Lebenslauf Schüler: Vorlagen, Tipps zu Aufbau + Inhalt

Der Lebenslauf für Schüler ist das Herzstück einer erfolgreichen Bewerbung. Sie brauchen den Schülerlebenslauf zum Beispiel bei der Bewerbung für eine Ausbildung, für ein Schülerpraktikum oder einen Ferienjob. Standard ist heute der tabellarische Lebenslauf. Bei Schülern reicht hierfür oft eine DIN A4 Seite. Darin stehen neben persönlichen Daten Ihre Schulbildung, erste praktische Erfahrungen sowie besondere Kenntnisse, Interessen und Hobbys. Entscheidend für einen professionellen Lebenslauf: eine klare Struktur und hohe Übersichtlichkeit. Wir geben Tipps zu Aufbau und Inhalt und bieten kostenlose Vorlagen und Muster für den Lebenslauf für Schüler…

Lebenslauf Schüler: Vorlagen, Tipps zu Aufbau + Inhalt

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Welche Bedeutung hat der Schüler-Lebenslauf?

Auch wenn der Lebenslauf erst an zweiter Stelle in den Bewerbungsunterlagen kommt (nach dem Bewerbungsschreiben), wird er von vielen Personalern zuerst gelesen. Grund: Er stellt präzise, knapp und aussagekräftig dar, was Sie schon alles gemacht haben, was Sie können – und wo Ihre Interessen liegen. Die Noten der Schüler geben zudem (indirekt) Aufschluss über Lernfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Fleiß.

Auch entspricht der tabellarische Lebenslauf einer ersten Arbeitsprobe. Äußere Form, Inhalt, Formulierungen und Design müssen auf einen Blick ansprechen und überzeugen. Beweisen Sie beim Erstellen und Gestalten daher unbedingt hohe Sorgfalt und geben Sie sich Mühe damit. Es lohnt sich – ein professioneller Schülerlebenslauf hebt Sie positiv von der Masse ab!

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Lebenslauf für Schüler: Aufbau + Vorlagen

Wie schreibe ich einen Lebenslauf für Schüler? Weil Schüler noch keine Berufserfahrungen besitzen, reicht beim Lebenslauf für Schüler eine DIN A4 Seite meist völlig aus. Falls kein „ausführlicher Lebenslauf“ verlangt wird, reicht der tabellarische Aufbau des Lebenslaufs. Dabei teilen Sie die Seite in 2-3 Spalten und stellen Ihren Werdegang in Abschnitten und Stichpunkten übersichtlich dar.

Die klassische Gliederung sieht so aus:

  1. Titel („Lebenslauf + Name“)
  2. Persönliche Daten
  3. Schulbildung (mit Noten)
  4. Praktika
  5. Besondere Kenntnisse (z.B. Sprachkenntnisse)
  6. Interessen und Hobbys
  7. Ort, Datum, Unterschrift

Alle Angaben im Lebenslauf MÜSSEN wahr, aktuell und vollständig sein.

Wir empfehlen, den Lebenslauf mit einem Textverarbeitungsprogramm zu erstellen. Zum Beispiel Word (Microsoft) oder Pages (Apple). Gerne können Sie dazu auch unsere kostenlosen Vorlagen und Muster nutzen.

Schüler-Lebenslauf Muster: Beispiele & Gratis-Download

Die Muster für einen Lebenslauf für Schüler können Sie sich kostenlos als Word-Datei herunterladen. Zum Download einfach auf das Vorschaubild klicken.

