IQ-Test: Wie finden Sie Ihren IQ heraus?

Sei es Neugier oder die Vorbereitung auf ein anstehendes Vorstellungsgespräch: Immer häufiger testen Menschen in einem IQ-Test ihre Fähigkeiten. Wer einen hohen IQ hat, bringt es weit im Beruf, gewinnt an Ansehen und hat ein gutes Leben – so die Annahme. Nur was ist ein hoher IQ? Bleibt Menschen, die durchschnittlich intelligent sind, Erfolg versagt? Es wird viel diskutiert, ob ein IQ-Test wirklich aussagekräftig ist oder ob es sich dabei letztlich nur um eine unwichtige Zahl handelt. Hier erfahren Sie, was Sie zum IQ-Test wissen müssen und können Ihre eigenen geistigen Fähigkeiten testen und trainieren…

IQ-Test: Wie finden Sie Ihren IQ heraus?

Was ist Intelligenz überhaupt?

Wer intelligent ist, gilt als besonders schlau. Allerdings hilft das nicht wirklich weiter, um zu verstehen, was sich hinter der Intelligenz verbirgt. Selbst Wissenschaftler streiten seit langer Zeit. So fängt es schon damit an, dass Intelligenz unterschiedlich definiert wird. In der Psychologie steht dieser Sammelbegriff allgemein für die kognitive Leistungsfähigkeit eines Menschen.

Die meisten werden vermutlich der Aussage zustimmen, dass die Begabungen bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind, ganz gleich ob es um handwerkliche oder intellektuelle Fähigkeiten geht.

Unklar ist jedoch, woran das liegt. Bis ins 19. Jahrhundert glaubte man noch, dass alle Menschen im Wesentlichen die gleichen Fähigkeiten besäßen, allerdings sich nicht gleichermaßen anstrengen würden – was durch die Erziehung bedingt sei.

Heutzutage sind es im Wesentlichen zwei Theorien zur Intelligenz, die miteinander konkurrieren:

  • Theorie der allgemeinen Intelligenz

    Sie geht auf den britischen Psychologen Charles Spearman zurück. Er beobachtete bei verschiedenen IQ-Tests, dass diejenigen, die in einem Test gut abschnitten, in anderen Tests tendenziell ebenfalls gute Ergebnisse erzielten.

    Das brachte ihn zu dem Rückschluss, dass unterschiedliche Komponenten offenbar etwas miteinander zu tun haben, korrelieren. Er nannte diesen allgemeinen Faktor, der bei allen Tests eine Rolle zu spielen scheint, „Generalfaktor“, auch als G-Faktor bezeichnet.

  • Theorie der multiplen Intelligenzen

    Demgegenüber steht die Theorie der multiplen Intelligenzen. Sie wurde von dem amerikanischen Erziehungswissenschaftler Howard Gardner entwickelt, da er die bisherigen Ansätze der Intelligenzforschung als unzureichend empfand. Menschen können beispielsweise eine ausgeprägte Sprachkompetenz besitzen, aber bei mathematischen Aufgaben scheitern.

    Nach Gardner gehört beispielsweise Empathie zur interpersonellen Intelligenz, auch kennt er eine naturbezogene Intelligenz bei Menschen, die besonders gut im Einklang mit Tier und Natur stehen.

    Auch Gardners Modell der multiplen Intelligenzen wird kritisiert: So seien einige als Intelligenz beschriebenen Fähigkeiten, finden Kritiker, eher dem Bereich der sozialen Kompetenz zuzuordnen.

Wie aussagekräftig ist ein IQ-Test?

Mit einer fehlenden Einigung über den Intelligenzbegriff selbst ist auch der IQ-Test immer wieder im Gespräch. Das grundsätzliche Problem dabei: Wie soll (falls überhaupt möglich) die Intelligenz eines Menschen gemessen werden, wenn nicht einmal klar ist, was Intelligenz ist?

