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Eisbrecher: So kommen Sie mit jedem ins Gespräch

Schon nach den ersten Sekunden verebbt ein Gespräch, es folgt betretenes Schweigen. Dann braucht es einen Eisbrecher! Vielen Menschen fällt es schwer, ein Gespräch aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Dabei ist zwangloses Plaudern mit anderen Menschen kein Hexenwerk. Bewährte Eisbrecher können den Dialog beflügeln, Stille und anfängliche Hürden überwinden. Wir zeigen, wie es geht und welche Eisbrecher funktionieren…



Eisbrecher: So kommen Sie mit jedem ins Gespräch

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Was ist ein Eisbrecher?

Ein Eisbrecher ist ein rhetorisches Mittel, um unangenehmes Schweigen zu verhindern, die Atmosphäre aufzulockern und ein Gespräch fortzusetzen. Gerade wenn ein Dialog schon zu Beginn stockt oder erst gar nicht richtig anläuft, ist ein solcher Eisbrecher ein bewährtes Mittel als Gesprächsöffner. Der Begriff ist an die Schifffahrt angelehnt, wo speziell konstruierte Schiffe zugefrorene Gewässer aufbrechen und passierbar machen. Ebenso werden eingefrorene Gesprächssituationen aufgelockert.

Hilfreich sind solche Eisbrecher in vielen Situationen:

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Warum braucht es einen Gesprächsöffner?

Die obige Auswahl zeigt bereits, dass ein Eisbrecher in vielen Situationen helfen kann, wenn Menschen aufeinandertreffen. So vielfältig wie die Anlässe für Gespräche sind auch die Beweggründe für einen Gesprächsöffner:

  • Sie fühlen sich unwohl
    Gerät ein Gespräch ins Stocken, fühlen Beteiligte sich schnell unwohl. Stille kann in diesen Momenten sehr laut sein. Mit einem gut platzierten Eisbrecher kann das unangenehme Gefühl beenden.
  • Sie versprechen sich Vorteile
    Sie wissen um die Bedeutung einer Person und erhoffen sich wichtige Informationen, wertvolle Kontakte und dergleichen mehr. Auch in einem Vorstellungsgespräch will man den Bewerber nicht gleich verschrecken, also muss ein Eisbrecher her.
  • Sie erbarmen sich
    Ein weiterer Grund dafür kann reine Höflichkeit beziehungsweise Freundlichkeit sein – beispielsweise stehen die meisten Menschen nicht gerne allein in einer Ecke auf einem Empfang.
  • Sie erhoffen sich neusten Klatsch und Tratsch
    In anderen Fällen kann der Grund reine Neugier sein. Brancheninterne Skandälchen und Neuheiten wecken das Interesse nahezu jeder Person. Also soll das Gespräch weiterlaufen, um mehr zu erfahren.
  • Sie wollen sich positionieren
    Wer in der Szene als Experte wahrgenommen werden möchte, muss sich mit den richtigen Leuten unterhalten und sein Wissen einfließen lassen. Hier lauern allerdings Gefahren (siehe weiter unten).
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Bessere Gespräche mit Smalltalk

Der Gesprächseinstieg ist für viele der kniffligste Teil eines Dialogs. Der Start holpert, man schaut unsicher umher und ein echtes Gespräch entsteht nicht. Eisbrecher überwinden die anfängliche Unsicherheit bei neuen Kontakten. Viele solcher Gespräche bestehen anfangs nur aus Smalltalk. Sie brauchen keine Angst haben, in tiefe Diskussionen verstrickt zu werden.

Mit dem richtigen Einstieg sind Sie bereits auf einem guten Weg. Es folgt freundliches Geplauder ohne tieferen Inhalt. Wirklich wichtige Dinge werden erst in weiteren Geprächen thematisiert. Doch um dorthin zu kommen, müssen Sie den Gesprächsanfang meistern. Zur Beruhigung: Sie müssen gar nicht so viel sagen. Die meisten Ihrer Gesprächspartner reden ohnehin lieber selbst.

Redezeit Smalltalk Gespraech

Helfen kann auch ein wenig Vorbereitung. Informieren Sie sich über die andere Person und sammeln Sie Ideen, wie Sie das Gespräch beginnen können – beim zweiten Punkt helfen unsere vielen Vorschläge für Eisbrecher.