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Zum Download der Vorlagen

Checkliste für den Schülerlebenslauf

  • Länge: 1 Seite (max. 2)
  • Aufbau: tabellarisch (2-3 Spalten); links Zeitangaben, rechts Stationen und Details
  • Zeitangaben: Nach Formel „MM/JJJJ – MM/JJJJ“
  • Reihenfolge: umgekehrt chronologisch (aktuelle Stationen zuerst)
  • Inhalt: Keine Sätze, sondern Stichpunkte
  • Struktur: Anschreiben + Lebenslauf einheitlich
  • Schriftarten: max. 2 (eine für Überschriften, eine für Fließtext)
  • Bewerbungsfoto: freiwillig, aber immer aktuell + professionell
  • Korrektur: Keine Rechtschreibfehler, keine Lügen!
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Lebenslauf für Schüler: Inhalt + Gliederung

Was gehört in einen Lebenslauf für Schüler? Natürlich kann der Schülerlebenslauf nicht so umfangreich sein wie der von erfahrenen Fachkräften. Umso wichtiger ist, dass Schüler darin – übersichtlich und aussagekräftig – darstellen, was für den angestrebten Ferienjob, das Praktikum oder die Ausbildung relevant ist.

TIPP: Lesen Sie sich die Stellenanzeigen, auf die Sie sich bewerben, aufmerksam durch und schreiben Sie sich alle wichtigen Anforderungen des Arbeitgebers heraus. Welche Ihrer persönlichen Stärken, Interessen und Erfahrungen passen dazu? Entscheidend ist, dass Sie Ihren Lebenslauf IMMER individuell schreiben. Heißt: Jeweils angepasst zum jeweiligen Job und Arbeitgeber.

Das sind die wichtigsten Inhalte im Lebenslauf für Schüler…

1. Titel / Überschrift

Die perfekte Überschrift (auch „Kopfzeile“ oder „Titel“) lautet „Lebenslauf“ oder „Lebenslauf Vorname + Nachname“. Nur den vollständigen Namen zu schreiben, empfehlen wir nicht. Das Wort „Lebenslauf“ ist ein Schlüsselbegriff. So weiß jeder Personaler sofort, welches Dokument er oder sie vor sich hat.

Den Titel sollten Sie optisch hervorheben – durch die größte Schrift im Lebenslauf, durch Fettschrift oder eine eigene Schriftfarbe.

2. Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto zählt inzwischen zu den „freiwilligen Angaben“ im Lebenslauf. Es ist zwar keine Pflicht mehr, wird aber von 90 Prozent der Personaler gerne gesehen, weil es die Bewerbung persönlicher und individueller macht. Das perfekte Foto zeigt Sie im Profil oder Halbporträt – Gesicht plus Teil des Oberkörpers. Der Hintergrund sollte neutral und einfarbig sein.

Wenn Sie ein Bewerbungbild einbauen, achten Sie unbedingt auf ein professionelles Foto vom Fotografen. Keine Selfies oder Freizeitbilder nutzen! Ganz wichtig: Blicken Sie freundlich und aufgeschlossen in die Kamera (Lächeln!). Das macht sofort sympathischer. Kleidung und Frisur sollten ordentlich sein und zu Job und Branche passen.

3. Persönliche Daten

Direkt unter dem Titel folgen die persönlichen Angaben (auch „Kontaktdaten„) im Lebenslauf für Schüler. Sie sollten ebenfalls auf einen Blick erfasst werden können und ins Auge springen. Hier teilen Sie dem Arbeitgeber mit, wie man Sie erreichen kann. Als Überschrift für diesen Abschnitt eignen sich: „Über mich“, „Persönliches“, „Persönliche Angaben“ oder „Kontakt“.

Zu den Pflichtangaben in diesem Abschnitt gehören:

  • Vollständiger Vor- und Nachname (falls nicht im Titel)
  • Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Wohnort)
  • Telefonnummer (oder Handynummer) mit Vorwahl
  • eMail-Adresse

Achten Sie bitte auf eine seriöse eMail-Adresse. Nicht „hasi0815@web.de“. Besser: „max@muster.de“.

