Einleitungssatz Bewerbung: 25 pfiffige Formulierungen

Eine Angst vor dem Einleitungssatz in der Bewerbung! Alles ist besser als die Formulierung: „Hiermit bewerbe ich mich…“ Ein fürchterlicher erster Satz: banal, bürokratisch, blutleer. Eine typische Floskel und leider gar nicht selten. Doch das ist Ihre Chance! Mit Originalität und Qualität können Sie schon in der Einleitung des Anschreibens zeigen, dass Sie etwas Besonderes sind. So individuell und herausragend wie Ihr Einstieg.

Einen überzeugenden Einleitungssatz zu formulieren, macht Mühe. Kostet Zeit. Zugegeben. Beide sind aber gut investiert. Weil das Bewerbungsschreiben bei jeder Bewerbung obenauf liegt, prägt es diese entscheidend mit. Wer schon im ersten Satz Interesse weckt und den Empfänger von Beginn an in den Bann zieht, öffnet sich die Türen zum Bewerbungsgespräch. Die folgenden Tipps, Tricks, Formulierungen und Beispiele zeigen Ihnen, wie Sie – ganz einfach – bessere Einleitungssätze schreiben, mit denen Sie wirklich überzeugen…

Einleitungssatz Bewerbung: 25 pfiffige Formulierungen

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Warum ist der Einstieg in der Bewerbung so wichtig?

Aller Anfang ist schwer. Das gilt umso mehr für die Bewerbung und das Anschreiben. Dem Einleitungssatz haftet dabei oft ein einschüchterndes Fanal an: Er kann viel entscheiden, richtig zünden, neugierig machen, begeistern – oder total abtörnen. Warum ist der Einstieg und erste Satz so wichtig?

Ganz einfach: Er prägt maßgeblich den ersten Eindruck, den ein Personaler von dem Bewerbungsschreiben hat. Personalentscheider lesen am Tag zig Bewerbungen. Ein geschulter Blick reicht aus, um zu erkennen, ob es sich dabei um (lieblose) Massenware handelt oder um ein individuell verfasstes und formuliertes Anschreiben. Also eine authentische „Liebeserklärung“ an den Job und das Unternehmen. Schließlich geht es im Bewerbungsschreiben genau darum: die Motivation für den Job und die Persönlichkeit des Bewerbers dahinter.

Ein ebenso origineller wie individueller Einleitungssatz erfüllt gleich mehrere Aufgaben:

  • Der Einleitungssatz ist die Visitenkarte der Bewerbung.
  • Der Einleitungssatz weckt das Interesse des Personalers.
  • Der Einleitungssatz regt zum Weiterlesen an.
  • Der Einleitungssatz macht neugierig auf den Rest der Bewerbung.
  • Der Einleitungssatz spiegelt die hohe Motivation.
  • Der Einleitungssatz überzeugt mit wichtigen Qualifikationen.
  • Der Einleitungssatz maximiert Ihre Bewerbungschancen.

Die Einleitung im Anschreiben besteht genau genommen nicht aus einem Satz, sondern aus dem ersten Absatz. Faustregel: Die Einleitung und der erste Absatz sollten nicht mehr als drei Sätze (oder 5 Zeilen) umfassen.

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4 Grundregeln für Einleitungssätze

Damit Sie bei Ihrem Einleitungssatz alles richtig machen, haben wir die wichtigsten Grundregeln für den Einstieg in der Bewerbung kurz und übersichtlich zusammengefasst:

