Einstellungstest: Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Bereits beim Gedanken an ein anstehendes Vorstellungsgespräch erhöht sich bei vielen Bewerbern die Pulsfrequenz und die Hände beginnen zu schwitzen. Viel Hoffnung wird in diesen Termin gesteckt und damit geht auch ein großer Druck einher. In einigen Fällen wird der Stress für die Kandidaten noch einmal größer, wenn nicht nur das Gespräch mit dem Personaler genutzt wird, um die Eignung eines Bewerbers festzustellen. Ein Einstellungstest steht Kandidaten besonders häufig bei großen Arbeitgebern bevor. Sie sollen bei der Auswahl des besten Bewerbers helfen – und natürlich einige Bewerber aussortieren. Was aus Personalersicht ein hilfreiches und nützliches Mittel ist, steigert die Aufregung für Bewerber noch weiter – kann gleichzeitig aber auch eine Chance bieten, sich von der Konkurrenz abzuheben. Was in einem Einstellungstest auf Sie zukommt und Tipps, um Ihre Chancen zu steigern…

Einstellungstest: Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Einstellungstest: Das kann Sie dabei erwarten

Ein Einstellungstest soll den Bewerber noch einmal auf Herz und Nieren prüfen und das Bild, das durch die eingereichten Bewerbungsunterlagen und das Gespräch mit dem Personaler entstanden ist, abrunden und vollenden. Dabei gehen Unternehmen unterschiedlich vor, manchmal wird ein eigener Termin angesetzt, so dass Vorstellungsgespräch und Einstellungstest getrennt voneinander stattfinden. Bei anderen Arbeitgebern werden Kandidaten während des Vorstellungsgesprächs mit Fragen konfrontiert – diese fallen dann jedoch deutlich kürzer aus, als separate Einstellungstests, die für einen längeren Zeitraum angesetzt werden.

Alle Einstellungstests haben hingegen gemeinsam, dass Sie den Bewerber in verschiedenen Bereichen abfragen. Sie zielen auf die Qualitäten und Fähigkeiten ab, die sich in einem reinen Gespräch nicht so leicht feststellen lassen. Hier kann zwar viel berichtet werden, der Einstellungstest liefert jedoch Gewissheit, wo die Stärken und Schwächen des Bewerbers tatsächlich liegen. Am Ende erhoffen Personaler herauszufinden, wer die besten Voraussetzungen mitbringt und somit für die Position besonders gut geeignet ist.

Welche Aufgaben Sie in einem Einstellungstest erwarten müssen, lässt sich nicht konkret vorhersagen. Zu unterschiedlich und individuell sind die Anforderungen, die Unternehmen an ihre Mitarbeiter stellen und damit auch die Fragen, die von Personalern gestellt werden, um die Kompetenzen möglicher neuer Angestellter zu beurteilen. Dennoch gibt es einige Bereiche und Arten von Aufgaben, die sich immer wieder finden:

  1. Der Umgang mit Zahlen

    Mathe ist nicht für jeden eine Lieblingsdisziplin, doch Einstellungstests gehen fast immer auf diese Fähigkeit ein. In vielen Branchen ist es wichtig, mathematisches Verständnis mitzubringen und gut mit zahlen umgehen zu können. Bevor der Angstschweiß ausbricht: Sie brauchen kein Mathematikstudium, um die klassischen Fragen eines Einstellungstests zu beantworten.

    Auch müssen Sie keine Formeln auswendig können. Kopfrechnen, Prozentrechnen, Dreisatz und auch Rechnungen, bei denen Sie das Ergebnis schätzen sollen, können Ihnen in diesem Bereich des Einstellungstest begegnen.

  2. Konzentration

    Konzentrierte Arbeit ist für den Erfolg eines Unternehmens oftmals unerlässlich, weshalb die Konzentrationsfähigkeit in Einstellungstests immer wieder geprüft wird. Oft geht es bei den Aufgaben darum, wie viel Sie sich merken und anschließend korrekt wiedergeben können. So kann etwa eine Liste mit verschiedenen Begriffen vorgegeben werden, zu der im Anschluss Fragen gestellt werden.

    Ein weiterer Klassiker sind Bilder von verschiedenen Formen oder unterschiedlichen Flächen, die Sie sich einprägen müssen. Im zweiten Schritt gilt es, sich an diese zu erinnern, um Fragen beantworten zu können.

  3. Logisches Denken

    Aus einer Vielzahl an Informationen die wichtigsten Aussagen herausfiltern und am Ende zum richtigen Schluss kommen – logisches Denken ist im Berufsleben eine gefragte Fähigkeit und spielt bei vielen Einstellungstests eine Rolle. In Zusammenhang mit dem Zahlenverständnis werden an dieser Stelle gerne Zahlenreihen präsentiert, die logisch fortgeführt werden sollen.

