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Wiedereinstieg: Erfolgreiche Rückkehr in den Job

Nach einer Auszeit vom Berufsleben kämpfen fast alle Arbeitnehmer mit den gleichen Problemen. Es fehlen aktuelle Kenntnisse und Kompetenzen, berufliche Kontakte fallen weg und die Rückkehr in den Arbeitsrhythmus ist eine Herausforderung. Kurz: Der Wiedereinstieg in den Job wird mit jeder Woche und jedem Monat schwieriger. Verbaut ist der Weg zurück in eine erfüllende Anstellung trotzdem nicht. Wir erklären, wie der Wiedereinstieg nach längerer Pause gelingt…



Wiedereinstieg: Erfolgreiche Rückkehr in den Job

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Wiedereinstieg: Mögliche Gründe für die Pause

Ein Wiedereinstieg in den Job beschreibt die Rückkehr nach einer längeren beruflichen Auszeit. Dabei geht es nicht um einen Urlaub von zwei oder auch 3 Wochen, sondern deutlich längere Zeiträume, in denen Sie Ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachgegangen sind.

Die Gründe für eine solche Pause und den anschließenden Wiedereinstieg können unterschiedlich sein:

  • Eltern

    Eine große und wichtige Gruppe beim Thema Wiedereinstieg sind Eltern und dabei insbesondere Frauen. Durch Mutterschutz und Elternzeit pausieren viele Frauen die eigene Karriere für mehrere Jahre.

  • Krankheit

    Schwere Erkrankungen können für Monate arbeitsunfähig machen und zu einer beruflichen Auszeit zwingen. Nach der Genesung steht dann der Wiedereinstieg in den Job an. Je nach gesundheitlicher Situation kann damit auch ein Jobwechsel verbunden sein.

  • Sabbatical

    Ein Sabbatical ist eine freiwillige Auszeit vom Beruf für mehrere Monate oder auch ein ganzes Jahr. Manche nutzen die Zeit für Reisen, andere widmen sich ihren Leidenschaften und wieder andere brauchen einfach Abstand vom Stress des Arbeitsalltags. Für alle steht aber irgendwann die Rückkehr in den Job an.

  • Pflege

    Die Pflege von Angehörigen ist oft ein Vollzeitjob und zwingt die Karriere zum Stillstand. Werden beispielsweise die Eltern zuhause gepflegt, kann oft erst nach Monaten wieder gearbeitet werden.

  • Jobsuche

    Eine längere Arbeitslosigkeit und erfolglose Jobsuche können zu einer unfreiwilligen Auszeit führen. Betroffene schreiben über Monate Bewerbungen, erhalten aber einfach keine Zusage. Ab einer gewissen Dauer ist auch das ein echter Wiedereinstieg.

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Die richtige Einstellung zum Wiedereinstieg ist entscheidend

Unabhängig vom Grund der Auszeit, ist ein Wiedereinstieg in den Job nie einfach. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist Ihre persönliche Einstellung. Sie benötigen Selbstbewusstsein und Zuversicht. Wenn Sie von Anfang an glauben, dass die Rückkehr nicht gelingt, Sie keine passende Stelle finden oder der bisherige Arbeitgeber Sie bereits abgeschrieben hat, sorgen Sie mit Ihrer Denkweise für Probleme.

Zusätzlich muss Ihr voller Fokus auf dem Wiedereinstieg liegen. Wer mental noch im letzten Lebensabschnitt steckt, hat es bei der Rückkehr umso schwerer. Für die richtige Einstellung hilft eine objektive und neutrale Analyse. Denn der Wiedereinstieg ist nicht leicht, aber eben auch nicht unmöglich. Fünf Tipps für die richtige Einstellung:

  • Sehen Sie die Auszeit nicht als Schwäche
    Sie waren für eine Zeit aus Ihrem Job raus, doch sind Sie deshalb kein Arbeitnehmer zweiter Klasse. Reden Sie sich nicht schlecht oder Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen klein.
  • Vergleichen Sie sich nicht mit anderen
    Vergleiche bringen Sie nicht weiter. Jedes Leben und jede Karriere ist unterschiedlich. Konzentrieren Sie sich auf sich und Ihre individuelle Situation.
  • Erkennen Sie Ihr Potenzial
    Sie sind weiterhin qualifiziert und haben bereits wichtige Berufserfahrung gesammelt. Für Ihren Arbeitgeber – ob den alten oder einen neuen – können Sie somit wichtige Leistungen bringen.
  • Übernehmen Sie die Verantwortung
    Es ist kein Zufall oder Glück, ob der Wiedereinstieg gelingt. Letztlich liegt es nur an Ihnen, Ihren Entscheidungen und Handlungen. Übernehmen Sie die Verantwortung und tun Sie, was nötig ist.

