Nervös im Vorstellungsgespräch: Bitte durchatmen!

Vorstellungsgespräche sind heikel: Binnen weniger Minuten soll man das Schlauste sagen, was einem jemals über die Lippen gekommen ist, soll vor Inspiration und Engagement nur so sprühen, soll sympathisch und motiviert sein, einen guten Eindruck machen und obendrein subtil herausstreichen, warum das die einmalige Chance für das Unternehmen ist, die Bestbesetzung für die Position einzustellen. Und das alles unter dem hohen Stress einer klassischen Prüfungssituation. Kein Wunder, dass die meisten Bewerber in so einer Situation nervös werden. Und mit der Nervosität kommen die feuchten Hände, das Herzrasen und das flaue Gefühl im Magen. Was gegen die Nervosität im Vorstellungsgespräch hilft…

Nervös im Vorstellungsgespräch: Bitte durchatmen!

Was passiert bei Nervosität und Lampenfieber?

Nervosität, Aufregung oder auch Lampenfieber bezeichnen einen Zustand innerer Unruhe. Dann schüttet der Körper massenhaft Adrenalin aus, der Herzschlag beschleunigt sich, Energiereserven werden freigesetzt. Die Pupillen weiten sich und man ist sofort aufnahmefähiger.

All diese Reaktionen stellen zunächst einen Schutzmechanismus des Körpers dar. Wenn Gefahr lauert, ist der Mensch dadurch in der Lage zu flüchten oder sich zu verteidigen.

In einem Vorstellungsgespräch und in vergleichbaren Situationen kann dieser Fluchtinstinkt jedoch hinderlich sein. Denn viele Bewerber versuchen die Nervosität wegzureden und reden sich dabei um Kopf und Kragen.

Außerdem ist Nervosität im Vorstellungsgespräch für Sie als Bewerber sehr unangenehm, wenn sie ein normales Maß übersteigt. Sie fühlen sich zunehmend unwohl, haben Angst vor jeder einzelnen Frage, können sich kaum noch konzentrieren, weil Sie in Gedanken bereits ein Worst-Case-Szenario nach dem anderen durchspielen und schmälern so am Ende Ihre eigenen Chancen auf den Job.

Daraus kann schnell ein wahrer Teufelskreis entstehen, aus dem Kandidaten nur schwer wieder herausfinden: Einmal schlechte Erfahrungen mit Nervosität im Vorstellungsgespräch gemacht, fühlen Sie sich in Ihrer Angst vor dem nächsten Jobinterview nur noch stärker bestätigt – und sind sogar noch aufgeregter als beim letzten Mal, wodurch das Ergebnis voraussichtlich genau gleich ausfällt.

Nervosität im Vorstellungsgespräch: Warum so aufgeregt?

Blöde Frage werden Sie vielleicht im ersten Moment denken. Tatsächlich ist es jedoch eine wichtige und vor allem ernst gemeinte Frage, mit der Sie sich auseinandersetzen sollten, wenn Sie unter Nervosität im Vorstellungsgespräch leiden.

Die eigene Nervosität und Aufregung gezielt zu hinterfragen, hilft dabei, die Selbstreflexion anzuregen, um das eigene Verhalten und auch die eigene Reaktion auf die Situation im Vorstellungsgespräch besser zu verstehen. Dieses Wissen können Sie dann gezielt einsetzen, um etwas gegen die Aufregung zu unternehmen und im nächsten Gespräch mit einem Personaler ruhiger und entspannter aufzutreten.

Geht es Ihnen wie den meisten Bewerbern, sind die Ursachen für die Nervosität gleich vielseitig und bestehen aus mehreren Aspekten:

  1. Große Erwartungen

    Nach möglicherweise bereits mehreren Absagen ist nun endlich die Chance gekommen, um im persönlichen Gespräch den langersehnten Job an Land zu ziehen und hoffentlich bald einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen, die Sie an sich selbst stellen. Sie wollen perfekt sein, bloß keinen Fehler machen, um sich diese Chance doch noch entgehen zu lassen.

