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Führungsfehler: Toxische Mitarbeiterführung

Führungskräfte tragen nicht nur die Verantwortung für die Ergebnisse, sondern vor allem für die Mitarbeiter. Arbeitnehmer können motiviert und gefördert werden – oder Führungsfehler ersticken Engagement und Zufriedenheit. Motto: Der Job könnte so schön sein, wenn der Chef nicht wäre… Werden Führungsfehler zur Qual, bleibt Arbeitnehmern irgendwann nur ein Jobwechsel. Aber was machen Vorgesetzte falsch und wie wirkt sich die toxische Führung aus? Wir zeigen die häufigsten Führungsfehler und geben Tipps, was Vorgesetzte besser machen sollten…



Führungsfehler: Toxische Mitarbeiterführung

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Führungsfehler: Die 20 häufigsten Fehler von Führungskräften

Ein bekanntes Bonmot besagt: Mitarbeiter kommen wegen des Jobs, bleiben wegen der Aufgabe und gehen wegen des Chefs. Das ist zugespitzt formuliert, doch Studien bestätigen, dass 40 Prozent der wechselbereiten Angestellten den Vorgesetzten als Hauptgrund für die Wechselmotivation angeben. Anders als oft vermutet ist es eben nicht nur das Geld. Mitarbeiter gehen auf Jobsuche, wenn der Vorgesetzte die Arbeit unerträglich macht.

Führungsfehler und Unzulänglichkeiten in der Chefetage vergraulen Mitarbeiter. Aber was machen Chefs so unglaublich falsch? Leider mehr, als den meisten Mitarbeitern lieb ist. Wir haben die 20 häufigsten Führungsfehler aufgelistet – und erklären Chefs gleichzeitig, wie sich die Führungsfehler vermeiden lassen:

1. Führungsfehler: Keine Förderung!

Mitarbeiter wollen nicht nur in ihrer jetzigen Position zufrieden sein, sondern auch gefördert werden und eine Perspektive haben. Toll, wenn man gut in seinem Job ist, aber umso frustrierender, wenn sich daraus nichts Weiteres entwickeln kann. Einer der größten Führungsfehler ist die fehlende Förderung von engagierten und leistungsstarken Arbeitnehmern. Diese können und wollen mehr, werden aber durch schlechte Führungsarbeit ausgebremst.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Schaffen Sie Chancen und Möglichkeiten, damit Mitarbeiter sich entwickeln können. Setzen Sie Ziele, die Mitarbeiter herausfordern, ohne zu überfordern. Und ganz wichtig: Bieten Sie aktiv Förderungen an – Weiterbildungen, Schulungen und unterschiedliche Kurse werden gut angenommen und fördern das Potenzial.

2. Führungsfehler: Kein Delegieren!

Leider folgen viele Chefs dem Irrglauben, dass sie den ganzen Laden alleine schmeißen müssten. Sie wollen jede Aufgabe selbst übernehmen und rein gar nichts delegieren. Mitarbeiter fühlen sich entweder nutzlos oder nicht gut genug. Beides alles andere als motivierend. Spaß im Job ist so nicht möglich.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Trauen Sie Ihren Mitarbeitern zu, die Aufgaben gut und sogar besser zu erledigen. Schließlich sind die Angestellten darauf spezialisiert und haben eine Menge Erfahrung. Außerdem haben Sie eigentlich andere Dinge zu tun, die Ihre volle Aufmerksamkeit fordern, da diese sonst zu kurz kommen und zu weiteren Führungsfehlern führen.

