Bewerbungsfoto: Tipps und Beispiele seriöser Bewerbungsbilder

Um das Bewerbungsfoto ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Schließlich sagt ein Bild mehr als 1000 Worte und für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Der Blick des Personalers auf Ihr Bewerbungsfoto kann deshalb bereits der erste entscheidende Faktor für die Erfolgschancen sein. Die gute Nachricht ist jedoch: Gute und professionelle Bewerbungsfotos sind keine Raketenwissenschaft. Wenn Sie ein paar Grundregeln und verstehen, welche Wirkung das Bewerbungsfoto beim Personaler erzielen kann, steht dem perfekten Foto in Ihren Unterlagen nichts mehr im Weg. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Bewerbungsfotos und geben Ihnen viele Beispiele und Tipps an die Hand…

Bewerbungsfoto: Tipps und Beispiele seriöser Bewerbungsbilder

Die wichtigsten Grundlagen zum Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto wird oft diskutiert. Ist es noch zeitgemäß? Sollte nicht lieber komplett darauf verzichtet werden? Die Zahl der Unternehmen, die auf Bewerbungsfotos verzichten, steigt zwar – im Allgemeinen ist das Bewerbungsfoto aber weiterhin Standard und ist somit fester Bestandteil fast aller Bewerbungsunterlagen.

Ziel des Bewerbungsfotos ist es, bereits auf den ersten Blick einen optimalen Eindruck zu erzeugen: Sie wollen zeigen, dass Sie zur angestrebten Position passen. Suggerieren Sie subtil durch das Foto, Sie seien schon ein Mitarbeiter des Betriebs, steigen die Bewerbungschancen merklich. Ein konservatives Bewerbungsporträt eignet sich somit weniger für einen Kreativberuf und umgekehrt.

Verstehen Sie das bitte nicht falsch: Beim Bewerbungsbild geht weder um Kostümierung noch um eine theatralische Inszenierung, sondern um ein insgesamt stimmiges Bild – im doppelten Wortsinn.

Das perfekte Bewerbungsfoto beginnt schon bei den Feinheiten und Details, die jeder Betrachter mindestens unterschwellig wahrnimmt und die dennoch großen Einfluss auf Ihre Wirkung haben. Etwa, ob Sie auf dem Bewerbungsbild lächeln oder nicht. Das kann einen Riesenunterschied machen, wie die folgenden beiden Beispiele anschaulich zeigen:

Bewerbungsfoto Laecheln Ohne Fotograf Beispiel Bewerbungsbild

Auf der rechten Seite wirkt die Bewerberin sofort sympathischer und aufgeschlossener.

Wenn Sie Bewerbungsfotos machen, sollten Sie deshalb immer eine wichtige Frage im Hinterkopf behalten: Welchen Eindruck möchte ich hinterlassen? Dies sollte immer an die jeweils angestrebte Position und das Unternehmen angepasst werden. Es kann daher sinnvoll sein, nicht nur ein einzelnes Bewerbungsfoto zu machen und für alle Bewerbungen zu verwenden, sondern mehrere Ausführungen parat zu haben, wenn sich die potenziellen Arbeitgeber oder die Positionen voneinander unterscheiden.

Ein weiterer Grundsatz ist jedoch: Ihr Bewerbungsfoto sollte immer authentisch und natürlich aktuell sein. Wer auf dem Bild etwas präsentiert, was er überhaupt nicht ist, wirkt unglaubwürdig, aufgesetzt und schlichtweg falsch.

Schnellcheck Bewerbungsfoto Bewerbungsbild

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zu Bewerbungsfotos

Das Bewerbungsfoto ist regelmäßig Auslöser von Verunsicherung und vielen Fragen. Das haben wir zum Anlass genommen, um ein kleines FAQ mit den häufigsten Fragen zu Bewerbungsfotos für Sie zusammenzustellen:

  • Ist ein Bewerbungsfoto verpflichtend?

    Die klare Antwort hierauf lautet: Nein, ist es nicht! Seit der Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) ist das Bewerbungsfoto nicht mehr Pflichtbestandteil einer Bewerbung. In der Praxis hat sich jedoch nicht allzu viel geändert. Einige Unternehmen verzichten tatsächlich darauf und geben dies auch in Stellenanzeigen an, die meisten Arbeitgeber bevorzugen aber auch weiterhin das Einfügen von Bewerbungsfotos – schauen Sie dazu auch in die Experten-Meinungen weiter unten im Artikel.

