Kristalline Intelligenz: So werden Sie im Alter intelligenter

Man lernt nie aus. Mehr noch: Sie werden im Alter intelligenter – dank kristalliner Intelligenz.

Nie gehört? Dabei spielt diese in der Psychologie und Intelligenzforschung seit Jahren eine zunehmend wichtige Rolle. Im Gegensatz zur fluiden Intelligenz nimmt die kristalline Intelligenz im Laufe des Lebens eher zu. Während Arbeitsgedächtnis und Lernfähigkeit im Alter abnehmen, gewinnen wir aus unseren Erfahrungen und Emotionen ganz neue kognitive Fähigkeiten. Nicht zufällig wird diese Form der Intelligenz auch Altersweisheit genannt.

Wie heißt es so schön: Neue Besen fegen gut, aber die alten kennen die Ecken! Das Gute daran: Sie können Ihre kristalline Intelligenz trainieren

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Kristalline Intelligenz: So werden Sie im Alter intelligenter

Definition: Fluide und kristalline Intelligenz

Beide Fachbegriffe gehen auf die sogenannte Zweikomponententheorie von Raymond Cattell zurück, wonach sich die menschliche Intelligenz in die zwei Bereiche – kristalline und fluide Intelligenz – unterteilt.

Intelligenz-ArtAusprägung
Fluide Intelligenz 💦 Mechanik des Geistes

Fluide Intelligenz (General-Fluid-Ability, auch fluides Denken genannt) beschreibt die Fähigkeit zu logischem und abstraktem Denken – ungeachtet bestehender Erfahrungen. Man geht heute davon aus, dass die fluide Intelligenz genetisch bedingt ist und ab einem Alter von 25 Jahren abnimmt. Sie zeigt sich zum Beispiel darin, wie schnell sich ein Mensch in neuen Situationen zurechtfindet und anpasst. Auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen und das Lerntempo zählen dazu.
Kristalline Intelligenz 💎 Pragmatik des Geistes

Kristalline Intelligenz beschreibt nicht nur das Faktenwissen, sondern vor allem das Erfahrungswissen eines Menschen. Kurz: seinen Erfahrungsschatz (deshalb auch Altersweisheit genannt). Hierbei geht es nicht nur um gespeichertes Wissen (Wortschatz, Allgemeinbildung, etc.), sondern um dessen korrekte Anwendung sowie die Fähigkeit, das Know-how auf weitere Bereiche zu übertragen. Deshalb zählt auch Menschenkenntnis dazu. Der US-Psychologe John L. Horn geht davon aus, dass die kristalline Intelligenz (Crystallized-Ability) im Laufe des Lebens weiter zunimmt.



Zu welchem der Bereiche die Intuition zählt, ist bis heute strittig. Die Mehrheit ordnet sie der kristallinen Intelligenz zu. Schließlich basiert das Bauchgefühl vor allem auf Erfahrungswissen.

Als sicher gilt, dass sich beide Intelligenzarten gegenseitig benötigen und beeinflussen, aber mit zunehmendem Alter unterschiedlich entwickeln:

  • Während die fluide Intelligenz zwar abnimmt, also das Denken und Lernen selbst langsamer werden,
  • bleibt die kristalline Intelligenz, also die Fähigkeit komplexe Aufgaben zu lösen, weitgehend konstant.

Kristalline Intelligenz nimmt im Alter ab Grafik Fluide

Kristalline Intelligenz: Im Alter immer besser

Jung, dynamisch, erfolgreich – seit Jahren favorisieren wir die Jugend. Junge Menschen lernen schneller, denken schneller, sind flexibler, können sich leichter anpassen. Besonders in schnelllebigen Branchen, in denen die Halbwertzeit von Wissen kurz ist, gelten Mitarbeiter jenseits der 50 Jahre bereits als Methusalems.

Vergessen wird dabei jedoch etwas Wertvolles: die kristalline Intelligenz.

