Führungsstile: Diesen begegnen Sie im Job

Es gibt verschiedene Theorien dazu, welche Führungsstile für welches Ziel geeignet sind. Mit welchem Führungsstil ein Chef seine Mitarbeiter führt, trägt entscheidend zum Gelingen eines Unternehmens bei. Sicherlich haben Sie auch schon Vorgesetzte gehabt, mit denen Sie besser zurecht kamen und mit anderen weniger. Das muss nicht immer eine Frage der Tageslaune sein. Die Art des Führungsstils sagt eine Menge über das Selbstverständnis, aber auch das Menschenbild eines Vorgesetzten aus. Lesen Sie hier, auf welche Führungsstile Sie im Laufe Ihres beruflichen Alltags stoßen können…

Führungsstile: Diesen begegnen Sie im Job

Führungsstil Definition: Was ist damit gemeint?

Führungsstile Definition Vorteile Nachteile Kooperativ AutoritärMit der Frage nach dem „richtigen“ Führungsstil und welche Arten der Mitarbeiterführung geeignet sind haben sich zahlreiche Wissenschaftler, vor allem aus der Psychologie und Soziologie, beschäftigt.

Das Gabler-Wirtschaftslexikon beschreibt Führungsstil zunächst allgemein als eine Verhaltensweise, die ein Vorgesetzter einem einzelnen Mitarbeiter oder einer Gruppe von Mitarbeitern entgegenbringt. Diese Definition trägt noch nicht der Tatsache Rechnung, dass viele Führungskräfte sich schulen lassen um zu lernen, was eine erfolgreiche Führungskraft ausmacht.

In der Definition von Klaus Birker kommt vor allem die persönliche Einstellung der Führungskraft zum Ausdruck:

Führungsstil ist die Grundhaltung und das sich daran orientierende Verhaltensmuster, mit denen jemand seine Führungsaufgaben, bezogen auf andere Einzelpersonen oder Gruppen, wahrnimmt.

Fuehrungsstile autoritaer demokratisch Entscheidungsspielraum Grafik

Es ist deshalb sehr schwer, beim Thema Führungsstile von richtig oder falsch zu sprechen. Jeder Vorgesetzte hat seinen ganz eigenen Stil, der seiner Arbeitsweise und auch seiner Persönlichkeit entspricht. Dieser kann durchaus geändert werden, etwa wenn ein Chef feststellt, dass er mit seinem Führungsstil nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt.

Durch Seminare, Weiterbildungen oder auch die Beobachtung anderer Führungskräfte können so neue Verhaltensweisen und Vorgehensweisen für die Arbeit im Chefsessel gelernt und umgesetzt werden.

Auf der anderen Seite achten viele Unternehmen bereits bei der Einstellung oder Beförderung darauf, welcher Führungsstil in die Rolle des Vorgesetzten geholt wird. Dieser sollte zum Unternehmen und natürlich auch zum Team passen, dass in Zukunft geleitet werden soll. Und nicht zuletzt müssen Sie als Arbeitnehmer wissen, unter welchem Führungsstil Sie am besten arbeiten können.

Manch einer braucht klare Ansagen, genaue Vorgaben und hin und wieder auch die Erinnerung, was noch alles zu erledigen ist. Andere kommen mit der strengen Hand des Chefs überhaupt nicht zurecht und benötigen ein eher gleichgestelltes Verhältnis und mehr Freiheiten – dies zu verstehen, kann einen großen Schritt zur Zufriedenheit im Job beitragen.

Wir stellen Ihnen die Führungsstile vor, die Ihnen im Berufsleben mit großer Wahrscheinlichkeit begegnen, erklären, wie diese sich voneinander unterscheiden und wo die Vor- beziehungsweise Nachteile liegen.

