100 Vorstellungsgespräch Fragen und Antworten

Im Vorstellungsgespräch geht es darum, sich persönlich kennenzulernen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Bewerbung hat überzeugt, die fachlichen Qualifikationen stimmen. Sonst hätte man Sie nicht eingeladen. Mit den typischen Vorstellungsgespräch Fragen wollen Personaler nun herausfinden, wer Sie sind, wie Sie arbeiten, ob Sie ins Team passen. Daher kommt es jetzt vor allem auf Ihre Persönlichkeit und die Soft Skills an. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Fragen im Vorstellungsgespräch Sie rechnen müssen, was dahinter steckt – inklusive Tipps und Beispielen, wie Sie darauf antworten (können)…

100 Vorstellungsgespräch Fragen und Antworten

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Vorstellungsgespräch Fragen: Das steckt dahinter

Die Fragen, die Ihnen im Bewerbungsgespräch gestellt werden, sind enorm vielfältig. Teils sogar überraschend: „Wie viele Klavierstimmer hat Chicago? Wie motivieren Sie sich? Warum sollten wir Sie einstellen?“ Dahinter stecken unterschiedliche Fragetypen, Fragetechniken und Ziele, um mehr über Ihre Persönlichkeit zu erfahren.

Die wenigsten Personaler meinen das böse. Vielmehr wollen Sie mit den Bewerbungsfragen einen Blick hinter die Fassade und die Schokoladenseite werfen. Sie aus der Reserve locken. Im Job herrscht schließlich auch nicht nur Sonnenschein. Nehmen Sie das sportlich, und spielen Sie mit (solange die Fragen zulässig bleiben).

Häufige Fragen im Vorstellungsgespräch + Antworten

Es gibt Fragen, die werden in jedem zweiten Jobinterview gestellt. Für diese haben wir ausführliche Artikel erstellt – mit passenden Antworten und perfekten Reaktionen. Nutzen Sie die Tipps ebenfalls zur Vorbereitung und Vertiefung:

Diese Fragen stellt sich jeder Personaler

Fast immer geht es im Vorstellungsgespräch um vier Aspekte und Kernfragen:

  • Fachliche Qualifikation
    Zwar liegt Ihr Lebenslauf vor, doch Papier ist geduldig. Wo es noch Zweifel gibt, wird im Jobinterview nachgefragt. Hauptfrage: Sind Sie den Anforderungen der Stelle wirklich gewachsen? Manche Unternehmen bauen dazu auch Einstellungstests und Intelligenztests ein.
  • Soziale Kompetenz
    Noch wichtiger für die spätere Zusammenarbeit ist, ob die Chemie stimmt. Bewerber müssen nicht nur ins Team und zur Organisation passen, sondern auch mit Konflikten umgehen können. Die gibt es überall. Daher stehen Soft Skills und soziale Kompetenzen im Fokus zahlreicher Vorstellungsgespräch Fragen.
  • Selbstmotivation
    Würden Sie jemanden einstellen wollen, den Sie zum Jagen tragen müssen? Eben. Daher zielen viele Fragen im Vorstellungsgespräch auf die intrinsische Motivation der Kandidaten. Wer Leidenschaft, Selbstmotivation und Eigeninitiative beweist, hat beste Bewerbungschancen.
  • Karrierepläne
    Klingt komisch und geht den Arbeitgeber eigentlich nichts an. Trotzdem wollen Personaler wissen, welche Ambitionen Sie haben. Ist das wirklich Ihr Traumjob – oder nur eine Zwischenstation? Im zweiten Fall könnten Sie vorzeitig abspringen. Das verursacht aber Recruiting-Kosten und -Zeit.

Lesetipp: Checkliste: 111 Tipps zum Vorstellungsgespräch (PDF)

Perfekte Vorbereitung durch Perspektivwechsel

Für die Vorstellungsgespräch Vorbereitung bedeutet das: Bleiben Sie immer authentisch. Auch Sie wollen nicht für ein Unternehmen arbeiten, das nicht zu Ihnen passt. Gleichzeitig sollten Sie sich im Vorfeld genau überlegen, warum Sie DIESEN Job, bei DIESEM Arbeitgeber machen wollen und warum Sie ins Team passen. Es geht dabei weniger um Ihre Karriere und Ihre Perspektive, sondern darum, ob Sie die Aufgaben und Herausforderungen des Jobs meistern. Dann wirken auch Ihre Antworten überzeugend.