  • Welche Qualität sollten Bewerbungsfotos haben?

    Man kann es nicht oft genug sagen: Das Bewerbungsfoto sollte weder aus einem Automaten, noch aus der Freizeit oder dem Urlaub stammen. Das sieht immer billig aus und entwertet Sie schon mit dem ersten Blick. Geiz setzt das falsche Signal, denn er dokumentiert nur, dass Sie nicht einmal bereit sind, in Ihre persönliche Zukunft zu investieren. Und was könnte wohl wichtiger sein?

    Für einige ist dieser Punkt selbstverständlich, doch Personaler bekommen tatsächlich immer wieder die kuriosesten Bewerbungsfotos vorgelegt, bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann.

    Deshalb: Lassen Sie ein solches Porträtfoto (nie Ganzkörperaufnahmen!) immer von einem Fotografen beziehungsweise von einem Profi machen. Lassen Sie sich aber vorher bitte Beispiele zeigen.

    Es gibt Fotografen, die versuchen Ihnen Kunst zu verkaufen. Die mögen dann zwar gut aussehen, wenn man die Fotos auf ein mal ein Meter vergrößert und an die Wand hängt. Für die Bewerbung eignen sie sich aber ebenso wenig wie Filzstifte für Online-Formulare.

  • Welche Größte sollte das Bewerbungsfoto haben?

    Die heute gängigen Formate variieren zwischen 6 mal 4 oder 9 mal 6 Zentimeter. Das größere Format eignet sich dabei vor allem, wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt platzieren und des dort einen größeren Platz einnimmt. Beide Größen entsprechen dem sogenannten goldenen Schnitt und wirken daher besonders schön.

    Hochformat ist dabei die Regel, mit Querformat fallen Sie aber mehr auf – jedoch nur, wenn Sie den Ausschnitt des Bewerbungsfotos gekonnt wählen und wenn das Format des Bewerbungsfotos natürlich auch zum Design und Layout der Bewerbungsunterlagen passt. Wer hier nicht sicher ist, sollte lieber einen Profi zu Rate ziehen.

  • Sind Bewerbungsfotos bunt oder schwarz-weiß?

    Farbig oder Schwarzweiß? Das ist letztlich reine Geschmacksache. Monochrome Bilder wirken in der Regel eleganter, können aber auch gekünstelt aussehen. Zudem treten hier die Konturen mehr in den Vordergrund. Das schmeichelt eher ebenen Gesichtern.

    Wer dagegen ein kantiges Konterfei besitzt, wirkt darauf oft noch härter. Hier sind Farbfotos die bessere Wahl. Sie wirken in der Regel authentischer und natürlicher, je nach Beleuchtung aber auch misstönend. Auch deshalb ist es wichtig, einen Profi die Fotos machen zu lassen.

    Bei Farbfotos müssen Sie zudem auf die richtige Kleiderwahl achten. Also auf gedeckte und harmonische Farben, die zu Ihrem Typ und zum Gesamtensemble und dem Hintergrund passen. Bei Schwarzweiß-Fotos zählen hingegen mehr die Form und der Kontrast. Wer das Budget dafür hat, sollte beide Varianten anfertigen lassen und anschließend Freunde fragen, welche Alternative sie sympathischer und professioneller finden.

  • Ist Schmuck auf Bewerbungsfotos erlaubt?

    Grundsätzlich ist gegen das Tragen von Schmuck auf dem Bewerbungsfoto nichts einzuwenden, dieser sollte aber nur sehr dezent sein und niemals im Vordergrund stehen. Wenn der erste Gedanke beim Blick auf ein Foto Wow, das sind aber große Ohrringe ist, verdirbt der Schmuck möglicherweise ein ansonsten stimmiges Bild und den guten Eindruck.

    Ähnlich sieht es bei Make-Up aus. Ein wenig Make-Up hilft dabei, auf dem Bewerbungsfoto besonders gut auszusehen, ebene Haut zu präsentieren und Sie ins beste Licht zu rücken. Übertreiben sollten Sie es aber nicht. Für Schmuck und Make-Up gilt: Sie können dezent Ihren Look und den Eindruck unterstützen, sollten dabei aber nie aufdringlich wirken.

