Kopfschmerzen
Obwohl das umgangssprachlich gerne so gesagt wird: Das Gehirn kann nicht heiß laufen. Allerdings kann einem nach viel Kreativität und geistigem Höhenflug schon einmal der Schädel weh tun. Tatsächlich leiden über 70 Prozent aller Erwachsenen zeitweise unter heftigen Kopfschmerzen, bei zehn Prozent ist es eine Migräne, also ein einseitiger, pochender und pulsierender Schmerz. Rund 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen bekommen einmal pro Monat Spannungskopfschmerzen. Bei etwa drei Prozent sind die dumpf-drückenden Beschwerden sogar chronisch, sie leiden dann im Schnitt an mehr als 180 Tagen pro Jahr darunter. Brummt Ihnen nun vor lauter Kopfschmerzen bereits der Schädel oder haben Sie Probleme mit Kopfschmerzen? Dann sollten Sie etwas dagegen unternehmen. Wir zeigen die Ursachen, Hausmittel und Tipps, mit denen Sie Ihre Kopfschmerzen in den Griff bekommen...

Kopfschmerzen: Die Ursachen

Fast jeder leidet in unterschiedlich starkem Ausmaß unter Kopfschmerzen. Für die einen sind sie eine Begleiterscheinung bei langer und konzentrierter Arbeit, andere bekommen saisonal abhängig unterschiedlich starke Kopfschmerzen und wieder andere klagen über ein chronisches Leiden.

Dies liegt auch daran, dass es fast schon unzählig viele verschiedene Ursachen von Kopfschmerzen geben kann. Es wäre daher falsch, jede Art von Kopfschmerz über einen Kamm zu scheren und zu verallgemeinern. Kopfschmerz ist eben nicht gleich Kopfschmerz - nicht zuletzt, weil die verschiedenen Formen mit diversen anderen Erkrankungen zusammenspielen können und auf unterschiedliche Weise gemildert werden können.

Zur Übersicht haben wir eine Liste mit den häufigsten und bekanntesten Ursachen für Kopfschmerzen zusammengestellt:

  • Schlafmangel.
  • Muskuläre Probleme.
  • Wetterfühligkeit.
  • Lärm.
  • Durchblutungsstörungen.
  • Virusinfektionen.
  • Flüssigkeitsmangel.
  • Schlechte Beleuchtung.
  • Überanstrengung der Augen (fehlende Brille).
  • Bluthochdruck.
  • Langes Sitzen.
  • Unterzuckerung.
  • Hormonelle Veränderungen.
  • Rauchen.
  • Alkohol.
  • Zu wenig Sauerstoff.
  • Kopfverletzungen.
  • Stress.

Schon diese Liste zeigt, wie sich Kopfschmerzen voneinander unterscheiden können. Was wir im täglichen Sprachgebrauch so selbstverständlich unter Kopfschmerz kennen, nennen Mediziner und Wissenschaftler Cephalgie - und mittlerweile werden über 200 verschiedene Arten von Kopfweh unterschieden.

Die bekanntesten Vertreter sind sicherlich Migräne und Spannungskopfschmerzen. Es gibt aber beispielsweise auch in Attacken auftretende einseitige Clusterkopfschmerzen und viele weitere Exoten, etwa bei sexueller Aktivität oder den sogenannten Donnerschlagkopfschmerz, der sich genau so anfühlt, wie er heißt.

Die Arten von Kopfschmerzen

Arten von KopfschmerzenAllein in Deutschland leiden Schätzungen zufolge zwischen 50 und 55 Millionen Menschen an chronischen oder unregelmäßigen Kopfschmerzen. Der Großteil dieser Beschwerden gehört zu Migräne oder Spannungskopfschmerzen.

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS International Headache Society) teilt die über 200 verschiedenen Arten von Kopfschmerzen in zwei grundsätzliche Klassen ein:

  1. Primäre Kopfschmerzen. Diese Art wird auch idiopathischer Kopfschmerz genannt, macht über 90 Prozent aller Kopfschmerzen aus und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schmerzen selbstständig auftreten. Bedeutet konkret: Sie können keiner anderen Ursache zugeschrieben werden - die Kopfschmerzen selbst sind quasi die Krankheit.
  2. Sekundäre Kopfschmerzen. Die Bezeichnung symptomathischer Kopfschmerz beschreibt sehr gut, was diese Art ausmacht: Hier sind die Kopfschmerzen das Symptom einer anderen Krankheit. So können beispielsweise Kopfverletzungen, Durchblutungsstörungen, Tumore oder auch Ohren-, Nase und Zahnerkrankungen zu Kopfschmerzen führen.