Machen Sie aber bitte nie den Fehler, Antworten auswendig zu lernen und diese abzuspulen. Das wirkt immer hölzern, mechanisch, unglaubwürdig. Besser ist, die Vorstellungsgespräch Fragen zu kennen und sich darauf einzustellen. Kommen Sie ins Plaudern, in einen echten Dialog und ein offenes Gespräch. Das macht sowieso ALLEN mehr Spaß!

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Fragenkatalog: 100 typische Fragen

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit mehr als 100 typischen Fragen im Vorstellungsgespräch. Die Fragen werden so natürlich nicht alle auf einmal gestellt. Wir haben Sie daher nach Fragearten und unterschiedlichen Zwecken sortiert. So wissen Sie gleich, worum es bei der jeweiligen Vorstellungsgespräch Frage geht und wie die optimale Antwort aussehen kann.

1. Gesprächsöffner

Beispielfrage: „Warum möchten Sie diesen Job?“

Nach etwas Smalltalk am Anfang startet die erste Phase des Kennenlernens. Gibt man Bewerbern den Vortritt, folgt jetzt die sogenannte Selbstpräsentation. Sie wird durch eine Frage oder Aufforderung eingeleitet. Dabei sollen Sie in drei bis fünf Minuten die wichtigsten Informationen über sich zusammenfassen. Perfekt geeignet ist dafür eine Struktur aus drei Schritten.

Die Formel: „Ich bin… Ich kann… Ich will…“ – Mit diesem Muster bekommt Ihre Antwort einen roten Faden und klaren Bezug zur Stelle. Wichtig ist vor allem der letzte Teil. Hier zeigen Sie, wie Sie Ihre Kenntnisse und Kompetenzen im Job einsetzen wollen und so einen Mehrwert schaffen. Laut Studien um Ayelet Fishbach von der Booth School of Business beeindruckt Personaler übrigens hierbei nicht etwa großer Ehrgeiz. Dabei vermuten viele eher einen Sprücheklopfer. Wer den Job bekam, waren Bewerber, die erklären konnten, warum ihnen der Job so sehr am Herzen liegt.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Was können Sie über sich erzählen?
Warum sollten wir Sie einstellen?
Was unterscheidet Sie von anderen?
Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?
Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Wie sieht Ihr Traumberuf aus?

2. Fragen zur Bewerbungsmotivation

Beispielfrage: „Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Job?“

Unternehmen suchen nach engagierten Mitarbeitern mit Begeisterung für den Job. Letztlich steckt hinter dieser Frage im Vorstellungsgespräch eine andere: „Wieso haben Sie sich (ausgerechnet) bei uns beworben?“

Recruiting ist aufwändig und teuer. Personalern suchen daher nach Talenten, die für den Job und die Position wirklich brennen und langfristig Teil des Unternehmens bleiben wollen. Entsprechend überzeugend sollten Sie Ihre Motivation zum Ausdruck bringen – in Körpersprache, Gestik und Mimik. Je glaubwürdiger Sie die Frage beantworten, desto größer Ihre Bewerbungschancen.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Warum wollen Sie Ihren bisherigen Job aufgeben?
Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Was wissen Sie über unsere Branche?
Was werden Sie an Ihrem jetzigen Job vermissen?
Was haben Sie am vergangenen Job nicht gemocht?
Was denken Sie über Ihren letzten Chef?
Was haben Sie vorher verdient?
Welches Gehalt stellen Sie sich vor?
Wären Sie bereit, umzuziehen?
Wo liegen Ihre Gehaltsvorstellungen?

