100 Vorstellungsgespräch Fragen + geniale Antworten und Tipps

Das Vorstellungsgespräch ist die letzte Hürde vor dem Traumjob. Die schriftliche Bewerbung hat überzeugt, nun will man Sie besser kennenlernen. Entsprechend viele Fragen haben Personaler. Zur Arbeitsweise, zu Ihren Soft Skills, zur Persönlichkeit. Vorstellungsgespräch Fragen gibt es viele – Fragen zu Stärken und Schwächen, zur Bewerbungsmotivation, sogar Stressfragen und Fangfragen. Wir stellen Ihnen 10 Kategorien mit insgesamt mehr als 100 Fragen im Vorstellungsgespräch vor – plus Tipps für clevere Antworten, die überzeugen…

100 Vorstellungsgespräch Fragen + geniale Antworten und Tipps

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Vorstellungsgespräch Fragen: Warum?

Fragen im Vorstellungsgespräch sind enorm vielfältig: Warum sollten wir Sie einstellen? Was unterscheidet Sie von anderen? Wie motivieren Sie sich? Wie viele Klavierstimmer hat Chicago? – Dahinter stecken unterschiedliche Fragetypen und Fragetechniken mit dem Ziel, mehr über Bewerber und deren Persönlichkeit zu erfahren.

Die wenigsten Personaler meinen das böse, wenn sie schwierige Fragen stellen. Betrachten Sie solche Bewerbungsfragen eher als Signal, einen Blick hinter die Fassade zu werfen. Womöglich wirken Sie zu perfekt. Deshalb will man Sie locken, kitzeln, provozieren. Nehmen Sie das immer sportlich, und spielen Sie mit (solange die Fragen zulässig bleiben).

Was antworten beim Vorstellungsgespräch?

Bevor wir zu den typischen Fragen im Vorstellungsgespräch kommen, beantworten wir IHRE typischen Fragen rund um dieses Thema:

Was Antworten beim Vorstellungsgespräch?

Bleiben Sie stets freundlich und professionell. Lassen Sie sich von schwierigen Fragen nicht aus der Ruhe bringen, sondern bitten Sie um kurze Bedenkzeit. Das ist legitim. 3-4 präzise Sätze als Antwort reichen meist. Es überzeugt sogar, wenn Sie auf den Punkt kommen. Dafür sollten die Antworten nie auswendig gelernt klingen. Besser ist, die Vorstellungsgespräch Fragen zu kennen und spontan zu reagieren. Bei manchen Fragen dürfen Sie sogar ins Plaudern kommen und einen Dialog starten – indem Sie eigene Fragen stellen. Ein offenes Gespräch macht allen mehr Spaß.

Was darf man bei einem Vorstellungsgespräch nicht fragen?

Für Arbeitgeber gibt es klare Grenzen. Fragen aus Ihrem Privatleben, die nichts mit Ihrer Eignung für den Job zu tun haben, sind illegal. Die müssen Bewerber gar nicht beantworten oder dürfen lügen. Umgekehrt sollten Bewerber nie Fragen stellen, die sich mit einem Blick auf die Firmenhomepage beantworten lassen. Solche (dummen) Fragen verraten Personalern schlechte Vorbereitung oder Desinteresse. Fragen, die Bewerber nie stellen sollten, sind:

1. Wie viele Mitarbeiter hat Ihr Unternehmen?
2. Kann ich eher kommen und dafür früher gehen?
3. Wann darf ich frühestens Urlaub nehmen?
4. Wie schnell bekomme ich eine Gehaltserhöhung?
5. Darf ich während der Arbeitszeit privat im Internet surfen?
6. Warum haben Sie mich eingeladen?
7. Bekomme ich den Job?

Welche Fragen kann ich beim Vorstellungsgespräch stellen?