Produktivität steigern delegieren Aufgaben Grafik

3. Führungsfehler: Keine Aufmerksamkeit!

Als Mitarbeiter kann man sich den Mund regelrecht fusselig reden und dem Chef zigmal einbläuen, dass dringender Handlungsbedarf besteht – manchmal könnte man auch gegen einen Betonpfeiler sprechen. Vorgesetzte, die nicht zuhören können, Interessen der Mitarbeiter ignorieren oder deren Meinung ignorieren und für unwichtig halten, zeigen mangelnden Respekt und erhalten diesen im Gegenzug auch nicht zurück.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Ganz einfach: Machen Sie Augen und Ohren auf! Hören Sie sich bewusst und konzentriert an, was Angestellte berichten. Mitarbeiter wissen sehr genau, welche Baustellen Priorität haben, schließlich haben sie jeden Tag damit zu kämpfen. Nach dem Zuhören sollten dann auch wirklich Taten folgen, um zu zeigen, dass sich wirklich etwas ändert.

4. Führungsfehler: Kein Feedback!

Es ist ein Klassiker unter den Führungsfehlern und bringt Mitarbeiter in jeder Branche zur Verzweiflung: Feedback ist nicht wie Weihnachten und sollte deshalb häufiger als einmal im Jahr vorkommen. Wie soll jemand wissen, wo er steht und wie seine Leistungen ankommen, wenn er keine Rückmeldungen erhält? Noch schlimmer: Viele Führungskräfte geben ausschließlich negatives Feedback, wenn etwas nicht so gut läuft. Konstruktive oder positive Kritik sucht man vergebens.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Niemand erwartet nach jeder einzelnen Aufgabe ein Feedback zu seiner Leistung, doch sollten unbedingt regelmäßige Gespräche geführt werden, um sowohl positive als auch negative Aspekte anzusprechen. Das muss gar nicht immer in einem großen Rahmen eines Mitarbeitergesprächs stattfinden. Entscheidend ist, dass Sie Feedback geben – und sei es nur ein kurzes Lob als Zeichen der Anerkennung.

5. Führungsfehler: Keine Empathie!

Viele Vorgesetzte verlieren den direkten Bezug und Kontakt zu ihren Mitarbeitern. Auch dann, wenn sie vielleicht selbst vor einigen Jahren in der Position gearbeitet haben, bevor sie befördert wurden. Irgendwann wird nur noch von oben herab gehandelt, ohne Verständnis für die Teammitglieder zu haben oder sich in deren Situation hineinzuversetzen. Diese fühlen sich nicht verstanden und wenden sich emotional von Chef und Unternehmen ab – der erste Schritt zur Kündigung.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Gehen Sie als Chef auf Ihre Mitarbeiter zu und versuchen Sie deren Sicht der Dinge zu verstehen. Dazu zählt vor allem ein Verständnis für die kurz- und langfristigen Ziele der Belegschaft. Was wollen die Angestellten erreichen? Wie können Sie dabei helfen? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig? Wer sich im Job verstanden fühlt, entwickelt Loyalität und Motivation, sein Bestes zu geben.

6. Führungsfehler: Kein Vertrauen!

Jede Aufgabe, jeder Fortschritt und im Zweifelsfall auch jede E-Mail, die an einen Kunden rausgehen soll, muss dem Chef vorgelegt werden. Dies ist zwar ein zugespitzter Extremfall des Mikromanagements, doch leider ist dies oft gar nicht so weit von der Realität entfernt. Die ständige Bevormundung und übermäßige Kontrolle von Mitarbeitern ist ein kapitaler Führungsfehler. Damit werden Angestellte zur Unselbstständigkeit erzogen, anstatt ihnen Vertrauen entgegenzubringen.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Hören Sie auf, jedem Mitarbeiter ständig auf die Finger oder über die Schulter zu gucken. Trauen Sie Ihrem Team ruhig etwas zu! Sie werden sehen, wie gut die Dinge laufen können, wenn Sie die Zügel etwas lockerer lassen. Mehr Raum für Eigeninitiative wirkt sich zusätzlich positiv auf die Motivation aus.

