Eisbrecher für Meetings: Diese 7 + 2 Tipps sollten Sie kennen

Studien belegen, dass viel zu viel Arbeitszeit in Meetings vertrödelt wird. Dementsprechend motiviert sind viele Arbeitnehmer bei Besprechungen. Was es nun braucht, sind Eisbrecher für Meetings: Tricks und Tipps, mit denen Sie die Teilnehmer aufwecken und animieren können, wenn Sie keine Zeit für aufwendige Teambuilding-Maßnahmen haben. Denn nichts ist peinlicher als betretenes Schweigen. Und unproduktiv ist es dazu. Mit unseren neun Eisbrechern für Meetings kommen Sie voran…

Eisbrecher für Meetings: Diese 7 + 2 Tipps sollten Sie kennen

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Was sind Eisbrecher für Meetings?

Eisbrecher sind streng genommen Schiffe, die zugefrorene Seewege befahrbar machen. Im übertragenen Sinne geht es in Meetings um eine „eisige Atmosphäre“, die es aufzuwärmen gilt: Einige Teilnehmer wären lieber an ihrem Arbeitsplatz, um unerledigte Aufgaben zu bearbeiten. Andere fürchten unbequeme Fragen oder lästige Aufgaben, etwa ein Protokoll anfertigen zu müssen.

Eisbrecher für Meetings also deshalb, weil Sie die Teilnehmer damit aus der Reserve locken und das Meeting vorantreiben. Dafür müssen Sie natürlich etwas tun: Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer wecken. Das gelingt mit zahlreichen interessanten Fragen oder netten Interaktionsspielchen, bei denen das Engagement der Teilnehmer gefragt ist. Oft sind die Ergebnisse so lustig, dass darüber Unterschiede in Hierarchie und Alter vergessen werden. So kommen die Beteiligten leichter ins Gespräch und das ist Sinn und Zweck von Meetings.

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7 effektive Eisbrecher für Meetings

Ein besseres Kennenlernen funktioniert nur, wenn die Teilnehmer etwas von sich preisgeben. Dazu müssen sie zu einem gewissen Grad ihre Komfortzone verlassen. Hier ist allerdings Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Fragen und Aufgaben erforderlich: Sind die Fragen zu intim oder persönlich, entstehen peinliche Pausen. Fragen wie „Hatten Sie bereits ein Verhältnis mit Ihrem Vorgesetzten?“ mögen für eine abendliche Party geeignet sein, taugen aber weniger im beruflichen Kontext. Fördern können Sie die Interaktion durch verschiedene Eisbrecher für Meetings, die aus mehr als reinen Frage-Antworten-Spielen bestehen:

Beschreiben Sie den ersten Job

Reine Vorstellungsrunden können öde sein. Spannender wird es mit interessanten Fragen, auf welche die Teilnehmer entsprechend antworten sollen, zum Beispiel: Wie sah Ihre erste Stelle aus, was haben Sie daraus mitgenommen? Wenn Sie im Meeting mehr Zeit zur Verfügung haben, können Sie die Fragenrunde auch etwas kniffliger gestalten. Hierfür brauchen Sie etwas Vorbereitungszeit.

Sie beschriften die Klötzchen des Jenga-Spiels mit Fragen und bauen einen Turm daraus. Im Meeting selbst muss jeder Teilnehmer ein Kötzchen herausziehen, die Frage laut vorlesen und beantworten. So kommen die feinmotorischen Fähigkeiten zur Geltung, gleichzeitig ist Konzentration gefragt. Ziel des Spiels ist, dass jedes Teammitglied einmal drankommt, ohne dass der Turm einstürzt. Die Fragerunde ist beendet, wenn alle Teilnehmer einmal dran waren (beziehungsweise der Turm einstürzt).

Finden Sie die Wahrheit heraus

Bitten Sie Ihr Team, sich jeweils drei kleine Geschichten zu überlegen. Zwei davon sollten wahr sein, eine erfunden. Nun kommt jeder Teilnehmer an die Reihe und erzählt seine Geschichten. Die Zuhörer müssen herausfinden, welche der Geschichten gelogen ist und welche nicht.

Reisen Sie in die Vergangenheit

Auch hierfür brauchen Sie etwas Vorbereitungszeit: Erstellen Sie eine Playlist mit Liedern, die vor geraumer Zeit angesagt waren. Achten Sie auf das Durchschnittsalter der Teilnehmer dabei. Versuchen Sie, auch ein paar One-Hit-Wonder einzustreuen, also Lieder von Künstlern, die nur einen Hit landen konnten. Im Meeting bilden Sie zwei Teams und spielen die ersten Sekunden eines Musikstücks. Nun müssen die Teilnehmer die Interpreten beziehungsweise die Stücke erraten. Das Spiel ist vorbei, wenn alle Lieder abgespielt/erraten wurden. Belohnen Sie das Gewinnerteam mit einem kleinen Preis.

Beenden Sie die Aussage

Sie arbeiten bei diesem Eisbrecher im Prinzip mit Lückentext. Überlegen Sie sich einen Satz, den Sie (unvollständig) auf ein Smartboard oder Flipchart schreiben. Darin sollte es um eine anstehende Aufgabe, ein Problem oder ein Projekt gehen. Nun schreibt jeder Teilnehmer für sich den Satz auf und füllt die Lücken nach eigenen Ideen. Das Ganze kann etwa so aussehen: In diesem Quartal stehen ______ an. Um ______ zu erreichen, müssen wir ______ beachten.

