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Man kann sich viel vornehmen und doch nichts davon erreichen. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Viel wichtiger aber ist, dass man überhaupt Ziele hat und diese verfolgt. "Ich weiß, was ich will!" Allein dieser Satz, also Zielstrebigkeit, verlängert laut einer aktuellen kanadischen Studie um den Psychologen Patrick Hill von der Carleton Universität das Leben um einige Jahre – und zwar unabhängig davon, welche Ziele eine(r) hat und wie diszipliniert er oder sie diese verfolgt...

Wer Ziele hat, lebt länger

Zielstrebigkeit Ziele erreichen 5 Schritte Infografik

Grundlage der Untersuchung sind laut BBC die medizinischen Daten von 7000 Amerikanern zwischen 20 und 75 Jahren, die dazu über einen längeren Zeitraum von rund 14 Jahren ausgewertet wurden. Dabei wurden die Probanden auch immer wieder befragt, hauptsächlich um herauszufinden, ob sie Ziele hatten und diese auch verfolgen. Darunter waren Aussagen, denen sie zustimmen konnten oder auch nicht:

  • Manchen Menschen gehen völlig ziellos durchs Leben. Ich bin nicht so jemand.
  • Ich lebe mein Leben im Hier und Jetzt und mache mir über die Zukunft keine Gedanken.
  • Ich habe manchmal das Gefühl, im Leben schon alles erreicht zu haben.
  • Ich habe noch viele Pläne, und versuche das meiste davon auch zu erreichen.

Nachdem die Langzeitstudie abgeschlossen war, stellten die Forscher Überraschendes fest:

  • Die zielstrebigen Teilnehmer waren durchweg gesünder.
  • Sie achteten mehr auf ihre Gesundheit und Fitness.
  • Ebenso waren sie glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben.
  • Viele von den älteren Probanden hatten ihre ziellosen Kollegen überlebt.

Ziele zu haben und diese zu verfolgen, glaubt Patrick Hill aus der Studie folgern zu können, gibt dem Leben eine wichtige Orientierung und diese schenkt den Betroffenen eine paar "Extrajahre - unabhängig davon, ob sie noch im Berufsleben stehen oder schon in Rente sind."

Oder in seinen eigenen Worten:

Our findings point to the fact that finding a direction for life, and setting overarching goals for what you want to achieve can help you actually live longer, regardless of when you find your purpose. There is clearly a benefit from feeling a sense of direction or feeling you have these goals directing your day-to-day life.

Wunsch und Wirklichkeit

Wunsch und WirklichkeitMisserfolge machen unzufrieden, Erfolge aber nicht zwingend zufriedener. Zu diesem Schluss kommt eine italienische Studie um Marco Bertoni und Luca Corazzini von den Universitäten Padua und Messina. Anhand zahlreicher Metadaten konnten die beiden Forscher nachweisen, dass Menschen, die ihre eigenen Erwartungen und Ziele nicht erfüllen, nicht nur unzufriedener werden - wer seine Erwartungen übertrifft, wird dadurch auch nur kurzfristig glücklicher. Der Grund: Wer seine Ziele erreicht (oder übertrifft), sucht sich schon bald neu und höhere Herausforderungen. Oder wie die Wissenschaftler sagen würden: Unser Referenzpunkt verschiebt sich nach oben - und das macht den Graben zwischen Wunsch und Wirklichkeit immer größer - bis die Latte zu hoch hängt.

Die W-E-G-E-Methode: Wie Sie Ihre Ziele finden und erreichen

Wer übrigens erreichen will, was er oder sie sich vornimmt, dem sei noch die sogenannte W-E-G-E-Methode empfohlen: Es sind die vier wesentlichen Wege, seine Ziele zu finden und zu erreichen:

