Ausführlicher Lebenslauf: Aufbau, Formulierungen, Tipps

Der ausführliche Lebenslauf ist eine Sonderform. Im Gegensatz zum tabellarischen Lebenslauf wird der Werdegang hierbei als Fließtext verfasst und in Aufsatzform geschrieben. Das macht den ausführlichen Lebenslauf etwas unübersichtlich. Mit einem ausführlichen Lebenslauf sollten Sie sich daher nur bewerben, wenn dieser ausdrücklich in der Stellenanzeige verlangt wird. Ziel des ausführlichen Lebenslaufs ist, die Persönlichkeit und Sprachkompetenz des Bewerbers zu testen. Dazu müssen Bewerber ihren bisherigen Werdegang chronologisch nacherzählen und ausformulieren. Angefangen bei der Schule, über Ausbildung, Studium und beruflichen Stationen sowie Kenntnissen bis Interessen. Die Kür besteht in ebenso originellen wie überzeugenden Formulierungen. Wir zeigen Ihnen, wie das gelingt…

Ausführlicher Lebenslauf: Aufbau, Formulierungen, Tipps

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Vorteile: Warum ein ausführlicher Lebenslauf?

Einen ausführlichen Lebenslauf zu lesen, benötigt deutlich mehr Zeit. Viele ausformulierte Sätze sind unübersichtlicher als eine Tabelle mit Stichpunkten. So ein Aufsatz wirkt wie aus der Zeit gefallen. Warum also verlangen manche Personaler so einen Lebenslauf überhaupt?

Wo liegen die Vorteile?

Tatsächlich besitzt ein ausführlicher Lebenslauf in Aufsatzform ein paar Vorzüge für Arbeitgeber:

  • Selbstreflexion: Die Aufsatzform zwingt Bewerber zu mehr Selbstreflexion. Sie müssen sich mehr Gedanken zu Aufbau und Inhalt machen und können keine Vorlage verwenden.
  • Persönlichkeit: Man kann Dinge so oder so sagen. Beim Ausformulieren des Werdegangs scheint daher wesentlich mehr von der Persönlichkeit der Bewerber durch.
  • Sprachkompetenz: In manchen Berufen zählen Ausdrucksvermögen und Sprachgewandtheit zu wichtigen Schlüsselkompetenzen. Wo die Kommunikation mit Kunden oder Bürgern im Vordergrund steht, wird der ausführliche Lebenslauf gerne verlangt.

Bei Bewerbungen für Polizei und Bundespolizei wird der ausformulierte Lebenslauf häufig erwartet. Ebenso wenn Sie sich für ein Stipendium bewerben. Es kommt vor, dass in der Stellenausschreibung auch ein handschriftlicher Lebenslauf gefordert wird. Dieser Aufforderung sollten Sie immer nachkommen. Wer das übergeht, kassiert in der Regel eine Bewerbungsabsage.

Auch für Bewerber besitzt der ausführliche Lebenslauf Vorteile:

  • Sie haben mehr Freiheiten und Gestaltungsspielräume als beim tabellarischen Lebenslauf. Alles ist auf Fließtext reduziert, Raster, Grafiken und Tabulatoren benötigen Sie nicht.
  • Auch müssen sich Kandidaten weniger mit der Struktur und dem Design beschäftigen. Eine einfache Textverarbeitung reicht zum Erstellen aus.

Ein paar Nachteile gehen damit allerdings auch einher:

  • Der ausführliche Lebenslauf erfordert oft mehr Zeit: Sie müssen aussagekräftige Formulierungen finden und deutlich mehr Text zu Papier bringen.
  • Sie müssen sich mehr Gedanken zur Darstellung der beruflichen Laufbahn und den Erklärungen dazu machen.
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Aufbau Tipps: So schreiben Sie einen ausführlichen Lebenslauf

Die Gliederung eines ausführlichen Lebenslaufs erinnert an die Schulzeit: Es gibt eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. Typisch Aufsatzform. Die wichtigste Grundregel für diese Lebenslauf-Form lautet daher:

Der ausführliche Lebenslauf wird immer chronologisch geschrieben. Heißt: Sie beginnen mit der Schulausbildung und erzählen danach von dem beruflichen Werdegang in zeitlicher Abfolge, endend mit der aktuellsten Station, Qualifikationen und heutigen Interessen.