    Damit setzen Sie sich selbst enorm unter Druck und sind umso nervöser, wenn es dann wirklich ins Vorstellungsgespräch geht. Hinzu kommt die Angst, den Erwartungen von außen nicht gerecht werden zu können. Was will der Personaler sehen und hören? Wie reagieren Freunde und Familie, wenn es doch nicht mit dem Job klappt?

  2. Finanzielle Engpässe

    Je länger Arbeitslosigkeit und Jobsuche bereits andauern, desto schwieriger kann es um die finanzielle Situation bestellt sein, in der sich ein Bewerber zum Zeitpunkt des Vorstellungsgespräches befindet. Je größer die damit verbundene Not, desto größer auch die Nervosität.

  3. Unbekannte Situation

    Ein Vorstellungsgespräch ist und bleibt selbst für erfahrene Bewerber und Jobsuchende, die bereits verschiedene Bewerbungsphasen durchlaufen haben, immer noch eine ungewohnte Situation, bei der nie genau vorherzusehen ist, was auf einen zu kommt.

    Dieser Freiraum bietet allerhand Platz für Spekulationen und Sorgen, der fast immer mit den schlimmsten Vorstellungen von unlösbaren Fragen, unsympathischen Personalern und absoluten Blackouts während des Gesprächs gefüllt wird.

Eine besonders effektive Methode, um Nervosität im Vorstellungsgespräch zu überwinden, ist eine Änderung der Einstellung. Setzen sich sich nicht selbst unter druck und lassen Sie sich auch von den Erwartungen anderer nicht verrückt machen. Akzeptieren sie stattdessen, dass es eine Chance ist, es auf der anderen Seite aber eben auch nicht klappen kann.

Das ist kein Weltuntergang und sollte weder von Ihnen, noch von Ihrem Umfeld als solcher Betrachtet werden. Sprechen Sie daher im Vorfeld auch mit Freunden und Familie, schildern Sie, wie Sie sich fühlen und welche Art der Unterstützung Sie sich wünschen, um weniger Stress im Gespräch zu verspüren.

Allerdings ist eine solche Änderung nur schwer umzusetzen und gerade in der akuten Stresssituation verfallen viele wieder in altbekannte Muster. Doch es gibt einige Tipps und Tricks, mit denen Sie die Nervosität im Vorstellungsgespräch bekämpfen können.

Nervosität im Vorstellungsgespräch: Vorsicht vor dieser Körpersprache

Nervosität im Vorstellungsgespräch: Vorsicht vor dieser KörperspracheWir sagen nicht immer, was wir denken. Aber unsere Körpersprache verrät, was wir fühlen. Gerade die Körpersprache bekommt in einem Vorstellungsgesprächen oft enormes Gewicht, denn wer sagt schon in den ersten zwei Minuten soviel Überzeugendes, dass der Rest total egal wird?

Nicht wenige Kandidaten scheitern im Bewerbungsgespräch eben nicht an ihrer fachlichen Qualifikation, sondern genau wegen dieser nonverbalen Signale.

Eine Umfrage kam vor einiger Zeit zum Ergebnis, welche Gesten Personaler im Vorstellungsgespräch überhaupt nicht mögen und Bewerber tendenziell durchfallen lassen – viele davon sind klassische Merkmale von Nervosität:

  • Fehlender Blickkontakt (67 Prozent)
  • Fehlendes Lächeln (38 Prozent)
  • Herumzappeln (33 Prozent)
  • Schlaffe Körperhaltung (33 Prozent)
  • Schlaffer Händedruck (26 Prozent)
  • Arme verschränken (21 Prozent)
  • Mit den Haaren spielen oder im Gesicht rumfummeln (21 Prozent)
  • Mit den Händen fuchteln (9 Prozent)

(Mehrfachnennungen möglich)

Nervosität im Vorstellungsgespräch: Tipps, wie Sie mit Nervosität umgehen

Auch wenn Sie alle folgenden Tipps berücksichtigen – die Nervosität wird nicht ganz verschwinden. Das ist normal. Etwas Stress und Adrenalin sind für Sie als Bewerber sogar förderlich. Sie fördern die Konzentration und Leistungsfähigkeit.

