Bossing am Arbeitsplatz: Anzeichen, Beispiele + Was tun?

Studien zeigen: An jedem zweiten Mobbing-Fall ist der Vorgesetzte mindestens beteiligt. Beim Bossing, dem „Mobbing von oben“, können sich Betroffene kaum wehren, und der Job wird zur Hölle. Woran Sie die Chef-Schikane frühzeitig erkennen plus Tipps, was Sie gegen Bossing tun können und sollten…

Bossing Definition Beispiele Bedeutung Ursachen Folgen Was Tun

Definition: Was ist Bossing?

Bossing (Englisch: downward bullying) ist „Mobbing von oben“. Hierbei schikaniert, terrorisiert und attackiert der Chef systematisch einen oder mehrere Mitarbeiter mit dem Ziel, das oder die Opfer zu demütigen, auszugrenzen und oft zu einer Eigenkündigung zu bewegen.

Merkmale von Bossing

Damit man von Mobbing bzw. Bossing sprechen kann, müssen mehrere Voraussetzungen und Merkmale erfüllt sein:

  • Hierarchie

    Bossing findet immer von oben nach unten statt – vom Vorgesetzten zum Untergebenen. Die Machtposition erschwert es den Betroffenen zugleich, sich zu wehren.

  • Systematik

    Beim Bossing geht es um systematische und gezielte Schikane und herabwürdigende Angriffe, die sich gegen ausgewählte Personen richten.

  • Regelmäßigkeit

    Das Mobbing von oben muss wiederholt stattfinden und sich über einen längeren Zeitraum von 3-6 Monaten erstrecken. Einmalige Vorfälle zählen nicht dazu.

  • Belastung

    Bossing ist eine Zermürbungstaktik, die für Betroffene eine enorme psychische Belastung darstellt. Häufig hat sie das Ziel, dass die Mitarbeiter freiwillig kündigen.

Das Gegenteil von Bossing ist Staffing. Hierbei tun sich Mitarbeiter (= staff) zusammen, um den Vorgesetzten zu drangsalieren oder rauszuekeln (Englisch: upward bullying).

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Was sind typische Bossing Anzeichen?

Bossing am Arbeitsplatz hat unterschiedliche Formen. Typische Bossing-Angriffe lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:

    1. Anzeichen auf Arbeitsebene

  • Sinnlose, nicht zu bewältigende Tätigkeiten
  • Manipulation der Arbeitsergebnisse
  • Öffentlich, unsachliche Kritik
  • Überzogenes Mikromanagement
  • Gezielter Entzug von Privilegien oder Informationen
  • Fehlende Einladungen zu Meetings oder Teamevents
  • 2. Anzeichen auf persönlicher Ebene

  • Wiederholte Ausgrenzung aus dem Team
  • Negative Anspielungen oder Unterstellungen
  • Einschüchterung oder Lächerlichmachung vor dem Team
  • Völlige Ignoranz von Äußerungen oder Vorschlägen („kaltstellen“)
  • 3. Anzeichen auf arbeitsrechtlicher Ebene

  • Ungerechtfertigte Abmahnungen
  • Negative Arbeitsbeurteilungen
  • Schlechtes Arbeitszeugnis
  • 4. Fiese Chefsprüche

  • „Wenn Sie hoch hinaus wollen, gehen Sie klettern! Hier wird das nichts!“
  • „Sie arbeiten halbtags? Bei mir sind das 12 Stunden.“
  • „Seien Sie dankbar, dass Sie täglich Überstunden machen dürfen!“
  • „Natürlich schätze ich Ihre Meinung. Aber weniger als die meine.“
  • „Ich bin beschäftigt, kann ich Sie ein andermal ignorieren?“
  • „Finden Sie sich damit ab: Sie sind die Statue, ich bin die Taube.“
  • „Kommen Sie doch mal in mein Büro – ist auch das letzte Mal.“

Lesen Sie dazu auch: Kritik vom Chef – jetzt richtig reagieren!

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Was sind häufige Bossing Beispiele?

