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Smalltalk lernen: 30+ geniale Themen, Fragen & Tipps

Mit dem Smalltalk ist es wie mit dem Flirten: Dem ersten Satz haftet ein nahezu mythisches Fanal an – so als gäbe es danach keine Höhepunkte mehr. Stimmt aber nicht. Eine gekonnte Konversation zu führen, ist zwar ein wichtiger Erfolgsschlüssel. Die Kunst des leichten Plauderns ist aber auch lernbar. Fragen, Themen, Einstiege, Eisbrecher – oft reicht es schon aus, typische Smalltalk Fehler zu vermeiden. Wir geben Tipps, wie Sie künftig besser smalltalken – inklusive Beispielen…

Smalltalk lernen: 30+ geniale Themen, Fragen & Tipps

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Definition: Smalltalk einfach erklärt

Der Begriff Smalltalk bezeichnet ein lockeres und ungezwungenes Gespräch. Gelungener Smalltalk versprüht Charme und Charisma, Witz und Esprit. Er ist aber völlig zweckfrei.

Nicht wenige assoziieren mit Smalltalk mitreißende Eloquenz oder geschliffene Rhetorik. Smalltalk ist das genaue Gegenteil: „Sprezzatura“ (wie Smalltalk früher hieß) ist ebenso unangestrengt wie amüsant. Das lockere Parlieren dient dazu, sich unverbindlich auszutauschen, Gemeinsamkeiten zu finden und eine gute Atmosphäre für das Weitere zu schaffen. König Charles II. hat einmal gesagt:

Die Kunst guter Konversation besteht darin, Unsicheren Sicherheit zu geben.

Was macht guten Smalltalk aus?

Smalltalk muss seine Leichtigkeit behalten. Immer. Wer meint, anderen zu beweisen, wie kommunikativ man ist, kann nur scheitern. Eine solche Haltung wird unbewusst bemerkt und wirkt entsprechend bemüht bis aufdringlich.

Ob auf Konferenzen, beim Geschäftsessen, Vorstellungsgespräch oder Jobeinstieg: Erzählen Sie eine kleine Geschichte (siehe: Storytelling), geben Sie ein bisschen was von sich preis, erzeugen Sie gute Laune, zeigen Sie Humor, lachen Sie – am besten über sich selbst. Durch Small Talk schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre und bauen Vertrauen auf.

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Smalltalk Bedeutung: Warum überhaupt?

Smalltalk ist ein Alltagsgespräch, das spontan, zufällig, locker und in einem umgangssprachlichen Ton geführt wird. Es gibt keine formalen Regeln dafür, sonst könnte keine ungezwungene, entspannte Atmosphäre entstehen. Bedeutet zugleich: Die Gesprächsform können Sie überall einsetzen und nutzen – mit Kollegen, als Schwatz auf einer Feier, als kleine Unterhaltung im Fahrstuhl oder in der Bahn…

Smalltalk können Sie überall betreiben. Und manchmal ist Smalltalk nicht nur simples Plaudern, sondern ein wichtiger Schlüsselfaktor und Eisbrecher, um mit Kunden ins Gespräch zu kommen oder Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Smalltalk Beispiele: Wann Smalltalk halten?

  • Jobeinstieg
    Der erste Tag im neuen Job. Sie sind neu und kennen noch niemanden. Um einen sympathischen ersten Eindruck zu hinterlassen, sollten Sie mit den neuen Kollegen ins Gespräch kommen. Smalltalk ist der perfekte Einstieg, um sich ungezwungen kennenzulernen.
  • Messebesuch
    Stehen Sie zwischen den Vorträgen und in den Pausen nicht alleine rum. Nutzen Sie die Gelegenheit, um mit Smalltalk ins Gespräch zu kommen. Auf Kongressen lernen Sie so wichtige Personen kennen und schaffen die Basis für eine berufliche Zusammenarbeit.
  • Kundentreffen
    Gewiss, der Grund Ihres Treffens ist geschäftlich. Doch leichte Konversation am Anfang lockert jede Atmosphäre auf und heißt den Kunden willkommen.
  • Vorstellungsgespräch
    Bereits die ersten Minuten entscheiden über die Sympathie. Praktisch jedes Bewerbungsgespräch beginnt mit Smalltalk. Eine lockere Phase, die bereits zum Test gehört.
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Smalltalk Einstiege zur Begrüßung

