Innere Bestimmung: So finden Sie Ihre

Was will ich mit meinem Leben anfangen? Wofür möchte ich meine Zeit nutzen? Es sind weitreichende und fast schon philosophische Fragen, die in engem Zusammenhang mit der inneren Bestimmung stehen. Der ein oder andere wird davon sogar abgeschreckt, da er die Suche nach einem Sinn des Lebens für zu esoterisch oder vielleicht auch abgehoben hält und sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt. Das Thema der inneren Bestimmung muss aber gar nicht in diese Richtung gehen und kann auch ganz pragmatisch angegangen werden. Anstatt also den Lebenssinn zu hinterfragen, können Sie sich eine andere Frage stellen: Machen Sie das, was Sie wirklich glücklich macht? Der erste Impuls ist ein Na klar, sonst würde ich es ja nicht machen… Aber antworten Sie nicht vorschnell. Vielleicht haben Sie Ihre innere Bestimmung noch nicht gefunden…

Innere Bestimmung: So finden Sie Ihre

Darum sollten Sie Ihre innere Bestimmung finden

Die innere Bestimmung als das zu bezeichnen, wofür Sie im Leben tatsächlich bestimmt sind, geht vermutlich ein wenig zu weit. Eine bessere Formulierung wäre: Die innere Bestimmung ist das, was Sie wirklich machen wollen, was zu Ihnen, Ihren Fähigkeiten, Ihrer Persönlichkeit und Ihren Vorlieben passt.

Es gibt mehrere gute Gründe, seine innere Bestimmung nicht zu ignorieren, sondern diese zu suchen und auch zu leben. Allen voran: Sie werden glücklicher. Wer etwas tut, dass er eigentlich gar nicht will, denkt oft ans aufgeben, ist erschöpft und wünscht sich eine Pause. Nicht so bei der wahren inneren Bestimmung. Hier sind Sie immer motiviert und anstatt sich auf den Feierabend oder das Wochenende zu freuen, denken Sie bereits an den nächsten Arbeitstag, um mehr zu erreichen und Neues auf die Beine zu stellen.

Zudem wird es Ihnen leichter fallen, Rückschläge zu überwinden und Ihre Ziele im Auge zu behalten. Sie lassen sich nicht abbringen und meistern selbst schwierige Herausforderungen, weil Sie wissen, dass sich die Mühe lohnt.

Zu guter Letzt werden Sie mit Leistungen überzeugen – sich selbst und andere. Die innere Bestimmung entspricht Ihren Stärken und Fähigkeiten, sie spiegelt das wieder, worin Sie gut sind, ohne sich sonderlich anstrengen zu müssen.

So finden Sie Ihre innere Bestimmung

Nur wenige haben das Glück, dass sich ihnen die eigene innere Bestimmung schon früh und ganz von alleine offenbart. Natürlich gibt es diese Beispiele von Menschen, die seit frühester Kindheit sicher waren, dass Sie später einmal Arzt werden wollen – und die später auch genau das geworden sind und damit seit ihr persönliches Glück gefunden haben. Dies ist allerdings eher die Ausnahme, nicht die Regel.

Der Weg zur inneren Bestimmung ist oftmals beschwerlich. Es muss viel Unsicherheit überwunden werden, nicht selten wird eine falsche Abzweigung eingeschlagen, die am Ende zu Frustration oder Enttäuschung führt.

Wichtig ist es, die Warnsignale zu erkennen und zu verstehen, dass die aktuelle Situation noch nicht Ihrer inneren Bestimmung entspricht. Mögliche Indizien sind etwa…

  • fehlende Motivation.
  • anhaltend schlechte Laune.
  • schlechte Leistungen.
  • der Wunsch nach Veränderung.

Ihre innere Bestimmung ist das, was sich für Sie persönlich richtig anfühlt – ohne dass Sie dies unbedingt erklären können oder etwas dazu tun müssen. Klingt wie eine Wunschvorstellung, muss es aber nicht bleiben. Jeder Mensch hat eine innere Bestimmung, etwas, das ihn glücklich macht.

Die große Herausforderung liegt darin, Ihre innere Bestimmung zu finden. Eine Garantie dafür gibt es nämlich nicht. Viele finden sich stattdessen mit ihrer aktuellen Situation ab und geben sich zufrieden, anstatt auszuprobieren, wonach sie wirklich streben. Dahinter steht fast immer die Angst, das Gewohnte zu verlassen. Seiner inneren Bestimmung zu folgen, bedeutet schließlich auch, die damit verbundenen Veränderungen zu akzeptieren.

Bevor es soweit ist, müssen Sie Ihre innere Bestimmung aber erst einmal finden. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen:

  • Achten Sie auf Ihre Intuition

    Viel zu oft entscheiden wir uns für das, von dem wir glauben, das es von uns erwartet wird. Die eigene innere Bestimmung und das, was Sie wirklich glücklich machen könnte, werden dabei ignoriert. Sie entscheiden sich für einen Studiengang oder eine Ausbildung, zu denen Ihre Eltern Ihnen geraten haben, sie nehmen den Job ab, der mehr Geld verspricht, aber nicht Ihren Vorstellungen.

    Um Ihre innere Bestimmung zu finden, müssen Sie lernen, mehr auf Ihr Bauchgefühl zu hören und Ihre Intuition nicht zu verleugnen. Ihr Bauch kann ein guter Berater sein, wenn es darum geht, herauszufinden, was Sie glücklich macht.

