Schlechter Chef: Miese Mitarbeiterführung – und jetzt?

Gute Chefs sind selten. Leider. Respekt und Anerkennung werden einem als Chef nicht einfach vor die Füße gelegt. Mit Wertschätzung, Vertrauen, Verständnis und der Fähigkeit zur Motivation, müssen diese erst erarbeitet werden. Keine leichte Aufgabe – und vor allem eine, deren Erfolg sich schon mit wenigen dummen Sprüchen und Sätzen zunichte machen lässt. Ein schlechter Chef ist hingegen viel häufiger. Solche Führungskräfte sind wahre Talente darin, Motivation und Zufriedenheit im Keim zu ersticken. Umso wichtiger, schlechte Chefs früh zu erkennen. Hier ein paar Indizien für einen wirklich schlechten Chef, für miese Mitarbeiterführung – und was Sie dagegen unternehmen können…

Schlechter Chef: Miese Mitarbeiterführung - und jetzt?

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Schlechter Chef: Die Führungsetage auf dem Prüfstand

Ob ein Unternehmen Erfolg hat oder nicht, hängt entscheidend von der Qualität des Managements und den Führungskräften ab. Die Mitarbeiterführung trägt maßgeblich dazu bei, ob Angestellte glücklich oder unglücklich im Job sind. Da kann der Beruf auch noch so traumhaft sein: Mitarbeiter kommen wegen des Jobs – und gehen wegen des Chefs. Diese Regel hat sich schon hunderte Male bewahrheitet.

Zahlreiche wichtige Aspekte im Beruf hängen entscheidend von einem guten oder schlechten Chef ab.

Ein schlechter Chef führt dazu, dass Arbeitnehmer innerlich kündigen oder gleich das Unternehmen verlassen. Der Führungsstil und das Verhalten der Person im Chefsessel sind dabei maßgeblich.

Sogar die Gesundheit leidet, wenn ein schlechter Chef die Führungsrolle einnimmt. Bleibt die Anerkennung und Unterstützung durch Vorgesetzte aus, werden Mitarbeiter häufiger krank, fühlen sich deutlich gestresster auf der Arbeit. Eine Studie von der Universität Stockholm kommt gar zu dem Ergebnis, dass Mitarbeiter mit einem rücksichtslosen Chef ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen oder gar einen Herzinfarkt haben.

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Schlechter Chef? Das schadet dem Unternehmen am meisten

Sicher, jeder Chef kann seine Mitarbeiter mal nerven. Die eine Aufgabe muss unbedingt noch vor Feierabend erledigt werden. Es kommt zu Missverständnissen. Oder es gibt eine Standpauke wegen eines Projekts, das nicht so gelaufen ist, wie erwartet… All diese Dinge kommen vor und bedeuten nicht automatisch, dass Sie einen schlechten Chef haben. Allerdings handelt es sich dabei um akute oder temporäre Konflikte.

Ein schlechter Chef wird hingegen zum dauerhaften Problem Und kommt es regelmäßig zu Schwierigkeiten, kann es ein Warnsignal sein. Dabei gibt es leider gleich eine ganze Reihe von Facetten, die einen schlechten Chef ausmachen können und Mitarbeiter an den Rand der Verzweiflung treiben:

  1. Mangelhafte Kommunikation

    Gemeint ist damit die selbstgewählte Isolation an der Spitze und das Verschanzen hinter dicken Chefzimmertüren genauso wie fehlendes Feedback, Nicht-zuhören-können, überwiegende Kommunikation per E-Mail statt von Angesicht zu Angesicht sowie Kritikunfähigkeit. Mitarbeiter wünschen sich einen Chef, der offen und ehrlich kommuniziert.

