Bewerbung: Alle Tipps zur perfekten Bewerbung

Um die perfekte Bewerbung schreiben zu können, braucht es nicht mehr als in diesem Artikel steht. Ehrlich! Seit mehr als zehn Jahren haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen die besten Tipps rund um die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch, aufbereitet von erfahrenen Profis, hier zur Verfügung zu stellen (kostenlose Downloads inklusive). So können Sie sich praxisnah und kompetent auf den bevorstehenden Bewerbungsprozess vorbereiten. Der folgende Artikel enthält ein umfassendes Kompendium zum Bewerbungsschreiben, zum Lebenslauf, den Anlagen und Zeugnissen sowie dem Aufbau der Bewerbungsmappe sowie noch mehr Muster und Vorlagen zum Herunterladen. Los geht’s…

Bewerbung: Alle Tipps zur perfekten Bewerbung

Ihre berufliche Zukunft beginnt mit der Bewerbung

Jeder neue Job, jede Karriere beginnt mit einer Bewerbung. Diese ist zugleich Ihre persönliche Visitenkarte und erste Arbeitsprobe. Wer hier schlampt und sich erkennbar wenig Mühe gibt, senkt seine Chancen enorm.

Klar, aller Anfang ist schwer. Erst recht das Schreiben einer Bewerbung, das Formulieren und Argumentieren im Anschreiben, ein überzeugender Aufbau des Lebenslaufs, die Auswahl der richtigen Anlagen… Eine Raketenwissenschaft ist das aber auch nicht.

In dieser Anleitung zur Bewerbung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen aufbauen, formulieren, optimieren. Nur eine Bitte: Betrachten Sie unsere Tipps stets als Anregungen. Egal, wie groß die Versuchung auch ist: Schreiben Sie bitte keine der Musterbewerbungen und Vorlagen 1:1 ab. Das erkennen Personaler – und erteilen solchen Kandidaten schnell eine Absage.

Eine ebenso überzeugende wie erfolgreiche Bewerbung ist damit der wichtigste Schritt vor dem Vorstellungsgespräch – und natürlich vor der hoffentlich folgenden Einstellung und dem Arbeitsvertrag. Fangen wir also systematisch an: Klassisch besteht eine vollständige Bewerbung aus drei Elementen

Bewerbung Aufbau: Die 3 Bausteine der Bewerbung

Eine erfolgreiche Bewerbung zu schreiben, ist gar nicht so schwer. So komplex das Gebilde auf manche wirkt – im Grunde besteht die Bewerbung aus nicht mehr als 3 Puzzlesteinen, die es geschickt zu arrangieren gilt.

Diese drei Bausteine sind essenziell:

  • Das Anschreiben oder auch Bewerbungsschreiben genannt.
  • Der Lebenslauf.
  • Die Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen).

Das zusammengefügte Ergebnis nennt sich Bewerbungsmappe beziehungsweise vollständige Bewerbungsunterlagen und sieht zum Beispiel so aus:

Wie schreibt man eine Bewerbung 2018 Vollständige Bewerbungsmappe Bewerbungsunterlagen Muster Reihenfolge Aufbau

Wenn Sie sich bewerben, sind diese drei Unterlagenarten bei einer klassischen Bewerbung (Ausnahme: Kurzbewerbung und Online Bewerbungsmappe) ein absolutes MUSS. Weglassen dürfen Sie nichts davon.

Im Gegensatz zu den…

KANN-Beilagen in der Bewerbung:

  • Deckblatt (als Übersicht)
  • Bewerbungsfoto (im Lebenslauf)
  • Nachweise über Fortbildungen (nur falls für den Job relevant)
  • Kopie des Führerscheins (falls verlangt)
  • Kopie des Führungszeugnisses (falls verlangt)

Diese müssen nicht zwingend beigefügt werden – es sei denn, sie werden ausdrücklich verlangt.

Gratis-Checkliste: Was gehört alles in die Bewerbung?

Gratis-Checkliste: Was gehört alles in die BewerbungEine vollständige Checkliste, was alles in die Bewerbung gehört, können sie sich gerne hier als PDF kostenlos herunterladen, ausdrucken und dann der Reihe nach abhaken, damit Sie nichts vergessen.