Es stimmt zwar: In mancherlei Hinsicht verändert sich das Lernen und Denken mit zunehmenden Alter. Wenig berücksichtigt wird dabei allerdings der sprichwörtliche Erfahrungsschatz. Der ist nicht unwesentlich für den Erfolg. Oft sogar ausschlaggebend.


Im Alter nehmen nachweislich Sprachkompetenz und die soziale Intelligenz kräftig zu.


Gestützt wird das zum Beispiel durch die Forschungen von Wissenschaftlern der englischen Cranfield School of Management. Sie haben herausgefunden, dass ältere Vorgesetzte oft die besseren Manager sind: Sie zeigen mehr emotionale Reife, Realismus und Toleranz.

Vor allem aber die Bereitschaft zu Dialog und Disziplin.

In der britischen Studie waren die besten Teamspieler zwischen 46 und 55 Jahre alt und hatten 16 bis 25 Jahre Berufserfahrung.

Umgekehrt zeigten sich gerade Führungskräfte zwischen 26 und 35 Jahren oft ungeduldig mit ihren Mitarbeitern und kritisch gegenüber ihrem Arbeitgeber. Ihre hohen Ansprüche riefen bei den Kollegen Ängste hervor, die sich am Ende sogar negativ auf das Betriebsklima auswirkten.

Bestätigt wird das auch von Studien um die Neurowissenschaftlerinnen Lisa Knoll und Delia Fuhrmann vom University College London (UCL). Sie stellten bei Ihren Studien fest: Die Gehirne Heranwachsender sind zwar besonders formbar, aufnahmefähig, beweglich. Die Älteren punkteten aber vor allem beim Verknüpfen verschiedener Informationen.

Oder anders formuliert: Sie fanden schneller bessere Lösungen, indem Sie Komplexität verringerten.


Beispiel für kristalline Intelligenz: Das Wunder von Manhattan

Vor rund zehn Jahren bildete das respektable Alter von 55 Jahren eine Art Bewegungsbarriere auf dem Arbeitsmarkt. Aus der Achtung vor dem Alter wurde ein Achtung vor dem Alten, der im Kollegenkreis auch schon mal als „Mister Schwermetall“ verspottet wird:

Silber im Haar, Blei in den Knochen, Gold in den Zähnen.

Warum in so jemanden investieren, den es beizeiten in sein gepflegtes Reihenhaus zurückzieht, während der hungrige Newcomer von der Uni nur die Hälfte kostet und gleichzeitig bereit ist, 70 Stunden in der Woche zu klotzen, noch dazu egal wo?

Dann aber geschah das sogenannte Wunder von Manhattan:

Chesley Sullenberger, der Mann war damals schon 57, wurde zum Helden. Er hatte geschafft, was in Pilotenkreisen bisher als nahezu unmöglich galt: Ein Flugzeug zu notwassern, ohne dass es zerbricht. Und das auf dem New Yorker Hudson River!

Was aber wäre passiert, wenn sich Sullenberger zwei Jahren zuvor als Pilot beworben hätte? Sicher hätte er nur Bewerbungsabsagen bekommen. Zu alt, zu teuer, zu unbeweglich.

Wie falsch! Und wie voreilig: Bei der Jagd nach Jugend verkennen viele Unternehmen nicht nur die spezifischen Stärken älterer Mitarbeiter, sondern auch die demographische Realität: In wenigen Jahren werden nur noch 20 Prozent der Erwerbspersonen unter 30 sein. Über die Hälfte ist dann 50 Jahre und älter. Und im Jahre 2030 wird jeder zweite Deutsche älter sein als 50.

Trotzdem werden viele ältere Mitarbeiter auf dem Höhepunkt ihrer Karriere wieder zu Gejagten. Gesucht wird Potenzial, nicht Erfahrung; Wissen, nicht Weisheit. Unweiser könnte es kaum sein.

So weise macht uns die kristalline Intelligenz

Laut Intelligenztheorie besteht die kristalline Intelligenz im Wesentlichen aus zwei Wissensbereichen:

  1. Dem expliziten Wissen. Gemeint sind damit Faktenwissen, historische Daten, Erinnerungen.
  2. Dem impliziten Wissen. Dabei handelt es sich um erlernte Fähigkeiten wie Fahrradfahren oder Rechnen sowie trainierte Verhaltensweisen oder der Wortschatz.

