Lebenslauf chronologisch: Absteigend oder aufsteigend?

Der Lebenslauf ist das Herzstück der Bewerbung – mit ihm steigen oder fallen Ihre Chancen, den angestrebten Job zu bekommen. Üblicherweise will jeder Bewerber alles richtig machen und ordnet den Lebenslauf chronologisch in der amerikanischen Variante an. Das heißt, es wird umgekehrt chronologisch oder in umgekehrter Reihenfolge, also absteigend, sortiert. Diese Sortierung hat sich im Laufe der letzten Jahre durchgesetzt. Wir erklären die Unterschiede und Vor- und Nachteile zwischen chronologisch absteigendem und aufsteigendem Lebenslauf…

Lebenslauf chronologisch: Absteigend oder aufsteigend?

Herzstück Ihrer Bewerbung: Der Lebenslauf

Als Standard gilt der tabellarische Lebenslauf, der üblicherweise ein bis zwei Seiten umfasst und in Blöcken die wichtigsten Informationen darbietet. Höchstens bei Führungskräften mit mehrjähriger Berufserfahrung kann eine dritte Seite in Betracht gezogen werden.

Bedenken Sie: Personaler wollen in möglichst kurzer Zeit alle wichtigen Informationen erfassen können. Nicht mehr als drei Minuten nehmen sie sich im Schnitt Zeit für die Bewerbung eines potenziellen Kandidaten. Oft wird zuerst nur der Lebenslauf mit dem Anforderungskatalog der Stellenanzeige verglichen. Wer hier schludert, stellt sich selbst ein Bein.

Dieser knappe Zeitrahmen ist es auch, der dem amerikanischen Lebenslauf, also in der absteigenden Variante, zum Erfolg verholfen hat: Das Wichtigste zuerst – und das ist für viele Personaler nun mal die aktuelle Position. Von dort aus werden Rückschlüsse auf Ihre Fähigkeiten gezogen.

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Professioneller Lebenslauf: Aktuelle Muster

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Tabellarischer Lebenslauf: Moderne Vorlagen (mit Icons)

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Lebenslauf chronologisch: Aufsteigend oder absteigend?

Wenn man es ganz genau nimmt, ist jeder Lebenslauf chronologisch, denn nicht chronologisch wäre er, wenn Sie sämtliche Jahre bunt durcheinander würfeln würden. Das macht natürlich kein Bewerber. Bei Bewerbungsthemen hat sich als Bezeichnung für den chronologischen Lebenslauf jedoch die Bedeutung durchgesetzt, dass damit die klassische, deutsche Anordnung gemeint ist.

Das heißt, danach wird der Lebenslauf aufsteigend angeordnet: Von der ersten Stelle nach Ihrer Ausbildung vor beispielsweise acht Jahren bis zur letzten Stelle. Diese Reihenfolge hat allerdings den Nachteil, dass der Personaler je nach Berufserfahrung des Bewerbers sich erst einmal durch diverse Stellen „quälen“ muss, bis er die für ihn relevante Information findet.

Die absteigende Anordnung wird auch antichronologisch genannt, denn hier wird alles gewissermaßen auf den Kopf gestellt. Was Sie direkt nach Ihrem Studium oder Ihrer Ausbildung gemacht haben, interessiert erst einmal nicht so sehr, wichtiger ist, was zuletzt war.

Lebenslauf Anleitung: Inhalt, Aufbau & Positionierung

Lebenslauf AnleitungGanz gleich, ob Sie eine reale oder eine virtuelle Bewerbungsmappe erstellen: Zuoberst liegt lose das Anschreiben beziehungsweise an erster Stelle eines PDFs steht das Anschreiben. Danach folgt gegebenenfalls ein Deckblatt (ist optional) und erst danach der Lebenslauf.

