Tabellarischer Lebenslauf: Aufbau, Inhalt, kostenlose Vorlagen

Ein tabellarischer Lebenslauf ist heute Standard in jeder Bewerbung. In ihm beschreiben Bewerber – lückenlos – ihren beruflichen Werdegang. Und das in tabellarischer Form nach „amerikanischem“ oder „antichronologischem“ Vorbild. Heißt: Die Vita beginnt mit der aktuellen Position zuerst.

Zusammen mit dem Anschreiben bildet der tabellarische Lebenslauf den Kern Ihrer Bewerbung. Die meisten Personaler lesen den Lebenslauf sogar zuerst. Damit wird er zu einer Art ersten Arbeitsprobe und sollte mit größter Sorgfalt erstellt werden.

Die drei wichtigsten Anforderungen an den tabellarischen Lebenslauf lauten:

  • Hohe Übersichtlichkeit bei Layout und Design.
  • Klare Struktur bei Aufbau und Gliederung.
  • Relevante Aussagekraft bei Inhalt und Kompetenzen.

Der Leser muss die wichtigsten Qualifikationen des Kandidaten auf einen Blick erkennen können. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie einen professionellen tabellarischen Lebenslauf schreiben und strukturieren, welche Inhalte hinein müssen und geben Tipps, wie Sie Ihre Bewerbung optimieren – samt Beispielen und kostenlosen Word-Vorlagen…

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Tabellarischer Lebenslauf: Aufbau, Inhalt, kostenlose Vorlagen

Tabellarischer Lebenslauf: Mehr als 50 kostenlose Word-Vorlagen

Statt lange vor dem leeren Blatt zu sitzen, finden Sie hier mehr als 50 professionelle Muster und Vorlagen für einen tabellarischen Lebenslauf. Die exklusiven Designs können Sie sich als kostenlose MS Word-Datei oder PDF-Dokument für Ihre Bewerbung herunterladen. Sie sind vollständig anpassbar und bieten Ihnen eine gute Inspirationsquelle für den korrekten Aufbau sowie die ansprechende Gestaltung des tabellarischen Lebenslaufs.

(Zum Herunterladen der Vorlagen einfach auf die Bilder klicken.)




Tabellarischer Lebenslauf: Klassisch und kompakt

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Sonderform Kurzprofil: Vorlagen für die Kompetenz-Übersicht

Das sogenannte Kurzprofil ist eine Zusammenfassung und Übersicht aller fachlichen Qualifikationen und Soft Skills. Es ist eine Sonderform des tabellarischen Lebenslaufs.

Die Idee dazu stammt aus den USA, wo der Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein sollte. Das Kurzprofil dient dazu, die Eignung für die Stelle in den Vordergrund zu stellen. Häufig wird diese Lebenslauf-Form auf Jobmessen verlangt.

Einen ausführlichen Artikel zum Kurzprofil finden Sie HIER.

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Um einen professionellen tabellarischen Lebenslauf zu erstellen, können Sie auch online üben – mit unserem kostenlosen Lebenslauf-Editor. Die darin enthaltene tabellarische Vorlage ist direkt im Browser editierbar. Probieren Sie es aus! Ein tabellarischer Lebenslauf wird mit diesem Bewerbungsmuster kinderleicht zu erstellen.

Kostenloser Lebenslauf-Check

Sie haben noch Fragen zum tabellarischen Lebenslauf? In unserem ausführlichen PDF finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum tabellarischen Lebenslauf. Das eBook können Sie sich hier kostenlos herunterladen.

Ob Sie in Ihrem tabellarischen Lebenslauf an alles gedacht haben, können Sie auch mithilfe unserer Checkliste zum Lebenslauf (PDF) überprüfen.

Oder Sie nutzen unseren kostenlosen Lebenslauf-Check: Der individuelle Lebenslaufcheck liefert Ihnen eine erste Analyse, wie Ihr tabellarischer Lebenslauf wirkt und an welchen Stellen Sie diesen optimieren können.