Oftmals wird deshalb die Aussagekraft eines IQ-Tests angezweifelt. Ob das Ergebnis nun bei 90, 100 oder 120 liegt – was genau das bedeutet, lässt sich kaum sagen. Ausschlaggebend sind die Fragen, die im IQ-Test gestellt werden. Ohne einheitliches Verständnis von Intelligenz gibt es aber auch keine einheitlichen Fragen. Was genau gemessen wird, hängt somit vom jeweiligen IQ-Test ab.

Dies bedeutet nicht, dass ein IQ-Test Zeitverschwendung ist oder überhaupt nicht aussagekräftig wäre. Vielmehr erhöht es die Verantwortung der Personen hinter einem IQ-Test, also Forschern und Fragestellern. Hier muss ein geeignetes Verfahren entwickelt und eine stimmige und transparente Auswertung erfolgen.

Weitere Kritikpunkte und Faktoren, die die Aussagekraft eines IQ-Tests beeinflussen können, haben wir in diesem PDF für Sie zusammengestellt.

Entstehung des IQ-Tests

IQ-Test kurz kostenlos online Auswertung Teste dichDie Idee, Intelligenz messbar zu machen, existiert bereits länger. Bereits 1904 entwickelten die beiden französischen Wissenschaftler Alfred Binet und Théophile Simon im Auftrag des französischen Unterrichtsministeriums den ersten modernen IQ-Test.

Sie versuchten anhand von jeweils fünf Fragen pro Altersklasse den geistigen Entwicklungsgrad eines Kindes im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen zu erkennen. Konnte ein achtjähriges Kind beispielsweise Aufgaben für Neunjährige lösen, wurde ihm ein höheres Intelligenzalter (IA) beigemessen.

Allerdings wurde dieser Test von anderen Fachleuten kritisiert. Dem deutschen Psychologen Wilhelm Stern ist die Entwicklung des IQ, des Intelligenzquotienten, zu verdanken. Er kam auf die Idee, das Intelligenzalter durch das Lebensalter zu teilen und dann das Ergebnis mit Hundert zu multiplizieren.

Testaufgaben: Was wird in einem IQ-Test abgefragt?

Immerhin gibt es heutzutage etwa 70 verschiedene IQ-Tests. Sie alle umfassen verschiedene Teilbereiche von Intelligenz, im Wesentlichen kommt es auf diese an:

  • logisch-mathematischer Bereich,
  • sprachlich-linguistischer Bereich,
  • bildlich-räumlicher Bereich.

Diese Bereiche werden mit verbalen, numerischen und bildhaften Aufgaben abgedeckt. Getestet wird dabei die Merk- und Analysefähigkeit sowie die Schnelligkeit einer Person. Klassische Aufgaben in einem IQ-Test lauten beispielsweise: Auto verhält sich zu fahren wie Flugzeug zu (?).

Was bei einem klassischen IQ-Test hingegen keinerlei Beachtung findet, sind eben Sozialkompetenz oder Persönlichkeit.

Stattdessen muss die Testperson Analogien herstellen können, Zahlen- oder Buchstabenreihen ergänzen, Sprachverständnis beweisen. Gerade hier wird es allerdings schwierig, wenn Nichtmuttersprachler die Aufgaben lösen sollen. Ein Grund dafür, dass mittlerweile auch nichtsprachliche Intelligenztests eingesetzt werden.

Aufgrund des Aufbaus vieler solcher IQ-Tests wenden Kritiker auch ein, dass sie noch lange nichts darüber aussagen, was jemand mit dieser Intelligenz anstellt.

Kostenloser IQ-Test zum Üben

Viele IQ-Tests sind sehr umfangreich und brauchen viel Zeit zur Bearbeitung. Für eine sehr ausführliche und genaue Analyse kann das notwendig sein, es ist aber ebenso reizvoll, verschiedene Aufgaben eines IQ-Tests zu lösen und zu schauen, wie weit die eigenen Fähigkeiten reichen.

Nachfolgend haben wir deshalb 15 Fragen, Rätsel und Aufgaben für Sie zusammengestellt, mit denen Sie sich selbst testen können oder die als Übung für einen IQ-Test dienen.