  1. Wirklich wollen. Sie kennen doch das Problem guter Vorsätze: Am nächsten Tag sind sie schon vergessen. Es reicht eben nicht, zu sagen: "Ich möchte wieder eine Bikini-Figur" oder "Ich möchte in diesem Jahr mein erstes Buch schreiben." Sie müssen es wirklich und zutiefst wollen, kurz: es muss ein echter Herzenswunsch sein. Prüfen Sie aber auch Ihre Motivation, warum Sie das wollen. Vielleicht erreichen Sie dasselbe Ziel auf einem anderen Weg wesentlich besser.
  2. Einfach halten. Egal, was Sie wollen – verkomplizieren Sie die Sache nicht unnötig. Nichts gegen To-do-Listen oder Mindmaps. Aber je feiner Sie Ihr Ziel aufdröseln, desto haltloser wird es. Geben Sie der Sache genug Gewicht, planen Sie GROSSES, nicht nur großes. Aber halten Sie es auch so einfach wie möglich und so konkret wie nötig.
  3. Ganz verschreiben. Sobald Sie Ihr klares, einfaches, wirklich wichtiges Ziel formuliert haben, lassen Sie es nicht mehr aus den Augen: Machen Sie es zu Ihrer Top-Priorität – im Alltag, im Büro, in der Freizeit und setzen Sie alles daran, es zu erreichen. Erinnern Sie sich daran, wie es war, als Sie das erste Mal unsterblich verliebt waren: Sie hatten nur noch eine Sache im Sinn – das Herz dieses Menschen zu erobern. So muss es auch mit Ihrem Ziel sein. Alles andere ist zweitrangig.
  4. Eins nach dem anderen. Jetzt, wo Sie wissen, wie es geht, versuchen Sie nicht so viele Ziele wie möglich in einen Tag, eine Woche oder einen Monat zu packen. Das Ergebnis ist Halbgares, Chaos, Frust. Konzentrieren Sie lieber Ihre Kräfte! Für Ihre Zielstrebigkeit ist weniger mehr: Ein Ziel zu seiner Zeit und mit der Zeit, die es dafür braucht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wenn es sich dabei allerdings nicht um IHRE ganz persönlichen Ziele handelt, helfen Ihnen freilich auch die besten Methoden nichts. Dann werden Ihnen die Motivation und das nötige Durchhaltevermögen irgendwann ausgehen und fehlen. Nicht weil Sie zu wenig tun, sondern weil Sie einfach nicht wirklich hinter diesen Zielen stehen.

Was ebenfalls hilft:

  • Fixieren Sie Ihre Ziele.

    Schriftlich vor allem. Entscheidend ist, dass Sie dabei eine Form wählen, die für Sie eine hohe Verbindlichkeit und Bedeutung hat. Für den einen ist das der Eintrag im Tagebuch, andere schreiben sich einen Brief, wieder andere legen ihre Ziele in einer Liste auf dem Computer ab. Egal wie Sie es anstellen, die Form sollte für Sie wichtig sein.

  • Veröffentlichen Sie Ihre Ziele.

    Auch das hilft, sich auf die festgelegten Ziele zu verpflichten. Veröffentlichen Sie Ihre Ziele in Ihrem Blog oder teilen Sie allen Freunden und den wichtigen Menschen in Ihrem Leben Ihre Ziele mit. Ein Scheitern ist dadurch mit negativen Konsequenzen - dem Gesichtsverlust - verbunden. Das kann eine Motivation sein, Ihre Ziele unbedingt zu erreichen.

  • Suchen Sie sich Vorbilder.

    Sie wollen eine bestimmte Position erreichen? Dann recherchieren Sie möglichst viele Informationen zu Personen, die das bereits geschafft haben und lernen Sie aus deren Fehlern und Erfolgen. Sicher sollten Sie nicht blindlings alles übernehmen, was diese Menschen tun. Doch lernen können Sie viel von ihnen, positiv wie negativ.

  • Sammeln Sie Unterstützer.

    Es gibt immer wieder Erfolgsgeschichten von Menschen, die auf den ersten Blick ganz alleine große Ziele erreicht haben. Doch bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass deren Erfolge nur mit der Unterstützung anderer möglich waren. Einfacher geht es mit Unterstützung auf jeden Fall. Sammeln Sie daher Unterstützer, die Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel begleiten und daran erinnern.

  • Meiden Sie Pessimisten.