Vertrauen lernen Kompass Quadranten Grafik

7. Führungsfehler: Kein Wir-Gefühl!

Der Chef ist immer auch Teil des Teams und sollte sich entsprechend verhalten. Allerdings beruft sich so manche Führungskraft lieber auf die Unternehmenshierarchie. Hier steht der Vorgesetzte über den Mitarbeitern – und das bekommen diese auch zu spüren. Es gibt Vorgaben, Regeln, klare Ansagen. Was der Chef sagt, ist Gesetz und hat zeitnah zu erfolgen. Wirklich froh wird mit dieser Situation wohl kaum ein Mitarbeiter, ein Wir-Gefühl kann nicht entstehen und so mancher versucht vielleicht, den unbeliebten Chef ein wenig zu sabotieren.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Der Chef trägt die Verantwortung und ist höher gestellt, doch muss dies nicht ständig verdeutlicht und ausgelebt werden. Mitarbeiter müssen nicht jedes Mal daran erinnert werden, wer das Sagen hat, damit sie ihren Job machen. Es muss nicht gleich eine enge Freundschaft sein, doch eine bessere Beziehung zum Team sorgt für Zufriedenheit, Motivation und eine größere Identifikation mit dem Unternehmen.

8. Führungsfehler: Keine Anwesenheit!

Nur hinter verschlossenen Türen sitzen, nie für die Mitarbeiter ansprechbar sein und in erster Linie durch vollkommene Abwesenheit zu glänzen? Das zeugt nicht von einem kompetenten Chef. So entsteht lediglich der Eindruck ausgeprägten Desinteresses sowohl an den Mitarbeitern als auch am gesamten Erfolg der Abteilung. Sie sollen sich nicht in alles einmischen, aber eben auch nicht komplett unsichtbar sein.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Verstecken Sie sich nicht im Büro, sondern zeigen Sie Präsenz und Engagement. Das bedeutet nicht, dass Sie täglich ein bis zwei Meetings ansetzen müssen, sondern dass Sie sich für Fortschritte und Entwicklungen interessieren, die in verschiedenen Bereichen gemacht werden – auch auf dem kurzen Dienstweg.

9. Führungsfehler: Keine Klarheit!

Ungewissheit und vage Aussagen sind Mitarbeitern ein Dorn im Auge. Man möchte wissen, wo die Reise hingeht und welchen Erwartungen man ausgesetzt ist. Dieses Bedürfnis bleibt durch ungenaue Ziele schwammige Aussagen seitens des Chefs unbefriedigt. Nach einiger Zeit herrscht dann bei allen Beteiligten nur noch Verwirrung.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Schluss mit Ungewissheit. Machen Sie klare Ansage über Erwartungen und legen Sie genaue Ziele fest. Achten Sie darauf, Ihre Erwartungen möglichst verständlich und nachvollziehbar zu formulieren. Damit ist allen mehr geholfen und jeder weiß, was zu tun ist.

10. Führungsfehler: Keine Verbindlichkeit!

Jeder Chef erwartet, dass er sich auf Zusagen von Mitarbeitern verlassen kann. Sagt jemand aus dem Team, dass er sich um eine Aufgabe kümmert und diese bis zur Deadline erledigt, wird er beim Wort genommen und muss die entsprechende Leistung auch liefern. Leider fehlt einigen Vorgesetzten diese Art der Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit. Es wird sich rausgenommen, es mit Zusagen auch einmal nicht so genau zu nehmen oder seine Meinung kurzfristig zu ändern, nachdem alle anderen sich darauf eingestellt haben.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Hier hilft nur eins: Vorgesetzte müssen zu dem stehen, was Sie sagen (oder schreiben) und ihren Worten auch Taten folgen lassen. Das erfordert gute Organisation und Zeitmanagement, aber wenn etwas zugesagt wurde, sollten auch Mitarbeiter sich immer darauf verlassen können.

11. Führungsfehler: Keine Wertschätzung!

Ein Punkt, den viele Chefs verinnerlichen müssen: Mitarbeiter, sowie deren Motivation und gute Leistungen sollten niemals als selbstverständlich behandelt werden. Niemand fühlt sich wohl dabei, wenn es den Anschein macht, dass seine Anstrengungen überhaupt nicht wahrgenommen oder in irgendeiner Art und Weise gewürdigt werden.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Zeigen Sie Mitarbeitern gegenüber Wertschätzung. Das funktioniert beispielsweise durch Anerkennung für gute Leistungen, aber auch durch einen respektvollen Umgang miteinander. Ein Zeichen großer Wertschätzung ist es auch, wenn Führungskräfte die Meinung von Mitarbeitern einholen und diese in Entscheidungen einbeziehen.