Wie beide Wissensbereiche zusammenwirken (können) und sich gegenseitig beeinflussen – kurz: was klappt und funktioniert und was nicht – das ist das, was man Erfahrungswissen nennt.

Genau diesem schreiben Experten heute einen enormen Einfluss auf den Erfolg eines Menschen zu. Beruflich ebenso wie finanziell oder privat.

Wissen aneignen kann sich praktisch jeder. Es aber auch klug (!) anwenden zu können, Querverbindungen zu ziehen und damit sein (vorhandenes) Wissen stetig zu optimieren – das kann nicht jeder.

Aber genau das macht die kristalline Intelligenz aus: Aufbauend auf Übungen und Erkenntnissen und Lektionen verstärkt sie sich selbst – und macht uns weise.

Mehr noch: Sie ist in der Lage, die ab dem 25. Lebensjahr abnehmende fluide Intelligenz auszugleichen oder gar zu überkompensieren.


Kristalline Intelligenz ist kulturell verschieden

Weil die kristalline Intelligenz direkt mit der Bildung (Schulwissen, Ausbildung, Allgemeinwissen) zusammenhängt, gibt es hierbei starke kulturelle Unterschiede.

Ein Deutscher weiß mehr über die Wiedervereinigung als ein gleichaltriger US-Amerikaner. Der wiederum weiß mehr über den Bürgerkrieg und die Bekämpfung der Sklaverei. Andere Länder, andere Sitten. So beginnen beispielsweise Europäer beim Zählen mit den Fingern fast immer beim Daumen der linken Hand. Chinesen dagegen nutzen zuerst die rechte Hand. Beide Varianten entsprechen letztlich der Leserichtung der Buchstaben. Und das sind nur simple Beispiele.

Man mag sich leicht ausrechnen, wie Sprache und Wortschatz, kulturelle Gepflogenheiten und Distanzzonen oder die Freiheit der Medien sowie der Zugang zu Bildung überhaupt die kristalline Intelligenz beeinflussen und entscheidend mitprägen.

Grundsätzlich ist jeder Mensch dazu in der Lage diese Intelligenz-Form auszubilden und weiterzuentwickeln. Was dabei gespeichert und verknüpft und damit als funktionell erkannt wird, bleibt aber stark kulturabhängig.

Kristalline Intelligenz durchdringt Komplexität

Unsere Synapsen im Gehirn, also – salopp gesagt – die Verbindungen von Erfahrungsschätzen und Expertenwissen, sind „wie in Stein gemeißelt“, sagt der Neurowissenschaftler John Morrison von der Mount Sinai School of Medicine in New York. Sie sind damit hochgradig resistent gegen die körperlichen Effekte des Alterns.

Das kann zuweilen ein großer Vorteil im Beruf sein.

Bei einem Experiment der Universität von Illinois traten zum Beispiel 60-jährige Fluglotsen gegen ihre 30 Jahre jüngeren Kollegen an. In typischen Tests wurde ihr Reaktionstempo, ihre Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit verglichen.

Wie erwartet, schnitten die Jüngeren dabei überwiegend besser ab. Dann folgte ein zweiter Test. Der entsprach jedoch stärker der beruflichen Praxis.

Die Lotsen mussten verschiedene Maschinen koordinieren und plötzlich auftretende Notfälle managen. Diesmal waren es die Älteren, die den Anfängern zeigten, wo es langging: Sie brauchten nicht nur weniger Kommandos, um die simulierten Maschinen sicher durch den Himmel zu leiten. Sie blieben auch durchweg cooler dabei.

Weitere Forschungsergebnisse zeigen:


Die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und Ablenkungen zu ignorieren, nimmt im Alter ebenfalls zu.



Das reife Gehirn braucht sogar weniger Blut und Sauerstoff, um optimal zu arbeiten.