  4. Allgemeinbildung

    Die Allgemeinbildung steht oft nicht in einem direkten Zusammenhang zur Tätigkeit im Beruf, doch viele Einstellungstests gehen dennoch auf diesen Bereich ein. So werden beispielsweise Fragen zu Politik, Geschichte oder Erdkunde gestellt, um den Wissensstand eines Bewerbers einschätzen zu können.

  5. Fremdsprachen

    Wird für einen Job eine Fremdsprache vorausgesetzt, wird dieses Fähigkeit mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Einstellungstest abgefragt. Neben Vokabeln kommt es hierbei vor allem auf die korrekte Grammatik an. So sollten Sie sich darauf einstellen, verschiedene Zeiten zu erkennen oder Verben zu konjugieren.

Einstellungstest Fragen: Übung für den Ernstfall

Einstellungstest Fragen Übung Vorbereitung Allgemeinwissen Üben mit LösungenNatürlich ist es noch einmal etwas ganz anderes, wenn Sie tatsächlich im Einstellungstest sitzen, die Nervosität Sie packt und es darauf ankommt, dass Sie wirklich überzeugen und sowohl Ihr Wissen als auch Ihre Konzentration abrufen. Dennoch empfiehlt es sich, bereits zuhause schon einmal mögliche Aufgaben und Fragen aus einem Einstellungstest zu üben, um sich selbst besser einschätzen zu können und auch zu merken, in welchen Bereichen Sie noch einmal gezielt nachbessern sollten, um am wichtigen Termin so viel wie möglich richtig beantworten zu können.

Aus diesem Grund haben wir eine große Liste mit vielen Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammengestellt, die so oder so ähnlich auch in einem Einstellungstest vorkommen können und Sie deshalb optimal darauf vorbereiten. Die meisten haben vier Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils nur eine richtig ist. Einige Fragen müssen Sie jedoch auch ohne Hilfestellung beantworten.

Hier stehen Sie noch nicht unter Zeitdruck, Sie können sich also ruhig ein paar Gedanken zu den einzelnen Fragen machen. Schreiben Sie Ihre Antworten am besten auf einem Zettel auf, um sich selbst später kontrollieren zu können. Denken Sie aber daran, dass es im späteren Einstellungstest anders sein wird und Sie klare Zeitvorgaben haben, die einzuhalten sind.

Die Lösungen haben wir für Sie am Ende der Liste in einem kostenlosen PDF zusammengestellt. Wenn Sie die Fragen zur wirklichen Übung nutzen wollen, sollten Sie sich die Auflösungen jedoch wirklich erst ganz zum Schluss ansehen.

  1. Wer wählt den Bundespräsidenten?

    • a) Der Bundeskanlzer
    • b) Der Bundesrat
    • c) Der Bundestag
    • d) Die Bundesversammlung
  2. Wie alt muss der Bundespräsident sein?

    • a) 18 Jahre alt
    • b) 30 Jahre alt
    • c) 40 Jahre alt
    • d) 50 Jahre alt
  3. Vervollständigen Sie die folgende Zahlenreihe: 1 – 5 – 3 – 12 – 10 – 30 – 28 – ?

    • a) 48
    • b) 56
    • c) 64
    • d) 72
  4. Vervollständigen Sie die folgende Zahlenreihe: 22 – 26 – 34 – 46 – 62 – 82 – 96 – ?

    • a) 112
    • b) 120
    • c) 124
    • d) 130
  5. Welche Wirtschaftsordnung hat die Bundesrepublik Deutschland?

    • a) Kapitalismus
    • b) Soziale Marktwirtschaft
    • c) Planwirtschaft
    • d) Freie Marktwirtschaft
  6. Zu welchem Begriff passt die folgende Definition: Es misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug aller Vorleistungen?

    • a) Bruttoinlandsprodukt
    • b) Bruttonationalprodukt
    • c) Bruttosozialprodukt
    • d) Bruttowertschöpfungsprodukt
  7. In welchem Jahrhundert wurde Johann Wolfgang von Goethe geboren?

    • a) 16. Jahrhundert
    • b) 17. Jahrhundert
    • c) 18. Jahrhundert
    • d) 19. Jahrhundert
  8. Welches Wort passt nicht zu den anderen?

    • a) scharf
    • b) sauer
    • c) süß
    • d) salzig
  9. Welche Stadt passt nicht zu den anderen?