Bossing hat viele Formen und hässliche Gesichter. Laut Studien werden in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen im Job gemobbt. Eine Studie der Universität Leipzig sagt, dass allein 11,4 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 18 und 29 Jahren von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen sind. Besonders häufige Beispiele sind…

  • Schikane durch Überlastung

    Der Vorgesetzte gibt einer Mitarbeiterin immer mehr Aufgaben, verlangt aber gleichzeitig perfekte Ergebnisse in kürzester Zeit. Wenn sie nicht alles schafft, wird sie vor dem Team bloßgestellt.

  • Demütigung durch Schweigen

    Ein Chef spricht über Wochen nicht mit einem Mitarbeiter, obwohl dieser wichtige Entscheidungen treffen muss. Der Mitarbeiter erhält keine Informationen, nimmt nicht an Meetings teil, bekommt aber Vorwürfe, weil er unvollständig arbeitet.

  • Psychoterror durch Kontrolle

    Der Vorgesetzte überwacht jeden Schritt einer Mitarbeiterin, sammelt Kleinstfehler und nutzt sie als Grund für Abmahnungen. Jede Einzelheit muss dem Chef vorgelegt werden und wird bis ins letzte Detail überprüft. Obwohl die Leistung stimmt, wird sie permanent verunsichert.

  • Schaden durch Rufschädigung

    Eine Führungskraft verbreitet Gerüchte über einen Mitarbeiter: er sei unzuverlässig, faul oder allgemein schwierig als Teil des Teams. Das führt zu Isolation und Vertrauensverlust der anderen Kollegen.

  • Bossing durch Ausschluss

    Ein Arbeitnehmer erhält über Monate keine neuen Aufgaben oder Verantwortungen. Es gibt keinen Zugang zu Projekten und keine Kommunikation zum weiteren Vorgehen. Der Vorgesetzte möchte ihn kaltstellen.

Wer sind die Täter und Opfer?

In manchen Branchen und Berufen kommt Bossing häufiger vor. Dazu zählen ausgerechnet soziale Berufe und der Pflegebereich. Auch mobben Frauen statistisch häufiger als Männer, sind aber gleichzeitig ebenso häufiger selbst das Mobbingopfer, siehe Tabelle:

Täter Opfer
Kollegen: 44 % Frauen: 81,3 %
Vorgesetzte: 37 % Männer: 18,7 %
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Bedeutung: Was ist subtiles Bossing?

Besonders heimtückisch ist sogenanntes subtiles Bossing, weil es schwer nachzuweisen ist. Nach außen ist es fast unsichtbar. Die Schikanen sind also nicht offensichtlich beleidigend, aber psychisch sehr wirkungsvoll und belastend.

Typische Merkmale für subtiles Bossing sind:

  • Lob wird bewusst vorenthalten
  • Arbeit wird klein geredet
  • Ergebnisse werden ignoriert
  • Meinung zählt nicht mehr
  • Aufgaben und Verantwortungen werden verschoben
  • Kontrolle wird stetig erhöht
  • Kritik wird größer

Gerade weil diese Form schwer fassbar ist, fühlen sich Betroffene unsicher. Sie spüren die Belastung, zweifeln aber gleichzeitig an sich. Die nagende Frage: „Bilde ich mir das Verhalten nur ein?“ Doch subtiles Bossing ist real – und gerade auf Dauer genauso schädlich wie offene Angriffe des Chefs.

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Bossing-Checkliste: Bin ich betroffen?

Nicht jede Standpauke, jeder böse Kommentar vom Chef oder ein „Come-to-Jesus-Meeting“ ist gleich Bossing. Ob Ihr Vorgesetzter wirklich Psychoterror betreibt und Sie systematisch schikaniert, zeigt die folgende Bossing-Checkliste.