Zum Lebenslauf-Check



Der tabellarische Lebenslauf wird heute von rund 95 Prozent der Bewerber genutzt. Er hat sich vielfach wegen seiner Übersichtlichkeit und Aussagekraft bewährt: Kompetenzen, Erfahrungen, Erfolge, Soft Skills, Interessen und Hobby – all das lässt sich in dem Curriculum Vitae kompakt und präzise auf wenigen Seiten darstellen.


Der Lebenslauf ist Ihre erste Arbeitsprobe. Sein Aufbau, seine Inhalte und Gestaltung zeigen bereits, wie sorgfältig, gewissenhaft oder kreativ ein Bewerber ist.



Die folgende Anleitung erklärt Ihnen Schritt für Schritt, was Sie über den tabellarischen Lebenslauf, die Positionen darin, seine Länge und den Aufbau wissen müssen.

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Aufbau des tabellarischen Lebenslaufs

Die Inhalte des Lebenslaufs werden grundsätzlich in Abschnitte gegliedert und nach Überschriften geordnet. So entsteht eine übersichtliche Struktur.

Die Bezeichnungen für die einzelnen Überschriften können variieren. Der Aufbau aber bleibt gleich. Die Sortierung erfolgt in abnehmender Wichtigkeit – beginnend mit Pflicht-Bestandteilen und optionalen Bestandteilen:

Pflichtangaben

➠ Persönliche Daten
➠ (Angestrebte Position)
➠ Lückenloser Werdegang
➠ Ausbildung / Studium (höchster Abschluss)
➠ Relevante Kenntnisse
➠ Ort, Datum / Unterschrift

Freiwillige Angaben

➠ Staatsangehörigkeit
➠ Familienstand
➠ Konfession
➠ Bewerbungsfoto
➠ Interessen & Hobbys
➠ Weiterbildung(en) / Auszeichnungen
➠ Auslandserfahrung(en)

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte dem Arbeitgeber in spe zeigen, dass Sie ALLE gewünschten Voraussetzungen erfüllen (siehe: Muss-Qualifikationen). Fachliche ebenso wie persönliche. Nennen Sie hierzu nicht nur Ihre bisherigen Tätigkeiten und Erfahrungen. Vor allem Erfolge überzeugen im tabellarischen Lebenslauf enorm.

Unterschätzen Sie bitte trotzdem nicht die Interessen und Hobbys im Lebenslauf. Sie dienen Personalern nachweislich dazu, mehr über die Persönlichkeit eines Kandidaten zu erfahren.

Sie runden das Gesamtbild des Bewerbers ab und geben nicht selten Aufschluss über relevante Soft Skills, bemerkenswertes Engagement oder spezifische Erfahrungen.

Nennen Sie dabei aber bitte nur Hobbys und Interessen, die (indirekt) echten Mehrwert für den Arbeitgeber aufzeigen oder soziale Kompetenzen unterstreichen. Alles andere lassen Sie weg.


Tipp
Achten Sie darauf, dass der Gesamteindruck der Bewerbungsunterlagen stimmt. Tabellarischer Lebenslauf, Anschreiben und (gegebenenfalls) Deckblatt müssen wie aus einem Guss wirken.

Trotz Ihres persönlichen Stils, sollten Farben, Schriftarten und Schriftgrößen einheitlich gewählt werden. Ein Patchwork-Design wirkt latent schlampig und unstrukturiert. Die meisten Personalentscheider mögen das nicht.


Länge des tabellarischen Lebenslaufs

Als Faustregel gilt: Ein tabellarischer Lebenslauf sollte nicht länger als eine bis drei DIN A4-Seiten sein.

  • Berufseinsteiger (➠ 1 Seite) – Einsteiger und Bewerber mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung sollten mit einer Seite auskommen. Es sei denn, Sie haben viele Jobwechsel oder Veränderungen des Aufgabenbereichs vorzuweisen.
  • Fachkräfte und Führungskräfte (➠ 2-3 Seiten) – Berufserfahrene Fachkräfte und Führungskräfte dürfen einen 3-seitigen Lebenslauf verfassen. Drei Seiten sind aber das Maximum.