3. Fragen zu Persönlichkeit, Stärken & Schwächen

Beispielfrage: „Was sind Ihre Schwächen?“

Die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch wird von Bewerbern ebenso gehasst wie gefürchtet. Natürlich kann man versuchen, die Frage nach den Schwächen so zu beantworten, indem man sie nicht beantwortet – durch ausweichen, drumherum- oder schönreden. Sollten Sie aber nicht!

Studien zeigen: Wer auf die Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch wahrheitsgemäß antwortet und mit den Defiziten konstruktiv umgeht, steigert seine Chancen auf den Job um das Fünffache (siehe Video).


Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Nennen Sie 3 positive Dinge, die Ihr Ex-Chef über Sie sagen würde.
Und was würde er Negatives über Sie sagen?
Was ist Ihr größter Fehler – und was haben Sie daraus gelernt?
Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?
Wovor haben Sie am meisten Angst?
Wann haben Sie Unterdurchschnittliches geleistet und was?
Was sind Ihre Stärken?
Geben Sie mir ein paar Beispiele von Ideen, die Sie umgesetzt haben.
Was irritiert Sie an Menschen und wie gehen Sie damit um?
Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?
Wohin möchten Sie sich beruflich entwickeln?
Was war Ihr größter Erfolg – außerhalb Ihres Berufs?
Was war der Höhepunkt Ihrer Laufbahn – oder kommt der noch?
Was sind Ihre Lebensziele?
Was sollte ich unbedingt über Sie wissen?

4. Fragen zur Arbeitsweise

Beispielfrage: „Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?“

Jeder arbeitet anders. Im Team muss es aber trotzdem zusammenpassen, um gemeinsam Projekte zum Erfolg zu führen und die besten Ergebnisse zu erzielen. Fünf Einzelgänger, die kaum Kompromisse finden, lassen sich nicht zu einem erfolgreichen Team kombinieren. Punkte sammeln Sie bei diesen Vorstellungsgespräch Fragen, indem Sie Ihre Arbeitsweise entsprechend der Position beschreiben: Wird Teamarbeit groß geschrieben? Dann beschreiben Sie sich als kooperativ. Sind klare Anweisungen und Verantwortungen gefragt? Dann gehen Sie darauf ein.

Versprechen Sie aber nicht das Blaue vom Himmel. Wenn Ihre tatsächliche Arbeitsweise das nicht halten kann, fällt das spätestens in der Probezeit auf. Damit tun Sie weder sich noch dem Unternehmen einen Gefallen.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben?
Was war das Ergebnis dieses Projekts?
Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
Wie organisieren Sie sich selbst?
Wie motivieren Sie sich?
Was ist Ihre Vorstellung von harter Arbeit?
Für was waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
Was tun Sie, wenn Sie merken, die Tagesaufgaben unmöglich zu schaffen?
Wie stellen Sie Ihre Vertrauenswürdigkeit im neuen Team unter Beweis?
Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein „Nein“ als Antwort erhalten?
Wann und wie haben Sie das letzte Mal einen Kollegen kritisiert?
Wie reagieren Sie, wenn sich jemand auf der Arbeit anderer ausruht?
Welche Aufgabe war für Sie zu schwer – und wie haben Sie das Problem gelöst?
Was werden Sie in den ersten 90 Tagen dieses Jobs unternehmen?

5. Fragen zum Fitting und zur Chemie

Beispielfrage: „Was hat Sie an diesem Unternehmen interessiert?“

Neben der Arbeitsweise müssen Sie als Person zum Arbeitgeber passen. Bei solchen „Kulturfragen“ im Vorstellungsgespräch geht es vor allem um Werte. Passen Ihre Werte und Ihr Ethos zur Unternehmenskultur?

