Teamleiter: Anforderungen, Kompetenzen, Gehalt, Tipps

Ein Teamleiter ist – um es martialisch zu formulieren – das Bindeglied zwischen dem General und den Bodentruppen. Er oder sie trägt Sorge dafür, dass die Truppe gut harmoniert und es zu keinen Reibungsverlusten kommt. Doch was genau macht ein guten Teamleiter aus? Welche Kompetenzen sollte er mitbringen oder entwickeln? So manche entscheidende Kompetenz wird dabei gerne übersehen…

Teamleiter: Anforderungen, Kompetenzen, Gehalt, Tipps

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Welche Aufgaben hat ein Teamleiter?

Die Teamleiter-Position: Für viele der erste Job mit Führungsverantwortung. Teamleiter führen meist kleinere Teams, sind dem Abteilungsleiter unterstellt und in nahezu jeder Branche zu finden. Ein Teamleiter…

Was macht einen guten Teamleiter aus? Um die genannten Aufgaben zu erfüllen, braucht es bestimmte Soft Skills. Dazu gehören Durchsetzungsstärke, Einfühlungsvermögen, Expertise, Ideenreichtum und Verantwortungsbewusstsein, um nur ein paar beispielhafte Vorzüge zu nennen.

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Diese Kompetenzen braucht ein Teamleiter

Zu den wichtigsten Sozialkompetenzen, die Sie benötigen, gehören allerdings die folgenden:

1. Fairness

Was ist Fairness? Unter anderem Gleichbehandlung. Denn: Wenn Sie als Teamleiter auch nur einen Mitarbeiter ungerecht behandeln, färbt das auf Ihre gesamte Mannschaft ab. Eine US-chinesische Studie, die 2014 im Journal of Applied Psychology veröffentlicht wurde, verdeutlicht, welche toxischen Effekte schlechte Führung haben kann. Macht sich demnach ein Teamleiter über einzelne Mitarbeiter lustig oder setzt sie herab, stürzt er damit nicht selten das gesamte Team in Konflikte.

Die Mitarbeiter würden das Verhalten nämlich nachahmen – und sich untereinander genauso respektlos verhalten. „Das ist die beunruhigendste Erkenntnis“, so Studienautorin Crystal Farh von der Michigan State University. „Weil es nicht mehr nur um einzelne Opfer geht, sondern darum, ein Umfeld zu erschaffen, in dem jeder leidet, unabhängig davon, ob er gemobbt wird oder nicht.“ Die Mitglieder des Teams würden sich fortan durch Feindseligkeiten und rüde Umgangsformen auszeichnen – und durch abfallende Leistungen. Eine Lose-Lose-Situation.

2. Präsenz

Einen Teamleiter als Kummerkasten zu verspotten, würde ihm Unrecht tun. Dennoch übt er die Funktion des Kümmerers natürlich mit aus. In Zeiten zunehmender virtueller Kollaboration wird das immer schwieriger. „Menschen, die remote in einem Team arbeiten, können im Nachteil sein, wenn es darum geht, als Leader wahrgenommen zu werden“, so Cody Reeves von der Brigham Young University. Folgt man den Wissenschaftlern, dann verursacht ein Teamleiter, der nur per E-Mail, Messenger, Handy oder über sonstige technische Hilfsmittel erreichbar ist, Probleme: Machtkämpfe, Konfusion, Kommunikationsschwierigkeiten.

Ihre Empfehlung: Falls Ihr Team aus lauter Remote-Kräften besteht, stellen Sie sicher, dass der Teamleiter da sitzt, wo die Mehrheit des Teams ist. Oder dass wirklich ausnahmslos alle im Homeoffice arbeiten. Übertragen auf andere Konstellationen bedeutet das wohl: Ein guter Teamleiter glänzt durch physische Präsenz. So bleibt er ansprechbar, kann sich unmittelbar um die Belange seines Teams kümmern und wird als Führungsfigur respektiert.

3. Erfahrung

Alter schützt vor Torheit nicht und ist sicher keine Einstellungsvoraussetzung für einen Teamleiter. Die Kapitäne olympischer Sport-Teams aber sind in der Regel sehr wohl älter als ihre Kameraden. Das stellte ein australischer Verhaltensforscher fest, als er die Daten von rund 2.800 Athleten analysierte, die an den Sommerspielen 2012 in London teilgenommen hatten. Darunter waren Fußballer, Basketballer, Hockey-Spieler und andere. Zwar waren diese Teams keineswegs erfolgreicher als andere, aber sie verfügten nachweislich über eine bessere Disziplin.