Tipp
Wichtiger noch als der Umfang des tabellarischen Lebenslaufs ist, dass Sie sich dabei auf das Wesentliche konzentrieren. Personaler widmen der Lektüre für die Erstauslese im Durchschnitt kaum mehr als zwei Minuten Zeit.

Qualifikationen, Kompetenzen, Erfahrungen und Erfolge sowie Interessen und Hobbys sollten daher vor allem Relevantes für die angestrebte Position betonen. Die wichtigsten Informationen müssen sofort erfasst werden können. Sonst kassiert die Bewerbung schnell eine Absage.

Versetzen Sie sich beim Schreiben und Erstellen des Lebenslaufs in Ihren Leser: Was könnte für diesen und für die ausgeschriebene Stelle wichtig sein? DAS sollten Sie – zum Beispiel durch Fettschrift – herausstellen.


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Richtige Reihenfolge im tabellarischen Lebenslauf

Wie eingangs erwähnt, wird der tabellarische Werdegang heute in umgekehrt chronologischer Reihenfolge („antichronologischer Aufbau“) geschrieben. Diese Variante wird auch „amerikanischer Lebenslauf“ genannt.

Das bedeutet, Sie beginnen zum Beispiel bei den Berufserfahrungen mit der aktuellsten Station zuerst und arbeiten sich dann – lückenlos – zeitlich zurück.

Diese Reihenfolge der Gliederungspunkte behalten Sie auch bei allen anderen Lebenslauf-Abschnitten mit Zeitangaben bei. Also auch bei Ausbildung, Studium, Weiterbildungen, Praktika.

Wohin gehört der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe?

Ein tabellarischer Lebenslauf kommt IN die Bewerbungsmappe. Obenauf gehört das Bewerbungsschreiben.

Ob Sie zusätzlich ein Deckblatt verwenden, um sich aus der Masse abzuheben, bleibt Ihnen überlassen. Der tabellarische Lebenslauf liegt in der Mappe an erster Position – beziehungsweise dann an zweiter Stelle, falls Sie ein Deckblatt verwenden.

Grundsätzlich werden sogenannte vollständige Bewerbungsunterlagen beziehungsweise eine komplette Bewerbungsmappe so aufgebaut:

Vollständige Bewerbungsmappe - Position tabellarischer Lebenslauf
Tipp
Auch wenn das Bewerbungsfoto seit Inkrafttreten des AGG heute nur noch ein freiwilliger Bestandteil des tabellarischen Lebenslaufs ist, sollten Sie nicht darauf verzichten. Die meisten Personalentscheider möchten sich – buchstäblich – ein Bild vom Bewerber machen.


Perfekter Lebenslauf: Details zum Inhalt

Da Bewerbungsunterlagen inzwischen immer öfter digital versendet und von einer Software vorab ausgewertet werden, ist neben der Übersichtlichkeit auch die Vollständigkeit ein entscheidendes Kriterium bei der Bewerberauswahl geworden.

Lücken im Lebenslauf, aber auch Lücken in den persönlichen Angaben können schnell das Aus bedeuten.

Um aussagekräftig zu bleiben, muss ein tabellarischer Lebenslauf zwar ausführlich genug sein, aber so kurz und präzise wie möglich. Redundanzen sind unbedingt zu vermeiden. Ebenso ausformulierte Sätze und viel Fließtext. Stichworte und Eckdaten reichen.

Dazu hier die Details:

  • Überschrift und Name

    Ein tabellarischer Lebenslauf hat immer eine Überschrift. Dort steht ganz oben und möglichst groß „Lebenslauf“ oder „Lebenslauf“ PLUS „Ihr vollständiger Name (Vorname und Nachname)“ Ob Sie zuerst Ihren Namen und dann Lebenslauf schreiben oder die Überschrift Ihrem Namen voran stellen oder kleiner darunter oder daneben setzen, ist eine Frage des Layouts.