Zugegeben, vielen fällt das lockere Geplänkel zum Warmwerden und zur Begrüßung schwer. Heraus kommen dann unbeholfene Gesprächsanbahnungen, die so zielführend sind wie eine Wärmflasche aus Schokolade:

  • „Schönes Wetter heute?“
  • „Sind Sie öfters hier?“
  • „Läuft bei dir?“
  • „Und sonst?“

Bitte beginnen Sie Ihren Smalltalk niemals so! Grundvoraussetzung für ein gelungenes Gespräch ist aufrichtiges Interesse am Gegenüber. Nur wenn Sie Ihrem Gesprächspartner mit echter Anteilnahme und Respekt begegnen, wird sich dieser wohlfühlen und darauf einlassen. Guter Smalltalk beginnt immer auf Augenhöhe, Hierarchie ist dabei fehl am Platz!

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Smalltalk Fragen: Gute Eisbrecher!

Menschen finden Gespräche immer dann besonders gelungen, wenn sie die meiste Zeit selbst gesprochen haben. Das lässt sich nutzen: Wenn Sie Sorge haben, beim Smalltalk anfangs das Falsche zu sagen oder nicht richtig smalltalken zu können, stellen Sie Fragen! Schenken Sie Ihrem Gegenüber Redezeit und gehen dann auf die Antworten ein. Er oder sie wird Sie dafür mehr schätzen als jeden Draufgänger und Sprücheklopfer.

Fragen stellen, eignet sich zum Aufwärmen ebenso wie zum Auflockern. Vorausgesetzt, es sind die richtigen Fragen. Sogenannte „geschlossene Fragen“ (kann man mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten) sind zum Small Talk ungeeignet. Das wird einsilbig. Offene W-Fragen sind deutlich besser. Hier ein paar Vorschläge für gute Smalltalk Fragen und Einstiege – die sogenannten Eisbrecher:

  • „Was machen Sie beruflich?“

    Der Klassiker unter allen Smalltalk-Intros. Er eröffnet eine Reihe von Anschlussfragen – etwa zum Unternehmen, der Branche oder der Position, in der Ihr Gegenüber arbeitet. Die Frage ist gut, allerdings auch abgedroschen. Durch Originalität fällt man damit nicht auf.

  • „Wodurch lassen Sie sich inspirieren?“

    Zweifellos der originellere Opener. Der „Ice-Breaker“ bringt den anderen dazu, über sich selbst zu reflektieren – und das inspiriert Sie beide. Die Frage eignet sich nicht nur als Gesprächseinstieg, sondern auch als Diskussionsauftakt in einer etablierten Gruppe.

  • „Welches Buch lesen Sie gerade?“

    Diese Frage zielt ebenfalls auf Inspirationsquellen, kann aber auch durch Hobbys oder private Interessen erweitert werden. In jedem Fall gewinnen Sie eine Menge Informationen über Ihr Gegenüber sowie weiteren Gesprächsstoff.

  • „Was haben Sie davor gemacht?“

    Diese Frage können Sie stellen, nachdem sich der oder die andere vorgestellt hat. Allerdings sollte sie nie so klingen, als würden Sie sich nicht für den aktuellen Job interessieren. Sonst ist Ihr Gegenüber beleidigt. Ein bisschen über den Werdegang des anderen herauszufinden, verrät Ihnen viel über die Profession und potenziellen Erwartungen an Sie.

  • „Und was machen Sie hier?“

    Obacht: Die Frage lässt sich so und so betonen. In der einen Variante klingt sie nach Verhör. Gemeint ist aber die zweite: Sie interessieren sich, wie es Ihr Gegenüber auf diese Veranstaltung, zu diesem Vortrag oder auf die Party verschlagen hat und in welchem Verhältnis er oder sie zum Gastgeber steht. Spätestens damit haben Sie die erste Gemeinsamkeit, denn auch Sie kennen den Veranstalter ja irgendwo her.

