Bewerbung: Alle Tipps zur perfekten Bewerbung

Willkommen auf Karrierebibel.de. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen die besten Tipps rund um die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch kostenfrei und von erfahrenen Profis aufbereitet hier zur Verfügung zu stellen (Gratis-Downloads inklusive), damit Sie sich praxisnah und kompetent auf den bevorstehenden Bewerbungsprozess vorbereiten können. Der folgende Artikel enthält ein umfassendes Kompendium zum Bewerbungsanschreiben, zum Lebenslauf, den Anlagen und Zeugnissen sowie dem Aufbau der Bewerbungsmappe und zahlreichen Mustern und Vorlagen

Bewerbung: Alle Tipps zur perfekten Bewerbung

Ihre berufliche Zukunft beginnt mit der Bewerbung

Trotz aller Hilfestellungen ist es uns wichtig zu erwähnen, dass jede Bewerbung immer Ihre ganz persönliche Visitenkarte und erste Arbeitsprobe ist. Betrachten Sie unsere Tipps daher bitte stets als Anregungen. Egal, wie groß die Versuchung auch ist: Schreiben Sie bitte keine der Musterbewerbungen und Vorlagen 1:1 ab. Das erkennen Personaler – und sagen deshalb auch schnell ab.

Klar, aller Anfang ist schwer. Erst recht das Schreiben einer Bewerbung, das Formulieren und Argumentieren. Eine Raketenwissenschaft ist das aber auch nicht, wie Sie gleich feststellen werden…

Ein neuer Traumjob, eine neue Profession, das erste Gehalt nach dem Studium, der erste Job überhaupt – die Jobsuche endet und die berufliche Zukunft beginnt fast immer mit der Bewerbung. Sie ist im Bewerbungsprozess zugleich Ihre erste Arbeitsprobe, die erste (wenn auch schriftliche) Selbstpräsentation, die Ihr Wunschunternehmen und möglicher Arbeitgeber in spe von Ihnen bekommt.

Die 3 Bausteine der Bewerbung

Die erfolgreiche Bewerbung ist damit der wichtigste Schritt vor dem Vorstellungsgespräch (und natürlich vor einer späteren Karriere). Eine erfolgreiche Bewerbung ist jedoch ein komplexes Gebilde, das aus mehreren Puzzlesteinen besteht, die es richtig zusammen zu setzen gilt.

Folgende drei Bausteine sind dabei essenziell:

  1. Das Anschreiben oder auch Bewerbungsschreiben genannt.

  2. Der Lebenslauf.

  3. Die Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen).


Das zusammengefügte Ergebnis nennt sich Bewerbungsmappe beziehungsweise vollständige Bewerbungsunterlagen und sieht zum Beispiel so aus:

Wie schreibt man eine Bewerbung 2018 Vollständige Bewerbungsmappe Bewerbungsunterlagen Muster Reihenfolge Aufbau

Wenn Sie sich bewerben, sind diese drei Unterlagenarten bei einer klassischen Bewerbung (Ausnahme: Kurzbewerbung und Online Bewerbungsmappe) ein absolutes MUSS. Weglassen dürfen Sie nichts davon.

Im Gegensatz zu den…

KANN-Beilagen in der Bewerbung:

  • Deckblatt (als Übersicht)
  • Bewerbungsfoto (im Lebenslauf)
  • Nachweise über Fortbildungen (nur falls für den Job relevant)
  • Kopie des Führerscheins (falls verlangt)
  • Kopie des Führungszeugnisses (falls verlangt)

Diese müssen nicht zwingend beigefügt werden – es sei denn, sie werden ausdrücklich verlangt.

Gratis-Checkliste: Was gehört alles in die Bewerbung?

PDF-DownloadEine vollständige Checkliste, was alles in die Bewerbung gehört, können sie sich auch hier gleich als PDF kostenlos herunterladen, ausdrucken und dann der Reihe nach abhaken, damit Sie nichts vergessen.