Kopfschmerzen Stellen Symptome Grafik

12 Hausmittel, mit denen Sie Kopfschmerzen vorbeugen können

Doppelganger4/shutterstock.comOb es nun halbseitig im Hirn pocht, ob sich das Stechen vom Nacken her bis in die Stirn zieht oder man sich fühlt, als würde jemand ein Eisenband um den Schädel allmählich enger ziehen – klare Gedanken sind zu diesem Zeitpunkt nur schwer möglich und an Arbeiten ist dann kaum noch zu denken.

Eine Studie hat einmal ermittelt, dass etwa die Hälfte der Migränikerinnen und mehr als ein Drittel der betroffenen Männer wegen ihrer Kopfschmerzen durchschnittlich sechs Tage pro Jahr nicht zur Arbeit gehen können.

Zwar gibt es inzwischen einige gute und verlässliche Medikamente gegen Kopfschmerzattacken, darunter etwa...

  • Ibuprofen
  • Naproxen
  • Diclofenac
  • Paracetamol
  • Ergotamin

Vor deren Anwendung sollten Sie jedoch immer Ihren Arzt oder Apotheker fragen! Denn, so paradox es klingt: Schmerzmittel können ebenfalls ein Auslöser von Kopfschmerzen sein. Werden diese falsch oder über einen zu langen Zeitraum angewendet, kehrt sich die Wirkung um und verursacht den Schmerz, der eigentlich bekämpft werden soll.

Die beste Lösung gegen Kopfschmerz ist daher, ihn erst gar nicht entstehen zu lassen. Für dieses Ziel gibt es allerlei Hausmittel, mit denen Sie den Kopfschmerzen vorbeugen können:

  1. Trinken.

    Richtig trinken ist die natürlichste und beste Prophylaxe gegen Kopfschmerzen. Trinken Sie viel frisches Wasser (weniger Kaffee oder Tee), bis zu zwei Liter Flüssigkeit sollte ein Erwachsener pro Tag zu sich nehmen. Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit vergessen dies leider viele.

    Die Folge: Flüssigkeitsmangel, der bereits nach kurzer Zeit zu Kopfschmerzen führen kann. Erinnern Sie sich deshalb regelmäßig daran, genügend zu trinken. Stellen Sie immer eine Flasche Wasser auf den Tisch oder schreiben Sie gezielt Notizen, um an die Aufnahme Flüssigkeit zu denken.

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  2. Massieren.

    Schon bei den allerersten kleinen Anzeichen kann eine leichte Schläfenmassage dafür sorgen, dass der weitere Kopfschmerz ausbleibt. Dazu reiben Sie mit leichtem Druck von zwei Fingern sowie langsam kreisenden Bewegungen auf Schläfe oder Nacken. Wenn Sie einen hilfsbereiten Kollegen haben, kann der mit seinen beiden Daumen und etwas Akupressur den Nacken bearbeiten.

    Dabei drückt man mit den Spitzen der Daumen auf bestimmte Muskelregionen, bis der Behandelte ein deutliches Druck-, Taubheits- und Schweregefühl bekommt. Ziel ist, dadurch die Durchblutung anzuregen und Blockierungen in den Meridianen zu beseitigen. Oft reichen dafür schon fünf bis zehn Minuten.

  3. Naturmittel.

    Gegen Kopfschmerzattacken können auch einige Naturextrakte helfen: Reines Pfefferminzöl zum Beispiel erweitert die Gefäße, fördert die Durchblutung und entspannt die Muskeln, wenn Sie es in die Schläfen einreiben. Nebenwirkungen sind mir nicht bekannt, für Kleinkinder und Säuglinge soll es jedoch ungeeignet sein.

    Pestwurzextrakt beziehungsweise die Wirkstoffe Petasin und Isopetasin wirken krampflösend und entzündungshemmend und helfen damit besonders bei Spannungskopfschmerzen und Migräne. Eine Studie zeigte, dass eine dreimonatige Pestwurzkur Migräneattacken um über 50 Prozent reduzierte. Der Stoff ist jedoch nicht immer magenverträglich, es empfiehlt sich daher immer ein Gespräch mit dem Arzt.

