Führungsqualitäten: 14 wichtige Eigenschaften für Chefs

Führungsqualitäten sind in aller Munde. Es muss klar unterschieden werden: Chef oder Vorgesetzter kann jeder sein – Qualitäten für gute Führung sind deshalb noch lange nicht vorhanden. Dabei sind sich die meisten Diskutanten darüber einig, dass bestimmte Eigenschaften unerlässlich für gutes Führungspersonal ist. Nicht nur auf unternehmerischer Ebene, sondern auch auf menschlicher. Denn beides ist eng miteinander verknüpft: Sind die Mitarbeiter unzufrieden, weil sie sich und ihre Leistung nicht gesehen fühlen, lässt irgendwann auch der Erfolg des gesamten Unternehmens spürbar nach. Diese Führungsqualitäten zeichnen einen guten Chef aus…

Führungsqualitäten: 14 wichtige Eigenschaften für Chefs

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Was macht Führungsqualitäten aus??

Führungsqualitäten (englisch = leadership skills) führen oft zu Assoziationen von autoritären Chefs, einem Alphatier und Silberrücken. Doch die Zeiten, in denen Führung klare Anweisungen und raue Kritik bedeutete, sind lange vorbei. Es haben sich andere Führungsstile herausgebildet – weg vom aufbrausenden Vorgesetzten, der Mitarbeiter von oben herab behandelt.

In modernen Unternehmen sehen Führungsqualitäten anders aus. Das Team wird motiviert, gefördert und unterstützt. Nicht nur Druck von oben, sondern durch wichtige Führungsqualitäten und Charaktereigenschaften, die erfolgreiche Führungskräfte mitbringen. Natürlich besitzt der Chef weiterhin eine gewisse Autorität, doch wird diese nicht als Mittel zum Zweck ausgenutzt.

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Die 14 wichtigsten Führungsqualitäten

Aber welche Führungsqualitäten braucht es für erfolgreiche Arbeit als Vorgesetzter? Eine oft genannte Eigenschaft ist Durchsetzungsvermögen. Damit allein kommen Chefs jedoch nicht weiter.

Die Liste mit Führungsqualitäten und Soft Skills, die im Chefsessel wünschenswert sind, ist lang. Wir haben die 10 wichtigsten Führungsqualitäten aufgelistet:

  • Vorbildfunktion

    Als Chef haben Sie automatisch eine exponierte Position. Was Sie tun, wird registriert. Wasser predigen und Wein trinken kommt in den seltensten Fällen gut an. Nur wer das lebt, was er von anderen verlangt, vertritt glaubwürdig seine Werte.

    Mehr dazu : Vorbilder: Wie diese Karrieren beeinflussen

  • Kommunikationsfähigkeit

    Als Vorgesetzter vertreten Sie das Unternehmen nach innen und außen. Das heißt, Sie müssen Unternehmensentscheidungen oder auch unbequeme Inhalte verständlich transportieren. Dazu gehört weiterhin die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Menschen einstellen und sich entsprechend der individuellen Anforderungen anpassen zu können. Und schließlich ist Kommunikation keine Einbahnstraße: Sie erfordert nicht nur Reden, sondern auch gutes Zuhören.

    Mehr dazu: Kommunikationsfähigkeit: Training für mehr Eloquenz

  • Entscheidungsfreude

    „Ich weiß nicht“ oder „Das kann ich nicht entscheiden“ sind denkbar schlechte Antworten in Führungspositionen. In höheren Positionen müssen täglich Entscheidungen getroffen werden, um die Richtung vorzugeben, Pläne umzusetzen und Ziele zu erreichen. Entscheidungsfreude ist somit bei den Führungsqualitäten eine Notwendigkeit.

    Mehr dazu: Entscheidungen treffen: 13 Tipps + 12 einfache Methoden

  • Selbstbewusstsein

    Eine typische Führungsqualität ist Selbstbewusstsein. Man stelle sich eine Führungskraft vor, die völlig unsicher und unentschlossen vor jeder Entscheidung zurückschreckt – das mag vorkommen, ist dann aber ein Negativbeispiel. Selbstbewusste Menschen hingegen vertrauen auf ihr Erfahrungswissen und glauben, dass sie selbst bei unerwarteten Schwierigkeiten eine Lösung finden. Dieses Selbstvertrauen überträgt sich auf die Mitarbeiter und ist besonders in heiklen Phasen Gold wert.

    Mehr dazu: Selbstbewusstsein stärken: Tipps für mehr Selbstvertrauen

  • Konfliktfähigkeit

    Streitigkeiten im Team, Ärger mit einem Kunden, Probleme zwischen den Hierarchieebenen – Konflikte gehören im Berufsleben dazu. Chefs müssen nicht nur mit diesen umgehen, sondern aktiv zu deren Lösung beitragen. Führungskräfte nehmen dabei die Rolle des Vermittlers ein, versuchen die Situation zu klären und für alle Beteiligten positiv zu gestalten.

