Brainstorming: Regeln, Methoden, Tipps für mehr Ideen

Einfach hinsetzen, nachdenken und die Geistesblitze zählen: So einfach funktioniert Brainstorming leider nicht. Gute Ideen zu finden, ist oftmals harte Kopfarbeit. Mehr Frust als Lust. Insbesondere in Meetings ist es oft so, dass sich die Teilnehmer keineswegs gegenseitig befruchten, sondern vielmehr behindern, blockieren und lähmen – Eitelkeiten sei Dank. Forscher um den Sozialpsychologen Wolfgang Stroebe von der Universität Utrecht kamen gar zu dem Ergebnis, dass Gruppen weniger gute Ideen produzieren als Einzeldenker. Damit Brainstorming funktionieren kann, braucht der Freigeist feste Regeln. Tipps, wie Sie künftig erfolgreicher brainstormen…

Brainstorming: Regeln, Methoden, Tipps für mehr Ideen

Brainstorming Ablauf: Wie funktioniert die Methode?

Entwickelt wurde die Methode von Alex Osborn schon im Jahr 1939. In der von ihm mitgegründeten Werbeagentur BDO (später BBDO) gab es zig Meetings, die alles andere als inspirierend waren: Sie dauerten ewig, ermüdeten und hemmten jede Form der Kreativität. Kurz: Sie waren der Gau für ein Unternehmen, das sein Geld damit verdient, kreativ zu sein.

Osborn war sich der Bedrohung bewusst und erinnerte sich an die mehr als 400 Jahre alte indische Kreativitätstechnik des Prai-Barshana. Aus deren Mantra – using the brain to storm a problem – leitete er das heutige Brainstorming ab.

Inzwischen gilt Brainstorming als DER Klassiker unter den Kreativitätsmethoden – und funktioniert im Grund ganz einfach: Während des Brainstormings geben die Teilnehmer eines Meetings (bewährt haben sich fünf bis acht Personen) eine Zeit lang spontan ihre Ideen zur Lösung eines konkreten Problems ab.

Dadurch, dass der Gedankenaustausch öffentlich und in der Gruppe geschieht, entstehen zahlreiche neue Ideenkombinationen. Es werden also mehr Lösungen und Ergebnisse angeregt, als tatsächlich gebraucht würden. Das macht aber nichts. Denn nach dem Brainstorming folgt in der Regel eine Diskussion und Art Filter, bei dem die guten Ideen von den schlechten wieder getrennt und letztere verworfen werden.

Eine solche Brainstorming-Sitzung besteht daher immer aus zwei wesentlichen Phasen:

  • Ideenfindung (30-45 Minuten) – Hier findet der eigentliche Gedankenaustausch statt. Die Ideen werden gesammelt.
  • Ideenbewertung (30-60 Minuten) – Nun müssen die gesammelten Ideen sortiert, analysiert und gefiltert werden. Ziel ist eine Liste mit den vielversprechendsten Ideen und Lösungen.

Die Kreativtiätstechnik eignet sich nicht nur zur Ideenfindung, sondern auch zur Produktentwicklung, zum Aufbrechen festgefahrener Situationen oder Problemlösung. Sie kann auch eine Vorstufe für weitere Kreativtechniken sein.

So jedenfalls die Theorie.

Brainstorming braucht 4 Grundregeln

Der entstehende Gedankensturm kann enorm produktiv sein – ist es aber nicht immer. Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Manchmal ist den Teilnehmern die Fragestellung überhaupt nicht klar.
  • Oder das Problem ist viel zu komplex, um es per Brainstorming lösen zu können.
  • Es fehlen zeitliche Grenzen oder eine Moderation, sodass der Gedankensturm zu einem Hurrikan auswächst.

Kurz: Damit Brainstorming überhaupt funktionieren kann, braucht die Methode feste Regeln. Genau gesagt sind es folgende vier Grundregeln:

  1. Brainstorming-Regel: Keine Kritik.

    Jede Idee – egal, wie verrückt – ist zunächst willkommen. Während des Prozesses findet keinerlei Bewertung statt. Diskutieren, Totschlagargumente und Kritik sind streng verboten.