Natürlich hat jeder einzelne Puzzlestein – Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen – unterschiedliche Anforderungen und Herausforderungen. Was Sie in Ihrer Bewerbung dabei beachten müssen, erklären wir Ihnen daher ausführlicher und Schritt für Schritt – mit praktischen Tipps und Tricks…

Bewerbung schreiben & aufbauen: Das Anschreiben

Papier ist geduldig, Personaler sind es nicht. Viele der Entscheider überfliegen erst einmal den Lebenslauf, um zu sehen, ob der Bewerber überhaupt die erforderlichen Muss-Qualifikationen mitbringt, also etwa den geforderten Hochschulabschluss oder spezielle Berufserfahrungen. Das dient der ersten groben Vorauswahl.

Bewerbung Schreiben 5 Minuten Test Infografik

Danach widmen sich die Personaler dem sogenannten Bewerbungsanschreiben.

Um diesen Einseiter ranken sich zahlreiche Mythen. Vergessen können Sie das meiste davon. Ihr Anschreiben steht und fällt mit dem Text darin.

Im Gegensatz zum Lebenslauf, der das Profil des Bewerbers schärft, spiegelt das Bewerbungsanschreiben seine Persönlichkeit und Motivation. Deshalb wird es manchmal auch mit dem Motivationsschreiben verwechselt, das allerdings etwas anderes ist und auch weniger formal aufgebaut wird.

Die wichtigste Regel für das Anschreiben lautet: Wiederholen Sie hier nie die Höhepunkte Ihrer Biografie oder das, was schon im Lebenslauf steht. Das wäre redundant und verschwendet die Zeit des Personalers.

Zeigen Sie dem Adressaten vielmehr, warum Sie sich auf die Stelle bewerben und warum Sie der beste Kandidat sind, den er dafür bekommen kann und lassen Sie etwas von Ihrer Leidenschaft durchblitzen. Es geht also im Kern um Ihre Motivation (sich genau hier zu bewerben). Bewerber dürfen ruhig ein paar Ecken und Kanten haben. Das macht sie und die Bewerbung individuell. Kondensieren Sie Ihre bisherigen Leistungen, Erfahrungen und Erfolge also zu einem flammenden Plädoyer für sich selbst. Keine Scheu!

Das geht schon beim ersten Satz los. Hier bitte nur kein Standardsatz à la Hiermit bewerbe ich mich… Der versetzt Personaler sofort ins Koma und belegt, dass Sie keine Phantasie haben.

Stattdessen könnte der Einleitungssatz etwa so lauten:

Sehr geehrter Herr XX,

seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit _____________. Als ich dann Ihre Stellenanzeige vom _____________ las, wusste ich: Ich will das machen! Die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bieten, haben mich sofort begeistert…

So wecken Sie schon im Auftakt Interesse und heben Sie sich von anderen Bewerbern positiv ab. Entsprechend übersichtlich und prägnant muss das Anschreiben sein – und natürlich frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern.

Auf keinen Fall sollten Sie das Anschreiben damit beginnen, warum Sie den alten Job nicht mehr wollen. Mag sein, dass Sie so ein subtiles Kompliment an den neuen Arbeitgeber senden wollen, aber das ist es nicht. Tatsächlich fokussieren Sie damit Ihre Aussagen darauf, was Sie wollen – wecken damit aber kein Interesse an den Vorzügen, die Sie mitbringen. Die aber sind für einen Arbeitgeber in spe wichtig.

Deshalb, daher und darum:

  • Absolventen sollten bei der Argumentation vor allem auf bisherige Studienschwerpunkte abzielen. Wenn man aus der Uni kommt, ist man Generalist. Eingestellt (und befördert) werden aber meist Spezialisten. Fokussieren Sie Ihre Bewerbung daher auf die gefragten Anforderungen des Jobs, auf den Sie sich bewerben. Und legen Sie dazu unbedingt die Ich-bin-doch-nur-ein-Student-Attitüde ab. Wer sich nach einem Jobangebot umsieht, sollte nie wie ein Bittsteller wirken. Sie sind gut ausgebildet, haben Talent und bringen Ihre Stärken und viel Engagement mit. Das hat Wert!
  • Berufserfahrene hingegen konzentrieren sich auf die aktuelle Position und erfolgreich absolvierte Projekte. Sie argumentieren mit Ihren bisherigen Erfolgen und wie Sie dieses Know-how sowie die Erfahrungen für den neuen Arbeitgeber nutzen können und wollen.