Manager ABC: Kostenloser Ratgeber als Download

Führungskraft werden Tipps Ratgeber eBookDrei von vier Führungskräften sind davon überzeugt, klare Ziele vorzugeben, konstruktives Feedback zu geben und ihr Team motivieren zu können. So zumindest das Selbstbild. Schade nur, dass die Mitarbeiter das ganz anders sehen. Jeder zweite Mitarbeiter stellt seinem Chef ein mieses Zeugnis aus und hält ihn für wenig kompetent. Zwei Drittel beklagen gar, keine klaren Aufgaben und Ziele zu bekommen. Knapp 50 Prozent bemängeln in einem Vakuum ohne Feedback zu arbeiten.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Managementberatung Information Factory (rund 2000 Befragte). Eine mögliche Erklärung für das schiefe Selbstbild der Führungskräfte: Die Einsamkeit an der Spitze – sie erhalten ebenfalls kaum Feedback und werden zudem meist nicht auf ihre Managementaufgaben vorbereitet. Grund genug also, darüber nachzudenken, wie man ein guter oder gar besserer Chef wird. Dabei hilft Ihnen nicht nur unser ausführliches Manager-ABC, sondern auch unser Ratgeber-Handout mit insgesamt 70 praktischen Tipps für Führungskräfte, das Sie sich – wie gewohnt – hier gleich kostenlos als PDF herunterladen können.

Führungsstile Übersicht: Vor- und Nachteile bei Max Weber

Es gibt verschiedene Modelle zu Führungsstilen, die immer wieder auftauchen. Ein Klassiker sind die Führungsstile nach Max Weber, einem deutschen Soziologen. Er unterteilte in vier Arten:

  • Der autokratische Führungsstil

    • Merkmal

      Als Autokrat bezeichnet man einen Alleinherrscher und dementsprechend gestaltet sich dieser Führungsstil. Die Führungsperson trifft Entscheidungen allein und unabhängig von anderen. Sie erteilt Anordnungen, denen Folge zu leisten ist. Es existiert eine strenge Hierarchie.

    • Vorteil

      Es gibt Situationen, in denen schnell entschieden werden muss, in denen Diskussionen kontraproduktiv wären. Aus Mitarbeitersicht kann ein autokratischer Führungsstil insofern entlastend sein, weil keine Verantwortung besteht und Entscheidungen abgenommen werden.

    • Nachteil

      Für Leute mit eigenem Kopf und kreativer Herangehensweise eher ein Alptraum, da sie keinerlei Mitspracherecht haben. Eigene Meinungen finden kein Gehör, stattdessen muss alles kritiklos übernommen werden.

  • Der patriarchalische Führungsstil

    • Merkmal

      Dieser Führungsstil ähnelt stark dem autokratischen Führungsstil, weshalb er auch häufig mit diesem zusammengefasst wird. Auch hier ist die Herangehensweise des Entscheidungsträgers die eines Alleinherrschers. Im Unterschied zum Autokraten sieht sich der Patriarch eher als „Vater“ im übertragenen Sinne. Er trifft seine Entscheidungen ebenfalls allein. Allerdings ist das Selbstverständnis von Verantwortungsgefühl und Fürsorge für die Angestellten geprägt. Legitimiert wird seine Position durch Alters-, Wissens- und Erfahrungsvorsprung.

    • Vorteil

      Es existieren klare Vorgaben, nach denen ein Entscheidungsempfänger zu handeln hat.

    • Nachteil

      Für kreatives Denken und neue Ideen ist auch hier kein Spielraum. Es wird gemacht, was die Führungsperson sagt.

  • Der charismatische Führungsstil

    • Merkmal

      Jemand mit Charisma besitzt eine „Gnadengabe“, eine Strahlkraft, die andere Menschen scheinbar mühelos dazu bringt, Dinge für diese Person zu tun. Häufig zeichnet eine solche Person ein hohes Machtmotiv und ein starkes Selbstbewusstsein aus. Aufgrund ihrer Redegewandtheit kann sie anderen gegenüber reizvolle Visionen ausmalen. Da jemand mit diesen Eigenschaften andere leicht in seinen Bann ziehen kann, werden sie von ihm abhängig.

    • Vorteil

      Die Geführten sind aus eigenem Antrieb zu großen Opfern bereit.

    • Nachteil

      Derart geführte Mitarbeiter lassen sich leichter ausbeuten und erkennen unter Umständen zu spät, wenn sie einem Betrüger aufsitzen.

