Vorstellungsgespräch Führungskraft: 15 Fragen & Antworten

Das Vorstellungsgespräch für eine Führungskraft ist anspruchsvoll. Die Position bedeutet viel Verantwortung. Überdies repräsentieren Manager das Unternehmen nach außen. Entsprechend gründlich sind der Auswahlprozess und die Bewerbungsfragen für Führungskräfte. Bewährte Tipps, wie Sie auf die Fragen im Vorstellungsgespräch als Führungskraft antworten und welche Fragen Sie selbst stellen sollten…

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Führungskraft Vorstellungsgespräch: Was erwartet mich?

Wer die Bewerbung als Führungskraft gemeistert hat, ist zwar einen guten Schritt weiter, aber noch nicht am Ziel. Führungskräfte erwartet jetzt ein ausführliches Vorstellungsgespräch mit Assessment Center oder Einzelassessment) sowie sogenannte Management Audits.

Führungskräfte sind Aushängeschilder und Repräsentanten ihres Unternehmens. Sie stehen häufiger im Rampenlicht und in der Presse. Als ein „Gesicht“ des Unternehmens sind sie für das Image maßgeblich mitverantwortlich. Entsprechend tiefer und detailreicher sind die Fragen im Vorstellungsgespräch einer Führungskraft.

Was wird von Führungskräften erwartet?

  • Exzellente Fachkenntnisse & Erfahrungen
  • Zielorientierung & nachweisbare Erfolge
  • Analyse- & Strategiestärke
  • Führungsqualitäten & Charisma
  • Zielstrebiger Karriereweg
  • Tadellose Arbeitszeugnisse
  • Soziale Kompetenzen (z.B. Motivation, Empathie)
  • Gute Menschenkenntnis
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Veränderungswille & Anpassungsfähigkeit

Führungsstile und Werte auf dem Prüfstand

Bei der Besetzung von Führungspositionen geht es um viel Geld. Nicht wegen des zukünftigen Managergehalts – die Folgen einer Fehlbesetzung können erheblich sein: Talente wandern ab, das Unternehmen gerät in Schieflage…

Umso mehr müssen Führungskräfte im Vorstellungsgespräch beweisen, dass ihre Arbeitsweise und ihr Führungsstil zur Unternehmensphilosophie und den Werten des Arbeitgebers passen. Deshalb werden im Bewerbungsgespräch meist mehrere Bereiche, Kernkompetenzen und Fähigkeiten hinterfragt. Nicht nur der bisherige Werdegang.

Egal, ob „Senior Vice President“, Mittelmanager oder Junior Manager: Im Jobinterview für Führungskräfte müssen Sie ein hohes Maß an Selbstreflexion zeigen und vorhandene Führungskompetenzen und -erfolge nachweisen. Im Folgenden zeigen wir typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Führungskraft, auf die Sie sich unbedingt vorbereiten sollten:

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Vorstellungsgespräch Fragen für Führungskräfte zur Motivation

1. Warum streben Sie eine Führungsposition an?

Bei dieser Frage kommt es auf Ihre Hin-zu-Motivation an. Wer sich wegen Macht oder Geld bewirbt, outet sich als Söldner. Eine gute Begründung ist immer die Persönlichkeitsentwicklung. Die Position ist der nächste wichtige und nötige Karriereschritt. Wer zeigt, dass er oder sie konkrete Ziele verfolgt, überzeugt. Denn zielstrebige Manager sind meist erfolgreicher.

2. Was macht Sie zur richtigen Besetzung für diese Position?

Bei dieser Bewerbungsfrage geht es, darum wie ausführlich Sie sich mit der angestrebten Position im Vorfeld beschäftigt haben: Mit welchen Herausforderungen rechnen Sie? Welche eigenen Stärken zahlen darauf ein? Punkten können Sie hierbei mit konkreten Beispielen aus bisherigen Berufserfahrungen – und wie Sie vorhaben, anstehende Aufgaben zu meistern.

