Headhunter: Firmen finden, Gehalt + 4 Tipps beim Anruf

Viele Arbeitnehmer halten Headhunter für Personalvermittler. Wahr ist: Wenn der Headhunter anruft, sind Sie auf dessen Radar. Er hält Sie für geeignet für einen attraktiven Job und bietet Ihnen einen potenziellen Karriereschritt an. Im besten Fall. Dabei handelt er auch in Ihrem Interesse, vor allem aber im Auftrag eines suchenden Unternehmens. Einfach erklärt: Was macht ein Headhunter und wie arbeitet er? Warum sollten Sie Headhunter nicht mit Personalberatern oder Outplacement-Beratern verwechseln? Hier die Antworten. Plus: Tipps, worauf Sie im Gespräch mit einem Headhunter achten sollten…

Headhunter: Firmen finden, Gehalt + 4 Tipps beim Anruf

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Definition: Was ist ein Headhunter?

Der Begriff „Headhunter“ stammt aus dem Englischen. Die Übersetzung „Kopfjäger“ klingt martialisch, trifft es aber im Kern: Headhunter suchen im Auftrag von Unternehmen nach hochqualifizierten Talenten, nach Fach- und Führungskräften. Headhunter sind Dienstleister und ersetzen das interne Recruiting.

Die meisten Headhunter sind spezialisiert auf bestimmte Branchen und gut bezahlte Fachkräfte. Das liegt auch an Ihrer Bezahlung: Headhunter-Firmen erhalten bei erfolgreicher Vermittlung ein Honorar vom Auftraggeber, oft ein Drittel des Jahresgehalts der vermittelten Fach- und Führungskraft.

Wie geht ein Headhunter vor?

Bewerben können Sie sich bei einem Headhunter in der Regel nicht. Headhunter sind keine Personalvermittler, die bei der Jobsuche helfen. Sie werden nur im Auftrag von Arbeitgebern aktiv – mit dem Ziel eine vakante Position bestmöglich zu besetzen. Im Sinne des Unternehmens.

Das unterscheidet Sie vom Beruf des Personalberaters oder Outplacement-Beraters. Letztere werden zwar teilweise auch von Unternehmen bezahlt. Deren Dienstleistung ist richtet sich aber vor allem an Arbeitnehmer und an die erfolgreiche Arbeitsvermittlung sowie Hilfe bei der beruflichen Neuorientierung.

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Aufgaben: Was macht ein Headhunter?

Headhunter suchen in der Regel für höhere Hierarchie-Ebenen. Sie selbst müssen aber nicht zum Top-Management zählen und auch keine Führungskraft sein, damit ein Headhunter auf Sie aufmerksam wird. Auch anspruchsvolle Positionen im Mittelmanagement sowie seltene und gesuchte Spezialisten-Jobs werden von den Personalexperten besetzt beziehungsweise vermittelt. Zu den Aufgaben eines Kopfjägers zählen verschiedene Dienstleistungen:

  • Personalsuche
    Die Personalsuche im Auftrag von Unternehmen ist das Kerngeschäft vieler Headhunter. Sie halten Ausschau nach Top-Talenten, Fach- und Führungskräften und vermitteln diese in freie Positionen. Dabei arbeiten sie mit einem klaren Profil und suchen nach geeigneten Kandidaten, die den Anforderungen und Erwartungen entsprechen. Dazu nutzen Sie in erster Linie ihr Netzwerk. Zunehmend auch Social Media Netzwerke wie Linkedin oder Xing sowie Presseberichte.
  • Direct Search
    Eine besondere Form der Personalsuche ist die sogenannte Direct Search, auch „Direktsuche“, „Direktansprache“ oder „Executive Search“ genannt. Dabei gehen Headhunter direkt auf Angestellte eines Unternehmens zu und werben diese aktiv ab.
  • Beurteilung und Auswahl
    Qualifizierte Headhunter können helfen, Kriterien für die Beurteilung von Kandidaten zu erstellen und unterstützen im Auswahlprozess. Sie begleiten Unternehmen bei Eignungstests und weiteren Methoden der Personalauswahl.
  • Kontrolle und Information
    Eine weitere Aufgabe von Headhuntern kann die Daten-Prüfung sein. Dabei werden aussichtsreiche Kandidaten einem Fakten-Check unterzogen: Stimmen die Arbeitszeugnisse? Was sagen die Referenzen? Sind die Unterlagen vollständig? Wo gibt es Lücken im Lebenslauf?
  • Beratung und Coaching
    Headhunter können ebenso beratend tätig sein. Dabei bieten Sie Ihren Auftraggebern Hilfe und Informationen rund um den Arbeitsvertrag oder bei der Bezahlung. Manche Firmen übernehmen teilweise auch Beratungsdienstleistungen in der Personalentwicklung.