Antworten Sie hierauf mit Gemeinsamkeiten: Ist der Arbeitgeber zukunftsorientiert wie Sie? Geht es ihm um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen? Oder begeistert Sie Forschung und Entwicklung ebenso wie die jüngsten Innovationen des Unternehmens? Idealerweise recherchieren Sie vorab über den Arbeitgeber, um Ihre Antwort gut begründen zu können.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?
Was wäre für Sie eine ideale Arbeitssituation?
Wann waren Sie in Ihrem Job am meisten zufrieden?
Welche Kultur reizt Sie mehr – strukturiert oder unternehmerisch?
Was trifft mehr auf Sie zu: Sie sind detailorientiert – Sie sind visionär?
Was ist besser: Sollte ein Chef geliebt oder gefürchtet werden?
Was sind die zentralen Eigenschaften einer guten Führungskraft?
Und einer schlechten?
Was ist der Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich?
Welche Konflikte haben Sie in Ihren bisherigen Jobs schon erlebt?

6. Fragen zum Charakter

Beispielfrage: „Nennen Sie fünf Begriffe, die Ihren Charakter beschreiben!“

Auch hierbei handelt es sich um einen Wertetest. Sie sollen sich selbst beschreiben und können zugleich Einfluss auf die Wahrnehmung beim Personaler nehmen. Selbstsicheres Auftreten ist dabei zwar wichtig und erwünscht. Übertriebenes Eigenlob wirken aber unsympathisch.

Für Pluspunkte sorgen Sie mit relevanten Stärken (für den Job) und ein paar sympathischen Schwächen (Verhältnis: 3:2). Zeigen Sie also ruhig „klare Kante“ und dass Sie ein Charakterkopf sind. Schon aus Diversity-Gründen suchen viele Unternehmen heute keine Stromlinientypen mehr. Notorische Querköpfer und Revoluzzer aber auch nicht. Die gesunde Mischung macht’s.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Welche drei Charaktereigenschaften würden Ihnen Freunde nachsagen?
Worauf sind Sie besonders stolz?
Was war die wichtigste Lebenslektion, die Sie gelernt haben?
Wer hat Sie in Ihrem Leben entscheidend geprägt?
Gab es einen Menschen in Ihrer Laufbahn, der Sie verändert hat?
Welcher Manager ist für Sie ein Vorbild und warum?
Mit welchen Persönlichkeiten kommen Sie am besten zurecht?
Was war Ihre bisher schwerste Entscheidung?
Was bedauern Sie am meisten? Warum?
Mittagessen: Sie ordern ein Steak, englisch. Der Kellner bringt es durchgebraten. Was tun Sie?
Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie für jemanden arbeiten, der weniger weiß als Sie?
Angenommen Sie finden heraus, dass Ihr Chef etwas Verbotenes tut – wie gehen Sie damit um?
Würden Sie sich für uns entscheiden?

7. Spontanitätsfragen

Beispielfrage: „Wozu ist der Filz auf einem Tennisball?“

Auf solche Fragen im Vorstellungsgespräch gibt es in der Regel keine richtige Antwort. Nicht wenige Bewerber lassen sich davon unter Druck setzen oder reagieren mit Panik und Unsicherheit darauf. Fehler! Bei diesen, teils sogenannten Fermi-Fragen geht es nicht um eine korrekte Antwort. Punkten können Sie vielmehr mit Kreativität und einem wohl durchdachten Lösungsweg.

Dazu dürfen Sie sich immer eine kurze Bedenkzeit nehmen. Erklären Sie anschließend, wie Sie zu einem Ergebnis kommen und das Problem lösen. Darum geht es: Cleverness, Logik, Problemlösungskompetenz. Wann immer Sie diese Vorstellungsgespräch Fragen gestellt bekommen, ist das ein Indiz dafür, dass Sie auch später im Job unbekannte und überraschende Probleme lösen müssen.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Wie schwer ist New York?
Warum sind Kanaldeckel rund und nicht eckig?
Wie viele Kalorien gibt es in einem Supermarkt?
Wie viele Gärten gibt es in Deutschland?
Wie viele Blätter Papier werden an einem Tag in Deutschland kopiert?
Wie oft am Tag überlappen sich die Zeiger einer Uhr?
Welcher Tag ist morgen, wenn vorgestern der Tag nach Montag war?
Wie würden Sie ein Flugzeug vermessen – ohne Maßstab?
Welche Superkraft würden Sie gerne haben?
Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?
Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen?
Verkaufen Sie mir diesen Bleistift!
Nennen Sie mir 10 Dinge, wozu man einen Stift noch benutzen kann!
Was machen Sie, wenn Sie Spaß haben wollen?
Wie mache ich mich in Ihren Augen als Interviewer?