  • Brechen Sie aus dem Alltag aus

    Die Routinen im Alltag geben Sicherheit, fesseln aber auch an die aktuelle Situation. So bleibt gar nicht die Zeit, sich Gedanken über die innere Bestimmung zu machen oder herauszufinden, wie diese aussehen könnte. Stattdessen folgen Sie einfach nur Ihren Gewohnheiten – ob diese nun die richtigen für Sie sind oder nicht.

    Indem Sie aus dem Alltag ausbrechen, geben Sie sich selbst die Möglichkeit, zu freien und unvoreingenommenen Gedanken. Sie können verreisen, sich eine Auszeit vom Job nehmen oder auch meditieren. Probieren Sie aus, was für Sie funktioniert, um dem Alltag zu entfliehen.

  • Nutzen Sie Ihre Leidenschaften

    Kennen Sie Ihre Leidenschaften, sind Sie Ihrer inneren Bestimmung bereits ein ganzes Stück näher gekommen. Zu Ihrer Leidenschaft gehören all die Dinge, die Sie begeistern, die Ihnen Spaß machen und die Ihnen liegen.

    Fragen Sie sich im nächsten Schritt, wie Sie Ihre Leidenschaft nutzen und einsetzen können. Gibt es Berufsfelder, Aufgaben oder Aktivitäten, denen Sie sich zuwenden können? Die Chancen stehen gut, dass Sie hier Ihre innere Bestimmung finden können.

  • Probieren Sie ruhig etwas aus

    Es ist eine unangenehme Erkenntnis, aber Sie werden Ihre innere Bestimmung vermutlich nicht auf Anhieb finden. Das muss aber auch gar nicht schlimm sein, Sie können ruhig unterschiedliche Dinge ausprobieren, um herauszufinden, was Sie wirklich wollen. Entscheidend ist dabei die Einstellung: Wenn etwas nicht klappt oder zu Ihnen passt, sind Sie nicht automatisch gescheitert. Vielmehr haben Sie etwas über sich gelernt.

    Dabei können Sie ruhig das ein oder andere Risiko eingehen. Sollte es sich als Fehler entpuppen, können Sie immer noch was anderes machen. Es wäre schade, wenn Sie Ihre innere Bestimmung nicht finden, weil Sie sich nicht trauen, etwas auszuprobieren.

  • Haben Sie den Mut, zu Ihrer inneren Bestimmung zu stehen

    Die innere Bestimmung zu finden, bedeutet auch, zu dieser zu stehen und bereit zu sein, dieser zu folgen. Genau das fällt oftmals schwer. Vielleicht haben Sie sogar bereits eine Vorstellung davon, wie Ihre innere Bestimmung aussieht – trauen sich aber nicht, diese in die Tat umzusetzen, sondern bleiben lieber in Ihrer bisherigen Komfortzone.

Mit diesen Fragen kommen Sie Ihrer inneren Bestimmung näher

Innere Bestimmung finden Fragen eigener Weg Was will ich machenWenn Sie Ihre innere Bestimmung finden wollen, müssen Sie tief in sich hineinhorchen. Eine solch ernsthafte Selbstreflexion findet allerdings viel zu selten statt. Oder wann haben Sie sich das letzte Mal die Zeit genommen, Ihren bisherigen Weg und die aktuelle Situation zu hinterfragen und zu beobachten?

Um Ihnen dabei zu helfen, haben wir einige Fragen aufgelistet, die dabei helfen können, Ihre innere Bestimmung zu bestimmen. Versuchen Sie, diese möglichst ehrlich und auch ernsthaft zu beantworten. Lassen Sie sich Zeit, wirklich über die Antworten nachzudenken. Erst wenn Sie sich wirklich darauf einlassen und darüber nachdenken, werden Sie wirklich etwas über sich erfahren können:

  • Womit würden Sie Ihre Zeit verbringen, wenn Sie kein Geld verdienen müssten?

    Ein kleines Gedankenspiel: Blenden Sie den Faktor Geld einmal komplett aus. Sie müssen keine Rechnungen bezahlen, nicht fürs Alter vorsorgen. Geld spielt überhaupt keine Rolle. Was würden Sie dann tun? Wäre es immer noch der Job, den Sie momentan machen – oder vielleicht etwas vollkommen anderes?

  • Was treibt Sie an?

    Gibt es Dinge oder Aufgaben, die Sie besonders motivieren und antreiben? Hier sind die unterschiedlichsten Bereiche denkbar. Es kann ein bestimmter Bereich sein, in dem Sie sich ganz besonders ins Zeug legen oder auch ein großes Ziel, auf das Sie schon immer hinarbeiten.

  • Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie nicht scheitern können?

    Angst ist eine große Blockade, die viele davon abhält, das zu tun, was sie wirklich tun wollen. Stellen Sie sich einmal vor, es würde keine Möglichkeit des Scheiterns geben: Was würden Sie dann tun? Welche Veränderungen würden Sie vornehmen?

  • Was sagen die Menschen, die Ihnen besonders nahe stehen?

    Ihre innere Bestimmung können Sie in erster Linie selbst finden. Allerdings sollten Sie dabei auch auf die Menschen hören, die Ihnen nahe stehen. Werden Ihnen bestimmte Eigenschaften oder Fähigkeiten zugeschrieben? Haben Sie schön öfter gehört, dass Sie wie gemacht für einen bestimmten Bereich sind?

[Bildnachweis: Leszek Glasner by Shutterstock.com]
23. September 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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