Haken Sie gleich online ab, was auf Sie zutrifft. Bei mehr als drei Merkmalen über einen längeren Zeitraum, spricht Vieles für das Mobbing von oben:

  • Ich werde regelmäßig unsachlich kritisiert.
  • Ich werde verbal angegriffen oder beschimpft.
  • Mir wird mit einer ungerechtfertigten Abmahnung gedroht.
  • Ich werden vom Chef gemieden und ausgegrenzt.
  • Mein Chef überwacht jeden meiner Schritte.
  • Der Vorgesetzte verbreitet Gerüchte über mich.
  • Mein Vorgesetzter unterstellt mir regelmäßig Fehlverhalten.
  • Mir werden Fehler angelastet, die ich nicht gemacht habe.
  • Mir werden wichtige Informationen vorenthalten.
  • Ich werde aufgrund verschiedener Faktoren diskriminiert.
  • Der Chef unterbricht mich bei allem, was ich sage.
  • Mir werden Aufgaben zugeteilt, die nicht zu schaffen sind.
  • Der Boss macht mich vor anderen lächerlich.
  • Mir werden grundlos Verantwortungen entzogen.

Die Checkliste können Sie sich zusätzlich kostenlos als PDF herunterladen.

Arbeitsrecht: Ist Bossing strafbar?

Zwar erfüllt Bossing in Deutschland keinen eigenständigen Straftatbestand, einzelne Handlungen aber schon – zum Beispiel:

Den Tätern drohen hierbei hohe Geldstrafen oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren. Überdies haben Bossing-Opfer oft Anspruch auf Schmerzensgeld (BAG, AZR 351/15).

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Bossing Erfahrungen: Was berichten Betroffene?

Zahlreiche Arbeitnehmer haben bereits schmerzhafte Erfahrungen mit Bossing gemacht. Viele berichten dabei von ähnlichen Abläufen und Phasen. Wir zeigen das typische Muster der Erfahrungsberichte:

  1. Anfangs ist alles normal

    Bossing beginnt nicht gleich ab dem ersten Arbeitstag. Zunächst beginnt ein völlig normales Arbeitsverhältnis, das über lange Zeit keinerlei Auffälligkeiten oder Besonderheiten zeigt. Auch die berufliche Beziehung zur Führungskraft ist normal. Mit der Zeit schleichen sich dann erste Kommentare, ungerechte Kritik oder ein abwertender Blick ein.

  2. Es entstehen Selbstzweifel

    Betroffene können das Verhalten und die Situation im Job meist nicht richtig einordnen. So kommt es für viele zu Selbstzweifeln. Viele suchen die Schuld zunächst bei sich selbst.

  3. Die Belastung steigt

    Hält das Bossing an, werden die körperlichen und psychischen Folgen immer spürbarer. Innere Unruhe, ständige Anspannung und teilweise regelrechte Panik vor dem Weg zur Arbeit werden zu einer wachsenden Belastung. Betroffene beschreiben, dass sie sich wie gelähmt fühlen.

  4. Das Selbstwertgefühl sinkt

    Die systematische Abwertung durch eine Autoritätsperson wirkt stark. Betroffene beginnen, dem Chef zu glauben und negative Glaubenssätze zu übernehmen. Die ständige Kritik, das schlechte Feedback und die negative Behandlung werden verinnerlicht und übernommen.

  5. Die Leistungsfähigkeit lässt nach

    In der Folge sinkt tatsächlich die Leistungsfähigkeit im Job. Das liegt nicht daran, dass Betroffene schlechter sind als andere Kollegen. Vielmehr blockieren Stress und Angst. Schon der Gedanke „Der Chef wird es sowieso schlecht finden…“ wirkt auf die Ergebnisse. Hinzu kommen fehlende Informationen und schlechte Rahmenbedingungen für die Arbeit.

  6. Betroffene ziehen sich zurück

    Scham, Unsicherheit und Isolation verstärken das Problem. Im Job ziehen sich Betroffene immer weiter zurück, das Verhältnis zu den Kollegen verschlechtert sich. Teilweise zieht sich das sogar bis ins Privatleben. Es entsteht größere Distanz zu Freunden und Familie.

  7. Es folgen Krankschreibung oder Kündigung

    Auf Dauer ist Bossing für Mitarbeiter kaum auszuhalten. Der psychische Druck steigt immer weiter, die Situation wird unerträglich. In schlimmen Fällen kommt es zu Burnout, Depressionen oder körperlichen Krankheiten. Letzter Ausweg ist eine Krankmeldung oder die Kündigung.