  • „Wie fanden Sie den Vortrag?“

    Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es eine solche Präsentation gab. Wichtig ist, dass Sie Ihre eigene Meinung nicht gleich herausposaunen. Insbesondere wenn Sie die Rede doof fanden. Sonst verbreiten Sie sofort negative Stimmung. Eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Gesagten betont indes Ihre Gemeinsamkeit als Zuhörer und schafft neue Gesprächspunkte.

  • „Das sieht lecker aus! Wo haben Sie das her?“

    Zugegeben, die Frage ist etwas für mutige Extrovertierte und für Partys mit Büffet. Dafür kommt sie extrem gut an, denn in dem humorvollen Kleid steckt Lob: „Sie haben Geschmack!“ Das bringt Sympathien. Außerdem können Sie sich, nachdem Sie sich dasselbe geholt haben, dazustellen und mit dem Plaudern beginnen: „Entschuldigung, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Mein Name ist…“

  • „Möchten Sie etwas trinken?“

    Der ideale Einstieg für jemanden, der noch einsam und allein an einem Tisch steht. Sie beweisen so nicht nur Aufmerksamkeit und gute Manieren, sondern schaffen zugleich ein Reziprozitäts-Verhältnis. Alternativ: „Soll ich Ihnen etwas von der Bar mitbringen?“ Falls Sie einer attraktiven Frau begegnen und mit ihr auf diese Weise ins Gespräch kommen wollen, empfiehlt sich jedoch die Gentleman-Variante: Bringen Sie ihr den Drink direkt mit. Vorher bitte ihre Vorlieben ausspähen!

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Download: Gelungene Smalltalk Fragen und Einstiege

Natürlich gibt es noch viele weitere Eisbrecher und Smalltalk Fragen: „Welchen Tag würden Sie gerne noch einmal erleben?“, „Wer war Ihr Kindheitsheld?“, „Welche fremde Kultur fasziniert Sie?“, „Was war das Unsinnigste, was Sie sich kürzlich gekauft haben?“ – Die besten Smalltalk Themen und Fragen haben wir in einem PDF zusammengefasst, das Sie sich hier kostenlos herunterladen können:

Smalltalk Einstiege (PDF)


Smalltalk Themen

Manche Gespräche ergeben sich von selbst. Bei anderen stellt sich die Frage: „Worüber soll ich beim Smalltalk reden?“ Generell gilt: Smalltalk Themen sollten unverfänglich und unkompliziert sein. Suchen Sie Inhalte aus, für die keine Fachkenntnisse benötigt werden. Sonst steigt Ihr Gegenüber aus. Für ein lockeres Gespräch eignen sich folgende Smalltalk Themen:

  • Hobbys und Interessen
    Was macht Ihr Gesprächspartner gerne in seiner Freizeit? Was sind seine Hobbys, Interessen oder Leidenschaften? Als Smalltalk Themen sind diese privaten Bereiche geeignet, weil sie neutral sind und Ihr Gegenüber begeistern.
  • Aktuelle Situation
    Ein klassisches Smalltalk Thema ist die Situation, in der Sie sich gerade befinden. Sind Sie auf einer Messe, sprechen Sie über den Anlass. Sind Sie neu im Job und machen Smalltalk mit Kollegen, können Sie nach deren Karriere oder aktuellen Projekten fragen. So kommen Sie beim Smalltalk leicht ins Gespräch.
  • Beruf
    Überhaupt der Beruf: Tauschen Sie sich beim Small Talk über aktuelle Projekte oder allgemeine Entwicklungen (etwa die Arbeit im Homeoffice) aus. Auch berufliche Ziele eignen sich als Gesprächsthema. Nur bitte nie jammern!
  • Sport
    Gemeinsamkeiten sind perfekte Eisbrecher. Und beim Sport lassen sich viele davon finden. Hat Ihr Gegenüber einen Lieblingssport? Dann sprechen doch über sein Top-Team oder die jüngste Meisterschaft…
  • Essen
    Wenn Menschen smalltalken, ist oft Essen in der Nähe: Party-Häppchen, ein Büffet oder Kaffee und Kekse vor dem Meetingraum. Auch darüber lässt sich gut reden: Leibspeisen, besondere Gewürze, Lieblings-Restaurants oder Empfehlungen, was besonders gut vom Büffet schmeckt. Schon sind Sie mitten im Geplauder.
  • Wetter
    Das bekannteste Smalltalk Thema ist das Wetter – von heute oder morgen. Smalltalk über Hitze oder Regen wird aber schnell langweilig. Wer darüber hinaus nichts zu sagen hat, kommt schnell ans Ende des Gesprächs.
  • Bücher, Kunst, Kultur
    Kunst, Kultur, Musik, Literatur – all das sind wunderbare Smalltalk Themen und selten problematisch. Reden Sie zum Beispiel ein Buch, das Sie aktuell lesen oder das Sie inspiriert hat. Gleiches gilt für Filme – Klassiker wie aktuelle Blockbuster.
  • Reisen und Urlaub
    Wohin ging Ihre letzte Reise? Wohin führt Sie der nächste Traumurlaub? Die meisten Menschen reden gerne über Reisen, weshalb es als Smalltalk Thema bestens geeignet ist. Vor allem, indem Sie danach fragen: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner erzählen. Vielleicht gibt es gemeinsame Reiseziele, über die Sie sich austauschen können.