  2. Brainstorming-Regel: Masse statt Klasse.

    Was zählt, ist anfangs die bloße Anzahl der Ideen. Je mehr, desto besser. Quantität vor Qualität. Die Ideen sollten nur irgendwo notiert und für alle sichtbar gesammelt werden.

  3. Brainstorming-Regel: Kein Copyright.

    Das Weiterspinnen von fremden Ideen ist erwünscht. Einen Urheberschutz oder so etwas wie meine Idee gibt es nicht.

  4. Brainstorming-Regel: Unbedingt Querdenken.

    Freies Assoziieren, aber auch Abschweifen, Spinnen und Phantasieren ist während des Gedankensturms nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern erwünscht. Selbst abwegige Gedankengänge vergrößern das Lösungsfeld.

Soweit die Grundregeln. Natürlich reicht das noch nicht. Damit der Ablauf reibungslos funktioniert, muss die Kreativtechnik geführt und moderiert werden. Sonst bleibt sie eher ein Sturm im Wasserglas.

Dabei spielen die soziale Komponente sowie Silodenken keine zu vernachlässigende Rolle: Warum hat die Kollegin immer so gute Einfälle? Behalte ich die vermeintliche Schnapsidee vielleicht doch lieber für mich? Muss der Kollege immer so schreien, wenn er etwas vorträgt? Solche Gedanken lenken, würgen ab und lassen die Ideenfindung im Keim ersticken.

Entscheidend ist daher:

  • Klima schaffen.

    Die Kraft des kollektiven Gedankenaustauschs liegt darin, dass alle ungehemmt lossprudeln können. Wenn sie glauben, dass sie für ihre Vorschläge später gerügt werden, halten sie die Klappe. Ebenso muss ein Klima vermieden werden, das Vorschläge bewertet. Auch nach dem Brainstorming. Auszeichnungen für die beste Idee sind daher unbedingt zu vermeiden. Das Ergebnis ist immer eine Teamleistung!

  • Vielfalt erzeugen.

    Brainstorming nur einzusetzen, um Ideen aufzuwirbeln, ist eindimensional. Wenn verschiedene Abteilungen oder Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen daran teilnehmen, können sie ebenso voneinander lernen und Ressentiments abbauen. Gerade diese bunte Zusammensetzung der Brainstorming-Gruppe sorgt für bessere Ideen und mehr Gruppendynamik (Stichwort: Diversität).

  • Prozess moderieren.

    Das klingt paradox, da es beim Brainstorming ja gerade darum geht, völlig frei zu denken. Ein Kurzschluss: Freiheit ohne Grenzen existiert nicht. Die Aufgabe des Gruppenleiters besteht darin, Freiheit zu erhalten, indem er andere beschränkt – etwa Vielredner oder Kritiker. Ebenso gilt es, während der Sitzung stillere Teilnehmer zu motivieren und zu ermutigen. Oder – falls sich die Gruppe an einem Punkt festgefahren und in Detailfragen verrannt hat – die Situation wieder aufzubrechen. Zum Beispiel durch einen Perspektivwechsel, wie bei der Osborn-Methode. Die stammt übrigens auch von Alex F. Osborn.

  • Ideensammlung visualisieren.

    Gemeint ist damit weniger, dass alle bunte Bilder malen (was aber – je nach Thema – auch erlaubt sein könnte), sondern vielmehr, dass die Vorschläge sichtbar gesammelt werden, um im Sturmgetöse nicht gleich wieder zu verhallen. Dafür bietet sich zum Beispiel eine Pinnwand an. Oder eine Mindmap. Ziel ist schließlich, dass alle durch die aufgeführten Vorschläge stimuliert und daraus so neue Ideen generiert werden. Auch sollten die Teilnehmer eigene Gedanken unmittelbar notieren können (Stift und Papier bereitstellen!). Müssen die Teilnehmer ihre eigenen Gedanken im Kopf behalten, während ein anderer seine Idee in den Raum wirft, können sie sich weder auf das eine noch das andere richtig konzentrieren.