Wie in der Schule kommt dabei dem mittleren Hauptteil die größte Bedeutung zu, da dieser für den Leser die wichtigsten Elemente und Informationen enthält. Beispiel: So stellt sich die Struktur im Fließtext dar…

So wird der ausführliche Lebenslauf gegliedert

  1. Kopfteil
    Überschrift „Lebenslauf“
  2. Einleitung
    Bewerberdaten: Name, Anschrift, Kontakt
  3. Ausbildung
    Schule, Ausbildung, Studium
  4. Werdegang
    Berufserfahrung: Jobs, Praktika, Tätigkeiten, Erfolge (Zahlen!)
  5. Kenntnisse
    Zusatzqualifikationen, Fortbildungen, Relevante Zertifikate, Sprachen
  6. Interessen
    Ehrenämter (Soft Skills), Hobbys (relevante), Soziales Engagement
  7. Schlussteil
    Ort, Datum, Unterschrift

Sie merken schon: Ein bisschen können Sie sich beim Aufbau am klassischen tabellarischen Lebenslauf orientieren: Sie spinnen die Geschichte nur anders herum als gewohnt. Legen Sie sich den tabellarischen Lebenslauf also ruhig daneben und arbeiten Sie sich beim Formulieren daran entlang. Da Sie den Lebenslauf vermutlich digital, also mit einem Textverarbeitungsprogramm schreiben, lassen sich die einzelnen Abschnitte und Absätze später immer noch bequem umstellen.

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Wie lang darf der ausführliche Lebenslauf sein?

Er heißt zwar „ausführlicher“ Lebenslauf. Dennoch hat auch diese Form Grenzen. Die Länge des Lebenslaufs sollte zwei DIN A4-Seiten nicht übersteigen. Mehr liest einfach keiner mehr. Außerdem enthält die Form einen subtilen Test: Ob sich der Bewerber auf das Wesentliche fokussieren und beschränken kann. Also ob er oder sie zum Punkt kommt oder nur labert und um den heißen Brei herumredet.

Bei der Schriftgröße sollten Sie sich am Standard von 12 Punkt orientieren (11 geht zur Not auch). Die dazugehörige Schriftart sollten Sie schlicht halten. Es empfehlen sich Schriften mit Serifen (Times, Georgia, Book Antiqua, Cambria). Die sind als Fließtext besser lesbar.

Bei der Formatierung orientieren Sie sich idealerweise an den Regeln der DIN 5008 für Geschäftsbriefe. Also ein Seitenrand von je zwei Zentimetern.

So geben Sie dem Lebenslauf einen roten Faden

Ihr ausführlicher Lebenslauf sollte unbedingt einen roten Faden haben. Um erfolgreich zu sein, führt Ihr gesamter bisheriger Werdegang (aus gutem Grund) zu genau dieser Position und Stellenausschreibung. Überlegen Sie sich dazu im Vorfeld, wie Sie argumentieren wollen und passen Sie den Lebenslauf den Aussagen und der Motivation im Anschreiben an. So ergibt sich am Ende ein stimmiges Gesamtbild der Bewerbung, das Sie als perfekten Kandidaten auszeichnet.

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Lebenslauf schreiben: Tipps für Formulierungen und Struktur

Langer und viel Fließtext kann schnell unübersichtlich werden. Wenn Sie Ihren ausführlichen Lebenslauf schreiben, sollten Sie ihn daher immer wieder in Abschnitte und kurze Absätze gliedern (so wie diesen Artikel). Auch Zwischenüberschriften und Hervorhebungen durch Farbe oder Fettschrift sind erlaubt. In dem Fall empfiehlt sich aber, dass Sie sich zuvor ein einheitliches System ausdenken, an das Sie sich im Text konsequent halten. Zum Beispiel, indem Sie jede neue Station (oder Arbeitgeber) im Fließtext fett drucken. So springen diese dem Leser sofort ins Auge. Der Inhalt lässt sich schneller erfassen.

Der ausführliche Lebenslauf wird IMMER in der Ich-Form und im Präteritum verfasst. Erst wenn Sie im chronologischen Verlauf in der aktuellen Zeit angekommen sind, können Sie ins Präsens wechseln.

