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Systemische Fragen: 8 Fragearten + 100 Beispiel-Fragen

Das Denken ist festgefahren, das Problem scheinbar unlösbar. Sackgasse! Ob im Coaching, in der Elternarbeit oder für Führungskräfte: Systemische Fragen können solche Blockaden lösen. Systemisches Fragen ist zwar nicht immer angenehm, es regt aber an – zum Nachdenken und Reflektieren und kann deshalb zu neuen Sichtweisen führen. Wir zeigen Ihnen, wie systemische Fragen funktionieren, welche Fragearten und -techniken es gibt und wie Sie unsere über 100 Beispiele zum Üben einsetzen…



Systemische Fragen: 8 Fragearten + 100 Beispiel-Fragen

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Was sind systemische Fragen? Einfach erklärt

Systemische Fragen sind Fragensysteme beziehungsweise systematisierte Fragearten, die zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregen und neue Sichtweisen provozieren sollen. Sie können Zusammenhänge aufdecken, Denkblockaden lösen und helfen den Befragten meist, eigene Lösungen zu entwickeln. Systemisches Fragen eignet ebenso dazu, festgefahrene Diskussionen in Teams zu beleben oder Denkanstöße zu geben.

Zur Anwendung kommen systemische Fragen und Fragetechniken oft im Coaching, in der Beratung, bei Führungskräften zur Gesprächsführung, bei Therapeuten in der Praxis sowie in der sozialen Arbeit. Häufige Synonyme sind die systemische Beratung, systemisches Coaching, systemische Therapie, systemische Supervision oder systemische Pädagogik.

3 Grundsätze systemischer Fragen

Wie jede Methode erfordern auch systemische Fragen einige Übung. Vor dem professionellen Einsatz sollten Sie die Fragen üben – mit Freunden oder Bekannten. Bis Sie sich sicher fühlen. Gleichzeitig sollten stets diese drei Grundsätze beachtet werden:

  1. Verantwortung
    Sobald Sie die Methode anwenden und aktiv fragen, übernehmen Sie de facto die Gesprächsführung – und damit auch die Verantwortung. Systemische Fragen sind kein rhetorisches Spielmittel. Setzen Sie diese mit Bedacht ein.
  2. Klarheit
    Systemische Fragen können provozieren und deshalb auch falsch verstanden werden. Achten Sie unbedingt auf eindeutige Formulierungen, bei denen sich niemand persönlich angegriffen fühlt.
  3. Flexibilität
    Wenn Sie andere dazu bringen wollen, sich aus eingefahrenen Denkmustern zu lösen, sollten Sie diese Flexibilität ebenfalls mitbringen. Wenn Sie merken, dass Sie zum Beispiel mit zirkulären Fragen nicht weiterkommen, sollten Sie auf lösungsorientierte Fragen oder Wunderfragen umschwenken können.
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Fragetechniken: Offene oder geschlossene Fragen?

Neben den klassischen W-Fragen (wer, was, wann, wo, wie, warum, wozu) werden vor allen zwei unterschiedliche Fragetechniken beziehungsweise Fragearten unterschieden:

  • Geschlossene Fragen
    Auf sie lässt sich in der Regel nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten. Beispiel: „Haben Sie Ihre Präsentation schon fertig?“ Diese Fragen sind für das Systemische Fragen eher ungeeignet.
  • Offene Fragen
    Diese Fragearten lassen dem Befragten Spielraum bei der Antwort und bringen ihn zum Plaudern und Erzählen. Beispiel: „Was macht denn Ihre Präsentation?“ Offene Fragen sind bestens geeignet zum Smalltalk als Gesprächseinstieg oder zum Nachfragen.

Download: Gespraechseinstieg-Fragen (PDF)

Unterscheiden können Sie Fragen auch nach diesen Arten und Varianten:

Systemische Fragen Fragearten Rhetorische Frage Taktische Frage Informationsfragen

Egal, ob Sie ein Mitarbeitergespräch führen oder ein Vorstellungsgespräch haben: Beide Fragetechniken – speziell offene Fragen als Rückfragen – sollten zu Ihrem festen Repertoire gehören. Denn: Wer fragt, der führt!

