Zielstrebigkeit: 12 Tipps wie Sie Ihre eigenen Ziele erreichen

Zielstrebigkeit hat viele Namen: Ehrgeiz, Beharrlichkeit, Entschlossenheit, Hartnäckigkeit, Disziplin, Unbeirrbarkeit, Willensstärke, Verbissenheit, Volition… Hinter allem steckt jedoch dasselbe: Die Fähigkeit, sich (eigene!) Ziele zu setzen, diese konsequent zu verfolgen und schließlich zu erreichen.

Wer keine Ziele hat, dem kann nichts gelingen. Erst Ziele machen Erfolg oder Karriere messbar. Sie sind der Kern der Zielstrebigkeit, geben Orientierung auf dem Weg und helfen bei der Fokussierung. „Ich weiß, was ich will.“ – Allein dieser Satz als Lebensmotto verlängert das Leben um einige Jahre. Völlig unabhängig davon, welche Ziele wir verfolgen. Entscheidend ist allein, DASS wir Ziele haben und Zielstrebigkeit leben. Wie das geht, das zeigen wir Ihnen hier…

Zielstrebigkeit: 12 Tipps wie Sie Ihre eigenen Ziele erreichen

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Zielstrebigkeit: Wer Ziele hat, lebt länger

Was will ich wirklich? – Damit geht es immer los. Man kann sich viel vornehmen und doch nichts davon erreichen. Wenn vage Vorstellungen sind. Wenn es fromme Wünsche bleiben. Ein echtes Ziel und Zielstrebigkeit sind anders:

  • Kein Interesse, sondern Absicht.
  • Kein spontaner Gedanke, sondern ein konkretes Betreben.
  • Keine Erwartung, sondern eine feste Überzeugung.
  • Keine rationale Erkenntnis allein, sondern und vor allem eine Sache des Herzens.

Als die kanadischen Wissenschaftler um den Psychologen Patrick Hill von der Carleton Universität die medizinischen Daten von 7000 Amerikanern zwischen 20 und 75 Jahren über einen Zeitraum von rund 14 Jahren ausgewerten, stellten sie verblüfft fest: Zielstrebigkeit verlängert das Leben. Die Zielstrebigen lebten durchweg gesünder, sie achteten mehr auf ihre Fitness, sie waren glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben. Und die meisten hatten ihre ziellosen Kollegen überlebt.

Ziele zu haben und diese zu verfolgen, ist Hill überzeugt, gebe dem Leben eine wichtige Orientierung und diese schenkt den Betroffenen ein paar Extrajahre – „unabhängig davon, ob sie noch im Berufsleben stehen oder schon in Rente sind.“

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Ist Zielstrebigkeit angeboren?

Zielstrebigkeit zählt zu den sogenannten Soft Skills. Damit ist sie eine fachübergreifende Kompetenz, die sich in der Persönlichkeit und im Verhalten eines Menschen spiegelt. Zwar gibt es Menschen, denen diese Eigenschaft in die Wiege gelegt wurde und denen es leichter fällt, dranzubleiben oder zielstrebig zu sein. Zielstrebigkeit ist aber zugleich lernbar. Der Wille ist bei jedem Menschen da. Deshalb ist ein wesentlicher Schritt zu mehr Zielstrebigkeit, nicht mehr Gas zu geben, sondern von der Bremse zu gehen. Heißt: Identifizieren Sie die Faktoren, die Sie daran hindern, Ihre Ziele zu verfolgen, die Sie ablenken – und eliminieren Sie diese zuerst.

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Warum es unbedingt eigene Ziele sein müssen

Bei aller Zielstrebigkeit ist eines allerdings zu beachten: Es muss sich stets um die EIGENEN ZIELE handeln. Nicht um Erwartungen anderer, die wir versuchen zu erfüllen. Wer Letzteres versucht, gibt die Führung über sein Leben ab und überlässt seinem Umfeld die Route und Bewertung, ob und welche Ziele erreicht wurden. Andere bestimmen dann, was eigener (!) Erfolg ist. Blanker Irrsinn.

Zielstrebigkeit ist eine wesentliche Schlüsselqualifikationen für den Erfolg und die Karriere. Das gilt im Privaten wie im Berufsleben. Das gilt aber nur, solange wir selbstgesteckte Lebensziele verfolgen und erreichen.