Schlechte Smalltalk Themen

Zu den ungeeigneten Small Talk Themen zählen generell kontroverse Themen oder Persönliches. Die folgenden Themen, Inhalte und Bereiche sollten Sie besser nicht ansprechen:

  • Politik
  • Religion
  • Finanzen
  • Krankheiten und Tod
  • Persönliche Probleme
  • Partnerschaft
  • Klatsch und Tratsch

Smalltalk Tipps

Smalltalk lässt sich lernen, kostet aber Überwindung. Zuerst können Sie sich selber vorstellen, den vollen Namen nennen und vielleicht noch zwei, drei Sätze zu sich oder Ihrem Beruf sagen (wenn es ein Business-Empfang ist). Das ist nicht schwer und lässt sich vorab üben. Wem das anschließende Plaudern schwerer fällt – wegen Schüchternheit oder Redeangst – der kommt mit diesen Tipps weiter:

  1. Blickkontakt halten
    Schauen Sie Ihren Gesprächspartner stets freundlich an, halten Sie Blickkontakt und nicken Sie. Damit ist schon viel gewonnen. Mit der offenen Haltung signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie sich gerne mit ihr oder ihm unterhalten.
  2. Mimik einsetzen
    Wenn Ihr Gesprächspartner eine versteinerte Mine aufsetzt: Lächeln Sie die weg! Buchstäblich. Einer freundlichen Ausstrahlung kann sich kaum jemand entziehen. Positiven Gedanken auch nicht. Ob Anlass, Anreise oder Anekdote – seien Sie offen dafür, was den anderen gerade interessiert. Und zeigen Sie das durch Ihre Körpersprache.
  3. Komplimente machen
    Beim Smalltalk dürfen Sie ebenfalls Komplimente machen. Solange dieses nicht zu persönlich oder anzüglich werden. Übertreiben Sie aber nicht, das Lob wird dann unglaubwürdig und klingt nach Einschleimen.
  4. Besserwisserei vermeiden
    Wir nehmen Ratschläge nur von Menschen an, die wir mögen oder deren Kompetenz wir respektieren. Beim ersten Plausch fehlt beides. Im Smalltalk daher unbedingt den erhobenen Zeigefinger weglassen. Sie wollen ein ungezwungenes, entspanntes Gespräch führen – Besserwisser und Moralapostel bewirken das Gegenteil.
  5. Abstand halten
    Dies gilt inhaltlich wie auf körperlicher Ebene. Smalltalk ist entspanntes Plaudern, kein Seelenstriptease. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt für tiefgründige Analysen oder psychologische Diskussionen. Halten Sie überdies Distanzzonen ein. Kaum jemand empfindet es als angenehm, wenn Sie ihm oder ihr beim Smalltalk zu nahe kommen.
  6. Pausen nutzen
    Im Gespräch mit Fremden sowie im Smalltalk mit Kollegen entstehen schon mal Pausen, die sich unangenehm anfühlen können. Alles normal! Genießen Sie die Stille und nutzen Sie die Zeit, um das bisher Gesagte zu verdauen (oder interessante Fragen zu finden). Gezwungener Smalltalk macht niemandem Spaß und sorgt erst recht für betretenes Schweigen.