Gute eigene Fragen betreffen immer den angestrebten Job, künftige Aufgaben, Arbeitsbedingungen oder wie Ihre Leistungen gemessen und bewertet werden. Gute Fragen, die Bewerber im Vorstellungsgespräch stellen können, sind:

1. Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in dieser Position aus?
3. Welche Erwartungen haben Sie in den ersten 100 Tagen?
4. Können Sie die übliche Einarbeitung beschreiben?
5. Wie werden Stärken und Talente gefördert?
6. Wie messen und bewerten Sie Erfolg für diese Position?
7. Warum ist die Stelle vakant?

Wie viele Fragen beim Vorstellungsgespräch stellen?

Idealerweise stellen Bewerber zwischendurch immer wieder Rückfragen. So entsteht ein Dialog. Am Ende des Vorstellungsgesprächs, wenn man sie fragt, ob Sie noch Fragen haben, können Sie 3-5 eigene Fragen stellen. Mehr wollen Personaler in der Regel nicht beantworten.

Ihre letzten Fragen sollten immer sein: Wie geht der Bewerbungsprozess weiter? Wann kann ich mit einer Antwort und Entscheidung rechnen? Vergessen Sie nicht, nach eine Visitenkarte oder Telefonnummer und eMail-Adresse zu fragen, falls Sie nichts mehr hören.

Wie authentisch sein im Vorstellungsgespräch?

Authentisch zu sein, bedeutet, wahrhaftig, ungekünstelt, offen und entspannt zu sein. Authentische Bewerber strahlen aus, dass sie zu sich selbst stehen, zu ihren Schwächen genauso wie zu den Stärken. Antworten Sie auf Fragen zu Ihren beruflichen Erfahrungen oder Qualifikationen daher immer ehrlich. Und gehen Sie mit Fehlern, Jobwechseln oder einer Kündigung konstruktiv um: Was haben Sie daraus gelernt? Was machen Sie heute besser? Das überzeugt mehr, als eine inszenierte Antwort.

Was sind die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch?

Es gibt Vorstellungsgespräch Fragen, die in (fast) jedem Jobinterview gestellt werden. Zu diesen häufigen Fragen haben wir ausführliche Artikel – mit passenden Antworten und professionellen Reaktionen. Nutzen Sie diese ausführlichen Tipps zur Vorbereitung und Vertiefung:

  1. Warum sollten wir Sie einstellen?
  2. Warum sind Sie besser als andere?
  3. Haben Sie sich woanders beworben?
  4. Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
  5. Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  6. Was war Ihre Lieblingsaufgabe?
  7. Was treibt Sie an?
  8. Was ist Ihre Motivation?
  9. Wie stehen Sie zu Überstunden?
  10. Was lesen Sie gerade?

Lesetipp: Beste Fragen namhafter Unternehmen und CEO (PDF)

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Typische Vorstellungsgespräch Fragen und Antworten

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit mehr als 100 typischen Fragen im Vorstellungsgespräch. Wir haben Sie nach Fragearten und Intentionen sortiert. So wissen Sie sofort, worum es bei der jeweiligen Vorstellungsgespräch Frage geht. Dazu gibt es Tipps für die optimale Antwort.

1. Gesprächsöffner

Beispielfrage: „Warum möchten Sie diesen Job?“

Nach etwas Smalltalk am Anfang startet die erste Phase des Kennenlernens. Gibt man Bewerbern den Vortritt, folgt jetzt die sogenannte Selbstpräsentation. Sie wird durch eine Frage oder Aufforderung eingeleitet. Dabei sollen Sie in drei bis fünf Minuten die wichtigsten Informationen über sich zusammenfassen. Perfekt geeignet ist eine Struktur aus drei Schritten.