Der größte Vorteil aber ist sein komplexes Denken:

  • Während Jüngere Probleme in der Regel Schritt für Schritt lösen,
  • finden Ältere die bessere Lösung, indem sie diese mit gespeicherten und bewährten Mustern vergleichen und modifizieren.
  • Zudem sind sie besser in der Lage, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

All diese Fähigkeiten versetzen sie in die Lage, sich besser in andere hineinzufühlen, ihre Motive zu verstehen und gleichzeitig die eigenen Gefühle im Auge zu behalten.

An der Universität von Sydney wurden zum Beispiel Probanden Porträts von Menschen mit unterschiedlichen Emotionen gezeigt und gleichzeitig ihre Hirnaktivität gemessen – und siehe da: Das Frontalhirn der Älteren war beim Verarbeiten negativer Emotionen deutlich aktiver.

Kurz: Sie verfügten über emotionale Weisheit.

Selbst angebliche Alterserscheinungen, wie geringere Kreativität und schwindender Enthusiasmus, sind kein Wink des Schicksals, sondern vielmehr das Ergebnis von Langeweile und damit kurierbar.


Biologisches Alter versus geistiges Alter

Mit steigendem Alter kommen manche in ein Berufsstadium, in dem sie ihren Job perfekt beherrschen, alle wichtigen Abläufe und Personen kennen und kaum noch neue Herausforderungen finden.

Routine beherrscht ihren Alltag. Viele schalten dann innerlich ab. Ein Fehler!

Die nachlassende Produktivität, die die Kollegen dabei bemerken, ist keine Funktion des biologischen Alters, sondern eine Folge des Karrierealters.

Die einzige Chance, die Uhr zurückzustellen, ist, sich eine neue Herausforderung im Unternehmen oder einen neuen Job zu suchen. Attraktivität im Alter ist nichts weiter als eine Frage der Aktivität im Alter.

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Kristalline Intelligenz trainieren: Tipps für mehr Altersweisheit

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass sich die kristalline Intelligenz bis rund um das 65. Lebensjahr weiterentwickelt. Danach stagniert der Prozess oder bildet sich gar zurück – wenn wir dem nicht durch gezieltes Training entgegen wirken.

Die gute Nachricht: Die Pragmatik des Geistes, wie die kristalline Intelligenz auch genannt wird, lässt sich sogar sehr gut trainieren und verbessern. Allerdings betrifft sie nicht nur einen einzelnen Bereich, sondern viele.

Entsprechend werden Sie dazu kaum ein einziges Seminar oder eine kompakte Fortbildung finden. Seien es Allgemeinwissen, Sozialkompetenzen oder Eloquenz – Sie steigern Ihren Erfahrungsschatz letztlich dadurch, indem Sie viele und möglichst verschiedene Erfahrungen machen.

Und das anhaltend und bis ins hohe Alter hinein.

Die folgenden, praktischen Tipps dienen daher als Anregung und Ansporn, Ihren Geist aufs Neue herauszufordern, die Synapsen zu kitzeln und neue zu bilden.

Das alles können Sie tun:

  • Offen bleiben
    Wir leben gerne in unserer eigenen Filterblase. Umgeben uns mit Menschen, die unsere Meinungen teilen. Lesen, was unsere Weltanschauung bestätigt. Unser Geist stapft dabei wie durch Flüssigzement. Bis zur Erstarrung dauert es nicht lange.

    Dabei kann Intelligenzsteigerung so einfach sein: Öffnen Sie sich. Interessieren Sie sich wieder – für andere Gedanken und Impulse. Lesen Sie historische Romane oder Biographien. Verbinden Sie Geschichte und Moderne. Lesen Sie Blogs unbekannter Autoren. Oder rätseln Sie bei TV-Shows wie „Wer wird Millionär“ oder „Wer weiß denn sowas“ mit. Kurz: Verbessern Sie Ihre Allgemeinbildung und blicken Sie mehr über den Tellerrand.

    Wer beim Denken und Bewerten neue Bahnen einschlägt, gewinnt nicht nur neue Einsichten, sondern entdeckt zugleich ein neues Universum und verändert sein Leben.