    • a) München
    • b) Düsseldorf
    • c) Frankfurt
    • d) Schwerin
  10. Wie lautet das Sprichwort: Lieber einen Spatz in der Hand als…

  11. In welchem Jahr begann der erste Weltkrieg?

    • a) 1914
    • b) 1915
    • c) 1916
    • d) 1917
  12. In welchem Jahr endete der zweite Weltkrieg?

    • a) 1939
    • b) 1942
    • c) 1944
    • d) 1945
  13. Wer war während des zweiten Weltkriegs amerikanischer Präsident?

    • a) Dwight D. Eisenhower
    • b) Franklin D. Roosevelt
    • c) Harry S. Truman
    • d) John F. Kennedy
  14. Wie viele Meter sind 25.000 Millimeter?

    • a) 2,5 Meter
    • b) 25 Meter
    • c) 250 Meter
    • d) 2.500 Meter
  15. Wie viele Sekunden ergeben insgesamt 13,5 Minuten?

    • a) 630 Sekunden
    • b) 720 Sekunden
    • c) 810 Sekunden
    • d) 890 Sekunden
  16. Was bedeutet Inflation?

    • a) Verringerung der Kaufkraft des Geldes
    • b) Stabilisierung des Preisniveaus
    • c) Senkungen der Preise
    • d) Stärkung der Konjunktur
  17. Wer ist zur Zeit Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland? (Stand 07. Februar 2018)

    • a) Joachim Gauck
    • b) Frank-Walter Steinmeier
    • c) Horst Köhler
    • d) Christian Wulff
  18. Wie viele Planeten hat unser Sonnensystem?

    • a) 6
    • b) 7
    • c) 8
    • d) 9
  19. Nennen Sie mindestens vier Naturwissenschaften

  20. Wie viel Blut sind durchschnittlich im menschlichen Körper?

    • a) 3 bis Liter
    • b) 5 bis 6 Liter
    • c) 8 bis 10 Liter
    • d) 12 bis 14 Liter
  21. Was ist das Gegenteil von „generös“?

    • a) langweilig
    • b) witzig
    • c) großzügig
    • d) geizig
  22. Welche Rechtschreibung ist korrekt?

    • a) Akupunktur
    • b) Akkupunktur
    • c) Ackupunktur
    • d) Akupuncktur
  23. Beim Kauf eines Fernsehers zahlen Sie für die Mehrwertsteuer (19 Prozent) insgesamt 95 Euro. Wie teuer war der Fernseher?

    • a) 400 Euro
    • b) 450 Euro
    • c) 500 Euro
    • d) 550 Euro
  24. Wie viele Bit sind ein Byte?

    • a) 4
    • b) 8
    • c) 16
    • d) 32
  25. Wie heißt der größte See Deutschlands?

    • a) Bodensee
    • b) Chiemsee
    • c) Ammersee
    • d) Starnberger See
  26. Welches Bundesland ist das größte?

    • a) Niedersachsen
    • b) Nordrhein-Westfalen
    • c) Bayern
    • d) Berlin
  27. Welches Bundesland hat die meisten Einwohner?

    • a) Niedersachsen
    • b) Nordrhein-Westfalen
    • c) Bayern
    • d) Berlin
  28. Wie hoch ist der Mindestlohn in Deutschland? (Stand 07. Februar 2018)

    • a) 8,00 Euro
    • b) 8,44 Euro
    • c) 8,64 Euro
    • d) 8,84 Euro
  29. Welche Top-Level-Domain haben Webseiten in Österreich?

    • a) .aus
    • b) .at
    • c) .de.at
    • d) .oes
  30. Womit beschäftigt sich das Kyoto-Protokoll?

    • a) Armut
    • b) Klimaschutz
    • c) Hunger
    • d) Krieg
  31. Von wann bis wann war Helmut Kohl Bundeskanzler?

    • a) 1974 bis 1990
    • b) 1976 bis 1992
    • c) 1980 bis 1996
    • d) 1982 bis 1998
  32. Wer war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland?

    • a) Konrad Adenauer
    • b) Ludwig Erhard
    • c) Theodor Heuss
    • d) Willy Brandt
  33. Wenn in elf Tagen Dienstag ist, welcher Tag war dann gestern?

    • a) Montag
    • b) Dienstag
    • c) Mittwoch
    • d) Donnerstag
  34. Das rote Auto ist schneller als das gelbe. Das gelbe fährt genauso schnell wie das blaue. Das gelbe Auto ist schneller als das grüne. Welches Auto ist am schnellsten?

    • a) Das rote Auto
    • b) Das gelbe Auto
    • c) Das blaue Auto
    • d) Das grüne Auto
  35. In Deutschland herrscht die sogenannte Gewaltenteilung. Welche drei Gewalten werden dabei unterschieden?