Die Formel: „Ich bin… Ich kann… Ich will…“ – Mit diesem Muster bekommt Ihre Antwort einen roten Faden und klaren Bezug zur Stelle. Wichtig ist der letzte Teil. Hier zeigen Sie, wie Sie Ihre Kenntnisse und Kompetenzen im Job einsetzen wollen und so einen Mehrwert schaffen. Laut Studien um Ayelet Fishbach von der Booth School of Business beeindruckt Personaler hierbei nicht großer Ehrgeiz. Dabei vermuten viele einen Sprücheklopfer. Den Job bekamen vor allem Bewerber, die erklären konnten, warum ihnen der Job am Herzen liegt.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Was können Sie über sich erzählen?“
  • „Warum sollten wir Sie einstellen?“
  • „Was unterscheidet Sie von anderen?“
  • „Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?“
  • „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“
  • „Wie sieht Ihr Traumberuf aus?“

2. Fragen zur Bewerbungsmotivation

Beispielfrage: „Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Job?“

Unternehmen suchen nach engagierten Mitarbeitern mit Begeisterung für den Job. Letztlich steckt hinter dieser Frage im Vorstellungsgespräch aber eine andere: „Wieso haben Sie sich (ausgerechnet) bei uns beworben?“

Recruiting ist aufwändig und teuer. Personaler suchen daher nach Talenten, die für den Job und die Position brennen und langfristig Teil des Unternehmens bleiben wollen. Entsprechend überzeugend sollten Sie bei diesen Fragen Ihre Motivation zum Ausdruck bringen – in Körpersprache, Gestik und Mimik. Je glaubwürdiger Sie die Frage beantworten, desto größer Ihre Bewerbungschancen.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Warum wollen Sie Ihren bisherigen Job aufgeben?“
  • „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“
  • „Was wissen Sie über unsere Branche?“
  • „Was werden Sie an Ihrem jetzigen Job vermissen?“
  • „Was haben Sie am vergangenen Job nicht gemocht?“
  • „Was denken Sie über Ihren letzten Chef?“
  • „Was haben Sie vorher verdient?“
  • „Welches Gehalt stellen Sie sich vor?“
  • „Wären Sie bereit, umzuziehen?“
  • „Wo liegen Ihre Gehaltsvorstellungen?“
  • „Was müsste passieren, damit Sie den Schritt zu uns bereuen?“

3. Fragen zu Persönlichkeit, Stärken & Schwächen

Beispielfrage: „Was sind Ihre Schwächen?“

Die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch wird von Bewerbern ebenso gehasst wie gefürchtet. Natürlich kann man versuchen, die Frage nach den Schwächen so zu beantworten, indem man sie nicht beantwortet – durch ausweichen, drumherum- oder schönreden. Sollten Sie aber nicht!

Studien zeigen: Wer auf die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch wahrheitsgemäß antwortet und mit den Defiziten konstruktiv umgeht, steigert seine Chancen auf den Job um das Fünffache (siehe Video).

tabu ist der Ansatz, eine Stärke zur Schwäche umzudeuten. Das haben früher einige unselige Bewerbungsratgeber empfohlen, Motto: "Mach einfach deine Stärke zu einer Schwäche!". Seitdem hat sich der Tipp so rasant fortgepflanzt wie Karnickel im Frühling. Dabei ist er falsch: "Ich arbeite zu viel" klingt nur auf den ersten Blick engagiert. In Wahrheit offenbart es jemanden, der sein Zeitmanagement nicht im Griff hat und mutmaßlich die falschen Prioritäten setzt. Ein baldiger Burnout ist zudem wahrscheinlich. Der einzig richtige Tipp kann daher nur lauten: Antworten Sie auf die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch stets selbstkritisch, ehrlich – und konstruktiv! “ />

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Welche 3 positive Dinge würde Ihr Ex-Chef über Sie sagen?“
  • „Und was würde er Negatives über Sie sagen?“
  • „Was ist Ihr größter Fehler – was haben Sie daraus gelernt?“
  • „Welche 3 positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?“
  • „Wovor haben Sie am meisten Angst?“
  • „Wann haben Sie Unterdurchschnittliches geleistet und was?“
  • „Was sind Ihre Stärken?“
  • „Welche Ideen haben Sie schon umgesetzt?“
  • „Was irritiert Sie an Menschen – wie gehen Sie damit um?“
  • „Wo möchten Sie in 5 Jahren stehen?“
  • „Wohin möchten Sie sich beruflich entwickeln?“
  • „Was war Ihr größter Erfolg – außerhalb Ihres Berufs?“
  • „Was war der Höhepunkt Ihrer Laufbahn – oder kommt der noch?“
  • „Was sind Ihre Lebensziele?“
  • „Was sollte ich unbedingt über Sie wissen?“