  • Zeit beschränken.

    Brainstorming-Sitzungen sollten von vornherein begrenzt werden – mindestens aber die eigentliche Sturmphase (Ideenfindung). Für diese hat sich eine Dauer von 30 bis 45 Minuten bewährt. Für die anschließende Bewertungsphase (Ideenbewertung) sollten Sie ebenfalls noch einmal 30 bis 60 Minuten ansetzen.

  • Ideen umsetzen.

    Der Unterschied zwischen einem Ideenfeuerwerk und einer Innovation liegt in der Produktivität. Brainstorming fördert Kreativität, am Ende aber müssen daraus wenigstens Prototypen entstehen. Ohne Nachbereitung verkommen solche Treffen zu Kaffeekränzchen und wirken demotivierend: Wenn Menschen merken, dass von ihren Vorschlägen nichts realisiert wird, stellen sie das Denken irgendwann wieder ein.

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Ohne solche Regeln, ohne Moderator und eine konkrete Fragestellung kann Brainstorming nicht wirklich funktionieren. Die Bedeutung der Regeln ist nicht zu unterschätzen. Sonst führt der Gedankensturm – trotz zahlreicher Vorteile (siehe Grafik) – zu einer reinen Verschwendung von Arbeitszeit.

Brainstorming Vorteile Nachteile

Erfolgreich brainstormen: Ohne Moderator geht es nicht

Dem Moderator kommt beim Brainstorming eine entscheidende Rolle zu. Er soll motivieren, stimulieren, fokussieren, strukturieren. Eine große Verantwortung! Aber ohne geht es nicht.

Ein Brainstorming, das nicht professionell moderiert wird, ufert aus, verwildert und wird irgendwann bizarre Slapstick. Die Leute haben vielleicht Spaß miteinander, aber der Austausch ist nicht mehr zielführend.

Der Moderator eines Brainstormings sollte daher jemand sein, der mitdenken und mitspinnen kann, zugleich aber den Überblick behält und parteilos bleibt. Das bedeutet: Auch er darf Ideen nicht fördern, nur weil sie ihm persönlich gut gefallen. Der Moderator ist zur Neutralität verpflichtet – vielleicht mehr als alle anderen. Idealerweise übernimmt die Rolle daher nicht der Chef.

Folgende Aufgaben gehören zur Moderation eines Brainstormings:

  • Brainstorming vorbereiten: Fragestellung und Ziel für alle transparent machen.
  • Agenda formulieren: Ablauf, Dauer und Zeiten müssen festgelegt sein.
  • Regeln festlegen: Die Regeln sollten noch einmal deutlich vorab und für alle verbindlich festgelegt werden.
  • Einhaltung sicherstellen: Die besten Regeln nutzen nichts, wenn sie ignoriert werden. Das ist die aktivste Aufgabe des Moderators: Schwätzer bremsen, Schweiger animieren, Ideenfindung von Ideenbewertung trennen.
  • Analyse strukturieren: Sobald der Sturm abgeklungen ist, müssen die Ideen bewertet werden. Auch nicht leicht, da manche Seele Kritik immer persönlich nehmen. Umso mehr muss die Ideenbewertung (sowie Eitelkeiten) moderiert und strukturiert werden.
  • Ergebnis dokumentieren: Am Ende sollten die Ergebnisse natürlich noch gesammelt, gebündelt, sortiert, protokolliert oder dokumentiert und an alle verteilt werden. Dies kann man dem Moderator auch noch aufbürden. Fairer ist aber meist, hierfür noch einen Protokollführer zu benennen.

Ziemlich komplex, wie Sie sehen. Die Hauptaufgabe des Moderators bleibt aber, dass alle zu Wort kommen, keine(r) diskrimminiert wird und der Prozess beziehungsweise die Arbeitsgruppe nicht ins Stocken gerät.

Brainswarming: Alternative zum Brainstorming?