  • Persönliche Angaben

    Zu den persönlichen Daten gehören:

    • Anschrift (Straße, PLZ, Ort)
    • Telefonnummer
    • E-Mail-Adresse
    • Geburtsdatum und Geburtsort
    • Familienstand
    • Staatsangehörigkeit

    Diese Angaben sind Pflicht. Die Konfession wird dagegen nicht angegeben. In bestimmten Branchen – beispielsweise im Sozialbereich – kann diese Information aber wichtig sein.


    Tipp
    Wer mag, kann neben die persönlichen Daten auch seinen aktuellen Beruf deutlich sichtbar schreiben. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie nur den Arbeitgeber wechseln, nicht aber den Beruf oder die Position.
  • Angestrebte Position

    Es ist ein kleiner Lebenslauf-Trick, der schon vielen Bewerbern geholfen hat, positiv aus der Masse hervorzustechen: Nennen Sie – bevor der „Berufliche Werdegang“ beginnt – die angestrebte Position aus der Stellenanzeige (siehe Video-Tipp):

    Sie betonen so nicht nur Ihren Anspruch und Ihr Engagement, sondern dokumentieren zugleich, dass dieser tabellarische Lebenslauf nur für diesen Arbeitgeber und nur für diese Stelle geschrieben wurde. Kleine Zeile – großer Effekt!

  • Beruflicher Werdegang

    Ihre bisherigen Stationen bilden den Kern des tabellarischen Lebenslaufs und sollten so präzise wie möglich formuliert werden. Die Zeitangaben (Standard: „MM/JJJJ – MM/JJJJ“) stehen links, die Stationen rechts.

    Wichtig ist, dass die Zeitangaben lückenlos aufgelistet werden. Ab einer Pause von mehr als drei Monaten zwischen zwei Stationen spricht man von einer „Lücke im Lebenslauf“, die erklärt werden muss. Kürzere Zeiten werden der beruflichen Neuorientierung und Bewerbungsphase zugestanden.

    Die Aussagekraft des tabellarischen Lebenslaufs steht und fällt mit der Darstellung der Stationen und Berufserfahrung, hier spiegelt sich Ihre Profession.

    Deshalb sollten Sie im Werdegang nicht nur aufzählen wo Sie schon gearbeitet haben und was Sie gemacht haben, sondern möglichst den Nutzen herausarbeiten, den bisherige Arbeitgeber durch Sie hatten. Bewährt hat sich dazu folgender Aufbau:

    • Position: Welchen Job(-titel) hatten Sie? (Englische oder kryptische Jobtitel besser übersetzen.)
    • Arbeitgeber: Bei welchen Firmen waren Sie tätig? Was waren das für Unternehmen (Prestige, Wettbewerber)? Korrekte Firmenbezeichnung mit Gesellschaftsform und Firmensitz (evtl. Mitarbeiterzahl).
    • Aufgaben und Erfolge: Für was waren Sie zuständig, was haben Sie bewirkt? Zahlen!

    Die Stationen im Werdegang können Sie zum Beispiel so strukturieren:

    MM/JJJJ – MM/JJJJLeiter interne Logistik
    Beispielfirma (Deutschland) GmbH,
    Betriebsstätte Bochum

    Verantwortlich für Lager und Kommissionierung,
    16 Mitarbeiter

    – Aufbau der neuen Logistikabteilung
    – Verlagerung der Absackanlage
    – Kostenreduzierung um 50%



    Fassen Sie sich dabei möglichst kurz und formulieren Sie prägnant. Keine Prosa, Stichworte im Telegrammstil reichen.

  • Ausbildung

    Nach dem beruflichen Werdegang folgt der Bildungsweg. Sie können diesen Abschnitt auch „Ausbildung“, „Studium“ oder eben „Bildungsweg“ nennen.