    Es ist leider so: Es wird immer Menschen geben, die an Ihren Zielen zweifeln und nur die Chance zu scheitern sehen. Das geht also über kritisches Hinterfragen (was okay wäre) hinaus. Wenn Sie sich ständig mit derart pessimistischen und negativen Menschen umgeben, wird das Ihrer Motivation früher oder später schaden. Auch wenn es hart klingt: Meiden sie solche Menschen so gut Sie können.

  • Sorgen Sie für Ausgleich.

    Ehrgeiz ist - vor allem wenn es um das Erreichen der eigenen Ziele geht - ganz wichtig. Doch wenn Sie es übertreiben und jeden Tag geradezu verbissen daran arbeiten, Ihrem Ziel näher zu kommen, werden Sie früher oder später ausbrennen und von Ihrem Ziel nichts mehr wissen wollen. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich auch entspannte Tage und Momente schaffen, mit denen Sie für Ausgleich sorgen.

Dieser Trick hilft, Ziele schneller zu erreichen

Dieser Trick hilft, Ziele schneller zu erreichenIn der Psychologie ist der sogenannte Goal-Gradient-Effekt schon länger bekannt: Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr strengen wir uns an. Den Erfolg erreichbar nah vor Augen - das gibt uns einen enormen Motivationskick.

Dieser Psychotrick lässt sich allerdings auch ganz gezielt nutzen, um Vorsätze besser einzuhalten oder seine selbstgesteckten Ziele schneller zu erreichen: Formulieren Sie kein festes Ziel sondern vielmehr einen Zielkorridor

Angenommen, Sie haben sich vorgenommen, in den nächsten drei Monaten zehn Kilo abzunehmen. Bis dahin ist es langer, hungriger Weg... Die ersten zwei, drei Kilos purzeln dank der jüngsten ABC-Diät noch schnell. Aber danach heißt es: eisern durchhalten! Ernährung umstellen. Hungern. Sport treiben. So was.

Das Problem daran ist: Das Ziel ist erst mit dem zehnten abgespeckten Kilo erreicht. Kein Gramm vorher. Ein echter Motivationskick wird sich also eher ab dem achten oder neunten Kilo einstellen. Viele geben schon vorher auf.

Ganz anders bei einem Zielkorridor: Nehmen Sie sich beispielsweise vor, sechs bis zehn Kilo in den nächsten zwölf Wochen abzunehmen... Klar, was jetzt passiert: Der Kick des Goal-Gradient-Effekts setzt viel früher ein, die Durchhaltephase fühlt sich deutlich kürzer an.

Zielkorridor-Grafik

Es passiert aber noch mehr: Wie Wissenschaftler um Maura L. Scott und Stephen M. Nowlis von der Oxford Universität herausgefunden haben, sollten Sie den Zielkorridor sogar größer fassen als das ursprüngliche Ziel. Also nicht etwa "sechs bis zehn Kilo abnehmen", sondern "sechs bis 15 Kilo abnehmen".

Warum?

Wie die Studien des Forscher-Duos ergaben, bekommen Sie nicht nur einen Motivationskick, sobald sie das untere Ende des Korridors erreichen. Sie glauben jetzt erst recht, dass das (hochgesteckte) Ziel auch erreichbar ist - und erreichen es prompt leichter und schneller.

Und das unabhängig davon, ob Sie ein paar Kilos abnehmen oder ein paar Tausend Euro ansparen wollen.

Berufsziel

Die 7 Schwestern des Erfolgs

Glaubt man dem Drehbuchautor Woody Allen, ist Dabeisein bereits 80 Prozent des Erfolgs. Allen neigt bekanntermaßen zum Exaltierten, darunter leidet seine Glaubwürdigkeit ein wenig. Doch im Kern hat er Recht. Erfolg ist ein Rindvieh: Er gesellt sich gern zu seinesgleichen.