  • Wo wird das Bewerbungsfoto eingefügt?

    Wer die Abzüge in seine Bewerbungsmappe integriert, sollte das Foto direkt auf dem ersten Blatt des Lebenslaufs einfügen – und zwar oberhalb der ersten Zeile.

    Ob rechts oder links, hängt davon ab, in welche Richtung die Nase zeigt. Die Faustregel: immer in die Seite hineinschauen, nie heraus! Falls Sie ein Deckblatt oder eine sogenannte dritte Seite verwenden, gehört das Bewerbungsfoto dort eingebaut. Hier einmal zwei Beispiele:

    Deckblatt Beispiele Mann Frau Bewerbungsfoto

  • Wie werden Bewerbungsfotos befestigt?

    Befestigt wird das Bewerbungsfoto mit einem Klebestift, nicht mit einer Büroklammer! Das sieht hässlich aus und wirkt als wollten Sie das Lichtbild später noch einmal verwenden.

    Genau diese Botschaft darf eine Bewerbung jedoch nie vermitteln: Ich bin eine Massenwurfsendung, die eventuell recycelt wird. Wer das Foto digital in den Lebenslauf integriert, sollte wiederum auf zwei Dinge achten:

    • eine möglichst hohe Auflösung wählen, damit der Druck besser wird und
    • möglichst fototaugliches hochwertiges Papier verwenden.

    Ansonsten könnten Sie ebenso gut eine Fotokopie einschicken. Und das wäre aus den schon genannten Gründen kontraproduktiv. Ihre hohe Berufsqualifikation und Arbeitsqualität soll sich schließlich schon im Foto spiegeln.

    Falls das Bewerbungsbild aufgeklebt wird, bitte trotzdem immer auf dessen Rückseite den eigenen Namen notieren. Sollte sich das Foto versehentlich von den Bewerbungsunterlagen lösen, kann es so leicht wieder zugeordnet werden.

  • Wie außergewöhnlich darf ein Bewerbungsfoto sein?

    Wenn das Bewerbungsfoto zum Job passen soll, sind dann in kreativen Berufen oder bei sehr moderenen Arbeitgebern Standardbewerbungsfotos angemessen oder greift man hier besser auf außergewöhnlichere Bilder zurück – etwa ungewöhnliche Anschnitte, Positionen oder Hintergründe?

    Ganz eindeutig lässt sich das kaum beantworten, vielmehr kommt es auch hier darauf an, was Sie mit dem Bewerbungsfoto bezwecken wollen. Grundsätzlich gilt jedoch: Das Bewerbungsfoto muss zum Rest passen – also vor allem zum Design und Layout des Lebenslaufs. Wenn der eher klassisch-schlicht gehalten ist, wirkt ein außergewöhnliches Bewerbungsfoto schnell affektiert. Es fällt dann buchstäblich aus dem Rahmen.

    Außergewöhnliche Bilder bleiben daher ein Stilmittel, das sich zwar grundsätzlich nutzen lässt – aber bitte nur bewusst und mit Bedacht. Auch hier gilt das eherne Gesetz des Designs: Form follows function. Wenn das Bild den Gesamtentwurf unterstützt – prima. Aber niemals solche Fotos um ihrer selbst willen einbauen. Das ist dann pure Effekthascherei – und die wirkt selten seriös.


Schnell-Checkliste für Bewerbungsfotos

    Checkliste für Bewerbungsfotos

  • Habe ich Blickkontakt zum Betrachter?
  • Zeige ich ein offenes Lächeln?
  • Ist das Gesicht gut ausgeleuchtet und frei zu erkennen?
  • Sitzen die Haare?
  • Hat die Haut einen natürlichen Ton?
  • Ist die Kleidung passend zum Job gewählt?
  • Werfen Hemd, Bluse und Jackett keine hässlichen Falten?
  • Ist der Hintergrund ruhig und neutral?
  • Ist der Kopf dynamisch leicht geneigt?
  • Ist der Körper dem Betrachter zugeneigt?

