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Innere Unruhe: Ursachen, Tipps, Hausmittel

Innere Unruhe wird immer mehr zur Volkskrankheit. Betroffene Menschen sind ständig angespannt, unausgeglichen, nervös, gereizt – sie kommen einfach nicht zur Ruhe. Kurzfristig kennt jeder solche Phasen. Wird innere Unruhe aber zum Dauerzustand, ist es ein großes Alarmzeichen. Wir erklären, was innere Unruhe ausmacht, welche Ursachen und Symptome der Zustand hat und was Sie dagegen tun können…


Innere Unruhe: Ursachen, Tipps, Hausmittel

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Was ist innere Unruhe?

Innere Unruhe ist ein Zustand anhaltender Anspannung und Unausgeglichenheit. Betroffene stehen ständig unter Strom, sind scheinbar grundlos gestresst und gereizt. Sie können einfach nicht abschalten, sondern sind stets aufgeregt, nervös und unkonzentriert. Die Gedanken und auch der Körper kommen nicht zur Ruhe.

Die konkrete Empfindung ist dabei teilweise unterschiedlich. Manche beschreiben einen großen Druck, der auf ihnen lastet. Andere spüren ein aufgeregtes Kribbeln im ganzen Körper. Allen gemeinsam ist jedoch die fehlende Gelassenheit und Entspannung.

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Ursachen für innere Unruhe

Wenn Sie unter innerer Unruhe leiden, stehen Sie zunächst vor der Ursachenforschung. Das Problem: Es kann zahlreiche Gründe haben, warum Sie unter Daueranspannung stehen und unausgeglichen sind. Unsere Übersicht zeigt die häufigsten Auslöser:

Akute Auslöser

Ein häufiger Auslöser für innere Ruhe sind akute Situationen und Erlebnisse, die starken Stress verursachen. So kann ein wichtiger, anstehender Termin zu großer Anspannung führen. Mögliche Beispiele sind:

Schieben wir belastende Situationen vor uns her, kann das die innere Unruhe weiter verstärken – bis das Ereignis dann überstanden ist und Erlösung eintritt. Solche Auslöser sind allerdings meist nicht bedenklich. Die innere Unruhe ist hier eine normale Form der Nervosität.

Körperliche Auslöser

Wird die innere Unruhe zu einem chronischen Zustand, der nicht an eine akute Situation gekoppelt ist, können dahinter körperliche Auslöser stehen. Denkbar sind dabei Krankheiten oder körperliche Veränderungen:

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
    Innere Unruhe und Schlaflosigkeit sind typisch für eine Schilddrüsenüberfunktion. Auch Herzprobleme wie Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck sind Symptome. Neben dem können vermehrtes Schwitzen, Fingerzittern, Gewichtsabnahme und Durchfall auftreten.
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
    Auch als eigenständige Erkrankung kann Bluthochdruck – ebenso wie zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) – eine Ursache für innere Unruhe sein.
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)
    Eine Unterzuckerung kann neben Heißhunger auch Symptome wie Schweißausbruch, Herzrasen, Zittern, innere Unruhe, Bewusstseinsstörung und Krampfanfälle verursachen.
  • Wechseljahre (Klimakterium)
    Frauen können in den Wechseljahren innere Unruhe erleben. Weitere Beschwerden sind Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Nervosität und Reizbarkeit.

Psychische Auslöser

Oft steht hinter der inneren Unruhe eine psychische Ursache. Gründe können sowohl eine ernsthafte Erkrankung, aber auch äußere Umstände sein:

  • Stress
    Stress ist der häufigste Auslöser für innere Unruhe. Wird die dauerhafte Belastung und Überforderung zu groß, kann der Körper nicht mehr damit umgehen und die Anspannung wird nicht abgebaut.
  • Depressionen
    Depressionen führen nicht nur zu Antriebslosigkeit und Erschöpfung, sondern oft auch zu innerer Unruhe.
  • Angststörung
    Angstzustände gehen oft mit dem Gefühl innerer Unruhe einher. Die Angst tritt dabei regelmäßig und scheinbar grundlos auf. Teilweise kommt es sogar zu regelrechten Panikattacken.