Personalentscheider interessieren sich bei vergleichbaren Fragen vor allem für:

  • Ihre Werte und Ambitionen
  • Einen kollegialen und teamorientierten Führungsstil
  • Ihre Ziele für das Unternehmen
  • Konkrete Impulse auf dieser Position
  • Ihr systematisches und strukturiertes Vorgehen

3. Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?

Vergleiche sind immer unschön und gefährliches Glatteis. Bei einer internen Bewerbung und einem internen Vorstellungsgespräch als Manager ist die Frage allerdings sehr wahrscheinlich. Jetzt aber bitte niemals über andere lästern! Dann bricht das dünne Eis. Vielmehr geht es bei dieser Frage um Ihre Alleinstellungsmerkmale und Schlüsselkompetenzen. Ausschließlich dazu antworten Sie.

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Vorstellungsgespräch Fragen für Führungskräfte zur Zielorientierung

4. Wie wollen Sie zum künftigen Unternehmenserfolg beitragen?

Personalentscheider stellen Führungskräfte nicht danach ein, was sie können, sondern wie sie es machen. Schließlich haben die Finalisten im Vorstellungsgespräch alle eines gemeinsam: Sie haben schriftlich schon bewiesen, dass sie den Job theoretisch machen können. In der Frage geht es deshalb um den richtigen Arbeits- und Führungsstil. Beim „Wie“ offenbart sich das individuelle Talent. Reihen Sie als Führungskraft im Vorstellungsgespräch daher bloß keine bisherigen Stationen aneinander („Was?“), sondern erzählen Sie Geschichten, die davon handeln, wie Sie künftige Aufgaben bewältigen wollen.

5. Was werden Sie in den ersten 100 Tagen unternehmen?

Die ersten 100 Tage als Chef sind eine wichtige Phase. Hier wird der Grundstein für den weiteren Führungserfolg gelegt. Sie definieren in dieser Zeit Ziele und Aufgabenbereiche und delegieren diese an das Team. Das sorgt entweder für frischen Schwung – oder für Widerstand. Zeigen Sie, wie Sie zunächst aktiv zuhören, Beziehungen aufbauen, Strukturen analysieren und bewerten und daraus schließlich eine Strategie für diese wichtige Startphase ableiten beziehungsweise diese umsetzen.

6. Wie profitiert das Unternehmen von Ihrer Arbeit?

Pluspunkte sammelt, wer bei dieser Frage gleich mit konkreten Zahlen argumentieren kann. Solche Bewerberfragen bekommen Führungskräfte gestellt, die Umsätze steigern, Marktanteile vergrößern oder Kosten senken sollen. Oft ein heißer Stuhl. Umso mehr suchen Personaler dann einen kühlen Rechner mit laserstrahliger Ergebnisorientierung.

7. Was ist in Ihrem Bereich heute anders als vor 2 Jahren?

Wer sich auf interne Jobs bewirbt, etwa für eine Beförderung, sollte eine Leistungsbilanz vorweisen können. Wer bisher nichts in seinem Bereich bewirken konnte, gewinnt nicht gerade an Überzeugungskraft. Rechnen Sie also im Vorstellungsgespräch für eine Führungskraft damit, dass man Sie genau nach aktuellen Ergebnissen und Erfolgen fragt. Die sollten unbedingt auf Ihr eigenes Wirken zurückzuführen sein, nicht auf den Vorgänger.

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Vorstellungsgespräch Fragen für Führungskräfte zum Führungsstil

8. Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Die wahrscheinlich häufigste Bewerbungsfrage an Führungskräfte ist die zum Führungsstil. Der hat nicht nur Einfluss darauf, wie Sie als Vorgesetzter ankommen, Ihre Mitarbeiter motivieren und mitnehmen können. Er ist auch entscheidend dafür, ob Sie ins Unternehmen passen. In Startups herrscht oft eine flache Hierarchie – ein strenges Regiment und ein autoritärer Führungsstil sind hier nicht gefragt. Am meisten gesucht wird aktuell eine Mischung aus Moderator und Macher.