8. Stressfragen

Beispielfrage: „Was mochten Sie an Ihrem bisherigen Job am wenigsten?“

Stressfragen verfolgen nur einen Zweck: Sie sollen Sie aus der Reserve locken. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Entweder wirken Sie bisher zu glatt, und man will Ihre Ecken und Kanten kennenlernen. Oder aber der spätere Job selbst ist stressig, und man möchte wissen, wie Sie unter Druck reagieren. Kurz: Um das heimliche Drehbuch im Jobinterview zu knacken, setzen Personaler einen alten Regie-Trick ein: die freie Improvisation.

Wenn Sie mit einem Stressinterview (PDF) konfrontiert werden, nehmen Sie das bitte NIE persönlich. Die beste Reaktion darauf ist: Offen und freundlich bleiben (lächeln!) – und die Frage ganz cool beantworten. Profis weichen Stressfragen geschickt aus, indem Sie dazu eine Anekdote erzählen, Motto: „Ich freue mich, dass Sie das fragen. Dazu kann ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen…“

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Warum haben Sie noch keine neue Stelle gefunden?
Wieso waren Ihre bisherigen Bewerbungen erfolglos?
Sie haben also Ihre beruflichen Ziele noch nicht erreicht…
Woher wissen Sie, dass Sie einen guten Job machen werden?
Wie finden Sie es, geführt zu werden?
Haben Sie heute eine schlechten Tag oder treten Sie immer so auf?
Wann haben Sie das letzte Mal die Regeln gebrochen und warum?
Erzählen Sie mir etwas von sich, das nicht im Lebenslauf steht.
Da sind aber einige versteckte Botschaften in Ihrem Arbeitszeugnis!
Warum waren Sie noch nie weit weg von Ihrem Heimatort oder im Ausland?
Erklären Sie einem Blinden die Farbe Rot!
Wie mache ich mich in Ihren Augen als Interviewer?
Welche Frage möchten Sie nicht gestellt bekommen?
Was war Ihr bisher schwächster Teil in diesem Vorstellungsgespräch?

9. Fangfragen

Beispielfrage: „Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?“

Fangfragen sind fies. Lassen Sie sich bei der Antwort daher stets Zeit. Das ist kein Quiz, und der Schnellste gewinnt auch nichts. Sie verlieren sogar, wenn Sie die Chance auf eine kluge und ausgereifte Antwort vorschnell vergeben. Wenn Sie sich für die Antwort Zeit nehmen (natürlich keine fünf Minuten), beweisen Sie Gewissenhaftigkeit. Spielverderber, die zurückblaffen, disqualifizieren sich dagegen.

Rechnen Sie bei solchen Vorstellungsgespräch Fragen damit, dass man vorher über Sie im Internet recherchiert. Auch daraus können Fangfragen entstehen. In diesem Fall sollten Sie ehrlich und konstruktiv mit vergangenen Fehlern umgehen.

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Warum haben Sie da eine Lücke im Lebenslauf?
Sind Sie eher Feststeller oder Absteller?
Sind Sie eher Anführer oder Ausführer?
Was ist Ihre größte Sorge – diesen Job betreffend?
Haben Sie schon mal mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen?
Wenn Sie dieses Unternehmen verlassen: Was soll man Ihnen nachsagen?
Gibt es Gründe, warum jemand nicht gerne mit Ihnen zusammen arbeitet?
Was erwarten Sie von einem Unternehmen, in das Sie Talent und Zeit investieren?
Haben Sie schon einen beleidigenden Kommentar gepostet? Wir haben da was gefunden…
In Ihrem Lebenslauf steht, dass Sie sich zwischen Juni und August weitergebildet haben. Auf Instagram findet man in dieser Zeit viele Strandfotos von Ihnen aus Thailand. Worin bestand die Weiterbildung?