4. Fragen zur Arbeitsweise

Beispielfrage: „Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?“

Jeder arbeitet anders. Im Team muss es trotzdem passen, um gemeinsame Projekte zum Erfolg zu führen. Fünf Einzelgänger, die kaum Kompromisse finden, lassen sich nicht zu einem Team kombinieren. Punkte sammeln Sie bei diesen Vorstellungsgespräch Fragen, indem Sie Ihre Arbeitsweise entsprechend der Position beschreiben: Wird Teamarbeit groß geschrieben? Dann beschreiben Sie sich als kooperativ. Sind klare Anweisungen und Verantwortungen gefragt? Dann gehen Sie darauf ein.

Versprechen Sie aber nicht das Blaue vom Himmel. Wenn Ihre tatsächliche Arbeitsweise das nicht halten kann, fällt das spätestens in der Probezeit auf. Damit tun Sie weder sich noch dem Arbeitgeber einen Gefallen.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben?“
  • „Was war das Ergebnis dieses Projekts?“
  • „Wie gehen Sie mit Veränderungen um?“
  • „Wie organisieren Sie sich selbst?“
  • „Wie motivieren Sie sich?“
  • „Was ist Ihre Vorstellung von harter Arbeit?“
  • „Für was waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?“
  • „Was tun Sie, wenn Sie merken, die Tagesaufgaben unmöglich zu schaffen?“
  • „Wie stellen Sie Ihre Vertrauenswürdigkeit im neuen Team unter Beweis?“
  • „Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein „Nein“ als Antwort erhalten?“
  • „Wann und wie haben Sie das letzte Mal einen Kollegen kritisiert?“
  • „Wie reagieren Sie, wenn sich jemand auf der Arbeit anderer ausruht?“
  • „Welche Aufgabe war für Sie zu schwer – und wie haben Sie das Problem gelöst?“
  • „Was werden Sie in den ersten 90 Tagen dieses Jobs unternehmen?“

5. Fragen zum Fitting und zur Chemie

Beispielfrage: „Was hat Sie an diesem Unternehmen interessiert?“

Neben dem Arbeitsstil müssen Sie als Person zum Arbeitgeber passen. Bei solchen „Kulturfragen“ im Vorstellungsgespräch geht es immer um gemeinsame Werte. Passen Ihre Werte und Ihr Ethos zur Unternehmenskultur?

Antworten Sie hierauf mit Gemeinsamkeiten: Ist der Arbeitgeber zukunftsorientiert wie Sie? Geht es ihm um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen? Oder begeistert Sie Forschung und Entwicklung ebenso wie die jüngsten Innovationen des Unternehmens? Idealerweise recherchieren Sie vorab über den Arbeitgeber, um Ihre Antwort gut begründen zu können.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?“
  • „Was wäre für Sie eine ideale Arbeitssituation?“
  • „Wann waren Sie in Ihrem Job am meisten zufrieden?“
  • „Welche Kultur reizt Sie mehr – strukturiert oder unternehmerisch?“
  • „Was trifft mehr auf Sie zu: Sie sind detailorientiert – Sie sind visionär?“
  • „Was ist besser: Sollte ein Chef geliebt oder gefürchtet werden?“
  • „Was sind die zentralen Eigenschaften einer guten Führungskraft?“
  • „Und einer schlechten?“
  • „Was ist der Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich?“
  • „Welche Konflikte haben Sie in Ihren bisherigen Jobs schon erlebt?“

6. Fragen zum Charakter

Beispielfrage: „Nennen Sie fünf Begriffe, die Ihren Charakter beschreiben!“

Auch hierbei handelt es sich um einen Wertetest. Sie sollen sich selbst beschreiben und können zugleich Einfluss auf die Wahrnehmung beim Personaler nehmen. Selbstsicheres Auftreten ist dabei zwar wichtig und erwünscht. Übertriebenes Eigenlob wirken aber unsympathisch.