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Systemische Fragen: 8 Fragetechniken + Beispiele

Im Rahmen des systemischen Fragens werden mehrere Fragearten unterschieden. Jede Frage erfüllt dabei eine Funktion. In der praktischen Anwendung werden die verschiedenen Fragearten nach Bedarf miteinander kombiniert, um das Gespräch oder die Diskussion in eine sinnvolle Richtung zu lenken. Im Folgenden finden Sie acht Varianten für systemische Fragen plus Beispiele:

1. Zirkuläre Fragen

Diese systemischen Fragen dienen dazu, die aktuelle Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten und neue Ideen zu entwickeln. So können eigene Denkmuster hinterfragt sowie neue Blickwinkel entwickelt werden. Besonders effektiv sind zirkuläre Fragen, um sich in die Lage eines anderen Menschen zu versetzen. Der oder die Gefragte muss dazu den eigenen Standpunkt verlassen und eine neue Perspektive zulassen. Das kann zu mehr Verständnis und Empathie führen sowie Konflikte lösen.

10 Beispiele für zirkuläre Fragen:

  • Wie würde Ihr Chef das sehen und beurteilen?
  • Glauben Sie, Ihr Chef wäre damit zufrieden?
  • Wie würde ein Kollege auf diesen Vorschlag reagieren?
  • Wie würde ein neutraler Beobachter das bewerten?
  • Wie würde Ihr Partner darüber denken?
  • Welches Verhalten würde Ihr Arbeitgeber erwarten?
  • Was würden Ihre Freunde Ihnen raten?
  • Warum hat der andere so reagiert?
  • Welche Reaktion erwarten Sie von Ihrem Kunden?
  • Was wäre die erste Antwort, die Ihr Partner geben würde?

2. Lösungsorientierte Fragen

Oft kreisen Fragen in Diskussionen um das Problem und die Defizite eines Projekts. Mit lösungsorientierten Fragen können Sie die Aufmerksamkeit auf mögliche Lösungen und die vorhandenen Ressourcen lenken. So wird die Diskussion wieder konstruktiv. Mit lösungsorientierten Fragen können ebenso bisher ungenutzte Ressourcen identifiziert werden. Beim systemischen Fragen eignet sich diese Technik besonders, um für das Gespräch eine positive Atmosphäre zu schaffen: Es geht um das, was funktioniert, um Chancen, Stärken, Talente und hilfreiche Menschen oder Tools.

10 Beispiele für lösungsorientierte Fragen:

  • Woran erkennen Sie, dass Sie auf dem richtigen Weg sind?
  • Welche drei Schritte müssen Sie als nächstes gehen?
  • Wer ist für den Erfolg besonders wichtig?
  • Wann lief oder läuft es gut?
  • Welche Probleme konnten bereits gelöst werden?
  • Was ist für einen reibungslosen Ablauf notwendig?
  • Welcher Ihrer Stärken, können Sie hierfür nutzen?
  • Wodurch lasst sich das Problem vermeiden?
  • Wie haben Sie ähnliche Hürden früher überwunden?
  • Wen können Sie um Hilfe bitten?

3. Hypothetische Fragen

Hypothetische Fragen sind eine Einladung zum Gedankenexperiment. Sie führen zwar nur selten direkt zu einer Lösung, können aber die Tür dafür öffnen. Durch hypothetische Fragen können Sie zum Beispiel erkennen, ob eine Idee überhaupt zum Ziel führt oder gleich verworfen werden sollte. Eine beliebte Strategie dieser systemischen Fragen ist, limitierende Faktoren auszuschalten, um kreative Energien freisetzen. Das systemische Fragen mit dieser Fragetechnik hilft, bestimmte Szenarien gedanklich durchzuspielen und zu bewerten. Dadurch werden Ideen gefunden, analysiert und miteinander verglichen.