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Eisbrecher: Beispiele für jede Gelegenheit

Als Eisbrecher wählen Sie eine geschickte Frage, mit der Sie die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers wecken und zum Gespräch überleiten. Dann ergibt ganz von alleine ein Wort das andere. Kombiniert mit offener Körpersprache und einem Lächeln steht einem gelungenen Dialog nichts mehr im Weg.

Ihnen fehlt noch der passende Eisbrecher? Wir haben zahlreiche Gesprächsöffner aufgelistet, die in verschiedenen Situationen passen können. Sagen Sie diese aber nicht einfach monoton auf, sondern vermitteln Sie aufrichtiges Interesse an Ihrem Gegenüber.

Klassische Eisbrecher

Eisbrecher für Gespräche sind keine neue Erfindung, sondern werden schon immer genutzt, um die ersten Schwierigkeiten des Gesprächseinstiegs zu umschiffen. So haben sich mit den Jahren einige Klassiker entwickelt, mit denen Sie kaum etwas falsch machen können, um den Dialog zu beginnen.

„Was machen Sie beruflich?“

Gerade für Veranstaltungen, die mit Ihrer Profession zu tun haben, ist dieser Eisbrecher fast immer geeignet. Sie kommen gleich ins Gespräch, Ihr Gegenüber kann ein wenig von sich erzählen und das Gespräch läuft danach meist von alleine einige Zeit weiter, da Sie Interesse bekunden oder detailliertere Nachfragen stellen können. Auf der anderen Seite ist dieser Eisbrecher natürlich wenig kreativ – was seinem Nutzen jedoch nicht schadet.

Kennen wir uns nicht irgendwoher?

Als Flirtversuch ist dieser Satz wohl kaum geeignet, wirklich ernsthaft und seriös vorgebracht ist es jedoch ein wirklicher Eisbrecher. Er bringt Ihren Gesprächspartner dazu, sich wirklich auf Sie zu konzentrieren, darüber nachzudenken, ob Sie sich nicht wirklich bereits kennen und es schmeichelt dem Ego ungemein, wenn jemand anders sich an die eigene Person erinnert.

Oh, das Essen sieht aber gut aus. Wo haben Sie das gefunden?

Schon ein wenig ausgefallener und direkt über das Essen einzusteigen erfordert ein wenig Mut, doch funktioniert dieser Eisbrecher meist sehr gut. Voraussetzung ist, dass es überhaupt etwas zu essen in Form eines Buffets gibt. Nach dem Einstieg über die Leckereien auf dem Teller können Sie dann anschließen und sich erst einmal vorstellen. Geübte Smalltalker lassen dabei gleich noch eine kleine Entschuldigung einfließen: „Entschuldigen Sie bitten, ich wollte nicht unhöflich sein. Ich sollte mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist…“

Und wie fanden Sie den Vortrag?

Auf beruflichen Events wird fast immer ein Vortrag in irgendeiner Form gehalten. Meist ist es der Gastgeber oder Veranstalter, der ein paar Worte an die Gäste richtet oder ein eigens eingeladener Speaker. Da alle Anwesenden diesem Vortrag lauschen, ist diese Frage ein guter Eisbrecher, zu der jeder etwas sagen kann. Allerdings sollten Sie diesen Einstieg nicht nutzen, um zu lästern, sondern um etwas Positives zu sagen.

Ich bin wirklich gespannt, was uns erwartet. Was denken Sie?

Natürlich können Sie auch am Anfang schon Eisbrecher nutzen, um Gespräche zu beginnen. Drehen Sie dafür den obigen Satz ein wenig und schon haben Sie einen neuen Einstieg.

Was möchten Sie trinken?

Sie werden auf größeren Events nicht der einzige sein, der noch auf der Suche nach einem Gesprächspartner ist. Oft steht der ein oder andere noch unsicher im Raum oder allein an einem Tisch – die perfekte Gelegenheit, um ein gemeinsames Getränk anzubieten. Ein wenig einfacher fällt vielen die Formulierung „Soll ich Ihnen vielleicht etwas von der Bar mitbringen?“

Technik-Eisbrecher

Heutzutage hat jeder ein Smartphone oder sogar Tablet dabei – mal in der Tasche, oft direkt in der Hand, um aktuelle Nachrichten zu schauen, einen Blick auf die E-Mails zu lesen oder schnell eine Nachricht zu tippen. Eine gute Gelegenheit, um einige Eisbrecher anzubringen:

Welche App nutzen Sie am liebsten?