12. Führungsfehler: Keine Voraussicht!

Es ist viel verlangt, doch Führungskräfte sollten in der Lage sein, zukünftige Ereignisse zu antizipieren, sich und das Team darauf einzustellen und so mögliche Probleme frühzeitig zu umgehen. Bahnt sich an, dass ein Projekt nicht rechtzeitig fertig wird oder dass technische Änderungen zu längeren Schwierigkeiten führen, sollte ein Chef nicht warten, bis es zu spät und die Katastrophe bereits eingetreten ist.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Chefs verfügen über keine geheime Glaskugel, die ihnen die Zukunft zeigt, doch es ist durchaus möglich, Entwicklungen zu antizipieren und darauf zu reagieren. Als Führungskraft sollten Sie immer gut informiert sein – sowohl über das, was die Branche, das Unternehmen und natürlich auch Ihr Team betrifft. So lassen sich Rückschlüsse ziehen, die eine Menge aussagen können.

13. Führungsfehler: Keine Verantwortung!

Mit der höheren Position in der Unternehmenshierarchie geht immer auch Verantwortung einher. Verantwortung für die Ergebnisse, Gelder, für Mitarbeiter und deren Entwicklung. Viele Vorgesetzte machen allerdings den groben Führungsfehler nur die Verantwortung für positive Aspekte zu übernehmen. Fehler werden hingegen immer auf andere abgewälzt, indem Schuldige gesucht werden.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

In Führungspositionen fällt Ihnen auch die unangenehme Aufgabe zu, manchmal den Kopf hinhalten zu müssen, wenn etwas schiefgelaufen ist. Damit können Sie Ihren Mitarbeitern aber demonstrieren, dass Sie ihnen den Rücken stärken und sich nicht aus der Verantwortung ziehen, wenn es schwierig wird.

14. Führungsfehler: Keine Hilfe!

Führungskräfte sollen weder zu Kontrollfreaks werden noch unfähig sein, Aufgaben zu delegieren. Allerdings ist es ein häufiger Fehler, Mitarbeiter bei Problemen vollkommen alleine lassen. Wenn sich Mitarbeitern mit Fragen oder Schwierigkeiten an den Vorgesetzten wenden, sollte dieser ein offenes Ohr haben und zu einer Lösung beitragen und seine Hilfe im besten Fall frühzeitig anbieten. Die Einstellung „Ich will Lösungen, keine Probleme…“ frustriert jeden Angestellten.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Nehmen Sie es ernst, wenn ein Mitarbeiter um Hilfe bittet. Das kostet meist einige Überwindung und legt den Schluss nahe, dass es sich um eine Angelegenheit handelt, die Sie nicht ignorieren sollten. Sie müssen nicht jedes Problem alleine lösen, doch sollten Sie mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es benötigt wird.

15. Führungsfehler: Keine Work-Life-Balance

Leider ist so mancher Chef überzeugt, dass Mitarbeiter einzig und ausschließlich für den Job leben sollten. Wofür braucht jemand schon Familie, Freunde und Freizeit, wenn er bis in die späten Abendstunden im Büro sitzen, Aufgaben bearbeiten und seine Karriere voranbringen kann? Leider zeigt sich diese Einstellung oftmals als besonders schwerer Führungsfehler. Arbeitnehmer suchen jedoch mehr denn je nach einem Job, der sich mit dem Privatleben vereinbaren lässt. Und fehlende Work-Life-Balance sorgt schnell für Unzufriedenheit und den Wunsch, nach einem neuen Arbeitgeber.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Wichtig ist bereits die Erkenntnis, dass sich die Einstellung vieler Arbeitnehmer zur Arbeit im Wandel befindet. Diese ist weiterhin ein wichtiger Teil des Lebens und Erfolg gehört für die meisten dazu – aber eben immer im Einklang mit privaten Freiheiten. Hin und wieder länger bleiben ist für viele kein Problem, solange es nicht einfach grundsätzlich vorausgesetzt wird.