  36. Bruchrechnung: Was ergibt 1/4 + 2/3?
    • a) 1/2
    • b) 3/4
    • c) 9/10
    • d) 11/12
  37. Welches Stück beginnt mit den Worten „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind“?

    • a) Schillers „Die Glocke“
    • b) Goethes „Der Erlkönig“
    • c) Storms „Der Schimmelreiter“
    • d) Brechts „Die Dreigroschenoper“
  38. Das Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt in Deutschland. Aber wer ist in der Rangfolge an zweiter Stelle?

    • a) Der Bundestagspräsident
    • b) Der Bundeskanzler
    • c) Der Bundesratspräsident
    • d) Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts
  39. Auf 375 Kilometern hat ein Auto 26,25 Liter Benzin verbraucht. Wie groß ist der Verbrauch auf 100 Kilometern?

    • a) 5 Liter
    • b) 6 Liter
    • c) 7 Liter
    • d) 8 Liter
  40. Ein kleines Rätsel: Ein Mann steht vor einem Foto und sagt: „Ich habe keinen Bruder und keine Schwester, aber der Vater dieses Mannes ist der Sohn meines Vaters“. Wer ist der Mann auf dem Bild?

Konnten Sie alles beantworten oder sind Sie bei einigen Fragen auf Probleme gestoßen? In unseren kostenlosen PDF können Sie Ihre Antworten kontrollieren und herausfinden, ob Sie wirklich so oft richtig gelegen haben, wie Sie es sich erhoffen.

Gehen Sie mit der richtigen Einstellung in den Einstellungstest

Mit der Information über einen Einstellungstest in der Bewerbungsphase geht das Gedankenkarussell bei den meisten Kandidaten erst so richtig los. Was kommt auf mich zu?, Welche Aufgaben werden gestellt?, Welche Bereiche sind besonders wichtig?, Was erwarten die Personaler? und Wie gut sind die Konkurrenten?

Das ist nur verständlich, immerhin steht der Traumjob auf dem Spiel und vielleicht Ihre Chance auf die Stelle von diesem einen Tag ab, an dem Sie entweder überzeugen oder gehörig auf die Nase fallen können. Allerdings ist es auch genau diese Einstellung, die vielen Bewerbern zum Verhängnis wird. Wer bereits mit schlotternden Knien und schweißnassen Händen zum Termin des Einstellungstests erscheint, steht sich in erster Linie selbst im Weg.

Nervosität führt zu mehr Blackouts und auch der professionelle Eindruck, den Sie hinterlassen wollten, wird durch Unsicherheit überschattet. Nun ist es leicht zu sagen: Treten Sie selbstbewusster auf, diesen gut gemeinten Ratschlag in die Tat umzusetzen ist aber deutlich schwieriger. Was es im Einstellungstest braucht, ist mehr Gelassenheit – und die lässt sich vor allem durch ein Umdenken erreichen:

  • Senken Sie Ihre Erwartungen

    Sie haben keinen Einfluss darauf, was andere von einem Einstellungstest erwarten und welche Ergebnisse von Ihnen erhofft werden, aber Sie können Ihre eigene Erwartungshaltung senken und sich somit eine ganze Menge Druck ersparen. Es muss nicht perfekt sein, das ist schlichtweg unrealistisch. Wenn Sie Ihr Bestes geben, gibt es keinen Grund, sich schlecht zu fühlen.

  • Halten Sie Alternativen im Blick

    Dies ist vielleicht der Job, den Sie am meisten wollen – auch wenn Sie viele andere Bewerbungen geschrieben haben. Eine gute Grundlage für besonders große Motivation, doch denken Sie daran: Selbst wenn es nicht klappt, ist das noch nicht das Ende der Welt. Es gibt viele Alternativen und andere Arbeitgeber, bei denen Sie genauso zufrieden sein können.

  • Meiden Sie die Opferrolle

    Ich schaffe das nicht, Die Aufgaben im Einstellungstest sind viel zu schwer, Andere Bewerber haben viel bessere Voraussetzungen. Wenn Sie bereits mit solchen Gedanken zum Einstellungstest fahren, ist es keine Überraschung, dass das nötige Selbstbewusstsein fehlt. Sie haben die gleiche Chance wie alle anderen auch, sonst wären Sie nicht eingeladen worden – das allein sollte Ihnen mehr Sicherheit geben, denn der Arbeitgeber scheint wirklich an Ihnen interessiert zu sein.