    Zur Ausbildung gehören Studium (mögliche Stipendien), Ausbildung, Schulbildung und Schulabschlüsse (inklusive Noten und Abschlussarbeit-Thema). Aber auch geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst. Zu diesen Angaben werden im Vorstellungsgespräch fast immer Rückfragen gestellt, bereiten Sie sich darauf vor.

  • Praktika

    Dieser Eintrag ist für Berufseinsteiger gedacht, die noch keine einschlägigen Berufserfahrungen vorweisen können. Umso interessanter sind Erfahrungen, die im Praktikum gewonnen wurden. Stellen Sie dabei unbedingt einen Bezug zur Stelle her und nennen Sie die Fähigkeiten, die Sie sich aneignen konnten.

  • Besondere Kenntnisse

    Zusätzliche Qualifikationen, Weiterbildungen und Zertifikate runden das Profil ab. Wählen Sie auch hier nur Kompetenzen aus, die für die Stelle wichtig sein könnten.

    Grundregel für den tabellarischen Lebenslauf: Alle Angaben müssen einen Mehrwert für den angestrebten Job bieten. Alles andere ist nicht relevant, Leseballast und sollte gestrichen werden.

  • Interessen und Hobbys

    Gerade bei Berufseinsteigern sind der Werdegang und die Ausbildung relativ austauschbar. An dieser Stelle können Sie sich also mit den Interessen und Hobbys differenzieren. Zum Beispiel durch…

    • Engagement in (Sport-)Vereinen
    • Ehrenamt
    • Auslandserfahrung
    • Fremdsprachen/Sprachreisen
    • IT- und EDV-Kenntnisse
    • Führerschein, Staplerschein, Kranschein
    • Auszeichnungen, Publikationen
    • Referenzen

    Auch hier gilt: Erwähnt wird nur, was für die Stelle qualifiziert und relevant ist oder wichtige persönliche Eigenschaften unterstreicht.

  • Ort, Datum und Unterschrift

    Beides – Ort,Datum und Unterschrift – sollten Sie handschriftlich in den tabellarischen Lebenslauf einfügen.

    Das Datum unterstreicht dessen Aktualität und signalisiert:Dieser Lebenslauf wurde nicht recycelt, sondern extra für diese Stelle formuliert. Die Unterschrift wiederum dokumentiert die Richtigkeit und Wahrheit der gemachten Angaben.

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Tabellarischen Lebenslauf optimieren: Layout und Design

Neben dem tabellarischen Lebenslauf gibt es auch noch andere Lebenslauf-Formen. Zum Beispiel:

Diese werden aber selten verlangt und bilden bei der Bewerbung auch die Ausnahmen.

Die einfachen Gründe hierfür:

  • Eine professionelle Gestaltung vorausgesetzt, bietet der tabellarische Lebenslauf einen schnellen Überblick über alle für die ausgeschriebene Stelle relevanten Informationen.
  • Die lückenlose tabellarische Form zeigt unmittelbar, wie zielstrebig der Bewerber und wie geeignet er oder sie ist. Das Wesentliche sollte also sofort ins Auge springen.
  • Weil ein tabellarischer Lebenslauf oft als Erstes gelesen wird, prägt er entscheidend den ersten Eindruck eines Kandidaten. Entsprechend sorgfältig sollte er gestaltet und geschrieben sein.

Viele Unternehmen suchen unter den zahlreichen Talenten, die sich bewerben, echte Persönlichkeiten, die ins Team passen oder dieses sinnvoll ergänzen. Eine reine Ansammlungen von Qualifikationen überzeugt nicht. Geben Sie Ihrem tabellarischen Lebenslauf daher immer eine persönliche Note.

Dafür bleiben Ihnen – trotz des relativ festen Konzepts beim tabellarischen Lebenslauf – immer noch zahlreiche individuelle Gestaltungsoptionen.