  4. Essen.

    Gesunde, vitaminreiche Kost macht nicht nur fit, sie wehrt auch Kopfschmerzen ab. Essen Sie viel frisches Obst im Büro - und nein, keine Vitaminpillen. Die sind kein Ersatz. Andere Nahrungsmittel wiederum sollten Sie meiden, weil die darin enthaltenen sogenannten biogenen Amine Kopfweh auslösen können.

    Zu diesen Triggern gehören Rotwein, Schokolade, Käse, Weizenbrot oder Schweinefleisch. Auch auf den Geschmacksverstärker Glutamat reagieren manche mit Kopfschmerzen.

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  5. Bewegung.

    Die brauchen vor allem Hals und Nacken. Insbesondere Menschen, die den ganzen Tag tumb in den Bildschirm glotzen, sind gefährdet in diesem Bereich zu verspannen. Je länger man in der gleichen Pose da hockt und den Kopf weder nach links, noch nach rechts dreht, desto leichter verkrampfen die entsprechenden Muskel.

    Um die daraus resultierenden Verspannungskopfschmerzen zu verhindern, helfen helfen oft schon leichte Streck- und Dehnübungen. Profis nutzen auch Yoga, um die Muskeln geschmeidig zu halten. Das lässt sich allerdings nicht in jedem Büro realisieren und ist daher eher etwas für zuhause.

  6. Weniger Sitzen.

    Wer acht Stunden am Tag auf seinem Bürostuhl hockt, darf sich nicht wundern, wenn sein Körper in sich zusammensackt. Die krumme Sitzhaltung – auch hervorgerufen durch eine zunehmend erschlaffende Bauchmuskulatur – ist eine der Hauptursachen für die unter Büroarbeitern weit verbreiteten Rückenschmerzen und ein klassischer Kopfschmerzauslöser.

    Versuchen Sie deshalb häufiger Ihre Sitzposition zu wechseln (das trainiert die Muskeln). Sitzen Sie bewusst aufrecht und gerade. Stehen Sie öfter auf und gehen Sie ein paar Schritte über den Flur (vielleicht, um einen Kollegen zu besuchen) und achten Sie auf eine ergonomisch richtige Tisch- und Stuhlhöhe: Wenn Sie aufrecht sitzen, sollten Ihre Unterarme waagerecht auf dem Tisch aufliegen können.

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  7. Lüften.

    Sauerstoff ist der Treibstoff für Ihre grauen Zellen. Führen Sie ihnen deshalb regelmäßig Frischluft zu – verbrauchte Luft macht einen Brummschädel. Die Raumtemperatur sollte zwischen 19 und 22 Grad liegen. Und achten Sie im Sommer wie im Winter auf ausreichend Luftfeuchtigkeit.

    Pflanzen erzeugen ein gutes Raumklima, zur Not tut es aber auch eine Schale mit Wasser (das Sie bitte täglich wechseln – Fäulnisgefahr). Seien Sie indes vorsichtig mit Raumparfüms. Per se schaden sie nicht, sie können aber die Luft frischer erscheinen lassen als sie tatsächlich ist.

  8. Licht.

    Das Büro sollte gleichmäßig ausgeleuchtet und der Bildschirm nicht direkt beschienen werden. Zu starke Kontraste (Bildschirm im Gegenlicht vor dem Fenster) können die Augen übermäßig anstrengen und entsprechend zu Augenflimmern, abendlichem Augenbrennen oder eben Kopfschmerzen führen.

    Wenn Ihnen nach einiger Zeit bei der Arbeit die Augen brennen, diese schmerzen und Sie regelmäßig Kopfschmerzen bekommen, sollten Sie möglicherweise etwas an den Lichtverhältnissen ändern.

  9. Kälte.

    Ein Rezept aus Omas Zeiten ist, die Unterarme für wenige Minuten in kaltes Wasser zu tauchen und danach kräftig abzurubbeln. Funktioniert wirklich.

  10. Ruhe.

    Baulärm, Straßenlärm, lautes Telefonklingeln, Faxgeräte, Drucker und Kopierer, sogar Lautsprecher in menschlicher Gestalt können empfindlich an den Nerven zehren. Versuchen Sie solche Störquellen zu minimieren, indem Sie etwa lärmende Geräte soweit wie möglich aus dem Büro verbannen und Kollegen bitten leiser zu sein.