Natürlich hat jeder einzelne Puzzlestein – Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen – unterschiedliche Anforderungen und Herausforderungen. Was Sie in Ihrer Bewerbung dabei beachten müssen, erklären wir Ihnen im Folgenden – mit praktischen Tipps und Tricks…

Bewerbung schreiben & aufbauen: Das Anschreiben

Papier ist geduldig, Personaler sind es nicht. Viele der Personalentscheider überfliegen erst einmal den Lebenslauf, um zu sehen, ob der Bewerber überhaupt die erforderlichen Muss-Qualifikationen mitbringt, also etwa den geforderten Hochschulabschluss, eine Ausbildung oder spezielle Berufserfahrungen. Das dient der ersten groben Vorauswahl.

Bewerbung Schreiben 5 Minuten Test Infografik

Danach widmen sich die Personaler dem sogenannten Bewerbungsanschreiben.

Um diesen Einseiter ranken sich zahlreiche Bewerbungsmythen. Vergessen können Sie das meiste davon. Ihr Anschreiben steht und fällt mit dem Text darin.

Im Gegensatz zum Lebenslauf, der das Qualifikations-Profil des Bewerbers schärft, spiegelt das Bewerbungsanschreiben seine Persönlichkeit und Motivation. Deshalb wird es manchmal auch mit dem Motivationsschreiben verwechselt, das allerdings etwas anderes ist und auch weniger formal aufgebaut wird.

Die wichtigste Regel für das Anschreiben lautet: Wiederholen Sie hier bitte nie einfach nur die Höhepunkte der Biografie beziehungsweise das, was schon im Lebenslauf steht. Zeigen Sie dem Personaler vielmehr, warum Sie sich auf diese Stelle bewerben und warum Sie der beste Kandidat dafür sind. Lassen Sie gerne auch etwas von Ihrer Leidenschaft durchblitzen.

Bewerber dürfen ruhig ein paar Ecken und Kanten zeigen. Trauen Sie sich ruhig etwas. Das macht Sie und Ihre Bewerbung individuell und persönlich.

Das geht zum Beispiel schon beim ersten Satz los. Den sogenannten Einleitungssatz sollten Sie nie mit Standardsatz wie zum Beispiel hiermit bewerbe ich mich… beginnen. Langweilig. Und abgenutzt dazu.

Stattdessen sollten Sie schon mit dem Einleitungssatz die Perspektive des Personalers einnehmen – und beispielsweise zeigen, welche und wie Sie Ihre Kompetenzen und Talente in der neuen Position nutzen, um einen Mehrwert zu schaffen. Das Ergebnis könnte dann etwa so lauten:

Sehr geehrte Frau XYZ,

seit rund fünf Jahren beschäftige ich mich mit _____________ und konnte in diesem Bereich schon _____________ erreichen. Als ich dann Ihre Stellenanzeige vom _____________ las, wusste ich: Diese Erfahrungen will ich bei Ihnen einsetzen um _____________ zu erreichen. Zudem haben mich die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bietet, sofort begeistert…

Sie merken schon, worin der Unterschied liegt: Statt auf die eigenen Berufsziele und Karrierewünsche einzugehen (wie es viele Bewerber machen), stellen Sie in Ihrer Bewerbung Ihre Qualifikationen in den Dienst des neuen Arbeitgebers. So wecken Sie gleich zu Beginn Interesse und heben Sie sich von der Masse positiv ab.

Auf keinen Fall sollten Sie das Anschreiben damit beginnen, warum Sie den bisherigen Job nicht mehr wollen. Mag sein, dass Sie so ein subtiles Kompliment an den neuen Arbeitgeber senden wollen, aber das ist es nicht. Tatsächlich fokussieren Sie damit Ihre Aussagen darauf, was Sie wollen – wecken damit aber kein Interesse an den Vorzügen, die Sie mitbringen. Die aber sind für jeden Arbeitgeber das wichtigste.

Entsprechend übersichtlich und prägnant muss das Anschreiben sein – und natürlich frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern.