Lassen Sie dabei subtil in die Bewerbung einfließen, dass Sie sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten, seiner Kultur beschäftigt haben, indem Sie etwa ein paar aktuelle Zahlen zitieren oder auf ein kürzlich publiziertes Interview des CEO oder das Produkt eingehen. Die Betonung hierbei liegt auf subtil: Es muss klarwerden, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle interessieren, warum für dieses Unternehmen und warum Sie den Anforderungen des Jobs gewachsen sind.

Und geben Sie sich zum Formulieren der Bewerbung ruhig ein paar Tage Zeit. Schnellschüsse gelingen selten. Ihr Anschreiben muss beim Leser Interesse wecken, da sollte jeder Satz sitzen.

Formel für die perfekte Bewerbung

Formel für die perfekte BewerbungGoogles Personalchef Laszlo Bock hat angeblich die Formel für die perfekte Bewerbung gefunden. In einem Interview mit der New York Times verriet er sie. Formulieren Sie Ihre Erfolge nach diesem Schema: „Ich habe X erreicht, relativ zu Y, indem ich Z getan habe.“ Die meisten Bewerber würden etwa schreiben: „Ich habe schon Artikel für die New York Times geschrieben.“ Besser wirken würde es aber, wenn dort stünde: „Ich habe in dieser Zeit 50 Artikel für die New York Times geschrieben (der Durchschnitt liegt bei sechs Artikel), weil ich seit drei Jahren tiefe Einblicke in diesem Bereich habe.“

Ansonsten können Sie auch diese Formel anwenden:

Erfolgsformel Bewerbung Anschreiben Google Grafik

Die Faustregeln beim Bewerben:

  • Das Anschreiben sollte nie länger als maximal 2 Seiten sein, besser ist eine Seite.
  • Das Bewerbungsschreiben muss jedes Mal individuell formuliert und auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten werden. Keine Massensendungen!
  • Schreiben Sie möglichst aktiv, also wenige Substantive. Kleiden Sie Ihre Motivation stattdessen in Verben, kreieren Sie etwas Kurzprosa, Fakten finden sich genug im Lebenslauf.
  • Beschreiben Sie was Sie an diesem Job fasziniert – aber nehmen Sie dazu die Perspektive des Einstellers ein: Was hat der davon, wenn er oder sie Sie einstellt? Je eher dieser das Gefühl hat, es lohnt sich für ihn und Sie sind Ihr Geld mehr als wert, desto höher Ihre Einstellungschancen.

Weitere konkrete Tipps zu Formen, Formaten und Formulierungen finden Sie im folgenden Kasten:

Kostenlose Anschreiben und Bewerbungsmuster

Die folgenden Design-Beispiele und Vorlagen können Sie sich gerne als Word-Datei gratis downloaden und individuell anpassen. Tipp: Wenn Ihnen die Hintergrundbilder nicht gefallen, reicht es meist, das sogenannte Wasserzeichen im Dokument zu entfernen oder auszutauschen…

Initiativbewerbung: 2 kostenlose Anschreibenmuster

Initiativbewerbung Mustervorlage Beispiel 02 kostenlos BewerbungsschreibenInitiativbewerbung Muster Beispiel Vorlage Design kostenlos Bewerbungsschreiben

Blindbewerbung: Anschreiben zur Stellenanzeige

Bewerbungsanschreiben Stellenanzeige Muster Vorlage 01 kostenlos BewerbungsschreibenBlindbewerbung Mustervorlage Beispiel 01 kostenlos Bewerbungsschreiben

Musterbewerbung 2018: Anschreiben für diverse Berufe


Bewerbungsmuster Vorlage Praktikum kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Vorlage Ausbildung kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Bewerbungsschreiben Verkaeufer kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Bewerbungsanschreiben Aushilfe kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Vorlage Stellenanzeige kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Vorlage Minijob kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Bewerbungsanschreiben Vorlage Beraterin kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsvorlage Musteranschreiben Ausbildungsleiter kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Bewerbungsanschreiben Empfang Vorlage kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Anschreiben Vorlage Assistentin kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Bewerbungsanschreiben Duale Ausbildung Vorlage kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsvorlage Musteranschreiben Praktikum kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Vorlage Werkstudent kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Vorlage Masterarbeit kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Bewerbungsschreiben BeraterIN Vorlage kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Manageranschreiben Führungskraft Vorlage kostenlos Bewerbungsschreiben