10 Beispiele für hypothetische Fragen:

  • Welches Ziel würden Sie am liebsten erreichen?
  • Was würden Sie tun, wenn niemand davon betroffen wäre?
  • Was wäre, wenn Zeit keine Rolle spielen würde?
  • Was würde passieren, wenn Sie Ihr Chef morgen befördert?
  • Wie würden Sie das Problem mit unbegrenztem Budget lösen?
  • Was würden Sie tun, wenn Sie keine Angst vor dem Scheitern hätten?
  • Was würde passieren, wenn Sie morgen Ihr Ziel erreichen?
  • Was würden Sie sagen, wenn der Kollege um Ihre Meinung bittet?
  • Was würden Sie tun, wenn Sie allein verantwortlich wären?
  • Wie viel Gehalt würden Sie sich selbst zahlen?

4. Wunderfragen

Bei dieser Art der systemischen Fragen handelt es sich zwar auch um hypothetische Gedankenspiele – nur extremer. Wunderfragen sollen anregen, über den bekannten Horizont hinaus zu denken, zu fantasieren und weiter zu denken, statt sich geschlagen zu geben. Wunderfragen helfen vor allem in festgefahrenen, scheinbar ausweglosen Situationen, doch noch einen Weg oder eine Lösung zu finden. Nicht selten führen die damit verbundenen positiven Emotionen und Gedankenspiele auch zu neuer Motivation. Das systemische Fragen mit Wunderfragen zeigt, dass es noch Hoffnung gibt. Oft wird dann ein Idealzustand beschrieben oder – wie der Name der Fragetechnik andeutet – eine wundersame Lösung vorgegeben.

10 Beispiele zu Wunderfragen:

  • Was wäre, wenn das Problem plötzlich gelöst wäre?
  • Wie würde Ihre Situation in einer perfekten Welt aussehen?
  • Würden Sie Ihren Job behalten, wenn Sie das Geld nicht bräuchten?
  • Angenommen, der nächste Arbeitgeber ist perfekt: Was dann?
  • Was wäre, wenn Sie es bis morgen doch noch schaffen?
  • Wenn Sie morgen im Lotto gewinnen: Was tun Sie dann?
  • Man bietet Ihnen DEN Traumjob an: Was würde sich ändern?
  • Woran würden Sie erkennen, dass Ihr Problem gelöst ist?
  • Was wären Sie bereit aufzugeben, um das Problem zu lösen?
  • Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Traum plötzlich wahr wird?

5. Begründungsfragen

Mithilfe dieser Fragen bringen Sie Ihr Gegenüber dazu, ihr oder sein Handeln zu reflektieren und zugleich zu begründen. Diese systemischen Fragen bieten einen besseren Einblick in die Denkweisen der Gesprächspartner und helfen, deren Ansichten nachzuvollziehen. Mit Begründungsfragen können Sie ebenfalls angebliche Tatsachen hinterfragen oder eine bisher eindimensionale Betrachtung des Sachverhaltes neu öffnen. Wichtig bei diesen Fragen ist die konstruktiv-kritische Haltung: Begründungsfragen sollen Entscheidungen, Denk- und Verhaltensweisen hinterfragen und auf den Zahn fühlen.

10 Beispiele für Begründungsfragen:

  • Warum wollen Sie das Problem so lösen?
  • Wann sind Sie zu dieser Ansicht gekommen?
  • Wie sicher sind Sie, dass es funktioniert?
  • Wie wollen Sie Außenstehende überzeugen?
  • Weshalb sind Sie davon so überzeugt?
  • Können Sie mir Ihr Vorgehen genauer erklären?
  • Auf welchen Erfahrungen basiert Ihre Entscheidung?
  • Aus welchen Gründen haben Sie so gehandelt?
  • Welche drei Argumente sprechen für Ihre Idee?
  • Wie entkräften Sie das Gegenargument?

6. Skalierungsfragen

Mit diesen Fragen können Sie gleich zwei Ziele erreichen: Erstens können Sie die Komplexität einer Situation temporär reduzieren; zweitens Sichtweisen in eine neue Richtung lenken. Ein vages Problem, das uns zum Beispiel riesengroß erscheint, wird durch Skalierungsfragen (oder: „Schätzfragen“) relativiert und deutlich kleiner. Systemische Fragen dieser Art können nebulöse Spekulationen zumindest etwas messbarer machen. Überdies hilft die Fragetechnik dabei, das individuell empfundene Ausmaß eines Sachverhalts zu verdeutlichen. Die Einschätzung auf einer Skala von … bis … spiegelt zwar nur eine persönliche Meinung und keine objektiven Fakten wider. Der Einordnungs-Effekt funktioniert aber trotzdem.