Daraus ergibt sich die Frage, ob es denn auch ein paar Eigenschaften gibt, die erfolgreiche Menschen eint, beziehungsweise, die den Erfolg anziehen, sozusagen die hübschen Schwestern des Erfolgs und der Zielstrebigkeit. Die Antwort lautet: Ja, es gibt sie. Sogar einige, mindestens sieben:

  1. Selbstreflexion.

    Erfolg – soweit die allgemeine Definition – heißt, seine persönlichen Ziele zu erreichen. Dazu muss sie allerdings erst einmal kennen. Ebenso sollten sie erreichbar, sprich realistisch sein. Und das setzt voraus, dass man seine individuellen Stärken und Schwächen kennt und seine Ziele danach ausrichtet. Selbstreflexion beinhaltet aber noch mehr: Wer diese Fähigkeit besitzt, trifft Entscheidungen bewusster, kann besser mit Fehlern umgehen (was bedeutet sie ebenso zu analysieren, um sie nicht zweimal zu begehen, wie diese emotional hinter sich zu lassen) und ist meist optimistischer was seine Zukunft anbelangt, denn er fühlt sich ihr nicht ohnmächtig ausgeliefert.

  2. Spezifische Ziele.

    Ein klares Ziel zu haben, macht nicht automatisch erfolgreich. Was erfolgreiche Menschen aber eint, ist, dass sie ihre Ziele strukturiert und spezifisch benennen können. Nicht wenige schreiben sie sogar auf – wie bei Managern, deren Zielvorgaben in messbaren Zahlen vereinbart werden. Es sind keine Fernziele, sondern eine Kette von Nahzielen, die schließlich in ein großes münden. So hangeln sich diese Leute von Meilenstein zu Meilenstein, erleben Teilerfolg nach Teilerfolg und bleiben obendrein hochmotiviert.

  3. Starke Netzwerke.

    Dass gute Beziehungen Karrieren beflügeln, wurde bereits vielfach untersucht und bestätigt. Eine Studie der EU-Kommission etwa zeigte: Rund ein Drittel aller europäischen Arbeitnehmer zwischen 16 und 29 Jahren finden ihre Jobs über persönliche Kontakte. Bei Managern rangiert das Vitamin B gar auf Platz 1 der Karrierebeschleuniger: Rund 70 Prozent aller Führungspositionen in Deutschland werden über Beziehungen besetzt. Natürlich helfen solche Kontakte nicht nur bei der Jobsuche. Starke Netzwerke zeichnen sich auch durch gegenseitigen Informationsaustausch und gemeinsames Coaching aus.

  4. Zuversicht.

    Übertriebene Skepsis wirkt wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Irgendwann scheitert man tatsächlich. Zwar spürt jeder einen Fluchtreflex, sobald Probleme auftauchen, Erfolgreiche aber erzeugen eine Atmosphäre, in der dieser Reflex statistisch nur 1,13 Sekunden dauert.

  5. Ausdauer.

    Hartnäckigkeit und Disziplin sind oft wichtiger als Können. Tatsächlich lassen sich viele Karrierefehler auf mangelnde Beharrlichkeit statt auf fehlendes Talent zurückführen.

  6. Pragmatismus.

    Gemeinsam mit der Zuversicht, die auch einen gesunden Optimismus beinhaltet, und der Ausdauer ist es schließlich der Pragmatismus, der die Erfolgreichen ihren Zielen näher bringt. Sie verharren weder in Theorien, noch verteidigen sie alte Entscheidungen – sie machen einfach das Mögliche. Dabei untertreiben sie nicht, beschönigen nichts, generalisisieren nicht. Sie sind präzise (vielleicht auch ein bisschen konservativ) bei ihrer Einschätzung des Machbaren, der Kosten und der Potenziale.

  7. Neugier.

    Erfolgreiche lernen nicht einfach nur hinzu – sie wollen lernen. Und zwar möglichst viel. Der Motor dazu ist ihre Neugier: Warum ist das so? Was haben andere in der Situation gemacht? Was sind die Eigenschaften, die erfolgreiche Menschen einen? Wobei das Interesse dieser Leute stets fachübergreifend ist: Sie sind aufgeschlossen gegenüber Politik, Management, Sport und Religion, interessieren sich ebenso für die Börse wie für Bildungsfragen, für das Kochen oder die Psychologie. Sie haben vielleicht keinen Doktor-Titel, aber promovieren praktisch in allen Lebensfragen.