Bewerbungsmuster Anschreiben Fortbildung kostenlos BewerbungsschreibenBewerbungsmuster Anschreiben Paedagogische Fachkraft kostenlos Bewerbungsschreiben


Bewerbungsmuster Anschreiben Arbeitsplatzwechsel kostenlos Bewerbungsschreiben


Mustervorlage Anschreiben Deckblatt Vorschau


Bewerbung schreiben & aufbauen: Der Lebenslauf

Ob der Lebenslauf amerikanisch – also mit der aktuellen Position zuerst (heute Standard) – oder chronologisch verfasst wird, ist letztlich eine Geschmacksfrage. Wichtiger ist, dass das Profil und die Eignung des Bewerbers darin schnell erfasst werden können.

Personaler müssen in manchen Unternehmen teils hunderte von Bewerbungsunterlagen lesen und passende Kandidaten finden. Je leichter und übersichtlicher Sie die Lektüre Ihrem Leser machen, desto mehr Pluspunkte sammeln Sie.

Das Wesentliche muss daher in der Bewerbung und speziell im Lebenslauf sofort ins Auge springen.

Dabei helfen ein paar grafische Tricks, wie etwa ein Lebenslauf in tabellarischer Form – der sogenannte tabellarische Lebenslauf (auch er ist heute Standard und besonders übersichtlich). Wie in einer Liste können hier sofort die entscheidenden Daten des Kandidaten erfasst werden.

Tabellarischer Lebenslauf Aufbau Grafik

Die wichtigsten Lebenslauf Formalia in der Bewerbung

  • Aufbau.

    Links Zeitangaben, rechts Fakten. Bitte keinen optischen Firlefanz. Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

  • Inhalt.

    Was in die Vita unbedingt muss, sind:

    • Persönliche Daten: Name, Geburtstag und -ort, Anschrift, Telefon, Familienstand, Staatsangehörigkeit
    • Berufserfahrung: Die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs steht und fällt mit der Darstellung der beruflichen Stationen. Die Angabe des Firmennamens und ein Stichwort zu Ihrer Aufgabe reichen dazu nicht. Beschreiben Sie besser knapp (!) bei welcher Firma Sie tätig waren, welche Position Sie dort inne hatten, für was Sie zuständig und was Sie bewirkt haben. Am besten wirkt, wenn Sie Ihre Erfolge mit Zahlen quantifizieren können.
    • Besondere Qualifikationen: Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten, Sprachen
    • Ausbildung: Dazu gehört auch evtl. geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

    Für die perfekte Bewerbung muss das alles zeitlich exakt eingeordnet und vor allem lückenlos aneinander gereiht werden. Sonst wecken Sie den Verdacht, Sie wollten peinliche Stationen vertuschen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt das zur Sprache.

  • Zeitangaben.

    Monatsangaben reichen in der Regel, also zum Beispiel:

    06/2003 – 06/2006 Ausbildung zum Bankkaufmann in der Kreissparkasse Köln.

  • Tabus.

    Die folgenden Punkte gehören dagegen keinesfalls in einen Lebenslauf: Informationen, die für den angestrebten Job nicht relevant sind (unnötiger Leseballast!), Familieninformationen (Mutter: Hausfrau, Vater: Studienrat), Gehaltsvorstellungen (gehören – falls sie gefordert werden – ins Anschreiben oder sind Thema im Vorstellungsgespräch) sowie religiöse und politische Ansichten.

  • Schluss.

    Formal sollte der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift abgeschlossen werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Obacht: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit noch zur fristlosen Kündigung führen. Seien Sie dabei also besonders sorgfältig – auch für den Fall, dass man später nach einem billigen Kündigungsgrund sucht, falls Sie in Ungnade gefallen sind.

Nutzen Sie die AHA-Methode in Bewerbung und Lebenslauf!