10. Fragen zur Führungskompetenz

Beispielfrage: „Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?“

Wer sich für eine Management- beziehungsweise Führungsfunktion bewirbt, muss damit rechnen, dass sich die Fragen im Vorstellungsgespräch um Führungsstile und Ihre Führungserfahrung drehen.

Neben dem Umgang mit Mitarbeitern interessiert Personaler hierbei auf, ob und wie Sie Ihre Zielvereinbarungen erfüllt haben. Von Führungskräften werden schließlich handfeste Ergebnisse erwartet. Auf entsprechende Vorstellungsgespräch Fragen sollten Sie immer mit Beispielen und Anekdoten antworten. Also möglichst konkret und narrativ, wie Sie es bisher gemacht haben (oder in Zukunft besser machen).

Weitere Vorstellungsgespräch Fragen dazu

Sind Sie ein gutes Vorbild? Warum?
Wie sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter ihre Ziele erreichen?
Was tun Sie, wenn Ziele nicht erreicht werden?
Wie reagieren Sie auf Mitarbeiter, die unter Ihren Erwartungen liegen?
Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter?
Worauf achten Sie, wenn Sie Aufgaben an Mitarbeiter delegieren?
Wie gehen Sie mit schwierigen Mitarbeitern um?
Was führte bisher zu Problemen im Team?
Nennen Sie uns ein Beispiel, wie Sie einen Konflikt gelöst haben.
Wie würden Sie Ihre Mitarbeiter beschreiben?
Welchen Stellenwert hat für Sie Mitarbeiterzufriedenheit?
Wie behalten Sie den Überblick über die Kosten?
Wie wichtig ist Ihnen unternehmerisches Denken – im Team?
Mit welchen Kollegen arbeiten Sie am liebsten zusammen?

Fragen und Beispiele von namhaften Unternehmen

Manche Unternehmen stellen im Jobinterview außergewöhnliche Fragen. Bei der Vorbereitung kann es sich lohnen, sich damit zu beschäftigen und kluge Antworten zu formulieren. Das dient der Selbstreflexion und Standortbestimmung. Was hätten Sie auf diese Fragen geantwortet?

Was war der beste Tag Ihres Lebens in den vergangenen vier Jahren? (Apple)
Wie würden Sie versuchen, in einer Menschenmenge herauszuragen? (Microsoft)
Welchen Song würden Sie wählen, sobald Sie einen Raum betreten? (Google)
Welche Führungskraft verehren Sie am meisten? (Boston Consulting Group)
Wie viel Honorar würden Sie verlangen, um alle Fenster in Seattle zu putzen? (Facebook)
Wie würden Sie den Wert einer Kuh berechnen? (Bain)
Wann wollen Sie in den Ruhestand gehen? (Adobe)
Was müsste passieren, damit Sie den Schritt zu Adidas bereuen? (Adidas)

Viele weitere Fragen von Top-Arbeitgebern und Top-Managern finden Sie in unserem eBook, das Sie sich hier kostenlos herunterladen können:

Download Fragen (PDF)

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Rückfragen im Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch sollte eben das sein: ein Gespräch. Folglich geht es nicht nur um ein Abfragen seitens des Arbeitgebers. In jedem strukturierten Interview haben Sie ebenso die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen. Oft eingeleitet mit der Frage: „Haben Sie noch Fragen?“

Haben Sie bitte immer eigene Fragen! Rückfragen sind ein Test und eine Chance. Zum Einen haben Sie die Gelegenheit, mehr über den künftigen Chef, den Arbeitsplatz oder dessen Anforderungen zu erfahren. Zum Anderen sagen kluge Rückfragen viel über Ihre Vorbereitung, Ihre Tiefgründigkeit und das Interesse an dem Job aus. Machen Sie sich während des Vorstellungsgesprächs also ruhig Notizen und stellen Sie bei Gelegenheit clevere Detailfragen.

