Fragen stellen: 57 Beispiele zum Kennenlernen + Reflektieren

Fragen sind die Mutter aller Antworten. Wir sollten viel mehr Fragen stellen! Fragen vergrößern den Platz im Kopf. Sie überraschen uns, regen zum Denken an und haben die Macht, Vertrautes neu zu sehen. Wer fragt, erweitert seinen Horizont und gibt sich die Chance, zu wachsen oder die Führung (wieder) zu übernehmen und seine Ziele zu erreichen. Oft markieren Fragen wichtige Wendepunkte im Leben. Indem wir Fragen stellen, können wir sogar Beziehungen aufbauen und vertiefen. Warum es so wichtig ist, Fragen zu stellen, in welchen Bereichen Sie unbedingt häufiger fragen sollten und welche Fragen Sie dabei unbedingt stellen sollten…

Fragen stellen: 57 Beispiele zum Kennenlernen + Reflektieren

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Fragen stellen: Wer fragt, der führt – auch sich selbst

Beim Thema „Fragen stellen“ denken die meisten zuerst daran, fehlendes Wissen auszugleichen. Wir müssen nachfragen, wenn wir etwas nicht wissen. Oder wenn wir herausfinden wollen, wie etwas funktioniert. Wenn wir ein Wort oder einen Namen nicht kennen oder in einer Situation nicht weiterkommen. Fragen wirken dann so, als würde man einen Vorhang zur Seite ziehen: Erst durch das Fragezeichen bekommt das Ausrufungszeichen seine Bedeutung. Die richtige Frage kann – innerhalb von Sekunden – den Blick auf die Welt verändern.

Fragen können aber noch viel mehr. Sie sind nicht nur die Mutter aller Antworten. Wir können (und sollten) sie zugleich aktiv nutzen – zum Beispiel in der Gesprächsführung. Sie kennen das: „Wer fragt, der führt.“ Wer im Gespräch viele Fragen stellt, erfährt nicht nur mehr über sein Gegenüber, sondern lenkt einen Dialog. Indem wir Fragen stellen (statt zu argumentieren), bringen wir andere zum Mit- und Nachdenken, hinterfragen Standpunkte oder machen den eigenen umso deutlicher. Fragen zeigen Interesse und legen den Grundstein für späteres Vertrauen.

Die Psychologie hinter den Fragen

Mit den richtigen Fragen kommen Sie Ihren persönlichen Zielen näher. Mehr noch: Durch kluges Fragenstellen lassen sich Ziele finden und sogar Ziele erreichen.

Beispiel Gehaltserhöhung. Natürlich können Sie zu Ihrem Chef gehen und nach allen Regeln der Kunst in eine Gehaltsverhandlung einsteigen. Wer hierbei kluge Fragen stellt, braucht allerdings oft weniger Argumente und zwingt den anderen dazu, sich zu rechtfertigen. Allerdings, das muss man dazu sagen, braucht die Frage einen geschützten Raum. Sie darf nicht manipulativ oder vorwurfsvoll klingen. Sonst spürt jeder: Das ist gar keine Frage – das ist ein Affront im Kleid einer Frage.

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Fragen stellen lernen: 20 Beispiele

Sie wollen Ihr Gegenüber besser kennenlernen? Nicht bloß Smalltalk führen?! Dann versuchen Sie doch mal folgende Fragen zu stellen. Mit ihnen lässt sich zugleich das Fragen stellen lernen…

  • Liest du Bücher aus Prinzip zu Ende?
  • Was fällt dir leichter: denken oder nachdenken?
  • Welche Eigenschaften schätzt du an dir selbst am meisten?
  • Was magst du an anderen Menschen gar nicht?
  • Welchen Hobbys gehst du besonders gerne nach?
  • Stell dir vor, dir ist total langweilig: Wie beschäftigst du dich?
  • Wie gehst du mit Konflikten um?
  • Welche Erfahrung hat dich besonders geprägt?
  • Wie wichtig sind die Familie und Freunde?
  • Wen würdest du gerne kennenlernen?
  • Welchen Stellenwert hat der Beruf für dich?
  • Was war dein größter Erfolg – oder kommt der noch?
  • Wäre die Welt besser, wenn alle Erfolg hätten?
  • Wo würdest du Urlaub machen, wenn Geld keine Rolle spielt?
  • Wie würden dich deine besten Freunde beschreiben?
  • Welche Komplimente verunsichern dich?
  • Was ist dein Lieblingslied – und warum?
  • Welche Ziele hast du für dein Leben?
  • Was ist eine besonders schlechte Angewohnheit an dir?
  • Ab welchem Betrag wird Geld für dich uninteressant?