Nutzen Sie die AHA-Methode in Bewerbung und LebenslaufBerufliche Stationen formulieren Sie in der Bewerbung am besten mit der sogenannten AHA-Methode. Das ist ein Akronym und setzt sich zusammen aus:

  • Aufgabe. Beschreiben Sie knapp (!), mit welcher Herausforderung Sie im Job konfrotiert wurden, ein Projekt, eine Personalie.
  • Handlung. Fassen Sie im Lebenslauf zusammen, wie Sie vorgegangen sind, um das Problem zu lösen: Was waren Ihre konkreten Maßnahmen?
  • Abschluss. Versuchen Sie das Resultat zu quantifizieren: Um wie viel Prozent stieg der Umsatz, verbesserte sich die Produktivität?

Ein Beispiel:

In meiner aktuellen Position setze ich verantwortlich Verbesserungsprozesse in der Fertigung um. Durch deren kontinuierliche Fortschreibung konnten die Produktivität um 30 Prozent gesteigert und die Kosten um 20 Millionen Euro gesenkt werden.

Sprache verrät allerdings nicht nur Bewusstsein, sie prägt es auch. Wer dabei passiv formuliert, könnte schnell genauso wirken. Machen Sie selbst den Test: Wie wirkt der folgende Absatz auf Sie?

Erarbeiten der Fortbildungspläne anhand der Entwicklungsziele der Firma und der Mitarbeiter

Vermutlich mussten Sie das Beispiel zweimal lesen, um zu verstehen, was der Autor damit sagen will. Nominalstil eben. Schlimmer noch: Das Wort „Erarbeiten“ suggeriert unterschwellig – hier hat jemand nach Dienstanweisung gehandelt. Es ist eine typische Passiv-Formulierung.

Jetzt das Gegenbeispiel:

Weiterbildungskonzept der AG umstrukturiert
Fortbildungspläne für die Belegschaft entwickelt

Allein das Umstellen des Verbs und das Verwenden von zwei aktiven Verben macht den Abschnitt sofort interessanter. Er klingt nun mehr danach, als habe der Kandidat selbst die Initiative ergriffen.

Genau das ist der Trick!

Tatsächlich beschreiben viele Bewerber in ihren Lebensläufen (und in der Bewerbung) nur berufliche Stationen. Vielleicht auch das, wofür sie verantwortlich oder „zuständig“ waren, aber nicht, was sie aktiv gemacht und bewirkt haben.

Das aber klingt eben nicht nach jemanden, der sein Arbeitsumfeld aktiv geprägt hat, der sich engagiert und Projekte selbstständig initiiert und realisiert hat. Kurz: Es klingt nicht nach einem Macher, sondern nach einem Mitarbeiter im Wortsinn.

Verben heißen nicht umsonst auch Tätigkeitswörter. Sie beschreiben aktives Handeln. Und je stärker und weniger abgegriffen diese sind, desto eher begleitet Ihre Bewerbung die Attitüde eines Unternehmers (auch im Wortsinn). Zu solchen Verben gehören zum Beispiel:

  • managen
  • führen
  • initiieren
  • koordinieren
  • moderieren
  • integrieren
  • konzertieren
  • entwickeln
  • organisieren
  • optimieren
  • beschleunigen
  • verbessern
  • modifizieren
  • realisieren
  • umsetzen

Mit etwas Nachdenken fallen Ihnen sicher noch mehr und stärkere Verben ein. Gut so: Wenden Sie diese gleich an! Der Unterschied für Ihre Bewerbung ist enorm.

Weiterführende Detail-Tipps zum Lebenslauf

Kostenlose Lebenslauf-Vorlagen

Falls Sie unsicher sind, wie Sie Ihren Lebenslauf aufbauen und schreiben sollen, haben wir für Sie auch hier wieder einige kostenlose Vorlagen und Muster für einen Lebenslauf. Diese Design-Beispiele aber bitte nicht 1:1 übernehmen, sondern den eigenen Bewerbungsunterlagen anpassen:

Moderne Lebenslauf-Designs 2018

Lebenslauf Muster Design 01 kostenlose VorlageLebenslauf Muster Design 01Vorschau kostenlose Vorlage