  1. Finger weg von Floskeln!
    Finger weg von sämtlichen Floskeln und Phrasen! Formulierungen wie „hiermit bewerbe ich mich als…“ – „mit großer Freude…“ – „ich interessiere mich sehr für…“ sind allesamt verbraucht und tabu. Wenn es schon so losgeht, erwartet der Personaler nur noch eine Bewerbung aus der Konserve und einen allenfalls mittelmäßigen Bewerber. Überzeugen geht anders.
  2. Formulieren Sie individuell!
    Einen einzigen Einleitungssatz formulieren und für alle künftigen Anschreiben verwenden? Ein K.O.-Kriterium! Für jedes Unternehmen und jede Stelle muss der Einstieg ins Anschreiben individuell formuliert und angepasst werden. Das Anschreiben sollte immer ein Unikat sein – vom ersten Satz an ein Original.
  3. Beginnen Sie mutig!
    Gerade mit dem Einleitungssatz können Sie die Erwartungshaltung massiv beeinflussen. Beginnen Sie mutig, selbstbewusst und überraschend. Das kommt besser an als langweiliger Einheitsbrei, den so viele Kandidaten liefern. Bei unseren Umfragen unter Personalern kam heraus, dass bei 87 Prozent der Entscheider mehr Selbstbewusstsein in der Bewerbung gut ankommt.
  4. Kommen Sie auf den Punkt!
    Der Einleitungssatz ist wichtig, macht aber nicht das gesamte Anschreiben aus. Ziehen Sie die Einleitung nicht künstlich in die Länge, sondern bringen Sie Ihre Motivation oder Eignung für die Stelle mit kurzen, prägnanten Aussagen auf den Punkt. Die Kunst ist, innerhalb der ersten Zeilen ein Maximum an Aufmerksamkeit und möglichst viele positive Emotionen zu erzeugen.

Video-Tipp: Wechseln Sie im ersten Satz die Perspektive!

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Wie schreibe ich eine pfiffige Einleitung zur Bewerbung?

Um aufzufallen und sich von der Masse der Bewerber abzuheben, sollten Sie schon im ersten Satz große Emotionen wecken: Überraschung, Neugier, Frechmut – damit punkten Sie fast immer. Das gelingt am besten mit kurzen, knackigen Hauptsätzen:

Hauptsätze stehen für Hauptsachen. Ein Trick, den auch viele Journalisten als Einstieg nutzen. Um Leser in den Bann zu ziehen, startet der Artikel mit einem Stakkato aus drei bis vier prägnanten Sätzen. Der Text bekommt sofort Tempo. Fesselt den Leser. Und der Autor wirkt selbstbewusst und zielsicher. Jeder Satz eine Kernbotschaft. So wie in diesem Absatz.

Merken Sie, was in dem Beispiel passiert? Es verfängt. Sie lesen weiter, werden neugierig. Genauso gelingt auch ein pfiffiger Einleitungssatz: Nutzen Sie starke Verben oder positiv besetzte Adjektive, um Emotionen zu wecken. Schauen Sie sich zum Beispiel nochmal den Einstieg zu diesem Artikel an. Auch der ist – nicht zufällig – genauso aufgebaut. Verinnerlichen Sie dieses Stilmittel und variieren Sie es für die eigene Bewerbung. Selbst ein kleiner Schockeffekt ist erlaubt, wenn das weitere Bewerbungsschreiben seriös und fundiert bleibt. Sie müssen nicht die ganze Bewerbung in den ersten Satz packen. Aber der sollte sitzen und überzeugen. Sodass der Rest auch gelesen wird.

Einleitungssatz Tipps Strategien Grafik

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Einleitungssätze Beispiele: 6 Strategien

DEN allgemeingültigen Mustersatz für die Einleitung im Anschreiben gibt es nicht. Aber es gibt unterschiedliche Anlässe und Strategien, die Sie nutzen können, um überzeugende Einleitungssätze zu formulieren.

1. Vertrautheit suggerieren

Ein (mutiger) Einstieg ist, so etwas wie Vertrautheit zu suggerieren und den Personaler auf persönlicher Ebene anzusprechen. Natürlich kennen Sie die Personalerin wie im folgenden Beispiel nicht schon über Jahre persönlich. Trotzdem tut dieser Einleitungssatz so – und das auf charmante Art. Garniert mit einem subtilen Lob an das Unternehmen und dessen Produkte. Das macht neugierig und sympathisch.