  • Absolventen sollten bei der Argumentation vor allem auf bisherige Studienschwerpunkte abzielen. Wer aus der Uni kommt, ist eher Generalist. Eingestellt (und befördert) werden aber meist Spezialisten. Fokussieren Sie Ihre Bewerbung daher auf die gefragten Anforderungen des Jobs, auf den Sie sich bewerben. Und legen Sie dazu unbedingt die Ich-bin-doch-nur-ein-Student-Attitüde ab. Wer sich nach einem Jobangebot umsieht, sollte nie wie ein Bittsteller wirken. Sie sind gut ausgebildet, haben Talent und bringen Ihre Stärken und viel Engagement mit. Das hat einen Wert!
  • Berufserfahrene hingegen konzentrieren sich auf die aktuelle Position und erfolgreich absolvierte Projekte. Sie argumentieren mit Ihren bisherigen Erfolgen und wie Sie dieses Know-how sowie die Erfahrungen für den neuen Arbeitgeber nutzen können und wollen.

Lassen Sie dabei subtil in die Bewerbung einfließen, dass Sie sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten, seiner Kultur beschäftigt haben, indem Sie etwa ein paar aktuelle Zahlen zitieren oder auf ein kürzlich publiziertes Interview des CEO oder das Produkt eingehen. Die Betonung hierbei liegt auf subtil: Es muss klarwerden, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle interessieren, warum für dieses Unternehmen und warum Sie den Anforderungen des Jobs gewachsen sind.

Und geben Sie sich zum Formulieren der Bewerbung ruhig ein paar Tage Zeit. Schnellschüsse gelingen selten. Also ruhig mal die Bewerbung ein Zeit liegen lassen, eine Nacht drüber schlafen oder ein paar Freunde bitten, diese zu lesen und zu sagen, was sie von Ihrem Anschreiben halten.

Formel für die perfekte Bewerbung

Bewerbungsschreiben Formel perfekte Bewerbung
Laszlo Bock, Personalchef bei Google, hat einmal die Formel für eine perfekte Bewerbung gefunden. In einem Interview mit der New York Times verriet er sie. Danach sollten Bewerber Ihre Erfolge nach dem folgenden Schema formulieren: „Ich habe X erreicht, relativ zu Y, indem ich Z getan habe.“

Bock sagte, die meisten Kandidaten würden ihre Bewerbung so schreiben: „Ich möchte bei Ihnen Redakteur werden und habe schon Artikel für die New York Times geschrieben.“ Besser wäre aber, wenn dort stünde: „Ich habe in dieser Zeit 50 Artikel für die New York Times geschrieben (der Durchschnitt liegt bei sechs Artikeln), weil ich seit drei Jahren tiefe Einblicke in diesem Bereich habe.“

Ansonsten können Sie auch diese Formel anwenden:

Erfolgsformel Bewerbung Anschreiben Google Grafik

Faustregeln beim Bewerben: Diese Formalitäten sollten Sie beachten

Ein paar Formalitäten gibt es bei der Bewerbung beziehungsweise beim Anschreiben allerdings doch noch zu beachten:

  • Das Anschreiben sollte nie länger als maximal 2 Seiten sein, besser ist eine Seite.
  • Aufgebaut wird das Anschreiben nach diesem 9-stufigen Muster:
    Aufbau Bewerbungsanschreiben Beispiel Schema Bewerbung Layout
  • Die Schriftgröße sollte lesefreundlich sein. Orientieren Sie sich hierbei an der sogenannten 11-13-15-Regel: In 11-Punkt sollte der gesamt Fließtext stehen, also alle längeren Textpassagen. Verwenden Sie dafür möglichst Schriftarten mit Serifen – wie die Times oder Georgia. Die 13-Punkt-Schrift sollte Datum, Adressen, Zwischenüberschriften (im Lebenslauf) vorbehalten bleiben. Gerne auch gefettet. Hierfür eignen sich eher groteske Schriftarten ohne Serifen – wie die Arial oder Helvetica. Die Schriftgröße von 15-Punkt wiederum verwenden Sie bitte ausschließlich für Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Er soll am meisten herausstechen. Auch hierfür eignet sich eine serifenlose Schriftart am besten. Und warum die krummen Größen? Weil die meisten anderen Bewerber 12-14-16-Schriftgrößen verwenden – 12-Punkt ist die Standardeinstellung bei Word.
  • Einzüge, Linien und Abstände sollten auf sämtlichen Seiten Ihrer Bewerbung einheitlich sein, ebenso die Schriftarten und Schriftfarben. Die Bewerbung bekommt sonst leicht einen Patchwork-Charakter. Ein eineinhalbzeiliger Zeilenabstand hat sich bewährt – wirkt luftiger und lesbarer. Wer es ganz korrekt und klassisch mag, sollte sich bei der formalen Gestaltung seines Anschreibens an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe (die Bewerbung ist formal ein Geschäftsschreiben) orientieren:
    DIN5008 Normschreiben Bewerbung Layout Beispielgrafik
  • Und natürlich sollte das Bewerbungsschreiben jedes Mal individuell formuliert und auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten werden. Keine Massensendungen! Schreiben Sie zudem möglichst aktiv, also starke Verben und wenige Adjektive verwenden.