Gratis-Download: Die Checkliste mit 10 Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto können Sie sich – wie gewohnt – auch hier wieder kostenlos als PDF herunterladen.

Beispiele für Bewerbungsfotos

Negativ-Beispiele: So bitte nicht!

Bewerbungsfoto Beispiel Falsch Mann Bewerbungsbild

Bewerbungsfoto Beispiel Falsch Sexy Bewerbungsbild

Positiv-Beispiele: So geht’s richtig!

Bewerbungsfoto Beispiel Richtig Tipps Fotograf Bewerbungsbild

Tipps: Darauf sollten Sie beim Bewerbungsfoto achten

Nachdem Sie ein paar Beispiele gesehen haben, jetzt zu den Details und wie Sie sich als Bewerber optimal in Szene setzen können. Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, werden Ihre Bewerbungsfotos zum Erfolg:

  • Wählen Sie den richtigen Bildausschnitt

    Das perfekte Bewerbungsfoto zeigt Sie im sogenannten Halbporträt, also vor allem Ihr Gesicht und dazu etwas Schulterpartie, maximal sollte diese jedoch ein Fünftel des Fotos einnehmen. Der Kopf kann frontal auf die Kamera gerichtet sein, ein leicht seitlich gedrehter Kopf wirkt aber oftmals natürlicher und macht einen besseren Eindruck. Hier empfiehlt es sich, zusammen mit dem Fotografen den perfekten Winkel herauszufinden.

    Da das Gesicht beim Halbportrait im Vordergrund steht, sollte ein bisschen Puder genutzt werden, damit es auf dem Bewerbungsfoto nicht zu sehr glänzt.

  • Tragen Sie für das Bewerbungsfoto passende Kleidung

    Oberste Regel: Die Kleidung auf dem Bewerbungsfoto sollte zum angestrebten Job passen. Wer sich zum Beispiel als Banker in spe bewirbt, sollte also schon auf dem Foto wie ein Banker aussehen. Wer es perfekt machen will, stattet dem Zielunternehmen einen Besuch inkognito ab und schaut sich um, welcher Dresscode dort herrscht.

    Etwas einfacher geht es, wenn man sich die Fotos von Mitarbeitern in Online-Netzwerken wie Xing oder Linkedin anschaut und den Look dann für das Bewerbungsfoto adaptiert. Mit einem passenden Business-Outfit können Sie aber selten etwas verkehrt machen. Für Männer bedeutet das: Ein Anzug in dunklen Farben mit passendem Hemd, falls gewünscht eine Krawatte. Frauen sind mit einem dunklen Hosenanzug kombiniert mit einer hellen Bluse gut angezogen.

    Allerdings gibt es auch Fauxpas, die Sie bei der Kleidung auf dem Bewerbungsfoto vermeiden sollten: Frauen sollten auf schulterfreie Oberteile oder zu tiefe Ausschnitte verzichten. Für Männer sind Hemden mit kurzen Armen ein absolutes No Go. Für beide Geschlechter sind fleckige oder faltige Kleidung ein Tabu für Bewerbungsfotos.

  • Achten Sie auf Ihre Haare und die Frisur

    Egal, ob Bewerberin oder Bewerber – mit Attributen, die als typisch männlich gelten, haben Kandidaten bessere Chancen auf den Job. Das fand die Mannheimer Soziologin Anke von Rennenkampff bei ihrer Promotion über Bewerbungsfotos heraus. Das gilt für Frauen sogar noch mehr als bei Männern.

    Bei zurückgekämmten oder hochgesteckten Haaren unterstellten die Personaler den Bewerberinnen deutlich mehr Führungskompetenz als jenen mit offener Wallemähne. Vergleichen Sie einmal selbst die unterschiedliche Wirkung:

    Frisur Bewerbungsfoto Vorstellungsgespräch Beispiel

    Wichtig ist in jedem Fall, dass die Frisur ordentlich ist, die Haare vernünftig gekämmt sind und die Mähne nicht einfach in alle Richtungen absteht. Ein Besuch vom Friseur des Vertrauens schadet deshalb nicht, bevor Sie einen Termin beim Fotografen haben, um Ihre Bewerbungsfotos zu machen.