Krankschreibung wegen Bossing: Wie lange?

Die gesundheitlichen Folgen können eine Krankschreibung rechtfertigen. Eine feste Dauer dafür gibt es nicht. Entscheidend sind die Schwere der psychischen Belastung und der Gesundheitszustand. Üblich ist zunächst eine kurzfristige Krankschreibung von 1-2 Wochen. Diese bietet Zeit zur körperlichen und mentalen Erholung. Bei starken Auswirkungen kann der Arzt mehrere Wochen krankschreiben. Langfristige Atteste von mehreren Monaten sind bei Burnout und Depression möglich.

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Was sind die Bossing Ursachen?

Die Ursachen für Bossing sind vielfältig und können sowohl in der Persönlichkeit des Täters als auch in der Unternehmenskultur liegen. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

    1. Unsicherheit

  • Mangelndes Selbstbewusstsein

    Vorgesetzte mit geringem Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen neigen dazu, ihre Unsicherheit zu kompensieren, indem andere erniedrigen oder kontrollieren (siehe: Cheftypen).

  • Angst vor Konkurrenz

    Führungskräfte, die sich von kompetenteren Mitarbeitern bedroht fühlen, versuchen diese durch Bossing zu schwächen oder aus dem Unternehmen zu drängen.

  • Fehlende Kompetenz

    Fachlich und persönlich ungeeignete Chefs kaschieren ihre Führungsfehler oder Inkompetenz häufig mit einem autoritären Führungsstil und überzogener Härte.

  • Überforderung

    Manch überforderte Führungskräfte ventilieren akuten Stress durch destruktive Kritik oder Bossing-Methoden wie schikanösem Verhalten.

  • 2. Unternehmenskultur

  • Konkurrenzdenken

    Herrscht im Unternehmen hoher interner Wettbewerb und eine Ellbogenmentalität, steigt die Wahrscheinlichkeit für Bossing. Der Leistungsdruck fördert ein aggressives Führungsverhalten.

  • Hierarchische Strukturen

    Ausgeprägte hierarchische Strukturen sowie fehlende Eigenverantwortung der Mitarbeitenden begünstigen Machtmissbrauch durch Vorgesetzte.

  • Schlechtes Arbeitsklima

    Ein generell ungesundes Arbeitsklima mit unklaren Zuständigkeiten, widersprüchlichen Anweisungen und mangelnder Kommunikation schafft ein Umfeld, das Bossing und Mobbing begünstigt.

  • 3. Abneigung

  • Antipathie

    Auch Chefs sind nur Menschen und können sich nicht immer davon frei machen, einen Mitarbeiter persönlich unsympathisch oder gar nicht leiden zu können.

  • Konflikte

    Auch persönliche Differenzen, starke Meinungsverschiedenheiten Strategien sowie inkompatibler Arbeitsstile können zu systematischer Ausgrenzung der kritischen Mitarbeiter führen.

Oft entsteht Bossing aus einer Kombination allen drei Faktoren – aus persönlichen Schwächen, strukturellen Defiziten im Unternehmen und inkompatiblen Persönlichkeiten.

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Was sind die Bossing Folgen?

Bossing ist kein Kavaliersdelikt und geht über schlechtes Führungsverhalten hinaus. Für die Opfer sind die Folgen existenzbedrohlich und psychisch schwerwiegend. Sie reichen von ernsten psychischen Erkrankungen, wie Burnout oder Depression bis hin zu nackter Existenzangst durch einen drohenden Jobverlust.

Psychische und körperliche Bossing Symptome

  • Konzentrations- und Schlafstörungen
  • Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühle
  • Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle
  • Übersteigerte Selbstkritik
  • Niedergeschlagenheit und Traurigkeit
  • Antriebslosigkeit und innere Leere
  • Freude- und Interessenverlust
  • Gefühl der Sinnlosigkeit

Oft verändert sich bei den Bossing-Opfern die gesamte Einstellung zur Arbeit: Motivation, Spaß oder Leidenschaft für den Beruf weichen der wachsenden Angst und Belastung. Die Folgen sind auch außerhalb der Arbeitszeit spürbar und belasten schließlich die Beziehung und Familie.