Wenn es sich nicht um IHRE ganz persönliche Intention handelt, helfen auch die besten Methoden nichts. Dann werden Ihnen die Motivation und das nötige Durchhaltevermögen irgendwann ausgehen und fehlen. Nicht weil Sie zu wenig tun, sondern weil Sie nicht wirklich hinter diesen Zielen stehen.

Wie aber gelingt das?

Wir stellen Ihnen im Folgenden ein paar Methoden, Tipps und Wege vor, wie Sie eigene Ziele finden, diese lernen richtig zu formulieren, zu fokussieren und schließlich zu erreichen und so Ihre Träume Realität werden zu lassen.

Stecken Sie sich hohe Ziele (Aim high). Auch wenn Ihnen heute die Fähigkeiten dazu fehlen. Wer immer nur im Rahmen seiner (aktuellen) Möglichkeiten denkt, plant, zielt, kann nie über sich hinauswachsen.

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Ziele finden und erreichen

Wer erreichen will, was er oder sie sich vornimmt, dem sei die sogenannte W-E-G-E-Methode empfohlen: Es sind die vier wesentlichen Wege, seine Ziele zu finden und zu erreichen:

Wirklich wollen.

Sie kennen das Problem guter Vorsätze: Am nächsten Tag sind sie schon vergessen. Es reicht eben nicht, zu sagen: „Ich möchte eine Bikini-Figur haben.“ oder „Ich möchte in diesem Jahr mein erstes Buch schreiben.“ Sie müssen es wirklich und zutiefst wollen, kurz: Es muss ein echter Herzenswunsch sein. Prüfen Sie zugleich Ihre Motivation, warum und wozu Sie das wollen: Es könnte sein, dass Sie das eigentliche (versteckte) Ziel auf einem anderen Weg wesentlich besser erreichen.

Einfach halten.

Egal, was Sie wollen – verkomplizieren Sie die Sache nicht unnötig. Nichts gegen To-do-Listen oder Mindmaps. Aber je feiner Sie Ihr Ziel aufdröseln, desto haltloser wird es. Geben Sie der Sache genug Gewicht, planen Sie GROSSES, nicht nur großes. Halten Sie es so einfach wie möglich und so konkret wie nötig.

Ganz verschreiben.

Sobald Sie Ihr klares, einfaches, wirklich wichtiges Ziel formuliert haben, lassen Sie es nicht mehr aus den Augen: Machen Sie es zu Ihrer Top-Priorität – im Alltag, im Büro, in der Freizeit und setzen Sie alles daran, es zu erreichen. Erinnern Sie sich, wie es war, als Sie das erste Mal unsterblich verliebt waren: Sie hatten nur noch die eine Sache im Sinn – das Herz dieses Menschen zu erobern. Genauso muss es mit Ihrem Ziel sein. Alles andere ist zweitrangig.

Eins nach dem anderen.

Jetzt, wo Sie wissen, wie es geht, versuchen Sie nicht so viele Ziele wie möglich in einen Tag, eine Woche oder einen Monat zu packen. Das Ergebnis ist Halbgares, Chaos, Frust. Konzentrieren Sie lieber Ihre Kräfte. Für Ihre Zielstrebigkeit ist weniger mehr: Ein Ziel zu seiner Zeit – mit der Zeit, die es dafür braucht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Welche Ziele Sie sich im Leben stecken – das muss jeder Mensch für sich herausfinden. Schließlich sind unsere Erwartungen, Hoffnungen und Träume so vielschichtig wie Erdsediment. Diese Ziele und Prioritäten dürfen sich im Laufe des Lebens immer wieder ändern. Zum Beispiel, wenn wir heiraten, Kinder bekommen oder in Rente gehen. Nichts davon ist in Stein gemeißelt. Entscheidend ist, dass wir uns unserer Ziel „bewusst“ sind. Sie bewusst stecken oder verändern und erst dann zielstrebig verfolgen. Der beste Weg, sich über seine Ziele im Klaren zu werden, ist Selbstreflexion. Die braucht Zeit und Ehrlichkeit vor sich selbst.