  • Arbeiten Sie an Ihrem Gesichtsausdruck

    Manch einem Bewerber fällt es sehr leicht, sofort einen natürlichen, sympathischen und professionellen Gesichtsausdruck auf Bewerbungsfotos zu präsentieren. Andere tun sich da deutlich schwerer. Ihre Ausstrahlung auf dem Bild entscheidet jedoch darüber, wie dieses wirkt und beim Personaler ankommt.

    Üben Sie deshalb bereits im Vorfeld und arbeiten Sie an Ihrem Gesichtsausdruck. Ein authentisches Lächeln mit einem offenen und direkten Blick in die Kamera klingt leicht, kann aber einige Versuche benötigen. Lassen Sie zuhause von Freunden oder dem Partner ein paar Fotos machen, um zu verstehen, wie verschiedene Gesichtsausdrücke wirken und einen passenden zu finden, der Ihre Bewerbungsfotos veredelt. Experimentieren Sie zudem mit verschiedenen Kopfhaltungen und Perspektiven. Bereits eine leichte Neigung oder Drehung kann den Eindruck Ihres Profils völlig verändern.

    Ein alter Fotografen-Tipp: Kneifen Sie Ihre Augen ganz leicht zusammen, also kniepen oder blinzeln Sie andeutungsweise. Dabei werden die unteren Augenlider leicht angehoben. So wirkt der Blick sofort interessanter und fesselnder. Fotomodelle wenden diesen Trick regelmäßig an, aber auch er braucht einige Übung, bis es natürlich aussieht.

  • Denken Sie an einen passenden Hintergrund

    Leider wird der von Laien oft vergessen. Er entscheidet aber enorm über die Gesamtwirkung des Bewerbungsfotos. Werden etwa Hintergrundmotiv, Kontrast oder Farben falsch gewählt, rückt es den Bewerber buchstäblich in ein schräges Licht.

    Es sollte sich um einen neutralen, einfarbigen Hintergrund handeln, der auf den Rest des Bildes abgestimmt ist. Idealerweise harmoniert die Wandfarbe also mit der Kleidung (bei Farbfotos) und die Beleuchtung wirft auch keine hässlichen Schlagschatten (ganz wichtig bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen!). Ist der Kontrast wiederum zu hoch (kalkweißer Hintergrund), wirken Gesichter schnell blass und krank.

    Dies ist zwar eigentliche eine Aufgabe des Fotografen und Profis haben ein gutes Auge dafür, doch sollten auch Sie noch einmal einen Blick auf den Hintergrund werfen, wenn Sie Ihre Bewerbungsfotos auswählen.

Weitere Tipps für Bewerberinnen und Bewerber, um sich für das perfekte Bewerbungsfoto optimal in Szene zu setzen, haben wir in diesemPDF zusammengestellt.

Expertenmeinungen: Was Personaler zum Bewerbungsfoto sagen

Expertenmeinungen zum Bewerbungsfoto4 von 5 Personalern bevorzugen Bewerbungen mit Foto – noch immer.

In unserem Arbeitgebercheck befragen wir regelmäßig Personaler, worauf Sie bei Kandidaten achten. Dazu zählt auch das Bewerbungsfoto. Hier ein paar Auszüge der Antworten:

Claudia Tensierowski, Gruppenleiterin bei der europäischen Rekrutierung der BASF:

„Falls ein Foto beigefügt ist, sollte dies von einem Fotografen gemacht worden und kein privates Foto am Strand oder im Wohnzimmer sein. Im Zweifel ist ein Schwarz/Weiß-Foto dem Bunten vorzuziehen.“

Christina Graessel, Leiterin Recruiting & HR-Marketing bei Capgemini:

„Ein Foto rundet den Eindruck ab, beeinflusst aber unsere Entscheidung weder positiv noch negativ. Da Bewerbungsunterlagen spätestens für das Bewerbungsgespräch ausgedruckt werden, empfehle ich Schwarz/Weiß. Das spart Ressourcen und sieht meist auch noch besser aus.“

Peter Berg, Leiter Global Talent Acquisition & Development bei Daimler:

„Wir freuen uns über ein Foto, denn es rundet eine Bewerbung ab und gibt ihr ein Gesicht.“

Markus Kumpf, Head of Talent Acquisition Deutschland bei Siemens:

„Die Qualität der Fotos ist ausschlaggebend. Ob farbig oder schwarz-weiß ist eine Frage des Geschmacks. Viel wichtiger ist es, dass das Bild von einem professionellem Fotografen gemacht wurde und nicht aus dem Automaten oder vom letzten Sommerurlaub stammt.“

Perfekte Bewerbungsfotos mit dem richtigen Fotografen

Auf keinen Fall sollten Sie das Bewerbungsfoto selber machen – außer Sie sind natürlich Fotograf. Ansonsten gilt: Egal ob im Fotoautomaten oder zuhause: Finger weg! Die Qualität eines professionellen Bewerbungsfotos werden Sie nie erreichen. Personaler sehen das (wie jeder andere auch), und Sie zeigen damit nur, dass Sie nicht bereit sind, in Ihr eigenes Profil zu investieren.

Die Auswahl an Fotografen, die das perfekte Bewerbungsfoto anbieten, ist in jeder Stadt sehr groß. Damit Sie wirklich einen guten Fotografen für Ihr Bewerbungsfoto finden, sollten Sie einige Indizien beachten:

  • Ein guter Fotograf hat Erfahrung auf dem Gebiet

    Schauen Sie sich seine Arbeiten an und studieren Sie die Website des Bewerbungsfotografen. Auf diese Weise erhalten Sie einen Eindruck davon, wie das Ergebnis aussehen könnte. Bei den Mustern sollte es sich aber wirklich um Bewerbungsfotos handeln – keine Sedcards von Fotomodellen oder Hochzeitsfotos! Sie merken dann gleich, ob Ihnen die Bilder gefallen oder nicht.

  • Ein guter Fotograf wird Ihnen ein Shooting vorschlagen

    Gehen Sie nicht bloß rein und setzen sich fünf Minuten lang auf einen Hocker, so die Bilder von sich machen zu lassen. Nehmen Sie sich die Zeit für ein richtiges Bewerbungs-Shooting. Auf diese Weise können Aufnahmen in verschiedenen Posen und mit unterschiedlichen Hintergründen gemacht werden.

  • Ein guter Fotograf wird nach Position und Branche fragen

    Je nachdem für welche Branche Sie sich bewerben, sollen die Bilder mal mehr mal weniger konservativ sein. Weiß der Fotograf für welche Stelle Sie sich bewerben, kann er Sie bezüglich der Körperhaltung und der richtigen Pose beraten. Vielleicht schauen Sie sich auch gemeinsam die Website des Zielunternehmens an, um die Farbstimmung Ihrer Bilder anzugleichen.

  • Ein guter Fotograf bespricht mit Ihnen das Outfit und Make-up

    Er kann Sie beraten, was gut auf den Bildern wirkt und Ihre Ausstrahlung betont. Sie können mehrere Outfits mitbringen und gemeinsam entscheiden, in welchem Sie fotografiert werden wollen. Auch gibt er Ihnen Tipps, ob Ihre Haare schön fallen und Ihre Haut ebenmäßig aussieht und keine Augenringe oder Unreinheiten zu sehen sind.

  • Ein guter Fotograf nimmt Ihnen die Angst

    Die meisten Fotografen sind sehr umgängliche Menschen, die es verstehen, die Stimmung aufzulockern. Deswegen sollte Ihnen der Fotograf sympathisch sein und Sie sogar zum Lachen bringen können. Fühlen Sie sich in seiner Gegenwart wohl, werden Sie auch auf den Bildern weniger nervös wirken.

  • Ein guter Fotograf geht offen mit den Kosten um

    Ein professionelles Shooting für Bewerbungsfotos nimmt mehr Zeit in Anspruch, als nur schnell ein paar Bilder zu knipsen. Die Investition lohnt sich und ein guter Fotograf wird mit Ihnen im Vorfeld die Kosten durchsprechen. Er informiert Sie also darüber, mit welchen Ausgaben Sie rechnen müssen, was einzelne Bilder kosten oder welche Pakete angeboten werden.