Einleitung

In die Einleitung kommt das, was auch im tabellarischen Lebenslauf an erster Stelle steht – Ihre persönlichen Informationen und Kontaktdaten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail. Dazu gehören aber auch Geburtstag und -ort sowie der Familienstand und manchmal auch die Staatsangehörigkeit (etwa bei der Bewerbung bei der Polizei). Ausformuliert könnte der Text zum Beispiel so lauten:

Ich heiße Max Mustermann und wohne aktuell im Beispielweg 1 in 98765 Musterstadt. Telefonisch erreichen Sie mit fast immer unter der Nummer 0123-4567890. Oder per E-Mail unter: mm@mustermann.de. Ich bin am TT.MM.JJJJ in Musterstadt geboren und aktuell 26 Jahre alt. Zurzeit bin ich unverheiratet, aber in einer festen Beziehung.

Ausbildung

Als nächstes ist Ihr schulischer Werdegang dran. Es sei denn die Schulzeit liegt schon lange zurück. Dann können Sie diesen Teil kurz fassen oder sich nur auf den höchsten Abschluss (Ausbildung, Master an der Uni) beschränken. Neben reinen Fakten, wie: Wo sind Sie zur Schule gegangen? Wie lange? Was haben Sie studiert? sollten Sie hier zwischen den Zeilen immer wieder auch Ihre Interessen und Begründungen durchblitzen lassen. Also zum Beispiel:

  • Welche Fächer fielen Ihnen leicht?
  • Welche Themen haben Sie begeistert?
  • Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?
  • Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
  • Wie führte das zu Ihrem Berufsweg?

Wenn Sie sich außerschulisch engagiert haben – in einem Ehrenamt oder bei einem Schüleraustausch – sollten Sie das erwähnen. Jedoch immer unter der Voraussetzung das die damit verbundenen Kenntnisse oder Soft Skills für die angestrebte Stelle relevant sind. Die Formulierungen dazu könnten zum Beispiel so lauten:

Schon während meiner Schulzeit in der Beispiel-Schule von TT.MM.JJJJ bis TT.MM.JJJJ haben mich Computer und das Internet begeistert. Ich verbrachte viele Stunden damit, mir das Programmieren selbst beizubringen. Der Enthusiasmus brachte mich schließlich auch zwei Jahre in die WEB AG am Muster-Gymnasium, wo ich vor allem HTML und PHP gelernt habe. Das Gymnasium schloss ich JJJJ mit einer Abiturnote von 1,2 ab. Aufgrund der einschlägigen Erfahrungen habe ich im Anschluss direkt eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen.

Beruflicher Werdegang

Jetzt geht es ans Eingemachte – Ihre Berufserfahrung. Im Vordergrund steht die – möglichst lückenlose – Darstellung der bisherigen Jobs und Stationen, Erfahrungen und Erfolge.

  • Wo haben Sie bisher gearbeitet? (Von bis, Firmenname)
  • Was waren Ihre Aufgaben? (Positionsbezeichnung, Tätigkeiten)
  • Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben oder vertieft? (Know-how, Qualifikationen)
  • Was konnten Sie bisher bewirken? (Erfolge mit Zahlen belegen)
  • Worauf sind Sie spezialisiert? (Relevante Fachkenntnisse)
  • Wohin möchten Sie sich weiterentwickeln? (Ziele, Bezug zur neuen Stelle)

Vor allem in diesem Teil müssen Sie den schon angesprochenen roten Faden zur neuen Stelle spinnen. Stellen Sie immer wieder inhaltliche Bezüge zur angestrebten Stelle her. Zum Beispiel so:

In dieser Zeit leitete ich ein 10-köpfiges Team. Zusammen konnten wir drei Projekte im Bereich _____ erfolgreich realisieren und so in weniger als zwei Wochen eine Lösung für das _____-Problem erarbeiten, das Sie ebenfalls aus Ihrem Bereich _____ kennen dürften. Den Erfahrungsschatz konnte ich danach sogar noch ausbauen, als ich…

Kenntnisse, Interessen

Neben den beruflichen Stationen umfasst der Hauptteil des ausführlichen Lebenslaufs ebenso Ihre besonderen Kenntnisse, Hobbys (die einen Bezug zum angestrebten Job haben sollten), und Interessen.