Stellen Sie sich eine Stoppuhr, um sich selbst zu kontrollieren. Versuchen Sie die Aufgaben zum IQ-Test in unter 10 Minuten zu lösen. Da einige der Fragen recht schnell zu beantworten sind, sollte das durchaus machbar sein. Wer eine größere Herausforderung sucht, kann die Zeit auch verringern und versuchen, die Aufgaben in nur 5 oder 6 Minuten zu lösen. Die Antworten und Auflösungen gibt es im Anschluss.

  1. Mit welcher Zahl geht es weiter?

    Sehen Sie sich die folgende Zahlenreihe genau an. Ihre Aufgabe ist es, die fehlende Zahl zu ergänzen, mit der die Reihe fortgeführt wird. Falls nötig, können Sie einen Taschenrechner verwenden.

    5 – 25 – 7 – 49 – 31 – ?

  2. Wie müssen Sie wiegen?

    Sie haben insgesamt neun Kugeln, die vollkommen identisch aussehen und die gleiche Größe haben sowie eine klassische Waage mit zwei Waagschalen. Eine der Kugeln ist schwerer als die anderen acht. Wie finden Sie heraus, welche der Kugeln die schwere ist, wenn Sie nur zwei Mal wiegen dürfen?

  3. Wo parkt das Auto?

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  4. Wer ist es?

    Ein Mann, der weder einen Bruder noch eine Schwester hat, schaut sich ein Familienbild an. Dabei denkt er sich: Der Vater der abgebildeten Person ist der Sohn meines Vaters. Wen betrachtet er auf dem Bild?

  5. Wie viel kostet es?

    Sie gehen in den Supermarkt und kaufen genau zwei Produkte. Einen Joghurt und einen Apfel. Zusammen kosten beide 1,10 Euro. Der Apfel kostet 1 Euro mehr als der Joghurt. Wie viel kostet der Joghurt?

  6. Wer ist der Jüngste?

    Anna ist älter als Felix und Klaus ist älter als Julia. Anna und Julia sind gleich alt. Wer ist der Jüngste?

  7. Wie lange dauert es?

    Auf einem nicht genutzten Feld wächst Unkraut in großen Mengen. Jeden Tag verdoppelt sich das Unkraut und innerhalb von 26 Tagen ist das gesamte Feld von Unkraut bedeckt. Wie lange dauert es, bis das Unkraut die Hälfte des Feldes bedeckt hat?

  8. Welche Form wird gesucht?

    Sehen Sie sich die obere Reihe der Symbole an und finden Sie heraus, welches als nächstes folgen muss. Als kleine Hilfestellung haben wir Ihnen einige Antwortmöglichkeiten vorgegeben.

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  9. Was stimmt?

    Es werden zwei Aussagen gegeben, die als wahr betrachtet werden:

    • Alle Vögel haben Flügel.
    • Alle Flügel bestehen aus Federn.

    Welche der Antwortmöglichkeiten ist eine logische Schlussfolgerung aus den obigen Aussagen?

    • A) Alle Vögel können fliegen.
    • B) Wenn Vögel fliegen können, brauchen sie ihre Flügel.
    • C) Alle Vögel haben Federn.
    • D) Es gibt Vögel, die keine Flügel haben.
    • E) Hat ein Vogel Federn, kann er fliegen.
  10. Wie alt bin ich?

    Sie treffen ein Mädchen und sollen erraten, wie alt dieses ist. Als Tipp erhalten Sie ein Rätsel, dessen Lösung Sie zur Antwort führt: In 15 Jahren werde ich viermal so alt sein wie vor 3 Jahren. Wie alt ist das Mädchen?

  11. Welcher Schalter passt zu welcher Lampe?

    Sie befinden sich in einem Raum mit drei Lichtschaltern, die zu drei Lampen gehören, die sich im Nebenraum befinden. Von Ihrem Raum aus können Sie die Lampen und deren Lichtschein nicht sehen. Sie dürfen den Nebenraum mit den Lampen nur einmal betreten – wie finden Sie heraus, welcher Schalter zu welcher Lampe gehört? Sie müssen alle drei richtig zuordnen!