Typische Einsatzgebiete für Headhunter sind Personalberatungen und Agenturen zur Personalvermittlung. Sie werden aber auch in Zeitarbeitsfirmen oder Unternehmensberatungen eingesetzt. Natürlich können sich Headhunter auch selbstständig machen. Die Berufsbezeichnung „Headhunter“ ist nicht geschützt. Theoretisch kann sich jeder Personalvermittler so nennen, was leider die schwarzen Schafe der Branche ausnutzen.

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Gehalt: Wie wird ein Headhunter bezahlt?

Headhunter gehören teils – zu den bestbezahlten Berufen. Die Spitzengehälter liegen im 6-stelligen Bereich. Einige Partner der großen Executive Search Beratungen bringen es auf ein 7-stelliges Jahresgehalt. Die Vergütung eines Headhunters ist in der Regel vom Auftrag abhängig und orientiert sich am Jahresgehalt des zu vermittelnden Mitarbeiters. Kurz: Je höher die Position, desto höher die Bezahlung für den Headhunter.

Im Durchschnitt liegt das Honorar für Headhunter zwischen 25 und 33 Prozent des angestrebten Jahresgehalts der freien Position. Für besonders hohe Positionen in der Direct oder Executive Search sind auch höhere Prozentsätze möglich. Zudem ist das Gehalt der Headhunter an den Erfolg der Vermittlung gekoppelt. So wird beispielsweise ein Teil des Honorars bei Auftragsvergabe gezahlt, der Rest, wenn ein Kandidat gefunden und eingestellt ist und auf der Position reüssiert.

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Headhunter finden: 50 Headhunter-Firmen im Überblick

Im Folgenden finden Sie zahlreiche, namhafte Headhunter-Firmen im Überblick und in alphabetischer Reihenfolge:

Amblank Jung
Amrop Germany
Baumann
Boyden
CareerTeam Group
Change Group
Christian Könitzer Consulting
Convenio
D-Level
Deltacon
Deininger
Dfind
Digital Future Recruitment
Division One
Dr. Maier und Partner
Dr. Schannath Executive Search
Dwight Cribb
Egon Zehnder
Emfelia
Eric Salmon
FMT
H/P Executive Consulting
Hager
Heads
Heidrick & Struggles
Herbold Fischer Associates
HiTec-Consult
i-Potentials
IFP
Indigo
Kienbaum
Knaisch Consulting
Korn/Ferry
LAB
MINT Solutions
Odgers Berndtson
Passion for People
PrimePeople
QRC Group
Rochus Mummert
Russell Reynolds
Sabine Märten
SAM Executive Search
Selaestus
Senator Executive Search
Signium
SpencerStuart
Swissconsult
Talent Tree
Tayfun Recruitment
Transearch
Westwind

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Kontakt zum Headhunter: Bloß nicht anbiedern!

Der klassische Fall ist: Sie erhalten einen Anruf oder eine Mail vom Headhunter. Das passiert aber nur, wenn Sie auf dem Radar des Headhunters landen. Er muss also schon mal von Ihnen gehört oder gelesen haben – und Sie müssen dabei positiv aufgefallen sein. Nun stehen Sie auf seiner Liste potenzieller Talente. Bekommt der Headhunter dann einen passenden Suchauftrag, zu dem Ihr Profil passt, meldet er oder sie sich.