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SMART-Methode: Ziele formulieren und strukturieren

Schon Mitte der Fünfzigerjahre wurde die sogenannte SMART-Methode entwickelt. Sie dient vornehmlich dazu, Ziele besser zu erreichen, indem diese zunächst realistisch geplant, konkret formuliert und strukturiert werden. Schließlich setzen Sie sich dazu noch sinnvolle Fristen. Die SMART-Methode – Sie ahnen es – ist ein Akronym. Die Buchstaben stehen für:

  • Spezifisch
    Verallgemeinerungen und Unklarheiten sind die natürlichen Feinde jedes Ziels. Vage Formulierungen und undeutliche Vorstellungen reichen nicht. Zielstrebigkeit braucht konkrete und präzise Ansagen, die keine Zweifel daran lassen, was genau erreicht werden soll. Im besten Fall wird das Ziel in einem prägnanten Satz zusammengefasst, der es auf den Punkt bringt.
  • Messbar
    Um rückblickend feststellen zu können, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben, muss dieses so formuliert werden, dass es messbar ist. In einigen Fällen ist dies besonders leicht: Zum Beispiel bei Kosteneinsparungen. Bei anderen Zielen müssen Sie Ersatzgrößen finden. Beispiel Kundenzufriedenheit: Hierbei können Sie entweder die Verkaufszahlen ansehen oder Befragungen durchführen.
  • Attraktiv
    Ziele werden nur erreicht, wenn Sie dahinter stehen und Lust haben, das Ziel in die Tat umzusetzen. Dies funktioniert durch eine positive Formulierung. Der Gedanke hinter dieser SMART-Formel: Kaum ein Ziel lässt sich leicht erreichen. Sie müssen in der Regel hart dafür arbeiten, sich durchbeißen und mit Rückschlägen umgehen. Nur wenn das Ziel attraktiv ist, werden Sie den nötige Ansporn behalten.
  • Realistisch
    Übertriebener Ehrgeiz führt eher zu Frust. Luftschlösser zu Enttäuschungen. Ziele dürfen daher nicht gänzlich unrealistisch sein. Im besten Fall wird die Zielsetzung so gewählt, dass Sie dadurch herausfordert werden, das Ergebnis aber machbar bleibt.
  • Terminiert
    Jedes Ziel braucht einen zeitlichen Rahmen, eine Deadline. Der Termin ist nicht nur ein wichtiger Kontrollpunkt für den Erfolg. Er spornt zu gleich an. Sie kennen das: Je näher die Deadline rückt, desto mehr strengen sich alle an. Deshalb auch hier wieder: Teilschritte planen, Teil-Limits setzen, mehr schneller erreichen.

Weitere Tipps für mehr Zielstrebigkeit

  • Fixieren Sie Ihre Ziele
    Schriftlich vor allem. Entscheidend ist, dass Sie dabei eine Form wählen, die für Sie eine hohe Verbindlichkeit und Bedeutung hat. Für den einen ist das der Eintrag im (Erfolgs-)Tagebuch, andere schreiben sich einen Brief, wieder andere legen ihre Ziele in einer Liste auf dem Computer ab. Egal wie Sie es anstellen, die Form sollte für Sie bequem sein.
  • Veröffentlichen Sie Ihre Ziele
    Auch das hilft, sich auf die festgelegten Ziele zu verpflichten. Veröffentlichen Sie Ihre Ziele in Ihrem Blog oder teilen Sie allen Freunden und den wichtigen Menschen in Ihrem Leben Ihre Ziele mit. Ein Scheitern ist dadurch mit negativen Konsequenzen – dem Gesichtsverlust – verbunden. Das kann eine Motivation sein, Ihre Ziele unbedingt zu erreichen.
  • Suchen Sie sich Vorbilder
    Sie wollen eine bestimmte Position erreichen? Dann recherchieren Sie möglichst viele Informationen zu Personen, die das bereits geschafft haben und lernen Sie aus deren Fehlern und Erfolgen. Sicher sollten Sie nicht blindlings alles übernehmen, was diese Menschen tun. Doch lernen können Sie viel von Vorbildern, positiv wie negativ.
  • Sammeln Sie Unterstützer
    Es gibt immer wieder Erfolgsgeschichten von Menschen, die auf den ersten Blick ganz alleine große Ziele erreicht haben. Doch bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass deren Erfolge nur mit der Unterstützung anderer möglich waren. Einfacher geht es mit Unterstützung auf jeden Fall. Sammeln Sie daher Unterstützer, die Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel begleiten und daran erinnern.
  • Meiden Sie Pessimisten
    Es ist leider so: Es wird immer Menschen geben, die an Ihren Zielen zweifeln und nur die Chance zu scheitern sehen. Das geht also über kritisches Hinterfragen (was okay wäre) hinaus. Wenn Sie sich ständig mit derart pessimistischen und negativen Menschen umgeben, wird das Ihrer Motivation früher oder später schaden. Auch wenn es hart klingt: Meiden sie solche Menschen so gut Sie können.
  • Sorgen Sie für Ausgleich
    Ehrgeiz ist – vor allem wenn es um das Erreichen der eigenen Ziele geht – ganz wichtig. Doch wenn Sie es übertreiben und jeden Tag geradezu verbissen daran arbeiten, Ihrem Ziel näher zu kommen, werden Sie früher oder später ausbrennen und von Ihrem Ziel nichts mehr wissen wollen. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich auch entspannte Tage und Momente schaffen, mit denen Sie für Ausgleich sorgen.
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Dieser Trick hilft, Ziele schneller zu erreichen