Dazu zählen beispielsweise soziales Engagement und ehrenamtliche Tätigkeiten, besondere Sprachkenntnisse oder – falls vorhanden – Auslandsaufenthalte. Diese Angaben müssen im Gegensatz zum Werdegang weder lückenlos noch vollständig sein. Im Gegenteil: Erwähnen Sie nur, was Sie für die angestrebte Position zusätzlich qualifiziert und zur idealen Besetzung macht. An dieser Stelle dürfen Sie übrigens auch in den Präsens wechseln und sogar in die Zukunft schauen:

  • Welche Ziele verfolgen Sie im weiteren Berufsleben?
  • Was davon möchten Sie im Wunschunternehmen umsetzen?
  • Warum ist das Ihr Traumjob?

Sie zeigen so, dass es kein Zufall ist, dass Sie sich heute hier bewerben. Ihre Bewerbung ist vielmehr das Ergebnis einer Vielzahl bewusster und gezielter Entscheidungen, die Sie hierher geführt haben.

Schluss

Der ausführliche Lebenslauf endet ohne Schlusssatz (der steht im Anschreiben) und ohne Grußformel („Mit freundlichen Grüßen“). Ans Ende gehören lediglich Ort, Datum und Ihre eigenhändige Unterschrift. Das hat zwei Gründe:

  • Die Unterschrift im Lebenslauf dokumentiert, dass die gemachten Angaben richtig sind und der Wahrheit entsprechen.
  • Ort und Datum wiederum bestätigen, dass die Daten aktuell sind.

Unterschreiben Sie allerdings nicht irgendwo. Die Unterschrift sollte im ausführlichen Lebenslauf so platziert sein, dass sie das Dokument abschließt. Üblicherweise werden dazu die Ort und Datumsangaben linksbündig gemacht. Die Unterschrift sitzt rechts unten im Dokument.

Auch den ausführlichen Lebenslauf können und sollten Sie stets strukturieren und über das Layout übersichtlich gestalten. Längere Textblöcke sollten Sie vermeiden. Bleiwüste! Setzen Sie stattdessen auf eine Unterteilung in sinnvolle und leicht gestaltete Absätze: dezente Farben, kursive oder fette Schrift, wenige Zwischenüberschriften („Schulzeit“, „Berufliche Erfahrungen“, „Interessen“).

TIPP: Achten Sie darauf, dass sich der ausführliche Lebenslauf und Ihr Anschreiben weiterhin unterscheiden. Beide bestehen überwiegend aus Fließtext. Die ausformulierte Vita setzt aber andere Schwerpunkte. Während das Bewerbungsschreiben Ihre Motivation behandelt, geht es im Lebenslauf vor allem um Ihre fachliche Eignung. Schmeißen Sie die beiden Dokumente daher bitte nicht durcheinander, sonst erhalten Sie am Ende zwei wild gemixte Texte, die keinen Personaler der Welt überzeugen.

Lebenslauf Muster: Vorlage zum Editieren und als Download

Um Ihnen das Schreiben und Formulieren des ausführlichen Lebenslaufs zu erleichtern, haben wir für Sie einen ausführlichen Musterlebenslauf erstellt. Den können Sie gleich hier online im Browser editieren. Dazu klicken Sie bitte einfach auf den Kasten. Anschließend können Sie den Text umformulieren, überschreiben und schließlich kopieren und in Ihre Textverarbeitung einfügen. Alles völlig kostenlos und anonym.

LEBENSLAUF Max Mustermann

Lebenslauf Bewerbungsfoto Beispiel Max MustermannPersönliche Daten

Ich heiße Max Mustermann und wohne aktuell im Beispielweg 1 in 98765 Musterstadt. Telefonisch erreichen Sie mit fast immer unter der Nummer 0123-4567890. Oder per E-Mail unter: mm@mustermann.de. Ich bin am TT.MM.JJJJ in Musterstadt geboren und aktuell 26 Jahre alt. Zurzeit bin ich unverheiratet, aber in einer festen Beziehung.