Sehr geehrter Frau __________,

im Grunde kennen wir uns schon lange: Ich bin seit ___ Jahren treuer Kunde Ihres Unternehmens. Vor allem Ihr Produkt __________ hat es mir angetan…

2. Bezug zu Treffen oder Gespräch nehmen

Falls Sie zum Beispiel schon vorher mit dem Personalentscheider ein telefonisches Gespräch hatten, sollten Sie das für den Einleitungssatz nutzen und darauf Bezug nehmen. Auch andere Anknüpfungspunkte, etwa ein erstes Treffen auf einer Job- und Karrieremesse, können Sie erwähnen. Das unterstreicht eine erste Gemeinsamkeit. Beispiel:

Sehr geehrter Frau __________,

es hat mich riesig gefreut, Sie persönlich auf der __________-Messe vergangene Woche kennenzulernen. Der Auftritt Ihres Unternehmens sowie die Gespräche mit Ihrem Mitarbeiter, Herrn Max Muster, haben mich nachhaltig beeindruckt und den Wunsch verstärkt, meine Ausbildung zum __________ bei Ihnen zu absolvieren. Daher bewerbe ich mich für…

3. Auf Stellenanzeige beziehen

Sie können im ersten Satz ebenso einen originellen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herstellen. Zum Beispiel so:

Sehr geehrter Herr __________,

schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit __________. Als ich dann Ihre Stellenanzeige vom __________ las, war das wie eine Offenbarung: „Das ist mein Traumjob!“, dachte ich sofort. Die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bieten, haben mich elektrisiert…

4. Frechheit siegt

Ein weiteres Erfolgsrezept lautet: Eine gute Prise Selbstbewusstsein, gewürzt mit etwas Humor überzeugen immer. Schließlich bitten Sie nicht um ein berufliches Almosen, sondern bieten Kompetenz, Engagement und Leistungswillen. Entsprechend könnten selbstbewusste Bewerber so einsteigen:

Sehr geehrte Frau __________,

Sie suchen einen entscheidungsfreudigen und versierten Entwicklungsingenieur für __________, für den soziale Kompetenz, Organisationstalent und Durchsetzungskraft nicht bloß Worthülsen, sondern gelebte Praxis sind? Dann lesen Sie weiter: …

Variante 2: Wechsel in die Metaebene

Eine der wohl originellsten und im Netz vielfach gelobten Bewerbungen geht mehr als ungewöhnlich los. Bis heute ist nicht ganz klar, ob es diese Bewerbung und diesen Einleitungssatz wirklich gab. Aber die Reaktionen darauf – insbesondere von Personalern, sind durchweg positiv. Nahezu alle sagten uns: „Diese Kandidatin würde ich einladen und kennenlernen wollen!“ Frechmut und Originalität kommen eben an:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich an Ihrer Stelle wäre echt voll genervt, wenn ich täglich unzählige Bewerbungen lesen müsste, die alle mit „Hiermit bewerbe ich mich…“ anfangen. Ich frage mich sowieso, wer sich bei der heutigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt noch eine ernsthafte Bewerbung erlauben kann, denn 50 Bewerbungen und 50 Absagen sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Meine Mama sagt immer: „Kind, geh schaffe und bring Kohle bei..!“ Aber Sie wissen ja bestimmt, wie Mamas so sind, Sie haben sicher auch eine. Na ja, man muss sie verstehen, Mama will schließlich nur das Beste für mich. …

5. Mit Storytelling punkten

Wer es noch etwas kühner mag, kann per Storytelling beziehungsweise mittels einer ebenso originellen wie überraschenden Geschichte einsteigen. Ein solcher Einleitungssatz weckt auf jeden Fall die Neugier und regt zum Weiterlesen an:

Sehr geehrter Herr __________,

von meiner Haustür bis zur Firmenzentrale sind es mit dem Fahrrad genau 20 Minuten. Das heißt: Während die anderen Mitarbeiter noch im Stau stehen, könnte ich morgens schon der erste Kollege im Büro sein…

Variante 2: Die falsche Fährte

Dazu eignet sich auch die alternative Strategie der sogenannten „falschen Fährte“. Die falsche Fährte provoziert zunächst ein Störgefühl beim Leser, das Sie natürlich sofort wieder positiv auflösen. Was bleibt, sind starke Emotionen, die neugierig und die Bewerbung interessant machen. Einen pfiffigen Einleitungssatz können Sie damit zum Beispiel so formulieren:

Sehr geehrter Herr __________,

als ich Ihre Stellenanzeige las, hat mich das nicht angesprochen – es hat mich begeistert!

6. Überzeugen durch Argumente

Je unkonventioneller Sie den ersten Satz formulieren, je mutiger Sie sind und je mehr Sie sich zutrauen, desto mehr überzeugen Sie mit Ihrer Persönlichkeit. Es ist ja nur der Einstieg. Danach kommen immer noch genug fachliche Argumente sowie ein überzeugender Lebenslauf. Sie können aber auch direkt mit Ihren besten Argumenten einsteigen: sachlich, ohne viel Schnickschnack, direkt auf den Punkt. Zum Beispiel so:

Sehr geehrte Frau __________,

ich möchte Ihnen gleich zu Beginn drei Gründe nennen, warum Sie von mir als neuem Mitarbeiter profitieren werden: 1. … 2. … 3. …

In dem Fall müssen die drei Argumente natürlich wirklich überzeugend sein. Es ist aber vor allem der subtile vierte Punkt, der für Sie spricht: Sie stellen den Nutzen des künftigen Arbeitgebers schon in der Einleitung Ihrer Bewerbung in den Vordergrund – nicht den eigenen Vorteil. Ein echter Service-Gedanke!

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Mehr Formulierungen: Einleitungssätze für besondere Fälle

Einleitungssätze für einen Ausbildungsplatz

  • „schon immer habe ich mich für __________ begeistert, nun möchte ich diesen Beruf ergreifen und in Ihrem Unternehmen die Ausbildung dazu absolvieren. Warum bei Ihnen? Sie genießen in der Branche einen ausgezeichneten Ruf, das Unternehmen ist international gut aufgestellt, innovativ – und natürlich möchte ich von den Besten lernen…“
  • „Sie sind eines der erfolgreichsten Unternehmen Deutschlands und bilden kontinuierlich Mitarbeiter aus. Das möchte ich auch – und bald Teil Ihres Teams sein! Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen für den ausgeschriebenen Ausbildungsplatz als __________.“
  • „mit Praktika und Nebenjobs in den Ferien sowie guten Noten habe ich zielstrebig darauf hingearbeitet, eine Ausbildung als __________ zu absolvieren. Nun ist es soweit, und ich möchte dies in Ihrem Unternehmen tun, das nicht nur führend in dem Bereich ist, sondern auch für seine vorbildliche Unternehmenskultur bekannt ist.“
  • „die IT-Branche interessiert mich enorm. Ich gehöre schließlich zur Generation der Digital Natives und bin bin mit dem Internet sowie ersten Programmiererfahrungen groß geworden. Jetzt möchte ich hier auch beruflich Fuß fassen. Die Ausbildung zum Fachinformatiker in ihrem Haus bietet mir den perfekten Grundsteine für den Beruf. Deshalb bewerbe ich mich…“
  • „mit der Ausbildung zur __________ würde für mich ein lang gehegter Wunsch wahr werden. Durch Praktika und ehrenamtliches Engagement konnte ich schon erste Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Jetzt soll ein Beruf daraus werden. Und Ihr Unternehmen bietet mit dem ausgeschriebenen Ausbildungsplatz beste Voraussetzungen dazu…“
  • „die vergangenen Wochen während meines Praktikums in Ihrem Betrieb haben mir gezeigt, dass der Beruf als __________ mein Traumberuf ist. Deshalb bewerbe ich mich nun bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz zum __________.“