Freiwillige Angaben in diesem Abschnitt sind:

  • Geburtstag und Geburtsort
  • Staatsbürgerschaft

Veraltete Angaben, die nicht mehr in den Lebenslauf gehören, sind:

  • Berufe der Eltern
  • Konfession
  • Anzahl oder Namen der Geschwister
  • Familienstand (bei Schüler ohnehin „ledig“)

ACHTUNG: Tippfehler und Zahlendreher sind hierbei besonders peinlich und können dafür sorgen, dass Sie der Arbeitgeber trotz Interesse nicht erreichen kann. Daher: Unbedingt alles am Ende nochmal Korrekturlesen!

Wer mag, kann statt des Bewerbungsfotos und zusätzlich zu den Kontaktdaten noch einen Link oder QR-Code zu einer Bewerbungshomepage oder einem Bewerbungsvideo einbauen. Das macht die Bewerbung noch persönlicher. Im Video können Sie mehr über Ihre Motivation erzählen und mit Ihrer Begeisterung für die Stelle punkten. Das Ergebnis könnte so aussehen:

Lebenslauf Kontaktdaten Bewerbungsvideo Beispiel

4. Schulbildung

Jetzt geht es schon ans Eingemachte: Ihre bisherige Schulbildung oder Ausbildung. In diesem Abschnitt machen Sie vollständige Angaben zu besuchten Schulen (Grundschule, Gesamtschule, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium). Als Überschrift für diesen Teil im Lebenslauf für Schüler eignen sich: „Bildungsweg“, „Schulbildung“ oder schlicht „Schule“. Achten Sie bitte darauf, die antichronologische Reihenfolge im Werdegang einzuhalten. Beginnen Sie also ganz oben mit Ihrer aktuellen Schule und gehen dann zeitlich rückwärts – bis zur Grundschule.

Zu den wichtigen Bildungsweg-Angaben gehören:

  • Zeitraum (linke Spalte)
  • Name und Art, Ort der Schule (rechte Spalte)
  • Aktuelle Klassenstufe
  • Angestrebter Abschluss (Abitur, Mittlere Reife)
  • Wahlfächer
  • Projektarbeiten
  • Aktueller Notendurchschnitt (oder Abschlussnote)

Die Zeitangaben in der linken Spalte erfolgen nach dem Muster MM/JJJJ – MM/JJJJ. Dabei steht „MM“ für den Monat und „JJ“ für das jeweilige Jahr. Beispiel: „08/2020 – 05/2022“. Im ersten, noch aktuellen Eintrag schreiben Sie: „MM/JJJJ – Heute“ (weil sie ja noch zur Schule gehen). Achten Sie in jedem Fall darauf, alle Datumsangaben im Lebenslauf stets einheitlich zu formatieren! Beispiel:

Lebenslauf Schueler Beispiel Schulbildung

5. Praktische Erfahrungen

Schüler besitzen in der Regel keine oder nur wenige Arbeitserfahrungen. Trotzdem sollten Sie hier alles auflisten, was in diese Richtung geht, weil es Pluspunkte bringt und Ihren Schülerlebenslauf aufwertet. Zu ersten Erfahrungen zählen zum Beispiel:

Allesamt beweisen solche Jobs (auch im Verein) Engagement und Einsatzwillen, der über die Schule hinausgeht. Als Überschrift für diesen Abschnitt können Sie wählen zwischen „Praktische Erfahrungen“, „Praktika“, „Arbeitserfahrung“ oder „Erste Erfahrungen“.

Angegeben werden die Stationen bitte wieder in umgekehrt chronologischer Reihenfolge so:

  • Zeitraum (linke Spalte)
  • Art der Tätigkeit, Position (z.B. Aushilfe, Praktikant)
  • Name und Ort des Arbeitgebers
  • Aufgaben, Jobs, Erfolge

Lebenslauf Schueler Beispiel Erfahrungen

ACHTUNG: Bitte dabei nicht übertreiben und schon gar nicht im Lebenslauf lügen! So etwas wird immer zum Bumerang. Fliegt die Lüge auf, stehen die Bewerbungschancen bei Null. Job und Reputation sind auch dahin.

