Novaturient: Wie veränderungswillig sind Sie?

Die meisten Menschen wünschen sich Sicherheit und schätzen das Bekannte. Doch wer stehen bleibt, wird von anderen leicht überholt. Novaturient zu sein, bedeutet, offen für Neues und bereit für Veränderungen zu sein. Das kann beinhalten, sich neue Fähigkeiten anzueignen, mehr Verantwortung zu übernehmen oder den Job zu wechseln. Ohne diese Veränderungsbereitschaft droht Stagnation oder gar ein Jobverlust. Wir erklären, was novaturient alles bedeutet – und geben Tipps für mehr Veränderungswillen…

Novaturient Bedeutung Beispiele Tipps Veraenderungswille

Bedeutung: Was heißt novaturient auf Deutsch?

Novaturient bedeutet so viel wie „änderungsbedürftig“ oder „veränderungswillig“. Es ist die Bereitschaft, sich Veränderungen im Leben nicht nur zu stellen, sondern diese gezielt anzugehen und selbst zu gestalten. Novaturiente Menschen gehen Neuerungen offen an, bleiben optimistisch, statt vom Worst-Case-Szenario auszugehen. Gleichzeitig sind sie bereit, das Bekannte und die eigene Komfortzone zu verlassen, um Dinge zum Besseren zu verändern.

Novaturient Synonym

Synonym werden häufig die Begriffe veränderungsbereit, weltoffen, änderungswillig oder offen für Neues verwendet.

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Novaturient sein: Darum ist es so wichtig

Veränderungsbereitschaft ist eine zentrale Eigenschaft – gerade in Zeiten rasanter Entwicklungen. Natürlich müssen Sie deswegen nicht alle Neuerungen mitmachen. Wer novaturient ist, erkennt aber Chancen und leitet aus eigener Initiative die nötigen Schritte ein. Zugespitzt könnte man sagen: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Der Veränderung gehört die Zukunft!

Insbesondere im Job ist es gefährlich, immer nur auf der Stelle zu treten. Die Arbeitswelt verändert sich durch KI und Digitalisierung einfach zu schnell. Wer hierbei nicht novaturient ist, landet irgendwann in einer gefährlichen Sackgasse und riskiert sogar seinen Job. Wer zum Beispiel seinen Arbeitgeber nie wechselt, macht weder große Gehaltssprünge, noch lernt er oder sie neue Methoden oder andere Prozesse kennen.

Verstehen Sie uns nicht falsch: Das ist kein Plädoyer für regelmäßige Jobwechsel alle 7 Jahre. Entscheidend ist, eine Veränderung nicht grundsätzlich abzulehnen, sondern Chancen bewusst zu prüfen und bei Bedarf selbst aktiv zu werden!

Viele halten sich für novaturient – sind es aber nicht

Hand aufs Herz: Sind Sie novaturient? Umfragen der Unternehmensberatung Comteam kamen zu dem Ergebnis, dass die meisten ihre Veränderungsbereitschaft höher einschätzen als die der anderen Kollegen. Motto: „Ich bin offen für Neues – nur die anderen nicht!“ Doch das ist ein häufiger Trugschluss. Tatsächlich sind es die meisten nicht. Sonst ließen sich beispielsweise nicht die seit Jahren hohen Zahlen im Gallup-Index erklären, wonach rund 77 % der Beschäftigten, unzufrieden im Job sind. Jedes Jahr. Trotzdem ändert kaum jemand etwas daran.

Veränderungswille: Leicht ist es trotzdem nicht

Zugegeben, Veränderung ist kein Spaziergang. Oft gleicht sie eher einer Schlittenfahrt zum Nordpol: Eine berufliche Neuorientierung kann uns viel abverlangen, vielleicht sogar kurzfristige finanzielle Einbußen bedeuten. Manchmal müssen Betroffene dafür umziehen oder umschulen. Das tut weh – und ist noch dazu mit vielen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten verbunden. Dass Sie Anpassungen von sich aus vornehmen, heißt also nicht automatisch, dass diese problemlos gelingen.