Bewerbungsschreiben Vorlagen: 23 kostenlose Word-Muster

Oft fällt einem das Formulieren der Bewerbung leichter, wenn man schon ein erstes Gerüst vor sich hat. Unser Vorlagen und Bewerbungsmuster für ein Anschreiben können und sollen Ihnen dabei helfen. Die Vorlagen können Sie sich hier als Word-Datei kostenlos herunterladen und anschließend individuell anpassen.

Obendrein haben unsere Bewerbungsanschreiben Muster unterschiedliche Beispiel-Texte. Sie können sich also auch mehrere Vorlagen gratis downloaden und jeweils aus den – für Sie – besten Formulierungen lernen.

Und wenn Ihnen die Hintergrundbilder nicht gefallen, können Sie auch das sogenannte Wasserzeichen im Dokument austauschen. Das finden Sie im WORD-Menüpunkt -> Einfügen -> Wasserzeichen…

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Bonus-Checkliste: FAQ zur Bewerbung

Checkliste FAQ Bewerbung PDF eBook CoverÜberdies haben wir noch eine kostenlose Checkliste mit wichtigen Fragen zur Bewerbung beziehungsweise den FAQ zur Bewerbung, die Sie sich ebenfalls als PDF kostenlos herunterladen und ausdrucken können, um diese bei der nächsten Bewerbung zu nutzen. Tatsächlich konnten wir mit diesen Bewerbungstipps schon zahlreichen Lesern weiterhelfen, wie deren Feedback bestätigt. Darauf sind wir durchaus ein bisschen stolz. Hoffentlich können wir so auch Ihnen weiterhelfen.

Bewerbung schreiben & aufbauen: Der Lebenslauf

Der Lebenslauf in der Bewerbung wird heute eigentlich nur noch amerikanisch aufgebaut – also mit der aktuellen Position zuerst (Standard). Durchgesetzt hat sich dabei ebenso die tabellarische Form – der sogenannte tabellarische Lebenslauf.

Aufbau Tabellarischer Lebenslauf Bewerbung Tipps

Entscheidend für den Erfolg Ihrer Bewerbung ist, dass die Informationen darin möglichst übersichtlich und strukturiert dargestellt werden und damit schnell erfasst werden können. Denn der Lebenslauf wird – auch wenn er in der Bewerbungsmappe nicht obenauf liegt – in der Regel zuerst gelesen. Das Wesentliche muss daher in der Bewerbung sofort ins Auge springen.

Die wichtigsten Lebenslauf Formalia in der Bewerbung

  • Aufbau.

    Links Zeitangaben, rechts Fakten. Bitte keinen optischen Firlefanz. Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

  • Inhalt.

