattform auf der Wissen geteilt und kommentiert wird. Beteiligen Sie sich also an Diskussionen und schreiben Sie respektvolle, insprierende und kompetente Kommentare. So werden andere auf Sie aufmerksam und suchen den Austausch und die Vernetzung mit Ihnen. Ebenso können Sie Profil-Update von anderen nutzen, mal wieder in Kontakt zu treten.

  4. Binden Sie andere Netzwerke ein

    Xing, Linkedin, Facebook, Instagram, Twitter… Die Riege der sozialen Netzwerke wächst kontinuierlich. Oft finden Sie Bekannte auch dort und können so netzwerkübergreifend Beziehungen pflegen. Das sollten Sie auch: Je mehr relevante Menschen Sie kennen, die jemanden kennen, die jemanden kennen… desto Job.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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