6. Besondere Kenntnisse

Auch dieser Abschnitt dient dazu, fehlende Berufserfahrung auszugleichen und den Lebenslauf für Schüler aufzuwerten. Erwähnen Sie hier alle Kenntnisse, Fähigkeiten oder Qualifikationen, die für den angestrebten Job relevant sein können. Zum Beispiel:

Bei Sprachkenntnissen ist zudem wichtig, dass Sie den Kenntnisstand angeben. Also bei Englischkenntnissen zum Beispiel die aktuelle Schulnote oder Formulierungen (in Klammern) wie: Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, fließend, Muttersprache.

Ein moderner Trend ist, die Vita durch graphische Elemente aufzuwerten. Zum Beispiel Schlüsselqualifikationen, Stärken oder Erfahrungen in einer Art Mini-Kurzprofil. Beispiel:

Kurzprofil

7. Interessen und Hobbys

Das Unternehmen will sich ein möglichst umfassendes Bild von Ihnen machen. Dabei helfen ebenso die Angaben von Interessen und Hobbys im Lebenslauf für Schüler. Idealerweise passen diese zur Ausbildung oder der Position, auf die Sie sich bewerben. Diese Angaben sind aber ebenfalls freiwillig. Sie können diesen Abschnitt also auch weglassen, wenn so gar nichts passt.

Bitte beachten Sie: Hinter Hobbys verbergen sich oft Neigungen, Talente, Werte und Charaktereigenschaften. Viele diese Nebenbeschäftigungen vermitteln und trainieren zudem wichtige soziale Kompetenzen, wie etwa Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit oder Kommunikationsstärke.

Für den Lebenslauf für Schüler geeignete Interessen und Hobbys sind:

  • Teamsportarten (Fußball, Basketball, Hockey)
  • Kreative Hobbys (Fotografieren, Videodrehen, Backen)
  • Social-Media-Aktivitäten (Youtube-Kanal, Instagram-Account)
  • Soziales Engagement (Klassensprecher, Schülerzeitung)

Weniger geeignet sind passive Hobbys oder Interessen, die eher auf einen Eigenbrötler schließen lassen oder zu den Extremsportarten gehören (Verletzungsgefahr!):

  • Lesen
  • Computerspielen
  • Skateboarden
    • Listen Sie die Interessen und Hobbys nicht bloß auf, sondern schreiben Sie immer ein paar Details dazu. Zum Beispiel wie lange Sie schon im Volleyballverein sind oder ein Musikinstrument lernen. Auch Preise und Auszeichnungen, die Sie damit erworben haben, sollten Sie unbedingt erwähnen!

      8. Ort, Datum, Unterschrift

      Zum Schluss des Dokuments wird der Lebenslauf ganz unten noch eigenhändig und mit Vor- und Nachnamen unterschrieben. Linksbündig darüber setzen Sie Ort und Datum. Das Datum steht dafür, dass die Angaben aktuell sind. Mit der Unterschrift bestätigen Sie, dass alle Daten wahr sind.

      Verwenden Sie für Ihre Unterschrift möglichst einen Füller mit blauer oder schwarzer Tinte. Alternativ geht auch ein Kugelschreiber. Tabu sind Filzstift, Fineliner oder Bleistift sowie grelle Schriftfarben wie Rot, Gelb, Grün oder Lila.

      Wer eine eMail-Bewerbung oder Online-Bewerbung nutzt, verschickt den Lebenslauf als PDF. In Fall sollten Sie Ihre Unterschrift vorher einscannen und in den Schülerlebenslauf einfügen.

      Extra-Tipp: Erstellen Sie einen Master-Lebenslauf!

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      Lebenslauf für Schüler: Layout + Design

      Verzichten Sie bei Ihrem Bewerbungs-Layout auf unnötigen Schnickschnack. Lesbarkeit und Übersicht haben Vorrang. Ein zu verspieltes Design wirkt schnell unreif bis unprofessionell. Um einen möglichst perfekten ersten Eindruck zu erzeugen, empfehlen wir folgende Tipps und Tricks:

      Schriftarten

      Eine wichtige Rolle spielt die Einheitlichkeit. Verwenden Sie in allen Dokumenten – Anschreiben, Deckblatt, Lebenslauf, Motivationsschreiben – eine einheitliche Formatierung und einheitliche Schriftarten.