    Das wirkt vielleicht ein wenig empfindlich, beugt Kopfschmerzen aber trotzdem vor. Und letztlich haben alle etwas davon, wenn es ein bisschen ruhiger zugeht. Ansonsten: Ziehen Sie sich regelmäßig in kleine Ruheoasen zurück, etwa in die Kantine nach der Rushhour.

  11. Entspannen.

    Multitasking oder das ständige parallele E-Mailen, Telefonieren und Arbeiten sind Gift für die Nerven. Schalten Sie deshalb zwischendurch immer wieder mal ab, und zwar wirklich.

    Also: Handy aus, Telefon aus, E-Mail aus, PC aus, Tür zu, Licht dimmen, nicht aus dem Fenster starren, sondern einen Punkt im Raum fixieren und versuchen die Gedanken treiben lassen. Auch hierbei reichen meist schon fünf bis zehn Minuten, um Kopfweh zu vermeiden oder gerade aufkommende Schmerzen sofort wieder abklingen zu lassen.

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  12. Runterfahren.

    Bei all diesen Tipps: Versuchen Sie unbedingt langsam zu entspannen. Die Wissenschaft kennt das Phänomen der sogenannten Entlastungsdepression: Wer zu schnell herunterfährt, vor allem nach einer besonders stressigen Phase, riskiert erst recht Kopfschmerzen, Erschöpfungsattacken und Übelkeit. Und das sind nur einige Symptome, die eine Studie der holländischen Tilburg Universität auflistet.

    Erzeugen Sie bei Ihrer Entspannung bloß nicht noch mehr Druck, Motto: Ich muss ganz schnell den Schmerz loswerden, damit ich weiterarbeiten kann... Gehen Sie die Sache lieber ruhig und langsam an, dann entspannen Sie schneller.

Wer an Migräne leidet, ist hartnäckiger

Wer an Migräne leidet, ist hartnäckigerKopfschmerzen sind schon alles andere als Kindergeburtstag - aber Migräneattacken sind die Hölle. Dagegen ist kaum ein Kraut gewachsen. Dafür können sich Betroffene wenigstens mit der Erkenntnis trösten, hartnäckiger zu sein als andere.

Bei einer Studie um Peter Kropp vom Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Rostock zeigte sich: Migräne-Patienten suchen aktiver nach Lösungen und geben seltener auf als alle Kontrollgruppen. Und Härtnäckigkeit - das zeigen andere Studien - ist ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor.

Kopfschmerzen: Tipps, um sie in den Griff zu bekommen

In manchen Fällen hilft auch die beste Vorbeugung nichts und die Kopfschmerzen kommen trotzdem. Schon früh lernt man in einem solchen Fall, nicht zulange abzuwarten. Kopfschmerzen werden tendenziell erst einmal schlimmer und wer sich einredet, dass es mit Abwarten alleine getan ist, bereut diese Entscheidung meist einige Stunden später, wenn der Kopf zu platzen scheint.

Sicher können in einem solchen Fall Kopfschmerztabletten helfen und manchmal sind diese auch eine gute Lösung, um das Problem schnell zu lösen. Allerdings können diese immer auch Nebenwirkungen mitbringen und wenn möglich, ist es besser, auf Medikamente zu verzichten.

Statt einfach nur eine Tablette zu schlucken und darauf zu warten, dass die Wirkung einsetzt, haben Sie noch viele weitere Möglichkeiten, den Kopfschmerzen etwas entgegenzusetzen. Wir haben einige der besten Tipps für Sie gesammelt:

  1. Legen Sie einen kalten Waschlappen auf die Stirn

    Es ist der absolute Klassiker gegen Kopfschmerzen, den viele schon aus ihrer Kindheit kennen: Wenn der Kopf brummt, sticht und pocht, einen Waschlappen oder ein Tuch unter kaltes Wasser halten, auswringen und auf die Stirn legen.

    Am besten wirkt dies, wenn Sie sich einige Minuten hinlegen, die Augen schließen und entspannen. Fühlen Sie sich noch etwas besser, kann auch eine Dusche helfen. Wechselduschen mit kaltem und warmem Wasser fördern die Durchblutung und können Kopfschmerzen lindern.

  2. Machen Sie ein Nickerchen

    Nach einem kurzen Powernap sind Kopfschmerzen manchmal wie weggefegt. Schon ein Nickerchen von zehn Minuten kann ausreichen, um den Kopf wieder freizubekommen und unerwünschte Schmerzen zu vertreiben. So kann auch auf der Arbeit in der Pause der Kopfschmerz bekämpft werden.