9. Warum sind Sie eine gute Führungskraft?

Weil Sie klare und faire Strukturen schaffen. Weil Sie transparente Entscheidungen treffen. Weil Sie jedem einzelnen Mitarbeiter die Chance geben, sich einzubringen, mit Ideen zu glänzen, die Sie dankbar aufnehmen. Weil Sie im Team eine offene und respektvolle Kommunikationsatmosphäre etablieren, die Vielfalt und Innovationen fördert. Kurz: Weil Sie ein wichtiger Impulsgeber in die Gruppe hinein und nach außen sind. Solche Antworten sind immer gut.

10. Wie gehen Sie mit schwierigen Mitarbeitern um?

Jedes Team hat seine Problemfälle, aus unterschiedlichen Gründen. Als Führungskraft sind Sie auch dafür verantwortlich! Schönwetterkapitän kann jeder. Was also tun Sie, wenn es unangenehm wird? Wie zeigen Sie klare Kante und machen klare Ansagen? Idealerweise können Sie ein bisheriges Kritikgespräch beschreiben, das nicht gleich zum Come-to-Jesus-Meeting ausartete. Führungskräfte sollten im Vorstellungsgespräch zeigen, dass sie ebenso rechtzeitig wie konstruktives Feedback geben.

11. Wie verschaffen Sie sich als Manager Respekt?

Um als Führungskraft zu reüssieren, benötigen Sie das nötige Standing – den Respekt bei Ihren Mitarbeitern und Kollegen. Aber nicht qua Amt oder Funktion, sondern durch Ihre Rolle als Vorbild, Mentor und transparenter Entscheider. Respekt lässt sich weder erzwingen noch einfordern. Er wird verdient. Als Führungskraft vor allem durch Ehrlichkeit, Entscheidungsstärke und Wertschätzung anderer.

12. Sollte eine Führungskraft geliebt oder gefürchtet werden?

Eine fiese Fangfrage an Führungskräfte! Und clever zugleich: Weder ist das Eine noch das Andere zielführend. Was hinter solchen Bewerbungsfragen steckt, ist Ihr Harmoniebedürfnis. Schließlich müssen Sie als Chef auch mal unpopuläre Entscheidungen treffen. Ebenso werden Sie Fehler machen. Mit beiden Herausforderungen gilt es, professionell umzugehen. Das müssen Sie in dieser Antwort zeigen.

13. Wie machen Sie Ihr Team erfolgreicher?

Als Führungskraft ist die Mitarbeiterführung eine Ihrer Hauptaufgaben. Häufig nach der Formel: fordern und fördern. Leider lassen sich Mitarbeiter nicht so leicht motivieren, wenn die intrinsische Motivation fehlt. Als Führungskraft können aber Demotivatoren reduzieren, konstruktives Feedback geben und jeden Mitarbeiter individuell führen – ebenso wie Sie den Teamgeist stärken können. Zeigen Sie in Ihrer Antwort, wie Ihnen das bisher gut gelungen ist.

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Vorstellungsgespräch Fragen für Führungskräfte zur Belastbarkeit

14. Was tun Sie, wenn Ziele nicht erreicht werden?

Die Frage zielt auf Ihre Stressresistenz und Frustrationstoleranz. Zuerst. Danach geht es um Ihre geistige Flexibilität beim Umdenken und neue Wege finden. In keinem Job geht es nur aufwärts. Solche Bewerbungsfragen sollen herausfinden, ob Sie auch Strategien für Rückschläge haben – und Verantwortung dafür übernehmen.

15. Was war Ihre bisher größte Herausforderung?

Oder kommt diese noch? Okay, der Zusatz ist fies, aber ein spannendes Gedankenexperiment. Darum geht es auch bei dieser Frage an Führungskräfte im Vorstellungsgespräch: Wie begegnen Sie neuen, ungewohnten Herausforderungen grundsätzlich? Wie analysieren und strukturieren Sie ein Problem? Wie viel Zeit widmen Sie der Fehleranalyse? Erklären Sie in Ihrer Antwort nicht das Ergebnis, sondern den Prozess dorthin. Dann weiß Ihr Gegenüber, wie Sie das auch in Zukunft bei diesem Unternehmen machen.