In der Psychologie ist der sogenannte Goal-Gradient-Effekt schon länger bekannt: Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr strengen wir uns an. Den Erfolg erreichbar nah vor Augen – das gibt uns einen enormen Motivationskick. Dieser Psychotrick lässt sich auch anders nutzen: Formulieren Sie kein festes Ziel sondern einen Zielkorridor.

Angenommen, Sie haben sich vorgenommen, in den nächsten drei Monaten zehn Kilo abzunehmen. Bis dahin ist es langer, hungriger Weg… Die ersten zwei, drei Kilos purzeln dank der jüngsten ABC-Diät noch schnell. Aber danach heißt es: eisern durchhalten! Ernährung umstellen. Hungern. Sport treiben. So was. Das Problem: Das Ziel ist erst mit dem zehnten abgespeckten Kilo erreicht. Kein Gramm vorher. Der Kick wird sich also erst ab dem achten oder neunten Kilo einstellen. Viele geben vorher auf. Ganz anders bei einem Zielkorridor: Nehmen Sie sich beispielsweise vor, sechs bis zehn Kilo in den nächsten zwölf Wochen abzunehmen, setzt der Goal-Gradient-Effekt früher ein. Die Durchhaltephase fühlt sich kürzer an.

Zielkorridor Ziele Erreichen Zielstrebig Grafik

Es passiert sogar noch mehr: Wie Wissenschaftler um Maura L. Scott und Stephen M. Nowlis von der Oxford Universität herausgefunden haben, sollten Sie den Zielkorridor größer fassen als das ursprüngliche Ziel. Also nicht etwa „sechs bis zehn Kilo abnehmen“, sondern „sechs bis 15 Kilo abnehmen“. Wie die Studien ergaben, bekommen Sie so nicht nur einen größeren Motivationskick, sobald Sie das untere Ende des Korridors erreichen. Sie glauben jetzt erst recht, dass das (hochgesteckte) Ziel erreichbar ist – und erreichen es leichter und schneller.

Zielstrebig? Darum erreichen manche ihre Ziele nie

Zielstrebigkeit ist ein Schlüssel zu Erfolg und Glück. Trotzdem scheitern einige auf dem Weg. Warum? Die Harvard-Psychologin Amy Cuddy hat dies intensiv erforscht und einen Kardinalfehler ausgemacht, warum manche ihre Ziele nie erreichen: Sie konzentrieren sich allein auf das Ergebnis, nicht auf den Weg dorthin. Vor allem nicht auf einen Weg der „kleinen Schritte“, wie sie es nennt.