      Idealerweise sind das maximal zwei: Bewährt haben sich für den Fließtext sogenannte Schriften „mit Serifen“ (Times New Roman), für Überschriften wählen Sie Schriftarten „ohne Serifen“ (Arial). Nutzen Sie statt der Standards moderne Alternativen wie Helvetica, Georgia, Calibri oder Verdana. Generell gilt: Die gewählte Schriftart sollte seriös und gut lesbar sein sowie zum Umfeld passen:

      Lebenslauf Schriftarten Uebersicht Grafik

      Seien Sie überdies sparsam mit Hervorhebungen, etwa durch Fett- oder Kursivschrift. Sonst wirkt der Lebenslauf schnell überladen.

      Schriftgrößen

      Variieren Sie nicht zu viel und zu oft. Auch hierbei empfehlen wir maximal drei Schriftgrößen, die Sie wieder einheitlich in allen Bewerbungsunterlagen verwenden:

      • Fließtext: 10 bis 12 Punkt
      • Überschriften: und so 14 bis 16 Punkt
      • Titel: 18 bis 20 Punkt

      Formatierung & Zeilenabstand

      Beim Einrichten der Seite können Sie sich an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe orientieren. Ein Beispiel der DIN 5008 Regeln finden Sie HIER. Bei der Formatierung von Seitenrand und Zeilenabstand haben sich diese Werte durchgesetzt:

      • Seitenrand links: 2-2,5cm
      • Seitenrand rechts: 1,5-2cm
      • Seitenrand oben/unten: 2-2,5cm
      • Zeilenabstand: 1-1,5-zeilig

      Farben

      Schlicht gewinnt! Farben sollten maximal Schmuckelemente bleiben. Treiben Sie es also nicht zu bunt. Schwarz auf Weiß hat sich bei einem Lebenslauf für Schüler bewährt. Als Schriftfarben kommen allerdings neben Schwarz auch Dunkelgrau oder Dunkelblau infrage.

      Ein subtiler Trick ist, die Logo- oder Unternehmensfarben des Wunscharbeitgebers zu spiegeln. Wer sich beispielsweise bei der Deutschen Bahn bewirbt könnte dezentes Rot in Linien oder Zwischenüberschriften einsetzen. Damit dokumentieren Bewerber eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen. Dasselbe gilt für den Einsatz von Symbolen, Grafiken und Icons.

      Lebenslauf einreichen: Tipps für den Versand

      Meist steht schon in der Stellenausschreibung, auf welchem Weg das Unternehmen Ihre Bewerbung haben möchte. Halten Sie sich bitte unbedingt und IMMER an diese Vorgaben. Falls Sie unsicher sind, können Sie im Unternehmen und in der Personalabteilung anrufen. Die Nummer finden Sie in der Stelleanzeige oder auf der Homepage (Impressum) des Arbeitgebers.

      Digitale Bewerbung

      Bewerbungen werden heute überwiegend auf digitalem Weg versendet – per eMail oder in einem Online-Formular. Dazu wandeln Sie zunächst alle Bewerbungsunterlagen jeweils in ein PDF um und fügen diese dann in einem einzigen PDF zusammen. Geben Sie der Datei einen „sprechenden“ Namen, damit sie später besser zugeordnet werden kann. Also nicht „bewerbung.pdf“, sondern: „max-muster-bewerbung.pdf“.

      Die Dateigröße sollte 5 MB nicht übersteigen, da sie sonst an der Firewall des Unternehmens scheitern kann.

      Papierbewerbung

      Falls Sie Ihre Bewerbungsmappe per Post und auf Papier einreichen, sollten Sie die Unterlagen möglichst auf 100-Gramm-Papier drucken. Das wirkt hochwertiger als Kopierpapier (hat nur 80 Gramm pro Blatt). Den haptischen Unterschied merkt jeder. Er wertet Ihre Bewerbung auf.