    Wer zuhause ist und mehr Zeit hat, kann natürlich auch länger schlafen. Das gibt neue Energie und gibt dem Körper Zeit und Ruhe, um gegen den Schmerzreiz vorzugehen.

  3. Trinken Sie einen Kaffee

    Kaffee und Kopfschmerzen ist ein schwieriges Thema. Das koffeinhaltige Getränk kann diese fördern, aber ebenso Linderung verschaffen. So kann gerade ein kräftiger Kaffee wie ein Espresso die Durchblutung im Gehirn fördern und so Kopfschmerzen reduzieren.

    Ein Extratipp: Manch einer schwört darauf, seinem Kaffee einen Spritzer Zitronensaft zuzufügen. Das soll wahre Wunder gegen Kopfschmerzen wirken und besonders bei Spannungskopfschmerzen wirksam sein.

  4. Machen Sie die Augen zu

    Auch ohne Schlaf können Kopfschmerzen gebessert werden, wenn Sie die Augen für einige Zeit schließen. Unterbrechen Sie die ständige Konzentration und Belastung sowohl Ihrer Augen, als auch Ihres Denkapparates und gönnen Sie gerade mit Kopfschmerzen die nötigen Pausen.

    Wenn es Ihnen schwer fällt, die Augen für mehrere Minuten geschlossen zu halten, können Sie auch mit einer Schlafbrille oder Ihren Händen helfen, diese zu bedecken. Auf diese Weise können Sie auch gleich eine leichte Massage an Augen und Stirn vornehmen, die zusätzlich Kopfschmerzen vertreibt.

  5. Nehmen Sie ein entspannendes Bad

    Büroangestellte leiden häufig unter Kopfschmerzen aufgrund von Verspannungen und Verkrampfungen in der Muskulatur. Besonders der Rücken, Schultern und Nacken sind stark beansprucht. Eine warme Badewanne kann dabei helfen, die verspannte Muskulatur wieder zu lockern und die Schmerzen lassen nach.

    Gleichzeitig wird so Stress abgebaut und neue Kraft getankt. Wer sich noch mehr gönnen möchte, kann mit entsprechenden Badezusätzen arbeiten, die die Durchblutung anregen können.

Wann muss man mit Kopfschmerzen zum Arzt?

Wann muss man mit Kopfschmerzen zum ArztKopfschmerzen? Mit so einer Kleinigkeit muss man doch nicht zum Arzt, die gehen auch von alleine wieder weg... Eine leider weit verbreitete Einstellung, auf die Sie sich allerdings nicht grundsätzlich verlassen sollten. Glücklicherweise sind viele Kopfschmerzen vorübergehend und daher nicht weiter besorgniserregend, in einigen Fällen sollten Sie dennoch Ihren Arzt konsultieren.

Dies gilt vor allem, wenn Kopfschmerzen plötzlich gehäuft auftreten, über einen längeren Zeitraum andauern oder der Schmerz deutlich stärker als gewöhnlich ist. Hier sollte ein Arzt aufgesucht werden, um festzustellen, ob möglicherweise eine andere Krankheit für die Schmerzen verantwortlich ist. Vorsichtig sollten Sie gerade auch mit der Einnahme von Schmerztabletten sein. Diese werden oft vorschnell oder sogar falsch eingesetzt.

Haben Sie sich entschlossen, mit einem Arzt über Ihre Kopfschmerzen zu sprechen, sollten Sie am besten im Vorfeld bereits einige wichtige Fragen für sich selbst beantworten. Das macht es dem Arzt leichter, eine entsprechende Diagnose zu stellen und Ihre Kopfschmerzen richtig zu behandeln:

  • Wo genau sitzt der Schmerz? Kopfschmerzen lassen sich oft lokalisieren, etwa sitzt der Schmerz in der Schläfe, vorne an der Stirn oder doch eher im Hinterkopf. Auch ist es möglich, dass der Schmerz wandert oder der gesamte Kopf betroffen ist.
  • Was für ein Schmerz ist es? Wenn es weh tut, tut es weh. Aber ganz so gleich sind Schmerzen in der Regel nicht. Versuchen Sie zu beurteilen, ob es ein stechender Schmerz oder eher ein drückendes Gefühl ist.
  • Wie lange dauert der Schmerz? Ist es ein dauerhafter Schmerz oder vergeht der Schmerz nach einiger Zeit und kommt zu einem späteren Zeitpunkt wieder? Sie müssen nicht mit der Stoppuhr nachmessen, aber eine ungefähre Einschätzung kann helfen.
  • Wann wird es besser? Manche Kopfschmerzen werden unter bestimmten Bedingungen besser - oder eben schlimmer. Beispielsweise wenn Sie die Augen schließen, sich auf den Rücken oder auf die Seite legen.
  • Welche Symptome haben Sie außerdem? Kopfschmerzen treten häufig gemeinsam mit anderen Beschwerden auf. Klassisch sind beispielsweise Übelkeit und Sehstörungen oder Fieber, aber auch andere Symptome sollten unbedingt erwähnt werden.

Mit diesem Wissen ausgestattet können Sie Ihrem Arzt bereits eine konkrete Beschreibung Ihrer Kopfschmerzen liefern

Kopfschmerzen: Was hilft gegen Alkohol-Kater?

Doppelganger4/shutterstock.comDie gute Nachricht zuerst: Wer mit seinen Kollegen regelmäßig gesellig Alkohol trinkt, verdient im Schnitt rund 14 Prozent mehr Gehalt im Vergleich zu den Abstinenzlern. Das fanden zumindest Forscher des National Bureau of Economic Research in Boston heraus. Grund: Geselliges Trinken stärke die Netzwerk-Beziehung und fördere so das sprichwörtliche Vitamin B.

Die schlechte Nachricht: Zu viel Akohol-Konsum führt zu einem mitunter heftigen Kater am Morgen danach, der zu den sekundären Kopfschmerzen gezählt wird.

Vor allem Frauen sind davon betroffen. Kein Scherz! Nach einer ordentlichen Partynacht schlafen Frauen deutlich schlechter als ihre männlichen Kollegen, haben Wissenschaftler um Todd Arnedt von der Universität von Michigan in Ann Arbor festgestellt. Zwar mache der Alkohol müde und helfe beim Einschlafen – in der zweiten Schlafhälfte aber leiden vor allem Frauen unter schlechterer Schlafqualität und häufigen Wachphasen.

Insgesamt 59 Frauen und 34 Männer durften sich dazu erst einmal einen zünftigen Rausch antrinken – bis zu einem Alkoholpegel von rund einem Promille. Pech für die Kontrollgruppe: Sie bekam nur Softdrinks.

Danach ging es für beide Gruppen ins Schlaflabor: Nun maßen die Forscher acht Stunden lang die Schlafqualität ihrer Probanden und ließen sie danach noch Fragebögen ausfüllen. Ergebnis: Trotz gleichen Alkoholspiegels schliefen die Frauen deutlich schlechter als die Männer und empfanden hernach die Nacht auch als subjektiv unruhiger und weniger erholsam als die Männer.

Studienleiter Todd Arnedt hält Alkohol ohnehin nur bedingt für schlaffördernd. Mehr als beispielsweise 0,2 Liter Wein sollte keiner vor dem Zubettgehen mehr trinken. Auch die Männer nicht. Als Schlummertrunk ist Alkohol also weniger geeignet.

Kater-Kopfschmerzen: Die Pille danach?

Es ist vielleicht der Traum aller trinkfesten Männer und Frauen: Die Anti-Kater-Pille, die endlich das Trinken ohne Reue am nächsten Morgen ermöglichen könnte, um dem Kater endgültig den Garaus zu machen. Der Plan: Zwei Enzyme werden in einer kleinen Kapsel in den Körper gebracht, um dort den Alkohol abzubauen - auf ähnliche Weise, wie es sonst die körpereigene Leber tut. So stellten Wissenschaftler sich dies bereits vor einigen Jahren vor.

Seitdem gibt es zwar immer wieder verschiedene Anti-Kater-Geheimwaffen, wirklich flächendeckend durchgesetzt hat sich allerdings nichts - was möglicherweise auch an der Wirkung liegen könnte. Dennoch begegnen einem in den einschlägigen Online-Shops mittlerweile zahlreiche Präparate in Pillenform, die Linderung speziell gegen Katersymptome versprechen. Deren Seriosität muss dann jeder für sich selbst beurteilen.