  • Sinne schärfen
    So wie auf einer Autobahn Spurrillen entstehen, weil immer dieselben Stellen befahren werden, graben sich bei Routinen die Erfahrungen immer tiefer ins Gedächtnis. Das hat Vorteile, kann aber dazu führen, dass wir wie auf Autopilot durchs Leben irrlichtern.

    Um beim Bild zu bleiben: Fahren Sie zum Beispiel einfach mal neue Wege. Erkunden Sie zu Fuß Abkürzungen und Schleichpfade – zur Arbeit, zum Sport oder zur Stammkneipe. Sorgen Sie für Abwechslung und Überraschung. Sie trainieren dabei nicht nur den Orientierungssinn, sondern gewinnen auch neue Eindrücke, Ansichten (der Stadt) und Perspektiven. Buchstäblich.

    All das zusammen fördert enorm die Bildung neuer Synapsen zwischen verschiedenen Gehirnbereichen.

  • Fremdsprache lernen
    Erlernen Sie eine Fremdsprache. Das ermöglicht Ihnen nicht nur, schon im nächsten Urlaub in der Landessprache zu kommunizieren. Es kann sogar Krankheiten wie Alzheimer und Demenz vorbeugen.

    Wer mehrere Sprachen beherrscht, bei dem sind alle Sprachen im Gehirn aktiv – unabhängig davon, welche gerade gebraucht wird. Das Gehirn unterdrückt die jeweils nicht benötigten. Dieser Prozess unterstützt Sie zugleich dabei, sich auf Wesentliches zu konzentrieren und fokussiert zu bleiben.

    Mehr noch: Sprache formt unser Bewusstsein. Was wir nicht in Worte fassen können, können wir nicht denken. Und jede Sprache besitzt unterschiedliche Differnzierungsmerkmale (denken Sie beispielsweise an die zig Wörter für „Schnee“ in der Sprache der Inuit). Je mehr Sprachen Sie beherrschen, desto differenzierter und komplexer können Sie denken.

  • Instrument üben
    Ihre Sinne kitzeln Sie zum Beispiel auch, wenn Sie ein Musikinstrument erlernen. Die Haptik, das Hörvermögen und natürlich das musikalische Verständnis werden unterstützt und trainiert.

    Gerade das Hören spielt für die kristalline Intelligenz eine große Rolle: Forscher fanden heraus, dass Schwerhörigkeit kognitive Prozesse hemmt. Umgekehrt kann ein intaktes Hörvermögen das Verständnis steigern und die Kombinatorik unterstützen.

  • Aktiv bleiben
    Wer rastet, der rostet. Reisen Sie in unbekannte Länder, lernen Sie andere Kulturen, anderes Essen, andere Menschen kennen. Das ist vielleicht die schönste Art, seine kristalline Intelligenz zu fördern. Sie erweitern so automatisch Ihren Horizont, werden Neues mit Bekanntem vergleichen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken.

    Das Wichtigste dabei aber ist: Sie bleiben in Bewegung. Buchstäblich. Stillstand bedeutet Rückschritt.

    Wem Reisen nicht mehr möglich ist, kann auch im Kleinen seine interkulturelle Kompetenz erweitern. Internationale Sommerfeste, Erzählcafés, Vereine und kulturelle Begegnungsstätten fördern den Austausch mit anderen Kulturen, Sichtweisen und Erfahrungen.

Der Schlüssel zu mehr kristalliner Intelligenz ist letztlich Lebenserfahrung und Lebensweisheit. Die gewinnen Sie nicht, indem Sie jeden Abend auf der Couch hocken und Glotze gucken.

Gehen Sie raus, gehen Sie spazieren, gehen Sie mit offenen Augen durchs Leben und suchen Sie gezielt Abenteuer!

Vielleicht nicht jeden Tag, aber doch zumindest jede Woche. Das macht den Reiz der kristallinen Intelligenz aus. Schließlich wollen Sie als Senior und im hohen Alter immer noch etwas Spannenderes erzählen können!

[Bildnachweis: wowomnom by Shutterstock.com]
20. Juni 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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