Das Vorstellungsgespräch bleibt eine Stresssituation. Es geht schließlich um den Job, den Sie wollen. Machen Sie sich bitte trotzdem nicht verrückt. Dass Sie nervös sein werden, wissen auch die Personalentscheider. Solange Sie es nicht blockiert, ist alles gut.

Und darüber hinaus haben wir die folgenden bewährten Tipps fürs Vorstellungsgespräch gesammelt…

  1. Kleiden Sie sich passend

    Die Auswahl des richtigen Outfits für ein Vorstellungsgespräch kann bereits die Nervosität senken. Tragen Sie Kleidung, die der Position angemessen ist – in der Sie sich aber auch wohlfühlen. Die Kleidung sollte bequem sein. Nur bitte keine Freizeitkleidung à la Jogginghose und T-Shirt.

    Wenn Sie sich in der Kleidung sicher und professionell gekleidet fühlen, strahlt das auf Ihre Körpersprache und innere Ruhe aus. Das Selbstbewusstsein steigt und Sie wirken sourveräner.

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  2. Nutzen Sie die Zeit zur Vorbereitung

    Je besser Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, desto stärker werden Sie Ihre Nervosität im Griff haben. Klar, man kann nicht alles auswendig lernen – muss man aber auch nicht. Aber wenn Sie Ihren Lebenslauf und Ihre Motivation überzeugend erklären können, 10 gute Rückfragen wissen und die Grundregeln beherrschen, kann praktisch nichts schief gehen. Es kann dann nur noch für beide passen – oder nicht.

    Wer vorbereitet ist, muss keine Angst haben, von unangenehmen Fragen überrascht zu werden oder plötzlich auf dem Schlauch zu stehen. Die Nervosität geht dann von ganz alleine. Und Informationen über das Unternehmen, mögliche Fragen und auch der Verlauf eines klassischen Vorstellungsgesprächs – finden Sie heute komplett im Internet. Die wichtigsten Tipps – zur Beruhigung – schon bei uns…

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  3. Gehen Sie selbstbewusst ins Gespräch.

    Wird man zum Vorstellungsgespräch eingeladen, hat man die größte Hürde bereits genommen. Ihre Unterlagen waren so überzeugend, dass man Sie für die ausgeschriebene Stelle in Betracht zieht. Im schriftlichen Teil des Bewerbungsprozesses haben Sie sich bereits gegen eine Reihe anderer Bewerber durchsetzen können. Das sollte Sie beruhigen und Ihr Selbstbewusstsein stärken.

    Sie müssen sich nicht klein machen oder schlecht reden, dafür gibt es überhaupt keinen Anlass. Sie haben bereits einen guten Eindruck gemacht, nun geht es nur noch darum, Sie persönlich kennenzulernen und diesen Eindruck zu festigen. Kein Grund, nervös zu sein oder zu befürchten, Sie wären der Herausforderung nicht gewachsen.

  4. Beschäftigen Sie sich mit Stressauslösern.

    Warum haben Sie Ihr Studium abgebrochen? oder Haben Sie vor Kinder zu bekommen? Fragen, die Schwachstellen ansprechen oder zu persönlich werden, setzen Bewerber zusätzlich unter Druck. Die meisten Bewerber fühlen sich von solchen Fragen überrumpelt und wissen nicht, was sie darauf antworten sollen. Deswegen sollten Sie sich gezielt auf diese Fragen vorbereiten. Legen Sie sich bereits mögliche Antworten für Brüche im Lebenslauf zurecht. In der eigentlichen Situation sind Sie dann nicht überrascht und können souverän antworten.

    Hier hilft außerdem ein Bewusstsein für die Strategie des Personalers: Es geht nicht darum, Sie runter zu machen oder möglichst schlecht aussehen zu lassen. Mit solchen Fragen sollen Sie aus der Reserve gelockt und auf die Probe gestellt werden. Sehen Sie diese deshalb als Chance, um wirklich zu punkten.

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  5. Trainieren Sie Ihre Körpersprache.

    Selbst wenn Sie schweigen, redet Ihr Körper immer noch. Vor lauter Nervosität spielen viele Bewerber mit ihren Haaren, kauen auf ihren Lippen oder rücken ihre Kleidung zurecht. Mit all diesen Gesten wirken Sie unsicher und eingeschüchtert. Personaler merken das.