Ziele erreichen: Nutzen Sie die SMART-Methode

Ziele erreichen: SMART MethodeNicht zuletzt können Sie zum Formulieren und Erreichen Ihrer Ziele auch die sogenannte SMART-Methode anwenden, wobei hier im Vordergrund steht, die eigenen Ziele zunächst möglichst realistisch einzuschätzen und sich danach sinnvolle Fristen zu setzen.

Die SMART-Methode ist allerdings alles andere als neu, sie wurde schon im Jahr 1956 entwickelt und ist ein Akronym. Es steht für:

SMART-Methode-Ziele-erreichen-Zielstrebigkeit

  • Spezifisch: Ziele sollen so spezifisch wie möglich beschrieben werden.
  • Messbar: Orientieren Sie sich dabei an messbaren Fakten.
  • Attraktiv: Planen Sie so, dass Sie auch Lust haben, das umzusetzen.
  • Realistisch: Was Sie sich vornehmen muss natürlich auch machbar sein.
  • Termingerecht: Das bedeutet, die Aufgaben zeitlich bindend zu planen. Also etwa: Bis Ende des Jahres will ich zehn Prozent mehr verdienen.

10 Gründe, warum Sie Ziele nicht erreichen

Befördert werden, ein Unternehmen gründen, im Ausland arbeiten, sein Hobby zum Beruf machen, mehr Zeit für sich und die Familie haben - man kann sich viel vornehmen und doch nichts davon erreichen.

Es ist ein Leichtes, in diesem Fall andere dafür verantwortlich zu machen. Der inkompetente Chef, der einem im Weg steht oder die Umstände, die einen daran hindern, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. In Wahrheit stehen sich die meisten Arbeitnehmer bei der Erreichung ihrer Ziele selbst im Weg. Mit bestimmten Verhaltensmustern können Sie sich den Weg zum Ziel gehörig verbauen.

Was Sie davon abhalten kann:

  1. Sie haben sich unrealistische Ziele gesteckt.

    Sie wollen hoch hinaus und haben sich hohe Ziele gesteckt. Das Problem daran ist, dass ein Ziel, das zu hoch angesetzt ist, wie ein riesiger Berg wirkt: unbezwingbar. Motivation wird so im Keim erstickt, macht es augenscheinlich doch keinen Sinn, das Ziel überhaupt anzugehen. Setzen Sie sich stattdessen Etappenziele. An diesen können Sie dann Stück für Stück arbeiten.

  2. Sie verwechseln Selbstmanagement mit Zeitmanagement.

    Der Begriff Zeitmanagement trifft nicht den Kern des Problems. Denn es geht nicht darum Zeit zu managen, sondern die eigene Arbeitsweise. Wer seinen Arbeitsalltag besser in den Griff bekommen will, sollte sich deswegen Gedanken über das Selbstmanagement machen. Das bedeutet sich selbst besser zu organisieren, sich zu motivieren und zu priorisieren.

  3. Sie zweifeln an Ihren Fähigkeiten.

    Jeder hat Momente, in denen er sich fragt, ob er der aktuellen Aufgabe oder Situation gewachsen ist. Doch wer dauerhaft an sich und seinen Fähigkeiten zweifelt, schadet sich damit. Halten Sie sich Ihre Stärken und Ihre bisherigen Erfolge vor Augen. Damit stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein. Sind Sie selbst nicht von sich überzeugt, lassen Sie sich von Hindernissen und Problemen schnell aus der Bahn werfen. Ein meckernder Kunde oder Kollege reicht dann oft schon aus, um Sie aufgeben zu lassen. Nur wer an sich selbst glaubt, erreicht auch seine Ziele.

  4. Sie lassen sich vom Weg abbringen.

    Im Arbeitsalltag ist es nicht immer leicht, seine Ziele im Auge zu behalten. Vor allem bei langfristigen Zielen sind Sie versucht, diese aufzuschieben. Und irgendwann wird aus aufschieben vergessen. Deswegen sollten Sie Ihre Ziele fixieren. Damit stellen Sie eine Verbindlichkeit her. Eine andere Möglichkeit ist es, anderen davon zu erzählen. Freunde und Familie werden zum Kontrollorgan und helfen Ihnen dabei, nicht vom Weg abzukommen.