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Eigene Fragen im Führungskraft Vorstellungsgespräch

Damit das Jobinterview zu einem echten Dialog wird, sollten Sie immer auch eigene Fragen als Führungskraft haben und stellen. Rückfragen sind der Lackmustest für Ihre Professionalität und Vorbereitung. Zugleich sind sie eine gute Gelegenheit, mehr über das Unternehmen, die Position und Ihre zukünftigen Aufgaben zu erfahren.

An der Tiefgründigkeit und Cleverness Ihrer Rückfragen kann selbst ein ungeübter Personaler erkennen, ob Sie sich nur auf eine Stellenanzeige bewerben oder bereits den Bewerbungsprozess für sich selbst professionell führen, um später einen erfolgreichen Job zu machen.

20 gute Rückfragen, die Führungskräfte stellen können:

  1. Welche Ziele verfolgen Sie mit dieser Besetzung?
  2. Gab es einen Vorgänger auf der Position?
  3. Arbeitet er oder sie noch im Unternehmen?
  4. Wie standen die Mitarbeiter zum Vorgänger?
  5. Was hat mein Vorgänger richtig gemacht?
  6. Was sollte ich anders machen als mein Vorgänger?
  7. Wie groß ist mein Team? Wie setzt es sich zusammen?
  8. Welche Herausforderungen erwarten mich in den ersten 100 Tagen?
  9. Gibt es Konflikte oder Widerstände im Team?
  10. Wurden Kollegen entlassen oder ausgelagert?
  11. Wurden in den vergangenen 12 Monaten Veränderungen durchgeführt?
  12. Wie wurden diese angenommen und umgesetzt?
  13. Planen Sie Einstellungen oder Entlassungen für die Abteilung?
  14. Wie hoch ist das Budget für die Mitarbeiterentwicklung?
  15. Gibt es ein Budget für Entlassungen?
  16. Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Unternehmen aktuell stellen?
  17. Welche Aufgaben haben aus Ihrer Sicht höchste Priorität?
  18. Wem berichte ich? Wer berichtet mir?
  19. Woran messen Sie Erfolg in dieser Position?
  20. Aus Ihrer Sicht: Was unterscheidet gute von exzellenten Führungskräften?

Einen Fragenkatalog mit weiteren eigenen Fragen im Vorstellungsgespräch für ein Führungskraft können Sie sich gerne hier noch kostenlos als PDF herunterladen.

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Wie läuft ein Vorstellungsgespräch für Führungskräfte ab?

Wenn es sich nicht gerade um ein Headhunter Gespräch oder ein Assessment Center handelt, unterscheidet sich ein Führungskräfte-Interview nicht wesentlich von dem klassischen Vorstellungsgespräch Ablauf: Der besteht aus insgesamt 7 Phasen inklusive Vor- und Nachbereitung, wobei das eigentliche Gespräch nur fünf Gesprächsphasen ausmacht:

1. Phase: Vorbereitung

Eine gründliche Vorstellungsgespräch Vorbereitung macht schon 60 % des Joberfolgs aus. Dazu gehört, dass Sie sich nochmal über das Unternehmen, dessen Hintergrund, Markt, Werte und Produkte informieren sowie Hintergründe zu den Anwesenden recherchieren. Bereiten Sie sich ebenfalls auf unterschiedliche Formate vor, und üben Sie Ihre Selbstpräsentation sowie Antworten auf typische Fragen. Trainieren Sie zusätzlich Ihre Körpersprache, wählen Sie am Tag selbst ein angemessenes Outfit und planen Sie eine pünktliche Anreise.

2. Phase: Begrüßung

Die Begrüßung prägt den ersten Eindruck nachhaltig. Stellen Sie sich hierzu mit Vor- und Nachnamen vor, lächeln Sie und halten Sie dabei Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber. Ein kräftiger Händedruck vermittelt Selbstsicherheit. Danach folgt meist noch kurzer Smalltalk. Wichtig ist, dass Sie dabei nie jammern oder über die Anreise klagen. Immer positiv bleiben – und erst setzen, wenn man Ihnen einen Platz anbietet.