Medikamente oder Substanzen

Auch die Einnahme von Medikamenten oder anderen Substanzen kann zu innerer Unruhe führen. Dabei geht es nicht nur um illegale, sondern auch legale Substanzen:

  • Medikamente
    Innere Unruhe kann als Nebenwirkung vieler Medikamente auftreten: Antidepressiva wie Bupropion, Citalopram und SSRI. Amantadin (gegen Grippe und bei Parkinson) und Theophyllin (gegen Asthma) gehören in diese Kategorie. Bei einer Medikamentenabhängigkeit kann innere Unruhe auch ein Entzugssymptom sein.
  • Drogen
    Das Spektrum der Drogen, die zu innerer Unruhe führen können, ist groß. LSD, Pilze (Magic Mushrooms), Stechapfel, Bilsenkraut oder auch Cannabis, das normalerweise beruhigend wirkt, können zu innerer Anspannung führen.
  • Kaffee
    Übermäßiger Konsum von Kaffee und damit Koffein kann Unausgeglichenheit auslösen. Es kommt zu Nervosität, Aufregung und einem Mangel an Konzentration.
  • Alkohol
    Typische Symptome von Alkoholismus sind innere Unruhe, Angststörungen und depressive Verstimmungen. Auch hier kann es Entzugserscheinungen wie Nervosität und Zittern geben.
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Symptome: Wie zeigt sich innere Unruhe?

Innere Unruhe wird als anhaltendes Gefühl der Nervosität, Anspannung und von nicht endendem Stress empfunden. Typisch für die Symptome ist, dass Betroffene keinen wirklichen Grund für die eigene Unausgeglichenheit nennen können. Zusätzlich gibt es weitere Symptome, die unterschiedlich stark auftreten können:

  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Nervosität
  • Zittrige Hände
  • Hitzewallungen
  • Sorgen und negative Gedanken
  • Angstzustände
  • Beklemmungen
  • Schwächeanfälle
  • Aggressives Verhalten
  • Herzrasen
  • Atembeschwerden
  • Schweißausbrüche

Die Symptome können auch ein einfacher – nicht medizinischer – Selbsttest zur inneren Unruhe sein. Entdecken Sie gleich mehrere der Anzeichen bei sich selbst über einen längeren Zeitraum, spricht dies für einen anhaltenden Zustand innerer Unruhe. Zur genaueren Diagnose sollten Sie mit einem Arzt sprechen.

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Innere Unruhe bekämpfen: Was können Sie tun?

Je länger die innere Unruhe andauert, desto schwieriger wird die Situation für Betroffene. Die Symptome nehmen mit der Zeit noch zu, durch die ständige Belastung und den fehlenden Schlaf leidet die Gesundheit. Die gute Nachricht: Sie können etwas dagegen tun. Mit diesen 7 Tipps können Sie Ihre innere Unruhe bekämpfen:

1. Reduzieren Sie den Stress in Ihrem Alltag

Der erste Schritt gegen innere Unruhe ist insgesamt weniger Stress in Ihrem Leben. Das ist leichter gesagt, als getan – schließlich gibt es zahlreiche Stressfaktoren im Job und im Privatleben. Reduzieren Sie die Belastungen, wo es möglich ist. Ein Projekt im Job macht Ihnen Kopfschmerzen? Geben Sie es an einen Kollegen oder lassen Sie sich helfen. Die privaten Verpflichtungen wachsen Ihnen über den Kopf? Bauen Sie diese ab oder suchen Sie mit dem Partner nach einer Lösung.

2. Machen Sie Entspannungsübungen

Es gibt viele verschiedene Entspannungsübungen, mit denen Sie innere Unruhe bekämpfen können. Probieren Sie aus, welche für Sie am besten funktioniert. Beliebte Optionen sind Atemübungen, aber auch Meditation, Yoga und autogenes Training helfen und sind leicht umsetzbar. Selbst ein entspannendes Vollbad kann die gewünschte Wirkung erzielen.

3. Nutzen Sie die positive Wirkung von Musik

Musik beeinflusst Gefühle und Gedanken. Gerade ruhige und entspannende Musik kann gegen die Anspannung helfen und für bessere Stimmung sorgen. Positiv ist immer auch die eigene Lieblingsmusik, um sich sofort besser zu fühlen. Bei innerer Unruhe raten Experten zudem zu fröhlichen und beruhigenden Melodien. Der Grund: Emotionen aus der Musik werden übernommen. Studien zeigen, dass Probanden bei fröhlicher Musik mehr Glück und Entspannung empfinden.

4. Leben Sie im Hier und Jetzt

Sie sind angespannt, weil ein konkretes Ereignis ansteht? Dann richten Sie die volle Aufmerksamkeit auf die Gegenwart, statt ständig an die Zukunft zu denken. Beim Blick nach vorne spielen Sie nur das Worst-Case-Szenario durch und machen sich selbst verrückt. Wer im Hier und Jetzt lebt, kann das Gedankenkarussell stoppen und grübelt weniger.

5. Gönnen Sie sich regelmäßige Pausen

Sie brauchen Pausen, um die Akkus wieder aufzufüllen und neue Energie zu sammeln. Innere Unruhe ist oft ein Signal, dass Sie gerade überfordert sind. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um zur Ruhe zu kommen und mit neuer Kraft wieder loszulegen. Dazu braucht es nicht zwangsläufig lange Unterbrechungen. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig Pausen machen und diese nicht auslassen.