Der Aufbau orientiert sich grob an diesen Blöcken:

  • Persönliche Angaben (Vorname Nachname, Geburtstag und Geburtsort, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, (Bewerbungsfoto))
  • Beruflicher Werdegang (Beruf, Jobs, Erfahrungen, Positionen, Ausbildung, Praktika)
  • Besondere Kenntnisse (Weiterbildungen, Zertifikate, Fremdsprachen, EDV, PC-Kenntnisse, Führerschein, Auszeichnungen, etc.)
  • Interessen (Hobbys, Ehrenämter, Projekte)
  • Datum, Unterschrift

Wie das optisch aussehen kann, zeigt Ihnen diese Mustergrafik:

Lebenslauf Aufbau Grafik

Sinnvolle Beispiele für einen chronologischen Lebenslauf

Hier offenbart sich allerdings direkt das Problem: Was ist, wenn ein Bewerber Berufsanfänger ist? Als solcher hat er für gewöhnlich keine letzte Position vorzuweisen außer der als Student oder Auszubildender. Das Offensichtliche lässt sich nicht vertuschen und muss es auch nicht.

Die fehlende Berufserfahrung hat nämlich einen Vorteil: der Lebenslauf ist übersichtlich. Weitere Fälle, in denen ein chronologischer Lebenslauf sinnvoll ist:

  • Wiedereinstieg

    Arbeitnehmer, die längere Zeit pausiert haben, etwa aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit oder weil sie eine Elternzeit genommen haben, vermeiden so, dass diese Lücke im Lebenslauf als Erstes präsentiert wird. Zwar wird sie dadurch nicht ungeschehen gemacht und ein aufmerksamer Leser wird sie dennoch erkennen, aber Sie legen nicht noch den Schwerpunkt darauf.

    Mehr zum Thema lesen Sie hier
  • Neuorientierung

    Bei einer beruflichen Neuorientierung können Sie ebenfalls keine Berufserfahrung aus dem Bereich aufweisen – abgesehen vom Alter und Berufs- und Lebenserfahrung in anderen Bereichen, stehen Sie also genauso am Anfang wie junge Auszubildende im letzten Lehrjahr oder Uniabsolventen. Hier sind zwei Gründe denkbar, warum ein chronologischer Lebenslauf sinnvoll sein kann:

    1. Sie haben erst kürzlich eine Umschulung gemacht und noch keine Erfahrung in dem Bereich gesammelt, möchten aber zeigen, dass Sie in Ihrem bisherigen Berufsleben bereits einiges geleistet haben.
    2. Oder Sie haben zu einem früheren Zeitpunkt bereits in dem Bereich gearbeitet, auf den Sie sich nun bewerben, dazwischen aber beispielsweise als Quereinsteiger in ganz anderen Bereichen. In diesem Fall würde eine chronologische Hinleitung Ihres Lebenslaufs die relevanten Stationen zuerst zeigen und in den Fokus rücken.
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Übersichtlichkeit als oberstes Ziel

In den oben aufgeführten Fällen gilt, dass Sie sich auf entsprechende Fragen im Vorstellungsgespräch gefasst machen müssen. Das ist auch weiter nicht problematisch, denn mit unseren Ratgeber Tipps sind Sie gerüstet.

Wichtig ist nur, dass Sie sich zuvor mit Ihrem Werdegang auseinandersetzen. Eine erste Übung ist hierbei das Anschreiben, in dem Sie bereits im Falle einer beruflichen Neuorientierung darauf zu sprechen kommen. So nehmen Sie dem Personaler gleich den Wind aus den Segeln, denn selbst wenn in einem darauffolgenden Vorstellungsgespräch die Frage danach gestellt wird, wissen Sie bereits die Antwort.

Bei Ihrer Entscheidung, ob Sie einen Lebenslauf chronologisch oder „amerikanisch“ anordnen, spielen also verschiedene Aspekte eine Rolle:

  • Sind Sie Berufsanfänger oder Berufserfahrener?
  • Wechseln Sie aus derselben Branche in eine andere Stelle oder wechseln Sie die Branche?
  • Haben Sie eine längere Auszeit hinter sich gebracht?

Je nachdem, wie die Antwort auf diese Fragen ausfällt und an welche Stelle die relevanten Informationen dann rücken, kann ein Lebenslauf in chronologischer Reihenfolge also sinnvoll und keineswegs veraltet sein.

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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25. Juni 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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