Genau hier, an der Kante, zeigt sich aber, wie veränderungswillig Sie wirklich sind. Ziehen Sie es durch? Oder jammern Sie lieber? Willenskraft zeigt sich oft erst dann, wenn es schwierig wird. Solange alles wie gewohnt läuft und der Kummer kalkulierbar bleibt, ist es leicht, sich Veränderungen zu wünschen. Wer novaturient ist, handelt dennoch – und bleibt auch nicht stehen, wenn Unvorhergesehenes passiert.

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Novaturient werden: 6 Tipps für mehr Veränderungswillen

Der Geist ist willig, aber das Fleisch schwach? Wir haben sechs Tipps für Sie, um Veränderungen anzustoßen und diesen offener zu begegnen:

  1. Routinen ändern

    Nicht immer morgens joggen, auch mal abends. Routinen sind enorm wichtig und effizient, aber beizeiten können sie ruhig geändert und optimiert werden. Je mehr Sie sich an immer gleiche Abläufe klammern, desto schwieriger fällt es Ihnen, mit Veränderungen umzugehen. Beginnen Sie mit kleinen Dingen, dann klappt es auch bei größeren Veränderungen leichter.

  2. Projekte annehmen

    Es gibt zahlreiche Gelegenheiten, um Neues auszuprobieren. Übernehmen Sie ein Projekt, das Sie noch nie gemacht haben, organisieren Sie die Weihnachtsfeier für das Team oder übernehmen Sie eine neue Aufgabe. Damit trainieren Sie Veränderungsbereitschaft ganz praktisch.

  3. Bücher lesen

    Aber bitte auch mal fachfremde. Die eröffnen Ihnen neue Horizonte, machen Sie neugierig. Und Neugier ist eine Triebfeder für Veränderungen.

  4. Komfortzone verlassen

    Tun Sie etwas, das Ihnen unangenehm ist – gerne auch außerhalb des Büros. Wenn Sie Ihre Komfortzone häufiger verlassen, merken Sie, dass es gar nicht schlimm sein muss. Mit der Zeit wird es zunehmend leichter und auch Veränderungen gehen Sie offener an. Machen Sie beispielsweise einem Fremden ein Kompliment, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Das stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern macht auch novaturient.

  5. Wünsche aufschreiben

    „Wenn ich die freie Wahl hätte, würde ich in New York arbeiten.“ „Wenn ich mein Gehalt verdoppeln könnte, würde ich meiner Tochter ein Klavier kaufen.“ – Ziele wie diese, schreiben Sie am besten gleich auf. Eine Bucket-List kann motivieren und Veränderungen anstoßen. Mit Ihren Wünschen vor Augen erkennen Sie leichter, was Sie verändern müssen, um diese zu erreichen.

  6. Experimente wagen

    Bewerben Sie sich doch einfach mal aus Ihrem (guten) Job heraus bei einem anderen Unternehmen – nur um Ihren Marktwert zu testen. Oder fangen Sie an, zu fotografieren, eine neue Sprache zu lernen oder ein anderes Hobby auszuprobieren. Aus Neuem kann Gutes entstehen.

Auch Manager sollten novaturient sein

Veränderungsbereitschaft ist nicht nur für Mitarbeiter wichtig. Gerade Führungskräfte müssen Entwicklungen frühzeitig erkennen, Entscheidungen treffen und Neuerungen anstoßen. Schließlich prägt ihre Haltung zur Veränderung oft das gesamte Team. Das heißt jedoch nicht, dass Manager automatisch novaturient sind. Oft wünschen sich Mitarbeiter, dass der Chef Verbesserungen und nötige Änderungen auf den Weg bringt – doch auch in Führungspositionen gibt es ängstliche Entscheider, die lieber abwarten.


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