  2. Unfaire Bezahlung

    Die Höhe der Gehälter ist in den meisten Unternehmen eines der bestgehüteten Geheimnisse. Relativ wie absolut hat das Gehalt großen Einfluss auf die Stimmung im Laden. Erstaunlich viele Mitarbeiter haben ein sicheres Gespür dafür, wer mehr und wer weniger verdient – vor allem aber, ob dies fair und gerechtfertigt ist. Kollegen, die mit Prämien überschüttet werden, obwohl andere die Arbeit machen, sind Leistungsbremsen für jeden Betrieb.
    Das Gehalt ist immer auch Ausdruck von Wertschätzung. Wer überdurchschnittlich viel leistet ohne dass sich dies auf seinem Lohnzettel spiegelt, schiebt irgendwann nur noch Dienst nach Vorschrift.

  3. Jobunsicherheit

    Outsourcing, Downsizen, Change Management – das sind nicht nur hässliche Anglizismen. Sie verunsichern Mitarbeiter auch.

    Perfide wirken Chefs, die diese Unsicherheit auch noch schüren – und sei es nur, um ihren Machthunger zu stillen. Fakt ist: Wer ständig um seine Existenz fürchten muss, kann nicht kreativ oder produktiv sein. Und zufrieden im Job ist so auch niemand.

  4. Geringschätzung

    Einer der stärksten Motivatoren im Job ist Anerkennung – und diese muss nicht zwangsläufig monetär ausfallen. Umso erstaunlicher, dass Vorgesetzte dieses vergleichsweise günstige Instrument so selten nutzen. Viel zu häufig werden Leistungen als selbstverständlich erachtet. Mitarbeiter, die sich wochenlang abschuften und ihr Bestes geben, bekommen nicht einmal ein Danke geschweige denn Lob.

  5. Vetternwirtschaft

    Chefs sind auch nur Menschen. Das schließt ein, dass sie manche Kollegen sympathischer finden als andere. Das ist normal, sollte aber nie zu Favoritentum führen. Vetternwirtschaft hat eine enorm destruktive Wirkung auf die Moral der Truppe. Sie sagt: Es ist egal, was du leistest. Was zählt, ist allein die Gunst des Chefs.

  6. Überlastung

    Wer in seinem Job noch nie stressige Phasen erlebt hat, ist entweder de facto arbeitslos oder cooler als Ötzi. Halten solche Belastungsphasen jedoch zu lange an oder wachsen sich gar zum Dauerzustand aus, führen sie zu psychischen wie physischen Störungen. Dauerstress kann die Fehlzeiten der Mitarbeiter aber auch Produktionsfehler und Fluktuationsrate erhöhen. Ein schlechter Chef zeigt sich auch dadurch, dass er diese Überlastung nicht bemerkt, ignoriert oder gar durch immer weitere Aufgaben die Ausbeutung fördert.

  7. Mikromanagement

    Klar muss ein Chef wissen, was in seinem Laden läuft. Aber Kontrollfreaks sind die Hölle und ein schlechter Chef. Ein Boss, der weder delegieren kann, noch seinen Mitarbeitern vertraut, raubt ihnen jede Chance, den Job selbst zu machen. Ursache für Mikromanager sind oft Unsicherheit und eine ausgewachsene Profilneurose bei den Vorgesetzten.

  8. Inkompetenz

    Spätestens seit Entdeckung des Peter Prinzips – also des Aufstiegs bis zum Punkt der totalen Inkompetenz – ist klar, dass Knallköpfe in Führungsetagen durch hierarchische Systeme sogar gefördert werden. Aber für so einen schlechten Chef arbeiten? Das will wohl keiner. Glänzt der Chef nur durch Inkompetenz, suchen Mitarbeiter schnell das Weite.

  9. Gläserne Decken

    Die meisten Arbeitnehmer wollen sich im Beruf weiterentwickeln, verändern, aufsteigen. Wenn jedoch klar wird, dass dies auf absehbare Zeit nicht möglich ist, hat auch überdurchschnittliches Engagement keinen Sinn. Ein guter Vorgesetzter fördert seine Angestellte, ein schlechter Chef steht den Entwicklungen jedoch immer wieder im Weg.