Lebenslauf Muster Design 04 kostenlose VorlageLebenslauf Muster Design 10 kostenlose Vorlage

Klassisch-konservative Lebenslauf-Designs

Lebenslauf Tabellarisch Headermuster Design 02 kostenlose VorlageLebenslauf Tabellarisch Standardmuster Design 01 kostenlose Vorlage

Lebenslauf Muster Design 06 kostenlose VorlageLebenslauf Muster Design 07 kostenlose Vorlage

Grafisch-Technische Lebenslauf-Designs

Lebenslauf Muster Design 03 kostenlose VorlageLebenslauf Muster Design 11 kostenlose Vorlage


Lebenslauf Mustervorlage Rot kostenlose Vorlage

Lebenslauf-Specials

Englischer CV und Lebenslauf bei Arbeitslosigkeit

Lebenslauf Vorlage Muster Arbeitslosigkeit kostenlosLebenslauf Englisch Vorlage Muster kostenlos

Kurzprofil-Vorlage: Musterbeispiel als Word-Datei

Den ausführlichen Artikel zum Kurzprofil (mit detaillierten Tipps) finden Sie übrigens HIER.

Kurzprofil Muster Vorlage Word kostenlosKurzprofil Mustervorlage Design 02 kostenlos

Dritte Seite oder Motivationsschreiben: 2 Vorlagen als Word-Datei

Ob Sie die sogenannte Dritte Seite der Bewerbung als Aufzählung formatieren oder das Motivationsschreiben als Fließtext verfassen – beide Varianten sind zulässig. Und für beide haben wir wieder Gratis-Vorlagen und inhaltliche Muster für Sie:

Motivationsschreiben Mustervorlage Aufzaehlung Beispiel kostenlosMotivationsschreiben Mustervorlage Fliesstext Beispiel kostenlos

Bewerbung schreiben & aufbauen: Die Anlagen

Wie oben schon erwähnt gehören zu einer vollständigen Bewerbung immer auch relevante Anlagen. Sie sind keinesfalls nur eine formale Dreingabe. Vielmehr runden diese das Profil des Bewerbers ab und ergänzen es um eine wichtige Zutat: die Beurteilung durch neutrale Dritte.

Zu den klassischen Anlagen gehören zum Beispiel:

  • Arbeitszeugnisse
  • Zertifikate und Bescheinigungen
  • Referenzen und Empfehlungsschreiben

Sie alle werden in der Regel NICHT von Ihnen selbst verfasst, sondern von jemandem, der Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn begleitet hat (und sei es nur das Prüfungsamt). Die dort gemachten Aussagen bestätigen also indirekt Ihre Selbstbeschreibung in Anschreiben und Lebenslauf. Kurz: Sie sind ein Authentizitätsindikator für die Bewerbung.

Damit diese Bewerbungsanlagen jedoch nicht wie eine Loseblattsammlung wirken (insbesondere bei mehreren Unterlagen), ist ein sogenanntes Anlagenverzeichnis empfehlenswert.

Wenn Sie sich nach DIN 5008 bewerben, gehört dieser Verweis ans Ende des Anschreibens, nicht in den Lebenslauf!

Sollte der Platz hierfür fehlen, können Bewerber auch ein sogenanntes Deckblatt ihrer Bewerbung beifügen und die Anlagen dort auflisten.

Idealerweise werden die Anlagen chronologisch erfasst. Das heißt, Sie sortieren Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen später in der Mappe exakt in der Reihenfolge, wie Sie diese zeitlich erworben haben und im Anlageverzeichnis erwähnen.

60 typische Bewerbungsfehler

Bewerbungssünden-PDFNatürlich können Sie bei der Bewerbung auch einiges falsch machen und sich damit schnell wieder ins Aus katapultieren.

Damit Ihnen das bei der Jobsuche nicht passiert, haben wir in einem eigenen Artikel, die 60 schlimmsten Bewerbungssünden zusammengestellt. Sie können diese zusätzlich als Gratis-Dokument und PDF hier herunterladen.

Welche und wie viele Zeugnisse/Anlagen gehören in die Bewerbung?