    Was in die Vita unbedingt muss, sind:

    • Persönliche Daten: Name, Geburtstag und -ort, Anschrift, Telefon, Familienstand, Staatsangehörigkeit
    • Berufserfahrung: Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit der Darstellung der beruflichen Stationen. Die Angabe des Firmennamens und ein Stichwort zu Ihrer Aufgabe reichen dazu nicht. Beschreiben Sie besser knapp (!) bei welcher Firma Sie tätig waren, welche Position Sie dort inne hatten, für was Sie zuständig und was Sie bewirkt haben. Am besten wirkt, wenn Sie Ihre Erfolge mit Zahlen quantifizieren können.
    • Besondere Qualifikationen: Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten, Sprachen
    • Ausbildung: Dazu gehört auch evtl. geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

    Für die perfekte Bewerbung muss das alles zeitlich exakt eingeordnet und vor allem lückenlos aneinander gereiht werden. Sonst wecken Sie den Verdacht, Sie wollten peinliche Stationen vertuschen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt das zur Sprache.

  • Zeitangaben.

    Monatsangaben reichen in der Regel, also zum Beispiel:

    06/2017 – 06/2018 Ausbildung zum Bankkaufmann in der Kreissparkasse Köln.

  • Tabus.

    Die folgenden Punkte gehören dagegen keinesfalls in einen Lebenslauf: Informationen, die für den angestrebten Job nicht relevant sind (unnötiger Leseballast!), Familieninformationen (Mutter: Hausfrau, Vater: Studienrat), Gehaltsvorstellungen (gehören – falls sie gefordert werden – ins Anschreiben oder sind Thema im Vorstellungsgespräch) sowie religiöse und politische Ansichten.

  • Schluss.

    Formal sollte der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift abgeschlossen werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Obacht: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit noch zur fristlosen Kündigung führen. Seien Sie dabei also besonders sorgfältig – auch für den Fall, dass man später nach einem billigen Kündigungsgrund sucht, falls Sie in Ungnade gefallen sind.

Nutzen Sie die AHA-Methode in Bewerbung und Lebenslauf!

Nutzen Sie die AHA-Methode in Bewerbung und LebenslaufBerufliche Stationen formulieren Sie in der Bewerbung am besten mit der sogenannten AHA-Methode. Das ist ein Akronym und setzt sich zusammen aus:

  • Aufgabe. Beschreiben Sie knapp (!), mit welcher Herausforderung Sie im Job konfrotiert wurden, ein Projekt, eine Personalie.
  • Handlung. Fassen Sie im Lebenslauf zusammen, wie Sie vorgegangen sind, um das Problem zu lösen: Was waren Ihre konkreten Maßnahmen?
  • Abschluss. Versuchen Sie das Resultat zu quantifizieren: Um wie viel Prozent stieg der Umsatz, verbesserte sich die Produktivität?

Sie müssen dazu nicht einmal ganze Sätze formulieren. Der Stakkato-Stil reicht im Lebenslauf völlig und spart Platz. Ein Beispiel:

Fertigungsleiter, Müller GmbH in Musterstadt
– Verantwortlich Verbesserungsprozesse in der Fertigung entwickelt
– Produktivität um 30 Prozent gesteigert
– Kosten um 20 Millionen Euro gesenkt

Durch die aktive Formulierung und das Umstellen der Verben ans Satzende klingen Sie zugleich engagierter und aktiver. Gut so! Tatsächlich beschreiben viele Bewerber in ihrer Bewerbung nur berufliche Stationen. Vielleicht auch das, wofür sie „zuständig“ waren. Aber nicht, was sie aktiv gemacht und bewirkt haben.

Und das klingt eben nicht nach jemanden, der sein Arbeitsumfeld aktiv geprägt hat, der sich engagiert und Projekte selbstständig initiiert und realisiert hat. Kurz: Es klingt nicht nach einem Macher, sondern nach einem Mitarbeiter im Wortsinn.

Mit diesen Tricks optimieren Sie die Bewerbung

Personaler müssen oft teils hunderte von Bewerbungsunterlagen lesen und passende Kandidaten finden. Je leichter und übersichtlicher Sie die Lektüre Ihrem Leser machen, desto mehr Pluspunkte sammeln Sie. Dabei helfen meist schon ein paar grafische Tricks.