Für Pluspunkte sorgen Sie mit relevanten Stärken (für den Job) und ein paar sympathischen Schwächen (Verhältnis: 3:2). Zeigen Sie ruhig „klare Kante“ und dass Sie ein Charakterkopf sind. Schon aus Diversity-Gründen suchen viele Unternehmen heute keine Stromlinientypen mehr. Notorische Querköpfe und Revoluzzer aber auch nicht. Die gesunde Mischung macht’s.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Welche drei Charaktereigenschaften würden Ihnen Freunde nachsagen?“
  • „Worauf sind Sie besonders stolz?“
  • „Was war die wichtigste Lebenslektion, die Sie gelernt haben?“
  • „Wer hat Sie in Ihrem Leben entscheidend geprägt?“
  • „Gab es einen Menschen in Ihrer Laufbahn, der Sie verändert hat?“
  • „Welcher Manager ist für Sie ein Vorbild und warum?“
  • „Mit welchen Persönlichkeiten kommen Sie am besten zurecht?“
  • „Was war Ihre bisher schwerste Entscheidung?“
  • „Was bedauern Sie am meisten? Warum?“
  • „Mittagessen: Sie ordern ein Steak, englisch. Der Kellner bringt es durchgebraten. Was tun Sie?“
  • „Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie für jemanden arbeiten, der weniger weiß als Sie?“
  • „Angenommen Sie finden heraus, dass Ihr Chef etwas Verbotenes tut – wie gehen Sie damit um?“
  • „Würden Sie sich für uns entscheiden?“

7. Spontanitätsfragen

Beispielfrage: „Wozu ist der Filz auf einem Tennisball?“

Auf solche Fragen im Vorstellungsgespräch gibt es keine richtige Antwort. Nicht wenige Bewerber lassen sich davon unter Druck setzen oder reagieren mit Panik. Fehler! Bei diesen sogenannten Fermi-Fragen geht es nicht um eine korrekte Antwort. Überzeugen können Sie mit Kreativität und einem durchdachten Lösungsweg.

Dazu dürfen Sie sich immer eine kurze Bedenkzeit nehmen. Erklären Sie anschließend, wie Sie zu einem Ergebnis kommen und das Problem lösen. Darum geht es: Cleverness, Logik, Problemlösungskompetenz. Wann immer Sie diese Vorstellungsgespräch Fragen gestellt bekommen, ist das ein Indiz dafür, dass Sie auch später im Job unbekannte und überraschende Probleme lösen müssen.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Wie schwer ist New York?“
  • „Wie würden Sie den Wert einer Kuh berechnen?“
  • „Warum sind Kanaldeckel rund und nicht eckig?“
  • „Wie viele Kalorien gibt es in einem Supermarkt?“
  • „Wie viele Gärten gibt es in Deutschland?“
  • „Wie viele Blätter Papier werden an einem Tag in Deutschland kopiert?“
  • „Wie oft am Tag überlappen sich die Zeiger einer Uhr?“
  • „Welcher Tag ist morgen, wenn vorgestern der Tag nach Montag war?“
  • „Wie würden Sie ein Flugzeug vermessen – ohne Maßstab?“
  • „Welche Superkraft würden Sie gerne haben?“
  • „Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?“
  • „Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?“
  • „Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen?“
  • „Verkaufen Sie mir diesen Bleistift!“
  • „Nennen Sie mir 10 Dinge, wozu man einen Stift noch benutzen kann!“
  • „Was machen Sie, wenn Sie Spaß haben wollen?“
  • „Wie mache ich mich in Ihren Augen als Interviewer?“

8. Stressfragen

Beispielfrage: „Was mochten Sie an Ihrem bisherigen Job am wenigsten?“

Stressfragen verfolgen nur einen Zweck: Sie sollen Sie aus der Reserve locken. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Entweder wirken Sie bisher zu glatt, und man will Ihre Ecken und Kanten kennenlernen. Oder aber der spätere Job selbst ist stressig, und man möchte wissen, wie Sie unter Druck reagieren. Kurz: Um das heimliche Drehbuch im Jobinterview zu knacken, setzen Personaler einen alten Regie-Trick ein: die freie Improvisation.