Merken Sie sich bitte: Anlagen dienen dem Personaler in erster Linie als objektiver Beleg für die Angaben im Lebenslauf. Zudem können sie die dort beschriebenen Tätigkeiten um einige Details erweitern und sogar qualifizieren. Das hilft besonders Absolventen nach dem Studium, die ja noch nicht so viele Praxiserfahrungen vorweisen können.

Relevant sind damit alle Unterlagen, die unterstreichen, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen für die angestrebte Position mitbringen – und diesbezüglich auch einschlägige Erfahrungen und Erfolge nachweisen.

Je näher sich die Auswahl am künftigen Traumjob orientiert, desto besser.

Wer also beispielsweise 30 Jahre alt ist und schon einige Berufserfahrung vorzuweisen hat, braucht sein Abiturzeugnis nicht mehr beifügen, wenn in den Anlagen schon das Hochschulzeugnis zu finden ist. Dass so jemand Abitur hat, ergibt sich ja daraus. Genauso wenig sollten Sie Nachweise branchenfremder Weiterbildungen oder Praktika beifügen. Wenn Sie sich nicht gerade als Fahrer bewerben, wen interessiert dann Ihr Führerschein?

Sollten Personaler derlei Nachweise dennoch interessieren, können Sie diese immer noch auf Wunsch nachreichen oder zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

Ganz allgemein gilt, dass Zeugnisse vollständig eingereicht werden sollten. Dazu gehören:

  • Arbeitszeugnisse (der letzten drei Positionen)
  • das Hochschulabschlusszeugnis
  • das Berufsausbildungszeugnis
  • das Zeugnis über den letzten Schulabschluss

Einzig das Letztere kann natürlich entfallen, wenn Sie das Alter von 40 Jahren überschritten haben.

Bewerbung & Leser-Feedback: Bewerbungstipps für Sonderfälle

Die obigen Tipps und Beispiele sind natürlich allgemein gehalten. Wir wissen aber aus den zahlreichen Zuschriften und Fragen unserer Leser, dass einige beim Verfassen und Formulieren der Bewerbung noch Probleme und Sonderfragen haben. Zum Beispiel:

  • Was kann ich tun, wenn ich noch gar keine Berufserfahrung besitze, diese aber verlangt wird?
  • Wie kann ich mir diskret aus einem aktuellen Arbeitsverhältnis heraus bewerben?
  • Wie sieht eine Bewerbung für ein Praktikum, für eine Ausbildung, für einen Minijob aus?
  • Wie sieht eine Bewerbung nach langer Arbeitslosigkeit aus?
  • Kann ich meine Bewerbung auch wieder zurückziehen?
  • Was ist, wenn ich vom Unternehmen nichts mehr höre?
  • Und kann ich meine Bewerbungskosten von der Steuer absetzen?

All diese Fragen hier und jetzt zu beantworten, würde den Rahmen dieses Dossiers sprengen. Die gute Nachricht aber ist: Wir haben diese Fragen bereits ausführlich bearbeitet und detailliert beantwortet. Sie können diese also bequem in der folgenden Artikelliste nachschlagen:

Bonus: Sollte man seine Bewerbung durch Videos ergänzen?

Klassische Bewerbung beliebter als Business-Netzwerke

Bewerbungsform Bewerbung Statistik Grafik Deutsche 2018

Gute Jobs sind heiß umkämpft. Beim Weg dorthin aber haben die Bewerber hierzulande eindeutige Präferenzen: Ganz vorn rangiert das persönliche Vorstellungsgespräch, gefolgt von Stellenportalen und der E-Mail-Bewerbung.

Danach und auf Platz 4 folgt allerdings schon die klassische Bewerbung per Post – und damit noch weit vor Business-Netzwerken wie Xing oder Linkedin (siehe Grafik). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Von-Rundstedt-Umfrage. Nur eine Minderheit würde nach eigener Aussage bei der Bewerbung Kreatives wagen.

Wenn es um den Einsatz persönlicher Beziehungen im Bewerbungsprozess geht, zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: Fast ein Drittel der Männer (30 Prozent) aber nur 23 Prozent der Frauen würden einen Bekannten, der bereits im Unternehmen arbeitet, bitten, den Kontakt zur Personalabteilung herzustellen.

[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]
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8. Februar 2015 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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