Diese Rückfragen sollten Sie stellen

  • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
  • Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?
  • Was erwarten Sie von einem idealen Bewerber?
  • Welche Erwartungen haben Sie an mich im kommenden Jahr?
  • Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?
  • Was könnte mich an diesem Job frustrieren?
  • Wie würden Sie den Führungsstil meines Chefs beschreiben?
  • Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
  • Wie werden bei Ihnen Talente und Stärken gefördert?
  • Was sieht die Einarbeitung in Ihrem Unternehmen aus?
  • An wen muss ich berichten? Wer berichtet mir?
  • Ist noch Zeit, sich den Arbeitsplatz anzusehen?
  • Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?
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Illegale Fragen im Vorstellungsgespräch

Es gibt legale Fragen, und es gibt illegale Fragen im Vorstellungsgespräch (siehe PDF). Diese dürften gar nicht gestellt werden. Trotzdem kommt es vor. Aus juristischer Sicht müssen Sie unzulässige Fragen nicht beantworten. Mehr noch: Sie dürfen sogar mit einer Lüge antworten.

Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen – dann, wenn die Frage einen deutlichen Bezug zum Job hat: Einen angehenden Pastor darf man nach seiner Religion befragen. Einen Polizisten in spe nach möglichen Vorstrafen. Und wer mit Lebensmitteln hantiert, muss Auskunft über ansteckende Krankheiten geben. Und weil schwangere Frauen besonders schutzwürdig sind, muss die Frage nach der Schwangerschaft – ausnahmsweise – ehrlich beantwortet werden, wenn der Job körperlich anstrengend ist und von einer Schwangeren nicht ausgeübt werden darf.

Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch

  • Sind Sie schwanger?
  • Wann wollen Sie heiraten?
  • Planen Sie in absehbarer Zeit, Kinder zu bekommen?
  • Sind Sie homo- oder heterosexuell?
  • Was macht Ihr Partner beruflich?
  • Sind Sie häufig krank?
  • Rauchen Sie eigentlich?
  • Welche (schweren) Erkrankungen hatten Sie schon?
  • Leiden Sie an chronischen Krankheiten?
  • Glauben Sie an Gott? An welchen?
  • Sind Sie Mitglied einer politischen Partei?
  • Sind Sie Mitglied einer Gewerkschaft?
  • Welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie an?
  • Haben Sie Vorstrafen?
  • Waren Sie schon einmal im Gefängnis?
  • Haben Sie Schulden?
  • Können Sie gut mit Geld umgehen?
  • Ist Ihre Familie reich?

Wie antworten auf unzulässige Fragen?

  • Bleiben Sie ruhig.
    Mancher Arbeitgeber stellt solche Fragen bewusst, um Ihre Reaktion zu testen. Als Stressfragen. Bevor Sie antworten also erst einmal tief durchatmen und prüfen, ob das „nur“ ein Test ist.
  • Bleiben Sie sachlich.
    Gelassenheit ist immer noch die beste Antwort. Sie beweisen so Souveränität – auch unter Stress. Wer jetzt die Nerven verliert oder ausfallend wird, ist raus.
  • Bleiben Sie realistisch.
    Je nachdem, für welche Antwort Sie sich entscheiden – Ehrlichkeit, Lüge, empörtes Verlassen des Raums – kann das dazu führen, dass Sie den Job nicht bekommen. Dann ist das so – und allemal besser als ein schlechtes Gewissen. Mal ehrlich: Wer solche Vorstellungsgespräch Fragen stellt, hat Sie nicht verdient!

Lesetipp: Checkliste fürs Vorstellungsgespräch (PDF)

[Bildnachweis: Dmitry Guzhanin by Shutterstock.com]

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Vorstellungsgespräch Englisch
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Telefoninterview

Typische Fragen
Diese 100 Fragen können kommen
25 Fangfragen + Antworten
Stressfragen
Was sind Ihre Schwächen?
Was sind Ihre Stärken?
Warum sollten wir Sie einstellen?
Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Warum haben Sie gekündigt?
Unzulässige Fragen
Rückfragen an Personaler

Tipps & Tricks
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Bewerbungsgespräch Fehler
Notlügen im Vorstellungsgespräch
Körpersprache Tipps
Nervosität überwinden
Wohin mit den Händen?

Organisation
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