Einleitungssätze für ein Praktikum

  • „derzeit absolviere ich in Ihrem Unternehmen ein Praktikum im Bereich __________. Mein Betreuer ist Herr __________, der mich als zuverlässig und engagiert kennengelernt und mir empfohlen hat, mich nun für eine Festanstellung als __________ zu bewerben. Das tue ich hiermit, denn auch ich habe Ihr Unternehmen kennen und schätzen gelernt und sehe hier meine berufliche Zukunft…“
  • „die vergangenen Wochen meines Praktikums im Bereich __________ haben mich darin bestätigt, dass __________ mein Traumberuf ist. Da ich im kommenden Semester mein Studium als __________ abschließen werde, möchte ich mich hiermit bei Ihnen für eine Position als __________ bewerben…“
  • „in vier Wochen endet mein Praktikum im Bereich __________. Leider. Denn ich würde mich gerne auch weiterhin in Ihrem Unternehmen engagieren, dessen Kultur und Kollegen mir ans Herz gewachsen sind. Wie ich gehört habe, suchen Sie derzeit Nachwuchskräfte für den Bereich __________. Genau das wäre auch mein Wunscharbeitsplatz, und tatsächlich bringe ich auch die hierfür erforderlichen Qualifikationen mit. Sogar noch etwas mehr…“

Einleitungssätze für eine Initiativbewerbung

  • „Ihr Unternehmen steht seit Jahren für hohe Qualität und Kundenorientierung. Diese Ansprüche stelle ich ebenso an meine Arbeit. Eine wunderbare Gemeinsamkeit! Auf dieser Basis möchte ich mich heute bei Ihnen bewerben und meine Erfahrungen im Bereich __________ gewinnbringend bei Ihnen einbringen…“
  • „ich würde Ihr hervorragendes Team nur allzu gerne verstärken und noch ein bisschen hervorragender machen. Dazu biete ich Ihnen einen ebenso zuverlässigen wie kooperativen, belastbaren und aufgeschlossenen neuen Kollegen an: mich. Stressige, lange Arbeitstage scheue ich nicht, Projekte manage ich mit großer Ausdauer und Akribie…“

Pfiffiger Einstieg mit Vorteilen

Eine andere Variante ist, direkt auf die monetären Interessen des Unternehmens einzugehen und damit letztlich unternehmerisches Denken und eine gewisse Umsatzorientierung zu dokumentieren, was sich vor allem für Vertriebler und Key Account Manager eignet:

  • „den Medien war zu entnehmen, dass Sie in nächster Zeit in China expandieren und dort steigende Umsatzzahlen erwirtschaften wollen. Mit meinen fließenden Chinesisch- und Markt-Kenntnissen würde ich Sie dabei gerne unterstützen und so zum künftigen Unternehmenserfolg beitragen…“

Suche nach neuen Herausforderungen

Selbst einen Jobwechsel können Sie zum Anlass nehmen und diesen sofort im Einstieg thematisieren. Kommen Sie ruhig direkt zum Punkt – die Erklärung folgt dann erst im zweiten Absatz. So bekommt das Anschreiben sofort mehr Dramaturgie:

  • „nach acht Jahren Erfahrung im Bereich __________ möchte ich meinen beruflichen Fokus verlagern und mich durch neue Herausforderungen weiterentwickeln. Ihr Unternehmen hat nicht nur mein Interesse geweckt – ich bin überzeugt, meine Qualifikationen und Know-how bei Ihnen ebenso produktiv wie gewinnbringend im Bereich __________ einbringen zu können…“