Smalltalk lernen

Übung macht den Meister – auch beim Smalltalk. Diesen können Sie nahezu überall lernen und üben. Je häufiger Sie plaudern und den spontanen Dialog suchen, desto leichter wird er Ihnen fallen. Dazu müssen Sie nicht mal Wildfremde auf der Straße ansprechen. Hier ein paar Ideen und Gelegenheiten, um – ganz nebenbei – den eigenen Smalltalk zu verbessern:

  • Sagen Sie beim Bäcker mehr als „Guten Morgen“ und Ihre Brötchen-Bestellung.
  • Unterhalten Sie sich mit Ihrem Friseur, statt stumm die Zeit abzusitzen.
  • Erweitern Sie das Grüßen auf dem Flur, wenn Sie Kollegen sehen.
  • Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, sobald sie Ihnen begegnen.

Gelegenheiten, um Smalltalk zu lernen, gibt es viele: im Wartezimmer, in der Bahn oder in der Kantine. Viele nutzen sie nur nicht, um mit Leuten ins Gespräch kommen.


Smalltalk Fehler

Gerät die Konversation ins Stocken, kann das verschiedene Gründe haben. Wenn der Smalltalk verkrampft, liegt es häufig an einer der folgenden Ursachen und Smalltalk Fehlern:

  • Sie reden nur über sich
    Nur über sich zu reden, ist so aussichtsreich wie Furchen durchs Meer zu ziehen. Wer monologisiert und nur sich als Thema kennt, wirkt schnell arrogant, uninteressiert am Gegenüber und unsympathisch. Das Gegenmittel kennen Sie schon: Mehr Fragen stellen und aktiv zuhören. Das zeigt echtes Interesse.
  • Sie wählen das falsche Thema
    Merken Sie, dass Ihr Gegenüber schweigt oder einsilbig antwortet, ist das ein Warnzeichen. Probieren Sie einen Themenwechsel. Vielleicht ist das aktuelle Thema zu persönlich oder unangenehm. Leiten Sie den Smalltalk mit einer Frage in eine neue Richtung. Das zeigt, dass Sie aufmerksam sind. Zum Beispiel: „Ich sehe Sie grübeln. Was beschäftigt Sie gerade?“
  • Sie wollen alles besser wissen
    Wer meint Experte zu sein, neigt dazu andere zu belehren. Unerbetene Ratschläge und Besserwisserei kommen aber nie gut an. Ein solcher Gesprächspartner wirkt schnell unsympathisch. Tipp: Wechseln Sie vom Detail wieder ins Grobe. Smalltalk kann schrecklich oberflächlich sein, ja. Aber dabei kann eben jede(r) mitreden.
  • Sie wechseln das Thema nicht
    Smalltalk lebt von seiner Leichtigkeit und Abwechslung. Kleben Sie zu lange am selben Thema, wird das Gespräch schnell eintönig und langweilig. Sobald Sie spüren, dass die Konversation stockt, sollten Sie ein neues Thema anschneiden. Es gibt ja genug – siehe Liste oben.

Eine Liste mit den 10 peinlichsten Smalltalk-Fehlern können Sie sich zusätzlich HIER kostenlos als PDF herunterladen.

Smalltalk beenden

Nicht immer hat man das Glück, einen geistreichen Gesprächspartner zu finden. Dann wird das Plaudern zur Qual und die Suche nach einem Helden-Notausgang unumgänglich. Viele versuchen, höflich zu bleiben oder haben Angst davor, ihr Gegenüber mit dem „sermon interruptus“ zu kränken.

Natürlich ist es weder nett, noch zeugt es von Kultiviertheit, andere spüren zu lassen, was für ein Konversationsvakuum sie darstellen und dass man jetzt lieber eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt hätte, als sich noch weiter zu unterhalten. Soweit müssen Sie aber nicht gehen. Egal, in welcher Situation Sie stecken: Es gibt immer elegante Auswege und Ausstiege!