    Mehr dazu: Konfliktfähigkeit: 6 Tipps für konstruktiven Umgang

  • Flexibilität

    In Zeiten globaler Konkurrenz und weitreichender Vernetzung gehört Flexibilität zu den wichtigsten Eigenschaften, nicht nur für Führungskräfte. Schnelles Handeln in unvorhergesehenen Situationen statt Schockstarre trägt dazu bei, dass jemand sich als guter Chef erweist.

    Mehr dazu: Flexibilität: Wie anpassungsfähig sind Sie?

  • Verantwortungsbewusstsein

    Zu den Führungsqualitäten zählt, Verantwortung für sein Team zu übernehmen. Das heißt beileibe nicht nur, für die Fehler der Mitarbeiter gerade zu stehen. Vielmehr heißt es, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, sich der Konsequenzen seines Handelns bewusst zu sein. Dazu gehört auch das Abgeben von Verantwortung – denn nichts anderes ist Delegieren.

    Mehr dazu: Verantwortung übernehmen: Ohne geht es nicht

  • Organisationsfähigkeit

    In der Führungsposition laufen alle Informationen, Aufgaben, Ergebnisse und Fragen zusammen. Fehlt es hier an Überblick und Organisation, droht das gesamte Team im Chaos zu versinken. Eine entscheidende Führungsqualität ist deshalb die Organisationsfähigkeit. Vorgesetzte müssen in der Lage sein, selbst unter Stress und bei großer Komplexität das große Ganze im Blick zu behalten und den Durchblick zu bewahren.

    Mehr dazu: Organisationstalent: Warum es so wichtig ist

  • Netzwerk

    Gute Führungskräfte haben bereits vor langer Zeit ein Netzwerk aufgebaut, von dem sie profitieren. Ehemalige Kollegen und Kommilitonen, Mentoren oder Geschäftskontakte tragen dazu bei, thematisch auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Idealerweise betrifft das nicht nur fachliche Bereiche, sondern auch die persönliche Entwicklung.

    Mehr dazu: Netzwerken lernen: 30 Tipps für richtiges Networking

  • Gelassenheit

    Führungsqualitäten beweist, wer die nötige Gelassenheit mitbringt. Das gilt bei Fehlern von Mitarbeitern, denn die können immer mal passieren. Eine gute Fehlerkultur sorgt dafür, dass Mitarbeiter sich trauen, Schwierigkeiten anzusprechen.

    Mehr dazu: Gelassenheit lernen: Nur die Ruhe!

  • Menschenkenntnis

    Diese Führungsqualität hilft Managern dabei abschätzen zu können, welche Mitarbeiter für welche Aufgaben und Bereiche geeignet sind. Wichtig ist diese Eigenschaft außerdem bei der Zusammenstellung von Teams, die zwar harmonieren sollen, im Idealfall aber nicht zu ähnlich sind.

    Mehr dazu: Menschenkenntnis Test: Lässt sie sich lernen?

  • Motivationstalent

    Gute Vorgesetzte verfügen über die Fähigkeit, andere mitreißen und mit ihrer Begeisterung anstecken zu können. Sie denken visionär und malen zukünftige Ziele aus. Das alles funktioniert, weil sie ihre Mitarbeiter an Erfolgen teilhaben lassen.

    Mehr dazu: Mitarbeiter motivieren: 31 Tipps und Beispiele

  • Selbstkritik

    Jeder Mensch macht Fehler, auch Vorgesetzte. Eine gute Führungskraft zeichnet die Fähigkeit zur Selbstreflexion aus – der kritische Blick aufs eigene Verhalten und Handeln. Können Sie einen Fehler zugeben, wird es Ihren Angestellten deutlich leichter fallen, Fehler im Job zu beichten. Außerdem macht es Sie menschlich.

    Mehr dazu: Selbstkritik: Die Kunst, sich konstruktiv zu kritisieren

  • Humor

    Der Spaß auf der Arbeit sollte nicht zu kurz kommen. Er hilft in stressigen Situationen die Zähne zusammenzubeißen und ist für viele Menschen die größte Motivation, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.

    Mehr dazu: Humor: Humorvolle Menschen sind intelligenter

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Darum sind Führungsqualitäten so wichtig

Den Mitarbeitern sagen, wo es lang geht, mit strikten Anweisungen den Ton angeben? Unternehmen haben erkannt, dass ein solches Vorgehen in Führungspositionen eher schädlich als hilfreich ist. Kaum ein Teammitglied blüht unter diesen Bedingungen auf, identifiziert sich mit dem Arbeitgeber und gibt sein Bestes. Vielmehr suchen Mitarbeiter das Weite und reichen die Kündigung ein.

Führungsqualitäten sind unabdingbar, weil sie die richtige Atmosphäre schaffen. Nicht nur für Produktivität und Leistung, sondern für Zufriedenheit – und damit letztlich für motivierte und loyale Mitarbeiter. Sozialkompetenzen in Führungspositionen rücken mehr denn je in den Fokus.

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