Es gibt deutlich bessere Methoden, gegen den Kater zu kämpfen. Tatsächlich scheint hier jeder seine ganz spezielle Technik zu haben, um einem Kater vorbeugen oder ihn wieder zu vertreiben. Die Tipps könnten Sie übrigens auch geschmeidiger durch die Karnevalstage, über Silvester oder durch Ihre rauschende Geburtstagsparty bringen...

Vor dem Kater

  • Grundlage schaffen

    Das wohlbekannte Hausmannsrezept: Gehen Sie nie auf nüchternen Magen auf die Piste. Fetthaltige Speisen helfen, Alkohol im Körper zu absorbieren und seine Wirkung zu verzögern. Wenn Sie sich mal eine fettige Haxe gönnen wollen, dann heute. Auch Ölsardinen sind ein guter Tipp (wenn auch nicht geschmacklich jedermanns Sache).

    Und Lachs, Pommes oder auch ein Gläschen Olivenöl, wie der Münchner Immunologe und Katerspezialist Peter Schleicher empfiehlt. Es gibt zudem Menschen, die auf eine große Portion Spaghetti schwören, um den Alkohol quasi aufzusaugen. Allerdings ist die Wirkung von Kohlenhydraten nicht abschließend geklärt.

Währenddessen

  • Nicht rauchen

    Ein Schock für alle Gelegenheitsraucher: Die berühmte Zigarette zum Drink ist für viele unverzichtbar, kann einen Kater allerdings verstärken. Darauf wiesen 2012 Forscher der Brown Universität in Providence hin. Wer parallel zum Alkoholkonsum viel rauchte, hatte demnach häufiger einen Kater - und zudem einen stärkeren.

  • Weißes bevorzugen

    Damit ist nicht das Weißbier gemeint. Aber weißer Wein, Gin oder Wodka sind offenbar wirklich zu präferieren, sofern man einen schlimmen Kater vermeiden möchte. Idealerweise Wodka. Der ist so rein, dass er sogar als leberfreundlich gilt.

    Der Grund: Dunkle alkoholische Getränke wie Whiskey, Tequila, Bourbon oder Brandy enthalten deutlich mehr Kongenere. Kongenere sind ein Nebenprodukt bei der Gewinnung von Ethanol und verursachen stärkere körperliche Schmerzen. Bourbon zum Beispiel enthält im Vergleich zu Wodka die 37-fache Menge an Kongeneren.

  • Süßes meiden

    Zucker befördert den Alkohol noch schneller ins Blut. Gerade süße Alko-Pops sind daher ein gefundenes Fressen für Ihren Kater. Generell sollten Sie Mixgetränke meiden und bei einer Alkoholsorte bleiben.

  • Langsam trinken

    Pro Stunde baut unser Körper nur rund 15 Milliliter reinen Alkohol ab. Am besten trinken Sie deshalb nicht mehr als ein kleines Bier oder einen Kurzen (harten Alkohol) pro Stunde. In jedem Fall sollten Sie Ihre Drinks genießen - und nicht vernichten.

    Sehr sinnvoll: Zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser einstreuen. So füllen Sie Ihren Wasserhaushalt wieder auf, der Alkohol verteilt sich stärker.

  • Salziges snacken

    Auch der Griff zu salzigen Snacks wie Erdnüssen und Salzstangen ist im Grunde nicht verkehrt. Er kann und sollte Sie auch dazu animieren, immer mal wieder ein Glas Wasser nachzugießen.

    Aber: Sofern Sie Ihren Durst ausschließlich mit alkoholischen Getränken löschen, lassen Sie die Snacks lieber stehen. Sonst löschen Sie Ihren Brand nur mit noch mehr Bier und fördern sogar den Kater am nächsten Morgen.

  • Wasser nachfüllen

    Der vielleicht beste Tipp: Greifen Sie direkt vor dem Schlafengehen noch einmal zur Wasserflasche. Am besten trinken Sie einen ganzen Liter (oder wenigstens einen halben), um den Alkohol kräftig zu verdünnen. Das macht am nächsten Vormittag einen großen Unterschied.

    Und trinken Sie keinen Schnaps mehr vor der Nachtruhe. Nicht wenige Menschen bekommen nachts einen Schlaganfall, weil Sie über den Alkohol zu viel Flüssigkeit verlieren. Folge: Das Blut dickt ein, thrombotische Verschlüsse, Schlaganfall.

  • Schmerzmittel weglassen

    Vorsicht auch mit Medikamenten! Viele stehen auf den Blutverdünner Aspirin vor dem Schlafengehen. Hilft vielleicht, ist aber nicht gesund.