  10. Fieslinge

    Der Typ fieser Unhold als Manager ist nicht bloß ein Klischee. Diverse Mobbing-Fälle, die jährlich vor den Arbeitsgerichten landen, bestätigen seine Existenz und Verbreitung. Ein solcher Wüterich vereint zahlreiche der zuvor genannten Punkte auf sich, schürt Rachegelüste – und hat letztlich nur eines verdient: Mitarbeiter, die ihm den Rücken kehren und kündigen.

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11 Dinge, die wirklich nur schlechte Chefs sagen

Ob steigender Arbeitsdruck, ausbleibende Anerkennung, permanente Unzufriedenheit und Unberechenbarkeit – nicht nur das Verhalten entlarvt schlechte Chefs. Ob Ihr Vorgesetzter ein schlechter Chef ist, das zeigt sich nicht selten auch an typischen Sprüchen und Sätzen.

In solchen Worten und Ausdrücken schwingen Geringschätzung, fehlender Respekt ebenso mit wie die Gewissheit, dass diese Führungskräfte ihrer Basis längst entrückt sind. Viel betrüblicher ist, dass aus vielen dieser Sätze veritable Dummheit und schlechte Führungsarbeit spricht. Zehn der dämlichsten Verbalinjurien finden Sie in der folgenden Checkliste:

  • Wenn Sie den Job nicht wollen, finde ich ganz schnell einen anderen dafür…

    Selbst wenn man es mit einem renitenten, faulen Mitarbeiter zu tun hat, ist der Satz dennoch dumm. Denn er ist in Wahrheit eine Kapitulation. Wer ihn ausspricht, gibt zu, seine Mitarbeiter entweder nicht motivieren oder ihnen nicht den Job geben zu können, in dem sie aufblühen und sich engagieren wollen. Und sollte der Mitarbeiter tatsächlich chronisch unfähig und unwillig sein, ist diese Drohgeste überdies feige. Denn sie umgeht den in diesem Fall einzig richtigen Schritt: „Hiermit kündige ich Ihnen zum…“

  • Sie werden hier nicht fürs Denken bezahlt…

    Bravo! Sie haben Menschen eingestellt, obwohl Sie eigentlich Maschinen wollten. Dumm gelaufen. Denn die werden auch noch krank, machen Vorschläge und haben vielleicht sogar noch bessere Ideen als Sie selbst. Immerhin: Sie bezahlen wenigstens noch was dafür. Das ist zumindest eine Evolutionsstufe weiter als Sklaverei.

  • Ich bin zu beschäftigt, um mich darum zu kümmern…

    Was die Führungskraft damit eigentlich sagt, ist etwas anderes: „Dein Problem ist mir nicht wichtig genug.“ Das mag vielleicht zutreffen, ist aber definitiv ein Affront und eine Abwertung. Führung im Wortsinn aber bedeutet, dass einem das wichtig genug sein sollte. Wenn nicht jetzt, dann wenigstens später. Das wäre zumindest legitim: „Ich bin gerade sehr beschäftigt, hat das Zeit bis – sagen wir – 16 Uhr? Dann hätte ich für Sie Zeit.“

  • Das war keine Bitte, sondern eine Anweisung..

    Diesen Satz hört man an keinem anderen Ort als im Job. Warum eigentlich? Nur dort traut sich jemand, eine solche Respektlosigkeit auszusprechen. Natürlich haben Hierarchien Sinn. Aber ein Chef, der zu diesem Mittel greift, muss sich fragen lassen, warum seine Autorität allein eine geliehene und keine natürliche ist. Smarte Chefs dagegen müssen in der Regel nicht einmal um etwas bitten – ihr Team sieht auch so, was zu tun ist, und löst das Problem. Wortlos.

  • Wer hat Ihnen das erlaubt?