  • Der bürokratische Führungsstil

    • Merkmal

      Dieser Führungsstil ist personenunabhängig, weil die Führungsperson auf einen begrenzten Zeitraum ihre Befugnisse ausübt und jederzeit austauschbar ist. Die Position hält sie aufgrund der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit inne. Es existieren klare Richtlinien, Vorschriften und Dienstanweisungen, die schriftlich fixiert sind. Diese Vorgaben regeln den Arbeitsablauf.

    • Vorteil

      Macht wird hier nicht durch eine einzelne Person, sondern durch Strukturen ermöglicht. Das bedeutet auch, dass die Mitarbeiter nicht von der Willkür einer einzelnen Person abhängig sind. Es sind somit weniger Ungerechtigkeiten aufgrund persönlicher Sympathien beziehungsweise Antipathien möglich.

    • Nachteil

      Die starren Vorschriften lassen Flexibiliät und ein zeitnahes Reagieren in Krisensituationen kaum zu. Auch sind durch die Vorgaben die Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Mitarbeiter oder des Teams stark eingeschränkt, so dass es zu deutlich verringerter Motivation der Angestellten kommen kann.

Als Ergänzung ist anzumerken, dass diese Führungsstile nach Weber zu den tradierenden Führungsstilen gehören, das heißt, sie haben vor allem in der Vergangenheit in Unternehmen ihre Anwendung gefunden. Die hier vorgenommene Klassifizierung ist außerdem eher idealtypisch, kommt also selten in ihrer Reinform vor.

Führungsstile Übersicht: Vor- und Nachteile bei Kurt Lewin

Die Einteilung verschiedener Führungsstile nach Kurt Lewin ist der zweite Klassiker unter den Modellen. Der deutsche Psychologe teilte in drei Kategorien: Die autoritäre Führung, die demokratische Führung und Laissez-faire-Führung. Diese Kategorien wurden im Laufe der Zeit ergänzt und stellen sich folgendermaßen dar:

  • Der autoritäre oder hierarchische Führungsstil

    • Merkmal

      Die Führungsperson gibt Anordnungen, denen Folge zu leisten ist. Sie kennt für alle Probleme die passenden Antworten, Kritik ist nicht erwünscht. Die Lösungswege sind daher durch sie vorgegeben. Auf Bedürfnisse und Probleme der Mitarbeiter wird kein Wert gelegt. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Erfolg des Projekts.

    • Vorteil

      Aus Arbeitgebersicht werden schnelle Entscheidungen getroffen, die Kompetenzen sind klar geregelt und der gesamte Arbeitsprozess unter Kontrolle.

    • Nachteil

      Die gesamte Verantwortung liegt bei einer Person – fühlt die sich überfordert, kann es zu Fehlentscheidungen kommen. Fällt so ein Entscheidungsträger unerwartet aus, kann das zu chaotischen Zuständen führen.

    Der autoritäre Stil entspricht in wesentlichen Teilen dem autokratischen Stil Webers, das heißt, auch die Vor- und Nachteile für die Mitarbeiter sind vergleichbar.

  • Der demokratische oder kooperative Führungsstil

    • Merkmal

      Dieser Stil ist von der Zusammenarbeit zwischen Führungsperson und Mitarbeitern/Team geprägt. Delegieren von Aufgaben und Verantwortung und Motivation der Mitarbeiter sind wesentliche Funktionen der Führungsperson. Da offen kommuniziert wird, sind auch kritische Bemerkungen möglich.

    • Vorteil

      Durch den Austausch werden Eigeninitiative und Kreativität bei den Mitarbeitern gefördert. Da die Verantwortung auf mehrere Bereiche verteilt wird, kann ein überraschender Ausfall besser abgefedert werden. Die Mitarbeiter arbeiten selbständiger und können sich eher mit dem Unternehmen identifizieren.

    • Nachteil

      Dadurch, dass das Team mit eingebunden wird, kann der Entscheidungsprozess länger dauern. Es herrscht eine stärkere Konkurrenz zwischen den Mitarbeitern, die Probleme verursachen kann.

  • Der Laissez-faire-Führungsstil

    • Merkmal

      Laissez-faire, wörtlich: Machen lassen bedeutet als Führungsstil, dass die Mitarbeiter weitestgehende Handlungsfreiheit besitzen. Sie gestalten ihre Aufgaben selbst, der Vorgesetzte greift nicht ein. Das bedeutet, er hilft weder bei Problemen, noch bestraft er im Falle von Fehlern.