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6. Sorgen Sie für mehr Bewegung

Sport kann wahre Wunder gegen innere Unruhe bewirken. Joggen, Radfahren, Schwimmen, lange Spaziergänge, eine Wandertour, Fußball oder Tennis – jede Art der Bewegung hilft. Sie bauen Stress ab, powern sich aus und können gedanklich abschalten.

7. Vertrauen Sie sich jemandem an

Betroffene versuchen innere Unruhe alleine zu bewältigen. Ein Fehler! Es ist hilfreich, mit Ihrem Partner oder guten Freunden zu sprechen. Erklären Sie, was Sie belastet, wie Sie unter der fehlenden Ruhe leiden und auch, welche Ursachen dahinter stehen. Sie können sich einige Probleme regelrecht von der Seele reden. Zusätzlich bekommen Sie möglicherweise Ratschläge und Hilfe, um die Situation besser in den Griff zu bekommen.

Hausmittel gegen innere Unruhe

Viele Menschen sträuben sich gegen harte Medikamente und greifen lieber auf altbewährte Hausmittel zurück, um die innere Unruhe zu bekämpfen. Beliebt sind dabei verschiedene pflanzliche Präparate, aber auch Teesorten, die gegen Anspannung helfen und für mehr Ruhe sorgen sollen. Sanfte Mittel mit Baldrian, Hopfen, Passionsblume und Lavendel sind besonders geeignet. Wer nicht so gerne Tee trinkt, kann diese auch als Badezusatz verwenden. Präparate in konzentrierter Form können Sie in der Apotheke erwerben, wo Sie sich auch noch einmal beraten lassen können.

Bei Hausmitteln müssen Sie herausfinden, was für Sie persönlich am besten funktioniert. Auch wenn die verschiedenen Mittel alle gegen Anspannung, Nervosität, Stress oder auch Angst wirken können, ist der Effekt nicht bei jedem gleichermaßen stark. Möglicherweise hilft Ihnen Tee mehr als ein Badezusatz – oder Baldrian sorgt für bessere Ergebnisse als Johanniskraut.

Homöopathische Mittel gegen innere Unruhe

Auch in der Homöopathie gibt es verschiedene Mittel gegen innere Unruhe, die als Alternative zu Hausmitteln oder auch Medikamenten genutzt werden können:

  • Chamomilla (bei zusätzlicher Überempfindlichkeit und Stimmungsschwankungen)
  • Kalium arsenicosum (innere Unruhe mit unruhigen Armen und Beinen)
  • Arsenicum album (Angst und Schwäche)
  • Nux vomica (innere Unruhe durch beruflichen Stress)
  • Kalium phosphoricum (Erschöpfung und Nervosität, Stress)
  • Neurexan

Solch homöopathische Mittel wirken meist nicht unmittelbar, sondern erfordern eine längere und regelmäßige Einnahme.

Bekämpfen Sie die Ursache, nicht die Symptome

Wenn Sie Ihre innere Unruhe in den Griff bekommen wollen, müssen Sie bedenken: Hinter der inneren Unruhe steht ein Auslöser. Sie ist sozusagen selbst ein Symptom, nicht aber die Ursache. Wollen Sie das Problem langfristig lösen, müssen Sie es an der Wurzel packen. Kurzfristig kann es helfen, etwas gegen die Schlaflosigkeit zu tun, bleibt die Ursache aber weiterhin bestehen, kommen auch die Beschwerden zurück.

Was simpel klingt, ist eine große Herausforderung. Selbst wenn Sie den konkreten Auslöser der fehlenden Ruhe ausmachen, müssen Sie diesen aus Ihrem Leben eliminieren. Möglicherweise müssen Sie dazu Ihren Job kündigen, den gesamten Lebensstil ändern oder auch an Ihrer Beziehung arbeiten. Mit guten Vorsätzen alleine kommen Sie nicht weiter.


Innere Unruhe: Wann zum Arzt?

Alle genannten Tipps sind hilfreich, können aber keinen Arztbesuch ersetzen. Hält der Zustand innerer Unruhe länger an und werden die verursachten Probleme größer, sollten Sie deshalb unbedingt einen Arzt oder Psychologen aufsuchen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Vor der Diagnose steht ein langes Gespräch, um die Umstände genauer zu klären, sowie verschiedene Untersuchungen (Blutdruck, Blutbild…)

Die Therapie von innerer Unruhe erfolgt abhängig von der gestellten Diagnose. Wird etwa ein zu geringer Blutdruck festgestellt, wird dieser behandelt und gegebenenfalls mit Medikamenten geregelt. Liegt eine psychische Erkrankung vor, kann eine längere Therapie notwendig sein.


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[Bildnachweis: Nicoleta Ionescu by Shutterstock.com]

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