Am nächsten Morgen

  • Rindersuppe trinken

    In den USA gehört die chinesische Suppe Yaka mein zu den traditionellen Kater-Bekämpfungsmitteln. Drin sind Rindfleisch, Nudeln, hartgekochte Eier, grüne Zwiebeln, manchmal Chili-Pulver. Für die Spezialität hat sich auch der Begriff Old Sober eingebürgert. Die gute alte Hühnersuppe oder Gemüsebrühe tun es für den Anfang aber auch.

  • Eier essen

    Warum speziell Eier? Sie enthalten Cysteine. Das sind Aminosäuren, die den Abbau von Acetaldehyd fördern. Und Acetaldehyd wiederum ist ein Hauptverantwortlicher für den Kater am Morgen. Sie können auch mal ausprobieren, ein paar Eier VOR dem Kneipenbesuch zu essen.

  • Spargel speisen

    Koreanische Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass auch Spargel Katersymptome bekämpft. Sie können es ja einfach mal testen, sofern Sie Spargel im Haus haben - oder das Gasthaus nebenan auf der Karte. Viel falsch machen können Sie mit dem ballaststoffreichen Gemüse, das dafür bekannt ist, den Körper zu entgiften, jedenfalls nicht.

  • Kaffee meiden

    Verzichten Sie auf den morgendlichen Kaffee als Therapeutikum. Mancher meint zwar, dass er nur so überhaupt in der Lage ist, jemals wieder aufzustehen, aber Kaffee verschlimmert nur die Dehydrierung und gleichzeitig die Kopfschmerzen. Wenn Sie auf Ihren Kaffee partout nicht verzichten wollen, dann trinken Sie ihn wenigstens in Kombination mit viel Wasser.

  • Gut frühstücken

    Haferflocken, Getreide- und Sojaprodukte enthalten Vitamin B1. Das Vitamin fördert den Aufbau von Glutarat im Körper, welches wiederum gegen das katertypische Kopfweh helfen soll. Vitamin B1-reiche Alternativen sind Erdnüsse, Kartoffeln, Schweinefleisch und Fisch.

  • Frische Luft

    Ein Spaziergang an der frischen Luft bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern versorgt den Körper mit Sauerstoff. Der Kältereiz am Morgen lindert zudem Kopfschmerzen. Extra-Tipp: Danach Stirn, Schläfen und Nacken mit Pfefferminzöl massieren und auf der Couch eine halbe Stunde ausruhen. Erfrischt und entspannt.

  • Fruchtsaftschorle trinken

    Einer der besten Tipps ist zugleich der simpelste: viel trinken! Aber nicht Alkohol, sondern Fruchtsaftschorlen und Tee, um dem Körper wieder Mineralien zuzuführen. Und natriumreiches Wasser, das reich an Magnesium ist, aber ohne Kohlensäure. Ein Glas pro Stunde ist ideal. Denn Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit - darum sollten Sie wie oben erwähnt auch bereits vor dem Schlafengehen Wasser trinken.

  • Honig nehmen

    Der enthält Friktose - und die hilft anders als Zucker, Alkohol abzubauen. Alternativ gehen auch Tomatensaft, Salzstangen, Rollmöpse, Essiggurken. Hier kommt es auch auf Ihren Geschmack an - und je nach dem, wie Sie sich fühlen (oder wenn es am Abend zuvor Bloody Mary gab), ist ihnen vielleicht nicht nach Tomatensaft.

  • Konterbier stehenlassen

    Manche schwören darauf, dem Kater mit einem Konterbier beizukommen. Klingt vielleicht heldenhaft, ist aber ein absolutes Tabu, wenn der zweite Tag nicht noch schlimmer werden soll. Der erneute Griff zum Alkohol dimmt zwar vielleicht kurzfristig die Symptome, verschiebt den Kater damit aber nur weiter nach hinten. Gewonnen ist damit gar nichts und der herausgezögerte Kopfschmerz wird nur noch schlimmer.

  • Schlafen

    Nicht ohne Grund heißt es: Schlafen Sie Ihren Rausch gründlich aus. Im Schlaf tanken Sie neue Energie, Ihr Körper regeneriert sich. Und das Beste: Sie spüren Ihren Kater dabei gar nicht. Wer schon einen ausgewachsenen Kater hatte, weiß, dass dieser Tipp sehr leicht zu beherzigen ist.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]

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