    Werden Sie sich also Ihrer Körpersprache bewusst, indem Sie beispielsweise ein Vorstellungsgespräch simulieren und per Smartphone und Video aufzeichnen: Beobachten Sie sich genau. So merken Sie, welche Mikrogesten Sie sich abtrainieren sollten.

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  6. Bewegen Sie sich kurz vorher.

    Bewegung wirkt entspannend. Natürlich ist damit kein Leistungssport gemeint. Ein kurzer Spaziergang, Treppensteigen oder etwas Gymnastik reichen schon, um die Nervosität und Aufregung vor dem Vorstellungsgespräch zu reduzieren.

    Optimal ist etwas Bewegung an der frischen Luft, um noch einmal den Kopf frei zu bekommen und die Gedanken zu ordnen. Sauerstoff ist der natürlich Feind aufkommender Nervosität. Gehen Sie zum Beispiel noch ein paar Schritte die Straße rauf und runter oder – falls vorhanden – nutzen Sie einen in der nähe gelegenen Park.

    Bonus-Tipp gegen Blackouts im Vorstellungsgespräch: Wackeln Sie mit den Zehen! (Siehe Video)

  7. Sein Sie rechtzeitig vor Ort.

    Nichts verursacht mehr Stress und steigert die Nervosität mehr, als in letzter Minute und gehetzt anzukommen. Schlimmer: zu spät kommen. Planen Sie daher ausreichend Zeit für die Anreise ein. So haben Panikattacken und Peinlichkeiten keine Chance.

    Das bedeutet auch, dass Sie sich vorab ein genaues Bild davon machen, wie Sie anreisen und eventuelle Verspätungen und Verkehrsausfälle (beziehungsweise Alternativwege) einkalkulieren. Zehn oder auch 20 Minuten, die Sie eher da sind und sich entspannen können, machen bereits einen großen Unterschied.

  8. Trinken Sie vorher keinen Kaffee.

    Für viele ist der Griff zum Kaffee fast schon selbstverständlich und wer etwas eher da ist, kann die restliche Zeit ja möglicherweise in einem Café verbringen. Fehler! Das im Kaffee enthaltende Koffein wird im Vorstellungsgespräch wirken – mit allen Begleiterscheinungen. Die machen nicht nur wach, sondern verstärken auch die Nervosität. Klüger ist, die typische Mundtrockenheit mit einem Glas Wasser oder einem Saft zu bekämpfen. Stilles Wasser beruhigt die Nerven ebenso – und verhindert überdies peinliche Rülpser.

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  9. Lutschen Sie vorher ein Bonbon.

    Fühlt sich Ihr Mund trocken an, wenn Sie nervös sind? Das ist normal: Durch die Aufregung produzieren Sie weniger Speichel. Zusätzlich atmen viele Menschen, wenn Sie nervös oder aufgeregt sind, durch den Mund. So entsteht ein unangenehmes Trockenheitsgefühl. Die Zunge klebt buchstäblich fest.

    Ein Kaugummi zu kauen oder ein Bonbon zu lutschen, regt die Speichelproduktion an – und wirkt zusätzlich beruhigend. Bitte vergessen Sie aber nicht, dieses kurz vor dem Termin aus dem Mund zu nehmen.

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  10. Nutzen Sie die Ankermethode.

    Das ist eine Technik, die Ihnen dabei hilft, in stressigen Situationen zu entspannen. Sie beruht auf der sogenannten Reizreaktionskopplung. Dabei werden Daumen und Zeigefinger aufeinander gepresst. Währenddessen denkt man intensiv an ein positives Erlebnis, beispielsweise den letzten Urlaub. Die schönen Erinnerungen werden auf den Druck der Finger übertragen. Haben Sie diese Übung oft genug wiederholt, stellt sich das gute Gefühl allein durch das Aufeinanderdrücken der Finger ein.

    Damit die Technik funktioniert, erfordert diese Methode einige Zeit der Übung. Beginnen Sie deshalb frühzeitig damit, einen entsprechenden Anker zu setzen und mit einer positiven Emotion zu verbinden. Spüren Sie dann, wie die Nervosität aufkommt, können Sie auf Knopf- beziehungsweise Fingerdruck entgegenwirken.