3. Phase: Selbstpräsentation

Die kurze Selbstvorstellung sollte nie länger als 3-5 Minuten dauern und ist grundsätzlich ein freier Vortrag – nie ablesen! Sprechen Sie hierbei lebhaft und zeigen Sie Energie und Körperspannung. Bleiben Sie fokussiert und sachlich und betonen Sie zu mehr 60 % wichtige Qualifikationen, Erfahrungen oder Alleinstellungsmerkmale – ohne nur den Lebenslauf zu wiederholen. Aufgebaut wird die Selbstpräsentation idealerweise nach dem Muster: „Ich bin – ich kann – ich will“.

4. Phase: Fragen & Interview

Das Vorstellungsgespräch dient in erster Linie zum gegenseitigen Kennenlernen. Dazu stellen Personaler viele unterschiedliche Fragen. Hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich ruhig Notizen. Bleiben Sie bei Ihren Antworten unbedingt ehrlich und authentisch und erzeugen Sie keine Widersprüche zum Lebenslauf. Erklären Sie eine mögliche Wechselmotivation, ohne sich zur rechtfertigen und schaffen Sie bei den Antworten einen möglichst starken Unternehmensbezug. Genannte Stärken sollten für die angestrebte Stelle relevant sein (Beispiele nennen!); mit Schwächen gehen Sie wiederum stets reflektiert und konstruktiv um. Reagieren Sie auf Stressfragen stets souverän und gelassen. Und wenn Sie nicht sofort eine Antwort wissen, bitten Sie ruhig um Bedenkzeit.

5. Phase: Rückfragen

Haben Sie immer 2-3 Rückfragen – oder mehr. Nutzen Sie eigene Fragen, um mehr über die Erwartungen des Unternehmens zu erfahren und überlegen Sie sich Fragen zu Entwicklungsperspektiven, z.B: „Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“, „Was erwarten Sie von einem idealen Kandidaten?“, „Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?“ Ebenso können Sie bei den Rückfragen auf Ihre Notizen eingehen. Tabu sind jedoch Fragen zu Urlaub, Benefits oder Überstunden – wirkt nicht motiviert. Stellen Sie auch keine „dummen Fragen“, die Sie hätten vorher recherchieren können.

6. Phase: Abschluss

Bedanken Sie sich am Ende für das angenehme Gespräch und sprechen Sie alle Anwesenden nochmal mit Namen an. Verabschieden Sie sich höflich und professionell und werden Sie dabei nicht hektisch – Sie fliehen nicht! Fragen Sie noch nach den weiteren Schritten oder wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Danach verlassen Sie das Gebäude und sind nett zu allen (!) Mitarbeitern – auch dem Pförtner!

7. Phase: Nachbereitung

Reflektieren Sie in der Vorstellungsgespräch Nachbereitung das Jobinterview zeitnah und lernen Sie daraus, was Sie zukünftig besser machen können. Überlegen Sie, ob Sie den Job weiterhin wollen und wenn ja: Schicken Sie ein Dankschreiben nach 24-48 Stunden – oder ziehen Sie Ihre Bewerbung zurück. Falls Sie nichts mehr hören: Frühestens nach 2-3 Wochen dürfen Sie nachfassen. Ansonsten bleiben Sie bitte weiterhin aktiv auf Jobsuche und informieren Sie sich über weitere Stellenangebote!

Beachten Sie, dass bereits das Bewerbungsgespräch als Führungskraft eine Art erste Arbeitsprobe ist. Auch das Gespräch selbst können Sie – zum Teil – durch eigene Fragen und lenkende Antworten führen. Wie Sie dabei vorgehen, ohne Ihren Gesprächspartner zu dominieren, zeigt bereits vorhandene soziale Kompetenzen sowie Ihren kompatiblen Führungsstil zur Unternehmenskultur.

Indem Sie die typischen Fragen für Führungskräfte im Vorstellungsgespräch vorbereiten und sich bereits im Vorfeld intensiv mit der Position und dem Unternehmen beschäftigen, erhöhen Sie die Chancen auf ein perfektes Match im Interview. Wir wünschen dabei: viel Erfolg!


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