Einleitungssätze nach einem Telefonat

  • „vielen Dank für das aufschlussreiche Telefonat am TT.MM.JJJJ. Unser angenehmes Gespräch hat mich noch einmal darin bekräftigt, dass ich für Ihr Unternehmen arbeiten und mein ganzes Können und Herzblut bei Ihnen einbringen möchte. Deshalb erhalten Sie hiermit meine Bewerbungsunterlagen…“
  • „haben Sie herzlichen Dank, dass Sie sich am TT.MM.JJJJ kurz Zeit für mich und unser Telefonat genommen haben. Wie besprochen übersende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen.“
  • „unser offenes und freundliches Telefonat hat mich nachhaltig beeindruckt und mein Interesse bestärkt, für Ihr Unternehmen zu arbeiten. Ich hoffe, ich konnte Ihr Interesse an mir ebenfalls wecken. Das möchte ich nun verstärken, indem ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen zuschicke…“

Einleitungssätze auf eine Stellenanzeige

  • „Ihre Stellenanzeige vom TT.MM.JJJJ hat mich sofort angesprochen. Nachdem ich schon Erfahrungen im Bereich __________ sammeln konnte, wäre diese Position nun der nächste richtige Schritt. Ich bin überzeugt, dass Ihnen vor allem meine Fähigkeiten und mein Praxis-Know-how im Bereich __________ von großem Nutzen sein werden. Denn…“
  • „Ihrer Stellenanzeige in __________ ist zu entnehmen, dass Sie hohe Ansprüche an die Kundenorientierung und die Qualität Ihrer Produkte stellen. Genau das ist auch mein Anspruch an meine Arbeit. Zudem verfüge ich genau über die Erfahrungen, die Sie aktuell suchen…
  • „Sie suchen möglichst bald eine __________ im Bereich __________, die selbstständig und zuverlässig auch unter hoher Belastung arbeiten kann? Das kann ich! Und ich möchte damit in Ihrem Team einbringen. Zudem bringe ich dazu mit…“

Kostenloser Download: Alle Formulierungen & Beispiele

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Tabus beim Einleitungssatz in der Bewerbung

Streichen sollten Sie im Einleitungssatz alles, was selbstverständlich und redundant ist. Dazu gehören zum Beispiel Aussagen darüber…

  • dass Sie sich hiermit bewerben (Was sonst?).
  • dass Sie an dem Job interessiert sind (Würden Sie sich sonst bewerben?).
  • wo Sie die Stellenanzeige gelesen haben (Steht im Betreff).
  • wann Sie die Stellenanzeige gelesen haben (Auch Betreffzeile).
  • um welche Stelle es sich handelt (Wieder Betreff).

Indem Sie auf Überflüssiges verzichten, verstoßen Sie überhaupt nicht gegen irgendwelche Konventionen oder Formen. Im Gegenteil: Sie beweisen, dass Sie nachgedacht haben und in der Lage sind, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und das Wesentliche auf den Punkt zu bringen.

Kein Konjunktiv im Einstieg!

Der Konjunktiv ist der größte Bewerbungskiller – im Einleitungssatz wie im Schlusssatz der Bewerbung: „ich würde mich freuen, wenn ich Ihr Team demnächst verstärken dürfte…“ – Eine solche Formulierung schwächt jede Aussage, lässt den Bewerber unsicher wirken sowie weniger selbstbewusst und kompetent. Unbedingt tabu. Immer.

Und falls Sie gerade einen Traumjob suchen, besuchen Sie noch unsere Jobbörse mit vielen Bewerbungstipps und Mustervorlagen. Wir wünschen viel Erfolg bei der Bewerbung!

[Bildnachweis: Studiostocks by Shutterstock.com]

Weiterführende Quellen und Ratgeber

Tipps zur Bewerbung
Bewerbungsvorlagen
11 Bewerbungsformen
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsmappe
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil

Tipps zum Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf
Lebenslauf Vorlagen
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Anschreiben
Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Anlagenverzeichnis

Tipps zum Arbeitszeugnis
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12. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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