Fragen vor dem Wiedereinstieg

Bevor Sie sich Hals über Kopf wieder in den Job stürzen wollen, nur um festzustellen, dass schon die Jobsuche scheitert oder die gefundene Anstellung Sie unglücklich macht, sollten Sie für sich selbst einige wichtige Fragen zu beantworten:

  1. Was kann und will ich tun?
    Sie müssen Ihre Wünsche und Erwartungen kennen, um sinnvoll Stellen zu suchen und sich überzeugend zu bewerben. Klären Sie für sich, welche Aufgaben und Jobs Ihnen wirklich zusagen. Das kann sich in einer Auszeit durchaus ändern.
  2. Welcher meiner Wünsche passt zu mir?
    Was Sie machen wollen, ist nur der erste Schritt. Nun müssen Sie analysieren, ob Wünsche und Qualifikationen zusammenpassen. Möglicherweise braucht es zusätzliche Kompetenzen oder Weiterbildungen, um im angestrebten Job zu arbeiten.
  3. Wie wollen Sie arbeiten?
    Der Wiedereinstieg in den Job kann in ein Angestelltenverhältnis führen. Vielleicht können Sie sich aber auch den Start in eine Selbstständigkeit vorstellen. Hier sollten Sie prüfen, ob eine eigene Firma zu Ihnen passt und ob Sie tatsächlich ein funktionierendes Geschäftsmodell haben. Der Wunsch nach Selbstständigkeit allein reicht nicht aus.
  4. Für welchen Weg habe ich Unterstützung?
    Diese Frage wird leider oft vergessen. Freunde und Familie stehen nicht automatisch bei jedem Weg und jeder Entscheidung hinter Ihnen. Klären Sie im Vorfeld, welcher Weg von Ihrem Umfeld mitgetragen wird. Das heißt nicht, dass Sie sich von Ihrem Umfeld abhängig machen sollen. Aber es ist gut zu wissen, ob und von wo es Unterstützer gibt.


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Wiedereinstieg: So klappt die Rückkehr in den Job

Die Voraussetzungen stimmen: Sie wissen, was Sie sich vom Wiedereinstieg versprechen und gehen realistisch an die Rückkehr heran. Das allein bringt Ihnen aber noch keinen neuen Job. Dazu braucht es eine klare Strategie und strukturiertes Vorgehen. Mit diesen drei Schritten schaffen Sie den Wiedereinstieg in den Job:

1. Orientieren Sie sich auf dem Arbeitsmarkt

Was sind Ihre Qualifikationen nach der Pause noch wert? Dabei kommt es besonders auf die Hard Skills an. Sind Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten noch aktuell und gefragt oder inzwischen veraltet? In der Zwischenzeit können sich die Branche und die Anforderungen an Mitarbeiter verändert haben. Analysieren Sie Stellenanzeigen, um zu sehen, was von Bewerbern erwartet wird.

Fragen Sie sich selbstkritisch: Passt Ihr Profil dazu? Machen Sie sich auch bewusst, dass Ihre Auszeit im Bewerbungsprozess angesprochen wird. Das ist kein grundsätzlicher Nachteil, doch sollten Sie darauf vorbereitet sein. Betonen Sie die positiven Aspekte, die Sie daraus mitnehmen und wie diese in Ihrem Job nützlich sein werden.

2. Frischen Sie Ihre Qualifikationen auf

Im besten Fall haben Sie während der Auszeit Ihrer Qualifikationen erhalten oder sich sogar gezielt weitergebildet. Das unterstreicht Ihre Motivation, Zielstrebigkeit und eröffnet neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Falls Sie aber bei Ihrer Recherche Defizite feststellen, sollten Sie unbedingt eine Fort- oder Weiterbildung machen. Denn die Hoffnung, trotz fachlicher Mängel eingestellt zu werden, ist meist vergeblich.

3. Werden Sie selbst aktiv

Beim Wiedereinstieg wird Ihnen kein Job zufliegen. Es ist notwendig, dass Sie selbst aktiv werden. Entwickeln Sie eine Bewerbungsstrategie, reichen Sie Ihre Unterlagen ein, aktivieren Sie vorhandene Kontakte. Warten Sie nicht darauf, dass sich Chancen einfach auftun, sondern arbeiten Sie selbst daran. Ihr ehemaliger Arbeitgeber kann eine gute erste Adresse sein.

Selbst wenn gerade keine freie Stelle verfügbar ist, können Sie für andere Positionen in Betracht gezogen werden – oder Sie erfahren, in welchen Unternehmen gerade Personalbedarf besteht.

Wiedereinstieg: Alternativen zum Vollzeitjob

Wenn es mit dem Wiedereinstieg in den Vollzeitjob nicht klappt oder Sie nach einer längeren Pause eine berufliche Veränderung wollen, kann es sinnvoll sein, über Alternativen nachzudenken. Grundsätzlich haben Sie dabei vier Optionen:

  • Geringfügige Beschäftigung
    Ein Minijob kann finanziell keinen Vollzeitjob ersetzen, doch Sie kommen wieder ins Berufsleben, können Ihre Fähigkeiten ausbauen und sich an langsam an die Rückkehr gewöhnen.
  • Teilzeitjob
    Die offensichtliche Alternative ist ein Teilzeitjob. Stellen mit 50 Prozent, 60 oder 75 Prozent der Arbeitszeit ermöglichen zunächst eine reduzierte Wiederkehr.
  • Freelancer
    Auch die Arbeit als Freelancer kann eine Option darstellen. Sie arbeiten auf Auftragsbasis und sind flexibler als in einer Festanstellung. Hier kommt es aber auf Ihre Tätigkeit an.
  • Selbstständigkeit
    Eine wachsende Zahl an Wiedereinsteigern gründet ein eigenes Unternehmen und macht sich selbstständig. Diese Alternative passt aber nicht zu jedem und ist immer mit gewissen Risiken verbunden. Sie sollten sich deshalb gut überlegen, ob Sie sich eine Karriere als Selbstständiger vorstellen können.



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