10 Beispiele für skalierende Fragen:

  • Wie beurteilen Sie das Problem auf der Skala von 1 bis 5?
  • Wie gut geht es Ihnen im Vergleich zum Vorjahr?
  • Der perfekte Tag ist eine 10: Wie geht es Ihnen heute?
  • Wie ordnen Sie das Problem im Vergleich zu früheren ein?
  • Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie zufrieden sind Sie?
  • Sie bekommen mehr Gehalt: Wie verändert das Ihre Bewertung?
  • Von 1 bis 10: Wie leistungsfähig fühlen Sie sich heute?
  • Wie beurteilen Sie Ihre eigene Leistung gegenüber gestern?
  • Welche Faktoren könnten Ihr Ergebnis von 7 auf 9 steigern?
  • Was hat Ihre Zufriedenheit von einer 5 auf eine 8 gehoben?

7. Paradoxe Fragen

Mit paradoxen Fragen können Sie Probleme ebenfalls lösen – allerdings besonders kreativ, indem Sie das Problem zuerst noch verstärken. Bei diesen Fragearten geht es darum, die Situation eher noch auf die Spitze zu treiben: Sie fragen danach, wie Sie so richtig scheitern könnten. Das ist das Paradoxe daran: Indem Sie das Problem erst (gedanklich) verschärfen, finden Sie indirekt zu einer Lösung, weil Sie alle Unheilsbringer identifizieren und ausschalten können. Wer sich auf paradoxe Fragen einlässt, bringt zudem die gedankliche Offenheit mit, die später zu einem größeren Verständnis der Ursachen und Auslöser führt.

10 Beispiele für paradoxe Fragen:

  • Wie könnten Sie das Projekt zum Scheitern bringen?
  • Wie ließe sich das Problem verstärken?
  • Was können Sie tun, um die Beförderung zu verhindern?
  • Was müssen Sie tun, um Ihrer Gesundheit weiter zu schaden?
  • Wie können Sie unglücklich werden?
  • Was klappt auf keinen Fall?
  • Was würde dazu führen, dass Sie alles hinschmeißen?
  • Welche Vorgehensweise ist zum Scheitern verurteilt?
  • Wie könnten Sie den Chef gegen sich aufbringen?
  • Was müsste im Job passieren, um alle Lust zu verlieren?

8. Indiskrete Fragen zum Nachdenken

Der Autor Rolf Dobelli hat vor einiger Zeit ein hinterlistiges Buch geschrieben, in dem er ein altes britisches Gesellschaftsspiel belebte: den Fragebogen. Der Autor bietet in seiner Lektüre ganze 777 Fragen an, die allesamt nachdenkenswert sind und sich ebenso für systemische Fragen eignen. Vor allem eignen sie sich zur diskreten Selbstanalyse. Probieren Sie es aus:

  • Wie viel Erfolg brauchen Sie ganz persönlich?
  • Wie definieren Sie Sinn?
  • Wie lähmend ist für Sie Selbsterkenntnis?
  • Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
  • Was würden Sie Sokrates fragen?
  • Würden Sie Ihren Kindern Ihr Leben wünschen?
  • Finden Sie Menschen, die Ihnen ähnlich sind, sympathisch?
  • Was war der Höhepunkt in Ihrem Leben? Oder kommt der noch?
  • Können Sie sich gehen lassen?
  • Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
  • In welchem Jahrhundert hätten Sie gerne gelebt?
  • Geradeheraus: Was für ein Mensch sind Sie?
  • Was wissen Sie mit Sicherheit?
  • Welche Gedanken würden Sie lieber nicht haben?
  • Welchen Erfahrungen trauen Sie nicht?
  • Wann ziehen Sie Ahnung Gewissheit vor?
  • Was sind die Vor- und Nachteile von Wahrheit?
  • Welche Entdeckungen hätten Sie lieber nicht gemacht?
  • Was fällt Ihnen leichter: denken oder nachdenken?
  • Woran denken Sie, wenn Sie an etwas schönes denken wollen?
  • Reden Sie zu viel oder zu wenig?
  • Gibt es selbstgesteckte Ziele, die Sie nicht mögen?
  • Wie oft setzen Sie sich für etwas ein, dass Ihnen nicht hilft?
  • Würden Sie wollen, dass Ihr Hobby profitabel ist?
  • Wie überbrücken Sie die Kluft zwischen Einsicht und Handeln?
  • Wissen Sie, was Sie glücklich macht?
  • Wissen Sie, was Sie wollen?
  • Wie viele Enttäuschungen brauchen Sie, um Glück zu spüren?
  • Was erwarten Sie von der Liebe?
  • Gibt es Hass auf den ersten Blick?
  • Haben Sie Angst vor der Bedeutungslosigkeit?
  • Was oder wen lieben Sie mehr als sich selbst?
  • Wenn Sie geliebt werden, wollen Sie dann auch lieben?
  • Lesen Sie Bücher aus Prinzip zu Ende?
  • Was ist das Ziel der Menschheit?
  • Würden Sie, wenn Sie könnten, den Konjunktiv abschaffen?
  • Wie oft genügt Ihnen der kleinste gemeinsame Nenner?
  • Welche Komplimente verunsichern Sie?
  • Wen belügen Sie häufiger: andere oder sich selbst?
  • Was war die beste Ausrede Ihres Lebens?
  • Beschreiben Sie Ihr allererstes Gefühl?
  • Woher wissen Sie, dass Vernunft kein Gefühl ist?
  • Wäre die Welt besser, wenn alle Erfolg hätten?
  • Worum beneidet man Sie?
  • Woraus lernen Sie mehr: aus Erfolgen oder Misserfolgen?
  • Wenn Sie Erfolg haben: Gibt er Ihnen recht?
  • Würden Sie sich einen Job geben? Welchen?
  • Würden Sie Ihr Chef sein wollen?
  • Ist es Arbeit, wenn es Spaß macht?
  • Welchen Ruf haben Sie?
  • Ab welchem Betrag wird Geld für Sie uninteressant?
  • Wen würden Sie dafür bezahlen, dass er Ihr Freund ist?
  • Wissen Sie, wer wirklich Ihr Freund ist?
  • Wissen Sie wer Ihre Freunde wirklich sind?
  • Ist Gott Ihr Freund?
  • Wen würden Sie gerne kennenlernen?
  • An welche Naturgesetze glauben Sie nicht?
  • Wie alt möchten Sie nicht werden?
  • Auf welche Antworten hätten Sie gerne eine Frage?
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Systemische Fragen üben: Tipps zur Anwendung

Welche systemischen Fragen sinnvoll und effektiv sind, müssen Sie letztlich individuell entscheiden. Ein so geführtes Gespräch oder Coaching muss sich entwickeln. Und nicht alle Fragen führen sofort ans Ziel. Wichtig ist deshalb, dass Sie alle Fragearten im Vorfeld ausprobieren und regelmäßig das systemische Fragen üben. Die potenzielle Wirkung ist enorm – die Nebenwirkungen können es aber genauso sein.

Setzen Sie die systemischen Fragetechniken daher bitte stets dosiert und zielgerichtet ein. Der Einsatz lohnt sich vor allem dann, wenn Ihr Gesprächspartner die nötige Offenheit und Bereitschaft zum Nachdenken, Reflektieren und Querdenken mitbringen. Dann entwickeln Sie mit dieser Methode hervorragende Lösungen.

Lassen Sie Ihrem Gesprächspartner zudem genug Zeit und Freiraum, um eigene Gedanken und Ideen zu entfalten. Denkverbote oder eine vorschnelle Bewertung von Antworten sind – wie beim Brainstorming – absolut tabu! Deshalb sollte zwischen dem Fragensteller und Befragten ein belastbares Vertrauensverhältnis bestehen. Manche systemische Fragen sind ziemlich intim und gehen ans Eingemachte. Damit sich daraus ein lösungsorientierter Dialog entwickelt, ist gegenseitiges Vertrauen essenziell.


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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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