Wenn Sie mit einem Stressinterview (PDF) konfrontiert werden, nehmen Sie das bitte NIE persönlich. Die beste Reaktion darauf ist: Offen und freundlich bleiben (lächeln!) – und die Frage ganz cool beantworten. Profis weichen Stressfragen geschickt aus, indem Sie dazu eine Anekdote erzählen, Motto: „Ich freue mich, dass Sie das fragen. Dazu kann ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen…“

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Warum haben Sie noch keine neue Stelle gefunden?“
  • „Wieso waren Ihre bisherigen Bewerbungen erfolglos?“
  • „Sie haben also Ihre beruflichen Ziele noch nicht erreicht…“
  • „Woher wissen Sie, dass Sie einen guten Job machen werden?“
  • „Wie finden Sie es, geführt zu werden?“
  • „Haben Sie heute eine schlechten Tag oder treten Sie immer so auf?“
  • „Wann haben Sie das letzte Mal die Regeln gebrochen und warum?“
  • „Erzählen Sie mir etwas von sich, das nicht im Lebenslauf steht.“
  • „Da sind aber einige versteckte Botschaften in Ihrem Arbeitszeugnis!“
  • „Warum waren Sie noch nie weit weg von Ihrem Heimatort oder im Ausland?“
  • „Erklären Sie einem Blinden die Farbe Rot!“
  • „Wie mache ich mich in Ihren Augen als Interviewer?“
  • „Welche Frage möchten Sie nicht gestellt bekommen?“
  • „Was war Ihr bisher schwächster Teil in diesem Vorstellungsgespräch?“

9. Fangfragen

Beispielfrage: „Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?“

Fangfragen sind fies. Lassen Sie sich bei der Antwort daher stets Zeit. Das ist kein Quiz, und der Schnellste gewinnt auch nichts. Sie verlieren sogar, wenn Sie die Chance auf eine kluge und ausgereifte Antwort vorschnell vergeben. Wenn Sie sich für die Antwort Zeit nehmen (natürlich keine fünf Minuten), beweisen Sie Gewissenhaftigkeit. Spielverderber, die zurückblaffen, disqualifizieren sich.

Rechnen Sie bei solchen Vorstellungsgespräch Fragen damit, dass man vorher über Sie im Internet recherchiert hat. Auch daraus können Fangfragen entstehen. In diesem Fall sollten Sie ehrlich und konstruktiv mit vergangenen Fehlern umgehen.

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Warum haben Sie da eine Lücke im Lebenslauf?“
  • „Sind Sie eher Feststeller oder Absteller?“
  • „Sind Sie eher Anführer oder Ausführer?“
  • „Wann wollen Sie in den Ruhestand gehen?“
  • „Was ist Ihre größte Sorge – diesen Job betreffend?“
  • „Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen?“
  • „Wenn Sie dieses Unternehmen verlassen: Was soll man Ihnen nachsagen?“
  • „Gibt es Gründe, warum jemand nicht gerne mit Ihnen arbeitet?“
  • „Was erwarten Sie von einem Unternehmen, in das Sie Talent und Zeit investieren?“
  • „Sie haben da neulich einen beleidigenden Kommentar gepostet – warum?“

10. Fragen zur Führungskompetenz

Beispielfrage: „Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?“

Wer sich für eine Management- beziehungsweise Führungsfunktion bewirbt, muss damit rechnen, dass sich die Fragen im Vorstellungsgespräch um Führungsstile und Ihre Führungserfahrung drehen.

Neben dem Umgang mit Mitarbeitern interessiert Personaler hierbei, ob und wie Sie Ihre Zielvereinbarungen erfüllt haben. Von Führungskräften werden schließlich handfeste Ergebnisse erwartet. Auf entsprechende Vorstellungsgespräch Fragen sollten Sie immer mit Beispielen und Anekdoten antworten. Also möglichst konkret und narrativ, wie Sie es bisher gemacht haben (oder in Zukunft besser machen).