Auch wenn das Obige vielleicht für Sie noch zu schematisch klingt, Sie können durchaus beim Layout und Design variieren und experimentieren. Vor allem mit diese kleinen Bewerbungstipps und -tricks helfen oft schon, um sich positiv abzuheben:

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Kostenlose Lebenslauf-Vorlagen

Falls Sie sich auch hier unsicher sind, wie Sie Ihren Lebenslauf aufbauen und schreiben sollen, haben wir ebenfalls wieder einige kostenlose Vorlagen und Muster als Word-Dokumente für einen Lebenslauf zum Download für Sie. Noch mehr gratis Lebenslauf-Vorlagen finden Sie HIER.

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Bonus-Video: Kennen Sie schon diesen Lebenslauf-Trick?

Weiterführende Dossiers und Tipps zum Lebenslauf

Bonus-Checkliste: FAQ zum Lebenslauf

Checkliste FAQ Lebenslauf PDF eBook CoverUm Ihnen das Verfassen des Lebenslaufs noch mehr zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Fragen zum Lebenslauf in einem mehrseitigen PDF zusammengefasst – den FAQ zum Lebenslauf. Darin enthalten sind unter anderem die Antworten auf Fragen wie: An welcher Stelle wird der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe eingeordnet? Wie lässt sich ein Lebenslauf einfach erstellen? Welche Schriftart eignet sich für den Lebenslauf? Warum muss der Lebenslauf lückenlos sein? Wie kann ich im Lebenslauf meine Arbeitslosigkeit kaschieren? Und so weiter…

Gratis-Checkliste zum Online-Lebenslauf

Checkliste Online Lebenslauf PDF eBook CoverEin gut gemachter Online-Lebenslauf ist heute für viele Bewerber selbstverständlich. Er ist das Kernstück der sogenannten passiven Jobsuche – einer modernen Bewerbungsstrategie, die sich den steigenden Fachkräftemängel zunutze macht. Immer mehr Personaler müssen selbst aktiv werden und nach geeigneten Kandidaten suchen (Fachjargon: active sourcing), um offene Stellen zu besetzen. Gut, wenn sie dann in renommierten Jobbörsen top-qualifizierte Kandidaten mit ihren Online-Lebensläufen suchen und finden können. Damit die Strategie aufgeht, haben wir hier eine Checkliste zum Online-Lebenslauf erstellt. Weitere Informationen dazu finden Sie HIER.

Gratis-Checkliste zum Bewerbungsfoto

Checkliste Bewerbungsfoto PDF eBook CoverDas Bewerbungsfoto ist zwar heute keine Pflichtangabe mehr in der Bewerbung – gern gesehen wird es aber auch weiterhin. Schließlich sagt ein Bild mehr als 1000 Worte. Wie Sie sich bei der Bewerbung mit einem optimalen Bewerbungsfoto ins rechte Licht rücken können, ist nicht schwer – vorausgesetzt, Sie beachten ein paar Grundregeln und überlegen sich vorher genau, welche Wirkung Sie auf den Betrachter erzielen wollen. Die folgende kostenlose Checkliste zum Bewerbungsfoto hilft Ihnen dabei.

Bewerbung schreiben & aufbauen: Die Anlagen

Wie oben schon erwähnt gehören zu einer vollständigen Bewerbung immer auch relevante Anlagen. Sie sind keinesfalls nur eine formale Dreingabe. Vielmehr runden diese das Profil des Bewerbers ab und ergänzen es um eine wichtige Zutat: die Beurteilung durch neutrale Dritte.

Zu den klassischen Anlagen gehören zum Beispiel:

  • Arbeitszeugnisse
  • Zertifikate und Bescheinigungen
  • Referenzen und Empfehlungsschreiben

Sie alle werden in der Regel NICHT von Ihnen selbst verfasst, sondern von jemandem, der Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn begleitet hat (und sei es nur das Prüfungsamt). Die dort gemachten Aussagen bestätigen also indirekt Ihre Selbstbeschreibung in Anschreiben und Lebenslauf. Kurz: Sie sind ein Authentizitätsindikator für die Bewerbung.

Damit diese Bewerbungsanlagen jedoch nicht wie eine Loseblattsammlung wirken (insbesondere bei mehreren Unterlagen), ist ein sogenanntes Anlagenverzeichnis empfehlenswert.

Wenn Sie sich nach DIN 5008 bewerben, gehört dieser Verweis ans Ende des Anschreibens, nicht in den Lebenslauf!