Tipps, wie Sie den Smalltalk beenden

  • Entschuldigen
    Die einfachste Methode, einen Smalltalk zu beenden, ist die beste: Entschuldigen Sie sich dafür, dass Sie gerne noch mit anderen Gästen plaudern möchten. Natürlich nicht gleich nach den ersten 30 Sekunden. Ein, zwei Takte sollten Sie Ihrem Gegenüber schon zuhören. Wichtig ist nur: Verzichten Sie auf jede Begründung. Die wirkt immer wie ein Schuldbekenntnis. Besser: Nennen Sie einen konkreten Namen, mit wem Sie noch reden wollen.
  • Versprechen
    Wenn Sie nicht möchten, dass der Abgang abrupt ausfällt, können Sie auch ein Versprechen hinterlassen. Zum Beispiel: „Ich würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben. Wenn Sie mir Ihre Karte geben, melde ich mich bei Ihnen.“ Natürlich sollten Sie Ihr Wort halten. Andernfalls sind Sie wortbrüchig und Ihr Gegenüber wird die Geste im Nachhinein (zurecht) als Abbügelei interpretieren. Die Alternative ist, dem anderen Ihre Visitenkarte zu geben und vorzuschlagen, er oder sie möge sich melden. Im Zweifel haben Sie dann gerade keine Zeit.
  • Vorstellen
    Noch eleganter können Sie sich aus der Affäre stehlen, indem Sie Ihrem Gegenüber einen alternativen Gesprächspartner vorstellen und beide miteinander bekannt machen. Charmanterweise ist das nicht irgendwer (sonst wird sich derjenige bei Ihnen bedanken), sondern jemand, von dem Sie glauben, dass er mit Ihrem bisherigen Gesprächsgenossen harmoniert.
  • Retten
    Für Schauspieltalente eignet sich die Methode Überraschungsgast: Merken Sie unvermittelt auf und stellen Sie auf dramaturgisch hohem Niveau fest, dass gerade jemand gekommen ist, mit dem Sie unbedingt sprechen müssen – „eine wirklich wichtige Sache…“. Bitten Sie um Verständnis – und weg sind Sie. Nicht gerade eine 6,0 in Sachen Höflichkeit, aber ein guter Grund. Für Gentleman mit weiblicher Begleitung gibt es die Variante „Held“: „Ich sehe gerade, meine Partnerin/Freundin/Frau steckt in Schwierigkeiten. Bitte entschuldigen Sie mich, Sie gab mir ein Signal, sie aus der Situation zu retten…“
  • Irritieren
    Nur weil Sie beim Smalltalk an einen vielsagenden Profilneurotiker geraten sind, heißt das nicht, dass Sie keinen Spaß haben dürfen. Verunsichern Sie ihn, indem Sie ihn immer wieder unterbrechen, um gleich darauf völlig aus der Luft gegriffene Anekdoten zu erzählen, Motto: „Das erinnert mich an meinen letzten Mallorca-Urlaub…“ Oder stellen Sie regelmäßig Rückfragen bei denen Sie ihn kategorisch missverstehen. Schon bald wird ER derjenige sein, der das Gespräch beenden will.
  • Thema wechseln
    Gut, der Typ ist langweilig und hat Superkleber zwischen den Zähnen. Dann wechseln Sie das Thema – und zwar möglichst hörbar zu einem Inhalt, der Ihre Nachbarn interessieren könnte. Wenn Sie Glück haben, beteiligen die sich schon bald an dem Gespräch – und Sie sind raus.
  • Zirkulieren
    Wenn nichts davon klappt, hilft das Motto jeder guten Smalltalk-Party. Prosten Sie dem Zeitgenossen mit Maulsperre zu und sagen Sie: „Ich glaube, es wird von uns erwartet, dass wir auf dieser Party zirkulieren.“ Und tschüss!

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[Bildnachweis: AriSys by Shutterstock.com]

Jochen Mai Autor Ueber UnsErfolg. Einfach. Machen. Ich ❤️ es, Menschen dabei zu unterstützen, Ihre beruflichen Ziele zu erreichen und mehr Erfolg in Job und Leben zu realisieren. Dafür steht die Karrierebibel mit über 4000 Artikeln, Vorlagen, Checklisten und Services seit mehr als 15 Jahren.

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