Schulischer Werdegang

Schon während meiner Schulzeit in der Beispiel-Schule von TT.MM.JJJJ bis TT.MM.JJJJ haben mich Computer und das Internet begeistert. Ich verbrachte viele Stunden damit, mir das Programmieren selbst beizubringen. Der Enthusiasmus brachte mich schließlich auch zwei Jahre in die WEB AG am Muster-Gymnasium, wo ich vor allem HTML und PHP gelernt habe. Das Gymnasium schloss ich JJJJ mit einer Abiturnote von 1,2 ab. Aufgrund der einschlägigen Erfahrungen habe ich im Anschluss direkt eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen.

Die Erfahrungen der Ausbildung, aber letztlich auch die Digitalisierung der Wirtschaft haben mich bestärkt, im Anschluss ein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Beispielstadt zu beginnen. Die Universität besitzt nicht nur einen hervorragenden Ruf, sondern ist auch international gut vernetzt. Eine gute Wahl!

Im Studium lernte ich nicht nur, wie die Informatik aktuelle Entwicklungen der Wirtschaft und deren Prozesse erheblich verbessern kann. Ich verbrachte während eines Austauschsemesters auch ein halbes Jahr am MIT in Kalifornien. Dort sammelte ich zudem praktische Erfahrungen bei der Startup SE in Palo Alto. Diese entwickelt innovative Mensch-Maschine-Interfaces – ein Bereich, der mich sehr reizt und in dem ich für die Zukunft hervorragende Perspektiven sehe.

Mein Studium schloss ich vor zwei Jahren mit einem Master und der Note 2,0 ab.

Beruflicher Werdegang

Unmittelbar nach dem Studium absolvierte ich zunächst ein 6-monatiges Praktikum bei der Computer AG. Hier konnte ich nicht nur meine Programmiersprachenkenntnisse im Bereich Java und Python vertiefen. Durch die selbstständige Organisation und Realisierung zweier Kundenprojekte lernte ich zudem, mit Ausdauer und Disziplin neue Herausforderungen zu meistern und mein 4-köpfiges Team zu motivieren sowie zum Erfolg zu führen. Eine Erfahrung, die ich auch künftig gerne ausbauen möchte.

Aufgrund meiner überdurchschnittlichen Leistungen wurde die Interface GmbH aus Musterstadt auf mich aufmerksam und bot mir eine Position als Software Engenieer an. Die Stellenbeschreibung, die Inhalte und das Team haben mich sofort begeistert. Am TT.MM.JJJJ nahm ich das Angebot an und konnte seitdem dort meine Kenntnisse im Bereich Entwicklung und Apps weiter ausbauen. Ebenso leite ich dort inzwischen ein Team von rund 10 Kollegen, was mir nicht nur sehr viel Spaß macht. Ich bekomme auch sehr viel positives Feedback, die Kollegen und Kunden immer wieder mitnehmen und begeistern zu können.

All das hat mich bestärkt meine berufliche Entwicklung noch mehr auf das Führen und Organisieren von Projektteams auszurichten.

Besondere Kenntnisse und Interessen

Vom TT.MM.JJJJ bis TT.MM.JJJJ absolvierte ich eine berufliche Weiterbildung an der TH Köln zum Social Media Manager. Die Erkenntnisse daraus wende ich seitdem auf den Social Media Kanälen der Interface GmbH an und konnte so zum Beispiel die Fanzahlen auf Facebook und Linkedin um 224 Prozent steigern. Die Interaktionsrate stieg ebenfalls um 275 Prozent.

Überdies engagiere ich mich ehrenamtlich im Kinderschutzbund Musterstadt, wo ich mit einem kleinen Team von drei Mitarbeitern ein eigenes Blog aufgebaut und die Website optimiert habe, sodass dort jetzt auch mehr Spenden eingehen. Eine wichtige Arbeit, die ich gerne unterstütze und dort ebenfalls meine Management-Kompetenzen trainieren kann.

Mehr über mich erfahren Sie natürlich auch auf meiner eigenen Website mustermann.de. Ein Projekt, das ich ebenfalls vor fünf Jahren gestartet habe, und in dem ich mich mit zahlreichen internationalen Spezialisten zum Thema relationale Datenbanken vernetze. Ein Bereich, der auch in der angestrebten Position als Head of Software Engineering von zunehmender Bedeutung ist. Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne und mit großer Leidenschaft.