Sollte der Platz hierfür fehlen, können Bewerber auch ein sogenanntes Deckblatt ihrer Bewerbung beifügen und die Anlagen dort auflisten.

Idealerweise werden die Anlagen chronologisch erfasst. Das heißt, Sie sortieren Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen später in der Mappe exakt in der Reihenfolge, wie Sie diese zeitlich erworben haben und im Anlageverzeichnis erwähnen.

60 typische Bewerbungsfehler

Bewerbungssünden-PDFNatürlich können Sie bei der Bewerbung auch einiges falsch machen und sich damit schnell wieder ins Aus katapultieren.

Damit Ihnen das bei der Jobsuche nicht passiert, haben wir in einem eigenen Artikel, die 60 schlimmsten Bewerbungssünden zusammengestellt. Sie können diese zusätzlich als Gratis-Dokument und PDF hier herunterladen.

Welche und wie viele Zeugnisse/Anlagen gehören in die Bewerbung?

Merken Sie sich bitte: Anlagen dienen dem Personaler in erster Linie als objektiver Beleg für die Angaben im Lebenslauf. Zudem können sie die dort beschriebenen Tätigkeiten um einige Details erweitern und sogar qualifizieren. Das hilft besonders Absolventen nach dem Studium, die ja noch nicht so viele Praxiserfahrungen vorweisen können.

Relevant sind damit alle Unterlagen, die unterstreichen, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen für die angestrebte Position mitbringen – und diesbezüglich auch einschlägige Erfahrungen und Erfolge nachweisen.

Je näher sich die Auswahl am künftigen Traumjob orientiert, desto besser.

Wer also beispielsweise 30 Jahre alt ist und schon einige Berufserfahrung vorzuweisen hat, braucht sein Abiturzeugnis nicht mehr beifügen, wenn in den Anlagen schon das Hochschulzeugnis zu finden ist. Dass so jemand Abitur hat, ergibt sich ja daraus. Genauso wenig sollten Sie Nachweise branchenfremder Weiterbildungen oder Praktika beifügen. Wenn Sie sich nicht gerade als Fahrer bewerben, wen interessiert dann Ihr Führerschein?

Sollten Personaler derlei Nachweise dennoch interessieren, können Sie diese immer noch auf Wunsch nachreichen oder zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

Ganz allgemein gilt, dass Zeugnisse vollständig eingereicht werden sollten. Dazu gehören:

  • Arbeitszeugnisse (der letzten drei Positionen)
  • das Hochschulabschlusszeugnis
  • das Berufsausbildungszeugnis
  • das Zeugnis über den letzten Schulabschluss

Einzig das Letztere kann natürlich entfallen, wenn Sie das Alter von 40 Jahren überschritten haben.

Bewerbung & Leser-Feedback: Bewerbungstipps für Sonderfälle

Die obigen Tipps und Beispiele sind natürlich allgemein gehalten. Wir wissen aber aus den zahlreichen Zuschriften und Fragen unserer Leser, dass einige beim Verfassen und Formulieren der Bewerbung noch Probleme und Sonderfragen haben. Zum Beispiel:

  • Was kann ich tun, wenn ich noch gar keine Berufserfahrung besitze, diese aber verlangt wird?
  • Wie kann ich mir diskret aus einem aktuellen Arbeitsverhältnis heraus bewerben?
  • Wie sieht eine Bewerbung für ein Praktikum, für eine Ausbildung, für einen Minijob aus?
  • Wie sieht eine Bewerbung nach langer Arbeitslosigkeit aus?
  • Kann ich meine Bewerbung auch wieder zurückziehen?
  • Was ist, wenn ich vom Unternehmen nichts mehr höre?
  • Und kann ich meine Bewerbungskosten von der Steuer absetzen?

All diese Fragen hier und jetzt zu beantworten, würde den Rahmen dieses Dossiers sprengen. Die gute Nachricht aber ist: Wir haben diese Fragen bereits ausführlich bearbeitet und detailliert beantwortet. Sie können diese also bequem in der folgenden Artikelliste nachschlagen:

[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]
8. Februar 2015 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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