Ähnliche Vorstellungsgespräch Fragen dazu

  • „Sind Sie ein gutes Vorbild? Warum?“
  • „Welche Führungskraft verehren Sie am meisten?“
  • „Wie sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter ihre Ziele erreichen?“
  • „Was tun Sie, wenn Ziele nicht erreicht werden?“
  • „Wie reagieren Sie auf Mitarbeiter, die unter Ihren Erwartungen liegen?“
  • „Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter?“
  • „Worauf achten Sie, wenn Sie Aufgaben an Mitarbeiter delegieren?“
  • „Wie gehen Sie mit schwierigen Mitarbeitern um?“
  • „Was führte bisher zu Problemen im Team?“
  • „Nennen Sie uns ein Beispiel, wie Sie einen Konflikt gelöst haben.“
  • „Wie würden Sie Ihre Mitarbeiter beschreiben?“
  • „Welchen Stellenwert hat für Sie Mitarbeiterzufriedenheit?“
  • „Wie behalten Sie den Überblick über die Kosten?“
  • „Wie wichtig ist Ihnen unternehmerisches Denken – im Team?“
  • „Mit welchen Kollegen arbeiten Sie am liebsten zusammen?“
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Vorstellungsgespräch Fragen stellen: Eigene Fragen

Das Vorstellungsgespräch sollte das sein: ein Gespräch. Folglich geht es nicht nur um ein Abfragen durch Personaler. In jedem strukturierten Interview haben Sie ebenso die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen. Oft eingeleitet mit der Frage: „Haben Sie noch Fragen?“

Haben Sie bitte immer eigene Fragen! Eigene Fragen sind ein Test und eine Chance. Zum Einen haben Sie die Gelegenheit, mehr über den künftigen Chef, den Arbeitsplatz oder dessen Anforderungen zu erfahren. Zum Anderen sagen kluge Rückfragen viel über Ihre Vorbereitung, Ihre Tiefgründigkeit und das Interesse an dem Job aus. Machen Sie sich während des Vorstellungsgesprächs ruhig Notizen, um hinterher clevere Fragen stellen zu können.

Rückfragen: Diese Fragen stellen

  • „Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“
  • „Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?“
  • „Was erwarten Sie von einem idealen Bewerber?“
  • „Welche Erwartungen haben Sie an mich im kommenden Jahr?“
  • „Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?“
  • „Was könnte mich an diesem Job frustrieren?“
  • „Wie würden Sie den Führungsstil meines Chefs beschreiben?“
  • „Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?“
  • „Wie werden bei Ihnen Talente und Stärken gefördert?“
  • „Was sieht die Einarbeitung in Ihrem Unternehmen aus?“
  • „An wen muss ich berichten? Wer berichtet mir?“
  • „Ist noch Zeit, sich den Arbeitsplatz anzusehen?“
  • „Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?“
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Illegale Fragen im Vorstellungsgespräch

Es gibt legale Fragen, und es gibt illegale Fragen im Vorstellungsgespräch (siehe PDF). Diese dürften gar nicht gestellt werden. Trotzdem kommt es vor. Aus juristischer Sicht müssen Sie unzulässige Fragen nicht beantworten. Mehr noch: Sie dürfen sogar mit einer Notlüge antworten.

Es gibt allerdings Ausnahmen – dann, wenn die Frage einen Bezug zum Job hat: Einen angehenden Pastor darf man nach seiner Religion fragen; einen Polizisten nach möglichen Vorstrafen. Und wer mit Lebensmitteln hantiert, muss Auskunft über ansteckende Krankheiten geben. Weil schwangere Frauen besonders schutzwürdig sind, muss die Frage nach der Schwangerschaft – ausnahmsweise – ehrlich beantwortet werden, wenn der Job körperlich anstrengend ist und von einer Schwangeren nicht ausgeübt werden darf.

Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch

  • „Sind Sie schwanger?“
  • „Wann wollen Sie heiraten?“
  • „Planen Sie in absehbarer Zeit, Kinder zu bekommen?“
  • „Sind Sie homo- oder heterosexuell?“
  • „Was macht Ihr Partner beruflich?“
  • „Sind Sie häufig krank?“
  • „Rauchen Sie eigentlich?“
  • „Welche (schweren) Erkrankungen hatten Sie schon?“
  • „Leiden Sie an chronischen Krankheiten?“
  • „Glauben Sie an Gott? An welchen?“
  • „Sind Sie Mitglied einer politischen Partei?“
  • „Sind Sie Mitglied einer Gewerkschaft?“
  • „Welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie an?“
  • „Haben Sie Vorstrafen?“
  • „Waren Sie schon einmal im Gefängnis?“
  • „Haben Sie Schulden?“
  • „Können Sie gut mit Geld umgehen?“
  • „Ist Ihre Familie reich?“

Wie antworten auf unzulässige Fragen?

1. Ruhig bleiben
Mancher Arbeitgeber stellt solche Fragen bewusst, um Ihre Reaktion zu testen. Als Stressfragen. Bevor Sie antworten also erst einmal tief durchatmen und prüfen, ob das „nur“ ein Test ist.

2. Sachlich bleiben
Gelassenheit ist immer noch die beste Antwort. Sie beweisen so Souveränität – auch unter Stress. Wer jetzt die Nerven verliert oder ausfallend wird, ist raus.

3. Realistisch bleiben
Je nachdem, für welche Antwort Sie sich entscheiden – Ehrlichkeit, Lüge, empörtes Verlassen des Raums – kann das dazu führen, dass Sie den Job nicht bekommen. Dann ist das so – und allemal besser als ein schlechtes Gewissen. Mal ehrlich: Wer solche Vorstellungsgespräch Fragen stellt, hat Sie nicht verdient!

Lesetipp: Checkliste fürs Vorstellungsgespräch (PDF)

Diese Fragen stellt sich jeder Personaler

Sooooo viele Fragen! Warum überhaupt dieser Aufwand? Um es kurz zu machen: Fast immer geht es im Bewerbungsgespräch um vier Aspekte und Kernfragen, die sich ALLE Personaler stellen. Indem Sie diese überzeugend beantworten, steigern Sie Ihre Jobchancen.

  1. Fachliche Qualifikation
    Zwar liegt Ihr Lebenslauf vor, doch Papier ist geduldig. Wo es noch Zweifel gibt, wird im Jobinterview nachgefragt. Hauptfrage: Sind Sie den Anforderungen der Stelle wirklich gewachsen? Manche Unternehmen bauen dazu auch Einstellungstests und Intelligenztests ein.
  2. Soziale Kompetenz
    Noch wichtiger für die spätere Zusammenarbeit ist, ob die Chemie stimmt. Bewerber müssen nicht nur ins Team und zur Organisation passen, sondern auch mit Konflikten umgehen können. Die gibt es überall. Daher stehen Soft Skills und soziale Kompetenzen im Fokus zahlreicher Vorstellungsgespräch Fragen.
  3. Selbstmotivation
    Würden Sie jemanden einstellen wollen, den Sie zum Jagen tragen müssen? Eben. Daher zielen viele Fragen im Vorstellungsgespräch auf die intrinsische Motivation der Kandidaten. Wer Leidenschaft, Selbstmotivation und Eigeninitiative beweist, hat beste Bewerbungschancen.
  4. Karrierepläne
    Klingt komisch und geht den Arbeitgeber eigentlich nichts an. Trotzdem wollen Personaler wissen, welche Ambitionen Sie haben. Ist das wirklich Ihr Traumjob – oder nur eine Zwischenstation? Im zweiten Fall könnten Sie vorzeitig abspringen. Das verursacht aber Recruiting-Kosten und -Zeit.

Lesetipp: Checkliste: 111 Tipps zum Vorstellungsgespräch (PDF)

[Bildnachweis: Dmitry Guzhanin by Shutterstock.com]

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