      Die klassische Papierbewerbung wird im DIN A4-Hochformat gedruckt. Achtung: Bitte immer nur einseitig bedrucken! Bei billigem Papier scheint sonst die Rückseite durch. Außerdem wirkt es latent geizig. Selbstverständlich sind alle Seiten sauber, fleckenfrei, ohne Eselsohren und riechen auch nicht nach Zigarettenrauch.

      Angeordnet werden „vollständige Bewerbungsunterlagen“ in dieser Reihenfolge.

      Bewerbungsmappe Aufbau Reihenfolge

      Der Versand der fertige Mappe erfolgt in einem C4-Briefumschlag. Die Bewerbung NIEMALS falten! Wir wünschen: Viel Erfolg bei IHRER perfekten Bewerbung!

      Häufige Fragen und Antworten zum Lebenslauf

      Wie schreibe ich einen individuellen Lebenslauf?

      Ein optimaler Lebenslauf wird immer individuell für die jeweilige Stelle angepasst, um Personaler maximal zu überzeugen. Heißt: Der Werdegang bleibt auch weiterhin lückenlos, welche Stationen aber mehr oder weniger Platz bekommen, hängt davon ab, wie relevant sie für die angestrebte Stelle sind. Je wichtiger bisherige Aufgaben, Tätigkeiten, Erfolge oder Kenntnisse für den neuen Job sind, desto ausführlicher sollten sie im Lebenslauf erwähnt oder hervorgehoben werden. So wird die Eignung für den Job sofort und auf einen Blick erkennbar.

      Wie schreibe ich einen aktuellen Lebenslauf?

      Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard. Er umfasst eine bis maximal drei DIN A4 Seiten. Darin aufgelistet werden Berufspraxis, Bildungsweg, besondere Kenntnisse, Interessen und Hobbys. Die jeweiligen Stationen und erworbenen Qualifikationen werden in antichronologischer Reihenfolge verfasst – mit der jüngsten Position zuerst. Links stehen die Zeiträume (Muster: MM/JJJJ – MM/JJJJ), rechts die Inhalte. Ein moderner Lebenslauf überzeugt durch ein individuelles Layout, hohe Übersichtlichkeit und professionelle Aussagekraft. Es ist zudem lückenlos und fehlerfrei.

      Was gehört in einen Lebenslauf?

      Ein professioneller Lebenslauf beginnt mit einem Titel und den persönlichen Daten (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Links). Freiwillig sind Familienstand und Alter. Darunter folgen stichpunktartig die Berufserfahrung (Jobs, Praktika + Details zu Aufgaben & Erfolgen), Informationen zu Ausbildung oder Studium sowie eine Liste mit besonderen Kenntnissen (Fortbildungen, Sprachen, EDV, etc.). Optional sind Interessen, Ehrenämter und Hobbys. Sie werden aber gerne gelesen. Wichtig sind aktuelles Datum und eigenhändige Unterschrift am Schluss.

      Wie viele Seiten hat ein professioneller Lebenslauf?

      Der Lebenslauf sollte eine maximale Länge von drei DIN A4 Seiten nicht übersteigen. Bei Berufsanfängern reicht meist eine Seite. Schwerpunkte bilden relevante Details für die angestrebte Stelle. Die sollten präzise und prägnant formuliert werden. Wenn Bewerber den Lebenslauf kürzen müssen, dann auf keinen Fall durch eine kleinere Schrift. Das reduziert die Lesbarkeit. Gekürzt werden können weniger relevante Berufserfahrungen oder lange zurückliegende Jobs sowie schulische Stationen wie die Grundschule. Auch die „Interessen & Hobby“ lassen sich kürzen oder ganz streichen.

      Was sind optimale Schriftarten und -größen im Lebenslauf?