    Wer seine Mitarbeiter wie Kinder behandelt, darf sich nicht wundern, wenn diese irgendwann das Denken einstellen. Mehr noch: Solches Verhalten sorgt dafür, dass keiner mehr Verantwortung übernimmt. Gegenfrage: Wollen Sie Mitarbeiter, die eigenverantwortlich und unternehmerisch denken und handeln? Oder reine Befehlsempfänger? Ein Manager, der diese Frage stellt, verrät sich als Kontrollfreak, der seinem Team nur wenig bis gar kein Vertrauen schenkt. Da sollte man sich gleich noch eine weitere Frage stellen: Will ich wirklich für ein Unternehmen arbeiten, das eine solche Misstrauenskultur pflegt?

  • Lassen Sie alles stehen und liegen und machen Sie das – JETZT!

    Gewiss, manche Dinge vertragen keinen Aufschub. Wenn es irgendwo brennt, sollte man sich sofort in Sicherheit bringen. Problematisch wird es aber, wenn Chefs regelmäßig, oder gar täglich solchen Alarm machen. Das ist kein Management mehr, sondern planloser Reaktionismus. Obendrein verrät dieser Satz, dass ein schlechter Chef keine Prioritäten setzen kann.

  • Ich will von Problemen nichts wissen…

    Klasse, der erste Schritt ist gemacht, um eine Katastrophe zu züchten. Klar, manchmal steckt dahinter auch nur Frust, weil die betreffenden Mitarbeiter ihr Problem einfach nur delegieren wollen, statt selbst über eine Lösung nachzudenken. Dann aber wäre klüger, nach einem Lösungsvorschlag zu fragen, statt das Problem auf diese Weise wegzudrücken. Was tatsächlich beim Mitarbeiter ankommt, ist die Aussage: Sag mir nur noch Dinge, die ich hören will – ansonsten: troll dich!

  • Das klingt für mich eher nach einem persönlichen Problem…

    Kann sogar stimmen. Aber jetzt ist es auch Problem vom Chef. Nicht umsonst haben Führungskräfte nicht nur Verfügungsgewalt, sondern auch Personalverantwortung. Das bedeutet, dass sie sich auch um private Probleme kümmern müssen, wenn diese auf das Betriebsklima wirken. Den Mitarbeiter damit alleine zu lassen, ist nicht nur verantwortungslos – es ist auch kaltherzig und beweist soziale Inkompetenz als schlechter Chef.

  • Sie können froh sein, überhaupt einen Job zu haben…

    Davon abgesehen, dass dieser Satz eine bodenlose Frechheit ist und man einem solchen Chef am liebsten zurückspiegeln würde: Und du kannst froh sein, dass du überhaupt noch einen Menschen führen darfst! – Er ist auch die Bankrotterklärung eines Managers, der von Führung keine Ahnung hat. Denn Mitarbeiter, die in Angst leben, arbeiten weder produktiver, noch machen sie mutige Vorschläge und bringen Innovationen hervor.

  • Und jeder andere hier denkt dasselbe über Sie…

    Ein kluger Chef gibt seinen Mitarbeitern konstruktives, nachvollziehbares und individuelles Feedback. Vor allem aber sind seine Rückmeldungen persönlich und in der Ich-Perspektive formuliert. Das ist schließlich auch die Aufgabe eines Managers: Menschen führen – nicht gängeln, sondern anleiten, damit sie sich weiterentwickeln und wachsen können. Dieser Satz aber soll nur verletzen, erniedrigen, degradieren.

  • Social Media haben im Job nichts verloren…

    Willkommen in den Achtzigerjahren! Auch wenn Retro immer noch schick ist – in der Unternehmenskultur ist das einfach nur dumm. Social Media gehören in vielen Branchen und Jobs längst zum Alltag und sind wichtige Kommunikationskanäle – und solange es nicht Überhand nimmt, sollte ein Chef nicht gleich ausrasten, wenn ein privater Blick dabei ist.