Brainswarming: Alternative zum BrainstormingDiese alternative Kreativtechnik geht auf den Amerikaner Tony McCaffrey zurück. Er entwickelte das Brainswarming als er feststellte, dass beim klassischen Brainstorming oft die extrovertierten Teammitglieder die Gruppe und damit auch die Ideenfindung dominieren. Dadurch aber gehen die Ideen der eher schüchternen Meeting-Teilnehmer meist unter oder gar verloren. Resultat: Ein suboptimales Ergebnis.

McCaffrey suchte also nach einem Weg, die übliche Selbstdarstellung oder das klassische Not-invented-here-Syndrom aus der Gleichung zu nehmen – und wurde fündig bei den Methoden des sogenannten Business Modelling und Post-it-Notes.

Beim Brainswarming schreiben die Teilnehmer zunächst ihre Ideen auf Klebezettel – jeder für sich. Anschließend werden diese auf eine gemeinsame Pinnwand geheftet und die Ideen miteinander verknüpft. So geht keine Idee verloren und auch die stilleren Teilnehmer können sich ungehindert einbringen.

Brainswarming Brainwriting Post It Aufschreiben Methode

Brainstorming: So nutzen Sie die Methode persönlich

Natürlich lässt sich die Brainstorming Methode auch anwenden, wenn Sie alleine sind. Mit einigen Tricks und Kniffen können Sie so die Gehirnzellen ankurbeln und der eigenen Kreativität auf die Sprünge helfen. Das Wochenende eignet sich übrigens ideal dazu. Wir haben daher hier noch einige Anregungen zusammengestellt.

Der Königsweg ist übrigens, möglichst viele davon miteinander zu kombinieren…

  • Hart arbeiten: Brainstorming ist keine Spaßveranstaltung für zwischendurch, sondern erfordert Konzentration und Disziplin. Nur wer seine Gehirnwendungen ernsthaft bemüht, wird am Ende belohnt.
  • Alleine sein: Das Dauerbombardement durch E-Mails, Handy, Facebook und Twitter macht es unmöglich, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Beseitigen Sie daher, zumindest vorübergehend, die diversen Störfaktoren. Die goldene Regel für Brainstormer: Kapseln Sie sich für eine Weile vollständig ab, denken Sie ganz alleine und in der Stille intensiv nach.
  • Spazieren gehen: Wer tagein, tagaus auf die gleiche graue Wand schaut, wird nicht sonderlich inspiriert. Neue Orte produzieren neue Eindrücke produzieren neue Ideen. Ein Spaziergang durch Wald und Flur stellt neue Assoziationen her, weckt Ideenreichtum und Erfindergeist. Noch vor wenigen Monaten bestätigten Forscher der Uni Stanford die kreative Kraft eines Spaziergangs.
  • Limits setzen: Kauen Sie auf einer mittelmäßigen Idee nicht zu lange herum. Wenn Sie merken, dass der Weg ins Nichts führt, biegen Sie lieber auf einen anderen ab.
  • Ideen aufschreiben: Nehmen Sie sich ein Blatt Papier mit und schreiben Sie alles auf, was Ihnen zum vorgegebenen Thema einfällt. Aus den ungeordneten Gedankenschnipseln können hinterher brauchbare Ansätze herausgefiltert werden.
  • Pausen einlegen: Dass Pausen die Produktivität erhöhen, dürfte bekannt sein. Effektiver als ein mühevoller Brainstorming-Marathon sind daher mehrere Sprints.
  • Erwartungen dämpfen: Ein Brainstorming führt noch nicht zu einem fertigen Produkt. Erst kommt die Grundidee, danach die Fein- und Fleißarbeit.
  • Ausschuss produzieren: Dass die meisten Ideen im Abfalleimer landen, sollte kein Grund für Frustrationen sein. Je mehr Ideen, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines Treffers.

Schlechte Idee: Wie Sie auf zweifelhafte Anregungen reagieren

Schlechte Idee: Wie Sie auf zweifelhafte Anregungen reagierenNichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Leider sind manche Geistesblitze ihrer Zeit entweder weit voraus (bestenfalls) oder total daneben. Vor allem in Debatten, Podiumsdiskussionen und Brainstormings kommt es immer wieder vor, dass Sie mit einem Einwand oder Vorschlag konfrontiert werden, der, nun ja, unkonventioneller nicht sein könnte. Dann coram publico seinem Gegenüber zu sagen, was man wirklich davon hält, wäre aber taktisch unklug.