    • Vorteil

      Die Mitarbeiter können sich komplett entfalten, das fördert Kreativität und Eigenständigkeit.

    • Nachteil

      Auf der anderen Seite stehen allerdings Planlosigkeit und mangelnde Kontrolle. Neben chaotischen Zuständen kann es zu Kompetenzrangeleien und Rivalitäten kommen. Es ist ein gruppendynamischer Prozess, dass bei größeren Gruppen der Wunsch nach einer Führungsperson zunimmt. Dies kann zur Ausgrenzung Einzelner führen.

Führungsstile: Vorgesetzte müssen viele Rollen erfüllen

Führungsstile kooperativ laissez faire vor und nachteile autoritär Übersicht DefinitionDie unterschiedlichen Führungsstile zeigen, wie eine Führungskraft sich im Unternehmen verhält, welche Verhaltensweisen und Eigenschaften zu erwarten sind und wie ein Chef im Allgemeinen mit seinen Mitarbeitern umgeht. Doch müssen Vorgesetzte im besten Fall viele verschiedene Rollen erfüllen, um ein Team erfolgreich leiten zu können. Wer im Chefsessel eine gute Figur machen und wirklich etwas erreichen will, muss nicht nur die Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen, sondern in vielen Bereichen aktiv sein und dabei gezielt auf Mitarbeiter eingehen.

Das ist zumindest der Idealfall. Soll heißen: Nicht jedem Chef gelingt es, all diese Rollen zu übernehmen. Auch unterscheiden sich Führungskräfte und deren Führungsstile darin, wie die einzelnen Rollen gewichtet werden. Manch einer konzentriert sich besonders stark auf einen Teil, andere lassen diesen eher zu kurz kommen und legen den Fokus auf etwas anderes.

Am Ende muss jeder seine eigene Balance finden, in der idealerweise alle Rollen einer Führungskraft enthalten sind:

  • Motivator

    Anhaltende Motivation kommt in erster Linie von innen heraus, doch auch Vorgesetzte tragen ihren Teil dazu bei. Gute und erfolgreiche Führungskräfte schaffen es, ihr Team immer wieder anzuspornen, zu motivieren und wenn es drauf ankommt zu Höchstleistungen zu bringen – und zwar ohne Druck, sondern durch Ziele und selbst vorgelebtes Engagement.

  • Mentor

    Chefs sollten Mitarbeiter nicht nur als Arbeitskräfte sehen, denen Aufgaben übertragen werden, sondern diese in ihrer Entwicklung fördern. Chefs verfügen oftmals über mehr Berufserfahrung und Branchenwissen, wovon auch das Team profitieren kann – wenn die Führungskraft es daran teilhaben lässt und bereit ist, empathisch zu sein und Mitarbeiter zu unterstützen.

  • Moderator

    Vorgesetzte fungieren als Sprachrohr in alle Richtungen. Dies gilt beispielsweise beim Konfliktmanagement innerhalb des Teams, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen, aber auch in einer Vermittlungsrolle zwischen dem Unternehmen und den Mitarbeitern.

  • Koordinator

    Es gehört zu den Kernaufgaben in der Führungsposition, den Überblick zu behalten, die Verantwortung zu übernehmen, Projekte zu leiten und Aufgaben so zu verteilen, dass die Qualität stimmt und Deadlines eingehalten werden. In der Rolle des Koordinators ist der Chef für alle organisatorischen Dinge zuständig, damit die Arbeit wirklich reibungslos funktioniert.

  • Inspektor

    Was läuft gut? Wo gibt es Probleme? Wie sind die Ergebnisse? Wo besteht Innovations- und Verbesserungspotenzial? Jede Führungskraft übernimmt eine Kontrollfunktion, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten. Aus dieser Rolle als Inspektor können wiederum Ziele abgeleitet werden, die durch die anderen Rollen umgesetzt werden.