Vorsicht beim Bewerbungsfoto: Beachten Sie die Bildrechte

Bewerbungsfoto TippOb Bewerbungsfotografen in Hamburg, München, Berlin, Frankfurt oder Köln – die meisten verstehen zwar Ihr Handwerk, doch sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht nur Abzüge der Fotos>, sondern dass Sie auch eine digitale Variante (jpg, png, tif) erhalten und Ihnen der Fotograf das dauerhaft uneingeschränkte Recht zur Veröffentlichung einräumt.

Nur so haben Sie das Recht, das neue Bewerbungsfoto wirklich überall zu nutzen. Und das hat viele Vorteile: Nutzen Sie das aktuelle Bewerbungsfoto auf allen relevanten Online-Plattformen wie Xing, Linkedin, Twitter oder in Ihrem Blog. Sie schaffen so einen hohen Wiedererkennungswert und so etwas wie Markenidentität. Außerdem bekommt der Personaler den Eindruck, dass Ihr Auftritt – online wie offline – insgesamt stimmig ist und professionell erfolgt.

Fehlt Ihnen dieses Recht zur Veröffentlichung, bleiben die Bildrechte für Portraits als Urheber beim Fotografen. Sie dürfen es dann zwar für den vorgesehenen Zweck in Ihren Bewerbungsunterlagen nutzen, nicht jedoch öffentlich im Internet auf Ihren Profilen.

[Bildnachweis: Maridav, Robert Kneschke, Edler von Rabenstein,
Dmitry_Tsvetkov, Maxim Ahner, Tim Sulov, Peter Ruter, Dean Drobot by Shutterstock.com]

Lesen Sie hier noch mehr Bewerbungstipps & Dossiers

Tipps zur Bewerbung

Bewerbung Checkliste
ABC der Bewerbungstipps
Bewerbungsvorlagen
Bewerbungsmuster
Bewerbungsmappe
Anschreiben
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Kurzprofil
Profilseite
Dritte Seite
Bewerbungsflyer
Bewerbung schreiben
Professionelle Bewerbung
Bewerbungscoaching

Tipps zum Lebenslauf

Lebenslauf Checkliste
Lebenslauf Vorlagen
Tabellarischer Lebenslauf
Amerikanischer Lebenslauf
Professioneller Lebenslauf
Ausführlicher Lebenslauf
Online Lebenslauf
Praktika im Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf
Brüche im Lebenslauf
Dünner Lebenslauf?

Tipps zum Anschreiben

Bewerbungsschreiben
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Bewerbung Briefkopf
Überschrift
Betreffzeile im Anschreiben
Interessen im Anschreiben
Stärken im Anschreiben
Gehaltsvorstellungen formulieren
Jobwechsel begründen
Eintrittstermin nennen?
PS: Ein Bewerbungstrick
Anlagen

Besondere Bewerbungsformate

11 Bewerbungsformen
Initiativbewerbung
Blindbewerbung
Kurzbewerbung
Motivationsschreiben
Formlose Bewerbung
Bewerbung nach DIN 5008
Guerilla Bewerbung

Tipps zum Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis bewerten
Arbeitszeugnis Formulierungen
Zwischenzeugnis
Tätigkeitsbeschreibung
Empfehlungsschreiben
Referenzen & Muster
Referenzliste

Bewerbungstipps Specials

Bewerbung ohne Berufserfahrung
Interne Bewerbung
Diskret bewerben
Bewerben mit Behinderung
E-Mail-Bewerbung
Online-Bewerbung
Online Bewerbungsmappe
Bewerbung fürs Praktikum
Bewerbung für eine Ausbildung
Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung für Minijobs
Bewerbung als Werkstudent
Bewerbung mit Bachelor
Bewerbung nach Kündigung
Strategien für Langzeitarbeitslose
Arbeitsagentur Jobbörse
Keine Antwort auf die Bewerbung
Arbeitgeber hinhalten?
Bewerbungsabsage
Bewerbung zurückziehen
Dankschreiben
Datenschutz
Bewerbungshilfe
Bewerbungskosten absetzen
Bewerbung Vordrucke

Bewerben im Ausland

Bewerbung auf Englisch
Lebenslauf auf Englisch (Muster)
Vorstellungsgespräch auf Englisch
Bewerbung auf Französisch
Bewerbung auf Spanisch


7. März 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



Mehr von der Redaktion und aus dem Netz


Weiter zur Startseite

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Details

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close