Es bringt also kurzfristig wenig, sich bei einem Headhunter zu bewerben. Ohne passenden Suchauftrag, wird er Sie nicht vermitteln. Mehr noch: Zu große Eigeninitiative hat sogar Nachteile. Wer dabei plump und anbiedernd vorgeht, wirkt bedürftig. Nicht gerade wie ein Leistungsträger oder Top-Talent. Oder, um im Sprachbild zu bleiben: Headhunter sind Jäger. Beute, die sich ihnen allzu bereitwillig anbietet, schmeckt nicht. Es könnte sich gar um Aas handeln.

Überzeugen durch Expertise

Um Kontakt zu Headhuntern aufzunehmen, müssen Sie subtiler vorgehen. Werden Sie sichtbar, lassen Sie sich finden. Mehr noch: Überzeugen Sie durch Expertise, Fachwissen und Erfolge. Am schnellsten gelingt dies heute in Business-Netzwerken wie Linkedin oder Xing. Aber auch auf Kongressen, Fachmessen oder als Keynote-Speaker.

Beachten Sie bei der Kontaktaufnahmen stets folgende Tipps:

  • Keine Kaltaquise
    Wer noch am Anfang seiner Karriere steht, sollte Geduld haben. Der erste Anruf vom Headhunter kommt erst, wenn Sie sich bewiesen und in der Branche etwas erreicht haben. Bitte keine Kaltakquise oder Anbiederei! Auch sollten Sie Ihren Lebenslauf nicht als Massenmail verschicken. Das ist peinlich, unprofessionell und deklassiert Sie zum Bittsteller.
  • Kontakte knüpfen
    Spielen Sie über Bande und versuchen Sie Headhunter kennenzulernen, bevor Sie etwas von ihnen wollen. Kommentieren Sie etwa deren Posts in Social Media. Treffen Sie Personalberater auf Fachmessen. Provozieren Sie ein paar positive (!) Presseberichte oder Interviews. Headhunter sind enorm konservativ. Ein guter Artikel mit Ihrem Namen im „Handelsblatt“ oder in der Fachpresse beeindruckt immer.
  • Über Bande spielen
    Top-Manager sollten niemals den direkten Weg wählen. Viel eleganter wirkt eine Empfehlung. Pflegen Sie daher vor allem Kontakte zu Menschen, die ihrerseits mit Personalberatern dicke sind. Sind die von Ihnen überzeugt, gewinnen Sie hochkarätige Fürsprecher und Ihre Reputation steigt.

Headhunter Anruf: Tipps für Fragen & Rückfragen

Falls Sie von einem Headhunter angerufen oder kontaktiert werden, passiert erst einmal nicht viel. Beim Erstkontakt, will der Personalberater vor allem wissen, ob Sie gegenüber einer beruflichen Veränderung grundsätzlich aufgeschlossen sind. Er wird sich vorstellen, den Suchauftrag und den Job grob umreißen, seinen Auftraggeber aber noch nicht nennen. Jedenfalls nicht sofort.

Umgekehrt kann es sein, dass man Ihnen ein paar Fragen zu Ihrem aktuellen Job, zu bisherigen Stationen oder Erfolgen stellt. Sollte der Headhunter gleich eine Art Überfallinterview und Vorstellungsgespräch führen, ist Vorsicht geboten. Gänzlich unseriös wird es, wenn man Ihnen illegale Fragen stellt oder die Zusendung Ihres tabellarischen Lebenslaufs verlangt. Das gehört erst in den Zweitkontakt, nachdem Sie grundsätzliches Interesse signalisiert haben.

Typische Fragen im Headhunter-Gespräch

Rechnen Sie beim Erstkontakt eher mit allgemeinen Fragen, die Ihre beruflichen Ziele oder Ihre generelle Wechselmotivation abklopfen. Zum Beispiel:

  • Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer Karriere?
  • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  • Was motiviert Sie?
  • Welche Herausforderungen suchen Sie – warum?
  • Wohin würden Sie sich gerne beruflich entwickeln?
  • Was würde Sie an einer neuen Position am meisten reizen?
  • Was mögen Sie an Ihrer derzeitigen Position am wenigsten?
  • Wären Sie bereit, umzuziehen?
  • Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Die Antworten auf diese Fragen sollten nicht wie aus der Pistole geschossen kommen. Das sieht so aus, als hätten Sie darauf gewartet. Allzu zögerlich sollten Sie auch nicht antworten. Schließlich sind das Fragen, die Sie sich immer wieder selbst stellen sollten. Tatsächlich erkennen Headhunter schon daran, mit wem Sie es zu tun haben. Ob Sie selbstreflektiert sind, Karriereziele haben und vor allem aktiv (!) Ihre Karriere weiterentwickeln.