  12. Wie viel muss getrunken werden?

    Sie haben einen Weinkeller mit insgesamt 200 Flaschen. 99 Prozent aller Flaschen sind Rotwein, der Rest ist Weißwein. Wie viele Flaschen müssen Sie trinken, damit sich der Anteil des Rotweins auf 98 Prozent verringert?

  13. Welcher Tag ist gesucht?

    Welcher Tag ist übermorgen, wenn vorgestern der Tag nach Dienstag war?

  14. Welche Regel steckt dahinter?

    Schauen Sie sich die folgende Zahlenreihe der Ziffern 1 bis 9 an: 8 – 3 – 1 – 5 – 9 – 6 – 7 – 4 – 2 Diese sind nicht zufällig, sondern nach einer klaren Regel angeordnet. Wie lautet diese?

  15. Wie sieht die Zahlenreihe aus?

    Sie sollen selbst eine Zahlenreihe aufstellen: Die erste Zahl ist die vier, jede weitere Zahl der Folge ist um genau eins größer als die Hälfte der nächsten Zahl. Heraus kommt eine Folge in diesem Schema: 4 – X – X – X – X – X – X Wie sieht die Zahlenreihe für die ersten sieben Stellen aus?

Na, wie lange haben Sie gebraucht? Und haben Sie wirklich alles richtig gelöst? In diesem kostenlosen PDF haben wir die Antworten und Auflösungen der Fragen zusammengestellt.

Noch mehr Denksport-Aufgaben, Logiktests und IQ-Rätsel

IQ-Test kurz kostenlos Auswertung Fragen AntwortenSind Sie auf den Geschmack gekommen? Dann haben wir in den folgenden vier Bildern noch weitere Logikrätsel und Knobelaufgaben für Sie. Diese weichen von den klassischeren Fragen im IQ-Test ein wenig ab und verlangen eher die Fähigkeit zum Querdenken. Versuchen können Sie es trotzdem, um Ihre kognitiven Fähigkeiten zu schulen.

Zu den Lösungen gelangen Sie mit einem Klick auf das jeweilige Bild:

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IQ-Test Ergebnisse: Was ist hoch, was niedrig?

Bei alledem ist wichtig zu verstehen, wie sich der IQ errechnet. Der IQ ist ein Normwert, der sich nur im Vergleich mit anderen Personen ermitteln lässt. Der IQ-Wert von 100 steht hierbei für den Durchschnitt aller ermittelter Personen. Weicht der IQ nach oben ab, spricht man von überdurchschnittlich hoher Intelligenz, nach unten von unterdurchschnittlicher Intelligenz.

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Allerdings gibt es einen Toleranzbereich. Schwankungen um bis zu 10 Punkte in beide Richtungen, also ein IQ von 90 oder 110, zählen immer noch zum erweiterten Durchschnitt. Ein weiterer Faktor ist das Alter. Der IQ einer Person muss immer in Relation mit gleichaltrigen Personen gesetzt werden.

Ein Vergleich eines 10-Jährigen mit einem 40-Jährigen käme einem Vergleich mit Äpfeln und Birnen gleich. Selbst was hohe Intelligenz bedeutet, ist nicht mehr so ganz unumstritten. Vor einigen Jahren beobachtete die Forschung nämlich den sogenannten Flynn-Effekt.

Der besagt, dass sich der gemessene Intelligenzquotient pro Generation um 10 Punkte erhöht. Heißt das, dass frühere Generationen weniger intelligent sind? Mitnichten. Die Menschen haben einfach einen besseren Zugang zur Bildung. Sie lesen mehr, beschäftigen sich mehr mit neuen Technologien und diese Faktoren wirken sich auf den IQ aus.

Während vor 60 Jahren ein IQ von 100 also noch am oberen Ende der Messskala gelegen hätte, bedeutet er heutzutage Durchschnitt. Als hochbegabt gelten übrigens solche Menschen, die im IQ-Test mit einem Ergebnis von 130 oder höher abschneiden.

[Bildnachweis: stockfour by Shutterstock.com]
7. Februar 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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