Was gute Chefs stattdessen sagen sollten

Die obigen Ausdrücke lassen sich auch umdrehen. Nicht immer zeichnen sich schlechte Chefs dadurch aus, was sie sagen, sondern ebenso durch all die Dinge, die Sie nicht sagen – aber sollten. Ein Chef, der fast immer schweigt, geht Ihnen vielleicht nicht mit langen Monologen auf die nerven. Er ist aber dennoch keine gute Führungskraft.

So gibt es zahlreiche Sätze, die Chefs häufiger sagen sollten:

  • Was denken Sie darüber?

    Das gleich vorweg: Führen bedeutet nicht immer nur zu reden und Richtungen vorzugeben. In der Mehrheit geht es darum, aufmerksam und aktiv zuzuhören, Belange und Bedürfnisse kennenzulernen und darauf einzugehen. Ein schlechter Chef glaubt, alles selbst zu wissen – gute Chefs fragen Mitarbeiter und beziehen deren Meinungen mit ein.

  • Ich vertraue Ihnen da völlig.

    Vertrauen ist der Anfang von allem – vor allem aber der einer gesunden Zusammenarbeit. Alles andere führt in ein Klima des Misstrauens, der Kontrolle und der Intrigen. Und so gewinnt man sicher keine Talente. Wer davon ausgeht, intelligente Menschen zu führen, sollte sie auch so behandeln.

  • Ich bin froh, Sie bei mir im Team zu haben.

    Anerkennung und Dankbarkeit sind der Schlüssel zur Zufriedenheit der Mitarbeiter. Das Gehalt ist das Eine, aber kein Mensch arbeitet mehr als nötig und hängt sich freiwillig mit aller Leidenschaft rein, wenn die Anerkennung für die Leistung ausbleibt. Gute Chefs bringen diese zum Ausdruck.

  • Bitte / Danke

    Es kann so einfach sein. Insbesondere wenn man einen Unterschied machen will zwischen Kasernenton und Kommandoführung auf der einen Seite und respektvollem, zwischenmenschlichem Umgang auf der anderen. Schließlich wechselt kein Mitarbeiter an der Firmenpforte in den Sklavenmodus.

  • Klasse Idee! So machen wir es…

    Es ist eine Kunst zu loben. Lob ist nicht nur Labsal für die Seele – es ist ein mächtiges Instrument, um das Verhalten anderer zu verändern: Lob bringt die Menschen dazu, selbigem gerecht zu werden; es wärmt das Herz und öffnet den verstockten Geist. Vor allem aber: Chefs sollten sichtbar und hörbar anerkennen, dass auch andere gute Ideen haben – nicht nur sie selbst.

  • Da lag ich wohl falsch. Sie haben Recht!

    Der Satz gehört vermutlich zu den seltensten überhaupt. Das Eingeständnis, eine falsche Entscheidung getroffen oder eine schlechte Idee gehabt zu haben, ist selten. Noch seltener ist es, zuzugeben, dass der Mitarbeiter es besser wusste. So viel Größe besitzen nur wenige – ein schlechter Chef schon gar nicht.

  • Womit kann ich Sie unterstützen?

    Führung beinhaltet zugleich auch Fürsorge. Mitarbeitern Freiräume zu geben oder zu schaffen, damit sie ihre Talente voll einsetzen können, ist essenziell für die Teamleistung. Dazu muss man allerdings wissen, was die Kollegen genau brauchen. Gute Chefs zeigen so, dass Sie unterstützen und Rahmenbedingungen schaffen wollen.

  • Ich entschuldige mich dafür.

    Auch Chefs machen Fehler; sagen Dinge, die sie nicht so meinen; vergreifen sich im Ton; machen blöde Witze. Kann passieren, nobody is perfect – auch nicht per Amt. Aber mit der Erkenntnis verbunden ist auch die Verantwortung, sich für Fehler zu entschuldigen. Es macht menschlich, sympathisch und fördert den Zusammenhalt.

  • Wenn Sie Hilfe benötigen, melden Sie sich bitte.