  11. Nutzen Sie Ihr Lächeln

    In den Minuten vor dem Gespräch und möglicherweise auch währenddessen, ist Ihnen vielleicht nicht wirklich nach Lächeln zumute. Dennoch sollten Sie es tun: Ein Lächeln wirkt nicht nur wie ein Eisbrecher, der die Stimmung auflockert und zu einer besseren Atmosphäre beiträgt, es hilft Ihnen auch, um die Nervosität einzudämmen.

    Wenn Sie lächeln, schüttet Ihr Gehirn Glückshormone aus – ganz egal, ob Sie wirklich vor Freude lächeln, oder einfach nur so tun. Dieses positive Doping des Gehirns nimmt Ihnen die Angst, lässt Sie offener und positiver erscheinen und sorgt dafür, dass Sie sich sofort besser fühlen.

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  12. Gehen Sie ehrlich mit Ihrer Nervosität um.

    Ein guter Personaler weiß, dass Sie aufgeregt sind. Ihre Nervosität ist ein Zeichen dafür, dass Ihnen etwas an der Stelle liegt und beweist Ihre Ernsthaftigkeit. Deswegen sollten Sie nicht versuchen, Ihre Aufregung zu verheimlichen. In der Regel klappt das sowieso nicht.

    Sind Sie beim Sprechen ins Stocken geraten, haben den Faden verloren oder bemerken, dass Ihre Nervosität spürbar ist, sprechen Sie offen an, dass Sie nervös sind. Das wirkt menschlich und macht sympathisch. Zusätzlich kann Ihnen dabei regelrecht ein Stein vom Herzen fallen. Schon das Aussprechen kann die Situation oft spürbar angenehmer machen.

    In der Regel ist es nicht im Interesse eines Personalverantwortlichen, Bewerber fertig zu machen. Es geht darum, Sie kennenzulernen und sich davon zu überzeugen, dass Sie die richtige Wahl für die ausgeschriebene Stelle sind. Deswegen sollten Sie den Personaler nicht als jemanden sehen, der Ihnen etwas Böses will, sondern daran denken, dass er nur auf der Suche nach der Bestbesetzung ist.

  13. Atmen Sie tief durch.

    Nervosität beeinträchtigt Ihre Atmung. Viele Menschen neigen dann dazu durch den Mund oder nur in den oberen Bereich des Körpers zu atmen. Neben dem bereits angesprochenen trockenen Mund wird zusätzlich Ihre Stimme piepsig. Bewusst zu atmen, hilft Ihnen dabei die Anspannung abzubauen.

    Stehen Sie kurz vor dem Hyperventilieren, werden Sie nur zusehends nervöser und steigern sich in Ihre Aufregung hinein. Nehmen Sie sich also kurz vor dem Gespräch ein paar Minuten Zeit für eine Atemübung (ein Beispiel finden Sie im Kasten am Ende des Artikels), in der Sie zur Ruhe kommen, ohne Stress ins Vorstellungsgespräch gehen können.

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Nervös im Vorstellungsgespräch: Eine Atemübung gegen Stress

Nervös im Vorstellungsgespräch: Eine Atemübung gegen StressNervosität im Vorstellungsgespräch lässt sich auch durch gezielte Atemübungen bekämpfen: Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin, die Schultern gerade, legen Sie Ihre Hand auf den Bauch und versuchen Sie nur durch die Nase dorthin zu atmen – möglichst, ohne dass sich der Brustkorb hebt.

Atmen Sie nach der 4-6-8-Methode (auch „Stern-Methode“):

  • Langsam und tief einatmen, bis vier zählen.
  • Die Luft anhalten, bis sechs zählen.
  • Langsam durch den Mund ausatmen und bis acht zählen.

Das Ganze wiederholen Sie mindestens fünf Mal. Mit der Zeit werden Sie die Hand nicht mehr brauchen. Dafür können Sie mit dieser Übung Stress genauso wegatmen wie Frust oder Wut.

Stern Atmen Technik 4 6 8 Methode Atmung Stress

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

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19. Oktober 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.



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