Musterstadt, den TT.MM.JJJJ
UNTERSCHRIFT



Die Lebenslauf-Vorlage können Sie sich – wie gewohnt – auch hier kostenlos als Word-Datei herunterladen:

Download Lebenslauf Vorlage

Bewerbungsfoto im Lebenslauf?

Ob Sie im ausführlichen Lebenslauf ein Bewerbungsfoto integrieren, bleibt Ihnen überlassen. Laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist dies heute ein freiwilliger Zusatz. Das Bewerbungsbild wird allerdings von den meisten Personalern gerne gesehen, weil es das „Gesamtbild“ des Bewerbers und seiner Unterlagen abrundet.

Auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist, wollen wir es am Schluss der Vollständigkeit halber erwähnen: Achten Sie in allen Bewerbungsunterlagen auf Rechtschreibung und Grammatik. Da der Lebenslauf (das gilt ebenso für den ausführlichen Lebenslauf) fast immer zuerst gelesen wird, prägt dieser entscheidend den ersten Eindruck der Bewerbung. Nicht wenige Personaler haben uns schon erzählt: Bei mehr als zwei schlimmen Tippfehlern, landen viele Bewerber bereits auf dem „Vielleicht“-Stapel.

Download: Die wichtigsten Fragen zum Lebenslauf

Als besonderen Service für unsere Leser haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Lebenslauf in einem mehrseitigen PDF zusammengefasst. Darin zum Beispiel Antworten zur optimalen Länge des Lebenslaufs, zu Schriftarten und Schriftgrößen. Oder wie Sie eine Arbeitslosigkeit kaschieren. Das PDF können Sie sich hier kostenlos herunterladen:

Download Lebenslauf-Tipps (PDF)


Häufige Fragen und Antworten zum Lebenslauf

Wie schreibe ich einen individuellen Lebenslauf?

Ein optimaler Lebenslauf wird immer individuell für die jeweilige Stelle angepasst, um Personaler maximal zu überzeugen. Heißt: Der Werdegang bleibt auch weiterhin lückenlos, welche Stationen aber mehr oder weniger Platz bekommen, hängt davon ab, wie relevant sie für die angestrebte Stelle sind. Je wichtiger bisherige Aufgaben, Tätigkeiten, Erfolge oder Kenntnisse für den neuen Job sind, desto ausführlicher sollten sie im Lebenslauf erwähnt oder hervorgehoben werden. So wird die Eignung für den Job sofort und auf einen Blick erkennbar.

Wie schreibe ich einen aktuellen Lebenslauf?

Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard. Er umfasst eine bis maximal drei DIN A4 Seiten. Darin aufgelistet werden Berufspraxis, Bildungsweg, besondere Kenntnisse, Interessen und Hobbys. Die jeweiligen Stationen und erworbenen Qualifikationen werden in antichronologischer Reihenfolge verfasst – mit der jüngsten Position zuerst. Links stehen die Zeiträume (Muster: MM/JJJJ – MM/JJJJ), rechts die Inhalte. Ein moderner Lebenslauf überzeugt durch ein individuelles Layout, hohe Übersichtlichkeit und professionelle Aussagekraft. Es ist zudem lückenlos und fehlerfrei.

Was gehört in einen Lebenslauf?

Ein professioneller Lebenslauf beginnt mit einem Titel und den persönlichen Daten (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Links). Freiwillig sind Familienstand und Alter. Darunter folgen stichpunktartig die Berufserfahrung (Jobs, Praktika + Details zu Aufgaben & Erfolgen), Informationen zu Ausbildung oder Studium sowie eine Liste mit besonderen Kenntnissen (Fortbildungen, Sprachen, EDV, etc.). Optional sind Interessen, Ehrenämter und Hobbys. Sie werden aber gerne gelesen. Wichtig sind aktuelles Datum und eigenhändige Unterschrift am Schluss.

Wie viele Seiten hat ein professioneller Lebenslauf?

Der Lebenslauf sollte eine maximale Länge von drei DIN A4 Seiten nicht übersteigen. Bei Berufsanfängern reicht meist eine Seite. Schwerpunkte bilden relevante Details für die angestrebte Stelle. Die sollten präzise und prägnant formuliert werden. Wenn Bewerber den Lebenslauf kürzen müssen, dann auf keinen Fall durch eine kleinere Schrift. Das reduziert die Lesbarkeit. Gekürzt werden können weniger relevante Berufserfahrungen oder lange zurückliegende Jobs sowie schulische Stationen wie die Grundschule. Auch die „Interessen & Hobby“ lassen sich kürzen oder ganz streichen.