    An der Oberfläche geht es hier um Hilfsbereitschaft. Darunter schwingt aber noch mehr mit: Nahbarkeit. Ein Chef, der so etwas sagt, signalisiert zugleich: Ich bin ansprechbar, erreichbar, offen – und ich nehme mir für dich Zeit, wenn es nötig ist.

  • Ohne Sie geht es nicht – wir brauchen Sie.

    Wer hat sich nicht schon mal als Rädchen im Getriebe gefühlt? Und, war das ein gutes Gefühl? Eben. Wer sich engagiert, will wissen und spüren, dass sein Beitrag bedeutend ist. Während ein schlechter Chef einfach darüber hinweggeht, bringt ein guter Chef zum Ausdruck, wie wichtig die Arbeit eines jeden einzelnen Mitarbeiters ist.

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Schluss mit schlechten Chefs! 5 Tipps, wie es besser wird

An der Spitze steht ein schlechter Chef – was nun? Wichtig ist vor allem, dass Sie etwas unternehmen. Verharren Sie nicht untätig in der Situation und akzeptieren Sie ein Schicksal der Unzufriedenheit. Um Ihnen zu helfen, haben wir fünf Tipps:

  • Fragen Sie sich, ob Sie gehen sollten.

    Sich mal mit einem miesen Chef rumschlagen? Okay, kommt vor. Wenn das Problem zwischen Ihnen und Ihrem Vorgesetzten aber größer wird oder gar chronisch, sodass Sie sich nur noch zur Arbeit quälen, sollten Sie sich die Frage ernsthaft stellen, ob Sie dort noch länger arbeiten wollen. Sie müssen die grundsätzliche Entscheidung treffen: Will ich gehen oder bleiben? Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, ob Sie sich den Jobwechsel leisten können und Sie die richtige Motivation haben.

  • Wenn Sie bleiben, bleiben Sie positiv.

    Wollen Sie die Probleme lösen, müssen Sie die richtige Basis schaffen: Ihre persönliche Zufriedenheit. Wenn Sie jeden Tag frustriert, unglücklich und unzufrieden auf der Arbeit erscheinen, wird sich nichts ändern. Arbeiten Sie an Ihrer Zufriedenheit im Job, lassen Sie sich vom schlechten Chef nicht nerven oder von negativer Stimmung anstecken.

  • Bauen Sie Vertrauen auf.

    Ein schlechter Chef ist nervig, doch Sie können ein positives Verhältnis aufbauen, egal wie inkompetent oder anstrengend er ist. Vorausgesetzt, er ist kein völliger Soziopath. Das gelingt, indem Sie Vertrauen aufbauen. Das kostet Kraft, Sie können aber nur gewinnen: Entweder wird der Job besser – oder Sie wissen mit Gewissheit, dass Sie dringend Ihren Hut nehmen sollten.

  • Erlangen Sie Unabhängigkeit.

    Die Punkte, die Sie bisher auf dem Vertrauenskonto angesammelt haben, können Sie jetzt gegen etwas Nützliches eintauschen: Autonomie. Als Verbündeter des Bosses sollten Sie versuchen, einen Vorteil daraus zu ziehen. Lösen Sie Probleme, liefern Sie Erfolge und zeigen Sie Leistungsbereitschaft. Auch ein schlechter Chef wird Ihnen dann immer mehr zutrauen und Sie eigenständig arbeiten lassen.

  • Bleiben Sie dran.

    Jetzt heißt es, behutsam Grenzen zu setzen, die Ihnen helfen werden, in Ihrem Job glücklicher und zufriedener zu werden. Ohne eine Gegenreaktion des Chefs zu provozieren. Egal was für ein Kotzbrocken Ihr Chef ist: Jeder hat Respekt und Wertschätzung verdient. Jetzt, da er Ihnen vertraut, sollten Sie ihm das klarmachen. Sie sind nun in einer Position, in dem Sie das Verhalten und die Führungsarbeit beeinflussen können. Und falls nicht und er ein unverbesserlicher Egomane ist – gehen Sie zurück zu Punkt 1.

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