Was also tun, wenn Sie mal in einem Meeting (aber keinem Brainstorming!) oder Workshop sitzen und ein Kollege einen Vorschlag macht, der so genial ist wie Kaminholzverleih im Internet?

Klar, Sie könnten sagen: „Was für eine bescheuerte Idee! So ein Bullshit!“ oder „Hahahahaha“ und dann weitermachen. Macht man aber nicht. Außerdem könnte unter der Oberfläche vielleicht doch noch ein guter Einfall lauern, den Sie gerade gnadenlos abbügeln. Zum Glück gibt es Alternativen…

  1. Fragen Sie nach Details.

    Ein Vorschlag ist schnell ventiliert. Wie gut durchdacht dieser ist, offenbart sich aber erst im Konkreten und in dessen Konsequenzen. Fragen Sie also zum Beispiel nach, wie diese Idee ganz pragmatisch umgesetzt werden soll, wie sie wirkt und warum. Auch das wirkt wie ein Ventil – und lässt bei vielen Ideen die heiße Luft raus.

  2. Bitten Sie um einen Beweis.

    Vor allem wenn Ihr Gegenüber eine steile und suggestive These formuliert, die zunächst sehr einleuchtend klingt, sollten Sie um einen Beleg bitten: „Hat das denn schon irgendwo bereits funktioniert? Wo? Warum?“ Bekommen Sie hierauf eine gute Antwort, haben Sie auf jeden Fall was gelernt – oder aber Ihre Ruhe.

  3. Klären Sie die Variablen.

    Was zunächst nach einer cleveren Idee aussieht, funktioniert oft nur unter bestimmten Voraussetzungen (wie diese Tipps letztlich auch, weshalb sie nicht alle jederzeit gelten). Stimmen Sie dem Vorschlag zu, um weniger konfrontativ zu wirken, aber fragen Sie auch nach den entscheidenden Variablen: „Ein guter Einwand! Damit das funktioniert, muss aber X gegeben und Y tatsächlich vorhanden sein. Ist das so? Und was wäre, wenn nicht?“

  4. Kombinieren Sie ein Ziel.

    Bedanken Sie sich zunächst für den Vorschlag und dann verbinden Sie diesen anschließend mit einem Ziel: „Danke für die Anregung. Wir sind ja heute hier zusammen, um unseren Umsatz um zehn Prozent zu steigern. Wie, glauben Sie, wird uns das diesem Ziel näher bringen?“ Vor allem Teilnehmer, die sich ständig in Nebenschauplätzen verrennen, bringen Sie damit schnell wieder auf die Spur zurück.

  5. Bitten Sie um eine Bewertung.

    Besonders elegant ist es, wenn Sie zunächst das Publikum fragen, die Anregung zu bewerten: „Wie finden die anderen das?“ Damit gewinnen Sie nicht nur Bedenkzeit, sondern sammeln erst einmal Argumente, bevor Sie sich selbst dazu äußern und Stellung beziehen.

Und nicht zuletzt können Sie natürlich auch immer auf Ihre Gefühle rekurieren. Sie sagen also nicht, dass Sie die Idee für groben Unfug halten, sondern stattdessen:

Das klingt ja alles ganz gut. Aber ich habe bei diesem Vorschlag nach wie vor Bauchschmerzen. Mein Gefühl sagt mir, das ist noch nicht ausgereift. Lassen Sie uns das noch ein bisschen diskutieren.

Blafft Ihr Gegenüber sofort zurück, disqualifiziert er sich selbst. Andernfalls geben Sie sich beiden die Chancen, zu erkennen, was wirklich in dem Einfall steckt – und etwa mit einem Brainstorming weitermachen.

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[Bildnachweis: one line man by Shutterstock.com]
1. November 2018 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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