Was sind optimale Schriftarten und -größen im Lebenslauf?

Standard ist eine Schriftgröße zwischen 11pt und 12pt. Bei kleineren Schriften leidet die Lesbarkeit. Beliebte Schriftarten im Lebenslauf sind Arial, Calibri, Roboto, Verdana. Besonders elegant wirken Helvetica und Neue Helvetica. Die serifenlose Schrift ist eine der beliebtesten der Welt und gilt als hervorragend lesbare Schriftart.

Welches Dateiformat bekommt der Lebenslauf?

Für E-Mail- und Online-Bewerbung benötigen Bewerber einen Lebenslauf in digitaler Form. Wer diesen zuvor mit einem Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word erstellt, sollte ihn anschließend als PDF abspeichern oder mit den anderen Dokumenten und Anlagen in einem PDF zusammenfügen. Das „Portable Document Format“ (PDF) ist heute Standard und kann von nahezu jedem Rechner geöffnet werden. Der Anhang zur Bewerbung sollte eine maximale Größe von 5 MB nicht übersteigen.

Wie weit reicht der Lebenslauf zeitlich zurück?

Grundsätzlich muss der Lebenslauf vollständig und lückenlos sein. Das betrifft vor allem den beruflichen Werdegang. Beim Bildungsweg reicht oft nur der höchste Bildungsabschluss (mit Noten). Ein Wechsel von Realschule auf Gymnasium ist unerheblich. Wer studiert hat, kann sich die Grundschule sparen. Und ab 10 Jahren Berufserfahrung spielen Schulbildung und Ausbildung kaum noch eine Rolle. Auch hier: Nur den höchsten Abschluss angeben.

Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?

Erst bei Auszeiten von mehr als zwei Monaten spricht man von einer Lücke im Lebenslauf, die erklärt werden sollte. Alles andere gilt als berufliche Orientierungsphase. Berufseinsteigern werden hierbei sogar 6 Monate zugestanden, Geschäftsführern und Top-Managern bis zu 12. Lücken im Lebenslauf sollten Bewerber nicht verschweigen, sondern sinnvoll füllen – durch Weiterbildungen, Praktika, selbstständige Projekte oder die Pflege von Angehörigen. Was Personaler interessiert, ist, ob die Kandidaten in dieser Zeit trotzdem aktiv und zielstrebig waren.

Welche Hobby sollte ich im Lebenslauf nennen?

Im Lebenslauf werden nur Hobbys genannt, die zur ausgeschriebenen Stelle passen und (indirekt) dafür relevante Hard- oder Soft Skills nachweisen. Zum Beispiel Führungserfahrung als Teamleiter einer Sportgruppe. Nicht erwähnen sollten Bewerber gefährliche Hobbys wie Fallschirmspringen oder Motorcross. Wegen hoher Verletzungsgefahr fürchten Personaler dabei berufliche Ausfälle oder einen Adrenalin-Junkie.

Muss ich eine Elternzeit im Lebenslauf erwähnen?

Da die Elternzeit zwischen einem und drei Jahre dauern kann, muss sie im Lebenslauf genannt werden. Sonst entsteht eine erklärungsbedürftige Lücke. Ist die Elternzeit noch aktuell, bekommt sie eine eigene Kategorie – noch vor dem beruflichen Werdegang. Ansonsten wird sie kurz in der jeweiligen Position inklusive des jeweiligen Zeitraums erwähnt.

An welcher Position steht der Lebenslauf in der Bewerbung?

Bei vollständigen Bewerbungsunterlagen liegt das Anschreiben immer lose oben auf der Bewerbungsmappe. Der Lebenslauf ist dann das erste Dokument IN der Mappe. Wird zusätzlich ein Deckblatt verwendet, liegt das über dem Lebenslauf, die Vita kommt dann an zweiter Stelle und Reihenfolge in der Mappe oder dritten Position insgesamt. Darunter werden die Anlagen platziert: Motivationsschreiben, Zeugnisse, Zertifikate, Arbeitsproben.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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