  5. Sie suchen sich Ausreden.

    Ich bin nicht gut darin oder Ich kann das nicht - Aussagen wie diese werden schnell zu Begründungen, warum etwas von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Es führt dazu, dass Herausforderungen erst gar nicht angegangen werden. Doch gerade an Herausforderungen wachsen wir.

  6. Sie treten nicht in Aktion.

    Sie handeln nicht, sondern warten ab. Dahinter steht oftmals die Angst, etwas falsch zu machen, die falsche Entscheidung zu treffen. Angst ist ein menschlicher Urinstinkt, der uns schützen soll. Es ist förderlich zu wissen, dass man sich gerade in einer Situation befindet, in der es um etwas geht. Sie wissen, dass in diesen Momenten viel auf dem Spiel steht. Doch sollten Sie sich von Ihrer Angst nicht lähmen lassen und dem Fluchtinstinkt nicht nachgeben. Wer seine Ziele erreichen will, braucht eine Macher-Mentalität.

  7. Sie sagen zu oft Ja.

    Sie opfern sich für Ihre Kollegen auf. Sie können schlecht Nein sagen. Ihre Kollegen kommen immer wieder zu Ihnen und Sie übernehmen bereitwillig alle Aufgaben. Sie sind ständig erreichbar und allzeit bereit. Ein Ich habe im Moment viel zu tun und kann das nicht übernehmen wird man von Ihnen nicht hören. Doch damit muten Sie sich eine Menge zu. Denn jemand, der keine Grenzen setzt, läuft Gefahr, früher oder später auszubrennen. Auch vernachlässigen Sie damit das, was Ihnen wichtig ist.

  8. Sie denken, dass Sie alles alleine machen müssen.

    Es gibt immer wieder Erfolgsgeschichten von Menschen, die auf den ersten Blick ganz alleine große Ziele erreicht haben. Doch bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass deren Erfolge nur mit der Unterstützung anderer möglich waren. Einfacher geht es mit Unterstützung auf jeden Fall. Sammeln Sie daher Unterstützer, die Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel begleiten und daran erinnern.

  9. Sie können nicht mit Kritik umgehen.

    Gewiss, nicht jeder Kollege, der einem einen Rat gibt, meint es damit gut. Manchmal ist es eine Intrige oder eine falsche Fährte oder der Versuch, sich als Ratgeber größer zu machen. Das sind allerdings eher die Ausnahmen. In der Regel ist die Hilfe, die man gerade braucht, tatsächlich nur ein Büro weiter zu finden. Mit Sicherheit gibt es auch in Ihrem Job erfahrene und sehr erfolgreiche Kollegen, die Ihre Arbeit weiterbringen können. Es wäre dumm von dieser Erfahrung nicht zu profitieren.

  10. Sie lassen sich von Nörglern anstecken.

    Es ist leider so: Es wird immer Menschen geben, die an Ihren Zielen zweifeln und nur die Chance zu scheitern sehen. Das geht über kritisches Hinterfragen (was okay wäre) hinaus. Wenn Sie sich ständig mit derart pessimistischen und negativen Menschen umgeben, wird das Ihrer Motivation früher oder später schaden. Auch wenn es hart klingt: Meiden sie solche Menschen so gut Sie können.

Zielstrebig? Darum erreichen manche ihre Ziele nie

Zielstrebig? Darum erreichen manche ihre Ziele nieSich Ziele überhaupt zu setzen, ist ein wesentlicher Schlüssel zu Erfolg und Glück. Wer nichts will, kann auch nichts erreichen. Manche aber stecken sie dabei zu hohe Ziele - und scheitern.

Die Harvard-Psychologin Amy Cuddy hat dabei einen klassischen Fehler ausgemacht, warum manche Ziele nie erreichen: Sie konzentrieren sich allein auf das Ergebnis aber nicht den Weg dorthin, vor allem einen Weg der "kleinen Schritte", wie sie es nennt. Zu große Ziele seien zu weit weg, das raubt Motivation. Statt also gleich einen Marathonlauf zu planen, sei es klüger mit ein paar Kilometern anzufangen und sich dann zu steigern.

Zielstrebigkeit: Ziel im Auge behalten Grafik

[Bildnachweis: Ammentorp Photography by Shutterstock.com]

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