Wie muss der Arbeitgeber bei Bossing reagieren?

Bossing am Arbeitsplatz ist kein Kavaliersdelikt! Sobald der Arbeitgeber davon erfährt, muss er aktiv eingreifen, um Betroffene zu schützen. Das ergibt sich schon rechtlich aus der „Fürsorgepflicht“. Zu den ersten Maßnahmen gehören, Gespräche mit den Beteiligten zu führen, den Mobbingvorwurf aufzuklären und je nach Situation mit Versetzung, Mediation oder einer Abmahnung des oder der Täter zu reagieren. Unterlassen Arbeitgeber dies, riskieren die Unternehmen Schadensersatzansprüche gemäß § 823 BGB.

Was tun gegen Bossing?

Niemand muss Bossing einfach hinnehmen. Im Gegenteil: Sind Sie vom „Mobbing von oben“ betroffen, müssen Sie handeln! Natürlich bleiben Ihnen in letzter Konsequenz immer die Kündigung und ein Jobwechsel. Vorher gibt es aber noch weitere Optionen, was Sie gegen Bossing tun können:

    Tipps für Betroffene

  • Beweise sichern

    Dokumentieren Sie alle Vorfälle schriftlich (E-Mails, Screenshots) und in einem sogenannten Mobbing-Tagebuch – inklusive Datum und Uhrzeit, um im Ernstfall Beweise vorlegen zu können.

  • Unterstützung finden

    Führen Sie Gespräche mit dem Betriebsrat (falls vorhanden) oder externen Beratungsstellen und bauen Sie ein persönliches Netzwerk innerhalb und außerhalb des Unternehmens auf. Zum Beispiel mit anderen betroffenen Kollegen. Selten sind Mobbing-Opfer allein.

  • Gespräch suchen

    Falls es noch nicht zu spät ist, suchen Sie das persönliche 4-Augen-Gespräch mit dem Vorgesetzten, um das Problem direkt ansprechen und Missverständnisse zu klären (siehe: Vorwürfe kontern).

  • Resilienz stärken

    Entwickeln Sie Strategien, um mit dem psychischen Druck besser umzugehen: Stärken Sie Ihre Resilienz durch mentale Übungen und gute Gespräche mit Partner und Freunden.

  • Die wichtigsten Punkte und Informationen haben wir in einem Ratgeber zusammengefasst, den Sie sich hier kostenlos als PDF herunterladen können.

    Tipps für Unternehmen

  • Unternehmenskultur verbessern

    Etablieren Sie klare Anti-Mobbing-Richtlinien im Betrieb und fördern Sie eine positive Arbeitsumgebung, die von Respekt und Fairness geprägt ist. Täter dürfen nicht ungestraft davonkommen!

  • Führungskräfte entwickeln

    Regelmäßige Weiterbildungen und Schulungen für Führungskräfte zu Kommunikation und Konfliktmanagement helfen, Spannungen abzubauen und verhindern typische Bossing-Spiralen.

  • Transparenz schaffen

    Anonyme Mitarbeiterbefragungen, Beschwerdestellen und offene Feedback-Kanäle sorgen dafür, dass negative Entwicklungen und heimliche Täter frühzeitig erkannt werden. Auch regelmäßige Mitarbeitergespräche der Personalabteilung können Bossing vorbeugen.

  • Betroffene unterstützen

    Lassen Sie Betroffene nicht alleine, sondern unterstützen Sie diese durch (rechtliche) Beratung. Der Opferschutz wiegt schwerer als der Täterschutz (teils gibt es auch falsche Anschuldigungen).

Es ist entscheidend, dass Unternehmen frühzeitig handeln und präventiv gegen das Mobbing von oben tätig werden, um die negativen Auswirkungen von Bossing zu reduzieren und ein gesundes Arbeitsklima zu fördern.


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