Sich große Ziele zu stecke, sei zwar wichtig. Sie können aber auch übergroß oder zu weit weg erscheinen. Das raubt Motivation. Deshalb sei es wichtig, große Ziele in viele kleine Teilziele (und Teilerfolge) zu zerlegen. So müssen Sie keinen riesigen Berg erklimmen, sondern kommen Ihrem Ziel Schritt für Schritt näher. Statt also gleich einen Marathonlauf zu planen, ist es klüger mit ein paar Kilometern anzufangen und sich dann zu steigern.

Die 6 Schwestern des Erfolgs

Glaubt man dem Drehbuchautor Woody Allen, ist Dabeisein bereits 80 Prozent des Erfolgs. Allen neigt bekanntermaßen zum Exaltierten, darunter leidet seine Glaubwürdigkeit ein wenig. Doch im Kern hat er Recht. Erfolg ist ein Rindvieh: Er gesellt sich gern zu seinesgleichen. Daraus ergibt sich die Frage, ob es neben der Zielstrebigkeit auch ein paar Eigenschaften gibt, die erfolgreiche Menschen ebenfalls eint. Also Eigenschaften und Charakterzüge, die den Erfolg anziehen, sozusagen die hübschen Schwestern des Erfolgs. Die Antwort lautet: Ja, es gibt sie. Sogar einige, mindestens sechs:

  1. Selbstreflexion
    Wer etwas erreichen will, sollte sich zuerst selbst gut kennen. Die individuellen Stärken ebenso wie die Schwächen. Dank dieser Selbstreflexion sind Sie in der Lage, Entscheidungen bewusster zu treffen, Ziele realistischer zu setzen und zugleich mit Fehlern souveräner umzugehen.
  2. Beziehungen
    Dass Beziehungen Karrieren beflügeln, gilt als vielfach bestätigter Fakt. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer findet neue Jobs über persönliche Kontakte. Bei Managern rangiert das sogenannte Vitamin B gar auf Platz 1 der Karrierebeschleuniger: Rund 70 Prozent aller Führungspositionen in Deutschland werden so besetzt. Natürlich helfen Netzwerke nicht nur bei der Jobsuche. Sie unterstützen ebenso beim Erreichen der Lebensziele.
  3. Zuversicht
    Übertriebene Skepsis wirkt wie eine sich selbsterfüllende Prophezeiung: Irgendwann scheitert man tatsächlich. Zwar spürt jeder einen Fluchtreflex, sobald Probleme auftauchen. Erfolgreiche Menschen aber erzeugen eine Atmosphäre, in der dieser Reflex statistisch nur 0,13 Sekunden dauert.
  4. Ausdauer
    Hartnäckigkeit und Disziplin sind oft wichtiger als Können. Der Fleißige überflügelt den Talentierten so gut wie immer. Tatsächlich lassen sich viele Karrierefehler auf mangelnde Beharrlichkeit statt auf fehlendes Talent zurückführen.
  5. Pragmatismus
    Gemeinsam mit der Zuversicht, die einen gesunden, realistischen Optimismus beinhaltet, ist es schließlich der Pragmatismus, der die Erfolgreichen ihren Zielen näher bringt. Sie verharren weder in Theorien, noch verteidigen sie alte Entscheidungen – sie machen das Mögliche. Dabei untertreiben sie nicht, beschönigen nichts, generalisisieren nicht. Sie sind präzise bei der Einschätzung des Machbaren, der Kosten und der Potenziale.
  6. Neugier
    Erfolgreiche lernen nicht einfach nur hinzu – sie wollen lernen. Und zwar möglichst viel. Der Motor dazu ist ihre Neugier: Warum ist das so? Was haben andere in der Situation gemacht? Was sind die Eigenschaften, die erfolgreiche Menschen einen? Wobei das Interesse dieser Leute stets fachübergreifend ist: Sie sind aufgeschlossen gegenüber Politik, Management, Sport und Religion, interessieren sich ebenso für die Börse wie für Bildungsfragen, für das Kochen oder die Psychologie. Sie haben vielleicht keinen Doktor-Titel, aber promovieren praktisch in allen Lebensfragen.

Was sind Ihre Ziele? Nutzen Sie die Impulse dieses Artikels und formulieren Sie – am besten jetzt – für sich ein paar klare und konkrete Ziele. Zielstrebigkeit ist nicht zuletzt eine Entscheidungssache: Sie müssen das Wollen wollen.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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15. Oktober 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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