Situativer Führungsstil: Moderner Ansatz

Wenn bisher von verschiedenen Führungsstilen die Rede war, muss zunächst festgehalten werden, dass es sich dabei um theoretische Konstrukte handelt. In der Praxis wird man selten einem völlig klar definierten Stil begegnen. Welcher Führungsstil angewandt wird, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • dem Vorgesetzten
  • den Mitarbeitern
  • der Situation
  • der Art der Arbeit

Einerseits lässt sich heutzutage kaum noch ein Unternehmen auf autokratisch-autoritäre Art führen, es hat im Laufe der Jahrhunderte schlicht einen Wandel in der Sichtweise gegeben, wie miteinander umgegangen werden sollte. Andererseits lässt sich feststellen, dass diese Aussage nicht für alle Arbeitsplätze und jede Situation zutrifft:

Man stelle sich vor, ein einfacher Soldat würde erstmal mit einem Offizier ausdiskutieren, ob er die Anweisungen für sinnvoll erachtet oder nicht – militärische Organisationen sind streng hierarchisch und dürften im Wesentlichen sehr autoritär geführt werden.

Es liegt aber auch in der Natur der Sache: Ein Soldat wird auf den Ernstfall vorbereitet. Es gibt Situationen, in denen Diskussionen unangebracht sind und Mitarbeiter darauf vertrauen müssen, dass ihr Vorgesetzter, der den Überblick hat, weiß was er tut.

Gleiches gilt für Notsituationen: Bei einem Verkehrsunfall folgt der Ablauf der Rettungskräfte klaren Vorgaben und Regeln, deren Einhaltung letztlich Menschenleben retten kann.

Den diversen Stärken und Schwächen der genannten Führungsstile trägt der situative Führungsstil Rechnung. Er beruht auf der Annahme, dass es bei den Mitarbeitern unterschiedliche „Reifegrade“ gibt: Ein Berufsanfänger oder ein neuer Mitarbeiter muss ganz anders eingearbeitet und mit Instruktionen versehen werden als jemand, der seit Jahren im Betrieb arbeitet. Daraus ergeben sich vier Stufen:

  • Dirigieren: Die Führungskraft erteilt genaue Anweisungen und kontrolliert die Arbeitsabläufe des Mitarbeiters.
  • Sekundieren: Der Mitarbeiter trainiert bereits Erlerntes, braucht aber noch Unterstützung.
  • Motivieren: Die Kompetenzen des Mitarbeiters sind ausgeprägter, allerdings bedarf es der Motivation, eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Deligieren: Wenn Kompetenz und Motivation des Mitarbeiters entsprechend hoch sind, kann die Führungskraft Aufgaben deligieren.

Der Vorteil dieses Führungsstils ist, dass er flexibel ist und sich an die Bedürfnisse des jeweiligen Mitarbeiters anpasst. Je nach Kompetenz und Motivation kann die nächste Stufe angewandt werden.

Führungsstile: Der richtungsbezogene Führungsstil

Führungsstile Definition Vorteile Nachteile Richtungsbezogen Autoritär Laissez FaireDer richtungsbezogene Führungsstil wurde von Robert R. Blake und Jane Mouton entwickelt und unterscheidet zwei verschiedene Ansätze, die den Fokus auf unterschiedliche Bereiche legen.

Auf der einen Seite gibt es die Aufgabenorientierung, auch als Sachorientierung bezeichnet. Hier dreht sich alles um klar definierte Aufgaben, konkrete Zielvorgaben und Führung durch den Vorgesetzten. Dieser übernimmt dabei eine übergeordnete Position, macht auch einmal Druck, um Ziele zu erreichen und legt dabei insgesamt sehr großen Wert auf eine gute Performance des Teams.

Dem gegenüber steht die Personenorientierung, die auch Beziehungsorientierung genannt wird. Wie der Begriff bereits vermuten lässt, steht hier die persönliche Ebene zwischen Chef und Mitarbeiter im Vordergrund. Die Hierarchie ist spürbar flacher, es wird eher auf einer gemeinsamen Ebene kommuniziert, um zusammen die beste Lösung für jedes auftretende Problem zu finden.

In der Praxis finden sich häufig Mischformen dieser beiden grundsätzlichen Orientierungen, die durch unterschiedlich starke Ausprägungen der beiden Formen gekennzeichnet sind.

Fuehrungsstil Manager Chef 3 Fragen Grafik

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]
22. Dezember 2016 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.

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