Teams mit älteren Anführern wurden weniger oft verwarnt – mit Gelben Karten beispielsweise – als solche, die von jüngeren Kapitänen geführt wurden. „Einen älteren Kapitän zu haben, bringt Vorteile, weil er oder sie anscheinend besser dazu in der Lage ist, Undiszipliniertheiten innerhalb des Teams auszumerzen“, so Mark Elgar von der Universität Melbourne. „Und langfristig könnte sich das im Teamerfolg niederschlagen.“ Lässt sich das einfach so auf die Geschäftswelt übertragen? Nicht unbedingt, schließlich handelt es sich bei Teamleitern oft um Nachwuchskräfte. Aber: Erfahrung, Integrität und Disziplin können helfen, unabhängig vom Alter.

4. Selbstvertrauen

„Von einem Leader wird erwartet, dass er praktikable, neue Ideen produziert“, so Dina Krasikova von der University of Texas. Kreativität werde immer wichtiger, nicht nur in den Start-ups dieser Welt. Auch vom „einfachen“ Angestellten werde zunehmend eine kreative Ader erwartet. Aber wie wird man kreativer?

Antwort laut Krasikovas Studie: Durch virale Übertragung durch den Teamleader. Der Schlüssel für Leadership-Qualitäten sei Selbstvertrauen. Das habe einen Trickle-down-Effekt. Selbstvertrauen mache kreativer, produktiver und das wiederum färbe auf das gesamte Team ab.

Strahlt der Teamleiter hingegen kein Selbstvertrauen aus, sinkt auch das Vertrauen der Teammitglieder in ihre eigenen Fähigkeiten. Folge: Null Kreativität. Wichtig seien dabei aber auch die persönlichen Beziehungen zwischen Teamleiter und Mitgliedern: Vertrauen, Loyalität, gegenseitiger Respekt.

Virtueller Teamleiter: Tippen Sie schnell!

Sollten Sie gerade auf der Suche nach einem Teamleiter für Ihr IT-Freelancer-Team sein: Nehmen Sie den, der am schnellsten tippt!

Laut Studie der University of Iowa korreliert die Fingerfertigkeit am Keyboard – Geschwindigkeit und Genauigkeit inklusive – mit den Leadership-Qualitäten. Das ist gar nicht mal unlogisch: Gute Tipper können mehr Informationen in kürzerer Zeit vermitteln, schneller kommunizieren, flotter reagieren und koordinieren.


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Gehalt: Das verdienen Teamleiter

Wie viel verdient man als Teamleiter? Die Gehaltsfrage lässt sich in diesem Fall nur schwer klären. Zu groß die Unterschiede zwischen den Unternehmen und Branchen. Die Gehaltsplattform gehalt.de spuckt daher auch nur vage Durchschnittsgehälter zwischen 2.700 und 5.600 Euro im Monat aus. Grundsätzlich gilt für Teamleiter die gleiche Formel wie für alle anderen: Je größer das Unternehmen, je lukrativer die Branche, je mehr Personalverantwortung, desto höher das Gehalt.

Beispiel Revision

Eine Analyse der Steuerberatungsgesellschaft Baumgartner brachte bereits vor wenigen Jahren immense Gehaltsunterschiede zu Tage. Demnach bekam ein Mitarbeiter in der Revision mit Bachelor-Abschluss ein Grundgehalt von knapp 40.000 Euro. Ein Teamleiter Revision mit vier bis acht Mitarbeitern brachte es dagegen auf 112.000 Euro, mit Prämien sogar auf über 140.000 Euro. Führte er ein Team von neun bis 15 Mitarbeitern, stieg sein Grundgehalt gar auf 137.000 Euro, mit Prämien auf über 186.000 Euro.

Etwas anders die Zahlen der Bewertungsplattform Glassdoor. Sie gibt für Teamleiter aktuell einen Durchschnittswert von rund 63.000 Euro im Jahr an. Aber auch hier ist die Bandbreite enorm. Für Teamleiter in Großunternehmen stehen bis zu 100.000 Euro zu Buche, bei den kleineren verdient man mitunter nicht mehr als 25.000 Euro. Hinweis: Die Angaben basieren zum Großteil auf den Angaben der User. Eine Verifizierung ist somit unmöglich.

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[Bildnachweis: FGC by Shutterstock.com]

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8. März 2021 Sebastian Wolking Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist freier Online-Redakteur. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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