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Obelix-Effekt: Nicht mehr alleine essen müssen!

Mittags, halbeins in Deutschland. Alle gehen in die Mittagspause essen – nur Sie sind ausgeschlossen. Obelix-Effekt heißt das psychologische Phänomen: Regelmäßig muss der dicke Gallier neidvoll zuschauen, wie Asterix und die Freunde vom Zaubertrank trinken – nur er darf nicht. Wahrscheinlich hat jeder schon mal Ausgrenzung im Job erlebt. Was tun?



Obelix-Effekt: Nicht mehr alleine essen müssen!

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Definition: Was ist der Obelix-Effekt

Der Obelix-Effekt beschreibt die gezielte Ausgrenzung von Mitarbeitern oder Kollegen – speziell in der Mittagspause. Das frustriert Betroffene nicht nur (wie Obelix im Asterix-Comic), sondern kann auch eine Form von Mobbing oder gar Bossing sein (wenn der Chef mobbt).

Das psychologische Phänomen ist wissenschaftlich noch wenig erforscht. Sicher ist aber, dass Ausgrenzung am Arbeitsplatz kein Kavaliersdelikt ist. Gründe dafür können Neid und Missgunst sein, ebenso ein Verhalten, das die Kollegen abstößt, verärgert oder verunsichert.

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Die Mittagspause offenbart Status und Sympathie

Die Mittagspause ist mehr als Frischzellenzufuhr mit Nahrungsaufnahme. Sie ist ein soziales Happening, das zugleich den Status auf der Beliebtheitsskala im Büro offenbart:

  • Wer isst mit wem?
  • Wer wird mittags umworben?
  • Wer nicht?
  • Wer unterhält die Gruppe?
  • Wer wird beklatscht?
  • Wer darf zu spät kommen – und trotzdem warten alle huldvoll?

All das sind Indizien für die Rangordnung im Bürogehege, vom Alpha-Tier bis zum Tetra-Pack. Rein psychologisch betrachtet, ist das ein normales Ränke- und Machtspiel. Aber auch eines, an dem man nicht vorbeikommt.

Glückshormone beim Mittagessen

Das gemeinsame Essen ist ein wichtiger Eisbrecher: Indem wir mit anderen Kollegen essen gehen, sie dazu einladen, schaffen wir eine Verbindung und die Basis für gegenseitiges Vertrauen.

Beim gemeinsamen Mittagessen schmeckt es nicht nur doppelt so gut – es hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die berufliche Zusammenarbeit: Sozialwissenschaftler konnten nachweisen, dass dabei Glückshormone ausgeschüttet werden. Die steigern die gegenseitige Sympathie und spätere Kooperation sowie den wechselseitigen Respekt.

Der regelmäßige, private Austausch mit den Kollegen verbessert nicht nur die Arbeitsatmosphäre. Dabei finden viele auch Gemeinsamkeiten (Hobbys, Sport, Musik) – was wiederum dem Obelix-Effekt vorbeugt.

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Welche Folgen hat der Obelix-Effekt?

Alleine zu essen, ist nicht nur trübsinnig, sondern auch ungesund. Die Enttäuschung über die mangelhaften Kontakte und die soziale Isolation erhöht den empfundenen Stress auf der Arbeit. Zugleich haben viele Betroffene Angst, dass hinter ihrem Rücken über sie gelästert wird.

Nicht wenige ausgeschlossene Kollegen, bringen sich deshalb gleich das Essen mit und verbringen die Mittagspause alleine am Schreibtisch. Auch damit es weniger auffällt, dass sie keiner mitnimmt. Wer aber am Schreibtisch isst, schaltet nicht richtig ab und erholt sich kaum. Obendrein ist zu viel Sitzen ungesund – es fehlt die notwendige Bewegung zum Ausgleich.

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Machtnix: Wie kann ich den Obelix-Effekt vermeiden?

Falls Sie vom Obelix-Effekt betroffen sind, können Sie die regelmäßige Ausgrenzung beklagen und in Selbstmitleid versinken (wie Obelix) – oder aktiv etwas dagegen unternehmen. Das ist gar nicht mal so schwer…

  • Verhalten hinterfragen
    Überlegen Sie, seit wann die Kollegen sich abweisend verhalten. Gibt es einen Auslöser? Und wie reagieren Sie selbst darauf? Zunächst sollten Sie immer das eigene Verhalten prüfen und korrigieren.
  • Feedback einholen
    Sprechen Sie mit Kollegen, denen Sie vertrauen, und bitten Sie um deren Einschätzung: Was könnten die Gründe für den Obelix-Effekt sein? Was wären deren Tipps, um das Problem zu lösen?
  • Hilfe anbieten
    Anbieten – nicht anbiedern! Gehen Sie aktiv auf die Kollegen zu und fragen Sie, wo Sie diese bei ihrer Arbeit unterstützen können. Ziel ist, ins Gespräch zu kommen und Vertrauen zu gewinnen.
  • Offenheit signalisieren
    Wer aus Frust über den Obelix-Effekt mittags zum Selbstversorger mutiert, zeigt nicht gerade Bereitschaft für eine Einladung. Lassen Sie sich nichts anmerken und bleiben Sie weiterhin offen und freundlich.
  • Selber einladen
    Statt aus falsch verstandenem Stolz zu schmollen, laden Sie einfach mal selber 1-2 Kollegen, die Sie mögen, in die Pause ein. Ein Plausch in der Kaffeeküche kann ein guter Anfang sein.
  • Gespräch suchen
    Nutzen Sie gute Gelegenheiten zum Smalltalk und erzählen Sie etwas über sich oder stellen Sie Fragen zum Kennenlernen.

Indem Sie diese Tipps beherzigen und die Ausgrenzung nicht beleidigt akzeptieren (wie Obelix), werden Sie anderen sympathischer und bauen aktiv Vorbehalte oder Missverständnisse ab. Hauptsache, Sie lassen sich nicht obelixen!!


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