Ob ein Spiel, der Kalender, das E-Mail Programm oder auch etwas anderes. In jedem Fall werden Sie gleich einen ersten Eindruck von Ihrem Gegenüber gewinnen. Ein weiterer Vorteil dieses Eisbrechers: Sie finden vielleicht direkt eine Gemeinsamkeit oder Sie können Ihrerseits Ihre Lieblingsapp nennen. Schon läuft das Gespräch.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Marke gemacht?

Es gibt die Apple-Jünger und Anhänger diverser anderer Marken. Jeder hat eine Meinung dazu, warum er die eine Marke bevorzugt und die andere meidet. Ein idealer Türöffner, denn mit Blick auf das Smartphone lässt sich dieses Gespräch beginnen und ganz leicht auf diverse Alltagsgeräte vom Tablet auf den Fernseher und technische Bereicherungen allgemein beziehen.

Und welche Musik haben Sie für unterwegs auf dem Smartphone?

Musik verbindet und wenn Sie als Eisbrecher nach der Lieblingsmusik fragen, erfahren Sie meist bereits eine Menge über den Geschmack einer Person. Ansonsten gelten auch hier die gleichen Anschlussmöglichkeiten wie bei der obigen Frage nach der App.

Welches soziale Netzwerk nutzen Sie am häufigsten?

Oft lautet die Antwort Facebook oder Linkedin. Nicht nur ein schöner Start ins Gespräch, sondern gleich die Gelegenheit, sich später dort zu vernetzen. Aber vielleicht erhalten Sie ja auch eine andere, überraschende Antwort, auf die Sie eingehen können. Oder Ihr Gegenüber ist gar nicht in den Social Media unterwegs. Das erlaubt die Anschlussfrage, welche Gründe er dafür hat.

Freizeit-Eisbrecher

Unverfängliche Themen sind als Eisbrecher besonders gut geeignet. Dazu zählt die Freizeit, die jeder so gestalten kann, wie es ihm persönlich gefällt. So können Sie nicht nur ein Gespräch beginnen, sondern gleich auch mehr über Ihren Gesprächspartner erfahren.

Womit verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?

Die Frage nach den Hobbys eines Gesprächspartners ist ein beliebter Eisbrecher. Ihr Gegenüber kann über etwas reden, das er gerne tut, Sie können weitere Fragen stellen und Ihrerseits die eigene Freizeitgestaltung schildern. Auf dieser Basis können viele spannende Dialoge entstehen.

Welche Serie schauen Sie im Fernsehen am liebsten?

Serien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und durch verschiedene Streaming-Portale hat fast jeder Zugriff auf eine riesige Auswahl. So hat inzwischen fast jeder seine persönlichen Favoriten, die ein guter Gesprächsanfang sein können.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Neben dem Fernsehen ist auch die Lektüre eines Buches weiterhin eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Insbesondere wenn Sie gerade selbst ein spannendes Buch lesen, ist dieser Eisbrecher empfehlenswert. Am besten ist dabei, wenn Sie insgesamt recht belesen sind. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf jeden Fall etwas beitragen können, wenn Ihr Gegenüber einen Buchtitel nennt.

Welche Stadt / welches Land würden Sie als nächstes gerne bereisen?

Reisen ist eine Leidenschaft vieler Menschen, von denen diese dann auch nur allzu gerne berichten. Dieser Eisbrecher lässt sich auch umdrehen, indem Sie fragen, wohin die letzte Reise des Gesprächspartners gegangen ist.

Kreative Eisbrecher

Für die Mutigen darf der Eisbrecher ein wenig ausgefallener und direkter sein. Das sollte dann aber auch zu Ihrer Persönlichkeit passen, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Außerdem ist es möglich, dass diese Eisbrecher dem ein oder anderen Gesprächspartner dann doch zu direkt sind. Richtig rübergebracht und ins Gespräch eingebunden sind sie aber eine spannende Abwechslung vom immer gleichen Einstieg.

Was ist Ihr größtes Ziel?

Eine durchaus persönliche Frage, wenn die Ziele in der Familie liegen, doch auch ein interessanter Eisbrecher. Die meisten Menschen antworten hier mit beruflichen Zielen, woran Sie anknüpfen können, um mehr über den beruflichen Werdegang zu erfahren.