Im Einstellungstest überzeugen: Tipps für Bewerber

Grundsätzlich sollten Sie nicht mit Angst in einen Einstellungstest gehen. Hier gilt ebenso wie beim eigentlichen Vorstellungsgespräch: Ein wenig Nervosität ist normal und zeigt, dass Ihnen tatsächlich etwas an der Stelle liegt und Sie alles dafür tun, um den Job zu bekommen. Zu viel Aufregung macht sich hingegen negativ bemerkbar und kann im schlimmsten Fall die eigenen Chancen schmälern. Es gibt jedoch einige einfache Tipps, die Ihnen dabei helfen können, im Einstellungstest einen guten Eindruck zu machen und den guten Eindruck, den Sie im sonstigen Vorstellungsgespräch hoffentlich hinterlassen haben, noch einmal zu bestätigen.

  1. Bereiten Sie sich in jedem Fall darauf vor

    Nicht immer werden Einstellungstest im Vorfeld angekündigt. Das macht es für Bewerber zwar besonders schwierig, aber trotzdem sollten Sie sich auf die Möglichkeit eines Tests vorbereiten. Im Internet finden sich verschiedene Beispiele, anhand derer Sie Einstellungstests und mögliche Aufgaben simulieren und üben können. Gleichzeitig sollten Sie sich auch über aktuelle Themen informieren.

    Oftmals fühlt man sich bereits durch das Gefühl der Vorbereitung im tatsächlichen Einstellungstest sicherer. Das Üben macht sich deshalb in jedem Fall bezahlt, selbst wenn nicht genau die Aufgaben abgefragt werden, auf die Sie sich vorbereitet haben.


  2. Denken Sie an Ihr Auftreten

    Beim Einstellungstest denken viele Bewerber nur noch an die Aufgaben und daran, wie sie ein möglichst gutes Ergebnis abliefern können. Dabei sollten Sie aber nicht vergessen, dass die Personaler auch auf alles andere achten – allen voran darauf, wie Sie sich selbst präsentieren.

    Kleidung, selbstbewusstes Auftreten, Körpersprache. Den geschulten Blicken eines Personalers entgehen auch kleine Details nicht. Entwickeln Sie keinen Tunnelblick auf den Einstellungstest an sich, sondern sehen Sie den gesamten Termin als Möglichkeit, ein Gesamtbild von sich zu präsentieren.


  3. Verfallen Sie nicht in unnötigen Stress

    Prüfungssituationen sind wahrlich nicht die schönste Vorstellung. Dennoch gilt für den Einstellungstest: Lassen Sie sich nicht verrückt machen, auch dann nicht, wenn Sie nicht auf jede Frage auf Anhieb die passende Antwort wissen. Genau das ist ein Ziel vieler Tests. Der Bewerber soll unter Druck gesetzt werden, um beurteilen zu können, wie er mit der Situation umgeht.

    Personaler achten eben nicht nur auf die Antworten, sondern auch auf Sie persönlich. Wer panisch wirkt und kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht, bleibt nicht unbemerkt. Lassen Sie den Stress nicht zu sehr an sich heran, sondern bleiben Sie weiterhin konzentriert und professionell.


  4. Vermeiden Sie Flüchtigkeitsfehler

    Vermeidbare Fehler sind besonders ärgerlich und entstehen meist durch fehlende Aufmerksamkeit und Konzentration. Bearbeiten Sie jede einzelne Aufgabe sorgfältig und legen Sie sich nicht einfach voreilig auf eine Antwort fest. Gerne werden in Einstellungstests auf kleinere Fallen eingebaut, um festzustellen, ob der Bewerber diese bemerkt.

    Aufmerksames Lesen gilt nicht nur für die Fragestellung, sondern auch für die Antworten. Hier kann ein kleines Wort den Unterschied machen, das gerne überlesen wird. Aber auch die Reihenfolge kann verdreht werden.


  5. Achten Sie auf die Zeit

    Neben aller Sorgfalt sollte immer auch ein Auge auf die Zeit geworfen werden. Damit zeigen Sie auf der einen Seite die nötige Selbstorganisation, die es braucht, um eine gestellte Aufgabe in einer bestimmten Zeit zu erledigen und reduzieren auf der anderen Seite den Stress für sich selbst, dem all die Bewerber ausgesetzt sind, die kurz vor Schluss noch eine Menge ungelöste Aufgaben vor sich liegen haben.

    Das mag einfach klingen, kann jedoch auch bedeuten, einzusehen, dass man auf eine Frage möglicherweise keine Antwort weiß und sich zunächst mit anderen Aufgaben beschäftigt, bei denen man schneller voran kommt.

[Bildnachweis: Africa Studio by Shutterstock.com]

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8. März 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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