      Standard ist eine Schriftgröße zwischen 11pt und 12pt. Bei kleineren Schriften leidet die Lesbarkeit. Beliebte Schriftarten im Lebenslauf sind Arial, Calibri, Roboto, Verdana. Besonders elegant wirken Helvetica und Neue Helvetica. Die serifenlose Schrift ist eine der beliebtesten der Welt und gilt als hervorragend lesbare Schriftart.

      Welches Dateiformat bekommt der Lebenslauf?

      Für E-Mail- und Online-Bewerbung benötigen Bewerber einen Lebenslauf in digitaler Form. Wer diesen zuvor mit einem Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word erstellt, sollte ihn anschließend als PDF abspeichern oder mit den anderen Dokumenten und Anlagen in einem PDF zusammenfügen. Das „Portable Document Format“ (PDF) ist heute Standard und kann von nahezu jedem Rechner geöffnet werden. Der Anhang zur Bewerbung sollte eine maximale Größe von 5 MB nicht übersteigen.

      Wie weit reicht der Lebenslauf zeitlich zurück?

      Grundsätzlich muss der Lebenslauf vollständig und lückenlos sein. Das betrifft vor allem den beruflichen Werdegang. Beim Bildungsweg reicht oft nur der höchste Bildungsabschluss (mit Noten). Ein Wechsel von Realschule auf Gymnasium ist unerheblich. Wer studiert hat, kann sich die Grundschule sparen. Und ab 10 Jahren Berufserfahrung spielen Schulbildung und Ausbildung kaum noch eine Rolle. Auch hier: Nur den höchsten Abschluss angeben.

      Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?

      Erst bei Auszeiten von mehr als zwei Monaten spricht man von einer Lücke im Lebenslauf, die erklärt werden sollte. Alles andere gilt als berufliche Orientierungsphase. Berufseinsteigern werden hierbei sogar 6 Monate zugestanden, Geschäftsführern und Top-Managern bis zu 12. Lücken im Lebenslauf sollten Bewerber nicht verschweigen, sondern sinnvoll füllen – durch Weiterbildungen, Praktika, selbstständige Projekte oder die Pflege von Angehörigen. Was Personaler interessiert, ist, ob die Kandidaten in dieser Zeit trotzdem aktiv und zielstrebig waren.

      Welche Hobby sollte ich im Lebenslauf nennen?

      Im Lebenslauf werden nur Hobbys genannt, die zur ausgeschriebenen Stelle passen und (indirekt) dafür relevante Hard- oder Soft Skills nachweisen. Zum Beispiel Führungserfahrung als Teamleiter einer Sportgruppe. Nicht erwähnen sollten Bewerber gefährliche Hobbys wie Fallschirmspringen oder Motorcross. Wegen hoher Verletzungsgefahr fürchten Personaler dabei berufliche Ausfälle oder einen Adrenalin-Junkie.

      Muss ich eine Elternzeit im Lebenslauf erwähnen?

      Da die Elternzeit zwischen einem und drei Jahre dauern kann, muss sie im Lebenslauf genannt werden. Sonst entsteht eine erklärungsbedürftige Lücke. Ist die Elternzeit noch aktuell, bekommt sie eine eigene Kategorie – noch vor dem beruflichen Werdegang. Ansonsten wird sie kurz in der jeweiligen Position inklusive des jeweiligen Zeitraums erwähnt.

      An welcher Position steht der Lebenslauf in der Bewerbung?

      Bei vollständigen Bewerbungsunterlagen liegt das Anschreiben immer lose oben auf der Bewerbungsmappe. Der Lebenslauf ist dann das erste Dokument IN der Mappe. Wird zusätzlich ein Deckblatt verwendet, liegt das über dem Lebenslauf, die Vita kommt dann an zweiter Stelle und Reihenfolge in der Mappe oder dritten Position insgesamt. Darunter werden die Anlagen platziert: Motivationsschreiben, Zeugnisse, Zertifikate, Arbeitsproben.

      [Bildnachweis: Makyzz by Shutterstock.com]

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