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Fragen stellen im Beruf: 7 Beispiele

Gerade im Berufsleben und am Arbeitsplatz sollten Sie häufiger Fragen stellen. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Sie Ihren Chef fragen sollen, ob Sie früher Feierabend machen können oder den Kollegen, ob der Ihnen ein paar Aufgaben abnimmt. Vielmehr geht es um kritische Fragen.

Moment: Kritische Fragen am Arbeitsplatz? Sind die überhaupt willkommen? Durchaus! Die Dosis macht auch hier das Gift. Fragen stellen und Hinterfragen hilft aber enorm dabei, Fehler zu vermeiden oder Katastrophen zu verhindern. Mit einem Team voller Ja-Sager zu wachsen, ist so aussichtsreich, wie eine Lehmschicht fruchtbar zu machen. Kritische Fragen sind unbequem, ja. Aber Sie bringen weiter, fördern unbekannte Potenziale und decken versteckte Probleme auf.

Kluge Fragen im Job

Wenn Sie im Job kluge Fragen stellen, zeigen Sie, dass Sie sich wirklich dafür interessieren und gemeinsam erfolgreich sein wollen. Immer nur alles stumm zu akzeptieren, lässt Mitarbeiter zu tumben Erfüllungsgehilfen schrumpfen. Als Anregung und zur Inspiration: Hier eine Liste mit Fragen, die Sie im Team oder Ihrem Chef stellen können (natürlich nur, wenn es passt):

  • Warum machen wir das eigentlich so?
  • Gibt es moderne Alternativen?
  • Was können wir von Marktbegleitern lernen?
  • Sind unsere Entscheidungswege optimal?
  • Sind unsere Ziele richtig und realistisch?
  • Was wollen unsere Kunden wirklich?
  • Stellen wir uns die richtigen Fragen?
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Sich selbst Fragen stellen: 30 Beispiele

Wer fragt, der führt – nicht nur andere. Fragen können Sie schließlich nicht nur Mitmenschen stellen, sondern auch sich selbst. So werden sie zu einem wunderbaren (und sanften) Instrument der Selbstführung. Klar, manche Fragen können ganz schön unbequem werden. Sie kratzen am Selbstbild oder führen uns aus der Komfortzone heraus. Aber erst durch diese Selbstreflexion so entsteht persönliches Wachstum.

Auch hierzu haben wir eine kleine Übung, die Sie alleine oder mit Freunden absolvieren können. Stellen Sie sich dazu (regelmäßig) die folgenden Fragen:

  • Bin ich dort, wo ich sein will?
  • Wer will ich sein?
  • Was will in meinem Leben erreichen?
  • Bringt mich meine Arbeit meinen Zielen näher?
  • Bin ich glücklich mit mir selbst?
  • Was macht mich zutiefst glücklich?
  • Glaube ich an mich selbst?
  • Bin ich aktuell zufrieden – warum nicht?
  • Wovor habe ich die größte Angst?
  • Finde ich Wege – oder Gründe?
  • Worin liegen meine Leidenschaften und Stärken?
  • Welche Sorgen schwirren mir im Kopf herum?
  • Sind sie berechtigt?
  • Was sollte ich öfter tun?
  • Was will ich künftig anders machen?
  • Woran sollte ich persönlich arbeiten?
  • Woran bin ich bisher gescheitert?
  • Was habe ich daraus gelernt?
  • Nehme ich mir für mich selbst genug Zeit?
  • Gibt es Menschen in meinem Umfeld, die mir nicht gut tun?
  • Welchen Streit sollte ich dringend klären?
  • Wann bin ich zuletzt über meinen Schatten gesprungen?
  • Mit welchem Freund sollte ich wieder Kontakt aufnehmen?
  • Wem könnte oder sollte ich (heute) danken?
  • Für was im Leben bin ich dankbar?
  • Worauf bin ich stolz?
  • Welchen Traum möchte ich mir unbedingt erfüllen?
  • Welcher Schritt bringt mich meinem Ziel näher?
  • Was würden ich ändern, wenn ich wüsste, dass ich nicht scheitern kann?
  • Was kann ich (heute) unternehmen, um meinem Ziel näher zu kommen?

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[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]

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