Was inspiriert Sie?

Für einen Eisbrecher eine schwierige Frage, bei der erst einmal kurz innegehalten werden muss, um darüber nachzudenken und eine gute Antwort zu geben. Genau das macht den Eisbrecher aber so spannend und wirkungsvoll. Beide Seiten sind sofort in das Gespräch eingebunden.

Wenn Sie eine Millionen Euro gewinnen würden, was würden Sie damit als erstes tun?

Jeder Mensch hat schon einmal darüber nachgedacht, was er mit einem Geldsegen anfangen würde. Träume erfüllen? Anlegen? Mit anderen teilen? Wie auch immer die Antwort Ihres Gesprächspartners ausfällt, der Eisbrecher hat auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt.

Wer ist Ihr persönliches Vorbild?

Eine Person aus dem näheren Umfeld, der Familie oder aus dem Beruf? Eine bekannte Persönlichkeit? Die Antwortmöglichkeiten sind zahlreich, sie alle lassen sich aber ganz leicht durch weitere Fragen vertiefen, um das Gespräch voranzutreiben. Etwa: Warum genau diese Person? Was macht sie zum Vorbild?

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Ein persönliches Motto verrät eine ganze Menge über einen Menschen. Ist er ein Pessimist oder sieht er die Dinge eher positiv? Eine Grundeinstellung, die tief blicken lässt.

Diese Fehler beim Eisbrecher vermeiden

Themen gibt es wie Sand am Meer und Sie mögen auch vieles von Ihrem Gesprächspartner wissen wollen. Dennoch gilt es bei den Eisbrecherfragen einige Missgeschicke zu umschiffen, sonst donnern Sie schlimmstenfalls in den Eisberg, bringen das Eis zwischen Ihnen aber keineswegs zum Schmelzen.

Wenn Sie folgende Tipps beherzigen, sind Sie auf der sicheren Seite.

  • Sie reden über negative Themen
    Fragen nach Krankheit, Tod und Katastrophen à la „Was sagen Sie denn zu dem Unglück…“ sind denkbar schlechte Eisbrecher. Solche Fragen werden als taktlos empfunden und führen dazu, dass Ihr Gegenüber verstummt. Auch zaubern Meinungsbekundungen zu Streitigkeiten und Konflikten keine positive Stimmung, also diese Themen besser meiden.
  • Sie wählen private Themen
    Über Geld spricht man nicht – diese ungeschriebene Regel ist zumindest in Deutschland weit verbreitet. Als Fauxpas würden demnach Fragen über Jahresgehälter, aber auch Kommentare zum Verdienst Anwesender empfunden werden. Absolute Privatsache und daher Tabu sind Gespräche zu Politik und Religion, da diese Themen stark polarisieren. Sie wollen aber Gemeinsamkeiten finden!
  • Sie reden nur über sich
    Selbstdarsteller sind eine Plage. Das Problem tritt bei Personen auf, die entweder narzisstisch veranlagt sind und sich selbst einfach am liebsten hören. In dem Fall fungiert der Gesprächspartner nur als Stichwortgeber: Es wird pro forma eine Frage gestellt, die dann aber schon selbst beantwortet wird. So etwas ist nicht nur extrem unhöflich, sondern verprellt eine Person auch für die Zukunft.
  • Sie sind übernervös
    Gleiche Wirkung, aber andere Ursache: Wer einen Eisbrecher für einen Gesprächseinstieg braucht, ist in der Regel eher schüchtern veranlagt. Da kann es passieren, dass jemand aus Angst vor Stille den Raum einfach mit pausenlosem Gequassel füllt. Auch das ist ein Fehler. Sie sollten Ihrem Gesprächspartner die Gelegenheit zur Antwort geben.
  • Sie treten anderen zu nahe
    Ein häufiger Tipp sind Komplimente als Eisbrecher. Vorsicht! Das kann nach hinten losgehen, gerade wenn ein Mann den Unterschied zwischen Kompliment und Übergriffigkeit nicht kapiert und das Dekolleté einer fremden Frau bewundert. Zwischen den Geschlechtern, aber auch bei Hierarchieunterschieden können Komplimente (vor allem über Äußerlichkeiten) schnell daneben wirken. Was anderes ist, wenn Sie sich Ihrem Gesprächspartner gegenüber lobend über die Location, eine Darbietung, das Essen oder Ähnliches äußern.

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