Work Life Balance Arbeitsleben Privatleben Balance Beispiele

16. Führungsfehler: Keine Ehrlichkeit!

Informationen zurückhalten, die eigenen Fehler verschweigen oder gar jemand anderem in die Schuhe schieben oder dreiste Lügen verbreiten – Unehrlichkeit ist ein absolutes Tabu in der Führungsetage. Merken Mitarbeiter, dass Sie nicht mehr ehrlich behandelt werden, geht jedes Vertrauen verloren. Die Reaktion: Der Unehrlichkeit wird mit gleicher Münze begegnet oder das Unternehmen wird fluchtartig verlassen.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Angestellte haben ein Recht auf die Wahrheit. Offene und direkte Kommunikation ist daher unerlässlich. Versuchen Sie nicht nur von oben die Fäden zu ziehen und alle anderen möglichst im Dunkeln tappen zu lassen.

17. Führungsfehler: Keine Gleichberechtigung!

Vetternwirtschaft kommt immer wieder vor. Der Chef hat seine Lieblinge unter den Mitarbeitern und diese werden bevorzugt behandelt. Aufgaben mit großer Verantwortung, wichtige Kunden, Beförderungen und Gehaltserhöhungen – immer ist schon vorher klar, wer diese bekommt. Alle anderen strengen sich schon gar nicht mehr an oder suchen nach alternativen Optionen, um eine Chance auf beruflichen Aufstieg zu haben.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Natürlich kann es berechtigte Gründe geben, warum ein Mitarbeiter bei einer Beförderung vor anderen Kandidaten gewählt wird. Diese sollten jedoch immer rein fachlich sein. Geben Sie jedem die gleichen Chancen und beurteilen Sie objektiv und nicht danach, wer Ihnen besonders sympathisch ist.

18. Führungsfehler: Kein Mitspracherecht!

Chefs müssen Entscheidungen treffen, teils große und sehr wichtige, aber auch unzählige kleine. Nicht bei jeder Entscheidung können vorher die Meinungen und Ansichten der Mitarbeiter eingeholt werden, doch bei wichtigen Dingen sollten diese die Möglichkeit haben, ihre Sicht der Dinge einzubringen. Dabei geht es nicht um wegweisende Beschlüsse, sondern beispielsweise auch um die Gestaltung von Aufgaben oder Projekten.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Mitspracherecht kann bereits durch einige Freiheiten geschaffen werden. Überlassen Sie es Mitarbeitern selbst, wie sie ihre Aufgaben erledigen. Lassen Sie Raum für Kreativität und schaffen Sie Möglichkeiten, um Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen.

19. Führungsfehler: Keine Kompromisse!

Als Führungskraft ist es unerlässlich, Kompromisse eingehen zu können. Es gibt nicht immer nur Ja, Nein, Schwarz und Weiß. Es müssen Prioritäten gesetzt, Anpassungen vorgenommen und Kompromisse eingegangen werden. Leider versuchen Chefs immer wieder alles durch vorgefertigte Regeln zu lenken und verlieren die Kontrolle, sobald von diesem Plan abgewichen werden muss.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Flexibilität ist das A und O. Versteifen Sie sich nicht auf Kleinigkeiten, die sich in der Praxis als großes Problem erweisen. Kompromisse zeigen, dass Sie in der Lage sind, eine Situation zu analysieren und für alle Beteiligten die beste Lösung zu finden.

20. Führungsfehler: Kein Konfliktmanagement!

Meinungsverschiedenheiten und gelegentlich auch Streitigkeiten können an jedem Arbeitsplatz vorkommen. Viele verschiedene Persönlichkeiten bringen immer auch Reibungspunkte mit. Chefs sollten mit entsprechendem Konfliktmanagement darauf reagieren, doch in vielen Unternehmen wird das Thema lieber totgeschwiegen. Konflikte schwelen immer weiter, bis diese irgendwann eskalieren.