Das geht schon bei den Überschriften der Kategorien los:

  • Persönliche Daten: Den Abschnitt mit Ihren persönlichen Angaben könnten Sie zum Beispiel auch „Über mich“ nennen. Oder: „Zu meiner Person“.
  • Ausbildung: Falls Sie direkt nach der Schule eine Ausbildung absolviert haben, lassen sich Schule und Ausbildung auch direkt unter „Ausbildung“ zusammenfassen. Ebenso lassen sich die zwei Abschnitte („Ausbildung“, „Weiterbildung“) zu einem Punkt verdichten („Aus- und Weiterbildung“), falls der Platz benötigt wird.
  • Studium: Wer hingegen einen akademischen Werdegang und ein Studium absolviert hat, nennt den Abschnitt „Ausbildung“ besser gleich „Studium“. So weiß der Personaler gleich, dass Sie studiert haben.

Darüber hinaus haben Sie noch weitere Optionen, die wir in den folgenden Gestaltungstipps zusammengefasst haben:

  • Setzen Sie gezielt Fettschrift oder andere Hervorhebungen ein, um einzelne Passagen zu betonen. Zum Beispiel Überschriften wie „Beruflicher Werdegang“ oder die Datumsangaben. Beachten Sie, dass dieses Schema einheitlich und systematisch über die gesamten Bewerbungsunterlagen hinweg durchgehalten werden muss.
  • Nutzen Sie dünne und dezente Linien, um den Lesefluss beziehungsweise die Blickrichtung des Lesers zu lenken.
  • Arbeiten Sie mit Farben. Verwenden Sie – neben Schwarz und Weiß – aber bitte nur eine weitere Schmuckfarbe. Die Farben sollen schließlich nicht vom Inhalt ablenken. Idealerweise nutzen Sie als Hauptfarbe (beispielsweise für Überschriften) die Farbe, die auch der adressierte Arbeitgeber in seinem Logo verwendet. So suggerieren Sie subtil Zugehörigkeit.

Häufige Fehler von Bewerbern

Leider werden beim tabellarischen Lebenslauf immer wieder Fehler gemacht, die den Gesamteindruck trüben oder negative Rückschlüsse auf den Bewerber und seine Arbeitsweise provozieren. Dazu gehören vor allem folgende Schlampigkeiten bei Gestaltung und Design:

  • Einrückungen: Statt eine Tabelle oder die TAB-Taste zu nutzen, verwenden einige Kandidaten die Leertaste für Einrückungen. Da bei modernen Schriftarten die Zeichenabstände aber nie gleichmäßig sind, beginnt das Layout zu „flattern“. Unschön!
  • Einheitlichkeit: Mal werden Überschriften fett gesetzt, mal kursiv, mal größer als der Fließtext, mal gleich groß… Achten Sie stets auf ein einheitliches Schriftbild. Das grundlegende Konzept ist Ihr individuelles Design – nur halten Sie sich anschließend bitte durchweg daran.


Tipps für den digitalen Lebenslauf

Falls Sie Ihren Lebenslauf später in elektronischer Form verschicken, sollten Sie dafür immer eine PDF-Datei verwenden. Das Dateiformat „PDF“ kann praktisch auf allen Rechnern geöffnet werden.

Dazu wählen Sie nach der Fertigstellung des tabellarischen Lebenslaufs in Word den Menüpunkt „Bearbeiten -> Speichern unter“ aus und wählen dann das Format „PDF“ statt „.docx“. Vergessen Sie bitte nicht, sich immer eine .docx in Kopie zu speichern, da Sie nur diesen Lebenslauf später verändern und bearbeiten können.


Tipp
Geben Sie dem PDF bitte unbedingt einen „sprechenden“ Dateinamen, also zum Beispiel „Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf“. So kann dieser später Ihnen zugeordnet werden, ohne die Datei öffnen zu müssen.



Tipps zum Zusammenfügen mehrerer PDFs finden Sie HIER.

Wir wünschen: Viel Erfolg bei der Bewerbung!

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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3. Juni 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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