Bei Anruf Job? Jetzt richtig reagieren!

Wenn der Headhunter anruft, bleiben Sie bitte immer freundlich und neutral. Wenn es gerade nicht passt, verabreden Sie einen neuen Gesprächstermin nach Feierabend. Dann, wenn Sie frei sprechen können. Ebenso können Sie sich die Nummer des Headhunters geben lassen und später zurückrufen. Netter Nebeneffekt: Sie können per Rückwärtssuche herausfinden, mit wem Sie es zu tun haben.

Selbst wenn Sie nicht interessiert sind und keinen Jobwechsel planen, hören Sie sich bitte an, was der Headhunter anbietet. Das gibt Ihnen die Gelegenheit zu einer Art Marktwert-Test. Der Headhunter Anruf sagt Ihnen, wie Sie extern auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen werden. Oder wohin Sie sich entwickeln könnten. Das ist mindestens eine nützliche Information und Inspiration.

Darüber hinaus sollten Sie folgende Tipps und Regeln beachten:

  • Coolness
    Niemals nervös werden oder prahlen. Wenn der Headhunter anruft, ist das zunächst ein Kompliment. Er ist interessiert und hält Sie für potenziell geeignet. „Potenziell“ – es ist also noch alles offen.
  • Zurückhaltung
    Egal, wie sehr Sie sich durch den Anruf geschmeichelt fühlen: Kommunizieren Sie vorsichtig. Lassen Sie weder einen zu starken Wechselwunsch erkennen (wirkt verzweifelt), noch sollten Sie gleich nach dem Gehalt fragen (wirkt gierig). Und sprechen Sie bloß nicht schlecht über Ihren aktuellen Arbeitgeber (unprofessionell). Die schlimmste Frage wäre jetzt: „Wie sind Sie auf mich gekommen?“ Man musste auf Sie kommen! Sie sind schließlich Experte – die Spezialistin für dieses Gebiet!
  • Diskretion
    Versuchen Sie zwischen den Zeilen zu lesen und sich schnell zu entscheiden, ob Sie interessiert sind. Wenn der Job nicht zu Ihnen passt, sagen Sie das ruhig. Aber nicht beleidigt sein, weil das Angebot unter Ihrem Niveau ist. Lehnen Sie mit der Begründung ab, dass Sie nach einer anderen Herausforderung suchen.

Das Wichtigste aber ist, dass Sie Rückfragen stellen…

Rückfragen an den Headhunter: Diese bitte stellen!

Lassen Sie sich vom Headhunter Anruf weder einschüchern, noch einlullen. So manchem Ego schmeichelt das. Sich davon beeindruckt zurückzulehnen, wirkt aber entweder arrogant oder laienhaft. Stellen Sie daher IMMER Rückfragen!

Auch Sie sollten sich nicht irgendwem anvertrauen. Es geht schließlich um Ihre berufliche Zukunft. Haken Sie also unbedingt nach – mit eigenen Fragen zu wichtigen Themengebieten:

Fragen zum Headhunter

  • Wie war nochmal Ihr Name und der Name Ihres Unternehmens?
  • Kann ich Sie im Internet finden? Ich würde mich gerne informieren.
  • Wie lange sind Sie schon Headhunter?
  • Sind Sie auf meine Branche spezialisiert?
  • Wer hat mich Ihnen empfohlen?

Fragen zu Position und Unternehmen

  • Aus welcher Branche stammt das Zielunternehmen, Größe, Umsatz?
  • Wie ist dessen aktuelle wirtschaftliche Lage?
  • Gibt es akute und laufende Change-Prozesse, von denen diese Position betroffen ist?
  • Wo ist die Position angesiedelt: Wer berichtet mir, an wen muss ich berichten?
  • Wird die Stelle neu geschaffen oder gibt es einen Vorgänger?
  • Warum ist der Vorgänger ausgeschieden?
  • In welchem Rahmen bewegt sich das Gehalt?