So vermeiden Sie diesen Führungsfehler

Konflikte und Diskussionen müssen gelöst werden – möglichst fair, sachlich und neutral. Ergreifen Sie nicht Partei, sondern hören Sie sich unterschiedliche Standpunkte an und versuchen Sie zu vermitteln.

Download: Die häufigsten Führungsfehler

Bei Führungskräften geht es nicht um Perfektion

Fast scheint es, als würden Vorgesetzte einen Führungsfehler nach dem anderen machen und hätten eigentlich gar keine Chance, den enormen Erwartungen gerecht zu werden, die an sie gestellt werden. Dem ist allerdings nicht so. An Perfektion sind Mitarbeiter beim Chef nämlich gar nicht interessiert.

Niemand möchte eine aalglatte Persönlichkeit im Chefsessel sehen, die eine Galionsfigur à la Mr. Perfect abgibt. Viel sympathischer und für Mitarbeiter greifbarer ist Authentizität – und da sind einige Fehler eher hilfreich, um eine gute Beziehung zum Team aufzubauen und als ehrlich und sympathisch eingestuft zu werden. So können Mitarbeiter sich mit dem Chef identifizieren. Nur grobe Führungsfehler sollten vermieden oder schnell korrigiert werden.


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Die Folgen von toxischer Führung und Führungsfehlern

Ein schlechter Chef macht den Job zur Qual – aber nicht nur für Mitarbeiter ist die Leistung einer Führungskraft ein großer Faktor. Die gesamte Abteilung und im schlimmsten Fall (gerade bei kleineren Unternehmen) leidet die gesamte Firma unter den Führungsfehlern einer einzigen Person.

Die Folgen toxischer Führung sind weitreichend:

  • Unzufriedene Mitarbeiter
    Versteht der Chef sein Handwerk nicht, merken es zunächst die Mitarbeiter, die direkt mit ihm zusammenarbeiten. Unzufriedenheit und fehlende Motivation sind nur eine Frage der Zeit, wenn sich Frust und Ärger über den Vorgesetzten Tag für Tag anstauen.
  • Schwache Ergebnisse
    Wenn die Leistungen nicht stimmen, beginnt die Fehlersuche meist bei den Mitarbeitern. Ein häufiger Grund für schwache Ergebnisse sind jedoch die Führungsfehler aus der Chefetage. Und genervte Mitarbeiter geben keine 100 Prozent.
  • Schlechtes Image
    Bewertungsportale oder auch die Erfahrungsberichte von ehemaligen Mitarbeitern sorgen dafür, dass ein Unternehmen sehr schnell den Ruf eines schlechten Arbeitgebers erhält. Das kann zu langfristigen Problemen in der Personalpolitik führen, wenn talentierte Kandidaten lieber zur Konkurrenz gehen.
  • Hohe Fluktuationsrate
    Der Chef ist zwar nicht alles im Job, aber er ist einer der häufigsten Kündigungsgründe. So geht einem Unternehmen durch Führungsfehler wichtiges Know How verloren, das direkt zu den Wettbewerbern wandert. Und natürlich sind damit die Kosten einer Neubesetzung verbunden.

Führungsfehler: Schlechte Führungseigenschaften

Teams führen und Personalverantwortung tragen ist nicht leicht. Und nicht jeder ist für diese Position geeignet. Zwar gibt es viele Schulungen oder Fortbildungen, die auf die Rolle des Vorgesetzten vorbereiten wollen, doch sollten einige Eigenschaften im besten Fall bereits vorhanden sein, um die perfekte Führungspersönlichkeit zu formen.

Schon bei der Auswahl sollten schlechte Führungseigenschaften aussortiert oder frühzeitig bekämpft werden. DieseCharakterzüge sollte ein Chef möglichst NICHT haben sollte:



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[Bildnachweis: Jiw Ingka by Shutterstock.com]

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