Nennen Sie eine Besonderheit

Schnell vorbereitet ist auch dieser Eisbrecher für Meetings. Schneiden Sie genauso viele Zettel zurecht, wie Sie Teilnehmer im Meeting erwarten. Nun schreiben Sie auf jeden Zettel eine andere Jahreszahl. Wichtig: Es sollte sich um Jahre handeln, in denen die Teilnehmer bereits im Unternehmen tätig waren. Fürs Meeting kommen alle Zettel in einen Karton. Jedes Teammitglied darf einen Zettel ziehen. Der Reihe nach berichtet jeder von einer Besonderheit aus dem jeweiligen Jahr.

Erraten Sie die Person

Schnelle Eisbrecher für Meetings sind natürlich die besten – hierfür brauchen Sie nur genügend Papierzettel und Stifte. Jeder Teilnehmer schreibt etwas Persönliches über sich auf einen Zettel, von dem nur er weiß. Alle diese Zettel kommen in eine Box. Nun ziehen Sie einen Zettel und lesen das Notierte vor. Die Teilnehmer müssen anhand der Selbstbeschreibung erraten, um welche Person es sich handelt.

Bestimmen Sie den Titelsong

Diesen Eisbrecher können Sie in einer einfach und einer etwas aufwändigeren Version gestalten: Bitten Sie Ihr Team sich Folgendes zu überlegen: Wenn Ihr Leben ein Film wäre – welchen Titelsong hätte es? Geben Sie den Teilnehmern einige Minuten Zeit, darüber nachzudenken, dann soll jeder seine Entscheidung begründen. Zusätzlich können Sie Ihr Team den jeweiligen Song bei Youtube heraussuchen lassen. Derjenige, der dann mit seiner Begründung an der Reihe ist, spielt die ersten Sekunden des Stücks vor.

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Welcher Eisbrecher zu welchem Anlass?

Dazu muss gesagt werden, dass sich nicht jeder Eisbrecher für jedes Meeting eignet. Folgende Kriterien spielen eine Rolle:

Zeitfaktor

Wird ein Meeting vergleichsweise spontan einberufen, können Sie keine aufwändigen Vorbereitungen gebrauchen. Der Zeitfaktor spielt auch eine Rolle, wenn für das Meeting selbst nur ein kurzes Zeitfenster existiert. Auch ziehen sich manche Spiele arg in die Länge, wenn Sie beispielsweise große Teams von jeweils zehn Personen haben.

Intention

Ebenfalls sollten Sie bei den Eisbrechern beachten, wofür Sie das jeweilige Spiel einsetzen. Geht es nur darum, eine Aufwärmphase zu haben? Oder soll die Übung bereits Teil einer inhaltlichen Diskussion über einen Sachverhalt sein?

Zusammensetzung

Ist die Altersstruktur des Teams besonders heterogen, funktionieren manche Eisbrecher womöglich weniger gut. Beispielsweise wenn es darum geht, bestimmte Lieder zu erkennen. Die Aufgaben sollten daher immer der Zusammensetzung der Teilnehmer Rechnung tragen.

Veranstaltungsform

Ähnliches gilt für die Veranstaltungsform: Bestimmte Eisbrecher eignen sich nur für reale Meetings. Beispielsweise gehört direkt das erstgenannte Spiel in der Jenga-Variante dazu. Daher gehen wir im nächsten Punkt gesondert auf virtuelle Meetings ein.

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Spezielle Eisbrecher für Online Meetings

Online Meetings sind noch mal eine besondere Herausforderung. Findet das Treffen im realen Leben statt, trägt schon die soziale Kontrolle dazu bei, dass die meisten sich benehmen. Bei virtuellen Meetings – oft von zuhause – gibt es viele Ablenkungen. Dazu kommt, dass die Teilnehmer leichter noch nebenbei was anderes machen können, etwa im Internet surfen. Natürlich gibt es auch Eisbrecher für virtuelle Meetings, die aus persönlichen Treffen bekannt sind. Dazu gehören auch Fragen- und Antworten-Spiele. Schnelle, spontane Fragen lassen sich leicht mit dem Online-Tool tscheck.in generieren (auf Englisch). Daneben gibt es interaktive Spiele, in denen mehr Einsatz gefragt ist:

Zeichnen Sie das Bild

Ein Teilnehmer beschreibt ein Bild und die anderen müssen nach seinen Vorgaben das Bild malen. Da nicht jeder von Natur aus mit zeichnerischen Fähigkeiten gesegnet ist, sind die Resultate bereits für einige Lacher gut. Das Ganze kann mittels Stift und Papier oder am Computer erfolgen. Anschließend wird das Meisterwerk in die Kamera gehalten beziehungsweise der Bildschirm mit den anderen Teilnehmern geteilt.

Erraten Sie den Schreibtisch

Bei diesem Eisbrecher für virtuelle Meetings fertigt jeder Teilnehmer ein Foto seines Schreibtisches im Homeoffice an. Das sollte auf eine gemeinsame Online Whiteboard Plattform wie Miro, Microsoft Whiteboard oder Limnu hochgeladen werden. Nun müssen alle Teilnehmer erraten, welches Bild zu welchem Teilnehmer gehört.

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[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]
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2. November 2020 Anja Rassek Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der WWU in Münster. Sie arbeitete beim Bürgerfunk und einem Verlag. Hier widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.


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