Fragen zu Anforderungen

  • Wie sieht die Einarbeitungsphase aus?
  • Wie schnell und welche Ergebnisse werden erwartet?
  • Welche Herausforderungen sehen Sie?

Fragen zum Auswahlprozess

  • Wie geht es nach unserem Gespräch weiter?
  • Wie viele Interviews werden noch geführt?
  • Bis wann muss die Stelle besetzt sein?

Checkliste: Unseriöse Headhunter erkennen

Wie eingangs erwähnt, ist der Personalberatermarkt unübersichtlich. Jeder kann sich „Headhunter“ nennen. Entsprechend viele halbseidene Headhunter-Firmen gibt es. Wir haben daher ein paar Indizien gesammelt, an denen Sie schwarze Schafe und unseriöse Headhunter erkennen können:

  • Geheimniskrämerei
    Wie war doch gleich Ihr Name? Achso, können Sie nicht verraten?! Wenn Headhunter beim Erstkontakt Ihren Auftraggeber nicht nennen wollen, ist das okay. Den eigenen Seriositäts-Check dürfen Sie aber nicht verweigern. Achtung: Es könnte auch eine Tarnfirma im Auftrag Ihres Chefs sein, die gerade Ihre Loyalität prüft. Wenn der Headhunter sich nicht offenbaren will, ist garantiert etwas faul.
  • Überfallanruf
    Kaltakquise ist für Headhunter eigentlich unzulässig. Headhunter dürfen maximal testen, ob ein Kandidat gesprächsbereit ist, können ihm kurz die neue Stelle schildern und nach der Privatnummer fragen. Mehr nicht. Wer überfallartig mehr wissen will und Sie aushorcht, stört nicht nur, sondern beherrscht das kleine Einmaleins seines Jobs nicht. Finger weg!
  • Ahnungslosigkeit
    Seriöse Headhunter machen ihre Hausaufgaben. Heißt: Sie haben über Sie recherchiert und kennen Ihren Lebenslauf – sofern Teile davon öffentlich (im Internet) sind. Hat der Anrufer davon keine Ahnung oder bietet Ihnen einen Job an, der so überhaupt nicht passt, ist das ein Warnzeichen. Sie haben es offensichtlich mit einem Quacksalber oder blutigen Anfänger zu tun.
  • Beschönigung
    Irgendwann muss die Katze aus dem Sack: Um welchen Arbeitgeber geht es? Warum bietet man Ihnen diesen Job an? Worin liegt für Sie der Karriereschritt? Versucht man Ihnen einen heißen Stuhl oder den problematischen Charakter des Chefs in spe schmackhaft zu machen, ist das ebenfalls unseriös. Dumm sowieso. Wenn Sie bald darauf hinschmeißen und erneut wechseln, bekommt der Headhunter auch keine Provision. Er handelt also kurzsichtig.
  • Manipulation
    Die synonyme Berufsbezeichnung „Personalberater“ zeigt: Es geht auch darum, Top-Talente zu beraten. Nicht aber zu belehren oder zu beeinflussen. Ganz schlecht: Den Kandidaten nicht danach fragen, wo der hin will und was seine Berufsziele sind, sondern ihm ein Ziel einreden. Natürlich das, was zufälligerweise zum offerierten Job passt. Das ist keine seriöse Beratung, sondern plumpe Verkaufe.
  • Erklärungsnotstand
    Nicht jeder Kandidat kommt am Ende zum Zuge. Das ist okay, es handelt sich um einen Auswahlprozess. Seriöse Headhunter sehen dennoch in allen Kandidaten dauerhafte Partner, deren Karriere sie auch künftig voranbringen können. Daraus ergibt sich eine gewisse Erklärungspflicht, warum es mit dem Job nicht geklappt und sich der Auftraggeber gegen Sie entschieden hat. Meldet sich der Headhunter nie mehr bei Ihnen (sog. Ghosting), offenbart das eine anderes Geschäftsmodell: modernen Menschenhandel. Arbeiten Sie mit dieser Agentur nie mehr zusammen!

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